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30:7Mit »Baum des Lebens« ist die höchste Stufe in der Welt des Seins gemeint, die Stufe des Wortes Gottes und Seiner allumfassenden Manifestation. Tatsächlich war diese Stufe wohl gehütet und verborgen, bis sie strahlend in der höchsten Offenbarung Seiner allumfassenden Manifestation erschien. Denn im Hinblick auf die Offenbarung und das Erscheinen göttlicher Vollkommenheit war die Stufe Adams die eines Embryos; die Stufe Christi war die des Heranwachsens und Heranreifens; und die Morgendämmerung des Größten LichtsBahá’u’lláhA war die Stufe der Vollkommenheit im Wesen und in den Eigenschaften. Deshalb steht der Baum des Lebens im höchsten Paradies für den Mittelpunkt vollkommener Heiligkeit und Reinheit, nämlich die allumfassende Manifestation Gottes. Denn von den Tagen Adams bis zur Zeit Christi wurde wenig über das ewige Leben und die allumfassende Vollkommenheit des Reiches der Höhe gesprochen. Dieser Baum des Lebens verweist auf die Stufe der Wirklichkeit Christi: Er wurde in Seiner Sendung gepflanzt und mit unvergänglichen Früchten geschmückt.30:8Schau, wie genau diese Deutung mit der Wirklichkeit übereinstimmt: Denn als der Geist und das Selbst Adams sich an die materielle Welt banden, gelangten sie aus dem Reich der Freiheit in das Reich der Knechtschaft; dieser Zustand setzte sich in jeder nachfolgenden Generation fort, und Seine Nachkommen erbten diese Bindung von Geist und Selbst an die materielle Welt, was gleichbedeutend ist mit Sünde. Diese Bindung ist die Schlange, die für immer mitten im Geiste der Nachkommen Adams und in Feindschaft mit ihnen sein wird, denn die Bindung an die Welt wurde die Ursache für die Knechtschaft des Geistes. Diese Knechtschaft ist die Sünde, die von Adam an Seine Nachkommen weitergegeben wurde, denn sie hat die Menschen daran gehindert, ihre wesenhafte Geistigkeit zu erkennen und zu erhabenen Stufen zu gelangen.30:9Als der heilige Odem Christi und das geheiligte Licht der Größten Lichtgestalt sich überallhin ausbreiteten, wurde die Wirklichkeit der Menschen – das heißt der Menschen, die sich dem Wort Gottes zuwandten und an Seiner vielfältigen Gunst teilhatten – von dieser Bindung und Sünde errettet, ihnen wurde ewiges Leben gewährt, sie wurden aus den Ketten der Knechtschaft befreit und betraten das Reich der Freiheit. Sie wurden von irdischen Lastern befreit und mit himmlischen Tugenden begabt. Die Bedeutung der Worte Christi ist, dass Er Sein Blut für das Leben der Welt gab.Vergleiche: Johannes 6:51A Das heißt, Er hatte sich entschieden, alle Prüfungen, Leiden und Trübsale, selbst das größte Martyrium zu ertragen, um dieses höchste Ziel zu erreichen und die Vergebung der Sünden sicherzustellen – das heißt, die Loslösung des Geistes von der Welt der Materie und die Anziehung hin zum göttlichen Reich –, damit sich Menschen erheben, die zum Wesen der Rechtleitung und zur Verkörperung der Vollkommenheit des Königreichs der Höhe werden.30:10Beachte: Würden diese Aussagen wörtlich genommen, so wie das Volk der SchriftD.h. Juden und ChristenA es sich vorstellt, wäre dies schiere Ungerechtigkeit und reine Tyrannei. Wenn Adam sündigte, als Er sich dem verbotenen Baum näherte, was war dann die Sünde des ruhmreichen Abraham, des Freundes Gottes, und die Verfehlung des Mose, der mit Gott sprach? Was war das Vergehen des Propheten Noah und die Übertretung des aufrichtigen Josef? Was war die Schuld der Propheten Gottes und was das Versäumnis von Johannes, dem Keuschen? Würde es die göttliche Gerechtigkeit zulassen, dass die lichterfüllten Offenbarer wegen der Sünde Adams so lange die Qualen der Hölle erleiden, bis sie durch das Kommen Christi und Seinen Opfertod aus den Tiefen des Feuers gerettet werden? Eine solche Vorstellung liegt jenseits aller Regeln und Prinzipien und kein vernünftiger Mensch kann so etwas jemals akzeptieren.30:11Wie bereits erwähnt ist die Bedeutung vielmehr: Adam ist der Geist Adams und Eva ist Sein Selbst; der Baum ist die materielle Welt, und die Schlange ist die Bindung daran. Diese Bindung – das ist die Sünde – wurde an die Nachkommen Adams weitergegeben. Durch den Odem der Heiligkeit hat Christus Seelen von dieser Bindung errettet und sie von dieser Sünde erlöst.30:12Diese Sünde in Adam steht im Übrigen im Zusammenhang mit Seiner Stufe: Obwohl diese weltliche Bindung beachtliche Ergebnisse gezeitigt hat, wird sie in Bezug auf die Bindung zum geistigen Reich nichtsdestotrotz als Sünde angesehen, und es bestätigt sich hierbei die Wahrheit des Ausspruchs »Die guten Taten der Rechtschaffenen sind die Sünden derer, die Gott nahestehen«. Anders gesagt, es ist wie die Kraft des Körpers, die im Gegensatz zur Kraft des Geistes unvollkommen ist – sie ist im Vergleich dazu nichts als Schwäche. Ebenso wird das körperliche Leben im Vergleich zum ewigen Dasein und dem Leben des Königreichs als Tod angesehen. Daher bezeichnete Christus dieses körperliche Leben als Tod und sagte: »Lasst die Toten ihre Toten begraben.«Matthäus 8:22A Obwohl jene Seelen sich des körperlichen Lebens erfreuten, war dieses Leben in Seinen Augen wie der Tod.30:13Dies ist nur eine der Bedeutungen der biblischen Erzählung über Adam. Denke darüber nach, damit du auch die anderen herausfindest.Kapitel 31Lästerung wider den Heiligen Geist31:1Frage: »Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Heiligen Geist wird nicht vergeben werden. Auch wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.«Matthäus 12:31–2A31:2Antwort: Die geheiligte Wirklichkeit der Manifestationen Gottes hat zwei geistige Stufen: Die eine ist die mit der Sonne vergleichbare Stufe der göttlichen Manifestation, und die andere ist die der Ausstrahlung und der Offenbarung, die mit dem göttlichen Licht und der göttlichen Vollkommenheit – dem Heiligen Geist – verglichen werden kann. Denn der Heilige Geist verkörpert die vielfältigen Gnadengaben und die Vollkommenheit Gottes; und diese göttliche Vollkommenheit gleicht den Strahlen und der Wärme der Sonne. Die Sonne ist die Sonne wegen ihres Strahlenglanzes; ohne diese Strahlen wäre sie nicht die Sonne. Wenn die Vollkommenheit Gottes sich nicht in Jesus offenbart hätte, so wäre Er nicht Christus. Er ist genau deswegen eine Manifestation Gottes, weil die göttliche Vollkommenheit in Ihm offenbar wird. Die Propheten Gottes sind Manifestationen, und die göttliche Vollkommenheit – also der Heilige Geist – ist das, was in Ihnen erscheint.31:3Wenn sich ein Mensch von der Manifestation entfernt, kann er noch erweckt werden, weil er vielleicht nicht um Sie wusste und Sie nicht als die Verkörperung göttlicher Vollkommenheit erkannt hat. Wenn er aber die göttliche Vollkommenheit, also den Heiligen Geist, verabscheut, dann zeigt dies, dass er wie eine Fledermaus das Licht hasst.31:4Dieser Hass auf das Licht selbst ist unheilbar und unverzeihlich, das heißt, es ist einer solchen Seele unmöglich, Gott nahe zu kommen. Diese Lampe hier ist eine Lampe wegen ihres Lichts; ohne das Licht wäre sie keine Lampe. Eine Seele, die das Licht der Lampe verabscheut, ist sozusagen blind und kann das Licht nicht wahrnehmen, und diese Blindheit ist die Ursache ewigen Verlustes.31:5Es ist offensichtlich, dass den Seelen durch die Ausgießungen des Heiligen Geistes, die in den Manifestationen Gottes zum Ausdruck kommen, Gnade zuteilwird und nicht etwa durch die individuelle Persönlichkeit der Manifestation. Wenn also eine Seele an den Ausgießungen des Heiligen Geistes keinen Anteil hat, bleibt sie der Gnade Gottes beraubt, und dieser Verlust selbst ist gleichbedeutend mit dem Entzug göttlicher Vergebung.31:6Deshalb gab es viele Menschen, die sich den Manifestationen Gottes entgegenstellten, ohne zu erkennen, dass Sie Manifestationen waren, aber sie wurden zu Freunden, nachdem sie Sie anerkannt hatten. So war die Feindschaft gegen die Manifestation Gottes nicht die Ursache ewigen Verlustes, denn sie waren Feinde des Kerzenleuchters und erkannten nicht, dass es der Sitz des strahlenden Lichtes Gottes war. Sie waren nicht die Feinde des Lichtes selbst, und als sie verstanden, dass der Kerzenleuchter der Sitz des Lichtes war, wurden sie wahre Freunde.31:7Damit ist gemeint, dass das Fernsein vom Kerzenleuchter nicht die Ursache ewigen Verlustes ist, denn man kann noch erweckt und rechtgeleitet werden; vielmehr ist die Feindschaft gegenüber dem Licht selbst die Ursache ewigen Verlustes und dagegen gibt es kein Heilmittel.Kapitel 32Viele sind gerufen, wenige aber auserwählt32:1Frage: Christus sagt im Evangelium: »Viele sind gerufen, wenige aber auserwählt«Matthäus 22:14A und im Qur’án steht geschrieben: »Gott aber schenkt Seine Barmherzigkeit in besonderer Weise, wem Er will.«Qur’án 2:105 und 3:74A Welche Weisheit liegt darin?32:2Antwort: Wisse, dass die Ordnung und Vollkommenheit des Universums eines Daseins bedarf, das in unzähligen Formen entstehen muss. Erschaffene Dinge können daher nicht auf einer einzigen Stufe, auf einer Seinsebene, in einer Weise, Beschaffenheit und Art entstehen: Es muss zwangsläufig Stufenunterschiede, Formenvielfalt und eine Vielzahl von Arten geben. Die Reiche des Minerals, der Pflanze, des Tieres und des Menschen sind also notwendig, denn allein durch den Menschen könnte die Welt des Daseins nicht hinreichend geordnet, geschmückt, geregelt und vervollkommnet werden. Aus dem gleichen Grund würde allein mit Tieren, Pflanzen oder Mineralien diese Welt keine so wunderbare Erscheinung besitzen, nicht so wohl geordnet und fein ausgestaltet sein: Unterschiede des Ranges, der Stufe, und der Art sind nötig, damit das Dasein in höchster Vollkommenheit erstrahlen kann.32:3Wenn zum Beispiel dieser Baum gänzlich zu Früchten würde, so könnte das Pflanzenreich keine Vollkommenheit erlangen, denn es bedarf der Blätter, Blüten und Früchte, damit der Baum in höchster Schönheit und Vollkommenheit erscheinen kann.32:4Betrachte in gleicher Weise den Körper des Menschen, der notwendigerweise aus verschiedenen Teilen, Gliedern und Organen zusammengesetzt sein muss. Für die Schönheit und Vollkommenheit des menschlichen Körpers sind Ohr, Auge, Gehirn und sogar Nägel und Haare erforderlich: Wenn der Mensch ausschließlich aus Gehirn, Augen oder Ohren bestünde, wäre das gleichbedeutend mit Unvollkommenheit. Das Fehlen von Haaren, Wimpern, Zähnen und Nägeln stellt demnach eine Unvollkommenheit dar, denn auch wenn Letztere im Vergleich zu den Augen zu keiner Sinneswahrnehmung in der Lage sind und damit dem Mineral und der Pflanze ähneln, so ist es doch höchst misslich und unangenehm, wenn sie im Körper fehlen.32:5Solange sich also die erschaffenen Dinge auf unterschiedlichen Stufen befinden, werden manche naturgemäß anderen überlegen sein. Demnach folgt aus der Tatsache, dass die Auswahl bestimmter Geschöpfe, so etwa des Menschen für die höchste Stufe, die Einordnung anderer, wie der Pflanzen auf der mittleren Stufe und wieder anderer, etwa der Mineralien, auf der niedrigsten Stufe, allesamt auf den Willen und die Absicht Gottes zurückzuführen sind, dass die Auswahl des Menschen für die höchste Stufe durch die Gnade Gottes geschieht und dass Unterschiede zwischen den Menschen hinsichtlich geistiger Errungenschaften und himmlischer Vollkommenheit ebenfalls bestehen, weil der Allbarmherzige es so wünschte. Denn der Glaube – das ewige Leben – ist ein Zeichen der Gnade und nicht das Ergebnis der Gerechtigkeit. In dieser Welt aus Erde und Wasser brennt die Flamme des Feuers der Liebe durch Anziehungskraft und nicht durch menschliches Bemühen und Streben, obwohl man tatsächlich durch Letzteres zu Wissen, Gelehrsamkeit und Vervollkommnung auf weiteren Gebieten gelangen kann. Es ist also das Licht der göttlichen Schönheit, das durch seine Anziehungskraft den Geist aufrütteln und bewegen muss. Darum heißt es: »Viele sind gerufen, wenige aber auserwählt.«Matthäus 22:14A32:6Was die stofflichen Lebewesen betrifft, so dürfen sie nicht wegen ihres eigenen Ranges und ihrer Stufe getadelt, verurteilt oder zur Rechenschaft gezogen werden. So sind das Mineral, die Pflanze und das Tier auf ihren jeweiligen Stufen annehmbar, aber wenn sie hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben sollten, wären sie zu tadeln, auch wenn die Stufe selbst vollkommen ist.32:7Gleichwohl ist der Unterschied zwischen den Menschen von zweierlei Art: Der eine ist ein Rangunterschied und der ist nicht tadelnswert. Der andere Unterschied liegt im Glauben und in der Gewissheit – ihr Fehlen ist tadelnswert, denn um dieser Gnadengabe und der Anziehungskraft der Liebe Gottes beraubt zu sein, muss die Seele ihren eigenen Begierden und Leidenschaften zum Opfer gefallen sein. So lobenswert und annehmbar sie auf ihrer menschlichen Stufe sein mag, so wird sie, der Vollkommenheit dieser Stufe beraubt, zu einer Quelle von Unzulänglichkeiten und wird dafür zur Rechenschaft gezogen.Kapitel 33Die Wiederkunft der Gottesboten33:1Frage: Würden Sie das Thema der Wiederkunft erläutern?33:2Antwort: Dieses Thema hat Bahá’u’lláh detailreich und ausführlich im Kitáb-i-ÍqánVergleiche: Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Íqán – Das Buch der Gewissheit 156–179A erläutert. Lies es, dann wird die Wahrheit dieser Angelegenheit klar und offensichtlich. Aber weil du die Frage aufgeworfen hast, gibt es hier auch eine kurze Erklärung dazu.33:3Wir werden dieses Thema anhand des Textes des Evangeliums erklären. Darin heißt es, dass Johannes, der Sohn des Zacharias, erschien und den Menschen die Ankunft des Reiches Gottes ankündigte, und sie fragten ihn: »Wer bist du? Bist du der verheißene Messias?« Er antwortete: »Ich bin nicht der Messias.« Daraufhin fragten sie ihn: »Bist du Elias?« Er antwortete: »Ich bin es nicht.«Vergleiche: Johannes 1:19–21A Aus diesen Worten geht eindeutig hervor, dass Johannes, der Sohn des Zacharias, nicht der verheißene Elias war.33:4Am Tag der Verklärung auf dem Berg Tabor jedoch sagte Christus ausdrücklich, dass Johannes, der Sohn des Zacharias, der verheißene Elias war. In Markus 9:11 heißt es: »Und sie fragten Ihn und sprachen: Sagen nicht die Schriftgelehrten, dass zuvor Elias kommen muss? Er aber antwortete und sprach zu ihnen, Elias soll ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen. Wie steht dann geschrieben von dem Menschensohn, dass er viel leiden und verachtet werden soll? Aber ich sage euch: Elias ist gekommen, und sie haben ihm angetan, was sie wollten, wie von ihm geschrieben steht.« Und in Matthäus 17:13 heißt es: »Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte.«33:5Nun hatten sie Johannes den Täufer gefragt: »Bist du Elias?« und er hatte geantwortet: »Ich bin es nicht«, während im Evangelium gesagt wird, dass Johannes der verheißene Elias selbst war, und Christus das auch klar zum Ausdruck gebracht hatte. Wenn Johannes Elias war, warum hat er gesagt, dass er es nicht war, und wenn er nicht Elias war, warum hat Christus gesagt, dass er es war?33:6Der Grund dafür ist, dass wir hier nicht die individuelle Persönlichkeit, sondern die Wirklichkeit seiner Vollkommenheit betrachten, das heißt, die gleiche Vollkommenheit, die Elias besaß, zeigte sich auch in Johannes dem Täufer. So gesehen war Johannes der Täufer der verheißene Elias. Was hier betrachtet wird, ist nicht das WesenDas heißt, die Individualität von Johannes.A, sondern die Eigenschaften.33:7Letztes Jahr gab es hier zum Beispiel eine Blume und in diesem Jahr ist hier auch eine Blume erschienen. Wenn ich sage, dass die Blume des letzten Jahres zurückgekehrt ist, dann meine ich nicht, dass die Blume mit derselben Identität zurückgekehrt ist. Aber da diese Blume mit denselben Attributen ausgestattet ist wie die Blume des letzten Jahres – sie besitzt ja denselben Duft, dieselbe Zartheit, Farbe und Form – heißt es, dass die Blume des letzten Jahres zurückgekehrt ist und dass es genau dieselbe Blume ist. Ebenso sagen wir, wenn der Frühling kommt, dass der Frühling des letzten Jahres zurückgekehrt ist, denn alles, was es im vorherigen Frühling gab, gibt es im darauffolgenden wieder. Deshalb sagte Christus: »Ihr werdet selbst alles sehen, was in den Tagen der früheren Propheten geschehen ist.«Vergleiche Matthäus 23:34–36A33:8Nehmen wir noch ein weiteres Beispiel: Im letzten Jahr wurde ein Samen gesät, Zweige und Blätter erschienen, Blüten und Früchte bildeten sich aus, und schließlich wurde ein neuer Samen hervorgebracht. Wenn dieser zweite Samen gepflanzt wird, wird er zu einem Baum heranwachsen, wieder werden Blätter, Blüten, Zweige und Früchte zurückkehren und der frühere Baum wird wieder zum Vorschein kommen. Da es am Anfang ein Samenkorn gab und am Ende ebenfalls, sagen wir, dass der Samen zurückgekehrt ist. Wenn wir die stoffliche Substanz des Baumes betrachten, ist sie eine andere, aber wenn wir die Blüten, Blätter und Früchte betrachten, werden der gleiche Duft, der gleiche Geschmack und die gleiche Köstlichkeit hervorgebracht. Somit ist die Vollkommenheit des Baumes erneut zurückgekehrt.33:9Wenn wir desgleichen das Individuum betrachten, ist es ein anderes, aber wenn wir die Eigenschaften und Vollkommenheit betrachten, sind genau dieselben zurückgekehrt. Als Christus also sagte: »Das ist Elias«, meinte Er: In diesem Menschen zeigen sich die Gnade, die Vollkommenheit, die Qualitäten, die Eigenschaften und die Tugenden des Elias. Und als Johannes der Täufer sagte: »Ich bin nicht Elias«, meinte er: »Ich bin nicht dieselbe Person wie Elias.« Christus betrachtete ihre Attribute, Vollkommenheit, Qualitäten und Tugenden, und Johannes bezog sich auf sein physisches Dasein und seine Individualität. Es ist wie bei dieser Lampe: Gestern Abend war sie hier, heute Abend wird sie wieder angezündet, und auch morgen Abend wird sie wieder leuchten. Wenn wir sagen, dass die Lampe von heute Abend dieselbe ist wie die von gestern Abend und dass sie zurückgekehrt ist, meinen wir das Licht und nicht das Öl, den Docht oder den Halter.33:10Diese Aspekte wurden ausführlich im Kitáb-i-Íqán erläutert.Kapitel 34Petrus und das Papsttum34:1Frage: Im Matthäusevangelium sagt Christus zu Petrus: »Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen«Matthäus 16:18A. Was bedeutet dieser Vers?
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