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134:9Ganz sicher wird sich in diesem wundervollen neuen Zeitalter die medizinische Wissenschaft so weit entwickeln, dass die Ärzte ihre Patienten durch Nahrungsmittel heilen; denn Gesicht, Gehör, Geschmack, Geruch und Tastsinn sind Unterscheidungsfähigkeiten mit dem Zweck, Nützliches und Schädliches auseinanderzuhalten. Ist es möglich, dass des Menschen Geruchssinn, der die Düfte unterscheidet, einen bestimmten Geruch widerlich findet und dieser Geruch heilsam für den menschlichen Körper ist? Absurd! Unmöglich! Oder könnte dem menschlichen Körper etwa durch die Fähigkeit des Sehens, die Sichtbares unterscheidet, der Anblick einer ekelhaften Masse Kot nützen? Niemals! Und wenn nun der Geschmack, gleichfalls eine Fähigkeit, die aussondert und zurückweist, an etwas Anstoß nimmt, ist es bestimmt nicht nützlich. Selbst wenn es anfangs Vorteile brächte, erwiese sich auf die Dauer seine Schädlichkeit.134:10Zweifellos dient alles, was mit Appetit genossen wird, der Gesundheit, sofern die Körperbeschaffenheit im Gleichgewicht ist. Beobachte, wie ein Tier auf der Wiese grast, wo hunderttausend verschiedene Kräuter und Gräser wachsen, wie es mit seinem Geruchssinn den Duft der Pflanzen aufnimmt und sie mit seinem Geschmackssinn kostet. Dann frisst es die Gräser, die diesen Sinnen gefallen, und das tut ihm gut. Gäbe es nicht diese Fähigkeit des Auswählens, verendeten alle Tiere an einem einzigen Tag; denn es gibt viele giftige Pflanzen und die Tiere wissen nichts über das Arzneibuch. Doch beobachte nur, was für verlässliche Maßstäbe sie haben, um Gutes von Schädlichem zu unterscheiden. Welcher Bestandteil ihres Körpers auch abnimmt, sie können das wiedergutmachen, indem sie eine Pflanze, in der dieses verminderte Element reichlich vorhanden ist, aussuchen und fressen. So wird das Gleichgewicht ihrer Körperbestandteile wiederhergestellt, und sie sind ihre Krankheiten los.134:11Sobald erfahrene Ärzte die Heilkunst durch Nahrung entwickelt haben, sobald sie für einfache Speisen sorgen und die Menschheit hindern, als Sklaven ihrer Lüste und Süchte zu leben, werden die Fälle chronischer, vielschichtiger Krankheiten mit Sicherheit drastisch vermindert und das Allgemeinbefinden der ganzen Menschheit stark verbessert. Es wird bestimmt soweit kommen. Ebenso werden im Charakter, in der Lebensführung und den Sitten der Menschen umfassende Veränderungen eintreten.135135:1Nach dem ausdrücklichen Gebot Bahá’u’lláhs darf man sich vom Rat eines fähigen Arztes nicht abwenden. Es ist Pflicht, solch einen Arzt beizuziehen, selbst wenn der Patient seinerseits ein bekannter, angesehener Arzt ist. Kurz, du sollst deine Gesundheit bewahren, indem du einen sehr erfahrenen Arzt zu Rate ziehst.136136:1Es ist jedermanns Pflicht, sich in ärztliche Behandlung zu begeben und den Anweisungen des Arztes Folge zu leisten, denn das entspricht dem göttlichen Gebot, aber in Wirklichkeit ist es Gott, der Heilung gewährt.137137:1O du, der du den Lobpreis deines Herrn in Worte fassest! Ich habe deinen Brief gelesen, in dem du dein Erstaunen über einige Gesetze Gottes ausdrückst, beispielsweise über die Gesetze betreffend die Jagd auf unschuldige Tiere, Geschöpfe, die nichts Böses getan haben.137:2Sei darüber nicht erstaunt. Sinne nach über die inneren Wirklichkeiten des Weltalls, seine geheimen Weisheiten, seine Rätsel und Wechselbeziehungen, seine alles steuernden Regeln; denn jeder Teil des Weltalls ist mit jedem anderen Teil verknüpft durch mächtige Bande, die kein Ungleichgewicht zulassen und nicht erschlaffen. Im Reich der natürlichen Schöpfung sind alle Fresser oder Gefressene: die Pflanze saugt das Mineral auf, das Tier frisst und schluckt die Pflanze, der Mensch ernährt sich vom Tier und das Mineral zersetzt den Menschenleib. Die stofflichen Leiber überschreiten eine Schranke nach der anderen, durchmessen ein Leben nach dem anderen. Alle Dinge unterliegen dem Wandel und Wechsel. Ausgenommen ist nur das eigentliche Wesen des Seins; denn es ist beständig und unwandelbar, und auf ihm beruht das Leben jeder Gattung und Art, jeder abhängigen Wirklichkeit in der ganzen Schöpfung.137:3Wenn du unter dem Mikroskop das Wasser untersuchst, das der Mensch trinkt, oder die Luft, die er atmet, wirst du sehen, dass der Mensch mit jedem Atemzug eine Fülle tierischen Lebens in sich aufnimmt, und dass er mit jedem Schluck Wasser eine Vielzahl von Tieren aufnimmt. Wie könnte es jemals möglich sein, diesem Vorgang Einhalt zu gebieten? Alle Geschöpfe sind Fresser oder Gefressene, das ganze System des Lebens ist auf dieser Tatsache aufgebaut. Wäre dem nicht so, würden die Bindungen aufgelöst, die alles Erschaffene miteinander verflechten.137:4Überdies wird ein Ding, das zugrunde geht, zerfällt und vom Leben abgeschnitten wird, in eine Welt versetzt, die größer ist als die Welt, die es vorher kannte. Es verlässt beispielsweise das Leben des Minerals und schreitet fort in das Leben der Pflanze; dann verlässt es das pflanzliche Leben und steigt auf in das des Tieres. Schließlich gibt es das Tierleben auf und steigt in das Reich des Menschenlebens empor. Und dies geschieht durch die Gnade deines Herrn, des Barmherzigen, des Mitleidvollen.137:5Ich bitte Gott, dass Er dir beistehe, die Mysterien im Herzen der Schöpfung zu erfassen, dass Er den Schleier vor deinen und deiner Schwester Augen hinwegnehme, damit dir das wohlgehütete Geheimnis enthüllt und das verborgene Mysterium klar wie die Mittagssonne offenbart werde, dass Er deiner Schwester und deinem Mann helfe, das Gottesreich zu betreten, und dich heile von jeder Krankheit körperlicher oder geistiger Art, die uns in diesem Leben befällt.138138:1O ihr Geliebten des Herrn! Das Reich Gottes ist auf Unparteilichkeit und Gerechtigkeit, auf Erbarmen, Mitleid und Güte für jede lebendige Seele gegründet. So bemühet euch denn aus ganzem Herzen, alle Menschen voll Mitleid zu behandeln – die ausgenommen, die selbstische Beweggründe hegen oder an der Seele krank sind. Dem Menschenschinder, dem Betrüger oder dem Dieb kann keine Güte entgegengebracht werden; denn Güte würde ihnen keinesfalls ihren Irrtum vor Augen führen, sie vielmehr in ihrem falschen Tun fortfahren lassen. Wie viel Güte ihr auch dem Lügner bezeigt, er wird weiterlügen; denn er glaubt, ihr hättet euch täuschen lassen, auch wenn ihr ihn nur zu gut durchschaut habt und aus Übermaß an Mitleid schweigt.138:2Kurz, nicht nur ihren Mitmenschen müssen die Geliebten Gottes voll Erbarmen und Mitleid begegnen; sie müssen vielmehr jedem Lebewesen höchste Güte bezeigen, hegen doch in allen körperlichen Vorgängen, wo immer der Tiergeist betroffen ist, Mensch und Tier dieselben Gefühle. Der Mensch hat diese Wahrheit allerdings nicht begriffen. Er wähnt, dass sich körperliche Empfindungen auf menschliche Wesen beschränken. Deshalb ist er zu den Tieren ungerecht und grausam.138:3Und doch: Welcher Unterschied besteht denn wirklich, wenn es um körperliche Empfindungen geht? Die Gefühle sind dieselben, ob man einem Menschen oder einem Tier Schmerz zufügt. Da gibt es keinerlei Unterschied. Tatsächlich ist es schlimmer, einem Tier zu schaden; denn der Mensch hat Sprache, er kann sich beklagen, kann schreien und jammern. Wenn ihm Unrecht geschieht, kann er sich an die Behörden wenden, und sie werden ihn vor seinem Angreifer schützen. Aber das unglückliche Tier ist stumm. Es kann weder seinen Schmerz ausdrücken noch seinen Fall vor die Behörden bringen. Wenn ein Mensch einem Tiere tausend Übel zufügt, kann es ihn weder mit Worten abwehren noch vor Gericht ziehen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass ihr den Tieren die größte Rücksicht erweist und zu ihnen eher noch gütiger seid als zu euren Mitmenschen.138:4Erzieht eure Kinder von den frühesten Tagen an, unendlich zart und liebevoll zu Tieren zu sein. Ist ein Tier krank, lasst die Kinder es zu heilen versuchen; ist es hungrig, lasst sie es füttern; ist es durstig, lasst sie es tränken; ist es schwach, lasst sie dafür sorgen, dass es ausruht.138:5Die meisten Menschen sind Sünder; aber die Tiere sind schuldlos. Wer ohne Sünde ist, sollte gewiss die größte Güte und Liebe empfangen – alle Tiere außer den Schädlingen wie reißende Wölfe, Giftschlangen oder andere gefährliche Geschöpfe. Der Grund für diese Ausnahme: Würden Schädlinge dieselbe Güte erfahren, so wäre das ein Unrecht gegen die Menschen und die anderen Tiere. Ist man beispielsweise dem Wolf gegenüber weichherzig, so bedeutet dies Grausamkeit für das Schaf; denn der Wolf wird eine ganze Schafherde vernichten. Ein tollwütiger Hund kann tausend Menschen und Tiere umbringen, wenn man ihn lässt. Deshalb ist Mitleid mit wilden, beutegierigen Bestien Grausamkeit gegenüber den sanften Tieren; die schädlichen müssen richtig behandelt werden. Aber den gesegneten Tieren muss man große Güte erweisen – je mehr, desto besser. Zartheit und Güte sind grundlegende Leitlinien für Gottes himmlisches Reich. Das solltet ihr besonders sorgsam im Herzen tragen.139139:1O du Magd Gottes! Die himmlische frohe Botschaft muss mit höchster Würde und Großmut verkündet werden. Ehe die Seele, die sich erhebt, nicht die für den Träger dieser Botschaft wesentlichen Eigenschaften besitzt, werden ihre Worte ohne Wirkung sein.139:2O du Leibeigene Gottes! Der Menschengeist birgt wundersame Kräfte, aber er muss durch den Heiligen Geist verstärkt werden. Was du anderes hörst, ist reine Einbildung. Jedoch von der Gnade des Heiligen Geistes unterstützt, wird seine Kraft erstaunlich sein. Dann wird dieser Menschengeist Wirklichkeiten aufdecken und Geheimnisse enthüllen. Wende dein Herz ganz dem Heiligen Geist zu und fordere andere auf, dasselbe zu tun; so wirst du wunderbare Ergebnisse schauen.139:3O Magd Gottes! Die Sterne am Himmel üben keinerlei geistigen Einfluss auf diese Welt des Staubes aus. Aber alle Glieder und Teile des Weltalls sind in diesem endlosen Raum eng miteinander verbunden, und diese Verbindung schafft materielle Wirkungen auf Gegenseitigkeit. Was du jenseits der Gnade des Heiligen Geistes über die Wirkungen von Entrückungszuständen oder über Medien als Sprachrohr hörst, welche die singenden Stimmen der Toten vermitteln, ist reine, schlichte Einbildung. Über die Gabenfülle des Heiligen Geistes erzähle, was du willst; es kann nicht übertrieben sein. Glaube deshalb, was immer du darüber hörst. Die Menschen hingegen, auf die du dich beziehst, diese Sprachrohrleute, sind von jener Gabenfülle völlig ausgeschlossen und erhalten keinen Anteil; ihr Weg ist ein Hirngespinst.139:4O Magd Gottes! Gebete werden durch die allumfassenden Offenbarer Gottes erhört. Selbst wenn der Wunsch auf Stoffliches gerichtet ist, selbst wenn Achtlose beten, hat es eine Wirkung, so sie nur flehentlich und demütig Gottes Hilfe erbitten.139:5O Magd Gottes! Während die göttliche Wirklichkeit geheiligt und grenzenlos ist, sind die Ziele und Bedürfnisse der Geschöpfe beschränkt. Gottes Gnade ist wie der Regen, der vom Himmel fällt: Das Wasser ist nicht durch eine Form begrenzt; sobald es jedoch auf einen Ort herabströmt, nimmt es Begrenzungen an – Ausmaße, Aussehen, Gestalt – entsprechend den Besonderheiten dieses Ortes. In einem quadratischen Becken wird das vorher formlose Wasser zum Quadrat; in einem sechseckigen Becken wird es ein Sechseck, in einem achteckigen Becken ein Achteck, und so fort. Der Regen selbst hat keine geometrische Gestalt, keine Begrenzungen, aber er nimmt je nach den Begrenzungen des Gefäßes diese oder jene Gestalt an. Genauso ist das Heilige Wesen Gottes, des Herrn, schrankenlos und unermesslich, aber Seine Gnadengaben und Lichtstrahlen werden in den Geschöpfen wegen deren Begrenztheit eingeschränkt, weshalb die Gebete gewisser Personen in bestimmten Fällen eine günstige Antwort erhalten.139:6O Magd Gottes! Mit dem Herrn Christus ist es wie mit Adam. Hatte der erste Mensch, der auf dieser Erde entstand, einen Vater oder eine Mutter? Es ist sicher, dass er keinen von beiden hatte. Aber Christus hatte nur keinen Vater.139:7O Magd Gottes! Die Gebete, die offenbart wurden, Heilung zu erbitten, sind für leibliche wie geistige Heilung anwendbar. Sprich sie also, um Leib und Seele zu heilen. Wenn die Heilung für den Kranken das Rechte ist, wird sie sicher gewährt; aber für manche Kranke wäre die Heilung nur die Ursache anderer Leiden, und daher erlaubt die Weisheit nicht, dass das Gebet erhört wird.139:8O Magd Gottes! Die Macht des Heiligen Geistes heilt körperliche wie geistige Gebrechen.139:9O Magd Gottes! In der Thora steht geschrieben: Und ich werde dir das Tal Achor als ein Tor der Hoffnung geben. Dieses Tal Achor ist die Stadt ‘Akká, und wer immer dies anders auslegt, gehört zu den Unwissenden.140140:1Du fragst nach der Verklärung Jesu mit Moses, Elias und dem himmlischen Vater auf dem Berg Tabor, wie in der Bibel erwähnt. Dieses Ereignis nahmen die Jünger mit ihrem inneren Auge wahr; deshalb war es ein verborgenes Geheimnis und ihre geistige Entdeckung. Wäre die Bedeutung nämlich, dass sie leibliche Gestalten sahen, das heißt, diese Verklärung mit ihren äußeren Augen wahrnahmen, warum sahen es dann nicht die vielen anderen, die auf dem Berg und in der Ebene zugegen waren? Und warum verlangte dann der Herr von ihnen, niemandem davon zu erzählen? Es ist eindeutig, dass es eine geistige Schau war, ein Aufzug des Gottesreiches. Warum sonst gebot ihnen der Messias, es verborgen zu halten, »bis der Menschensohn von den Toten auferweckt worden ist«Mt. 17:1–19; Mk. 9:2–9; Lk. 9:28–36.
Q, – das heißt, bis die Sache Gottes verherrlicht würde, das Wort Gottes sich durchsetzte und die Wirklichkeit Christi sichtbar wäre?141141:1O du sehnsuchtsvolle Flamme, die du in der Liebe zu Gott loderst! Ich habe deinen Brief gelesen; sein beredter, wohlgesetzter Inhalt erfreute mein Herz, weil er deine tiefe Aufrichtigkeit in der Sache Gottes zeigt, deine ausdauernden Schritte auf dem Pfade Seines Königreiches und deine Treue zu Seinem Glauben – und von allen großen Dingen ist dies in Seinen Augen das bedeutendste.141:2Wie viele Seelen wandten sich doch dem Herrn zu, betraten Seines Wortes schützenden Schatten und wurden auf der ganzen Welt berühmt – zum Beispiel Judas Ischariot. Doch dann, als die Prüfungen härter und heftiger wurden, glitten ihre Füße auf dem Pfade aus. Sie wandten sich vom Glauben ab, nachdem sie seine Wahrheit anerkannt hatten, und verleugneten ihn; von Einklang und Liebe fielen sie ab in Unheil und Hass. So zeigte sich die Macht der Prüfungen, die starke Pfeiler zittern macht.141:3Judas Ischariot war der bedeutendste der Jünger; er rief die Menschen zu Christus. Dann schien es ihm, als ob Jesus dem Apostel Petrus zunehmend mehr Aufmerksamkeit schenkte. Als Jesus sagte: »Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen«Mt. 16:18 – Anm. d. Hrsg.
Q, hatten diese an Petrus gerichteten Worte, die Auserwählung des Petrus zu besonderer Ehre, deutliche Wirkung auf den Apostel – und sie entfachten Neid im Herzen des Judas. So wandte sich der einst Nahegekommene ab, der vormals Glaubende verleugnete nun seinen Glauben; seine Liebe wurde zu Hass, bis er die Kreuzigung dieses herrlichen Herrn, dieses offenbarten Lichtes herbeiführte. Solches bewirkt der Neid. Deshalb wenden sich die Menschen vom geraden Pfad ab. So geschah es früher, so wird es auch in dieser großen Sache geschehen. Aber es macht nichts, denn bei den übrigen bewirkt es Treue und lässt Seelen erstehen, die nicht zaudern, die wie Berge so fest und unerschütterlich sind in ihrer Liebe zu dem offenbaren Licht.141:4Übermittle den Dienerinnen des Barmherzigen die Botschaft, dass sie standhaft und treu in ihrer Liebe zu Bahá bleiben müssen, wenn eine Prüfung schwer wird. Im Winter kommen die Stürme, heftige Winde blasen. Aber dann folgt der Frühling in all seiner Schönheit, lieblich anzusehen mit geschmückten Hügeln und Tälern, mit duftenden Blumen und roten Anemonen. Dann werden die Vögel in den Zweigen ihre Freudengesänge schmettern und mit beschwingten Weisen von den Kanzeln der Bäume predigen. Bald werdet ihr schauen, wie die Lichter fluten, die Banner des Himmelreichs flattern, die süßen Düfte des Allbarmherzigen sich überallhin verbreiten, die Heerscharen des Königreiches herniederkommen, die Himmelsengel vorwärtsstürmen und der Heilige Geist über alle jene Lande weht. Dann werdet ihr die Zauderer sehen, Männer wie Frauen, enttäuscht in ihren Hoffnungen und in offensichtlichem Verlust. So ist es verordnet vom Herrn, dem Offenbarer der Verse.141:5Du aber bist selig, denn du bist standhaft in der Sache Gottes, fest in Seinem Bund. Ich bete zu Ihm, dir eine geistige Seele und das Leben des Gottesreiches zu verleihen und dich als ein grünes Blatt am Baum des Lebens gedeihen zu lassen, damit du vergeistigt und frohgemut den Mägden des Barmherzigen dienst.141:6Dein freigebiger Herr wird dir bei der Arbeit in Seinem Weinberg beistehen und dich zum Werkzeug machen, den Geist der Einheit unter Seinen Dienerinnen zu verbreiten. Er wird dein inneres Auge sehend machen mit dem Licht der Erkenntnis, deine Sünden vergeben und sie in gute Taten wandeln. Wahrlich, Er ist der Vergebende, der Mitleidige, der Herr unermesslicher Gnade.142142:1O du liebe Dienerin Gottes! Preise Gott, denn du bist begünstigt an Seiner Heiligen Schwelle, gehegt im Reiche Seiner Macht. Du bist Vorsitzende eines Rates, der geprägt ist von den himmlischen Heerscharen und das allherrliche Reich widerspiegelt. Strebe mit Herz und Seele, in demütigem Gebet und in Selbstauslöschung, Gottes Gesetz zu vertreten und Seine süßen Düfte allenthalben zu verbreiten. Mühe dich, den Versammlungen geistiger Seelen die wahre Vorsitzende zu sein, eine Gefährtin der Engel im Reich des Allbarmherzigen.
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