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49:10Als Bahá’u’lláh in Persien erschien, spalteten gewalttätige Auseinandersetzungen und Hass die Völker und Stämme dieses Landes. Sie kamen nur zusammen, um gegeneinander Krieg zu führen; sie hätten weder dasselbe Essen gegessen noch vom selben Wasser getrunken; Gemeinschaft und Umgang miteinander waren unmöglich. Bahá’u’lláh stiftete die Einheit der Menschheit bei diesen Menschen und verband ihre Herzen mit solchen Banden der Liebe, dass sie völlig geeint wurden. Er stellte die Grundlagen der Offenbarungen wieder her; Er reformierte und erneuerte die Grundlagen, die von den Ihm vorangegangenen Gesandten Gottes gelegt worden waren. Und jetzt werden hoffentlich der Osten und der Westen durch Sein Leben und Seine Lehren so vereint werden, dass von Feindschaft, Streit und Zwietracht keine Spur übrig bleibt. – 50 –50:0_14819. Mai 191250:0_149Ansprache in der Brotherhood Church
Bergen and Fairview Avenues, Jersey City, New Jersey50:0_150Aufzeichnungen von Esther Foster50:1Da diese Kirche Bruderschaftskirche genannt wird, möchte ich über die Brüderlichkeit der Menschheit sprechen. Der Menschheit liegt vollkommene Brüderlichkeit zugrunde, denn alle sind Diener des einen Gottes und gehören zu einer einzigen Familie, die unter dem Schutz der göttlichen Vorsehung steht. Dieses Band der Brüderlichkeit existiert in der Menschheit, weil alle vernunftbegabte Wesen sind, erschaffen im Reich des evolutionären Wachstums. In der Menschheit gibt es ein Potenzial für Brüderlichkeit, weil alle auf dieser Erdkugel unter dem einen himmlischen Baldachin wohnen. Brüderlichkeit ist in der Menschheit angelegt, denn alle sind Teil einer einzigen menschlichen Gesellschaft, die auf Einigung und Zusammenarbeit angewiesen ist. Für die Menschheit ist Brüderlichkeit vorgesehen, weil alle Menschen Wellen eines einzigen Meeres, Blätter und Früchte eines einzigen Baumes sind. Das ist die Gemeinschaft auf stofflicher Ebene, die für materielles Wohlergehen in der Menschenwelt sorgt. Je stärker sie wird, desto weiter schreitet die Menschheit voran und der Horizont materieller Entwicklung weitet sich.50:2Die wahre Brüderlichkeit hingegen ist geistig, denn die körperliche Brüderlichkeit kann sich auflösen. Die Kriege der äußeren Daseinswelt spalten die Menschheit, aber in der ewigen Welt geistiger Brüderlichkeit gibt es keine Trennung. Materielle oder körperliche Verbindungen beruhen auf irdischen Interessen, aber göttliche Verbundenheit verdankt ihr Dasein dem Odem des Heiligen Geistes. Geistige Brüderlichkeit kann mit dem Licht verglichen werden, während die Seelen der Menschen wie Laternen sind. Hier sind viele leuchtende Lampen, aber das Licht ist eines.50:3Zu einer Zeit, als Brüderlichkeit im Orient nicht einmal auf körperlicher Ebene existierte, erschien Bahá’u’lláh. Zunächst legte Er die Prinzipien der Brüderlichkeit auf körperlicher Ebene dar, und danach stiftete Er geistige Brüderlichkeit. Er hauchte den Ländern des Orients einen solchen Geist ein, dass viele Völker und einander bekriegende Stämme zu einer Einheit verschmolzen. Ihr Können und Wollen wurden eins, ihre Absichten eine Absicht, ihre Wünsche ein Wunsch, in einem solchen Ausmaß, dass sie sich füreinander opferten und auf Ansehen, Besitz und Bequemlichkeit verzichteten. Ihre Gemeinschaft wurde unauflöslich. Das ist die ewige, geistige Gemeinschaft, die himmlische und göttliche Bruderschaft, die sich der Auflösung widersetzt. Materielle Zivilisation kommt durch den äußerlichen Zusammenschluss der Menschheit voran. Der Fortschritt, den ihr in der Außenwelt beobachtet, beruht hauptsächlich auf der Bruderschaft in Bezug auf materielle Interessen. Ohne diese materielle und gedankliche Verbindung hätte sich die Kultur kaum fortentwickelt. Nun ist gottlob die unauflösliche geistige Verbindung offensichtlich; daher ist es sicher, dass die göttliche Kultur ins Leben gerufen wurde und die Welt sich geistig fortentwickeln und vorankommen wird. In diesem strahlenden Jahrhundert werden göttliches Wissen, Barmherzigkeit und geistige Tugenden die höchste Entwicklungsstufe erreichen. In Persien wurden ihre Spuren sichtbar. Manche Menschen haben eine solche Stufe erreicht, dass sie Leben und Besitz füreinander opferten. Ihre geistige Wahrnehmung hat sich entfaltet; ihr Verstand wurde belebt; ihre Seelen wurden erweckt. Es hat sich ein Höchstmaß an Liebe gezeigt. Darum hoffe ich, dass geistige Brüderlichkeit den Osten und den Westen vereinen und zur vollständigen Beseitigung des Krieges zwischen Menschen führen wird. Möge sie die einzelnen Mitglieder der Menschheitsfamilie verbinden und zur Ursache der Entwicklung von Geist und Verstand und der Erleuchtung der Herzen werden und es ermöglichen, dass himmlische Gaben uns von allen Seiten umgeben. Möge geistige Empfänglichkeit für die frohen Botschaften die Herzen erglühen lassen. Möge geistige Brüderlichkeit zu Wiedergeburt und Erneuerung führen, denn ihre schöpferische Belebung entspringt dem Odem des Heiligen Geistes und wird durch die Macht Gottes erschaffen. Sicherlich ist das durch die göttliche Kraft des Heiligen Geistes Erschaffene dauerhaft stark und anhaltend in seiner Wirkung.50:4Weltliche Bruderschaft kann Krieg weder verhindern noch beseitigen; sie löst die Unstimmigkeiten zwischen den Menschen nicht auf. Aber geistige Gemeinschaft zerstört die eigentliche Ursache des Krieges, beseitigt alle Unstimmigkeiten, verkündet die Einheit der Menschheit, erfüllt die Menschenwelt mit neuem Leben, veranlasst die Herzen, sich dem Reich Gottes zuzuwenden, und tauft die Seelen mit dem Heiligen Geist. Durch diese göttliche Bruderschaft wird die materielle Welt hell im göttlichen Licht erstrahlen, wird der Spiegel des Irdischen sein Licht vom Himmel empfangen und Gerechtigkeit in der Welt herrschen, sodass keine Spur von Finsternis, Hass und Feindschaft mehr sichtbar sein wird. Die Menschheit wird Sicherheit und Geborgenheit finden, die Prophetenschaft aller Gottesboten wird anerkannt werden, Zion wird jubeln und tanzen, Jerusalem wird frohlocken, die mosaische Flamme wird entzündet werden, das messianische Licht wird scheinen, die Welt wird eine andere Welt werden und die Menschheit wird neue Kräfte erhalten. Das ist die größte göttliche Gabe; das ist der Glanz des Reiches Gottes; das ist der Tag der Erleuchtung; das ist das gnadenvolle Jahrhundert. Wir müssen diese Dinge schätzen und uns darum bemühen, dass der sehnlichste Wunsch der Propheten sich jetzt erfülle und alle frohen Botschaften umgesetzt werden. Vertrauen Sie auf Gottes Unterstützung. Schauen Sie nicht auf Ihre eigenen Fähigkeiten, denn die göttlichen Gaben können einen Tropfen in einen Ozean verwandeln; sie können einen winzigen Samen zu einem hochaufragenden Baum heranwachsen lassen. Fürwahr, göttliche Gnadengaben sind wie das Meer, und wir sind die Fische in diesem Meer. Die Fische dürfen nicht auf sich selbst schauen; sie müssen auf den Ozean schauen, der weit und wunderbar ist. In diesem Ozean ist für alle gesorgt; deshalb umgeben die göttlichen Gaben alle und ewige Liebe scheint auf alle.50:5Es wurde die Frage gestellt: Wird der geistige Fortschritt der Welt in Zukunft dem materiellen Fortschritt entsprechen und mit ihm Schritt halten? Das volle Ausmaß der Entwicklung eines lebendigen Organismus ist bei seiner Empfängnis oder seiner Geburt weder erkennbar noch vorhersehbar. Entwicklung und Fortschritt vollziehen sich schrittweise und in Stufen. Zum Beispiel kann geistige Entwicklung mit dem Licht der frühen Morgendämmerung verglichen werden. Obwohl dieses Dämmerlicht schwach und blass ist, kann ein weiser Mann, der den Sonnenaufgang vom ersten Beginn an betrachtet, den Aufstieg der Sonne zu ihrer vollen, glänzenden Pracht vorhersagen. Er weiß mit Sicherheit, dass dies der Beginn ihres Erscheinens ist und sie später große Kraft und Macht besitzen wird. Wenn er, um ein anderes Beispiel zu nehmen, einen Samen nimmt und beobachtet, wie er sprießt, dann weiß er gewiss, dass dieser schließlich zu einem Baum heranwächst. Jetzt stehen wir am Beginn der Entfaltung der geistigen Kraft, und sie wird unweigerlich ein immer größeres Ausmaß an Stärke entwickeln. Daher ist dieses zwanzigste Jahrhundert die Morgendämmerung, der Beginn der geistigen Erleuchtung, und es ist offensichtlich, dass sie Tag für Tag voranschreiten wird. Sie wird einen solchen Grad erreichen, dass der Strahlenglanz des Geistigen den des Stofflichen übertreffen wird, sodass die Empfänglichkeit für das Göttliche den weltlichen Geist überwiegen und das himmlische Licht die irdische Finsternis auflösen und beseitigen wird. Göttliche Heilung wird alle Schwierigkeiten lösen, und die Wolken der Gnade werden ihren Regen spenden. Die Sonne der Wahrheit wird scheinen und die gesamte Erde wird sich in ihren schönen grünen Teppich kleiden. Zu den Auswirkungen der Entfaltung geistiger Kräfte wird gehören, dass sich die Menschenwelt an eine neue Gesellschaftsform anpasst, die Gerechtigkeit Gottes in den menschlichen Angelegenheiten zum Ausdruck kommt und die Gleichberechtigung aller Menschen weltweit durchgesetzt wird. Die Armen werden große Zuwendungen erhalten, und die Reichen ewiges Glück erlangen. Denn obwohl sich die Reichen gegenwärtig des größten Luxus und Komforts erfreuen, sind sie dennoch des ewigen Glücks beraubt; denn ewiges Glück hängt vom Geben ab, und die Armen sind überall in einem Zustand bitterer Not. Durch die Entfaltung der großen Gerechtigkeit Gottes werden die Armen der Welt belohnt und umfassend unterstützt und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Menschheit werden angepasst, sodass es in Zukunft weder abnorm reiche noch bitterarme Menschen geben wird. Die Reichen wie die Armen werden sich gleichermaßen der Vorteile dieser neuen wirtschaftlichen Verhältnisse erfreuen, denn durch bestimmte Bestimmungen und Beschränkungen können die Reichen keinen derartig großen Reichtum ansammeln, dass sie durch dessen Verwaltung belastet werden, während die Armen von der Belastung durch Not und Elend befreit werden. Der Reiche wird seinen Prachtbau genießen, und der Arme wird sein komfortables Häuschen haben.50:6Das Wesentliche dabei ist, dass sich göttliche Gerechtigkeit in den Verhältnissen und Angelegenheiten der Menschen ausdrückt und die gesamte Menschheit Wohlergehen und Freude im Leben findet. Das bedeutet nicht, dass alle gleich sein werden, denn Ungleichheit bei Begabungen und Fähigkeiten ist ein Naturmerkmal. Es wird zwangsläufig vermögende Leute geben und auch solche, die ein knappes Auskommen haben, aber in der Gesellschaft als Ganzes wird es einen Ausgleich und eine Neuausrichtung von Wertvorstellungen und Interessen geben. In Zukunft wird es weder sehr Reiche noch extrem Arme geben. Es wird ein Gleichgewicht zwischen den Interessen bestehen, und es wird ein Zustand erreicht werden, in dem Reich und Arm sorgenfrei und zufrieden leben können. Das wird ein immerwährendes und gesegnetes Ergebnis des glorreichen zwanzigsten Jahrhunderts sein, das weltweit umgesetzt werden wird. Das bedeutet, dass sich die Verheißung großer Freude erfüllt, die in den Heiligen Schriften offenbart wurde. Erwarten Sie diese Erfüllung. – 51 –51:0_15120. Mai 191251:0_152Ansprache beim Suffragettentreffen
Metropolitan Temple
Seventh Avenue and Fourteenth Street, New York51:0_153Aufzeichnungen von Esther Foster51:1Heute sieht sich die Menschheit mit Fragen von größter Tragweite konfrontiert, Fragen, die charakteristisch für dieses strahlende Jahrhundert sind. In früheren Jahrhunderten kamen sie nicht einmal auf. Da dies das Jahrhundert der Erleuchtung, das Jahrhundert der Menschlichkeit, das Jahrhundert der göttlichen Gnadengaben ist, werden diese Fragen als Ausdruck der öffentlichen Meinung gestellt, und in allen Ländern der Erde werden sie erörtert und wird nach Lösungen gesucht.51:2Eine dieser Fragen betrifft die Rechte der Frau und ihre Gleichberechtigung mit dem Mann. Früher war man der Ansicht, Frauen und Männer seien nicht gleichwertig – das heißt, die Frau galt als dem Manne unterlegen, sogar im Hinblick auf ihre Anatomie und Erschaffung. Insbesondere galt sie als weniger intelligent und ganz allgemein herrschte die Ansicht, man dürfe nicht zulassen, dass sie sich an wichtigen Angelegenheiten beteiligt. In manchen Ländern gingen die Männer so weit, zu glauben und zu lehren, die Frau gehöre einer Ebene unterhalb der menschlichen an. Aber in diesem Jahrhundert, dem Jahrhundert des Lichtes und der Offenbarung von Geheimnissen, beweist Gott der Menschheit hinreichend, dass dies alles Unwissenheit und Irrtum ist; nein, vielmehr steht fest, dass Mann und Frau als Teil der gesamten Menschheit gleichrangig sind und keine Unterschiede in der Wertschätzung zulässig sind, denn alle sind Menschen. Die Missstände in vergangenen Jahrhunderten beruhten auf dem Mangel an Möglichkeiten für die Frau. Ihr wurden das Recht und die Vorteile der Bildung versagt und sie konnte sich nicht entfalten. Selbstverständlich konnte sie sich dadurch nicht entwickeln und kam nicht voran. Gott aber hat die ganze Menschheit erschaffen, und in den Augen Gottes gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Wessen Herz rein ist, ist vor Seinen Augen annehmbar, sei es Mann oder Frau. Gott fragt nicht: »Bist du eine Frau oder bist du ein Mann?« Er beurteilt die Taten der Menschen. Sind diese an der Schwelle des Allherrlichen annehmbar, werden Mann und Frau dafür in gleicher Weise anerkannt und belohnt.51:3Die Bildung der Frau ist zudem notwendiger und wichtiger als die des Mannes, denn die Frau ist die Erzieherin des Kindes von Geburt an. Ist sie selbst fehlerbehaftet und voller Mängel, wird unausweichlich auch das Kind unzulänglich sein; die Mangelhaftigkeit der Frau führt zur Mangelhaftigkeit der ganzen Menschheit, denn die Mutter erzieht, versorgt und betreut das Kind, während es aufwächst. Das liegt nicht in der Verantwortung des Vaters. Ist der Erzieher unfähig, so wird der Heranwachsende entsprechende Mängel haben. Das ist offensichtlich und unbestreitbar. Kann der Schüler hervorragend gebildet sein, wenn der Lehrer ungelehrt und unwissend ist? Die Mütter sind die ersten Erzieherinnen der Menschheit; wenn sie unentwickelt sind, dann ist es schlimm um die Menschheit und ihre Zukunft bestellt.51:4Wie gesagt, in der Geschichte hat sich gezeigt: Wenn die Frau nicht an der Gestaltung menschlicher Angelegenheiten beteiligt war, erreichten die Ergebnisse niemals den Zustand der Vollendung und Reife. Andererseits hat jedes einflussreiche Vorhaben der Menschenwelt, an dem die Frau beteiligt war, Bedeutung erlangt. Das ist historisch belegt und selbst in der Religion nicht zu widerlegen. Jesus Christus hatte zwölf Jünger und unter Seinen Anhängern eine Frau, die als Maria Magdalena bekannt ist. Judas Ischariot wurde zum Verräter und Heuchler, und nach der Kreuzigung waren die verbliebenen elf Jünger wankelmütig und unentschlossen. Die Evangelien bezeugen eindeutig, dass es Maria Magdalena war, die sie tröstete und ihren Glauben wiederherstellte.51:5Die Menschheit besteht aus zwei Teilen: männlich und weiblich. Jeder ist die Ergänzung des anderen. Wenn daher ein Teil unentwickelt ist, wird der andere notwendigerweise unvollständig sein und Vervollkommnung kann nicht erreicht werden. Beim menschlichen Körper gibt es eine rechte und eine linke Hand, die funktionell gleiche Aufgaben übernehmen. Erweist sich eine von beiden als unentwickelt, so wird sich der Mangel natürlich auf die andere auswirken und die Vollständigkeit des Ganzen beeinträchtigen; denn sie können nicht normal arbeiten, solange nicht beide vollständig entwickelt sind. Wenn wir sagen, eine Hand sei unzulänglich, dann ist damit die Unfähigkeit und das Unvermögen der anderen Hand belegt; denn einhändig gibt es kein vollwertiges Ergebnis. So, wie ein körperliches Unterfangen nur mit zwei Händen gelingt, so müssen auch beide Teile des Gesellschaftskörpers, Mann und Frau, vollständig entwickelt sein. Es entspricht nicht der Natur, dass ein Teil unentwickelt bleibt. Erst wenn beide vervollkommnet sind, kann die Menschheit Glück finden.51:6Das bedeutsamste Anliegen dieser Zeit ist der internationale Frieden und ein internationaler Schiedsgerichtshof, und der Weltfrieden ist ohne allgemeines Wahlrecht nicht erreichbar. Kinder werden von den Frauen erzogen. Die Mutter erduldet die Sorgen und Schwierigkeiten, die mit dem Aufziehen des Kindes verbunden sind, sie erträgt die Qualen seiner Geburt und die Mühsal bei seiner Erziehung. Daher ist es äußerst schwer für Mütter, diejenigen, die sie mit solcher Liebe und Fürsorge hegten, auf das Schlachtfeld zu schicken. Stellen Sie sich einen Sohn vor, der zwanzig Jahre lang von einer hingebungsvollen Mutter aufgezogen und herangebildet wurde. Wie viele schlaflose Nächte und rastlose, sorgenvolle Tage hat sie durchlebt! Nachdem sie ihn durch Gefahren und Schwierigkeiten bis zum Reifealter gebracht hat – welch eine Qual, ihn dann auf dem Schlachtfeld zu opfern! Daher werden die Mütter den Krieg weder billigen, noch sich mit ihm abfinden. Die Zeit wird kommen, in der die Frauen sich völlig gleichberechtigt an den Angelegenheiten der Welt beteiligen, selbstsicher und kompetent die große Bühne von Recht und Politik betreten, und dann wird der Krieg enden, denn die Frau wird sich ihm in den Weg stellen und ihn verhindern. Das ist wahr und daran gibt es keinen Zweifel.51:7Einige haben eingewandt, die Frau sei in ihren Fähigkeiten dem Mann nicht ebenbürtig und schöpfungsbedingt unzulänglich. Das ist reine Einbildung. Die unterschiedliche Befähigung bei Mann und Frau beruht allein auf unterschiedlichen Chancen und Bildungsvoraussetzungen. Bisher blieben der Frau das Recht und die Vorteile einer gleichberechtigten Entwicklung versagt. Bekäme sie die gleichen Chancen, wäre sie dem Manne zweifellos ebenbürtig. Das wird die Geschichte beweisen. In früheren Zeitaltern haben sich namhafte Frauen für die Belange der Völker erhoben und damit die Leistungen der Männer übertroffen. Zu ihnen gehörte Zenobia, die Königin des Ostens mit seiner Hauptstadt Palmyra. Noch heute zeugen die Ruinen dieser Stadt von ihrer Größe, ihrer Befähigung und ihrer Hoheit; denn dort trifft der Reisende auf äußerst widerstandsfähige und stabile Palast- und Befestigungsruinen, die von dieser bemerkenswerten Frau im dritten Jahrhundert nach Christus erbaut wurden. Sie war die Frau des Generalgouverneurs von Athen. Nach dem Tode ihres Mannes übernahm sie an seiner Stelle die Herrschaft und regierte ihre Provinz äußerst effizient. Danach eroberte sie Syrien, bezwang Ägypten und gründete mit politischer Klugheit und Geschick ein wunderbares Königreich. Das Römische Reich schickte eine große Armee gegen sie aus. Als diese Armee in kriegerischer Pracht Syrien erreichte, erschien Zenobia selbst auf dem Schlachtfeld und führte ihre Streitkräfte an. Am Tag der Schlacht schmückte sie sich mit königlichem Ornat, setzte eine Krone auf ihr Haupt und ritt voran, das Schwert in der Hand, um den eindringenden Legionen entgegenzutreten. Durch ihren Mut und ihre Militärstrategie wurde die römische Armee so weit auseinandergetrieben, dass sie sich im Rückzug nicht neu organisieren konnte. Die römische Regierung beriet sich und sagte: »Welchen Kommandeur wir auch immer einsetzen, wir können sie nicht besiegen; deshalb muss Kaiser Aurelian persönlich die Legionen Roms gegen Zenobia anführen.« Aurelian marschierte mit zweihunderttausend Soldaten in Syrien ein. Zenobias Armee war erheblich kleiner. Zwei Jahre lang belagerten die Römer sie erfolglos in Palmyra. Schließlich gelang es Aurelian, den Nachschub für die Stadt abzuschneiden, sodass sie und ihr Volk sich ergeben mussten, um nicht zu verhungern. Sie wurde nicht im Kampf besiegt. Aurelian brachte sie als Gefangene nach Rom. Am Tage seines Einzugs in die Stadt veranstaltete er einen Triumphzug – zuerst Elefanten, dann Löwen, Tiger, Vögel, Affen – und nach den Affen Zenobia. Sie trug eine Krone auf ihrem Haupt und eine goldene Kette um ihren Hals. Mit der Würde einer Königin, die Demütigung nicht beachtend, wandte sie sich nach links und rechts und sagte: »Wahrlich, mein Ruhm liegt darin, dass ich als Frau dem römischen Imperium standgehalten habe.« (Zu jener Zeit umfasste das Herrschaftsgebiet Roms die Hälfte des bekannten Erdkreises.) »Und diese Kette um meinen Hals ist kein Zeichen der Demütigung, sondern der Verherrlichung. Sie ist ein Symbol meiner Stärke, nicht meiner Niederlage.«51:8Zu anderen Frauen, die in die Geschichte eingegangen sind, gehörte Katharina die Erste, die Gemahlin Peters des Großen. Russland und die Türkei befanden sich im Krieg. Der Befehlshaber der türkischen Streitkräfte, Muḥammad Páshá, besiegte Peter und stand kurz davor, St. Petersburg einzunehmen. Die Russen befanden sich in einer äußerst kritischen Lage. Katharina, die Gemahlin Peters des Großen, sagte: »Ich werde diese Angelegenheit regeln.« Sie hatte eine Unterredung mit Muḥammad Páshá, handelte einen Friedensvertrag aus und brachte ihn dazu, umzukehren. So rettete sie ihren Mann und ihr Volk. Das war eine großartige Leistung. Später wurde sie zur Kaiserin von Russland gekrönt und regierte mit Weisheit bis zu ihrem Tod.51:9Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus erfolgte während der Herrschaft Isabellas von Spanien, auf deren Klugheit und Unterstützung dieses wunderbare Unternehmen weitgehend beruhte. Kurz gesagt, in der Weltgeschichte gab es viele bemerkenswerte Frauen, aber eine weitere Aufzählung ist nicht erforderlich.51:10Heute gibt es unter den Bahá’í in Persien viele Frauen, die der Stolz der Männer sind und von ihnen geradezu beneidet werden. Sie sind durchdrungen von allen menschlichen Tugenden und Vortrefflichkeiten. Sie sind sprachgewandt; sie sind Dichterinnen und Gelehrte und verkörpern die Quintessenz der Demut. An politischen Fähigkeiten und Scharfsinn können sie es mit maßgeblichen Männern aufnehmen und mit ihnen wetteifern. Sie opfern ihr Leben im Martyrium für die Menschheit und geben ihren Besitz dafür hin; die Erinnerung an ihren Ruhm wird ewig währen. Die Berichte über das Leben dieser Frauen schmücken die Geschichte Persiens.51:11Kurz, dies soll deutlich machen, dass die Frau, sofern sie umfassend gebildet ist und all ihre Rechte erhält, die Fähigkeit zu wunderbaren Leistungen entwickeln und sich dem Mann als ebenbürtig erweisen wird. Sie ist die Partnerin des Mannes, seine Ergänzung und Gefährtin. Beide sind Menschen; beide sind mit Verstandeskraft ausgestattet und beide verkörpern die Tugenden der Menschheit. In allem menschlichen Können und Wirken sind sie ebenbürtige Partner. Gegenwärtig kann die Frau in den menschlichen Tätigkeitsbereichen ihre angeborenen Vorzüge nicht zum Ausdruck bringen, da es ihr an Bildung und Möglichkeiten mangelt. Zweifellos werden Erziehung und Bildung der Frau ihre Gleichberechtigung mit dem Mann durchsetzen. Schauen Sie auf das Tierreich, in dem kein Unterschied zwischen männlich und weiblich zu erkennen ist. Sie sind gleich an Fähigkeiten und Rechten. Bei den Vögeln in der Luft ist kein Unterschied festzustellen. Ihre Fähigkeiten sind gleich; sie leben in vollkommener Einheit und wechselseitiger Anerkennung ihrer Rechte zusammen. Sollten wir uns nicht entsprechender Gleichheit erfreuen? Ihr Fehlen bekommt der Menschheit nicht gut. Ansprachen ‘Abdu’l-Bahás in Cambridge und Boston22. bis 25. Mai 1912– 52 –52:0_15422. Mai 191252:0_155Ansprache im Tremont-Tempel auf der Konferenz der Unitarier in
Boston, Massachusetts52:0_156Nach einer stenografischen Mitschrift52:1Die Schöpfung ist der sichtbare Ausdruck von Bewegung. Bewegung ist Leben. Was sich bewegt, lebt, wohingegen alles Bewegungslose und Träge wie tot ist. Angetrieben vom Geist und den Kräften des Lebens entwickelt sich alles Erschaffene auf seiner jeweiligen Daseinsebene, in seinem Lebensbereich. Die allgegenwärtige Lebenskraft wirkt dynamisch. Nichts verharrt unveränderlich, weder in der stofflichen Welt der äußeren Erscheinung noch in der inneren Welt des Verstandes und des Bewusstseins.52:2Religion ist der äußere Ausdruck der göttlichen Wahrheit. Deshalb muss sie lebendig, kraftvoll, in Bewegung und fortschrittlich sein. Ohne Bewegung und Fortschritt fehlt ihr die göttliche Lebenskraft und sie ist tot. Die göttlichen Grundlehren sind fortwährend wirksam und entwickeln sich weiter, darum muss ihre Offenbarung beständig voranschreiten. Alle Dinge unterliegen der Weiterentwicklung. Dies ist ein Jahrhundert des Lebens und der Erneuerung. Wissenschaften und Künste, Industrie und Erfindungen wurden weiterentwickelt. Recht und Ethik wurden wiederhergestellt und umgestaltet. Die Welt des Denkens wurde erneuert. Wissenschaften früherer Zeiten und Philosophien der Vergangenheit sind heute nutzlos. Die heutigen Anforderungen verlangen neue Lösungsmethoden; für die Probleme dieser Welt gibt es keine Musterbeispiele. Alte Ideen und Denkweisen sind schnell überholt. Altertümliche Gesetze und archaische Ethiksysteme werden den Anforderungen heutiger Lebensumstände nicht mehr gerecht; denn dies ist eindeutig das Jahrhundert eines von Grund auf neuen Lebens, das Jahrhundert der Offenbarung der Wahrheit und darum das größte aller Jahrhunderte. Man denke nur daran, wie die wissenschaftliche Entwicklung der letzten fünfzig Jahre das gesamte Wissen und die Errungenschaften aller früheren Zeiten übertroffen und in den Schatten gestellt hat. Können die Aussagen und Theorien der früheren Astronomen unser heutiges Wissen über die Sonnen und die Planetensysteme erklären? Kann die Finsternis, die das Mittelalter einhüllte, dem Bedarf an klarer Einsicht und tiefem Verstehen genügen, der die Welt von heute auszeichnet? Kann die Willkürherrschaft früherer Regierungen die Forderung nach Freiheit erfüllen, die sich in diesem Zyklus der Erleuchtung im Herzen der Menschheit erhoben hat? Es ist offensichtlich, dass den Sitten, Bräuchen und Standpunkten der Vergangenheit heute keine wesentlichen Fortschritte mehr entspringen. In diesem Licht betrachtet stellt sich die Frage: Soll dennoch weiterhin die blinde Nachahmung überlieferter Gebräuche und theologischer Auslegungen das religiöse Leben und die geistige Entwicklung der heutigen Menschheit lenken und beherrschen? Soll der Mensch, der doch mit der Kraft des Verstandes begabt ist, gedankenlos Dogmen, Glaubenssätzen und Überlieferungen folgen und anhaften, die der Prüfung durch die Vernunft in diesem vom Licht der Wahrheit erleuchteten Jahrhundert nicht standhalten? Fraglos wird das die Wissenschaftler nicht zufriedenstellen; denn wenn sie feststellen, dass eine Vorannahme oder eine Schlussfolgerung dem heutigen Standard der Beweisführung widerspricht oder einer wahren Grundlage entbehrt, dann weisen sie früher übliche Standards zurück, korrigieren sie und gehen von neuen Grundlagen aus.52:3Die göttlichen Propheten haben die Religion offenbart und gestiftet. Sie haben bestimmte Gesetze und himmlische Richtlinien als Führung für die Menschheit festgelegt. Sie haben die Erkenntnis Gottes gelehrt und verbreitet, lobenswerte ethische Ideale eingesetzt und der Menschenwelt höchste Tugendmaßstäbe eingeprägt. Allmählich wurden diese himmlischen Lehren, diese Grundlagen der Wahrheit, durch menschliche Auslegung und dogmatische Nachahmung der überlieferten Glaubensinhalte verdunkelt. Diese wesentlichen Wahrheiten, um deren Verankerung in den Herzen und Köpfen der Menschen sich die Propheten so sehr mühten, für die Sie Leiden ertrugen und Qualen der Verfolgung erlitten, sind heute beinahe verschwunden. Einige dieser himmlischen Boten wurden getötet, einige ins Gefängnis geworfen. Sie alle wurden verachtet und abgelehnt, obwohl Sie die göttliche Wahrheit verkündeten. Bald nach Ihrem Hinscheiden aus dieser Welt verlor man die wesentliche Wahrheit Ihrer Lehren aus den Augen und hielt sich an dogmatischen Nachahmungen fest.52:4Weil menschliche Auslegungen und blinde Nachahmungen weit voneinander abweichen, kam es zwischen den Menschen zu religiösem Streit und Uneinigkeit; das Licht wahrer Religion wurde ausgelöscht und die Einheit der Menschenwelt zerstört. Die Propheten Gottes haben den Geist der Einheit und Eintracht verkündet. Sie waren die Stifter der göttlichen Wahrheit. Wenn also die Völker der Welt ihre Nachahmungen aufgeben und die dem offenbarten Wort Gottes zugrunde liegende Wahrheit erforschen, werden sie sich einigen und versöhnen. Denn es gibt nur eine einzige Wahrheit, nicht mehrere.52:5Die Völker und Religionen sind tief in blinden und scheinheiligen Nachahmungen eingetaucht. Ein Mann ist Jude, weil sein Vater Jude war. Ein Muslim folgt stillschweigend den Überzeugungen und Bräuchen seiner Vorfahren. Ein Buddhist ist seinem buddhistischen Erbe treu. Das heißt, sie bekennen ihren religiösen Glauben blindlings und ohne eigenes Forschen und machen dadurch Einheit und Eintracht unmöglich. Es ist also offensichtlich, dass dieser Zustand ohne eine Erneuerung im Bereich der Religion nicht geheilt werden kann. Mit anderen Worten: Die grundlegende Wahrheit der göttlichen Religionen muss erneuert, reformiert und der Menschheit neu verkündet werden.52:6Aus dem Samen der Wahrheit wuchs die Religion zu einem Baum heran, der Blätter und Zweige, Blüten und Früchte hervorbrachte. Nach einer gewissen Zeit verfaulte dieser Baum. Blätter und Blüten welkten und fielen ab; der Baum wurde krank und trug keine Früchte mehr. Es wäre unvernünftig, wollte sich der Mensch an diesen alten Baum klammern und behaupten, dessen Lebenskräfte seien ungebrochen, seine Früchte ohnegleichen, sein Dasein ewig. Der Same der Wahrheit muss erneut in die Herzen der Menschen gesät werden, damit daraus ein neuer Baum wachsen kann und neue göttliche Früchte die Welt erquicken. Dadurch werden die Nationen und Völker, die heute noch unterschiedlichen Religionen anhängen, zur Einheit geführt, bloße Nachahmungen werden aufgegeben und in der Wahrheit selbst wird eine weltweite Gemeinschaft entstehen. Krieg und Streit unter den Menschen werden aufhören; alle werden als Diener Gottes miteinander versöhnt werden. Denn alle werden vom Baum Seiner Vorsehung und Gnade beschirmt. Gott ist gütig zu allen; Er schenkt allen gleichermaßen Seine Gnadengaben – wie Jesus Christus sagte: Gott »lässt regnen auf Gerechte und Ungerechte«. Das heißt, die Barmherzigkeit Gottes ist allumfassend. Die ganze Menschheit steht unter dem Schutz Seiner Liebe und Gunst; allen hat Er den Weg der Führung und des Fortschritts gewiesen. Fortschritt ist von zweierlei Art: materiell und geistig. Ersterer wird durch die Beobachtung des äußeren Daseins erreicht und ist die Grundlage der Zivilisation. Geistiger Fortschritt wird durch den Odem des Heiligen Geistes bewirkt; er erweckt das Bewusstsein des Menschen, damit dieser die Wirklichkeit des Göttlichen erkennt. Materieller Fortschritt gewährleistet das Glück der Menschenwelt. Geistiger Fortschritt gewährleistet das Glück und das ewige Leben der Seele. Die Propheten Gottes haben die Gesetze der göttlichen Kultur gestiftet. Sie waren Wurzel und Urquell aller Erkenntnis. Sie haben die Grundsätze menschlicher Gemeinschaft und Vereinigung festgeschrieben, die sich in verschiedenen Bereichen zeigen, wie in der Vereinigung von Menschen einer Familie, einer Ethnie, eines Volkes und ethischer Beweggründe. Diese Formen der Vereinigung, diese Bande der Gemeinschaft bieten nur vorübergehende und vergängliche Bindungen. Sie verbürgen keine Harmonie und führen gewöhnlich zu Spannungen. Sie verhindern keinen Krieg und Streit; im Gegenteil, sie sind selbstsüchtige, beschränkte und ergiebige Ursachen von Feindschaft und Hass zwischen den Menschen. Die geistige Gemeinschaft jedoch, die durch den Odem des Heiligen Geistes gestiftet und gebildet wird, vereint die Völker und beseitigt die Ursache von Krieg und Streit. Sie verwandelt die Menschheit in eine große Familie und schafft die Grundlagen für ihre Einheit. Sie verbreitet den Geist internationaler Verständigung und sichert den Weltfrieden. Deshalb müssen wir die Grundlage dieser himmlischen Verbrüderung erforschen. Wir müssen alle Nachahmungen aufgeben und die Wahrheit der göttlichen Lehren verbreiten. In Übereinstimmung mit diesen Grundsätzen und Handlungen wird mit der Hilfe des Heiligen Geistes materielles ebenso wie geistiges Glück verwirklicht werden. Solange nicht alle Nationen und Völker durch die Bande des Heiligen Geistes in dieser wahren Vereinigung verbunden werden, solange nationale und internationale Vorurteile nicht durch die Verwirklichung dieser geistigen Gemeinschaft ausgelöscht werden, können die Menschen keinen wahren Fortschritt, keinen Wohlstand und kein dauerhaftes Glück erlangen. Dies ist das Jahrhundert einer neuen und weltweiten Völkergemeinschaft. In Wissenschaft und Technik wurden Fortschritte erzielt; die Politik wurde reformiert; Freiheit wurde ausgerufen; Gerechtigkeit erwacht. Dies ist das Jahrhundert der Bewegung, des göttlichen Ansporns und der Erfüllung, das Jahrhundert menschlichen Zusammengehörigkeitsgefühls und selbstlosen Dienstes, das Jahrhundert des Weltfriedens und der Wirklichkeit des Reiches Gottes. – 53 –53:0_15723. Mai 1912
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