Báb | Der Báb - Eine Auswahl aus Seinen Schriften
weiter nach oben ...
3.12:2
Niemals erweckte der Herr des Alls einen Propheten oder sandte ein Buch, ehe Er nicht Sein Bündnis mit allen Menschen errichtet und sie aufgerufen hatte, die nächste Offenbarung und das nächste Buch anzunehmen; denn Seine Freigebigkeit strömt unablässig und grenzenlos. Báb, Bayán-i-Fársí, 6:16. Q
3.13
3.13:1
Wie verblendet seid ihr doch, o Meine Geschöpfe, In Der verheißene Tag ist gekommen Abs. 15, (S. 29) bemerkt Shoghi Effendi, daß der Báb an dieser Stelle »als Stimme Gottes« spricht. A… die ihr Ihn, ohne jedes Recht, auf einen Berg Máh-Kú. A verbannt habt, von dessen Bewohnern nicht einer der Erwähnung wert ist… Niemand ist bei Ihm – und das heißt bei Mir – außer einem der Buchstaben des Lebendigen Meines Buches. In Seiner Gegenwart – die Meine Gegenwart ist – brennt nachts nicht einmal eine Lampe. Und doch leuchten an Stätten der Andacht. A, die sich in unterschiedlichem Maße Ihm zukehren, unzählige Lampen! Alles auf Erden ist für Ihn erschaffen und alle haben gern an Seinen Wohltaten teil, und doch trennen sie solche Schleier von Ihm, daß sie Ihm selbst eine Lampe verweigern!
3.13:2
So lege Ich an diesem Tage Zeugnis ab vor Meinen Geschöpfen, denn keines anderen Zeugnis als Mein eigenes ist der Erwähnung in Meiner Gegenwart wert oder wird es je sein. Ich erkläre feierlich, daß kein Paradies erhabener für Meine Geschöpfe ist, als vor Meinem Angesicht zu stehen und an Meine heiligen Worte zu glauben, während für sie kein Feuer grimmiger ist oder sein wird als vor der Manifestation Meines erhabenen Selbstes verhüllt zu sein und nicht an Meine Worte zu glauben.
3.13:3
Ihr mögt entgegenhalten: »Wie kann Er für Uns sprechen?« Habt ihr nicht die unziemlichen Worte gelesen, die ihr in der Vergangenheit äußertet, wie sie der Wortlaut Meines Buches wiedergibt, und ihr schämt euch dennoch nicht? Inzwischen habt ihr gesehen, daß die Wahrheit Meines Buches überzeugend begründet wurde, und heute bekennt jeder von euch seinen Glauben an Mich durch jenes Buch. Der Tag ist nicht fern, an dem ihr bereitwillig einsehen werdet, daß euer Ruhm in eurem Glauben an diese heiligen Verse liegt. Heute jedoch, da nur das Bekenntnis zu diesem Glauben euch wirklich nützt, habt ihr euch davon ausgeschlossen aufgrund der Dinge, die euch schaden und euch Leid zufügen werden, wohingegen Er, die Manifestation Meines Selbstes, immer gegen alles Leid gefeit war und gefeit sein wird, und jeder Schaden, der auftrat oder auftreten wird, wird am Ende auf euch zurückfallen. Báb, Bayán-i-Fársí, 2:1. Q
3.14
3.14:1
Wie groß ist die Zahl derer, die in jeder Wissenschaft bewandert sind, doch was ihren Glauben bestimmt, ist ihr Festhalten am heiligen Wort Gottes. Denn die Frucht jeder Wissenschaft ist nur das Wissen um göttliche Gebote und die Unterwerfung unter Sein Wohlgefallen. Báb, Bayán-i-Fársí, 2:1. Q
3.15
3.15:1
Nichts Erschaffenes wird je sein Paradies erlangen, solange es sich nicht in seinem höchsten vorherbestimmten Grade der Vollkommenheit zeigt. Zum Beispiel ist dieser Kristall das Paradies des Steines, aus dem seine Elemente bestehen. Ebenso gibt es für den Kristall selbst verschiedene Stufen des Paradieses… Solange er ein Stein war, war er wertlos, aber wenn er die Vortrefflichkeit des Rubins erlangt – eine Möglichkeit, die in ihm ruht, – wieviel Karat wird er dann wert sein? Betrachte alles Erschaffene in gleicher Weise.
3.15:2
Der Mensch jedoch erlangt seine höchste Stufe in jeder Sendung durch den Glauben an Gott und durch die Annahme dessen, was von Ihm offenbart wurde, nicht durch Gelehrsamkeit; denn in jeder Nation gibt es gelehrte, in mannigfachen Wissenschaften bewanderte Menschen. Diese Stufe ist auch nicht durch Reichtum zu erlangen, denn genauso offensichtlich gibt es in jedem Volk unter den verschiedenen Klassen Begüterte. Ebenso ist es mit anderen vergänglichen Dingen.
3.15:3
Wahres Wissen ist darum das Wissen um Gott, und dies ist nichts anderes als die Anerkennung Seiner Manifestation in jeder Sendung. Auch gibt es keinen Reichtum außer der Armut in allem außer Gott und in der Heiligung von allem außer Ihm – ein Zustand, der nur verwirklicht werden kann, wenn er gegenüber Ihm, dem Tagesanbruch Seiner Offenbarung, bekundet wird. Dies bedeutet jedoch nicht, daß man vorangegangenen Offenbarungen keine Anerkennung zollen müßte. Solches ist keinesfalls zu billigen, denn der Mensch sollte, wenn er das neunzehnte Jahr erreicht, dankbar des Tags gedenken, an dem er gezeugt wurde. Denn hätte es keinen Embryo gegeben, wie hätte er dann seinen heutigen Zustand erlangen können? Hätte es also die Religion Adams nicht gegeben, so wäre dieser Glaube nicht zu seiner gegenwärtigen Stufe gelangt. So erwäge denn die Entwicklung des Gottesglaubens bis hin zum Ende, das kein Ende hat. Báb, Bayán-i-Fársí, 5:4. Q
3.16
3.16:1
Zwölfhundert und siebzig Jahre sind seit der Erklärung Muḥammads verstrichen, und Jahr für Jahr haben unzählige Menschen das Haus Gottes Mekka. A umkreist. Im abschließenden Jahr dieser Zeit ging Er, der Stifter des Hauses, auf Pilgerfahrt. Großer Gott! Dort sammelten sich viele Pilger aus allen Sekten. Doch niemand erkannte Ihn, obwohl Er jeden von ihnen erkannte – Seelen im festen Griff Seines früheren Gebots. Der einzige, der Ihn erkannte und die Pilgerfahrt mit Ihm machte, ist der, um den acht Váḥide Dies ist ein Bezug auf Quddús, »den der Persische Bayán als den Mitpilger pries, um den Spiegel in der Zahl von acht Váḥiden kreisen«Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 72 / 4:2, (S. 54). Q A kreisen, dessen völlige Loslösung und unbedingte Ergebenheit in den göttlichen Willen Gott vor den himmlischen Heerscharen rühmte. Das bedeutet nicht, daß er eine besondere Gnade empfing, nein, das ist eine Gnade, die Gott allen Menschen gewährt, doch sie haben sich selbst vor ihr verhüllt. Der Kommentar zur Súrih Josef Qur’án, 12. Súrih – Anm. d. Hrsg. Q war im ersten Jahr dieser Offenbarung weit verbreitet worden. Doch als die Menschen sahen, daß nicht andere mit ihnen diese Sache unterstützten, zögerten sie, sie anzunehmen. Nie dachten sie daran, daß auch der Qur’án, dem heute unzählige Seelen Treue bezeugen, im Herzen der arabischen Welt offenbart wurde; und dennoch erkannte dem äußeren Anschein nach sieben Jahre lang niemand seine Wahrheit außer dem Gebieter der Gläubigen Imám ‘Alí. A – möge der Friede Gottes auf Ihm ruhen –, der auf die schlüssigen Beweise von Gottes höchstem Zeugnis antwortete, die Wahrheit erkannte und seine Augen nicht auf andere richtete. So wird Gott am Tag der Auferstehung jeden nach seinem Verständnis fragen und nicht, ob er den Fußstapfen anderer folgte. Wie oft beugte sich ein Mensch, wenn er sein Ohr den heiligen Versen geöffnet hatte, in Demut nieder und nahm die Wahrheit an, während sein Führer dies versäumte. So muß jeder seine Verantwortung selbst tragen und nicht ein anderer für ihn. Zu der Zeit, da Er, den Gott offenbaren wird, erscheint, werden gleichermaßen die Gelehrtesten der Gelehrten und die Geringsten unter den Menschen gerichtet. Wie oft haben die unbedeutendsten Menschen die Wahrheit anerkannt, die Gelehrtesten aber blieben in Schleier gehüllt. So fallen in jeder Sendung eine Anzahl Seelen ins Feuer, da sie den Fußstapfen anderer folgen. Báb, Bayán-i-Fársí, 4:18. Q
3.17
3.17:1
Es ist besser, nur einen Seiner Verse niederzuschreiben als den ganzen Bayán und alle Bücher, die in der Sendung des Bayán geschrieben wurden. Denn alles außer Seinen Schriften wird beiseitegelegt; diese aber werden fortdauern bis zur folgenden Offenbarung. Und wenn jemand im Geiste wahren Glaubens auch nur einen Buchstaben jener Offenbarung niederschreibt, so wird sein Lohn größer sein, als hätte er alle himmlischen Schriften der Vergangenheit niedergeschrieben und alles, was während vorangegangener Sendungen geschrieben worden ist. So steige auch du von einer Offenbarung zur nächsten und wisse, daß dein Fortschritt im Wissen um Gott nie zu einem Ende kommen wird, wie es auch keinen Anfang haben kann. Báb, Bayán-i-Fársí, 7:13. Q
3.18
3.18:1
O Volk des Bayán! Seid auf der Hut, denn am Tage der Auferstehung wird niemand einen Ort finden, dahin er fliehen kann. Plötzlich wird Er offenbar werden und richten, wie Er will. Wenn Er es wünscht, wird Er den Erniedrigten erhöhen und den Erhöhten erniedrigen, wie Er es im Bayán tat, könntet ihr doch verstehen! Und keiner außer Ihm ist dazu fähig. Was Er verordnet, das wird geschehen, und nichts bleibt ungeschehen. Báb, Bayán-i-Fársí, 7:9. Q
3.19
3.19:1
Da alle Menschen aus dem Schatten der Zeichen Seiner Göttlichkeit und Herrschaft hervorgetreten sind, streben sie allezeit danach, einen edlen, erhabenen Pfad einzuschlagen. Und weil es ihnen des scharfsichtigen Auges gebricht, ihren Geliebten zu erkennen, versäumen sie ihre Pflicht, demütig und bescheiden vor Ihm zu sein. Dabei halten sie sich vom Anfang bis zum Ende ihres Lebens an die Gesetze, die in der vorangegangenen Religion gültig waren, beten Gott an, verehren Ihn fromm, beugen sich vor Seiner göttlichen Wirklichkeit und bezeigen Ergebenheit gegenüber Seinem erhabenen Sein. Zur Stunde Seiner Offenbarung aber richten sie den Blick auf ihr eigenes Selbst, und so sind sie von Ihm ausgeschlossen, weil sie wähnen, Er sei nur einer ihresgleichen. Fern der Herrlichkeit Gottes ist ein solcher Vergleich. Fürwahr, dieses erhabene Wesen gleicht der Sonne am Himmel, Seine Verse ihren Strahlen, und alle Gläubigen sind, wenn sie wahrhaft an Ihn glauben, wie Spiegel, die die Sonne widerspiegeln. So ist ihr Licht nur ein Abglanz. Báb, Bayán-i-Fársí, 7:15. Q
3.20
3.20:1
O Volk des Bayán! Wenn ihr an Ihn glaubt, den Gott offenbaren wird, so glaubt ihr zu eurem eigenen Vorteil. Er war seit je unabhängig von allen Menschen und wird es auch immer bleiben. Würdet ihr zum Beispiel zahllose Spiegel vor die Sonne stellen, so spiegelten sie alle die Sonne wider und erzeugten Bilder von ihr, wohingegen die Sonne selbst gänzlich unabhängig ist von der Existenz der Spiegel und der Sonnen, die sie abbilden. Solcherart sind die Beziehungen der bedingten Wesen zur Manifestation des ewigen Seins…
3.20:2
Heute begeben sich jedes Jahr nicht weniger als siebzigtausend Menschen – wie sie der Gesandte Gottes hieß – auf Pilgerreise zum heiligen Hause Gottes, während Er, der dieses Gebot gab, sieben Jahre lang in den Bergen Mekkas Zuflucht suchte. Und dies, obwohl Er, der dieses erließ, unermeßlich erhabener ist als das Gebot selbst. Folglich begeben sich alle diese Menschen derzeit nicht mit wahrem Verständnis auf eine Pilgerreise, sonst wären sie an diesem Tage Seiner Wiederkehr, der mächtiger ist als Seine vorherige Sendung, Seinem Gebot gefolgt. Doch siehe, was geschah. Menschen, die an Seine vorherige Religion zu glauben bekunden, die sich des Tages und zur Nacht verehrungsvoll vor Seinem Namen beugen, haben Ihm einen Ort in einem Berge zugewiesen, darin zu hausen, wo doch jeder von ihnen es sich zur Ehre rechnete, Ihn zu erkennen. Báb, Bayán-i-Fársí, 7:15. Q
3.21
3.21:1
Für die Zeiten des Gebets wurde dir Zurückgezogenheit auferlegt, damit du deine Aufmerksamkeit ungeteilt dem Gedenken Gottes zuwendest und dein Herz zu allen Zeiten von Seinem Geist beseelt, nicht aber wie durch einen Schleier von deinem Meistgeliebten getrennt sei. Wenn du Gott preisest, laß deine Zunge nicht bloßen Lippendienst tun, während dein Herz nicht dem höchsten Gipfel der Herrlichkeit, dem Brennpunkt der Verbundenheit zugewandt ist. Dann wird, so du am Tage der Auferstehung lebst, der Spiegel deines Herzens auf Ihn, die Sonne der Wahrheit, gerichtet sein, und kaum ist Sein Licht erstrahlt, wird sein Glanz auch schon in deinem Herzen widergespiegelt. Denn Er ist die Quelle alles Guten, und alles kehrt zu Ihm zurück. Erscheint Er aber, während du dich in dich selbst zur Andacht zurückgezogen hast, so nützt dir das nichts, es sei denn, du erwähnst Seinen Namen mit Worten, die Er offenbarte. Denn in der kommenden Offenbarung ist Er das Gedenken Gottes. Die Gebete, die du jetzt darbringst, wurden hingegen vom Punkt des Bayán verordnet. Er aber, der am Tage der Auferstehung strahlend erscheinen wird, ist die Offenbarung der inneren im Punkt des Bayán verwahrten Wirklichkeit, eine Offenbarung, mächtiger, unermeßlich mächtiger als die, welche ihr voranging. Báb, Bayán-i-Fársí, 9:4. Q
3.22
3.22:1
Der Diener sollte nach jedem Gebet Gott anflehen, seinen Eltern gnädig zu vergeben. Dann wird Gottes Ruf erschallen: »Abertausendfach sei dir gelohnt, was du für deine Eltern erbeten hast!« Gesegnet, wer seiner Eltern gedenkt, wenn er mit Gott Zwiesprache hält. Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Vielgeliebten. Báb, Bayán-i-Fársí, 8:16. Q
3.23
3.23:1
Die stoffliche Gestalt ist der Thron des inneren Tempels; deshalb empfindet dieser alles, was dem Leib geschieht. In Wirklichkeit ist es des Leibes innerer Tempel, der durch Freude erhoben und durch Leid bedrückt wird, nicht der Leib selbst. Da der stoffliche Leib der Thron ist, auf dem der innere Tempel ruht, hat Gott bestimmt, daß der Leib, so gut es geht, erhalten wird, damit nichts geschieht, was Unstimmigkeit hervorruft. Der innere Tempel sieht seinen Thron, die stoffliche Gestalt. Wenn dieser Achtung entgegengebracht wird, ist es, als ob der innere Tempel sie empfängt. Das Gegenteil trifft ebenso zu.
3.23:2
Deshalb wurde bestimmt, daß dem Leichnam höchste Ehrerbietung und Achtung entgegengebracht wird. Báb, Bayán-i-Fársí, 5:12. Q
3.24
3.24:1
Vollbrächtest du zur Zeit des Erscheinens Dessen, den Gott offenbaren wird, deine Taten dem Punkt des Bayán zuliebe, so dientest du einem anderen als Gott, denn der Punkt des Bayán ist an jenem Tag kein anderer als Er, den Gott offenbaren wird…
3.24:2
Aus diesem Grunde werden zu Beginn einer jeden Sendung unzählige Menschen, die sich in ihrer Unwissenheit einbilden, sie handelten für Gott, betäubt und gottlos und doch bemerken sie es nicht, bis auf jene, die Er führt auf Sein Geheiß.
3.24:3
Es ist besser für den Menschen, eine Seele zu führen als alles zu besitzen, was zwischen Ost und West liegt. Ebenso ist Führung für den Geführten besser als alles andere auf Erden, denn durch diese Führung wird er nach seinem Tode Zutritt zum Paradiese erlangen, durch die Dinge der Welt hingegen wird er nach seinem Tode seine wohlverdiente Strafe erhalten. Gott wünscht darum, daß alle Menschen durch die Kraft der Worte Dessen, den Gott offenbaren wird, rechtgeleitet werden. Die Dünkelhaften aber werden sich nicht führen lassen. Sie werden der Wahrheit beraubt sein, manche aufgrund ihrer Gelehrsamkeit, andere aufgrund ihres Ruhmes und ihrer Macht und wieder andere aus persönlichen Gründen, von denen keiner in der Todesstunde ihnen von Nutzen sein wird.
3.24:4
Sei wachsam, daß du, geführt von Ihm, dem Quell göttlicher Führung, befähigt werdest, deine Schritte recht zu setzen auf der Brücke, die schärfer ist als das Schwert und feiner als ein Haar, so daß, was du von Anbeginn deines Lebens um Gottes Liebe willen vollbracht hast, sich nicht plötzlich und unbemerkt in Taten kehre, die vor Gott nicht annehmbar sind. Wahrlich, Gott führt, wen Er will, auf den Pfad absoluter Gewißheit. Báb, Bayán-i-Fársí, 7:2. Q
3.25
3.25:1
Ein jeder erwartet sehnsuchtsvoll Sein Erscheinen, doch da ihr inneres Auge nicht auf Ihn gerichtet ist, muß Leid Ihm widerfahren. Vor der Offenbarung des Qur’án bezeugten alle die Frömmigkeit und vornehme Tugend des Gesandten Gottes – der Segen Gottes ruhe auf Ihm. Seht Ihn nach der Offenbarung des Qur’án! Welch schändliche Beleidigungen wurden gegen Ihn gerichtet – fürwahr, die Feder sträubt sich, sie zu berichten. So seht denn auch den Punkt des Bayán. Sein Betragen vor der Erklärung Seiner Sendung ist denen, die Ihn kennen, offenbar. Sieh nun, wie nach Seiner Offenbarung – obwohl Er bis heute nicht weniger als fünfhunderttausend Verse zu verschiedenen Themen offenbarte – Verleumdungen gegen Ihn ausgesprochen werden, so ungeziemend, daß die Feder sich schämt, sie zu erwähnen. Doch befolgten alle Menschen die Verordnungen Gottes, so befiele jenen himmlischen Baum keine Trauer. Báb, Bayán-i-Fársí, 6:11. Q
3.26
3.26:1
Die Taten Dessen, den Gott offenbaren wird, sind der Sonne gleich, die Werke der Menschen dagegen – so sie dem Wohlgefallen Gottes entsprechen – gleichen den Sternen oder dem Mond… Wenn darum die Anhänger des Bayán, wenn Er, den Gott offenbaren wird, erscheint, Dessen Geboten folgen und sich und ihre Werke als Sterne im Sonnenlicht sehen, so haben sie die Früchte ihres Daseins geerntet, andernfalls kommt ihnen der Titel »Stern« nicht zu. Er trifft vielmehr auf die zu, die wahrlich an Ihn glauben, die des Tags verblassen und zur Nacht wieder aufleuchten.
3.26:2
Dies ist fürwahr die Frucht dieses Gebots für den, der es am Tage der Auferstehung befolgt. Dies ist das Wesen aller Gelehrsamkeit und aller rechtschaffenen Taten für den, der sie erlangt. Hätten die Völker der Erde ihren Blick auf diese Richtschnur geheftet, kein Künder göttlicher Offenbarung hätte sie zu Beginn einer Sendung je als nichtig angesehen. Es ist jedoch Tatsache, daß des Nachts jeder das Licht wahrnimmt, das er selbst nach eigenem Vermögen ausstrahlt, und darüber vergißt, daß dieses Licht bei Tagesanbruch vergehen und vor den blendenden Strahlen der Sonne verschwinden und verlöschen wird.
3.26:3
Das Licht der Menschen dieser Welt sind Wissen und Ausdruck; der Glanz des herrlichen Wirkens Dessen, den Gott offenbaren wird, sind Seine Worte, durch deren Gewalt Er die ganze Welt des Seins aufrollt, sie Seiner Autorität unterstellt, indem Er sie mit Sich verbindet und sodann als Stimme Gottes, als Quell Seines göttlichen Lichtes – erhaben und verherrlicht sei Er – verkündet: »Wahrlich, wahrlich, Ich bin Gott, kein Gott ist außer Mir; alle außer Mir sind fürwahr Meine Geschöpfe. Sprich, o Meine Geschöpfe! Mich allein sollt ihr darum fürchten!« Báb, Bayán-i-Fársí, 8:1. Q
weiter nach unten ...