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1.69:1Ihr seid Meine Schatzkammer, denn in euch legte Ich die Perlen Meiner Geheimnisse und die Edelsteine Meines Wissens. Behütet sie vor den Fremdlingen unter Meinen Dienern und vor den Frevlern in Meinem Volk.701.70:0_72O Sohn Dessen, der durch Sein Wesen im Reiche Seines Selbstes stand!1.70:1Wisse, dass Ich alle Düfte der Heiligkeit zu dir strömen ließ, dir Mein Wort gänzlich offenbarte, Meine Großmut durch dich vollendete und für dich nur wünsche, was Ich für Mich selbst wünsche. Sei darum zufrieden mit Meinem Wohlgefallen und sei Mir dankbar.711.71:0_73O Sohn des Menschen!1.71:1Schreibe, was Wir dir offenbarten, mit der Tinte des Lichts auf die Tafel deines Geistes. Wenn du dies nicht vermagst, so mache das Wesen deines Herzens zu deiner Tinte. Bist du auch dazu außerstande, dann schreibe mit der roten Tinte, die auf Meinem Pfade vergossen ward, auf dass ihr Licht ewig leuchte. Wahrlich, schöner ist sie Mir als alles andere.Aus dem Persischen2:0_74Im Namen des machtvollen Sprechers!12.1:0_75O Menschen mit Verstand zu verstehen und mit Ohren zu hören!2.1:1Dies ist der erste Ruf des Geliebten: O mystische Nachtigall! Nur im Rosengarten des Geistes suche deinen Ruheplatz! O Bote des Salomo der Liebe! Nur im Ṣabá vgl. Qur’án 27:15–44; 34:15 – Anm. d. Hrsg. A des Vielgeliebten suche deine Zuflucht! O unsterblicher Phönix! Nur auf dem Berge der Treue lasse dich nieder! Da ist deine Wohnstatt, wenn du dich auf den Schwingen deiner Seele zum Reich des Raumlosen erhebst und dich aufmachst, dein Ziel zu erreichen.22.2:0_76O Sohn des Geistes!2.2:1Der Vogel sucht sein Nest, die Nachtigall den Zauber der Rose. Die Menschenherzen aber sind wie Vögel, die, zufrieden mit vergänglichem Staub, fern ihrem ewigen Neste in die Irre gehen. Auf den Sumpf der Achtlosigkeit starrend, sind sie der Herrlichkeit der göttlichen Gegenwart beraubt. Ach, wie seltsam, wie traurig! Um eines Bechers willen wenden sie sich ab von den wogenden Meeren des Allhöchsten und bleiben dem strahlendsten Horizonte fern.32.3:0_77O Freund!2.3:1Nur die Rose der Liebe pflanze in den Garten deines Herzens und trenne dich nicht von der Nachtigall der Zuneigung und der Sehnsucht. Schätze die Gemeinschaft mit den Gerechten, aber meide jede Gesellschaft mit Frevlern.42.4:0_78O Sohn der Gerechtigkeit!2.4:1Wohin kann ein Liebender gehen außer ins Land seiner Geliebten? Und welcher Sucher fände Ruhe fern der Sehnsucht seines Herzens? Für den aufrichtig Liebenden ist Vereinigung Leben und Trennung Tod. Seine Brust kennt keine Geduld, sein Herz keinen Frieden. Tausend Leben gäbe er hin, um zur Wohnstatt seiner Geliebten zu eilen.52.5:0_79O Sohn des Staubes!2.5:1Wahrlich, Ich sage dir: Der nachlässigste aller Menschen ist, wer unnütz streitet und sich über seinen Bruder zu erheben trachtet. Sprich: O Brüder! Lasst Taten, nicht Worte eure Zier sein!62.6:0_80O Sohn der Erde!2.6:1Wisse wahrlich: Ein Herz, darinnen noch die leiseste Spur von Neid verbleibt, soll niemals in Mein ewiges Reich gelangen noch die süßen Düfte der Heiligkeit atmen, die aus Meinem hochheiligen Reiche wehen.72.7:0_81O Sohn der Liebe!2.7:1Nur ein Schritt trennt dich von den herrlichen Höhen über dir und vom himmlischen Baum der Liebe. Tue diesen Schritt, und mit dem nächsten tritt ein in das Reich der Unsterblichkeit, in der Ewigkeit Zelt. Alsdann lausche dem, was die Feder der Herrlichkeit offenbarte.82.8:0_82O Sohn der Herrlichkeit!2.8:1Eile voran auf dem Pfade der Heiligkeit und tritt ein in den Himmel der Gemeinschaft mit Mir. Läutere dein Herz mit der Flamme des Geistes und eile zum Hofe des Allhöchsten.92.9:0_83O vergänglicher Schatten!2.9:1Des Zweifels niedere Stufen lasse hinter dir und schwinge dich empor zu den erhabenen Höhen der Gewissheit. Öffne der Wahrheit Auge, die unverschleierte Schönheit zu schauen und laut zu rufen: Geheiligt sei der Herr, der vortrefflichste aller Schöpfer!102.10:0_84O Sohn der Leidenschaft!2.10:1Höre: Sterbliche Augen werden die ewige Schönheit niemals erkennen, und das leblose Herz wird sich nur der welken Blüte erfreuen. Denn Gleiches sucht Gleiches und gesellt sich gern zu seiner Art.11
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