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– 76 –76:0_22629. Juni 191276:0_227Ansprache beim Einigkeitsfest im Freien
West Englewood, New Jersey76:0_228Aufzeichnungen von Esther Foster76:1Dies ist eine wunderbare Versammlung. Ihr seid mit besten Absichten hierhergekommen, und das Ziel aller Anwesenden ist es, göttliche Tugenden zu erlangen. Euer Beweggrund ist, dass ihr vom göttlichen Königreich angezogen seid. Da alle sich nach Einheit und Einmütigkeit sehnen, wird dieses Treffen gewiss großartige Erfolge hervorbringen. Es wird neuen Segen anziehen, denn wir wenden uns dem Abhá-Königreich zu und erbitten die unendlichen Gnadengaben des Herrn. Dies ist ein neuer Tag, und diese Stunde, zu der wir zusammengekommen sind, ist eine neue Stunde. Sicher wird uns die Sonne der Wahrheit mit ihrem Strahlenglanz erleuchten, und das Dunkel der Uneinigkeit wird verschwinden. Innigste Liebe und Einheit werden das Ergebnis sein; die Gunst Gottes wird uns umfangen und der Pfad des Königreichs wird uns leicht gemacht. Das Licht göttlicher Führung wird diese Seelen wie Kerzen entzünden und erstrahlen lassen. Versammlungen wie diese haben in dieser Welt, in der Menschen durch äußere Motive oder zur Förderung materieller Interessen zueinander hingezogen werden, nicht ihresgleichen, denn dieses Treffen ist ein Urbild der inneren, gänzlich geistigen Verbindung in der ewigen Welt des Seins.76:2Echte Bahá’í-Treffen sind Spiegel des Königreichs, die das Abbild der Höchsten Heerscharen wiedergeben. Das Licht der größten Führung ist in ihnen sichtbar. Sie verkünden die Botschaft des himmlischen Königreichs und lassen den Ruf der Engelscharen in jedem hörenden Ohr erklingen. Die Auswirkungen solcher Treffen sind über die Jahrhunderte hinweg zu spüren. Diese Versammlung hat einen Namen und eine Bedeutung, die für immer bestehen bleiben. Hunderttausende von Treffen werden abgehalten werden, um an dieses Ereignis zu erinnern, und die Worte, die ich heute zu euch spreche, werden bei diesen Treffen in kommenden Zeitaltern wiederholt werden. Darum freut euch, denn ihr steht unter dem Schutz der göttlichen Vorsehung. Seid glücklich und fröhlich, denn die Gaben Gottes sind euch bestimmt und der Lebensodem des Heiligen Geistes strömt euch zu.76:3Freut euch, denn die himmlische Tafel ist für euch gedeckt.76:4Freut euch, denn die Engel des Himmels sind euer Beistand und eure Helfer.76:5Freut euch, denn der Blick der Gesegneten Schönheit Bahá’u’lláh ist auf euch gerichtet.76:6Freut euch, denn Bahá’u’lláh ist euer Beschützer.76:7Freut euch, denn immerwährende Herrlichkeit ist euch bestimmt.76:8Freut euch, denn das ewige Leben erwartet euch.76:9Wie viele gesegnete Seelen haben sich nach diesem strahlenden Jahrhundert gesehnt, ihre größten Hoffnungen und Wünsche auf das Glück und die Freude eines solchen Tages gerichtet. Viele Nächte verbrachten sie schlaflos und klagten bis in den Morgen in sehnsüchtiger Erwartung dieses Zeitalters und wünschten, auch nur eine Stunde dieser Zeit zu erleben. Gott hat euch in diesem Jahrhundert Seine Gunst erwiesen und euch für die Verwirklichung Seiner Segnungen auserkoren. Deshalb müsst ihr Gott mit Herz und Seele loben und preisen, voller Dankbarkeit für diese großartige Gelegenheit und für diese grenzenlosen Gaben – dafür, dass solche Türen vor euren Augen geöffnet wurden, dass solche Fülle aus den Wolken der Barmherzigkeit herabströmte und dass euch diese erfrischenden Brisen aus dem Paradies Abhá neu beleben. Ihr müsst eins werden in Herz, Geist und Empfindsamkeit. Möget ihr wie Wellen eines Meeres, Sterne desselben Himmels, Früchte desselben Baumes, Rosen eines Gartens werden, auf dass durch euch die Einheit der Menschheit ihren Tempel in der Menschenwelt errichten möge, denn ihr seid es, die berufen sind, der Sache der Einheit unter den Völkern auf Erden Auftrieb zu geben.76:10Als Erstes müsst ihr miteinander verbunden und euch einig sein. Ihr müsst zueinander außerordentlich freundlich und liebevoll sein und bereit, euer Leben gegenseitig für euer Glück hinzugeben. Ihr müsst bereit sein, euren Besitz füreinander zu opfern. Die Reichen unter euch müssen den Armen ihr Mitgefühl erweisen und die Wohlhabenden müssen sich um die Notleidenden kümmern. In Persien geben die Freunde ihr Leben füreinander hin und streben danach, den Interessen und dem Wohlergehen aller zu dienen. Sie leben in einem Zustand völliger Einheit und Eintracht. Wie die persischen Freunde müsst ihr völlig einig und vereint sein, so sehr, dass ihr euer Leben füreinander hingebt. Euer größter Wunsch muss sein, gegenseitig für euer Glück zu sorgen. Jeder muss der Diener des anderen sein und an dessen Wohlergehen denken. Auf dem Pfade Gottes muss man sich selbst völlig vergessen. Man darf nicht nach dem eigenen Vergnügen trachten, sondern muss auf die Freude der anderen bedacht sein. Man darf weder Ruhm noch Gnadengaben für sich selbst begehren, sondern muss diese Gaben und Segnungen für seine Brüder und Schwestern erstreben. Ich hoffe, dass ihr so werdet, dass ihr die höchste Gabe erlangt und von solchen geistigen Eigenschaften durchdrungen werdet, dass ihr euch ganz vergesst und euch mit Herz und Seele als Opfer für die Gesegnete Vollkommenheit darbietet. Ihr solltet weder eigenen Willen noch eigene Wünsche haben, sondern alles für die Geliebten Gottes erstreben und in völliger Liebe und Gemeinschaft zusammenleben. Möge euch die Gunst Bahá’u’lláhs von allen Seiten umgeben. Das ist die größte Gabe und das höchste Geschenk. Das ist die grenzenlose Gunst Gottes. Ansprachen ‘Abdu’l-Bahás in New York1. bis 15. Juli 1912– 77 –77:0_2291. Juli 191277:0_230Ansprache in der 309 West Seventy-Eighth Street, New York77:0_231Aufzeichnungen von Howard MacNutt77:1Was könnte vor Gott besser sein, als an die Armen zu denken? Denn unser himmlischer Vater liebt die Armen. Als Christus auf die Erde kam, waren es die Armen und Geringen, die an Ihn glaubten und Ihm nachfolgten und damit zeigten, dass die Armen Gott nahe sind. Wenn ein Reicher an die Manifestation Gottes glaubt und ihr nachfolgt, ist das ein Beweis dafür, dass sein Reichtum kein Hindernis ist und ihn nicht davon abhält, den Weg des Heils zu erreichen. Nachdem er geprüft und auf die Probe gestellt wurde, zeigt sich, ob sein Besitz ein Hindernis für sein religiöses Leben ist. Aber die Armen werden von Gott besonders geliebt. Ihr Leben ist voller Schwierigkeiten und ständiger Prüfungen, ihre ganze Hoffnung ruht allein auf Gott. Darum müsst ihr den Armen so gut wie möglich beistehen, bis hin zur Selbstaufopferung. Keine Tat des Menschen ist vor Gott größer, als den Armen zu helfen. Spiritualität hängt nicht vom Besitz oder Nichtbesitz weltlicher Schätze ab. In materieller Not ist es wahrscheinlicher, dass die Gedanken sich auf Geistiges beziehen. Armut ist ein Ansporn hin zu Gott. Jeder von euch muss große Rücksicht auf die Armen nehmen und ihnen beistehen. Organisiert euch im Bemühen, ihnen zu helfen, und verhindert, dass Armut zunimmt. Das beste Mittel, Armut zu verhindern, besteht darin, die Gesetze der Gesellschaft derart zu gestalten und umzusetzen, dass es unmöglich wird, dass einige wenige zu Millionären werden und viele mittellos bleiben. Eine der Lehren Bahá’u’lláhs ist die Regulierung der Existenzgrundlagen in der menschlichen Gesellschaft. Mit einer solchen Regulierung kann es keine Extreme der menschlichen Lebensverhältnisse hinsichtlich Wohlstand und Versorgung mehr geben. Denn die Gesellschaft braucht Geldgeber, Bauern, Kaufleute und Arbeiter, wie auch eine Armee aus Generälen, Offizieren und einfachen Soldaten bestehen muss. Es können nicht alle Generäle sein; nicht alle können Offiziere oder Soldaten sein. Jeder muss auf seinem Platz in der Gesellschaft kompetent und tüchtig sein – jeder in seiner Funktion und gemäß seinen Fähigkeiten, aber mit Chancengleichheit für alle.77:2König Lykurg von Sparta, der lange vor der Zeit Christi lebte, erdachte das Konzept völliger Ausgewogenheit in der Regierung. Er erließ Gesetze, die das Volk Spartas in bestimmte Schichten aufteilten. Jede Schicht hatte eigene Rechte und Aufgaben. Erstens: Landwirte und Ackerbauern. Zweitens: Handwerker und Kaufleute. Drittens: Anführer oder Oberbefehlshaber. Unter den Gesetzen Lykurgs verlangte man von Letzteren nicht, sich mit einer Arbeit oder einem Beruf zu beschäftigen, aber sie waren verpflichtet, das Land im Falle eines Krieges oder einer Invasion zu verteidigen. Dann teilte er Sparta in neuntausend gleiche Teile oder Provinzen auf und bestellte neuntausend Oberbefehlshaber, um sie zu beschützen. Dies garantierte den Bauern jeder Provinz Sicherheit, aber jeder Bauer war verpflichtet, eine Abgabe für den Unterhalt der Oberbefehlshaber zu entrichten. Die Bauern und Kaufleute mussten das Land nicht verteidigen. Statt zu arbeiten erhielten die Oberbefehlshaber die Abgaben. Um das für immer als Gesetz zu etablieren, versammelte Lykurg die neuntausend Oberbefehlshaber und teilte ihnen mit, er gehe auf eine lange Reise und wünsche, dass diese Regierungsform bis zu seiner Rückkehr Geltung habe. Sie leisteten einen Eid, sein Gesetz zu schützen und zu bewahren. Daraufhin verließ er sein Reich, ging ins freiwillige Exil und kehrte nie zurück. Niemand brachte je ein solches Opfer, um Gerechtigkeit unter seinen Mitmenschen sicherzustellen. Nach einigen Jahren brach das Regierungssystem zusammen, das er gestiftet hatte, obwohl es auf einer so gerechten und weisen Grundlage errichtet worden war.77:3Unterschiedliche Fähigkeiten einzelner Menschen sind von grundlegender Bedeutung. Es ist unmöglich, dass alle gleichartig, alle gleichrangig und alle weise sind. Bahá’u’lláh hat Grundsätze und Gesetze offenbart, die für einen Ausgleich der unterschiedlichen menschlichen Fähigkeiten sorgen. Er sagte, dass alles, was menschliche Staatsführung auch immer leisten könne, durch die Anwendung dieser Grundsätze bewirkt würde. Würden die von Ihm erlassenen Gesetze angewendet, so könnte es in der Gesellschaft weder Millionäre noch bitterarme Menschen geben. Das wird dadurch erreicht und geregelt, dass der unterschiedliche Grad menschlicher Leistungsfähigkeit ausgeglichen wird. Die wichtigste Grundlage der Gesellschaft ist die Landwirtschaft, die Bestellung des Bodens. Alle müssen produktiv sein. Jeder in der Gemeinde, dessen Bedarf seiner persönlichen Produktionsfähigkeit entspricht, sollte steuerfrei bleiben. Aber wenn sein Einkommen größer ist als sein Bedarf, muss er eine Steuer bezahlen, bis ein Ausgleich erreicht ist. Das heißt, die Produktionsfähigkeit eines Menschen und sein Bedarf werden durch Besteuerung ausgeglichen. Wenn sein Ertrag größer ist, wird er eine Abgabe leisten; wenn sein Bedarf größer ist als sein Ertrag, wird er eine entsprechend große Summe als Ausgleich erhalten. Darum wird die Besteuerung proportional zur Leistungsfähigkeit und zum Ertrag erfolgen, und es wird in der Gesellschaft keine Armen geben.77:4Auch gebot Bahá’u’lláh den Reichen, die Armen großzügig zu behandeln. Im Kitáb-i-Aqdas hat Er ferner verfügt, dass diejenigen, die einen bestimmten Betrag erwirtschaften, ein Fünftel davon Gott geben müssen, dem Schöpfer des Himmels und der Erde. – 78 –78:0_2321. Juli 191278:0_233Ansprache in der 309 West Seventy-Eighth Street, New York78:0_234Nach einer stenografischen Mitschrift78:1Ich will bei den Freunden in Amerika ein neues Licht entzünden, damit sie ein neues Volk werden mögen, damit ein neues Fundament geschaffen und völlige Harmonie erreicht werden kann, denn die Grundlage der Lehren Bahá’u’lláhs ist Liebe. Wenn ihr nach Green Acre geht, müsst ihr unendliche Liebe füreinander hegen, indem jeder den anderen sich selbst vorzieht. Die Menschen müssen sich so zu euch hingezogen fühlen, dass sie ausrufen: »Was für eine Freude herrscht unter euch!«, und in euren Gesichtern den Glanz des Königreichs sehen; dann werden sie sich euch verwundert zuwenden und die Ursache eurer Freude herausfinden wollen. Ihr müsst die Botschaft durch eure Taten weitergeben, nicht mit bloßen Worten. Worte müssen mit Taten verbunden sein. Ihr müsst euren Freund mehr lieben als euch selbst; ja seid bereit, euch selbst zu opfern. Die Sache Bahá’u’lláhs ist in diesem Land noch nicht in Erscheinung getreten. Ich wünsche, dass ihr bereit seid, alles füreinander hinzugeben, selbst das Leben; dann werde ich wissen, dass die Sache Bahá’u’lláhs Fuß gefasst hat. Ich werde für euch beten, dass sich durch euch das Licht Gottes verbreitet. Mögen alle auf euch zeigen und fragen: »Warum sind diese Leute so glücklich?« Ich möchte, dass ihr in Green Acre glücklich seid, lacht, strahlt und euch freut, damit andere durch euch glücklich werden. Ich werde für euch beten. – 79 –79:0_2355. Juli 191279:0_236Ansprache in der 309 West Seventy-Eighth Street, New York79:0_237Aufzeichnungen von Howard MacNutt79:1Frage: Sie haben erklärt, dass wir in einem universellen Zyklus leben, dessen erste Manifestation Adam war und dessen universelle Manifestation Bahá’u’lláh ist. Folgt daraus, dass diesem Zyklus andere universelle Zyklen vorangingen, deren Spuren aber komplett getilgt sind – Zyklen, deren höchstes Ziel die Vergeistigung des Menschen durch das Göttliche war, so wie auch in diesem Zyklus das die schöpferische Absicht ist?79:2Antwort: Die Herrschaft Gottes ist ewig; sie ist keine bedingte Herrschaft.79:3Wenn wir annehmen, dass diese Welt des Seins einen Anfang hat, dann können wir sagen, die göttliche Herrschaft sei bedingt – das heißt, es habe eine Zeit gegeben, in der sie nicht bestand. Ein König ohne Königreich ist undenkbar. Ohne Land, ohne Untertanen, ohne Armee und ohne Herrschaftsgebiet kann er nicht sein, sonst wäre er kein König. All diese Anforderungen oder Voraussetzungen der Herrschaft müssen für einen König gegeben sein. Wenn es sie gibt, können wir bei ihm von Herrschaft sprechen. Andernfalls ist seine Herrschaft unvollkommen, unvollständig. Ist keine dieser Voraussetzungen gegeben, dann gibt es auch keine Herrschaft.79:4Wenn wir einräumen, dass diese Welt der Schöpfung einen Anfang hat, dann bestätigen wir damit, dass die Oberherrschaft Gottes bedingt ist – das heißt, wir räumen damit ein, dass es eine Zeit gab, in der die göttliche Wirklichkeit ohne Herrschaftsbereich war. Die Namen und Attribute Gottes sind Voraussetzungen dieser Welt. Die Namen ›der Machtvolle‹, ›der Lebendige‹, ›der Versorger‹, ›der Schöpfer‹ erfordern notwendigerweise die Existenz von Geschöpfen. Gäbe es keine Geschöpfe, wäre der Name ›Schöpfer‹ bedeutungslos. Wäre niemand da, für den man sorgen kann, könnten wir über keinen ›Versorger‹ nachdenken. Gäbe es kein Leben, dann wäre ›der Lebendige‹ jenseits jeder Vorstellungskraft. Darum setzen alle diese Namen und Attribute Gottes das Vorhandensein von Objekten oder Geschöpfen voraus, denen die entsprechenden Wohltaten erwiesen werden und an denen sie sichtbar werden. Hätte es eine Zeit gegeben, in der nichts Erschaffenes existierte, niemand, für den gesorgt werden könnte, dann wäre diese Zeit ohne einen Bestehenden, ohne Erzieher gewesen, und diese Namen und Eigenschaften Gottes wären inhaltsleer und ohne Bedeutung gewesen. Die Attribute Gottes lassen deshalb weder ein Aufhören noch eine Unterbrechung zu, denn die Namen Gottes bestehen wirklich und allezeit, nicht nur als Möglichkeit. Weil diese Attribute Leben verleihen, wird Gott der Lebensspender genannt; weil sie alles bereitstellen, wird Er der Freigebige, der Versorger genannt; weil sie alles erschaffen, wird Er der Schöpfer genannt; weil sie heranbilden und herrschen, wird der Name Gott, der Herr verwendet. Mit anderen Worten, die Namen Gottes entspringen den ewigen Attributen des Göttlichen. Damit ist bewiesen, dass die Namen Gottes die Existenz von Dingen oder Wesen voraussetzen.79:5Wie kann man sich dann eine Zeit ohne diese Oberherrschaft vorstellen? Diese göttliche Oberherrschaft lässt sich nicht mit sechstausend Jahren bemessen. Dieses unermessliche, grenzenlose Universum ist nicht das Ergebnis dieser so bemessenen Zeitspanne. Dieses gewaltige Labor, diese erstaunliche Werkstatt war in ihrer Produktivität nicht auf sechstausend Umkreisungen der Erde um die Sonne begrenzt. Der Mensch kann sich mit ein bisschen Nachdenken vergewissern, dass diese Berechnung und diese Behauptung kindisch sind, zumal es wissenschaftlich erwiesen ist, dass schon lange vor dem so begrenzten Zeitabschnitt Menschen diesen Erdball bewohnten.79:6Was in der Bibel über Adam berichtet wird, wie Er ins Paradies kam, vom Baum der Erkenntnis aß und wegen der Verführung durch Satan vertrieben wurde: Das alles sind Symbole, hinter denen wunderbare göttliche Bedeutungen stehen, die nicht nach Jahren, Tagen und Zeiteinheiten bemessen werden können. Genauso ist die Aussage, Gott habe Himmel und Erde in sechs Tagen erschaffen, symbolisch gemeint. Wir werden das heute nicht weiter ausführen. Die Texte der Heiligen Bücher sind alle symbolisch und bedürfen einer autoritativen Auslegung.79:7Wenn der Mensch nur einen flüchtigen Blick auf die Fragen wirft, die das Universum aufwirft, so entdeckt er, dass es sehr alt ist. Ein persischer Philosoph blickte staunend zum Himmel auf. Er sagte: »Ich habe ein Buch mit siebzig Beweisen für die zufällige Entstehung des Universums geschrieben, aber immer noch halte ich es für uralt.«
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