Bahá’u’lláh | Die Verborgenen Worte
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63
2.63:0_137
O ihr Völker der Welt!
2.63:1
Wisset wahrlich, dass unerwartetes Unheil euch verfolgt und schmerzliche Vergeltung eurer harrt. Wähnt nicht, vor Meinem Angesicht sei getilgt, was ihr begangen. Bei Meiner Schönheit! Alle eure Taten hat Meine Feder mit klaren Lettern auf Tafeln von Chrysolith gemeißelt.
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2.64:0_138
O ihr Unterdrücker auf Erden!
2.64:1
Hütet euch wohl vor Tyrannei, denn Ich habe gelobt, keines Menschen Unrecht zu vergeben. Dies ist Mein Bund, den Ich auf der verwahrten Tafel unwiderruflich beschlossen und mit Meinem Siegel der Herrlichkeit besiegelt habe.
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2.65:0_139
O ihr Empörer!
2.65:1
Meine Geduld hat euch dreist gemacht; Meine Langmut ließ euch gleichgültig werden; so jagt ihr nun dahin auf dem feurigen Ross der Leidenschaft, auf gefährlichen Wegen, die ins Verderben führen. Wähnt ihr Mich gleichgültig oder achtlos?
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2.66:0_140
O ihr Auswanderer!
2.66:1
Die Sprache bestimmte Ich zu Meinem Gedenken, besudelt sie nicht mit übler Nachrede. Übermannt euch das Feuer des Selbstes, so gedenkt eurer eigenen Fehler und nicht der Fehler Meiner Geschöpfe; denn ein jeder kennt sich selbst besser als den anderen.
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2.67:0_141
O ihr Kinder des Wahns!
2.67:1
Wisset wahrlich: Mit dem Anbruch dieses leuchtenden Morgens am Horizonte ewiger Heiligkeit werden die teuflischen Heimlichkeiten und Taten, begangen im Dunkel der Nacht, vor den Völkern dieser Welt aufgedeckt und offenbar.
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2.68:0_142
O Grashalm, der aus dem Staube sprießt!
2.68:1
Warum vermeidest du mit deinen schmutzigen Händen jede Berührung mit deinem Gewand und wie kann es sein, dass du mit deinem von Verlangen und Leidenschaft besudelten Herzen die Gemeinschaft mit Mir und den Eintritt in Mein heiliges Reich zu erlangen suchst? Weit, weit entfernt seid ihr von dem, was ihr begehrt.
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2.69:0_143
O Kinder Adams!
2.69:1
Heilige Worte und reine, treffliche Taten steigen empor in das Reich himmlischen Ruhms. Strebt, dass eure Werke vom Staub der Selbstsucht und Heuchelei geläutert und am Hof der Herrlichkeit angenommen werden; denn bald werden die Prüfer der Menschheit in der heiligen Gegenwart des Angebeteten nur noch wahre Tugend und makellos reine Werke annehmen. So strahlt die Sonne der Weisheit und des göttlichen Geheimnisses am Horizont des göttlichen Willens. Selig, wer sich ihr zukehrt.
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2.70:0_144
O Sohn der Weltlichkeit!
2.70:1
Schön sind die Gefilde wahren Seins, o dass du zu ihnen gelangtest! Herrlich ist das Reich der Ewigkeit, o dass du dich über diese sterbliche Welt erhöbest! Süß ist die heilige Verzückung, wenn du vom mystischen Kelch aus den Händen des himmlischen Jünglings trinkst. So du diese Stufe erreichst, bist du erlöst von Vernichtung und Tod, von Mühsal und Sünde.
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2.71:0_145
O Meine Freunde!
2.71:1
Gedenket des Bundes, den ihr mit Mir auf dem Berge Párán im heiligen Bereich von Zamán schlosset. Die himmlischen Heerscharen und die Bewohner der Stadt der Ewigkeit habe Ich zu Zeugen genommen, doch finde Ich jetzt keinen, der dem Bunde treu blieb. Sicherlich haben Stolz und Aufruhr ihn so aus den Herzen getilgt, dass keine Spur davon verblieb. Obwohl Ich dies wusste, habe Ich gewartet und nichts enthüllt.
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2.72:0_146
O Mein Diener!
2.72:1
Du gleichst einem wohlgeschmiedeten Schwert, das im Dunkel der Scheide verhüllt seinen Wert vor dem Kundigen verbirgt. So komm hervor aus der Scheide des Ichs und der Begierde, damit dein Wert vor aller Welt blitze und blinke.
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2.73:0_147
O Mein Freund!
2.73:1
Du bist die Sonne am Himmel Meiner Heiligkeit. Verdunkle nicht deinen Glanz mit dem Schmutz der Welt. Zerreiße den Schleier der Achtlosigkeit, strahle auf aus den Wolken und kleide alle Dinge in das Prachtgewand des Lebens.
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2.74:0_148
O Kinder der Eitelkeit!
2.74:1
Vergänglicher Herrschaft willen verzichtet ihr auf Mein unvergängliches Reich. Ihr schmückt euch mit der Welt buntem Tand und brüstet euch dessen. Bei Meiner Schönheit! Alle werde Ich unter der grauen Decke des Staubes versammeln und der Farben Vielfalt tilgen, außer bei denen, die Meine Farbe wählen, welche heiligt von aller Farbe.
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2.75:0_149
O Kinder der Achtlosigkeit!
2.75:1
Hängt nicht euer Herz an eine Herrschaft, die vergeht, und freut euch ihrer nicht. Ihr gleicht dem achtlosen Vogel, der unbekümmert in den Zweigen zwitschert, bis ihn der Vogelfänger Tod plötzlich in den Staub wirft. Lied, Gestalt und Farbe sind dahin, ohne eine Spur zu hinterlassen. Habt darum Acht, o Knechte der Begierde!
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