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73:1Wir haben in Verbindung mit der Frage nach Medizin und Heilung durch den Geist erwähnt, wie Krankheiten durch geistige Kräfte geheilt werden können.73:2Nun werden wir über Heilung durch stoffliche Mittel sprechen. Die Wissenschaft der Medizin steckt noch in den Kinderschuhen, sie hat ihre Reife noch nicht erlangt. Wenn sie aber diese Stufe erreicht, werden Behandlungen mit Mitteln durchgeführt, die nicht abstoßend riechen oder schmecken, das heißt durch Nahrungsmittel, Früchte und Pflanzen, die wohlschmeckend sind und angenehm duften. Denn dass eine Krankheit den menschlichen Körper befällt, liegt entweder an den Körpersäften oder wird durch Nervenreizung verursacht.73:3Was die Körpersäfte betrifft, die die Hauptursache für Krankheiten sind, so ist ihre Wirkung auf Folgendes zurückzuführen: Der menschliche Körper besteht aus zahlreichen Elementen, die einem bestimmten Gleichgewichtszustand entsprechen. Solange dieses Gleichgewicht erhalten bleibt, ist der Mensch vor Krankheit geschützt. Wird aber dieses grundlegende Gleichgewicht – die wichtigste Voraussetzung für eine gesunde Verfassung – gestört, so wird seine Konstitution so geschwächt, dass es zur Erkrankung kommt.73:4Wenn zum Beispiel ein Mangel in einem der Bestandteile des Körpers und ein Überfluss in einem anderen auftritt, ist das Gleichgewicht gestört und es kommt zur Erkrankung. So kann für das Gleichgewicht beispielsweise tausend Gramm einer Komponente und fünf Gramm einer anderen erforderlich sein. Wenn das Gewicht der Ersteren auf siebenhundert Gramm fällt und das der Letzteren sich so weit erhöht, dass der Zustand des Gleichgewichts gestört ist, dann wird Krankheit eintreten, und sollte das Gleichgewicht durch Medikamente und Behandlungen wiederhergestellt werden, wird die Krankheit überwunden. Wenn etwa der Zuckeranteil zu hoch wird, beeinträchtigt das die Gesundheit; und wenn der Arzt süße und stärkehaltige Lebensmittel verbietet, nimmt der Zuckeranteil ab, das Gleichgewicht wird wiederhergestellt und die Krankheit wird gebannt.73:5Nun kann das Gleichgewicht dieser körperlichen Komponenten durch zwei Mittel wiederhergestellt werden, entweder durch Medikamente oder durch Nahrungsmittel, und wenn die Konstitution wieder im Gleichgewicht ist, wird die Krankheit überwunden. Da alle Bestandteile des menschlichen Körpers auch in Pflanzen zu finden sind, würde, wenn eine dieser Komponenten einen Mangel erfährt und man sich dann an Lebensmittel hält, die reich an dieser Komponente sind, das Gleichgewicht wiederhergestellt und Heilung herbeigeführt. Solange es um das Gleichgewicht der Körperbestandteile geht, kann dies gleichermaßen durch Medikamente oder diverse Nahrungsmittel erfolgen.73:6Von den meisten Krankheiten, die den Menschen befallen, sind auch Tiere betroffen, aber das Tier behandelt sie nicht mit Medikamenten. Der Arzt des Tieres in den Bergen und der Wildnis ist sein Geschmacks- und Geruchssinn. Das kranke Tier riecht die Pflanzen, die in der Wildnis wachsen, frisst solche, die sein Geruch und Geschmack als süß und duftend empfinden, und wird geheilt. Der Grund dafür ist folgender: Wenn zum Beispiel die Zuckerkomponente in seinem Körper unzulänglich wird, sehnt es sich nach Süßem und frisst so süß schmeckende Pflanzen, denn die Natur drängt und leitet es dazu. Wenn das Tier also Dinge frisst, die seinem Geruch und Geschmack entsprechen, nimmt die Zuckerkomponente zu und es gewinnt seine Gesundheit zurück.73:7So wird klar, dass es möglich ist, Krankheiten durch Früchte und andere Nahrungsmittel zu heilen. Aber da die Wissenschaft der Medizin noch unvollkommen ist, hat man diese Tatsache noch nicht ganz verstanden. Wenn diese Wissenschaft zur Vollkommenheit gelangt, werden Behandlungen mit duftenden Früchten und Pflanzen sowie mit anderen Nahrungsmitteln und mit unterschiedlich temperiertem, heißem oder kaltem Wasser durchgeführt.73:8Dies ist nur eine kurze Erklärung. So Gott will, werden wir dies ein anderes Mal bei passender Gelegenheit ausführlicher erklären.Teil 5 – Verschiedene ThemenKapitel 74Über Gut und Böse74:1Die wahren Zusammenhänge zu erklären ist sehr schwierig. Wisse, dass es zwei Arten von erschaffenen Dingen gibt: stoffliche und geistige, mit den Sinnen wahrnehmbare und intelligible. Das heißt, einige Dinge sind mit den Sinnen wahrnehmbar, während andere nur mit dem Verstand wahrgenommen werden können.74:2Den Sinnen zugängliche Wirklichkeiten sind solche, die von den fünf äußeren Sinnen wahrgenommen werden. So werden beispielsweise äußere Objekte, die das Auge sieht, als mit den Sinnen wahrnehmbar bezeichnet. Intelligible Wirklichkeiten sind solche, die kein äußeres Dasein haben, jedoch mit dem Verstand wahrgenommen werden. Der Verstand selbst ist zum Beispiel eine intelligible Wirklichkeit ohne äußere Existenz. Ebenso sind alle menschlichen Tugenden und Eigenschaften intelligibel und nicht greifbar. Das heißt, sie sind Wirklichkeiten, die mit dem Verstand und nicht mit den Sinnen wahrgenommen werden.74:3Kurz, geistig erfassbare Wirklichkeiten wie lobenswerte und vollkommene Eigenschaften des Menschen sind ausschließlich gut und existieren wirklich. Das Böse ist einfach deren Nichtvorhandensein. So ist Unwissenheit der Mangel an Wissen, Irrtum der Mangel an Führung, Vergesslichkeit der Mangel an Erinnerung, Torheit der Mangel an Verständnis. All dies für sich genommen ist nichtig und hat keine wirkliche Existenz.74:4Auch für die den Sinnen zugänglichen Wirklichkeiten gilt: Sie sind gänzlich gut, und schlecht ist lediglich ihr Nichtvorhandensein; das heißt, Blindheit ist der Mangel an Sehvermögen, Taubheit der Mangel an Hörvermögen, Armut der Mangel an Reichtum, Krankheit der Mangel an Gesundheit, Tod das Fehlen des Lebens und Schwäche der Mangel an Kraft.74:5Hier regt sich ein Zweifel: Skorpione und Schlangen sind giftig – ist das gut oder schlecht, da sie doch wirklich existieren? Ja, es ist wahr, dass Skorpione und Schlangen böse sind, aber nur im Verhältnis zu uns und nicht zu sich selbst, denn ihr Gift ist ihre Waffe und mit ihrem Stich verteidigen sie sich. Aber da die Zusammensetzung ihres Giftes sich nicht mit unserem Körper verträgt, da also die jeweiligen Bestandteile gegeneinander wirken, ist das Gift böse oder vielmehr sind die Bestandteile in ihrer Wechselwirkung böse, während sie in ihrer eigenen Wirklichkeit jeweils gut sind.74:6Zusammenfassend kann man sagen, dass etwas im Verhältnis zu etwas anderem böse sein kann, aber nicht böse innerhalb der Grenzen seines eigenen Seins. Daraus folgt, dass es das Böse nicht gibt: Was auch immer Gott erschaffen hat, hat Er gut erschaffen. Das Böse besteht lediglich im Nichtvorhandensein. Zum Beispiel ist der Tod die Abwesenheit von Leben: Wenn ein Mensch nicht länger durch seine Lebenskraft erhalten wird, dann stirbt er. Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht: Wenn es kein Licht mehr gibt, herrscht Dunkelheit. Licht ist etwas, was wirklich existiert, aber Dunkelheit existiert nicht wirklich; sie ist nur die Abwesenheit von Licht. Ebenso ist Reichtum etwas, was wirklich existiert, Armut jedoch ist lediglich dessen Abwesenheit.74:7Damit ist offensichtlich, dass alles Böse bloßes Nichtsein ist. Das Gute ist wirklich existent, Böses ist lediglich dessen Abwesenheit.Kapitel 75Zweierlei Arten von Qual75:1Wisse, dass es zweierlei Arten von Qual gibt, unterschwellige und spürbare Qual. Zum Beispiel ist Unwissenheit selbst schon eine Qual, aber sie ist eine unterschwellige Qual; Gleichgültigkeit gegenüber Gott ist eine Qual; Falschheit ist eine Qual; Ungerechtigkeit und Verrat sind Qualen. Tatsächlich sind alle menschlichen Unvollkommenheiten Qualen, aber es sind subtile Qualen. Eine Person, die mit Einsicht begabt ist, wird sich sicherlich lieber töten lassen, als zu sündigen, und sie lässt sich eher die Zunge herausschneiden, als zu verleumden und zu lügen.75:2Die andere Art der Qual ist körperlich spürbar und besteht aus physischen Strafen wie Inhaftierung, Prügel, Vertreibung und Verbannung. Die größte aller Qualen für das Volk Gottes ist aber, wie durch Schleier von Ihm getrennt zu sein.Kapitel 76Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes76:1Wisse, Gerechtigkeit bedeutet einem jeden zu geben, was ihm gebührt. Wenn zum Beispiel ein Arbeiter von morgens bis abends arbeitet, so fordert es die Gerechtigkeit, dass er seinen Lohn erhält, während Großmut bedeutet, ihn zu belohnen, auch wenn er keine Arbeit geleistet und keine Anstrengung unternommen hat. Wenn du einem Armen, der keine Anstrengung unternommen hat und nichts zu deinem Wohle beigetragen hat, ein unverdientes Almosen gibst, dann ist das Großmut. So bat Christus um Vergebung für die, die für seinen Tod verantwortlich waren: Das ist Großmut.76:2Darüber hinaus wird die Frage, ob Dinge vortrefflich oder schändlich sind, entweder durch die Vernunft oder durch religiöses Gesetz bestimmt. Für manche beruht sie auf dem religiösen Gesetz, so etwa bei den Juden, die glauben, dass alle Gebote der Thora verbindlich sind und es sich dabei um religiöses Gesetz handelt und nicht um eine Frage der Vernunft. So sagen sie, dass eines der Gebote der Thora ist, dass Fleisch und Butter nicht zusammen gegessen werden dürfen, denn das wäre ›trefah‹ (und ›trefah‹ bedeutet auf Hebräisch unrein, während ›koscher‹ rein bedeutet). Das, so sagen sie, sei eine Frage des religiösen Gesetzes und nicht der Vernunft.76:3Aber die geistig gesinnten Philosophen sind der Meinung, dass Vortrefflichkeit und Schändlichkeit sowohl von der Vernunft als auch vom religiösen Gesetz abhängen. Auf Vernunft beruht etwa das Verbot von Mord, Diebstahl, Verrat, Falschheit, Heuchelei und Ungerechtigkeit: Jeder vernünftige Mensch kann begreifen, dass diese Dinge alle abscheulich und verwerflich sind. Wenn du einen Mann nur mit einem Dorn stichst, wird er vor Schmerz aufschreien: Wie gut muss er da nachvollziehen können, dass Mord aller Vernunft nach abscheulich und verwerflich ist. Und sollte er ein solches Verbrechen begehen, würde er dafür zur Rechenschaft gezogen werden, ob die prophetische Botschaft ihn erreicht hat oder nicht, denn die Vernunft selbst erkennt den verwerflichen Charakter dieser Tat. Wenn also eine solche Person derart schändliche Taten begeht, wird sie mit Sicherheit zur Verantwortung gezogen.76:4Aber wenn die prophetischen Anordnungen einen Ort nicht erreicht haben und die Menschen infolgedessen nicht in Übereinstimmung mit den göttlichen Lehren handeln, dann werden sie nach religiösem Gesetz nicht zur Rechenschaft gezogen. Zum Beispiel hat Christus angeordnet, dass man Grausamkeit mit Güte begegnen sollte. Wenn eine Person nichts von dieser Anordnung weiß und instinktiv reagiert, wenn sie also auf eine Verletzung mit einer Gegenverletzung reagiert, dann wird sie nach den Gesetzen der Religion nicht zur Verantwortung gezogen, denn diese göttliche Verfügung ist ihr nicht übermittelt worden. Obwohl ein solcher Mensch keine göttliche Großmut und Gunst verdient, wird Gott mit ihm dennoch nach Seiner Barmherzigkeit verfahren und ihm Vergebung gewähren.76:5Rache ist jedoch auch der Vernunft nach verwerflich, denn sie nutzt dem Rächer nichts. Wenn ein Mann einen anderen schlägt und das Opfer sich entschließt Rache zu nehmen, indem es den Schlag erwidert, welchen Vorteil bringt ihm das? Wird das ein Balsam für seine Wunde oder ein Mittel gegen seine Schmerzen sein? Nein, Gott bewahre! Beide Taten sind in Wirklichkeit gleich: Beide sind Verletzungen; der einzige Unterschied ist, dass die eine der anderen vorausging. Wenn also das Opfer vergibt, oder besser noch, wenn es genau das Gegenteil tut, ist dies lobenswert.76:6Was das Staatswesen betrifft, so wird der Angreifer bestraft, aber nicht, um Rache zu üben. Der Zweck dieser Bestrafung besteht vielmehr darin, abzuschrecken und Ungerechtigkeit und Aggression zu bekämpfen, damit andere davon abgehalten werden, ihre Hand ebenfalls in Unterdrückung auszustrecken. Aber wenn das Opfer sich entscheidet zu vergeben und stattdessen größte Barmherzigkeit zu zeigen, dann findet dies vor Gott die höchste Anerkennung.Kapitel 77Die Bestrafung von Kriminellen77:1Frage: Soll ein Krimineller bestraft werden, oder sollte man ihm vergeben und sein Verbrechen ignorieren?77:2Antwort: Es gibt zwei Arten von Strafmaßnahmen: Die eine ist Rache und Vergeltung, die andere Bestrafung und Wiedergutmachung. Ein Individuum hat kein Recht auf Rache, aber der Staat hat das Recht, den Verbrecher zu bestrafen. Diese Bestrafung soll andere abschrecken und davon abhalten, ähnliche Verbrechen zu begehen. Sie dient zur Wahrung der Rechte des Menschen und stellt keine Rache dar, denn Rache ist die innere Genugtuung, die daraus resultiert, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Das ist nicht zulässig, da niemand das Recht hat Rache zu üben. Wenn jedoch Verbrecher völlig sich selbst überlassen blieben, würde die Ordnung der Welt aus den Fugen geraten. Während also die Bestrafung eines der unverzichtbaren Erfordernisse des Staatswesens ist, hat der Geschädigte kein Anrecht darauf, Rache zu üben. Im Gegenteil, er sollte Vergebung und Großmut zeigen, denn das ist der Menschenwelt angemessen.77:3Der Staat muss jedoch Unterdrücker, Mörder und Angreifer bestrafen, um andere abzuschrecken und davon abzuhalten, ähnliche Verbrechen zu begehen. Aber das Wesentliche ist, die Massen so zu erziehen, dass von vornherein keine Verbrechen begangen werden; denn Menschen können so erzogen werden, dass sie gänzlich vor jedem Verbrechen zurückschrecken und das Verbrechen selbst als die größte Strafe und die schlimmste Qual und Bestrafung ansieht. So würden von vornherein keine Straftaten verübt, die diese Bestrafungen nach sich ziehen.77:4Aber lasst uns nur von dem sprechen, was in der Welt durchführbar ist. Es gibt in der Tat eine Fülle von hohen Idealen und Vorstellungen, die sich nicht verwirklichen lassen. Deshalb müssen wir uns auf das Machbare beschränken.77:5Wenn zum Beispiel jemand einem anderen Unrecht zufügt, ihn verletzt und angreift, und dieser sich in gleicher Weise revanchiert, ist das Rache und tadelnswert. Wenn Peter den Sohn von Paul tötet, so hat Paul kein Recht, den Sohn von Peter zu töten. Wenn er das tun würde, wäre es ein Akt der Rache und höchst verwerflich. Vielmehr muss er genau anders herum handeln, Vergebung zeigen und, wenn möglich, sogar bereit sein, seinem Angreifer Unterstützung zu gewähren. Das ist wirklich das, was des Menschen würdig ist; denn welchen Nutzen bietet die Rache? Beide Taten sind ein und dasselbe: Wenn die eine verwerflich ist, ist es auch die andere. Der einzige Unterschied ist, dass die eine der anderen vorausging.77:6Aber der Staat hat das Recht für Schutz und Sicherheit zu sorgen. Er hegt keinen Groll gegen den Mörder, steht ihm nicht feindselig gegenüber, sondern will ihn einzig und allein zum Schutz anderer inhaftieren oder bestrafen. Die Absicht ist nicht Rache zu üben, sondern eine Strafe zu verhängen, durch die die Gesellschaft geschützt wird. Denn sollten andernfalls sowohl die Erben des Opfers als auch die Gesellschaft Vergebung gewähren und das Böse mit Gutem vergelten, würden die Übeltäter niemals ihre Angriffe einstellen, und ständig würde der nächste Mord begangen werden – nein, blutrünstige Menschen würden wie Wölfe die Herde Gottes völlig vernichten. Der Staat verfolgt keine böse Absicht, wenn er eine Strafe verhängt; er handelt unvoreingenommen und will keine Rachegelüste befriedigen. Seine Absicht bei der Verhängung der Strafe ist, andere zu schützen und zu verhindern, dass zukünftig solche verwerflichen Taten verübt werden.77:7Als Christus also sagte: »Wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, dem biete auch die andere dar«Vergleiche: Matthäus 5:39A, war das Ziel, die Menschen zu erziehen, und nicht etwa, einem Wolf zu helfen, der über eine Schafherde herfällt und sie alle verschlingen will. Nein, wenn Christus gewusst hätte, dass ein Wolf in die Herde eingedrungen wäre und die Schafe töten wollte, hätte er es zweifellos verhindert.77:8So wie Vergebung zu den Attributen der Barmherzigkeit Gottes gehört, so ist die Gerechtigkeit eines der Attribute Seiner Herrschaft. Der Baldachin des Daseins ruht auf dem Pfeiler der Gerechtigkeit, nicht der Vergebung, und das Leben der Menschheit hängt von der Gerechtigkeit und nicht von der Vergebung ab. Würde also von nun an in allen Ländern ein Straferlass gelten, so würde sehr bald die ganze Welt in Unordnung geraten und die Grundlagen menschlichen Lebens würden zerstört. Wenn desgleichen die Mächte Europas dem berüchtigten Attila nicht widerstanden hätten, hätte er keinen einzigen Menschen am Leben gelassen.
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