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1.6:2O Muḥammad! Vor vier Jahren wurde der Ratschluß deines Herrn erfüllt; und von Anbeginn der Sache deines Herrn habe Ich dich ermahnt, Gott zu fürchten und nicht einer der Unwissenden zu sein. Ich sandte dir einen Boten mit einem wahrhaft leuchtenden Sendschreiben, aber die Teufelsdiener wiesen ihn hochmütig ab und stellten sich zwischen ihn und dich. Sie jagten ihn aus dem Land, dessen unbestrittener Herrscher du bist. So ist dir das Gute dieser und der zukünftigen Welt entgangen, es sei denn, du unterwirfst dich dem Gebote Gottes und gehörst zu denen, die rechtgeleitet sind.1.6:3Bei Meiner Rückkehr vom heiligen Haus Gottes
Die Ka‘bah in Mekka.
A sandte Ich dir eine ähnliche, nein, eine bedeutsamere Botschaft als zuvor. Gott ist fürwahr der beste Schutzherr und Zeuge. Ich schickte einen Boten mit Briefen zu dir, die Ich offenbart hatte, auf daß du dem Gebote Gottes gehorchest und nicht zu denen gehörest, die die Wahrheit von sich weisen. Der Unterdrücker aber beging, was keiner begehen wollte, nicht einmal einer der Verruchten oder der gemeinen Verbrecher…1.6:4Die Leiden, die Ich in diesem Land ertrug, hat keiner je ertragen. Wahrlich, dies alles kehrt zu Gott zurück, Er ist fürwahr der beste Beschützer und Er weiß alles. Was Mir vom ersten Tag bis heute von Seiten deines Volkes angetan wurde, ist Satans
vgl. Qur’án 4:119.
Q Werk. Seit der Zeit, da die Sache deines Herrn erschien, war keine deiner Taten annehmbar, und du bist in offenbarem Irrtum befangen, auch wenn in deinen Augen alles um deines Herrn willen geschieht. In Wahrheit, dein Tag ist nahe und du sollst um all dies befragt werden, und ganz gewiß übersieht Gott die Taten der Gottlosen nicht.1.6:5Nur deinetwegen haben Mich deine Helfer hochmütig zurückgewiesen, obschon sie weiter abgeirrt sind als die Narren.1.6:6Wähnst du, der Kanzler, den du ernanntest, könne dein Reich am besten führen und schützen? Nein, Ich schwöre bei deinem Herrn! Er wird dich in große Schwierigkeiten bringen durch das, was Satan seinem Herzen eingibt, und wahrlich, er selbst ist der Satan. Er versteht keinen einzigen Buchstaben aus dem Buche Gottes und ist von Furcht erfüllt wegen dem, was seine Hände verübten. Gerne würde er das Licht, das dein Herr entzündet hat, zum Verlöschen bringen, damit die alte Gottlosigkeit, die er in seinem Innersten verbirgt, nicht offenkundig werde. Hättest du ihn nicht zum Kanzler ernannt, niemand hätte ihm die geringste Aufmerksamkeit gezollt. In den Augen des Volkes ist er fürwahr nichts als offenbare Finsternis…1.6:7Fürchte Gott und dulde nicht, daß deine Seele mehr gestraft werde, als sie ohnehin schon gepeinigt worden ist; denn binnen kurzem wirst du sterben und wirst dich von dem Teufel lossagen, den du zum Kanzler machtest, und sprechen: »O hätte ich doch nicht den Teufel zum Kanzler genommen und mir keinen Betrüger zum Führer und Ratgeber bestellt!«1.6:8Warum bürdest du deiner Seele auf, was weit verächtlicher ist als Pharaos Taten, und nennst dich dennoch einen Gläubigen? Wie kannst du die Verse des Qur’án lesen, und bist doch einer der Ungerechten? Niemals würden die Juden und Christen oder ein anderes Volk, das die Wahrheit zurückwies, sich bereitfinden, dem Sohn der Tochter ihres Propheten ein Leid anzutun. Wehe dir, denn bald kommt der Tag der Strafe! Graut dir nicht vor dem Zorn deines Herrn, des Allmächtigen, des Herrn der Himmel, des Herrn aller Welten? Fürwahr, diese deutlichen Verse sind ein glaubhaftes Zeugnis denen, die rechte Führung suchen.1.6:9Ich habe nicht den Wunsch, deinen Besitz anzutasten, nicht einmal im Gewicht eines Senfkorns, noch verlangt Mir nach deinem Rang. Wenn du Mir nicht folgst, dann seien dein die Dinge, die du besitzt, Mein hingegen das Land unfehlbarer Gewißheit. Wenn du Mir nicht gehorchst, warum blickst du dann hochmütig auf Mich herab und trachtest danach, Mir bitteres Unrecht zu tun? Wahrlich, sieh Meine Behausung: ein hochragender Berg, darauf niemand wohnt. Wehe denen, die Sein lichtes Buch verletzen, indem sie den Menschen Leid zufügen und sich unrechtmäßig und betrügerisch das Eigentum der Gläubigen aneignen; Ich dagegen, der Ich in voller Wahrheit der rechtmäßige Herrscher aller Menschen bin, berufen von dem wahren, unbestrittenen Führer, würde niemals das Vermögen der Menschen antasten, nicht einmal im Umfang eines Senfkorns, und würde nicht ungerecht mit ihnen verfahren. Ich wäre vielmehr einer unter ihnen wie sie und wäre ihr Zeuge.1.6:10Mir ist nur aufgetragen, vom Buche deines Herrn zu sprechen und diese klare Botschaft zu künden. Wünschest du durch die Pforten des Paradieses zu gehen, siehe – sie sind weit geöffnet vor deinem Angesicht, und keiner kann Mir Schaden tun. Jedes Sendschreiben, das Ich bisher an dich oder den Verwalter deines Reichs richtete, ist nur ein Zeichen Meiner Gnade für euch beide, auf daß ihr euch um den nahen Tag sorgt. Aber von dem Augenblick, da sich euer Hochmut blähte, wurde im Buche Gottes göttliches Urteil über euch gesprochen, denn fürwahr, ihr habt beide euren Herrn verleugnet und zählt zu denen, die zugrunde gehen… Dies ist wahrlich Meine letzte Mahnung an euch, und Ich werde euch künftig nicht mehr nennen und euch nicht erwähnen, es sei denn, um euch als Ungläubige zu brandmarken.1.6:11Gott übergebe Ich, was Mich und was euch betrifft, und Er ist wahrlich der beste Richter. Kehrtet ihr aber um, so würde euch gewährt, was ihr an irdischem Besitz und von den unbeschreiblichen Wonnen des künftigen Lebens begehrt, und ihr erlangtet so herrliche Macht und Hoheit, wie es euer Geist in diesem sterblichen Leben sich kaum vorstellen kann. Doch wenn ihr versäumt umzukehren, dann fallen eure Übertretungen auf euch zurück.1.6:12Ihr könnt nicht ändern, was der Allmächtige Mir verordnet hat. Nichts kann Mir zustoßen, was nicht Gott, Mein Herr, Mir vorherbestimmt hat. Auf Ihn habe Ich Meine ganze Zuversicht gesetzt und auf Ihn setzen die Gläubigen ihr ganzes Vertrauen.1.6:13Sei Du Mein Zeuge, o Herr. Mit diesem strahlenden Sendbrief habe Ich beiden Deine Verse verkündet und Dein Zeugnis für sie erfüllt. Gerne will Ich Mein Leben auf Deinem Pfade opfern und bald in Deine Gegenwart zurückkehren. Preis sei Dir in den Himmeln und auf Erden. Verfahre mit ihnen nach Deinem Ratschluß. Du bist fürwahr der beste Beistand und Helfer.1.6:14Ordne, o Herr, den Aufruhr des Volks, und laß Dein Wort hell über die Erde leuchten, auf daß keine Spur der Frevler zurückbleibe.1.6:15Ich erbitte Deine Vergebung, o Mein Herr, ob Meiner Worte in Deinem Brief, und Ich bin bußfertig vor Dir. Ich bin nur einer Deiner Diener, der Dein Lob singt. Verherrlicht bist Du, es ist kein Gott außer Dir. Auf Dich habe Ich Mein ganzes Vertrauen gesetzt, und Ich bitte Dich um Vergebung, daß Ich flehend an Deinem Tore stehe.1.6:16Geheiligt ist Gott dein Herr, der Herr des Mächtigen Thrones, über alles, was die Menschen fälschlich und ohne die Führung durch Sein klares Buch von Ihm behaupten. Friede sei mit denen, die Gott, deinen Herrn, um Vergebung bitten und sprechen: »Wahrlich, Preis sei Gott, dem Herrn der Welten!«Aus einem Sendbrief mit Worten an den Sharíf von Mekka1.7:1O Sharíf!… dein ganzes Leben lang hast du Uns Verehrung dargebracht, aber als Wir Uns dir offenbarten, hörtest du auf, Zeugnis für Unser Gedenken abzulegen und zu bekräftigen, daß Er fürwahr der Erhabenste, die Unumschränkte Wahrheit, der Allherrliche ist. So hat dich dein Herr am Tage der Auferstehung auf die Probe gestellt. Wahrlich, Er ist der Allwissende, der Allweise.1.7:2Hättest du »Hier bin ich« gesprochen, als Wir dir das Buch sandten, so hätten Wir dich in die Schar der wahrhaft Gläubigen unter Unseren Dienern aufgenommen und dich gnädiglich in Unserem Buch gepriesen, bis zu dem Tage, da alle Menschen vor Uns zum Gericht erscheinen. Dies ist fürwahr weit vorteilhafter für dich als aller Gottesdienst, den du in deinem ganzen Leben, nein, vom Anfang, der keinen Anfang hat, deinem Herrn darbrachtest. Dies hätte dir gewiß jetzt und immer zum Vorteil gereicht. Wahrlich, Wir wissen um alle Dinge. Doch ungeachtet dessen, daß Wir dich ins Leben riefen, am Tage der Auferstehung in Unsere Gegenwart zu gelangen, hast du dich ohne einen Grund oder eine deutliche Schrift vor Uns verschlossen. Gehörtest du aber zu den mit dem Wissen des Bayán Begabten, hättest du, das Buch vor Augen, sogleich bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden, und hättest bekräftigt, daß Er, der den Qur’án offenbarte, auch dieses Buch offenbart hat, daß jedes Wort dieses Buches von Gott ist und wir alle diesem Buch Treue bezeigen.1.7:3Aber was vorherbestimmt war, ist eingetroffen. Solltest du zu Uns zurückkehren, solange Unsere Offenbarung währt, werden Wir dein Feuer in Licht verwandeln. Wir sind fürwahr aller Dinge mächtig. Versäumst du aber diese Pflicht, wird dir kein Ausweg bleiben, als die Sache Gottes anzunehmen und zu flehen, daß deine Ergebenheit die Aufmerksamkeit Dessen finde, den Gott offenbaren wird, damit Er dich gnädiglich gedeihen lasse und dein Feuer in Licht verwandle. Dies wurde Uns herniedergesandt. Sollte dies nicht geschehen, bleibt alles, was Wir niedergeschrieben haben, bindend und unwiderruflich von Gott verfügt, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden, und Wir werden dich zum Zeichen Unserer Gerechtigkeit aus Unserer Gegenwart verbannen. Wahrlich, Wir sind gerecht in Unserem Urteil.An einen muslimischen Geistlichen1.8:1O ‘Abdu’ṣ-Ṣáhib! Wahrlich Gott und jedes erschaffene Ding bezeugen, daß es keinen anderen Gott gibt außer Mir, dem Allmächtigen, dem Meistgeliebten…1.8:2Dein Blick ist getrübt, weil du glaubst, daß die göttliche Offenbarung mit dem Kommen Muḥammads endete; dies haben Wir in Unserem ersten Brief bezeugt. Fürwahr, Er, der Muḥammad, dem Gesandten Gottes, Verse offenbarte, hat ebenso ‘Alí-Muḥammad Verse offenbart. Denn wer außer Gott kann einem Menschen so klare, deutliche Verse offenbaren, die alle Gelehrten bezwingen? Da du dich zur Offenbarung Muḥammads, des Gesandten Gottes, bekennst, gibt es für dich keine Ausflucht denn zu bezeugen, daß alles, was der Erste Punkt offenbarte, ebenso von Gott kommt, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden. Hat nicht in Wahrheit Gott den Qur’án herabgesandt und sind nicht alle Menschen machtlos vor Seiner Offenbarung? So sind auch diese Worte von Gott offenbart, wolltest du es nur begreifen! Was im Bayán hält dich ab zu erkennen, daß diese Verse von Gott gesandt sind, dem Unerreichbaren, dem Höchsterhabenen, dem Allherrlichen?1.8:3Der Kern dieser Worte ist: Wollten Wir dich zur Rechenschaft ziehen, so stündest du mit leeren Händen da; Wir wissen wahrhaft alle Dinge. Hättest du auf die Worte Gottes sogleich mit »Ja« geantwortet, so wäre es, als hättest du Gott angebetet vom Anfang, der keinen Anfang hat, bis zum heutigen Tag und wärest Ihm niemals, auch nicht für einen Augenblick, ungehorsam gewesen. Doch weder die rechtschaffenen Taten, die du dein ganzes Leben lang vollbracht, noch die frommen Übungen, die du vollzogen, um jeden Gedanken außer an Gottes Wohlgefallen aus deinem Herzen zu tilgen – wahrhaftig, nichts davon hat dir genützt, nicht einmal soviel wie ein Senfkorn, denn du verhülltest dich vor Gott und zaudertest zur Zeit Seiner Manifestation.1.8:4Wahrlich, Gott wird dich und alle Geistlichen im Lande Káf
Kúfih.
A fragen: »Ist es nicht seltsam, daß ein Bote mit einem Buch zu euch gekommen ist und ihr, die ihr eure Ohnmacht eingesteht, weigert euch, dem Glauben Gottes, den Er euch brachte, zu folgen, und verharrt in eurem Unglauben?« Darum wird dir das Feuer zuteil, das denen bestimmt ist, die in diesem Lande Gott den Rücken kehren, denn du bist ihr Führer; gehörtest du doch zu den Achtsamen!1.8:5Hättest du getreulich Gottes Ratschluß befolgt, alle Bewohner deines Landes wären dir gefolgt und hätten selbst Zutritt zum himmlischen Paradiese erlangt, auf immer und ewig zufrieden in Gottes Wohlgefallen. So aber wirst du an jenem Tage wünschen, daß Gott dich nie erschaffen hätte.1.8:6Du erhebst den Anspruch, ein Schriftgelehrter des Islám zu sein und die Gläubigen erretten zu können, aber du hast deine Anhänger hinab ins Feuer geführt. Denn als die Verse Gottes herabgesandt wurden, beraubtest du dich ihrer selbst und zählst dich dennoch zu den Rechtschaffenen… Nein, beim Leben Dessen, den Gott offenbaren wird! Weder du noch sonst einer unter Seinen Dienern kann den geringsten Beweis erbringen, Gott aber strahlt hell über Seine Geschöpfe und thront durch die Macht Seines Befehls erhaben über allen Bewohnern der Reiche des Himmels, der Erde und was dazwischen liegt. Er, wahrlich, hat Macht über alles Erschaffene.1.8:7Du gabst dir den Namen ‘Abdu’ṣ-Ṣáhib
›Diener des Herrn‹.
A. Doch als Gott deinen Herrn in aller Wahrheit offenbar werden ließ und du die Augen auf Ihn richtetest, erkanntest du Ihn nicht, obwohl Gott dich ins Leben rief, um in Seine Gegenwart zu gelangen, glaubtest du in Wirklichkeit nur an den dritten Vers der Súrih Der Donner
Qur’án 13.
Q.1.8:8Du wirfst ein: »Wie können wir Ihn erkennen, wenn wir nur Worte hören, für welche Beweise fehlen?« Da du aber Muḥammad, den Gesandten Gottes, durch den Qur’án erkanntest und anerkennst, wie kannst du dir dann die Erkenntnis Dessen versagen, der dir Sein Buch sandte, zumal du dich »Seinen Diener« nennst? Wahrlich, Er hat die unumschränkte Macht über Seine Offenbarungen an die ganze Menschheit.1.8:9Suchtest du uns auf, während die göttliche Offenbarung auf Uns herniederkommt, so würde Gott dein Feuer in Licht wandeln. Wahrlich, Er ist der Immervergebende, der Freigebigste. Im übrigen ist, was offenbart wurde, bindend und endgültig und wird von allen bis zum Tage der Auferstehung treulich befolgt… Wenn die göttliche Offenbarung verstummt, solltest du Ihm, den Gott offenbaren wird, ein Gesuch schreiben und darum bitten, daß es in Seine Gegenwart gelangt. Darin mußt du deinen Herrn um Vergebung bitten, zu Ihm dich in Reue wenden und zu jenen gehören, die Ihm ganz ergeben sind. So Gott will, wird Er dann zur nächsten Auferstehung dein Feuer in Licht wandeln. Er ist in Wahrheit der Beistand, der Höchsterhabene, der Immervergebende. Vor Ihm beugen sich in Anbetung alle in den Himmeln und auf Erden und alle zwischen beiden; und zu Ihm werden alle zurückkehren.1.8:10Wir machen es dir zur Pflicht, dich und alle Bewohner dieses Landes vom Feuer zu erretten und dann das unvergleichlich erhabene Paradies Seines Wohlgefallens zu betreten. Sonst naht der Tag, da du zugrunde gehst und ins Feuer fällst, der Tag, da Gott dir keinen Beschützer und keinen Helfer lassen wird. Wir haben Mitleid mit dir als Zeichen Unserer Gnade, weil du dich auf Uns beziehst. Wahrlich, Wir haben von allem Kenntnis. Wir kennen deine rechtschaffenen Taten, wenngleich sie dir nichts nützen werden; denn einziges Ziel solcher Rechtschaffenheit ist die Erkenntnis Gottes, deines Herrn, und der unanfechtbare Glaube an die von Ihm offenbarten Worte.An Sulaymán, einen muslimischen Geistlichen im Lande Masqáṭ1.9:1Dies ist ein Brief von Gott, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden, an Sulaymán im Lande Masqáṭ zur Rechten des Meeres. Es gibt in Wahrheit keinen anderen Gott als Ihn, den Helfer in Gefahr, den Selbstbestehenden… Fürwahr, versammelten sich alle Bewohner des Himmels und der Erde und alle dazwischen, sie scheiterten und hätten nicht die Kraft, ein solches Buch zu schaffen, selbst wenn Wir sie zu Meistern sprachlichen Ausdrucks und der Gelehrsamkeit auf Erden machten. Da du Beweise aus dem Qur’án anführst, wird Gott mit Beweisen aus demselben Buch Seinen Anspruch im Bayán erhärten. Dies ist nichts anderes als der Ratschluß Gottes; Er ist wahrlich der Allwissende, der Allmächtige.1.9:2Wenn du zu denen gehörst, die wahrhaft glauben, so hast du keine andere Wahl, als Ihm Treue zu erweisen. Dies ist der Pfad Gottes für alle Bewohner der Erde und des Himmels und für alle dazwischen. Es gibt keinen Gott als Mich, den Allmächtigen, den Unerreichbaren, den Höchsterhabenen.1.9:3Von jenem Land aus begaben Wir Uns dann zum heiligen Haus, und auf Unserer Rückreise gingen Wir dort noch einmal an Land und wurden gewahr, daß du nicht beachtet hattest, was Wir dir sandten, und nicht zu denen zählst, die wahrhaft glauben. Obgleich Wir dich erschaffen hatten, Unser Antlitz zu schauen, und Wir sogar deinen Wohnort betraten, versäumtest du dennoch, zum Ziel deiner Erschaffung zu gelangen, und dies, obschon du Gott dein Leben lang angebetet hast. Nichtig werden deshalb die Taten sein, die du vollbrachtest, weil du wie durch einen Schleier von Unserer Gegenwart und Unseren Schriften getrennt bist. Dies haben Wir unwiderruflich verfügt. Wahrlich, Wir sind gerecht in Unserem Urteil.1.9:4Hättest du den Inhalt Unseres Sendbriefs an dich beherzigt, so hätte dir dies weit mehr genützt, als Gott vom Anfang, der keinen Anfang hat, bis zum heutigen Tag anzubeten, es wäre wirklich verdienstvoller, als sich dem Gottesdienst ganz ergeben zu erweisen. Und wärest du in diesem Land in die Gegenwart deines Herrn gelangt und zähltest zu jenen, die wahrhaft glauben, daß sich in der Gestalt des Ersten Punktes das Antlitz Gottes zeigt, es wäre dir weit nützlicher gewesen, als dich vom Anfang, der keinen Anfang hat, bis zum heutigen Tag in Anbetung niederzuwerfen…1.9:5Fürwahr, Wir prüften dich und fanden, daß du nicht zu den Verständigen gehörst, und so haben Wir dich verworfen als ein Zeichen der Gerechtigkeit aus Unserer Gegenwart; und wahrlich, Wir sind gerecht.1.9:6Solltest du aber zu Uns zurückkehren, so würden Wir deine Verwerfung in Annahme wandeln. Wahrlich, Wir sind von unermeßlicher Gnade. Ist aber der Erste Punkt nicht länger mit dir, dann wird das Urteil, das mit Gottes Wort verkündet ward, endgültig und unabänderlich sein, und ein jeder wird es gewiß billigen.1.9:7Solltest du an Ihn, den Gott offenbaren wird, einen Brief richten und darum bitten, daß er in Seine Gegenwart gelangt, so mag Er dir gnädig vergeben und auf Sein Geheiß deine Verwerfung in Annahme wandeln. Er ist in Wahrheit der Allgnädige, der Freigebigste, dessen Gnade grenzenlos ist. Wenn nicht, wird sich dir kein anderer Weg auftun und keine Tat dir nützen, weil du versäumtest zu antworten: »Ja, hier bin ich!« Wahrlich, Wir machten dich und deine Werke zunichte, so als hättest du nie gelebt noch jemals Gutes getan, denen zur Lehre, die den Bayán erhielten, auf daß sie wohl achtgeben, wenn die heiligen Schriften Dessen, den Gott offenbaren wird, in ihre Hände gelangen, damit sie sie bedenken und vielleicht fähig werden, ihre Seelen zu retten.1.9:8Unsere Gnade durchdringt gewißlich alles, was die Reiche der Erde und des Himmels, und was immer zwischen ihnen liegt, bewohnt, und überdies die ganze Menschheit. Seelen aber, die sich selbst wie durch einen Schleier ausgeschlossen haben, können niemals an den Regenschauern der göttlichen Gnade teilhaben.Aus dem Qayyúmu’l-Asmá’
›Ewiger der Namen‹, bekannt als ›Kommentar zur Súrih Josef‹ (Qur’án 12), wird von Bahá’u’lláh als »das erste, größte und mächtigste aller Bücher« (Kitáb-i-Íqán 258) der Bábí-Offenbarung bezeichnet. Das erste Kapitel des Qayyúmu’l-Asmá’, die Súrih Mulk (dt. ›Herrschaft‹), wurde in der Nacht der Erklärung des Báb (23. Mai 1844) in der Gegenwart Mullá Ḥusayns offenbart. Siehe Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 33–34 / 2:10–11, (S. 25f); Nabíls Bericht 3:13–16, (Bd. 1, S. 90–93) – Anm. d. Hrsg.
A
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