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3.20:2Heute begeben sich jedes Jahr nicht weniger als siebzigtausend Menschen – wie sie der Gesandte Gottes hieß – auf Pilgerreise zum heiligen Hause Gottes, während Er, der dieses Gebot gab, sieben Jahre lang in den Bergen Mekkas Zuflucht suchte. Und dies, obwohl Er, der dieses erließ, unermeßlich erhabener ist als das Gebot selbst. Folglich begeben sich alle diese Menschen derzeit nicht mit wahrem Verständnis auf eine Pilgerreise, sonst wären sie an diesem Tage Seiner Wiederkehr, der mächtiger ist als Seine vorherige Sendung, Seinem Gebot gefolgt. Doch siehe, was geschah. Menschen, die an Seine vorherige Religion zu glauben bekunden, die sich des Tages und zur Nacht verehrungsvoll vor Seinem Namen beugen, haben Ihm einen Ort in einem Berge zugewiesen, darin zu hausen, wo doch jeder von ihnen es sich zur Ehre rechnete, Ihn zu erkennen.
Báb, Bayán-i-Fársí, 7:15.
Q3.213.21:1Für die Zeiten des Gebets wurde dir Zurückgezogenheit auferlegt, damit du deine Aufmerksamkeit ungeteilt dem Gedenken Gottes zuwendest und dein Herz zu allen Zeiten von Seinem Geist beseelt, nicht aber wie durch einen Schleier von deinem Meistgeliebten getrennt sei. Wenn du Gott preisest, laß deine Zunge nicht bloßen Lippendienst tun, während dein Herz nicht dem höchsten Gipfel der Herrlichkeit, dem Brennpunkt der Verbundenheit zugewandt ist. Dann wird, so du am Tage der Auferstehung lebst, der Spiegel deines Herzens auf Ihn, die Sonne der Wahrheit, gerichtet sein, und kaum ist Sein Licht erstrahlt, wird sein Glanz auch schon in deinem Herzen widergespiegelt. Denn Er ist die Quelle alles Guten, und alles kehrt zu Ihm zurück. Erscheint Er aber, während du dich in dich selbst zur Andacht zurückgezogen hast, so nützt dir das nichts, es sei denn, du erwähnst Seinen Namen mit Worten, die Er offenbarte. Denn in der kommenden Offenbarung ist Er das Gedenken Gottes. Die Gebete, die du jetzt darbringst, wurden hingegen vom Punkt des Bayán verordnet. Er aber, der am Tage der Auferstehung strahlend erscheinen wird, ist die Offenbarung der inneren im Punkt des Bayán verwahrten Wirklichkeit, eine Offenbarung, mächtiger, unermeßlich mächtiger als die, welche ihr voranging.
Báb, Bayán-i-Fársí, 9:4.
Q3.223.22:1Der Diener sollte nach jedem Gebet Gott anflehen, seinen Eltern gnädig zu vergeben. Dann wird Gottes Ruf erschallen: »Abertausendfach sei dir gelohnt, was du für deine Eltern erbeten hast!« Gesegnet, wer seiner Eltern gedenkt, wenn er mit Gott Zwiesprache hält. Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Vielgeliebten.
Báb, Bayán-i-Fársí, 8:16.
Q3.233.23:1Die stoffliche Gestalt ist der Thron des inneren Tempels; deshalb empfindet dieser alles, was dem Leib geschieht. In Wirklichkeit ist es des Leibes innerer Tempel, der durch Freude erhoben und durch Leid bedrückt wird, nicht der Leib selbst. Da der stoffliche Leib der Thron ist, auf dem der innere Tempel ruht, hat Gott bestimmt, daß der Leib, so gut es geht, erhalten wird, damit nichts geschieht, was Unstimmigkeit hervorruft. Der innere Tempel sieht seinen Thron, die stoffliche Gestalt. Wenn dieser Achtung entgegengebracht wird, ist es, als ob der innere Tempel sie empfängt. Das Gegenteil trifft ebenso zu.3.23:2Deshalb wurde bestimmt, daß dem Leichnam höchste Ehrerbietung und Achtung entgegengebracht wird.
Báb, Bayán-i-Fársí, 5:12.
Q3.243.24:1Vollbrächtest du zur Zeit des Erscheinens Dessen, den Gott offenbaren wird, deine Taten dem Punkt des Bayán zuliebe, so dientest du einem anderen als Gott, denn der Punkt des Bayán ist an jenem Tag kein anderer als Er, den Gott offenbaren wird…3.24:2Aus diesem Grunde werden zu Beginn einer jeden Sendung unzählige Menschen, die sich in ihrer Unwissenheit einbilden, sie handelten für Gott, betäubt und gottlos und doch bemerken sie es nicht, bis auf jene, die Er führt auf Sein Geheiß.3.24:3Es ist besser für den Menschen, eine Seele zu führen als alles zu besitzen, was zwischen Ost und West liegt. Ebenso ist Führung für den Geführten besser als alles andere auf Erden, denn durch diese Führung wird er nach seinem Tode Zutritt zum Paradiese erlangen, durch die Dinge der Welt hingegen wird er nach seinem Tode seine wohlverdiente Strafe erhalten. Gott wünscht darum, daß alle Menschen durch die Kraft der Worte Dessen, den Gott offenbaren wird, rechtgeleitet werden. Die Dünkelhaften aber werden sich nicht führen lassen. Sie werden der Wahrheit beraubt sein, manche aufgrund ihrer Gelehrsamkeit, andere aufgrund ihres Ruhmes und ihrer Macht und wieder andere aus persönlichen Gründen, von denen keiner in der Todesstunde ihnen von Nutzen sein wird.3.24:4Sei wachsam, daß du, geführt von Ihm, dem Quell göttlicher Führung, befähigt werdest, deine Schritte recht zu setzen auf der Brücke, die schärfer ist als das Schwert und feiner als ein Haar, so daß, was du von Anbeginn deines Lebens um Gottes Liebe willen vollbracht hast, sich nicht plötzlich und unbemerkt in Taten kehre, die vor Gott nicht annehmbar sind. Wahrlich, Gott führt, wen Er will, auf den Pfad absoluter Gewißheit.
Báb, Bayán-i-Fársí, 7:2.
Q3.253.25:1Ein jeder erwartet sehnsuchtsvoll Sein Erscheinen, doch da ihr inneres Auge nicht auf Ihn gerichtet ist, muß Leid Ihm widerfahren. Vor der Offenbarung des Qur’án bezeugten alle die Frömmigkeit und vornehme Tugend des Gesandten Gottes – der Segen Gottes ruhe auf Ihm. Seht Ihn nach der Offenbarung des Qur’án! Welch schändliche Beleidigungen wurden gegen Ihn gerichtet – fürwahr, die Feder sträubt sich, sie zu berichten. So seht denn auch den Punkt des Bayán. Sein Betragen vor der Erklärung Seiner Sendung ist denen, die Ihn kennen, offenbar. Sieh nun, wie nach Seiner Offenbarung – obwohl Er bis heute nicht weniger als fünfhunderttausend Verse zu verschiedenen Themen offenbarte – Verleumdungen gegen Ihn ausgesprochen werden, so ungeziemend, daß die Feder sich schämt, sie zu erwähnen. Doch befolgten alle Menschen die Verordnungen Gottes, so befiele jenen himmlischen Baum keine Trauer.
Báb, Bayán-i-Fársí, 6:11.
Q3.263.26:1Die Taten Dessen, den Gott offenbaren wird, sind der Sonne gleich, die Werke der Menschen dagegen – so sie dem Wohlgefallen Gottes entsprechen – gleichen den Sternen oder dem Mond… Wenn darum die Anhänger des Bayán, wenn Er, den Gott offenbaren wird, erscheint, Dessen Geboten folgen und sich und ihre Werke als Sterne im Sonnenlicht sehen, so haben sie die Früchte ihres Daseins geerntet, andernfalls kommt ihnen der Titel »Stern« nicht zu. Er trifft vielmehr auf die zu, die wahrlich an Ihn glauben, die des Tags verblassen und zur Nacht wieder aufleuchten.3.26:2Dies ist fürwahr die Frucht dieses Gebots für den, der es am Tage der Auferstehung befolgt. Dies ist das Wesen aller Gelehrsamkeit und aller rechtschaffenen Taten für den, der sie erlangt. Hätten die Völker der Erde ihren Blick auf diese Richtschnur geheftet, kein Künder göttlicher Offenbarung hätte sie zu Beginn einer Sendung je als nichtig angesehen. Es ist jedoch Tatsache, daß des Nachts jeder das Licht wahrnimmt, das er selbst nach eigenem Vermögen ausstrahlt, und darüber vergißt, daß dieses Licht bei Tagesanbruch vergehen und vor den blendenden Strahlen der Sonne verschwinden und verlöschen wird.3.26:3Das Licht der Menschen dieser Welt sind Wissen und Ausdruck; der Glanz des herrlichen Wirkens Dessen, den Gott offenbaren wird, sind Seine Worte, durch deren Gewalt Er die ganze Welt des Seins aufrollt, sie Seiner Autorität unterstellt, indem Er sie mit Sich verbindet und sodann als Stimme Gottes, als Quell Seines göttlichen Lichtes – erhaben und verherrlicht sei Er – verkündet: »Wahrlich, wahrlich, Ich bin Gott, kein Gott ist außer Mir; alle außer Mir sind fürwahr Meine Geschöpfe. Sprich, o Meine Geschöpfe! Mich allein sollt ihr darum fürchten!«
Báb, Bayán-i-Fársí, 8:1.
Q3.273.27:1Wisse, daß im Bayán Läuterung als das annehmbarste Mittel angesehen wird, in Gottes Nähe zu gelangen, und als die verdienstvollste aller Taten. So läutere dein Ohr, daß du nichts hörst außer der Erwähnung Gottes, und läutere dein Auge, daß es nichts sehe außer Gott, und dein Bewußtsein, daß es nichts begreife außer Gott, und deine Zunge, daß sie nichts künde außer Gott, und deine Hand, daß sie nichts schreibe denn die Worte Gottes, und dein Wissen, daß es nichts außer Gott erfasse, und dein Herz, daß es keinen Wunsch hege neben Gott, und läutere desgleichen all dein Tun und Trachten, daß du im Paradiese reiner Liebe gehegt werdest, und im Schmucke einer Reinheit, wie Er sie hoch schätzt, die Gegenwart Dessen erlangest, den Gott offenbaren wird, geheiligt von allen, die sich von Ihm abgewandt und Ihm ihre Hilfe versagt haben. So offenbare denn eine Reinheit, die dir nützt.3.27:2Wisse, jedes Ohr, das Seinen Worten in wahrem Glauben lauscht, wird gefeit sein gegen das Feuer. So wird der Gläubige, indem er Ihn erkennt, den überragenden Charakter Seiner himmlischen Worte erfassen, wird aus ganzem Herzen Ihn vor allen anderen erwählen und wird seine Liebe nicht denen zuwenden, die nicht an Ihn glauben. Aller Segen im kommenden Leben ist allein die Frucht dieses Glaubens. Fürwahr, jeder, der mit wahrem Glauben auf Seine Worte blickt, hat das Paradies wohl verdient; und wer in seinem Innersten gläubig Zeugnis ablegt für Sein Wort, der wird im Paradiese wohnen und in Gottes Gegenwart gelangen; und wessen Zunge Seinen Worten in wahrem Glauben Ausdruck gibt, der wird im Paradiese weilen, ergriffen von Entzücken im Lob und Preise Gottes, des Immerwährenden, dessen Offenbarungen der Herrlichkeit niemals enden und dessen heiliger, belebender Hauch niemals schwindet. Gott wird jede Hand, die Seine Worte in wahrem Glauben niederschreibt, in dieser und der zukünftigen Welt mit köstlichen Dingen füllen; und jede gläubige Brust, die Seine Worte sich einprägt, wird Gott mit Seiner Liebe erfüllen; und jedes Herz, das Liebe hegt zu Seinen Worten, Zeichen wahren Glaubens offenbart, wenn Sein Name erwähnt wird, und ein Beispiel gibt der Worte: »Ihre Herzen erbeben in Furcht bei der Erwähnung Gottes«
Qur’án 8:2.
Q, ein solches Herz wird die Strahlen göttlicher Gunst auf sich ziehen und am Tage der Auferstehung von Gott hoch gepriesen werden.
Báb, Bayán-i-Fársí, 9:10.
Q3.283.28:1Wenn zur Zeit des Erscheinens Dessen, den Gott offenbaren wird, alle Bewohner der Erde etwas bezeugten, was Er anders bezeugt, so wäre Sein Zeugnis wie die Sonne, das ihrige hingegen das Trugbild eines Spiegels, der nicht der Sonne zugewandt ist. Denn anders wäre ihr Zeugnis die getreue Widerspiegelung Seines Zeugnisses.3.28:2Ich schwöre bei dem heiligsten Wesen Gottes, eine Zeile der Worte Seines Mundes ist erhabener als die Worte aller, die auf Erden wohnen. Nein, ich bitte um Vergebung für diesen Vergleich. Wie können sich der Sonne Spiegelbilder mit den wundersamen Strahlen der Sonne am sichtbaren Himmel vergleichen? Die Stufe der einen ist die des Nichtseins, die der anderen hingegen – bei der Gerechtigkeit Gottes, geheiligt und verherrlicht sei Sein Name – die der Wirklichkeit aller Dinge…3.28:3Wenn am Tage Seiner Manifestation ein König seine eigene Herrschaft erwähnte, käme dies einem Spiegel gleich, der die Sonne herausfordert und spricht: »Das Licht ist in mir.« Desgleichen, wollte an Seinem Tage ein Gelehrter für sich in Anspruch nehmen, Wissen zu verkörpern, oder ein Reicher seinen Überfluß zur Schau stellen, ein Mächtiger auf seiner Autorität beharren oder ein Würdenträger seinen Ruhm herausstreichen. Nein, solche Menschen würden zum Gespött ihresgleichen und wie träfe sie das Urteil Dessen, der die Sonne der Wahrheit ist!
Báb, Bayán-i-Fársí, 3:12.
Q3.293.29:1Ihr dürft Ihm, den Gott offenbaren wird, keine Fragen stellen außer solchen, die sich für Ihn ziemen. Denn Seine Stufe ist die des Wesens göttlicher Offenbarung… Aller Segen dieser Welt ist nur ein Abbild Seines Segens; und alles dankt seine Existenz Seinem Sein… Der Bayán ist von Anfang bis zum Ende der Aufbewahrungsort aller Seiner Eigenschaften und die Schatzkammer Seines Feuers wie auch Seines Lichts. Wünscht jemand Fragen zu stellen, so ist ihm dies nur schriftlich erlaubt, auf daß er von Seiner schriftlichen Antwort tiefes Verständnis gewinne und sie ihm als ein Zeichen seines Geliebten diene. Laßt jedoch niemanden fragen, was Seiner erhabenen Stufe unwürdig ist. Wollte etwa jemand von einem Diamantenhändler den Preis für Stroh erfragen, wie dumm und unziemlich wäre dies! Genauso unpassend sind in Seiner Gegenwart die Fragen selbst der angesehensten Menschen, außer solchen Worten, die Er selbst am Tag Seiner Manifestation von Sich spricht.3.29:2Mich dünkt, ich sehe, wie sie Ihm schreiben, getrieben von ihren irrigen Auffassungen, und Ihm Fragen stellen über das, was im Bayán offenbart worden ist, und Er antwortet ihnen mit Worten, die nicht von Ihm, sondern von Gott sind, und spricht: »Wahrlich, wahrlich, Ich bin Gott; es gibt keinen Gott außer Mir. Ich habe alles Erschaffene ins Dasein gerufen, Ich habe vormals göttliche Boten berufen und Bücher auf sie herabgesandt. Hütet euch, daß ihr niemanden verehret außer Gott, der Mein Herr ist und euer Herr. Dies ist fürwahr die unzweifelhafte Wahrheit. Und gleiches gilt für Mich; so ihr an Mich glaubt, sorgt ihr gut für eure Seelen, und glaubt ihr nicht an Mich und an das, was Gott Mir offenbarte, so schließt ihr euch aus wie durch einen Schleier. Denn wahrlich, Ich war von jeher unabhängig von euch und werde auch künftig unabhängig bleiben. Darum geziemt es euch, o Geschöpfe Gottes, euch selbst zu helfen und an die von Mir offenbarten Verse zu glauben…«
Báb, Bayán-i-Fársí, 3:13.
Q3.303.30:1Bis zum Tag der Auferstehung, dem Tag Dessen, den Gott offenbaren wird, ist der Bayán die unfehlbare Waage Gottes. Wer so handelt, wie in ihm offenbart wurde, der wird im Paradiese unter dem Schatten Seiner Bestätigung wohnen und in der Gegenwart Gottes zu den hehrsten Buchstaben zählen; wer aber von ihm abweicht, und wäre es nur um die Spitze einer Gerstengranne, der ist für das Feuer bestimmt und wird unter dem Schatten der Leugnung versammelt werden. Für diese Wahrheit legt auch der Qur’án offen Zeugnis ab, wo Gott in zahlreichen Fällen bestimmt hat, daß jeder, der anders urteilt als die von Ihm gesetzten Schranken es erlauben, als Ungläubiger betrachtet wird…3.30:2Wie wenige halten sich in diesen Tagen an das im Qur’án niedergelegte Richtmaß. Nein, nirgends sind solche zu finden, es sei denn, Gott will es. Gäbe es aber einen solchen Menschen, so wären seine rechtschaffenen Taten dennoch ohne Nutzen für ihn, wenn er es versäumte, dem im Bayán offenbarten Richtmaß zu folgen; genauso wie den christlichen Mönchen ihre frommen Taten nichts nützten, da sie sich zur Zeit der Manifestation des Gesandten Gottes – mögen die Segnungen Gottes auf Ihm ruhen – mit dem Richtmaß des Evangeliums begnügten.3.30:3Wäre das im Qur’án niedergelegte göttliche Richtmaß wirklich befolgt worden, so wäre Er, der Baum göttlicher Wahrheit, nicht abgeurteilt worden. So wurde offenbart: »Fast möchten die Himmel darob zerreißen und die Erde sich spalten und die Berge in Trümmer stürzen.«
Qur’án 19:90.
Q Und doch, um wieviel härter als diese Berge müssen ihre Herzen sein, um unbewegt zu bleiben! Fürwahr, kein Paradies ist herrlicher vor Gott, als Sein Wohlgefallen zu erlangen.
Báb, Bayán-i-Fársí, 2:6.
Q3.313.31:1Der eine, wahre Gott kann mit der Sonne verglichen werden, der Gläubige mit einem Spiegel. Sobald der Spiegel der Sonne zugewandt ist, strahlt er ihr Licht wider. Der Ungläubige kann mit einem Stein verglichen werden. Wie lange er auch der Sonne ausgesetzt ist, er kann ihr Licht nicht widerspiegeln. So bringt der Gläubige sein Leben als Opfer dar, während der Ungläubige alles, was er tut, gegen Gott richtet. Fürwahr, wenn Gott will, steht es in Seiner Macht, den Stein in einen Spiegel zu verwandeln, aber der Mensch findet sich mit seiner Stufe ab. Hätte er gewünscht, ein Kristall zu werden, Gott hätte ihn diese Form annehmen lassen. Denn an jenem Tage steht jeder Grund, der den Gläubigen an Ihn glauben läßt, auch dem Ungläubigen zu Gebote. Wenn aber der Ungläubige zuläßt, daß Schleier ihn verhüllen, wird ihn jeder Grund wie ein Schleier ausschließen. So zeigt es sich heute klar und deutlich: Die ihr Antlitz Gott, dem Wahren, zuwenden, glauben an Ihn aufgrund des Bayán. Die aber in Schleier gehüllt sind, werden Seiner beraubt durch den Bayán.
Báb, Bayán-i-Fársí, 6:4.
Q3.323.32:1Ich schwöre bei dem heiligsten Sein Gottes – erhaben und verherrlicht sei Er –, daß am Tag des Erscheinens Dessen, den Gott offenbaren wird, ein tausendfaches Durchlesen des Bayán nicht dem Lesen eines einzigen Verses Dessen gleichkommt, den Gott offenbaren wird.3.32:2Denke eine Weile nach und sieh: Im Islám hat alles seinen Grund und Ursprung im Buche Gottes. So sinne ebenso nach über den Tag der Offenbarung Dessen, den Gott offenbaren wird, Er, in Dessen Hand die Quelle aller Beweise liegt, und verschließe dich nicht selbst durch irrige Überlegungen vor Ihm, denn Er ist unermeßlich erhaben über sie, da jeder Beweis dem Buch Gottes, dem erhabensten Zeugnis, entstammt, und da die Menschen ohnmächtig sind, seinesgleichen zu schaffen. Sollten Myriaden von Gelehrten, geschult in Logik, Grammatik, Gesetzen, Rechtsprechung und dergleichen, sich vom Buche Gottes abwenden, sie würden stets Ungläubige genannt. Also ist das erhabenste Zeugnis selbst die Frucht und nicht die Dinge, die davon abgeleitet sind. Und wisse mit Gewißheit, daß jeder Buchstabe, der im Bayán offenbart ist, nur Ergebenheit bewirken soll gegenüber Ihm, den Gott offenbaren wird, denn Er hat den Bayán vor Seiner eigenen Manifestation enthüllt.
Báb, Bayán-i-Fársí, 5:8.
Q3.333.33:1In dieser Offenbarung geruhte der Herr des Alls, dem Punkt des Bayán Seine mächtigen Äußerungen und strahlenden Zeichen zu verleihen, und hat sie als Sein unvergleichliches Zeugnis für alles Erschaffene bestimmt. Versammelten sich auch alle Völker auf Erden, sie wären dennoch unfähig, auch nur einen Vers zu formen, wie Gott sie der Zunge des Punktes des Bayán entströmen ließ. Fürwahr, jedes lebende Geschöpf, das innehält um nachzusinnen, würde zweifellos erkennen, daß diese Verse nicht Menschenwerk sind, sondern einzig Gott zugeschrieben werden müssen, dem Einen, dem Unvergleichlichen, der sie dem von der Zunge strömen läßt, den Er bestimmt; und nie hat Er sie, noch wird Er sie jemals, durch einen anderen als den Brennpunkt des göttlichen Urwillens offenbaren. Er ist es, durch dessen Fügung göttliche Boten erweckt und himmlische Bücher herniedergesandt werden. Wären menschliche Wesen fähig, solches zu leisten, so hätte sicherlich jemand während der Dauer von zwölfhundert und siebzig Jahren, die seit der Offenbarung des Qur’án bis zu der des Bayán verstrichen sind, wenigstens einen Vers zustande gebracht. Doch kein Mensch war dazu fähig und alle sind daran gescheitert, obwohl sie sich mit mächtigem Ungestüm mühten, die Flamme des Wortes Gottes zu ersticken.
Báb, Bayán-i-Fársí, 2:1.
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