Báb | Der Báb - Eine Auswahl aus Seinen Schriften
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3.6:2
Wisse mit Gewißheit, nur dann gedenkst du Gottes, wenn du Seiner gedenkst, den Gott offenbaren wird. In gleicher Weise solltest du den Versen des Bayán lauschen und seine Wahrheit anerkennen, nur dann würden die offenbarten Verse Gottes dir nützen. Welchen Nutzen kannst du andernfalls daraus ziehen? Denn neigtest du dich von Anbeginn bis zum Ende des Lebens in Anbetung nieder und verbrächtest deine Tage im Gedenken Gottes, glaubtest aber nicht an den Künder Seiner Offenbarung für dieses Zeitalter, meinst du, deine Taten brächten dir auch nur den geringsten Nutzen? Doch wenn du an Ihn glaubst und Ihn wahrhaft erkennst und Er sagt: »Ich habe dein ganzes Leben, das du in Meiner Anbetung verbrachtest, angenommen«, dann fürwahr hast du Ihn inniglich verehrt. Der Zweck deines Tuns ist, daß Gott es barmherzig annehme; und göttliche Billigung kann allein durch die Billigung Dessen erlangt werden, der Künder Seiner Offenbarung ist. Wenn etwa der Gesandte Gottes – möge Gottes Segen auf Ihm ruhen – eine Tat annahm, so nahm in Wahrheit Gott sie an; andernfalls blieb sie zurück bei den selbstischen Begierden ihres Urhebers und erreichte nicht die Gegenwart Gottes. Ebenso wird jede Tat, die der Punkt des Bayán annimmt, von Gott angenommen, denn die abhängige Welt hat nur diesen Zugang zur Gegenwart des Altehrwürdigen der Tage. Was auch herabgesandt wird, kommt durch den Künder Seiner Offenbarung, und was immer emporsteigt, gelangt zum Künder Seiner Offenbarung. Báb, Bayán-i-Fársí, 8:19. Q
3.7
3.7:1
Ohne Zweifel hat der Allmächtige diese Verse auf Ihn den Báb. A herabgesandt, so wie Er sie auf den Gesandten Gottes herabsandte. Fürwahr, nicht weniger als hunderttausend Verse ähnlich diesen sind schon unter den Menschen verbreitet worden, abgesehen von Seinen Sendschreiben, Seinen Gebeten und Seinen gelehrten und philosophischen Abhandlungen. Er offenbart in einer Zeit von fünf Stunden nicht weniger als tausend Verse. Er spricht Verse so schnell, wie Seine Sekretäre sie niederschreiben können. So läßt sich ermessen, wie groß der Umfang der Schriften gewesen wäre, die Seiner Feder entströmten, wäre Er von Anbeginn dieser Offenbarung bis heute nicht behindert worden.
3.7:2
Wenn ihr bestreitet, daß diese Verse an sich als Beweis anzusehen sind, so prüft genau die Verse des Qur’án. Wenn Gott darin zum Beweis der Gültigkeit der Sendung Seines Gesandten – mögen die Segnungen Gottes auf Ihm ruhen – ein anderes Zeugnis begründet hat als die offenbarten Verse, so mögt ihr an Ihm zweifeln…
3.7:3
Über die Zulänglichkeit des Buches als Beweis hat Gott offenbart: »Genügt es ihnen denn nicht, daß Wir das Buch auf Dich herabsandten, daß es ihnen verkündet werde? Hierin ist wahrlich eine Gnade und eine Mahnung für jene, die glauben.« Qur’án 29:51. Q Wenn Gott bezeugt, daß das Buch ein hinlänglicher Beweis ist, wie es die Schrift bestätigt, wie kann dann jemand diese Wahrheit bestreiten und sagen, das Buch an sich sei kein schlüssiger Beweis?… Báb, Bayán-i-Fársí, 2:1. Q
3.8
3.8:1
Dieser Tag ist ein großer Tag; darum fällt es dir äußerst schwer, ein Gläubiger zu werden. Denn die Gläubigen dieses Tages sind die Bewohner des Paradieses, die Ungläubigen dagegen die Bewohner des Feuers. Und wisse mit Gewißheit, daß Paradies die Erkenntnis Dessen und die Hingabe an Ihn, den Gott offenbaren wird, bedeutet, und Feuer die Gemeinschaft solcher Seelen, die es versäumen, sich Ihm zu unterwerfen oder Seinem Wohlgefallen zu fügen. An jenem Tag wirst du dich für einen Bewohner des Paradieses und wahren Gläubigen an Ihn halten, doch in Wahrheit läßt du zu, daß Schleier dich verhüllen, und dein Platz ist das niederste Feuer – und doch merkst du es nicht.
3.8:2
Vergleiche Seine Manifestation mit der des Punktes des Qur’án. Wie groß war die Zahl der Buchstaben des Evangeliums, die Ihn sehnsüchtig erwarteten. Und doch: Bis ins fünfte Jahr nach Seiner Erklärung wurde keiner ein Gefährte des Paradieses außer dem Gebieter der Gläubigen Imám ‘Alí. A und jenen, die heimlich an Ihn glaubten. Alle übrigen wurden zu den Genossen des Feuers gezählt, obwohl sie sich selbst als Bewohner des Paradieses betrachteten.
3.8:3
Sieh nun auf diese Offenbarung. Das Wesen aller Menschen wurde auf Weisung Gottes in Bewegung versetzt, und bis zum gegenwärtigen Tag sind dreihundertdreizehn Jünger erwählt worden. Im Lande Ṣád Iṣfahán. A – dem äußeren Anschein nach eine große Stadt, in deren Seminaren zahlreiche Menschen jeden Winkel füllen, die als Geistliche und Doktoren gelten, – hüllte sich jedoch, als für das innerste Wesen aller die Zeit kam hervorzutreten, nur ihr Weizensieber in das Kleid der Nachfolge. Dies ist das Geheimnis, über das die aus Muḥammads Stamm – auf ihnen sei der Friede Gottes – von dieser Offenbarung sagten, die Erniedrigten würden erhöht und die Erhöhten erniedrigt.
3.8:4
So auch die Offenbarung Dessen, den Gott offenbaren wird. Unter jenen, denen es niemals einfiele, daß sie das Mißfallen Gottes verdienten, und deren fromme Taten für jeden beispielhaft sind, wird es viele geben, die zur Verkörperung des niedersten Feuers werden, wenn sie versäumen, Seine Sache anzunehmen; wie groß ist hingegen die Zahl der geringen Diener, die niemand für verdienstvoll hält, denen aber die Ehre wahren Glaubens zuteil wird und denen der Urquell der Freigebigkeit die Robe der Autorität verleihen wird. Denn was immer im Glauben Gottes geschaffen ist, das hat die Macht Seines Wortes erschaffen. Báb, Bayán-i-Fársí, 8:14. Q
3.9
3.9:1
In der Sendung des Gesandten Gottes erwarteten Ihn alle sehnsüchtig, dennoch hast du gehört, wie Er, als Er erschien, behandelt wurde; doch wenn sie Ihn in ihren Träumen sahen, brüsteten sie sich damit.
3.9:2
Ebenso erhoben sich zur Zeit der Manifestation des Punktes des Bayán die Menschen, wenn Sein Name erwähnt wurde, und heiß flehten sie Tag und Nacht um Sein Kommen, und wenn sie von Ihm träumten, rühmten sie sich ihrer Träume. Aber jetzt, da Er Sich offenbarte, bekleidet mit dem mächtigsten Zeugnis, das ihre eigene Religion bestätigt, und obgleich zahllose Menschen Sein Kommen sehnsüchtig erwarten, ruhen sie, nachdem sie Seine Verse hörten, bequem in ihren Häusern; Er dagegen ist nun auf dem Berge Máh-Kú eingekerkert, einsam und verlassen.
3.9:3
Nehmt euch in acht, o Volk des Bayán, daß ihr nicht gleiches tut und Tag und Nacht bittere Tränen um Seinetwillen vergießt, euch bei der Erwähnung Seines Namens erhebt und doch am Tage der Erfüllung euch von Ihm wie durch einen Schleier trennt – an dem Tag, da ihr euch nicht nur bei Seinem Namen erheben, sondern einen Pfad zu Ihm, der jenen Namen verkörpert, suchen sollt. Báb, Bayán-i-Fársí, 6:15. Q
3.10
3.10:1
Zur Zeit der Offenbarung Dessen, den Gott offenbaren wird, sollte jeder in den Lehren des Bayán gut geschult sein, so daß kein Gläubiger nur äußerlich dem Bayán anhange und so seine Treuepflicht gegen Ihn verletze. Wer so handelt, über den soll das Urteil »Ungläubiger« verhängt werden.
3.10:2
Ich schwöre bei dem heiligen Wesen Gottes, machten sich alle Anhänger des Bayán gemeinsam daran, Ihm, den Gott offenbaren wird, in den Tagen Seiner Offenbarung zu helfen, so bliebe keine einzige Seele, nein, nichts Erschaffenes auf Erden, das nicht Einlaß zum Paradies erlangte. Hütet euch wohl, denn der Inbegriff der Religion Gottes ist, Ihm zu helfen, statt zur Zeit Seines Kommens die Vorschriften des Bayán zu befolgen. Doch sollte jemand, ehe Er Sich offenbart, die Gebote übertreten, und wäre es im Maße eines Gerstenkornes, so hätte er Sein Gebot übertreten.
3.10:3
Sucht Zuflucht bei Gott vor allem, was euch vom Ursprung Seiner Offenbarung ablenken könnte, und haltet euch fest an Seinem Seil, denn wer Ihm standhaft die Treue hält, der ist erlöst und wird in allen Welten Heil finden.
3.10:4
»So ist Gottes Gunst; Er gewährt sie, wem Er will, und Gott ist der Herr überreicher Gnade.« Qur’án 57:21. Q Báb, Bayán-i-Fársí, 5:5. Q
3.11
3.11:1
Ihr verrichtet eure Werke für Gott, vom Anfang bis zum Ende eures Lebens, und doch ist keine einzige Tat für Ihn, die Manifestation Gottes, zu dem jede gute Tat zurückkehrt. Hättet ihr so getan, ihr hättet am Tage der Auferstehung nicht so schmerzlich gelitten.
3.11:2
Seht, wie groß diese Sache ist, und doch sind die Menschen in Schleier gehüllt. Ich schwöre bei dem geheiligten Wesen Gottes, daß jeder wahre Lobpreis Gottes, jede reine Tat nichtig sind, sie seien denn Ihm, den Gott offenbaren wird, dargebracht.
3.11:3
Täuscht euch nicht selbst, indem ihr vorgebt, um Gottes willen tugendhaft zu sein, und es doch nicht seid. Denn wären euere Werke wirklich für Gott getan, so vollbrächtet ihr sie für Den, den Gott offenbaren wird, und verherrlichtet Seinen Namen. Die Bewohner dieses Berges, wahren Verstehens bar, murmeln unablässig die Worte: »Es gibt keinen Gott außer Gott.« Aber welchen Nutzen bringt es ihnen? Denkt eine Zeitlang darüber nach, daß ihr nicht wie durch einen Schleier von Ihm, dem Morgen der Offenbarung, getrennt seid. Báb, Bayán-i-Fársí, 8:19. Q
3.12
3.12:1
Gott ist immer und unter allen Umständen völlig unabhängig von Seinen Geschöpfen. Er wünschte seit jeher und wird immer wünschen, daß alle Menschen mit ganzer Liebe die Gärten Seines Paradieses erreichen, daß keiner den anderen auch nur für einen Augenblick betrübe und daß alle in Seiner Wiege des Schutzes und der Sicherheit wohnen bis zum Tage der Auferstehung, dem Zeichen für den Morgen der Offenbarung Dessen, den Gott offenbaren wird.
3.12:2
Niemals erweckte der Herr des Alls einen Propheten oder sandte ein Buch, ehe Er nicht Sein Bündnis mit allen Menschen errichtet und sie aufgerufen hatte, die nächste Offenbarung und das nächste Buch anzunehmen; denn Seine Freigebigkeit strömt unablässig und grenzenlos. Báb, Bayán-i-Fársí, 6:16. Q
3.13
3.13:1
Wie verblendet seid ihr doch, o Meine Geschöpfe, In Der verheißene Tag ist gekommen Abs. 15, (S. 29) bemerkt Shoghi Effendi, daß der Báb an dieser Stelle »als Stimme Gottes« spricht. A… die ihr Ihn, ohne jedes Recht, auf einen Berg Máh-Kú. A verbannt habt, von dessen Bewohnern nicht einer der Erwähnung wert ist… Niemand ist bei Ihm – und das heißt bei Mir – außer einem der Buchstaben des Lebendigen Meines Buches. In Seiner Gegenwart – die Meine Gegenwart ist – brennt nachts nicht einmal eine Lampe. Und doch leuchten an Stätten der Andacht. A, die sich in unterschiedlichem Maße Ihm zukehren, unzählige Lampen! Alles auf Erden ist für Ihn erschaffen und alle haben gern an Seinen Wohltaten teil, und doch trennen sie solche Schleier von Ihm, daß sie Ihm selbst eine Lampe verweigern!
3.13:2
So lege Ich an diesem Tage Zeugnis ab vor Meinen Geschöpfen, denn keines anderen Zeugnis als Mein eigenes ist der Erwähnung in Meiner Gegenwart wert oder wird es je sein. Ich erkläre feierlich, daß kein Paradies erhabener für Meine Geschöpfe ist, als vor Meinem Angesicht zu stehen und an Meine heiligen Worte zu glauben, während für sie kein Feuer grimmiger ist oder sein wird als vor der Manifestation Meines erhabenen Selbstes verhüllt zu sein und nicht an Meine Worte zu glauben.
3.13:3
Ihr mögt entgegenhalten: »Wie kann Er für Uns sprechen?« Habt ihr nicht die unziemlichen Worte gelesen, die ihr in der Vergangenheit äußertet, wie sie der Wortlaut Meines Buches wiedergibt, und ihr schämt euch dennoch nicht? Inzwischen habt ihr gesehen, daß die Wahrheit Meines Buches überzeugend begründet wurde, und heute bekennt jeder von euch seinen Glauben an Mich durch jenes Buch. Der Tag ist nicht fern, an dem ihr bereitwillig einsehen werdet, daß euer Ruhm in eurem Glauben an diese heiligen Verse liegt. Heute jedoch, da nur das Bekenntnis zu diesem Glauben euch wirklich nützt, habt ihr euch davon ausgeschlossen aufgrund der Dinge, die euch schaden und euch Leid zufügen werden, wohingegen Er, die Manifestation Meines Selbstes, immer gegen alles Leid gefeit war und gefeit sein wird, und jeder Schaden, der auftrat oder auftreten wird, wird am Ende auf euch zurückfallen. Báb, Bayán-i-Fársí, 2:1. Q
3.14
3.14:1
Wie groß ist die Zahl derer, die in jeder Wissenschaft bewandert sind, doch was ihren Glauben bestimmt, ist ihr Festhalten am heiligen Wort Gottes. Denn die Frucht jeder Wissenschaft ist nur das Wissen um göttliche Gebote und die Unterwerfung unter Sein Wohlgefallen. Báb, Bayán-i-Fársí, 2:1. Q
3.15
3.15:1
Nichts Erschaffenes wird je sein Paradies erlangen, solange es sich nicht in seinem höchsten vorherbestimmten Grade der Vollkommenheit zeigt. Zum Beispiel ist dieser Kristall das Paradies des Steines, aus dem seine Elemente bestehen. Ebenso gibt es für den Kristall selbst verschiedene Stufen des Paradieses… Solange er ein Stein war, war er wertlos, aber wenn er die Vortrefflichkeit des Rubins erlangt – eine Möglichkeit, die in ihm ruht, – wieviel Karat wird er dann wert sein? Betrachte alles Erschaffene in gleicher Weise.
3.15:2
Der Mensch jedoch erlangt seine höchste Stufe in jeder Sendung durch den Glauben an Gott und durch die Annahme dessen, was von Ihm offenbart wurde, nicht durch Gelehrsamkeit; denn in jeder Nation gibt es gelehrte, in mannigfachen Wissenschaften bewanderte Menschen. Diese Stufe ist auch nicht durch Reichtum zu erlangen, denn genauso offensichtlich gibt es in jedem Volk unter den verschiedenen Klassen Begüterte. Ebenso ist es mit anderen vergänglichen Dingen.
3.15:3
Wahres Wissen ist darum das Wissen um Gott, und dies ist nichts anderes als die Anerkennung Seiner Manifestation in jeder Sendung. Auch gibt es keinen Reichtum außer der Armut in allem außer Gott und in der Heiligung von allem außer Ihm – ein Zustand, der nur verwirklicht werden kann, wenn er gegenüber Ihm, dem Tagesanbruch Seiner Offenbarung, bekundet wird. Dies bedeutet jedoch nicht, daß man vorangegangenen Offenbarungen keine Anerkennung zollen müßte. Solches ist keinesfalls zu billigen, denn der Mensch sollte, wenn er das neunzehnte Jahr erreicht, dankbar des Tags gedenken, an dem er gezeugt wurde. Denn hätte es keinen Embryo gegeben, wie hätte er dann seinen heutigen Zustand erlangen können? Hätte es also die Religion Adams nicht gegeben, so wäre dieser Glaube nicht zu seiner gegenwärtigen Stufe gelangt. So erwäge denn die Entwicklung des Gottesglaubens bis hin zum Ende, das kein Ende hat. Báb, Bayán-i-Fársí, 5:4. Q
3.16
3.16:1
Zwölfhundert und siebzig Jahre sind seit der Erklärung Muḥammads verstrichen, und Jahr für Jahr haben unzählige Menschen das Haus Gottes Mekka. A umkreist. Im abschließenden Jahr dieser Zeit ging Er, der Stifter des Hauses, auf Pilgerfahrt. Großer Gott! Dort sammelten sich viele Pilger aus allen Sekten. Doch niemand erkannte Ihn, obwohl Er jeden von ihnen erkannte – Seelen im festen Griff Seines früheren Gebots. Der einzige, der Ihn erkannte und die Pilgerfahrt mit Ihm machte, ist der, um den acht Váḥide Dies ist ein Bezug auf Quddús, »den der Persische Bayán als den Mitpilger pries, um den Spiegel in der Zahl von acht Váḥiden kreisen«Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 72 / 4:2, (S. 54). Q A kreisen, dessen völlige Loslösung und unbedingte Ergebenheit in den göttlichen Willen Gott vor den himmlischen Heerscharen rühmte. Das bedeutet nicht, daß er eine besondere Gnade empfing, nein, das ist eine Gnade, die Gott allen Menschen gewährt, doch sie haben sich selbst vor ihr verhüllt. Der Kommentar zur Súrih Josef Qur’án, 12. Súrih – Anm. d. Hrsg. Q war im ersten Jahr dieser Offenbarung weit verbreitet worden. Doch als die Menschen sahen, daß nicht andere mit ihnen diese Sache unterstützten, zögerten sie, sie anzunehmen. Nie dachten sie daran, daß auch der Qur’án, dem heute unzählige Seelen Treue bezeugen, im Herzen der arabischen Welt offenbart wurde; und dennoch erkannte dem äußeren Anschein nach sieben Jahre lang niemand seine Wahrheit außer dem Gebieter der Gläubigen Imám ‘Alí. A – möge der Friede Gottes auf Ihm ruhen –, der auf die schlüssigen Beweise von Gottes höchstem Zeugnis antwortete, die Wahrheit erkannte und seine Augen nicht auf andere richtete. So wird Gott am Tag der Auferstehung jeden nach seinem Verständnis fragen und nicht, ob er den Fußstapfen anderer folgte. Wie oft beugte sich ein Mensch, wenn er sein Ohr den heiligen Versen geöffnet hatte, in Demut nieder und nahm die Wahrheit an, während sein Führer dies versäumte. So muß jeder seine Verantwortung selbst tragen und nicht ein anderer für ihn. Zu der Zeit, da Er, den Gott offenbaren wird, erscheint, werden gleichermaßen die Gelehrtesten der Gelehrten und die Geringsten unter den Menschen gerichtet. Wie oft haben die unbedeutendsten Menschen die Wahrheit anerkannt, die Gelehrtesten aber blieben in Schleier gehüllt. So fallen in jeder Sendung eine Anzahl Seelen ins Feuer, da sie den Fußstapfen anderer folgen. Báb, Bayán-i-Fársí, 4:18. Q
3.17
3.17:1
Es ist besser, nur einen Seiner Verse niederzuschreiben als den ganzen Bayán und alle Bücher, die in der Sendung des Bayán geschrieben wurden. Denn alles außer Seinen Schriften wird beiseitegelegt; diese aber werden fortdauern bis zur folgenden Offenbarung. Und wenn jemand im Geiste wahren Glaubens auch nur einen Buchstaben jener Offenbarung niederschreibt, so wird sein Lohn größer sein, als hätte er alle himmlischen Schriften der Vergangenheit niedergeschrieben und alles, was während vorangegangener Sendungen geschrieben worden ist. So steige auch du von einer Offenbarung zur nächsten und wisse, daß dein Fortschritt im Wissen um Gott nie zu einem Ende kommen wird, wie es auch keinen Anfang haben kann. Báb, Bayán-i-Fársí, 7:13. Q
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