Báb | Der Báb - Eine Auswahl aus Seinen Schriften
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6.14:2
Erbittet die wundersamen Zeichen Seiner Gunst von Ihm, daß Er euch gnädig offenbare, was immer Er will und wünscht, denn an jenem Tag werden alle Offenbarungen göttlicher Freigebigkeit den Sitz Seiner Herrlichkeit umkreisen und aus Seiner Gegenwart hervorgehen; könntet ihr doch verstehen!
6.14:3
Es ziemt euch zu schweigen vor Seinem Thron, denn fürwahr, nichts von allem Erschaffenen zwischen Himmel und Erde ist schicklicher an jenem Tag als Schweigen. Auch seht euch vor, daß ihr nicht zu den Altvorderen zählt, die Wissen besaßen, doch über ihre Gelehrsamkeit stolz wurden vor Gott, dem Überragenden, dem Selbstbestehenden, denn Er ist an jenem Tag der Allkennende, der Allwissende, der Quell allen Wissens, über alle erhaben, denen Gelehrsamkeit gegeben ward; Er ist der Starke, der Allbezwingende, der Herr der Macht inmitten derer, die Macht ausüben; Er ist der Gewaltige, der Hehrste, der Herrlichste vor allen, die Pracht entfalten; an jenem Tag ist Er der Erhabene, der Allhöchste, der Quell aller Erhöhung, alle überragend, die einen erhabenen Rang bekleiden; Er ist der Allmächtige, der Quell der Herrlichkeit und Größe, weit über der Mächtigen Pomp; Er ist der Allgewaltige, der höchste Herrscher, der Herr des Gerichts, der alle überragt, denen Autorität gegeben; Er ist der Großmütige, der Gütigste, der Wesenskern der Huld, erhaben über alle, die Güte erweisen; Er ist der Verordner und Der, welcher die höchste Autorität und Macht in Händen hält, unfaßlich weit über jenen, die irdische Herrschaft ausüben; und Er ist der Vortrefflichste, der Unübertroffene, der Überragende in den Augen jedes Gebildeten.
6.14:4
Ein jeder von euch wurde ins Dasein gerufen, Seine Gegenwart zu suchen und jene erhabene und herrliche Stufe zu erreichen. Fürwahr, Er wird aus dem Himmel Seiner Gnade herabsenden, was euch nützt, und was Er gnädig gewährt, wird euch befähigen, der ganzen Menschheit zu entraten. Wahrlich, an jenem Tag wird sich der Gelehrten Gelehrsamkeit als hohl und nutzlos erweisen und weder die Leistungen der Leuchten des Wissens, noch der Pomp der Hochgeehrten, noch der Mächtigen Gewalt, noch das Gedenken der Frommen, noch die Taten der Rechtschaffenen, noch der andächtige Kniefall des Betenden, noch seine Niederwerfung oder seine Ausrichtung zur Qiblih, noch des Geehrten Ehre, noch die Verwandtschaft der Hochgeborenen, noch der Adel der Abstammung, noch die Rede der Redegewandten, noch die Titel der Berühmten – nichts davon soll ihnen nützen; denn all dies und alles, was ihr sonst kennt oder begriffen habt, ward durch Sein Machtwort »Sei« erschaffen, und es ist. Fürwahr, so es Sein Wille ist, kann Er gewiß durch eines Seiner Worte die Auferstehung alles Erschaffenen bewirken. Er ist in Wahrheit erhaben und hoch über alledem der Kraftvollste, der Allmächtige, der Allgewaltige.
6.14:5
Hüte dich, o Schar der Spiegel, daß dich an jenem Tage Titel nicht hoffärtig machen. Wisset mit Gewißheit, daß ihr mit allen, die über oder unter euch stehen, für jenen Tag erschaffen wurdet. Fürchtet Gott und begeht nicht, was Sein Herz betrübt, und gehört nicht zu den Irrenden. Vielleicht wird Er erscheinen, bekleidet mit der Wahrheit Macht, während ihr fest auf euren Lagern schlaft, vielleicht bringen Seine Boten herrliche, strahlende Sendbriefe von Ihm, während ihr euch verächtlich von Ihm wendet, Ihn verurteilt – wie ihr nie über euch selbst urteilen würdet – und sprecht: »Dies ist nicht von Gott, dem Allunterwerfenden, dem Selbstbestehenden.«
6.14:6
Ruhm sei Dir, o mein Gott, Du weißt wohl, daß ich Dein Wort verkündet habe und in der Aufgabe, die Du mir bestimmtest, nicht ermattete. Ich flehe zu Dir, behüte das Volk des Bayán an jenem Tage, daß sie nicht an Dir kritteln noch Deine Zeichen bestreiten. Schütze sie dann, o mein Gott, durch die Kraft Deiner Macht, welche die ganze Menschheit durchdringt.
6.15
6.15:0_9
Er ist der Allmächtige!
6.15:1
Ruhm sei Ihm, dem Herrn aller, die in den Himmeln und auf Erden sind; Er ist der Allweise, der Allunterrichtete. Er ruft auf Sein Geheiß ins Dasein, was immer Er will. Er ist fürwahr der Milde, der Gestalter. Sprich, wahrlich, Er ist Herr über Seinen Befehl; wen immer Er will, macht Er durch die Kraft Seiner Heerscharen siegreich; es ist kein Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Weisen. Sein ist das Reich der Erde und des Himmels und Er ist der Herr der Macht und Herrlichkeit. Wer an Gott und Seine Zeichen glaubt, ist fürwahr ein Jünger der Wahrheit und soll in den Gärten der Wonne wohnen, jene aber, die nicht an Gott glauben, die zurückwiesen, was Er offenbarte, sollen für immer und ewig im Feuer hausen. Sprich, die meisten Menschen haben Gott offen geleugnet und sind denen gefolgt, die Rebellen sind und Böses tun. Solche ähneln denen, die vor ihnen dahingegangen und jeden feindseligen Unterdrücker stützten. Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Gott; Sein ist das Reich des Himmels und der Erde und Er ist der Milde, der Allwissende. Gott bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm, und Er, der spricht auf Befehl Seines Herrn, ist der Erste, der Ihn verehrt. Er ist der unvergleichliche Schöpfer, der die Himmel erschuf und die Erde und was immer dazwischen liegt, und alle handeln auf Seinen Befehl. Er ist Der, dessen Gunst alle umfaßt in den Himmeln, auf Erden und überall, und ein jeder folgt Seinem Geheiß.
6.16
6.16:1
Ihr sollt den Tag erwarten, da Er erscheint, den Gott offenbaren wird. Fürwahr, als Ich den Baum des Bayán pflanzte, hatte Ich kein anderes Ziel, als euch zu befähigen, Mich zu erkennen. Ich bin in Wahrheit der Erste, der sich niederbeugt vor Gott und an Ihn glaubt. Laßt darum eure Erkenntnis nicht fruchtlos werden, denn der Bayán bezeugt, ungeachtet der Erhabenheit seiner Stufe, Lehenstreue Dem, den Gott offenbaren wird, und Ihm gebührt es am meisten, jubelnd als Sitz göttlicher Wirklichkeit begrüßt zu werden, obwohl Er in der Tat Ich ist und Ich Er bin. Wenn der Baum des Bayán jedoch seine höchste Entfaltung erlangt, werden Wir ihn niederbeugen zum Zeichen der Verehrung seines Herrn, der kommen wird in der Person Dessen, den Gott offenbaren wird. Vielleicht werdet ihr das Vorrecht haben, Gott zu verherrlichen, wie es Seinem hehrsten Selbst geziemt.
6.16:2
Fürwahr, ihr wurdet erschaffen durch die Macht des Punktes des Bayán. Der Punkt selbst aber ist dem Willen Dessen ergeben, den Gott offenbaren wird. Er wird erhöht durch Seine höchste Erhabenheit, erhalten durch die Zeugnisse Seiner Macht, verklärt durch Seiner Einheit Majestät, geschmückt durch die Schönheit Seiner Einzigkeit, ermächtigt durch Seine ewige Herrschaft; und Seine ewige höchste Gewalt verleiht Ihm Autorität. Wie könnten sie, bloße Schöpfungen des Punktes, mit Recht sagen »warum und wozu«?
6.16:3
O Gemeinde des Bayán und jeder, der ihr zugehört! Erkennt die euch gesetzten Grenzen, denn der Punkt des Bayán Selbst glaubte an Ihn, den Gott offenbaren wird, bevor alle Dinge erschaffen wurden. Dessen, wahrlich, rühme Ich Mich vor allen im Reiche des Himmels und der Erde. Duldet nicht, daß ihr euch selbst wie durch einen Schleier verhüllt vor Gott, sobald Er Sich offenbart. Denn alles, was im Bayán erhöht ward, ist nur ein Ring an Meiner Hand, und Ich selbst bin wahrlich nur ein Ring an der Hand Dessen, den Gott offenbaren wird – verherrlicht sei Seine Erwähnung! Er wendet ihn, wie Er will, wozu Er will und wodurch Er will. Er, wahrlich, ist der Helfer in Gefahr, der Höchste!
Gebete und Meditationen7.1
7.1:0_10
Im Namen Gottes, des Herrn überwältigender Majestät, des Allbezwingenden.
7.1:1
Geheiligt sei der Herr, dessen Hand der Herrschaft Quelle birgt. Durch Sein Befehlswort »Sei!« erschafft Er, was Er will, und es ist. Sein war allezeit die Macht der Herrschaft, und Sein wird sie bleiben immerdar. Kraft Seines Befehls macht Er siegreich, wen Er mag. Er ist in Wahrheit der Gewaltige, der Allmächtige. Ihm gebührt alle Herrlichkeit und Majestät in den Reichen der Offenbarung und der Schöpfung und was zwischen ihnen liegt. Er ist wahrlich der Starke, der Allherrliche. Seit aller Ewigkeit war Er der Quell unbeugsamer Stärke und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit. Er ist fürwahr der Herr der Macht und Kraft. Alle Reiche des Himmels und der Erde und all dessen, was dazwischen ist, sind Gottes, und Seine Macht ist erhaben über alle Dinge. Alle Schätze auf Erden und im Himmel und alles dazwischen sind Sein, und Sein Schutz umfängt alle Dinge. Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde und all dessen dazwischen, und wahrlich, Er ist aller Dinge Zeuge. Er ist der Gerichtsherr über alle, so in den Himmeln, auf Erden und dazwischen wohnen, und wahrlich, Gott urteilt schnell. Er setzt das Maß, das allen zugemessen in den Himmeln und auf Erden und dazwischen. Er ist wahrlich der Höchste Beschirmer. In Seiner Hand hält Er die Schlüssel zu Himmel und Erde und allem dazwischen. Nach Seinem Belieben verleiht Er Gaben durch die Macht Seines Befehls. Seine Gnade umfaßt wahrlich alle, und Er ist der Allwissende.
7.1:2
Sprich: Gott allein genüget mir. Er hält das Reich aller Dinge in Seinem Griff. Durch die Macht Seiner Heerscharen im Himmel, auf Erden und dazwischen, beschützt Er, wen immer unter Seinen Dienern Er beschützen will. Wahrlich, Gott wacht über alle Dinge.
7.1:3
Unermeßlich erhaben bist Du, o Herr! Behüte uns vor dem, was vor uns und was hinter uns liegt, was über unseren Häuptern ist, zu unserer Rechten, zu unserer Linken, unter unseren Füßen und überall, wo wir ungeschützt sind. Wahrlich, unfehlbar ist Dein Schutz über alles. Das Original dieses Gebets hat der Báb mit eigener Hand in der Form eines Pentagramms niedergeschrieben. A
7.2
7.2:1
Sende, o mein Gott, Deinen Segen herab auf den Baum des Bayán, auf seine Wurzeln und Zweige, auf seine Äste, seine Blätter, seine Früchte und auf alles, was er trägt oder schirmt. Lasse sodann aus diesem Baum eine prächtige Schriftrolle arbeiten, der Gegenwart Dessen dargebracht, den Du offenbaren wirst am Tage des Gerichts, damit Er der ganzen Schar der Jünger des Bayán gnädig gestatte, wiedergeboren zu werden, und daß Er durch Seine Großmut eine neue Schöpfung eröffne.
7.2:2
Fürwahr, vor Deinem zarten Erbarmen sind alle nur elend, sind demütige Diener vor den Zeichen Deiner zärtlichen Liebe. Ich bitte Dich, o mein Gott, bei Deiner Großmut, und bei dem Strom Deines Erbarmens und Deiner Gaben, o mein Herr, und bei den Zeugnissen Deiner göttlichen Gunst und Gnade, o mein Meistgeliebter, wache über Ihn, den Gott offenbaren wird, daß keine Spur von Verzagtheit Ihn je berühre.
7.3
7.3:1
Unendlich gepriesen und erhaben bist Du. Wie kann Ich Deiner gedenken, o Du Geliebter der ganzen Schöpfung; und wie kann Ich Deinen Anspruch anerkennen, o Du, vor dem alles Erschaffene in Ehrfurcht steht. Die höchste Stufe, zu der menschliches Begreifen sich erheben kann, und das Äußerste, das des Menschen Verstand und Seele erklimmen können, sind nur Zeichen, erschaffen durch die Kraft Deines Befehls, und Zeugnisse, verkündet durch die Macht Deiner Offenbarung. Fern sei es Deiner Herrlichkeit, daß jemand außer Dir Dich erwähnte oder Dein Lob zu künden suchte. Das innerste Wesen jeder Wirklichkeit bezeugt, daß es ausgeschlossen ist von den Bereichen des Hofes Deiner Nähe, und der Inbegriff jeden Wesens tut kund, daß es scheiterte, in Deine heilige Gegenwart zu gelangen. Unermeßlich gepriesen und erhaben bist Du! Dir allein angemessen ist das ziemende Gedenken durch Dein eigenes Selbst, und Dir allein würdig ist der Preisgesang, den Dein eigenes Wesen kündet…
7.3:2
Durch die Offenbarung Deiner Gunst, o Herr, riefest Du Mich in einer Nacht gleich dieser verweist auf den Geburtstag des Báb, im Monat Muḥarram 1235 d.H. (20. Oktober 1819). A ins Dasein, und siehe, jetzt bin Ich einsam und verlassen auf einem Berg. Preis und Dank seien Dir für alles, was sich im Reiche des Himmels und der Erde Deinem Willen fügt. Und Dein ist alle Gewalt, die sich bis über die äußerste Grenze der Reiche der Offenbarung und der Schöpfung breitet.
7.3:3
Du erschufst Mich, o Herr, durch Deiner Gnade Huld, Du beschütztest Mich durch Deine Großmut im Dunkel des Mutterschoßes, Du nährtest Mich in Deiner Güte mit lebenspendendem Blut. Du gabst Mir durch Deine zärtliche Fügung eine anmutige Gestalt, Du vollendetest Meine Erschaffung durch Deiner Hände herrliches Werk, Du hauchtest durch Dein unendliches Erbarmen und durch die Offenbarung Deiner überragenden Einheit Deinen Geist in Meinen Körper, sodann ließest Du Mich aus der Welt des Verborgenen in die sichtbare Welt treten, nackt, gänzlich unwissend und völlig unfähig, etwas zu bewirken. Du nährtest Mich dann mit belebender Milch und zogst Mich auf in den Armen Meiner Eltern mit sichtlichem Mitleid, bis Du Mich gnädig mit den Wirklichkeiten Deiner Offenbarung vertraut machtest und Mir Kenntnis gabst von Deines Glaubens geradem Pfad, wie in Deinem Buche dargetan. Und als Ich herangereift, da hießest Du Mich Deinem unnahbaren Gedenken Treue bezeugen und befähigtest Mich, zur vorbestimmten Stufe aufzusteigen, auf der Du Mich durch das leise Wirken Deiner Hand erzogst und Mich in jenem Lande nährtest mit Deinen gütigsten Gaben. Als geschah, was Du in Deinem Buche vorherbestimmt hattest, ließest Du Mich in Deiner Güte Deine heiligen Bezirke erreichen und erlaubtest in Deiner zarten Gnade, daß Ich am Hofe der Gemeinschaft wohne, bis Ich dort erkannte, was Ich sodann bezeugte von den klaren Zeichen Deiner Gnadenfülle, den zwingenden Beweisen Deiner Einheit, dem strahlenden Glanz Deiner Majestät, dem Quell Deiner erhabensten Einzigkeit, den Höhen Deiner überragenden Gewalt, den Zeichen Deiner Unvergleichlichkeit, den Offenbarungen Deiner erhabenen Herrlichkeit, den Zufluchtsorten Deiner Heiligkeit und all dem, was unerforschlich ist für alle außer Dir.
7.4
7.4:1
Wahrlich, ich bin Dein Diener, o mein Gott, Dein Armer, Dein Bittsteller, Dein elendes Geschöpf. Auf der Suche nach Deinem Schutz habe ich Dein Tor erreicht. Keine Zufriedenheit habe ich gefunden außer in Deiner Liebe, kein Frohlocken außer im Gedenken an Dich, kein Verlangen als den Gehorsam vor Dir, keine Freude außer in Deiner Nähe, und keine Ruhe als in der Vereinigung mit Dir, auch wenn ich mir bewußt bin, daß alles Erschaffene von Deinem erhabenen Wesen ausgeschlossen und der ganzen Schöpfung der Zugang zu Deinem innersten Sein verwehrt ist. Wann immer ich Dir zu nahen trachte, spüre ich in mir nichts als die Zeichen Deiner Gunst und erblicke in meinem Wesen nur die Offenbarungen Deiner Gnade. Wie kann ein Wesen, das nur Dein Geschöpf ist, Vereinigung mit Dir suchen und in Deine Gegenwart gelangen, wo doch kein erschaffenes Ding sich Dir je zugesellen oder Dich begreifen kann? Wie kann ein bescheidener Diener Dich erkennen und Dein Lob anstimmen, selbst wenn Du ihm die Offenbarungen Deiner Herrschaft und die wunderbaren Beweise Deiner höchsten Gewalt bestimmt hast? So bezeugt jedes erschaffene Ding, daß es durch die seinem inneren Wesen auferlegten Begrenzungen vom Heiligtum Deiner Gegenwart ausgeschlossen ist. Unbestreitbar wirkt jedoch Deine Anziehungskraft für alle Ewigkeit in den Wesenheiten Deiner Schöpfung, wenn auch, was dem geweihten Hofe Deiner Vorsehung ziemt, hoch erhaben ist über alle Errungenschaften der ganzen Schöpfung. Dies erweist, o mein Gott, meine gänzliche Ohnmacht, Dich zu preisen, und offenbart mein völliges Unvermögen, Dir Dank zu sagen, geschweige denn, Deine göttliche Einheit zu erkennen oder die klaren Zeichen Deines Lobes, Deiner Heiligkeit und Deines Ruhmes zu erreichen. Nein, bei Deiner Macht, ich sehne mich allein nach Dir und suche niemanden als Dich.
7.5
7.5:1
Verherrlicht sei Dein Name, o Gott. Dein sind fürwahr die Reiche der Schöpfung und Offenbarung, und wir haben wahrlich in unseren Herrn all unser Vertrauen gesetzt. Aller Lobpreis sei Dir, o Gott, Du bist der Schöpfer der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen ihnen ist, und Du bist in Wahrheit der höchste Herrscher, der Gestalter, der Allweise. Verherrlicht seist Du, o Herr! Du wirst gewiß die Menschheit versammeln für den Tag, über dessen Kommen kein Zweifel herrscht – der Tag, an dem jeder vor Dir erscheinen und Leben finden wird in Dir. Dies ist der Tag des einen wahren Gottes – der Tag, da Du durch die Macht Deines Geheißes fügen wirst, was Dir gefällt.
7.5:2
Du bist der Herrscher, der wundersame Schöpfer, der Mächtige, der Meistgeliebte.
7.6
7.6:1
Gepriesen sei Dein Name, o Gott! Du bist in Wahrheit unser Herr. Du weißt um alles in den Himmeln und auf Erden. So sende denn ein Zeichen Deiner Gnade auf uns nieder. Wahrlich, keiner erweist größere Gnade als Du. Aller Preis sei Dir, o Herr! Verordne für uns aus Deiner Gegenwart, was die Herzen Deiner aufrichtigen Diener erquickt. Verherrlicht seiest Du, o Gott! Du bist der Schöpfer der Himmel und der Erde und all dessen, was zwischen beiden liegt. Du bist der unumschränkte Herr, der Heiligste, der Allmächtige, der Allweise. Verherrlicht sei Dein Name, o Gott! Sende aus Deiner Gegenwart auf die, welche an Gott und Seine Zeichen glauben, machtvolle Hilfe hernieder, um sie zu befähigen, Einfluß auf die ganze Menschheit zu gewinnen.
7.7
7.7:1
Ruhm sei Dir, o Gott! Wie kann ich von Dir sprechen, da Du heilig bist über den Lobpreis der ganzen Menschheit? Verherrlicht sei Dein Name, o Gott! Du bist der König, die ewige Wahrheit. Du weißt, was in den Himmeln und auf Erden ist, und zu Dir müssen alle zurückkehren. Nach deutlichem Maße hast Du Deine göttlich bestimmte Offenbarung herabgesandt. Gelobt seiest Du, o Herr! Kraft Deines Befehls machst Du siegreich, wen Du willst, durch die Heerscharen des Himmels, der Erde und dessen, was dazwischen ist. Du bist der höchste Herrscher, die Ewige Wahrheit, der Herr unüberwindlicher Macht.
7.7:2
Verherrlicht seiest Du, o Herr! Du vergibst allezeit die Sünden jener Deiner Diener, die Deine Verzeihung erflehen. Wasche ab meine Sünden und die Sünden derer, die zur Morgendämmerung Deine Vergebung suchen, die zu Dir beten am Tage und zur Nachtzeit, die sich nach nichts sehnen außer Gott, die darbringen, was Gott ihnen gnädig gewährt, die Dein Lob preisen des Morgens und des Abends und nicht nachlässig sind in ihren Pflichten.
7.8
7.8:1
Preis sei Dir, o Herr! Vergib uns unsere Sünden, erbarme Dich unser und mache uns fähig, zu Dir zurückzukehren. Lasse nicht zu, daß wir auf anderes vertrauen als Dich, und gewähre uns durch Deine Freigebigkeit, was Du liebst und wünschest und was Deiner würdig ist. Erhöhe die Stufe derer, die wahrhaft glauben, und vergib ihnen mit Deiner gnädigen Vergebung. Wahrlich, Du bist der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende.
7.9
7.9:1
O Gott, unser Herr! Beschütze uns durch Deine Gnade vor allem, was Du verabscheust, und gewähre uns, was Deiner würdig ist. Gib uns reichlich aus Deiner Gabenfülle und segne uns. Verzeihe uns, was wir getan, wasche unsere Sünden hinweg und vergib uns mit Deiner gnädigen Vergebung. Wahrlich, Du bist der höchst Erhabene, der Selbstbestehende.
7.9:2
Deine liebende Vorsehung umschließt alles Erschaffene in den Himmeln und auf Erden, und Deine Vergebung überragt die ganze Schöpfung. Dein ist die unumschränkte Herrschaft; in Deiner Hand sind die Reiche der Schöpfung und der Offenbarung; in Deiner Rechten hältst Du alle erschaffenen Dinge, und das festgesetzte Maß der Vergebung liegt in Deiner Gewalt. Du vergibst unter Deinen Dienern, wem Du willst. Wahrlich, Du bist der Immervergebende, der Alliebende. Nichts entgeht Deiner Kenntnis, und nichts ist vor Dir verborgen.
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