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138:3Sieh, o mein Herr, wie sie ihre Augen zum Morgen Deiner Güte heben, wie sie ihre Herzen auf die Meere Deiner Gunst richten, wie sie ihre Stimme senken vor den Tönen Deiner lieblichsten Stimme, die von der allerhöchsten Stufe in Deinem Namen, der Allherrliche, ruft. Hilf Du Deinen Geliebten, o mein Herr, die alles aufgaben, um zu erhalten, was Du besitzest, ihnen, die von Prüfungen und Leiden umgeben sind, weil sie der Welt entsagt und ihre Liebe auf Dein Reich der Herrlichkeit gerichtet haben. Ich flehe Dich an, o mein Herr, beschütze sie vor den Angriffen ihrer üblen Leidenschaften und Begierden, und hilf ihnen, das zu erlangen, was ihnen in dieser und der nächsten Welt nützen wird.
138:4Ich bitte Dich, o mein Herr, bei Deinem verborgenen, Deinem kostbaren Namen, der laut durch das Reich der Schöpfung ruft und alle Völker zu dem Baume lädt, über den es kein Hinausgehen gibt, zum Thron allüberragender Herrlichkeit, überschütte uns und Deine Diener mit den Regenströmen Deiner Barmherzigkeit, damit sie uns von allem Gedenken außer an Dich reinigen und uns den Küsten des Meeres Deiner Gnade nahebringen. Verordne, o Herr, durch Deine erhabenste Feder, was unsere Seelen unsterblich macht im Reiche der Herrlichkeit, was unsere Namen fortbestehen läßt in Deinem Königreiche, was unser Leben in den Schatzkammern Deines Schutzes, unsere Körper in der Burg Deiner unverletzlichen Beständigkeit bewahren wird. Mächtig bist Du über alle Dinge, seien sie vergangen oder zukünftig. Es ist kein Gott außer Dir, dem allmächtigen Beschirmer, dem Selbstbestehenden.
138:5Du siehst, o mein Herr, unsere flehenden Hände zu Deiner Gunst und Großmut erhoben. Gewähre, daß sie mit den Schätzen Deiner Güte und Freigebigkeit gefüllt werden. Vergib uns, unseren Vätern und unseren Müttern, und erfülle, was wir vom Meere Deiner Gnade und göttlichen Freigebigkeit ersehnen. Nimm, o Geliebter unserer Herzen, alle unsere Werke auf Deinem Pfade an. Du bist wahrlich der Machtvollste, der Erhabenste, der Unvergleichliche, der Eine, der Vergebende, der Gnädige.
139139:1O Nabíl-i-A‘ẓamBeiname Mullá Muḥammad-i-Zarandís, des Verfassers eines Buches über die frühen Tage der Bahá’í-Offenbarung: »Nabíls Bericht« – Anm. d. Hrsg. A, schenke der Stimme des Altehrwürdigen der Tage, die dich aus dem Reich seines allherrlichen Namens ruft, ein aufmerksames Ohr. Er ist es, der nun aus den Reichen der Höhe und im innersten Wesen alles Erschaffenen verkündet: »Wahrlich, Ich bin Gott, es ist kein Gott außer Mir. Ich bin es, der von Ewigkeit her Quell aller Herrschaft und Macht war, der durch alle Ewigkeit fortfahren wird, Sein Königtum zu besitzen und Seinen Schutz allem Erschaffenen zu gewähren. Mein Beweis ist die Größe Meiner Macht und Meiner Herrschaft, die die ganze Schöpfung umfaßt.« …
139:2Gesegnet bist du, o Mein Name, weil du Meine Arche betreten hast, durch die Kraft Meiner erhabensten Macht und Herrschaft auf dem Meere der Herrlichkeit dahinfliegst und zu Meinen Begünstigten zählst, deren Namen der Finger Gottes niedergeschrieben hat. Du hast den Kelch, der in Wahrheit Leben ist, geleert, den Kelch aus den Händen dieses Jünglings, den die Manifestationen des Allherrlichen umkreisen und dessen strahlende Gegenwart die Morgenröten der Barmherzigkeit am Tage und zur Nachtzeit preisen.
139:3Seine Herrlichkeit sei mit dir, denn du bist von Gott her zu Gott hingewandert und in die Mauern des Hofes unvergänglicher Pracht eingetreten – des Ortes, den der Sterbliche niemals beschreiben kann. Dort hat der Hauch der Heiligkeit, erfüllt von der Liebe deines Herrn, deinen Geist in dir aufgerührt, und die Wasser des Verstehens haben den Makel des Fernseins und der Gottlosigkeit von dir abgewaschen. Du hast Einlaß gefunden in das Paradies des Gedenkens Gottes durch die Anerkennung dessen, der die Verkörperung dieses Gedenkens unter den Menschen ist.
139:4Sei Gott dankbar dafür, daß Er dir die Kraft gab, Seiner Sache zu helfen, daß Er die Blumen des Wissens und Verstehens im Garten deines Herzens aufblühen ließ. So hat Seine Gnade dich umgeben und die ganze Schöpfung umschlossen. Hüte dich davor, daß du dich durch irgend etwas betrüben lässest. Mache dich frei von aller Bindung an die eitlen Anspielungen der Menschen und wirf die zwecklosen und spitzfindigen Wortstreitereien derer von dir, die vor Gott wie von Schleiern verhüllt sind. Verkünde sodann, was der Größte Geist dir im Dienst an der Sache deines Herrn zu äußern eingeben wird, damit du die Seelen aller Menschen aufrüttelst und ihre Herzen diesem gesegnetsten, allherrlichen Hofe zuführest…
139:5Wisse, daß Wir die Herrschaft des Schwertes als Hilfe für Unsere Sache abgeschafft und an seiner Stelle die Macht eingesetzt haben, die aus der Rede des Menschen geboren ist. So haben Wir es kraft Unserer Gnade unwiderruflich bestimmt. Sprich: O Volk! Säe nicht die Saat der Zwietracht unter den Menschen, und stehe ab vom Streit mit deinem Nächsten; denn dein Herr hat die Welt und ihre Städte den Königen der Erde in Obhut gegeben und diese kraft der Herrschaft, die Er ihnen zu verleihen beliebte, zu Sinnbildern Seiner eigenen Macht erkoren. Er hat es verschmäht, einen Anteil an der Herrschaft dieser Welt sich selbst vorzubehalten. Dies wird Er, die Ewige Wahrheit, bezeugen. Was Er sich vorbehielt, sind die Städte der Menschenherzen, damit Er sie von aller irdischen Beflekkung rein mache und sie befähige, dem geheiligten Orte zu nahen, den die Hände der Ungläubigen niemals entweihen können. Öffne, o Volk, die Stadt des Menschenherzens mit dem Schlüssel deiner Rede. so haben Wir dir in vorbestimmtem Maße deine Pflicht verordnet.
139:6Bei der Gerechtigkeit Gottes! Die Welt und ihre Nichtigkeiten, ihr Ruhm und alles, was sie an Freuden bieten kann, ist vor Gott so wertlos wie Staub und Asche, nein, noch viel verächtlicher. Könnten es die Menschenherzen doch begreifen! Reinige dich gründlich, o Volk Bahás, von der Verderbnis der Welt und allem, was ihr zugehört! Gott selbst ist Mein Zeuge! Die Dinge der Erde stehen euch schlecht an. Werft sie weg für jene, die nach ihnen verlangen, und richtet euere Augen fest auf diese heiligste, diese strahlendste Schau.
139:7Was euch geziemt, ist die Liebe zu Ihm, der Manifestation Seines Wesens, und die Befolgung all dessen, was Ihm beliebt, euch vorzuschreiben, wenn ihr es doch wüßtet!
139:8Sprich: Laßt Wahrhaftigkeit und Höflichkeit euer Schmuck sein. Duldet nicht, daß ihr des Gewandes der Langmut und der Gerechtigkeit beraubt werdet, damit aus eueren Herzen die süßen Düfte der Heiligkeit über alles Erschaffene wehen. Sprich: Sei achtsam, o Volk Bahás, daß du nicht auf den Wegen jener wandelst, deren Worte sich von ihren Taten unterscheiden. Strebt, daß ihr fähig werdet, den Völkern der Erde Gottes Zeichen zu offenbaren und Seine Gebote widerzuspiegeln. Laßt euere Taten Führung für die ganze Menschheit sein, denn bei den meisten Menschen, ob hoch oder niedrig, unterscheidet sich das Bekenntnis vom Verhalten. Durch euere Taten aber könnt ihr euch vor anderen auszeichnen. Durch sie kann der Glanz eueres Lichtes über die ganze Erde verbreitet werden. Glücklich ist der Mensch, der Meinen Rat beachtet und die Gebote hält, die Er, der Allwissende, der Allweise, gegeben hat.
140140:1O Muḥammad-‘Alí! Groß ist die Glückseligkeit, die deiner harrt, weil du dein Herz mit der Liebe zu deinem Herrn, dem Allherrlichen, dem Allgepriesenen, geschmückt hast. Wer heute diese Stufe erreicht, dem wird alles Gute zuteil.
140:2Schenke der Demütigung, der die Geliebten Gottes an diesem Tage unterworfen sind, keine Beachtung. Diese Demütigung ist der Stolz und der Ruhm aller zeitlichen Ehre und weltlichen Würde. Welche größere Ehre ist vorstellbar als die Ehre, die die Zunge des Altehrwürdigen der Tage verleiht, wenn Er Seiner Geliebten in Seinem Größten Gefängnis gedenkt? Der Tag naht, da die trennenden Wolken völlig verschwunden sein werden und das Licht der Worte: »Alle Ehre ist Gottes und derer, die Ihn lieben«, klar wie die Sonne am Horizont des Willens des Allmächtigen erscheinen wird.
140:3Alle Menschen, hoch oder niedrig, haben diese große Ehre gesucht und suchen noch immer nach ihr. Alle sind jedoch, als die Sonne der Wahrheit ihre Strahlen über die Welt ergoß, ihrer Wohltaten beraubt und wie durch einen Schleier von ihrer Herrlichkeit ausgeschlossen geblieben, außer denen, die sich am Seil der unfehlbaren Vorsehung des einen, wahren Gottes festhalten und in völliger Loslösung von allem außer Ihm ihr Angesicht Seinem heiligen Hofe zuwenden.
140:4Danke Ihm, der Sehnsucht aller Welten, daß Er dir diese hohe Ehre verliehen hat. Bald wird die Welt und alles, was in ihr ist, vergessen sein, und alle Ehre wird den Geliebten deines Herrn, des Allherrlichen, des Großmütigsten, gehören.
141141:1Ein Buch ist in Wahrheit den Einsichtigen herabgesandt! Es gebietet den Menschen, Gerechtigkeit zu üben und rechtschaffen zu handeln, und verbietet ihnen, ihren verderbten Neigungen und sinnlichen Wünschen zu folgen – so die Menschenkinder aus ihrem tiefen Schlafe erweckt werden.
141:2Sprich: O Menschen, befolgt, was euch auf Unseren Tafeln vorgeschrieben ist, und geht nicht den Trugbildern nach, die die Unheilstifter ersinnen, die Schlechtigkeiten begehen und sie Gott zuschreiben, dem Heiligsten, dem Allherrlichen, dem Erhabensten. Sprich: Wir haben es hingenommen, von Leiden und Kummer geprüft zu werden, damit ihr euch von allen irdischen Befleckungen heiligt. Warum weigert ihr euch dann, über Unsere Absicht in euerem Herzen nachzudenken? Bei der Gerechtigkeit Gottes! Wer über die Trübsale nachdenkt, die Wir erleiden, dessen Seele wird wahrlich vor Kummer vergehen. Dein Herr selbst bezeugt die Wahrheit Meiner Worte. Wir haben die Last aller Trübsale ertragen, um euch von aller irdischen Verderbnis zu heiligen, und dennoch seid ihr gleichgültig.
141:3Sprich: Es geziemt sich für jeden, der sich an den Saum Unseres Gewandes hält, unbefleckt zu sein von allem, was die himmlischen Heerscharen verabscheuen. So wurde es von deinem Herrn, dem Allherrlichen, in diesem Seinem deutlichen Sendschreiben bestimmt. Sprich: Wollt ihr Meine Liebe verschmähen und begehen, was Mein Herz grämt? Was ist es, das euch zu verstehen hindert, was euch von Ihm, dem Allwissenden, dem Allweisen, offenbart ist?
141:4Wahrlich, Wir sehen euere Taten. Wenn Wir von ihnen den süßen Duft der Reinheit und Heiligkeit verspüren, werden Wir euch ganz gewiß segnen. Dann werden die Paradiesbewohner euch Lob zollen und euere Namen verherrlichen unter denen, die Gott nahe gekommen sind.
141:5Halte dich fest am Saum des Gewandes Gottes, und erfasse mit festem Griff Sein Seil, ein Seil, das niemand zerreißen kann. Hüte dich, daß dich nicht der Lärm derer, die diese Größte Verkündigung zurückweisen, davon abhalte, deinen Vorsatz auszuführen. Verkünde, was dir in diesem Sendschreiben vorgeschrieben wurde, und sollten auch alle Menschen wider dich aufstehen. Dein Herr ist wahrlich der Allbezwingende, der unfehlbare Beschützer.
141:6Meine Herrlichkeit sei mit dir und mit denen Meiner Geliebten, die sich dir zugesellen. Dies sind wahrlich die, um die es gut stehen wird.
142142:1Ich schwöre bei der Schönheit des Vielgeliebten! Dies ist die Barmherzigkeit, die die ganze Schöpfung umschlossen hat, der Tag, da Gottes Gnade alle Dinge durchdrungen und erfüllt hat. O ‘Alí! Die Lebenswasser Meiner Barmherzigkeit stürzen in Strömen hernieder, und Mein Herz schmilzt dahin in der Glut Meiner zarten Liebe. Noch nie habe Ich Mich mit den Leiden abfinden können, die Meine Geliebten befallen, oder mit einer Sorge, die ihre Herzensfreude trüben könnte.
142:2Wann immer Mein Name ›der Allbarmherzige‹ erfuhr, daß einer Meiner Geliebten ein Wort hauchte, das Meinem Willen zuwider ist, kehrte er kummervoll und untröstlich zu seiner Wohnstatt zurück, und wann immer Mein Name ›der Verbergende‹ entdeckte, daß einer Meiner Anhänger Schmach oder Demütigung über seinen Nächsten brachte, ging er gleichermaßen bekümmert und traurig heim in seine Gemächer der Herrlichkeit, um dort in schmerzlicher Klage zu weinen und zu trauern. Und wenn Mein Name ›der Immervergebende‹ bemerkte, daß einer Meiner Freunde eine Übertretung beging, wehklagte er in großer Pein, fiel von Schmerz überwältigt nieder in den Staub und ward von einer Schar unsichtbarer Engel zu seinem Wohnsitz in den Reichen der Höhe getragen.
142:3Bei Meinem Selbst, dem Wahren, o ‘Alí! Das Feuer, welches das Herz Bahás entflammt, ist stärker als das Feuer, das in deinem Herzen glüht, und Seine Klage ist lauter als deine Klage. Wann immer jemand im Hofe Seiner Gegenwart die Sünde eines anderen erwähnte, war Er, die Ewige Schönheit, so von Scham erfüllt, daß Er wünschte, Er könnte die Herrlichkeit Seines Angesichts vor den Augen aller Menschen verbergen; denn Er hat zu allen Zeiten Seinen Blick auf die Treue der Gläubigen gerichtet und selbst deren wesentliche Erfordernisse beobachtet.
142:4Als die Worte, die du geschrieben hast, in Meiner Gegenwart gelesen wurden, haben sie das Meer Meiner Treue in Mir wogen lassen, den Hauch Meiner Vergebung über deine Seele wehen, den Baum Meiner Güte dich überschatten und die Wolken Meiner Großmut ihre Gaben auf dich herabregnen lassen. Ich schwöre bei der Sonne, die über dem Horizonte der Ewigkeit strahlt. Ich trauere um dich in deinem Kummer und wehklage mit dir in deiner Trübsal. … Ich bezeuge die Dienste, die du Mir geleistet, und die mannigfachen Leiden, die du um Meinetwillen ertragen hast. Alle Atome der Erde erklären Meine Liebe zu dir.
142:5Der Ruf, den du erhoben hast, o ‘Alí, ist in Meinen Augen höchst willkommen. Verkünde Meine Sache mit deiner Feder wie mit deiner Zunge. Rufe laut und lade die Menschen vor Ihn, den höchsten Herrn aller Welten, mit solchem Eifer und solcher Inbrunst, daß alle Menschen durch dich entflammt werden.
142:6Sprich: O mein Herr, mein über alles Geliebter, Du Triebkraft meiner Taten, Du Leitstern meiner Seele, Du Stimme, die in meinem innersten Sein ruft, Du Ziel der Anbetung meines Herzens! Preis sei Dir, daß Du mich befähigtest, Dir mein Angesicht zuzuwenden, daß Du meine Seele durch das Gedenken Deiner entflammtest und mir halfst, Deinen Namen zu verkünden und Dein Lob anzustimmen.
142:7Mein Gott, mein Gott! Wäre niemand zu finden, der von Deinem Pfade abirrt, wie könnte dann das Banner Deiner Barmherzigkeit entfaltet oder die Fahne Deiner Gunst und Güte gehißt werden? Und würde kein Frevel verübt, was könnte Dich dann als den Verberger menschlicher Sünden, den Immervergebenden, den Allwissenden, den Allweisen, verkünden? Möge meine Seele ein Opfer für die Verfehlungen derer sein, die wider Dich fehlen, denn über solche Verfehlungen wehen die süßen Düfte der zarten Barmherzigkeit Deines Namens, der Mitleidige, der Allbarmherzige. Möge mein Leben für die Vergehen derer hingegeben sein, die sich wider Dich vergehen, denn durch sie wird der Hauch Deiner Gunst und der Duft Deiner Gnade den Menschen bewußt gemacht und unter ihnen verbreitet. Möge mein innerstes Sein für die Sünden derer dargeboten sein, die wider Dich sündigen, denn durch solche Sünden wird bewirkt, daß sich die Sonne Deiner mannigfaltigen Gunstbeweise über dem Horizont Deiner Güte offenbart und die Wolken Deiner nieversagenden Vorsehung ihre Gaben auf die Wirklichkeit alles Erschaffenen herabregnen.
142:8Ich bin der, o mein Herr, der Dir die Menge seiner Übeltaten eingestand, der bekannte, was noch kein Mensch bekannt hat. Ich eilte, zu dem Meere Deiner Vergebung zu gelangen, und suchte Zuflucht unter dem Schatten Deiner Gnade und Gunst. Ich flehe zu Dir, o Du ewiger König, Du höchster Beschützer aller Menschen, gewähre, daß ich fähig werde zu verkünden, was die Herzen und Seelen der Menschen veranlaßt, sich in die grenzenlose Unermeßlichkeit Deiner Liebe aufzuschwingen und sich Deinem Geiste zu verbinden. Stärke mich durch die Macht Deiner Herrschaft, damit ich alles Erschaffene dem Tagesanbruch Deiner Erklärung, dem Quell Deiner Offenbarung zuwende. Hilf mir, o mein Herr, mich Deinem Willen völlig zu ergeben und mich aufzumachen, Dir zu dienen, denn ich schätze dieses irdische Leben nur wegen des einen Zieles, das Heiligtum Deiner Offenbarung und den Thron Deiner Herrlichkeit zu umkreisen. Du siehst mich, o mein Gott, losgelöst von allem außer Dir, demütig und Deinem Willen ergeben. Verfahre mit mir, wie es Dir gefällt, und wie es Deiner Erhabenheit und großen Herrlichkeit entspricht.
142:9O ‘Alí! Die Güte dessen, der der Herr aller Welten ist, wurde dir gewährt und wird dir weiterhin zuteil. Wappne dich mit Seiner Kraft und Stärke und erhebe dich, Seiner Sache zu helfen und Seinen heiligen Namen zu preisen. Lasse deinen Mangel an menschlicher Gelehrsamkeit und dein Unvermögen, zu lesen und zu schreiben, dein Herz nicht betrüben. Der eine, wahre Gott hält die Tore Seiner mannigfaltigen Gnade im mächtigen Griff Seiner Gewalt. Er hat sie vor allen, die Ihm dienen, geöffnet und wird sie weiterhin vor ihnen auftun. Ich hoffe sehr, daß der Hauch göttlicher Süße zu allen Zeiten von den Auen deines Herzens derart über die ganze Welt getragen wird, daß seine Wirkungen sich in jedem Land zeigen. Er hat Macht über alle Dinge. Er ist wahrlich der Machtvollste, der Allherrliche, der Allmächtige.
143143:1Gesegnet bist du, o Mein Diener, denn du hast die Wahrheit erkannt und dich von dem zurückgezogen, der den Allbarmherzigen zurückwies und im Mutterbuch als Gottloser verdammt wurde. Du aber wandle standhaft in der Liebe zu Gott, halte unerschütterlich an seinem Glauben fest und stehe Ihm bei durch die Kraft deiner Rede. So gebietet dir der Allbarmherzige, der in den Händen Seiner Unterdrücker Gefangenschaft leidet.
143:2Wenn Trübsal um Meinetwillen über dich kommt, so rufe dir Meine Leiden und Nöte ins Bewußtsein und gedenke Meiner Verbannung und Gefangenschaft. So übertragen Wir auf dich, was auf Uns herniedergekommen ist von Ihm, dem Allherrlichen, dem Allweisen.
143:3Bei Meinem Selbst! Der Tag naht, da Wir die Welt und alles, was in ihr ist, aufgerollt und eine neue Ordnung an ihrer Statt ausgebreitet haben werden. Er, wahrlich, ist mächtig über alle Dinge.
143:4Heilige dein Herz, damit du Meiner gedenkest, und reinige dein Ohr, damit du Meine Worte hörest. Wende dann dein Angesicht dem heiligen Orte zu, an dem der Thron deines Herrn, des Gottes der Barmherzigkeit, errichtet ist, und sprich: Preis sei Dir, o mein Herr, daß Du mich befähigst, die Manifestation Deiner Selbst anzuerkennen, und mir hilfst, mein Herz dem Hofe Deiner Gegenwart, dem Ziel der Anbetung meiner Seele, zuzuwenden. Ich flehe zu Dir bei Deinem Namen, der die Himmel spaltete und die Erde bersten ließ, bestimme für mich, was Du für die bestimmt hast, die sich von allem außer Dir abgewandt und ihr Herz fest auf Dich gegründet haben. Gewähre, daß ich in Deiner Gegenwart auf dem Sitze der Wahrheit im Heiligtum der Herrlichkeit sitze. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Es ist kein Gott außer Dir, dem Allherrlichen, dem Allweisen.
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