Bahá’u’lláh | Das Buch der Gewissheit
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Das Wort »Himmel« wurde in den Reden der göttlichen Sonnen in vielerlei Weise gebraucht; zum Beispiel der »Himmel des Gebotes«, der »Himmel des Willens«, der »Himmel der göttlichen Absicht«, der »Himmel der göttlichen Erkenntnis«, der »Himmel der Gewissheit«, der »Himmel der Verkündigung«, der »Himmel der Offenbarung«, der »Himmel der Verborgenheit« und dergleichen. In jedem Falle hat Er dem Worte »Himmel« einen besonderen Sinn verliehen, dessen Bedeutung nur denen enthüllt ist, die in die göttlichen Mysterien eingeweiht sind und aus dem Kelche ewigen Lebens getrunken haben. So spricht Er zum Beispiel: »Doch im Himmel ist eure Versorgung und das euch Verheißene«Qur’án 51:22.Q, während es doch eigentlich die Erde ist, die der Versorgung dient. Ähnlich wurde gesagt: »Die Namen kommen vom Himmel herab«, während sie doch aus dem Munde der Menschen hervorgehen. Solltest du den Spiegel deines Herzens vom Staube der Bosheit reinigen, so würdest du den Sinn der symbolischen Begriffe des allumfassenden Gotteswortes in allen Offenbarungen begreifen und die Mysterien göttlichen Wissens entdecken. Doch nicht eher kannst du den strahlenden Morgen wahren Wissens schauen, als bis du mit der Flamme völliger Loslösung die Schleier eitler Gelehrsamkeit, wie sie bei den Menschen im Schwange ist, verbrannt hast.
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Merke wohl: Wissen ist von zweierlei Art, göttlich und satanisch. Das eine entspringt dem Born göttlicher Eingebung, das andere ist nur ein Spiegelbild eitler, dunkler Gedanken. Der Quell des einen ist Gott selbst, die Triebkraft des anderen sind die Einflüsterungen selbstsüchtiger Wünsche. Das eine ist geleitet von dem Spruch: »Fürchtet Gott; Gott wird euch lehren«Qur’án 2:282.Q, das andere bestätigt die Wahrheit: »Wissen ist der größte Schleier zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer.«Ṣúfí-Spruch – Anm. d. Hrsg.A Die Früchte des einen sind Geduld, Sehnsucht, wahre Erkenntnis und Liebe, die des anderen nur Anmaßung, Hoffart und Dünkel. In den Worten jener Meister heiliger Rede, welche den Sinn wahren Wissens erläutert haben, ist der Geruch dieser dunklen Lehren, welche die Welt verfinstern, nirgends zu finden. Der Baum solcher Lehren kann nur Laster und Aufruhr zeitigen, er trägt keine andere Frucht als Hass und Neid. Seine Frucht ist tödliches Gift, sein Schatten verzehrendes Feuer. Wie schön ist doch gesagt: »Halte dich an das Gewand deiner Herzenssehnsucht und lasse alle Scheu fahren; die Weltklugen aber lasse gehen, wie berühmt ihr Name auch sei.«ein von Ṣúfí oft zitierter Vers des arabischen Mystikers Ibn al-Fáriḍ (1181–1234 n. Chr.) – Anm. d. Hrsg.A
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Das Herz muss darum geläutert werden von eitlem Menschengeschwätz und geheiligt von allen irdischen Neigungen, so dass es die verborgene Bedeutung göttlicher Eingebung zu entdecken vermag und zur Schatzkammer der Mysterien göttlichen Wissens werde. So wurde gesagt: »Wer auf dem schneeweißen Pfad wandelt und den Spuren der hochroten Säule nachgeht, wird nie zu Seiner Wohnstatt gelangen, es sei denn mit Händen, die rein sind von weltlichem Tand, wie Menschen ihn lieben.« Dies tut vor allem dem not, der diesen Pfad beschreitet. Denke darüber nach, auf dass du mit entschleiertem Auge die Wahrheit dieser Worte erfassest.
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Wir sind vom Thema abgewichen, doch alles, was Wir angeführt haben, dient dem Zweck dieser Ausführungen. Bei Gott! So groß auch Unser Wunsch ist, Uns kurz zu fassen, so sehen Wir doch, dass Wir die Feder nicht zügeln können! Wie zahllos sind aber, bei allem schon Gesagten, die Perlen, die aus der Muschel Unseres Herzens noch nicht herausgeschält sind! Wie viele Ḥúrídie schwarzäugigen Jungfrauen des Paradieses, vgl. Qur’án 44:54; 52:20; 55:72; 56:22 – Anm. d. Hrsg.A der inneren Bedeutung sind noch in den Kammern göttlicher Weisheit verborgen! Keiner hat sich ihnen je genähert, diesen Ḥúrí, »die kein Mensch noch Geist zuvor berührt hat«Qur’án 55:56.Q. Obwohl all dies gesagt wurde, scheint es, als wäre noch kein Buchstabe dieser Ausführungen ausgesprochen, noch kein einziges Zeichen Unseres Zieles enthüllt. Wann wird ein ergebener Sucher zu finden sein, der das Pilgergewand anlegt, zur Ka‘bah seiner Herzenssehnsucht gelangt und ohne Ohr und Zunge die Mysterien göttlicher Sprache entdeckt?
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Durch diese klaren, schlüssigen Darlegungen ist also der Sinn des Wortes »Himmel« in dem erwähnten Vers klar und verständlich geworden. Und nun zu Seinen Worten, dass der Menschensohn kommen werde »in den Wolken des Himmels«Mt. 24:30 – Anm. d. Hrsg.Q. Der Begriff »Wolken« bedeutet, was den Wegen und Wünschen der Menschen zuwider ist. So hat Er in dem angeführten Vers offenbart: »Sooft ein Bote zu euch kommt mit dem, was euren Seelen zuwider ist, seid ihr in Hoffart aufgebläht; die einen habt ihr des Betrugs geziehen, die anderen gar erschlagen.«Qur’án 2:87.Q Diese »Wolken« bedeuten in einem Sinne die Aufhebung der Gesetze, die Ablösung der früheren Sendungen, die Abschaffung von Riten und Bräuchen, die bei den Menschen im Schwange sind, den Vorrang des ungelehrten Gläubigen vor dem gelehrten Gegner des Glaubens. In einem anderen Sinne bedeuten sie das Erscheinen der unsterblichen Schönheit in der Gestalt eines sterblichen Menschen mit menschlichen Beschränkungen wie Essen und Trinken, Armut und Reichtum, Ruhm und Erniedrigung, Schlafen, Wachen und anderem mehr, was bei den Menschengeistern Zweifel erregen und sie abspenstig machen kann. Alle diese Schleier werden sinnbildlich als »Wolken« bezeichnet.
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Dies sind die »Wolken«, durch welche die Himmel der Erkenntnis und des Verstehens aller, die auf Erden wohnen, gespalten werden. So hat Er offenbart: »An jenem Tage soll der Himmel durch die Wolken gespalten werden.«Qur’án 25:25.Q So wie die Wolken das Menschenauge daran hindern, die Sonne zu schauen, hindert dieses Geschehen die Menschenseelen, das Licht der göttlichen Sonne zu erkennen. Das bezeugt die Rede der Ungläubigen, wie im Heiligen Buch offenbart ist: »Sie sprechen: Doch was ist’s mit diesem Gottgesandten? Er isset Speis’ und wandelt in den Gassen? Ja, wär’ ihm nur herabgesandt ein Engel, der mit ihm wär’, ein Mahner!«Qur’án 25:7; nach der Übertragung durch Friedrich Rückert.Q Auch andere Propheten litten unter Armut, Trübsal, Hunger, Leid und den Wechselfällen dieser Welt. Da diese geheiligten Gestalten solchen Nöten und Bedürfnissen unterworfen sind, war auch das Volk in der Wildnis der Sorgen und Zweifel verloren und von Verwirrung und Bestürzung ergriffen. Wie konnte, so fragten sie sich, ein solcher Mensch von Gott herabgesandt sein, seine Überlegenheit über alle Menschen und Geschlechter hienieden behaupten und den Anspruch erheben, selbst das Ziel aller Schöpfung zu sein – wie Er gesprochen hat: »Ich hätte nicht all dies im Himmel und auf Erden erschaffen, wenn nicht für Dich«Ḥadíth-i-Qudsí, ›heilige Tradition‹; Eine Anspielung auf den Ḥadíth laut dem Gott den Propheten Muḥammad mit den Worten angesprochen haben soll: »Wenn nicht für Dich, Ich hätte die Sphären nicht erschaffen.« – Anm. in: Call of the Divine Beloved.Q –, der doch so trivialen Dingen unterworfen ist? Du bist doch zweifellos unterrichtet über die Trübsale, die Armut, die Übel und die Erniedrigung, die über alle Propheten Gottes und ihre Gefährten kamen. Du hast doch gehört, wie die Häupter ihrer Jünger als Geschenke in einige Städte gesandt wurden und wie schrecklich sie gehindert wurden zu tun, was ihnen befohlen ward. Sie fielen allesamt in die Hände der Feinde Seiner Sache und hatten zu erdulden, was immer jene bestimmten.
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Es ist offenbar, dass der Umbruch, zu dem es in jeder Sendung kommt, die finsteren Wolken bildet, welche sich zwischen das Auge menschlichen Begreifens und die göttliche Sonne schieben, die aus dem Aufgangsort des göttlichen Wesens hervorstrahlt. Sieh, wie die Menschen über Generationen blindlings dem Beispiel ihrer Väter folgten und nach den Vorschriften ihres Glaubens erzogen wurden. Müssten diese Menschen plötzlich sehen, dass einer aus ihrer Mitte, der alle menschlichen Begrenzungen mit ihnen teilt, sich erhebt, um alle festgefügten Grundsätze, die ihnen ihr Glaube auferlegte, abzuschaffen, Grundsätze, durch die sie über Jahrhunderte in Zucht gehalten wurden und deren Gegner und Leugner sie als ungläubig, ruchlos und gottlos anzusehen pflegten, so wären sie sicherlich in Schleier gehüllt und unfähig, Seine Wahrheit anzuerkennen. Solche Geschehnisse sind wie »Wolken«Qur’án 25:26 und Mt. 24:30 – Anm. d. Hrsg.A, welche die Augen derer verschleiern, deren Wesen weder vom Salsabíl der Loslösung gekostet noch vom Kawthar der Erkenntnis Gottes getrunken hat. Solche Menschen werden, wenn sie in diese Lage kommen, so verschleiert, dass sie, ohne im geringsten zu fragen, die Manifestation Gottes einen Ungläubigen nennen und über sie das Todesurteil fällen. Du musst von den Vorgängen gehört haben, wie sie zu allen Zeiten geschahen und auch heute zu beobachten sind.
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Wir sollten uns darum mit Gottes unsichtbarem Beistand aufs äußerste bemühen, dass diese dunklen Schleier, diese Wolken vom Himmel gesandter Prüfungen uns nicht daran hindern, die Schönheit Seines leuchtenden Antlitzes zu schauen, und dass wir Ihn nur durch Sein eigenes Selbst erkennen. Und sollten wir nach einem Zeugnis Seiner Wahrheit fragen, so sollten wir uns mit einem einzigen zufriedengeben und nur mit diesem allein, auf dass wir dadurch zu Ihm gelangen, dem Urquell unendlicher Gnade, in dessen Gegenwart aller Überfluss der Welt zu einem Nichts dahinschwindet, und wir Ihn nicht mehr Tag um Tag bekritteln und nicht mehr unserem eitlen Wahn folgen.
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Gnädiger Gott! Trotz der Warnung, die in wundervoll symbolischer Sprache mit zarten Andeutungen in vergangenen Zeiten ausgesprochen ward und die die Völker der Welt aufrütteln und sie davor bewahren sollte, ihres Anteils an dem wogenden Meer der Gnade Gottes beraubt zu werden, sind doch die Geschehnisse, wie schon bezeugt, eingetreten! Auch im Qur’án ist davon die Rede, wovon folgender Vers zeugt: »Was können sie erwarten, als dass Gott zu ihnen herabkomme im Schatten der Wolken?«Qur’án 2:210.Q Einige Geistliche, die sich fest an den Buchstaben des Wortes Gottes hielten, haben diesen Vers als eines der Zeichen der Auferstehung gedeutet, wie sie sie erwarteten, eine Auferstehung, die nur aus ihrem eitlen Wahn geboren ist. Und dies ungeachtet der Tatsache, dass in den meisten himmlischen Büchern ähnliche Hinweise gegeben wurden und sich überall finden, wo von den Zeichen der künftigen Manifestation die Rede ist.
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Desgleichen spricht Er: »Am Tage, da die Himmel einen sichtbaren Rauch hervorbringen, der die Menschheit umhüllt, da wird schmerzliche Trübsal sein.«Qur’án 44:10.Q Der Allherrliche hat gerade das, was den Wünschen der Gottlosen so zuwider ist, zum Prüfstein und Maßstab bestimmt, womit Er Seine Diener prüft, auf dass die Gerechten von den Gottlosen und die Gläubigen von den Ungläubigen geschieden werden. Der symbolische Begriff »Rauch« bezeichnet schwerwiegenden Dissens, den Verlust anerkannter Maßstäbe und den völligen Untergang ihrer engstirnigen Vertreter. Welcher Rauch wäre dichter und erstickender als derjenige, der heutzutage alle Völker der Welt einhüllt, der ihnen zur Qual geworden ist und dem sie, so sehr sie sich auch mühen, nicht entrinnen können. So wild ist dieses Feuer des Selbstes, das in ihnen brennt, dass sie jeden Augenblick, so scheint es, von neuen Qualen befallen werden. Je mehr ihnen verkündet wird, dass diese wundersame Sache Gottes, diese Offenbarung vom Allerhöchsten, der ganzen Menschheit kundgemacht wurde und jeden Tag an Größe und Kraft zunimmt, desto wilder lodert in ihren Herzen die Feuersglut. Je mehr sie der unbezähmbaren Kraft, der hehren Entsagung, der unerschütterlichen Standhaftigkeit an Gottes heiligen Gefährten gewahr werden, die mit Gottes Hilfe Tag um Tag edler und ruhmreicher werden, desto tiefer wütet in ihren Seelen die Verzweiflung. In diesen Tagen hat – Preis sei Gott! – die Macht Seines Wortes eine solche Überlegenheit über die Menschen erlangt, dass sie kein Wort mehr zu sagen wagen. Würden sie einem der Gefährten Gottes begegnen, der, so er könnte, freiwillig und freudig zehntausend Leben als Opfer für seinen Geliebten darbrächte, so wäre ihre Furcht so groß, dass sie nach außen hin ihren Glauben an Ihn bekennten, während sie insgeheim Seinen Namen schmähten und verfluchten! So hat Er offenbart: »Und wenn sie euch begegnen, sagen sie ›wir glauben‹, doch wenn sie abseits sind, beißen sie sich auf die Fingerspitzen aus Wut über euch. Sprich: ›Sterbt in eurer Wut!‹ Gott, wahrlich, kennt alle Winkel in eurer Brust.«Qur’án 3:119.Q
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Binnen kurzem werden deine Augen die Banner göttlicher Souveränität in allen Regionen entrollt sehen und die Zeichen Seiner triumphierenden Macht und Herrschaft offenbar in allen Landen. Da die meisten Geistlichen den Sinn dieser Verse nicht erfasst und auch die Bedeutung des Tages der Auferstehung nicht begriffen haben, haben sie diese Verse töricht nach ihrem eitlen, unzulänglichen Verständnis ausgelegt. Der eine wahre Gott ist Mein Zeuge! Schon wenig Fassungskraft würde genügen, dass sie aus der symbolischen Sprache dieser Verse all das herausläsen, was der Zweck Unserer Darlegungen ist, und dass sie durch die Gnade des Allerbarmers zum strahlenden Morgen der Gewissheit gelangten. Dies sind die Akkorde der himmlischen Melodie, die der unsterbliche Himmelsvogel, der auf dem Sadrih Bahás trillert, über dich ergießt, auf dass du mit Gottes Erlaubnis den Pfad göttlicher Erkenntnis und Weisheit beschreitest.
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Und nun, was Seine Worte betrifft: »Und Er wird senden Seine Engel …«Mt. 24:31 – Anm. d. Hrsg.Q »Engel« sind jene, die, durch die Kraft des Geistes gestärkt, mit dem Feuer der Liebe Gottes alle menschlichen Züge und Begrenzungen getilgt und sich mit den Zeichen der erhabensten Wesen und der Cherubim bekleidet haben. Ṣádiq, jener Heilige Der 6. Imám der Shí‘iten. A, sagt in seiner Lobrede auf die Cherubim: »Da steht eine Schar unserer shí‘itischen Gefährten hinter dem Thron.« Verschieden und mannigfach sind die Deutungen der Worte »hinter dem Thron«. In einem Sinne sagen sie, dass es keine wahren Shí‘iten gibt. So hat er an einer anderen Stelle gesagt: »Ein wahrer Gläubiger gleicht dem Stein der Weisen.« Sich sodann an seinen Zuhörer wendend, spricht er: »Hast du jemals den Stein der Weisen gesehen?« Bedenke, wie diese symbolische Sprache, die beredsamer ist als jede noch so direkte Rede, bezeugt, dass es keinen wahren Gläubigen gibt. Dies ist das Zeugnis Ṣádiqs. Seht nun, wie viele es sind, die – selbst unfähig, den Duft des Glaubens einzuatmen – in ihrer Ungerechtigkeit gerade diejenigen als Ungläubige verdammen, durch deren Wort der Glaube erkannt und gestiftet wird.
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So wurden diese heiligen Wesen, die über alle menschlichen Begrenzungen erhaben, mit den Zeichen des Geistes versehen und den edlen Zügen des Heiligen geschmückt sind, »Engel« genannt. Das ist die Bedeutung dieser Verse, von denen jedes Wort mit Hilfe der lichtvollsten Texte, der überzeugendsten Gründe und der bestgeführten Beweise gedeutet wurde.
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Da die Christen den verborgenen Sinn dieser Worte nie erfassten, da die von ihnen und ihren Führern erwarteten Zeichen nicht erschienen, lehnen sie es bis heute ab, die Wahrheit der Manifestationen der Heiligkeit anzuerkennen, die seit den Tagen Jesu erschienen sind. So haben sie sich selbst der Ausgießung von Gottes heiliger Gnade und der Wunder Seiner göttlichen Rede beraubt. So tief sind sie gesunken, heute, am Tage der Auferstehung! Sie haben nicht begriffen, dass niemand die Zeichen der Manifestationen Gottes – wenn sie jeweils dem Text anerkannter Überlieferungen entsprächen und im sichtbaren Reich erschienen – ablehnen oder sich von ihnen abwenden könnte, dass sich der Gesegnete dann nicht von dem Elenden unterschiede, der Übertreter nicht von dem Gottesfürchtigen. Urteile gerecht: Sollten sich die Prophezeiungen der Evangelien buchstäblich erfüllen, sollte Jesus, der Sohn der Maria, von Engeln begleitet aus dem sichtbaren Himmel auf Wolken herabkommen – wer wagte es da, nicht zu glauben? Wer wagte es, die Wahrheit hochmütig zu verwerfen? Nein, solche Bestürzung ergriffe alle Bewohner der Erde, dass sich keine Seele fähig fühlte, auch nur ein Wort zu äußern, wie viel weniger denn die Wahrheit zu verwerfen oder anzunehmen. Viele christliche Geistliche haben sich Muḥammad widersetzt, weil sie diese Wahrheiten falsch verstanden, und ihren Protest in solche Worte gekleidet: »Wenn Du wirklich der verheißene Prophet bist, warum bist Du dann nicht, wie in unserer heiligen Schrift verheißen, von Engeln begleitet, die mit der verheißenen Schönheit herabkommen sollen, um Ihm bei Seiner Offenbarung beizustehen und Ihm als Warner für Sein Volk zu dienen?« So hat der Allherrliche ihren Einwand verzeichnet: »Ja, wär’ ihm nur herabgesandt ein Engel, der mit ihm wär’, ein Mahner!«Qur’án 25:7, [nach der Übertragung durch Friedrich Rückert].Q
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Solchen Protest und solchen Meinungsstreit gab es zu allen Zeiten. Die Menschen, stets geübt in blendendem Wortgefecht, haben töricht eingewandt: »Warum ist nicht dieses oder jenes Zeichen erschienen?« Solches Unheil kam nur deshalb über sie, weil sie blindlings den Geistlichen ihrer Zeit folgten, wenn sie diese Verkörperungen der Loslösung, diese heiligen, göttlichen Wesen annahmen oder ablehnten. In ihre selbstsüchtigen Wünsche verstrickt, nach vergänglichen, nichtigen Zielen trachtend, fanden diese Führer, dass die göttlichen Sonnen nicht dem Maßstab ihres Wissens und Verständnisses entsprachen und im Widerspruch standen zu ihrer Denkweise und ihrem Urteil. Da sie Gottes Wort und die Sprüche und Traditionen der Buchstaben der Einheit nur wörtlich interpretierten und gemäß ihrem mangelhaften Verständnis erklärten, haben sie sich selbst und ihr Volk der mildtätigen Schauer der Gnade und Barmherzigkeit Gottes beraubt. Und doch dienen sie dieser wohlbekannten Tradition zum Zeugnis: »Wahrlich, Unser Wort ist dunkel, verwirrend dunkel.«Ḥadíth, dem 6. Imám Ja‘far aṣ-Ṣádiq zugeschrieben – Anm. d. Hrsg.Q An anderer Stelle ist gesagt: »Unsere Sache ist schmerzlich prüfend und höchst verwirrend. Niemand kann sie ertragen, er sei denn vom Himmel begünstigt oder ein erleuchteter Prophet oder einer, dessen Glauben Gott geprüft hat.«Ḥadíth, dem 6. Imám Ja‘far aṣ-Ṣádiq zugeschrieben – Anm. d. Hrsg.Q Jene Geistlichen räumen ein, dass keine dieser drei Bedingungen auf sie zutrifft. Die ersten beiden Bedingungen sind ganz offensichtlich jenseits ihrer Einflusssphäre, und was die dritte betrifft, so liegt es offen zutage, dass sie zu keiner Zeit sich in solchen von Gott gesandten Prüfungen bewährt haben, und dass sie, wenn der göttliche Prüfstein erschien, sich nur als Abschaum erwiesen.
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Großer Gott! Die Geistlichen erkennen die Wahrheit dieser Tradition an. Gleichwohl erheben sie, die selbst noch über dunkle Fragen der Theologie im Zweifel sind und darüber im Streit liegen, den Anspruch, die Subtilitäten des Gottesgesetzes zu erläutern und die innersten Geheimnisse Seines heiligen Wortes zu erklären. Dreist behaupten sie, die Traditionen über den erwarteten Qá’im seien noch nicht erfüllt, während sie selbst außerstande sind, den Duft der Bedeutung dieser Überlieferungen zu atmen. Diese törichten Geistlichen sind sich noch immer nicht der Tatsache bewusst, dass alle geweissagten Zeichen eingetroffen sind, dass der Weg der heiligen Gottessache enthüllt ist und die Schar der Gläubigen mit Blitzesschnelle eben jetzt auf diesem Wege dahineilt, während sie selbst noch immer darauf warten, Zeugen verheißener Zeichen zu sein. Sprich: O ihr Toren! So wartet denn wie jene, die vor euch gewartet haben!
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Fragte man sie nach den Zeichen, die die Offenbarung und den Aufstieg der Sendung Muḥammads ankündigen müssen und auf die Wir schon hingewiesen haben, deren sich aber keines im buchstäblichen Sinn erfüllt hat, und spräche man zu ihnen: »Warum habt ihr die Ansprüche verworfen, die die Christen und die Völker anderer Religionen gestellt haben, und warum betrachtet ihr sie als Ungläubige?«, so erwiderten sie, um die Antwort verlegen: »Diese Bücher wurden verfälscht; sie sind nicht von Gott und waren es nie gewesen.« Überlege: Der Wortlaut der Verse selbst ist schon beredter Zeuge der Wahrheit, dass sie von Gott sind. Ein ähnlicher Vers ist auch im Qur’án offenbart – o würdet ihr es doch begreifen! Wahrlich, Ich sage: In dieser ganzen Zeit haben sie niemals begriffen, was mit dem Verfälschen des Textes gemeint ist.
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Ja, in den Schriften und Reden der Spiegel, die die Sonne der Sendung Muḥammads widerstrahlen, ist von einer »Änderung durch die erhabenen Wesen« und von einer »Änderung durch die Hochmütigen« die Rede. Solche Stellen beziehen sich jedoch nur auf Sonderfälle. Unter ihnen ist auch die Geschichte von Ibn-i-Ṣúríyá. Als die Leute von Khaybarim Norden Medinas gelegene Oasenstadt – Anm. d. Hrsg.A den Brennpunkt der islámischen Offenbarung über die gesetzliche Strafe für den Ehebruch eines verheirateten Mannes mit einer verheirateten Frau befragten, antwortete Muḥammad und sprach: »Das Gesetz Gottes ist Tod durch Steinigung.« Daraufhin protestierten sie und sagten: »Ein solches Gesetz ist im Pentateuch nicht offenbart.« Muḥammad antwortete und sprach: »Welchen eurer Rabbinen betrachtet ihr als anerkannte Autorität, als zuverlässigen Kenner der Wahrheit?« Da einigten sie sich auf Ibn-i-Ṣúríyá. Muḥammad ließ ihn kommen und sprach: »Ich beschwöre dich bei Gott, der das Meer für euch zerteilte, der Manna auf euch regnen ließ und die Wolke sandte, euch zu beschatten, der euch vom Pharao und seinem Volke befreite und euch über alle menschlichen Wesen erhob, uns zu sagen, was Mose bestimmt hat bei Ehebruch zwischen einem verheirateten Mann und einer verheirateten Frau.« Er gab zur Antwort: »O Muḥammad! Tod durch Steinigung sagt das Gesetz.« Muḥammad bemerkte: »Wie kam es dann, dass dieses Gesetz aufgehoben wurde und unter den Juden nicht mehr in Kraft ist?« Er antwortete und sprach: »Als Nebukadnezar Jerusalem den Flammen übergab und die Juden tötete, überlebten dies nur wenige. Angesichts der höchst geringen Zahl der Juden und der großen Menge Amalekiter berieten die Geistlichen jener Zeit miteinander und kamen zu dem Schluss, dass, wenn sie das Gesetz des Pentateuch anwendeten, jeder Überlebende, der aus der Hand Nebukadnezars freigekommen war, nach dem Befehl des Buches hätte zum Tode verurteilt werden müssen. Aufgrund solcher Überlegungen haben sie die Todesstrafe abgeschafft.« Unterdessen gab Gabriel Muḥammads erleuchtetem Herzen diese Worte ein: »Sie verfälschen den Text des Wortes Gottes.«Qur’án 4:46; [vgl. auch 5:13, 5:41 – Anm. d. Hrsg.].Q
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Dies ist eines der Beispiele, auf das hingewiesen wurde. Wahrlich, »Verfälschen« des Textes bedeutet nicht das, was diese törichten, erbärmlichen Seelen wähnen. So behaupten manche, jüdische und christliche Geistliche hätten aus dem Buche die Verse entfernt, die die Gestalt Muḥammads erhöhen und verherrlichen, und hätten dafür das Gegenteil eingefügt. Wie dumm und irreführend sind doch diese Reden! Kann ein Mensch, der an ein Buch glaubt und es für von Gott eingegeben hält, dieses verstümmeln? Übrigens war der Pentateuch über den ganzen Erdkreis und nicht nur in Mekka und Medina verbreitet, so dass man dort insgeheim seinen Text hätte verfälschen und verdrehen können. Nein, mit der Verfälschung des Textes ist das gemeint, was heute alle islámischen Geistlichen tun, nämlich Gottes heiliges Buch auslegen, wie es ihrem eitlen Wahn und ihren nichtigen Wünschen entspricht. Als die Juden zur Zeit Muḥammads die Verse des Pentateuch, die sich auf Seine Manifestation bezogen, nach ihren eigenen Vorstellungen auslegten und sich mit Seinen heiligen Worten nicht zufrieden gaben, wurden sie der »Verfälschung« des Textes bezichtigt. Ebenso ist offensichtlich, dass das Volk des Qur’án heute, soweit es die Zeichen der erwarteten Manifestation anbelangt, den Text des heiligen Buches verfälscht, indem es ihn nach seinen Neigungen und Wünschen interpretiert.
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In einem anderen Fall spricht Er: »Ein Teil von ihnen hörte Gottes Wort, und als sie es verstanden, verdrehten sie es und wussten dabei, was sie getan.«Qur’án 2:75.Q Auch dieser Vers zeigt, dass der Sinn des Wortes Gottes verfälscht wurde, nicht aber, dass die betreffenden Worte getilgt worden sind. Wer gesunden Menschenverstand hat, wird diese Wahrheit bezeugen.
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Bei anderer Gelegenheit spricht Er: »Wehe denen, die mit eigener Hand das Buch verfälschend abschreiben und dann sagen: ›Dies ist von Gott‹, damit sie es zu einem geringen Preis verkaufen.«Qur’án 2:79.Q Dieser Vers wurde unter Hinweis auf die Geistlichen und Führer des jüdischen Glaubens offenbart. Diese Geistlichen schrieben, um den Reichen zu gefallen, um weltlicher Nebeneinkünfte wegen und um ihrem Neid und Unglauben freien Lauf zu lassen, einige Abhandlungen, in denen sie die Ansprüche Muḥammads zurückwiesen und ihre Darlegungen mit solchen Argumenten versahen, dass es unschicklich wäre, sie zu erwähnen. Dabei behaupteten sie, dass diese Argumente aus dem Texte des Pentateuch abgeleitet seien.
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Das gleiche erleben wir heutzutage. Bedenke die Fülle von Anschuldigungen, welche die törichten Geistlichen dieser Zeit in ihren Schriften gegen diese wundervolle Sache erhoben. Wie nichtig ist ihr Wahn, diese Verleumdungen seien im Einklang mit den Versen in Gottes heiliger Schrift und dem Urteil von Menschen mit Einsicht!
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Wenn Wir auf diese Geschehnisse hinweisen, so ist Unsere Absicht, dich zu warnen: Sollten sie behaupten, die Verse des Evangeliums mit den angegebenen Zeichen seien verfälscht worden, sollten sie sie verwerfen und sich stattdessen an andere Verse und Überlieferungen halten, so solltest du wissen, dass ihre Worte unwahr und bare Verleumdung sind. Ja, die »Verfälschung« des Textes in dem von Uns erläuterten Sinne hat es tatsächlich in verschiedenen Fällen gegeben. Einige davon haben Wir erwähnt, damit jeder, der scharfen Sinnes ist, sehe, dass einigen Ungelehrten unter den Heiligen die Meisterschaft der Gelehrsamkeit verliehen wurde, damit böswillige Widersacher nicht länger behaupten, ein bestimmter Vers zeige eine »Verfälschung« des Textes an, und andeuten, dass Wir aus Mangel an Erkenntnis auf solche Dinge zu sprechen kamen. Schließlich wurden die meisten Verse, die eine »Verfälschung« des Textes anzeigen, im Hinblick auf das jüdische Volk offenbart – o würdet ihr doch die Inseln der qur’ánischen Offenbarung erforschen!
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Auch hörten Wir die Behauptung einiger Toren, der ursprüngliche Text der himmlischen Evangelien sei bei den Christen nicht mehr vorhanden und zum Himmel aufgestiegen. Wie schlimm haben sie sich geirrt! Wie wenig bedachten sie dabei, dass solch eine Behauptung einer gnädigen, liebevollen Vorsehung schwerste Ungerechtigkeit und Tyrannei unterstellt! Wie könnte Gott, nachdem die Sonne der Schönheit Jesu den Augen Seines Volkes entschwunden und zum vierten Himmel aufgestiegen war, Sein heiliges Buch, Sein größtes Zeugnis unter Seinen Geschöpfen, ebenfalls verschwinden lassen? Was wäre diesem Volke geblieben, woran es sich vom Untergang der Sonne Jesu bis zum Aufstieg der Sonne der Sendung Muḥammads hätte halten können? Welches Gesetz sollte ihr Anker und ihr Führer sein? Warum sollten solche Menschen zum Opfer des rächenden Zornes Gottes, des allmächtigen Rächers, gemacht werden, warum sollten sie von der Geißel der Züchtigung durch den himmlischen König getroffen werden? Und vor allem: Warum sollte der Gnadenstrom des Allgütigen ins Stocken geraten? Wie könnte das Meer Seiner sanften Barmherzigkeit zur Ruhe kommen? Wir nehmen Zuflucht bei Gott vor dem, was sich Seine Geschöpfe über Ihn ausgedacht haben. Erhaben ist Er über ihr Begreifen.
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Lieber Freund! Nun, da das Licht von Gottes unvergänglichem Morgen anbricht, da der Glanz Seiner heiligen Worte: »Gott ist das Licht der Himmel und der Erde«Qur’án 24:35.Q die ganze Menschheit erleuchtet, da die Unverletzlichkeit Seines Tabernakels durch Seinen geheiligten Spruch: »Gott war gewillt, Sein Licht vollkommen zu machen«Qur’án 9:32.Q verkündet wird und da die Hand der Allmacht, die Sein Zeugnis: »In Seinem Griff hält Er das Reich aller Dinge«vgl. Qur’án 23:88; 36:83 – Anm. d. Hrsg.Q trägt, über alle Völker und Geschlechter auf Erden ausgestreckt ist, ziemt es uns, uns zu rüsten. Dann mag es geschehen, dass wir durch Gottes Gnade und Gunst in die himmlische Stadt »Wahrlich, wir sind Gottes« eingehen und in der erhabenen Wohnstätte »Und zu Ihm kehren wir zurück«Qur’án 2:156 – Anm. d. Hrsg.Q weilen. Es ist deine Pflicht, mit Gottes Erlaubnis das Auge deines Herzens von den Dingen dieser Welt zu läutern, damit du der Unendlichkeit göttlicher Erkenntnis gewahr werdest und so klar die Wahrheit schauest, dass du keines Beweises ihrer Wirklichkeit mehr bedarfst, noch irgendeines Zeichens, das ihr Zeugnis bestätigt.
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O du eifriger Sucher! Solltest du dich in das heilige Reich des Geistes erheben, so würdest du Gott so offenbar und erhaben über alle Dinge erkennen, dass deine Augen nichts sähen außer Ihm. »Gott war allein, niemand war da neben Ihm.«Ḥadíth – Anm. in: Call of the Divine Beloved.Q So hehr ist diese Stufe, dass kein Zeugnis davon künden kann und kein Beweis Seiner Wahrheit gerecht wird. Würdest du den geheiligten Bereich der Wahrheit erforschen, so fändest du, dass alle Dinge nur durch das Licht Seiner Erkenntnis erkannt werden, dass Er seit jeher nur durch Ihn selbst erkannt worden ist und dass dies immerdar so sein wird. Wenn du im Lande des Zeugnisses wohnst, dann sei zufrieden mit dem, was Er offenbart hat: »Ist es nicht genug für sie, dass Wir auf Dich das Buch herabgesandt haben?«Qur’án 29:51.Q Dies ist das Zeugnis, das Er selbst bestimmt hat. Einen größeren Beweis als diesen gibt es nicht und wird es niemals geben: »Dieser Beweis ist Sein Wort, Sein eigenes Selbst, das Zeugnis Seiner Wahrheit.«
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Und nun bitten Wir das Volk des Bayán, alle die Gelehrten, die Weisen, Geistlichen und Zeugen unter ihnen, nicht die Wünsche und Ermahnungen zu vergessen, die in ihrem Buche offenbart sind. Lasst sie allezeit ihren Blick auf das Wesentliche ihrer Sache heften, damit sie dann, wenn Er, die Quintessenz der Wahrheit, die innerste Wirklichkeit aller Dinge, die Quelle allen Lichtes, sich offenbart, sich nicht an bestimmte Stellen des Buches halten und Ihm zufügen, was in der Sendung des Qur’án geschehen ist. Denn Er, der König göttlicher Macht, ist wahrlich imstande, mit einem Buchstaben Seiner wundersamen Worte den Lebensodem des ganzen Bayán und seines Volkes auszutilgen, mit einem Buchstaben ihnen ein neues, unsterbliches Leben zu verleihen, so dass sie sich erheben und hervoreilen aus den Gräbern ihrer eitlen, selbstischen Wünsche. Habt Acht, seid wachsam und bedenket, dass alle Dinge im Glauben an Ihn ihre Vollendung finden, im Erreichen Seines Tages und in der Erkenntnis Seiner göttlichen Gegenwart. »Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr euer Gesicht nach Osten oder nach Westen wendet, sondern fromm ist, wer an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag.«Qur’án 2:176.Q O Volk des Bayán! Höre auf die Wahrheit, zu der Wir dich ermahnen, damit du vielleicht unter dem Schatten Schutz suchest, der am Tage Gottes über der ganzen Menschheit ausgebreitet sein wird.
Zweiter Teil
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Wahrlich, Er, die Sonne der Wahrheit, der Offenbarer des höchsten Wesens, hat allezeit die unbestrittene Souveränität über alles im Himmel und auf Erden, selbst wenn kein Mensch auf Erden zu finden wäre, der Ihm gehorchte. Er, wahrlich, ist unabhängig von aller irdischen Herrschaft, sollte Er auch jeder Macht bar sein. So offenbaren Wir dir die Mysterien der Sache Gottes und verleihen dir die Edelsteine göttlicher Weisheit, damit du dich vielleicht auf den Schwingen der Entsagung zu jenen Höhen erhebest, die vor den Augen der Menschen verschleiert sind.
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Es ist Sinn und Zweck dieser Ausführungen, denen, die reinen Herzens und geheiligten Geistes sind, zu enthüllen und aufzuzeigen, dass die Sonnen der Wahrheit und die Spiegel des Lichtes göttlicher Einheit unwandelbar mit allbezwingender Macht versehen und mit unbesiegbarer Souveränität bekleidet sind, in welchem Zeitalter und Zyklus sie auch aus den unsichtbaren Wohnstätten altehrwürdiger Herrlichkeit in diese Welt herabgesandt wurden, um die Menschenseelen zu erziehen und allen erschaffenen Dingen Gnade zu erweisen. Denn diese verborgenen Edelsteine, diese versteckten, unsichtbaren Schatzkammern sind in sich selbst offenbar und rechtfertigen die Wirklichkeit der heiligen Worte: »Wahrlich, Gott tut, was immer Er will, und befiehlt, was immer Ihm gefällt.«vgl. Qur’án 2:253; 14:27; 22:14, 22:18 und Qur’án 5:1 – Anm. d. Hrsg.Q
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Jedem verständigen, erleuchteten Herzen ist offenbar, dass Gott, die unerforschliche Wesenheit, das göttliche Sein, unermesslich erhaben ist über alle menschlichen Merkmale wie leibliche Existenz, Aufstieg und Abstieg, Ausgang und Rückkehr. Fern sei es Seiner Herrlichkeit, dass des Menschen Zunge angemessen Sein Lob künden oder des Menschen Herz Sein unergründliches Mysterium erfassen könnte. Er ist und war von jeher in der altehrwürdigen Ewigkeit Seines Wesens verhüllt und wird in Seiner Wirklichkeit dem Schauen der Menschen ewiglich verborgen bleiben. »Keine Schau erfasst Ihn, Er aber erfasst alle Schau; Er ist der Scharfsinnige, der Allsehende.«Qur’án 6:103.Q Kein Band unmittelbaren Verkehrs kann Ihn an Seine Geschöpfe binden. Hoch erhaben steht Er über aller Trennung und Verbindung, Nähe und Ferne. Kein Zeichen kann Seine Gegenwart oder Abwesenheit künden, denn durch ein Wort Seines Befehles wurden alle im Himmel und auf Erden ins Dasein gerufen, und durch Seinen Wunsch, den Urwillen selbst, sind alle aus gänzlichem Nichtsein in das Reich des Seins, in die Welt des Sichtbaren, getreten.
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Gnädiger Gott! Wie könnte eine Verwandtschaft oder nur mögliche Verbindung gedacht werden zwischen Seinem Wort und denen, die daraus erschaffen sind? Der Vers: »Gott warnt euch vor sich selbst«Qur’án 3:30.Q zeugt klar für die Richtigkeit Unserer Argumentation, und das Wort: »Gott war allein, niemand war da neben Ihm«Ḥadíth – Anm. in: Call of the Divine Beloved.Q ist ein sicheres Zeugnis seiner Wahrheit. Zu allen Zeiten haben die Propheten Gottes und ihre Erwählten, die Geistlichen, Wissenden und Weisen einmütig ihr Unvermögen erkannt, dieses reinste Wesen aller Wahrheit zu begreifen, und ihre Unfähigkeit eingestanden, Ihn, die innerste Wirklichkeit aller Dinge, zu erfassen.
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Das Tor der Erkenntnis des Altehrwürdigen der Tage ist so vor dem Antlitz aller Wesen verschlossen. Darum hat der Quell unendlicher Gnade nach Seinem Vers: »Seine Gnade ist größer denn alle Dinge; Meine Gnade hat sie alle umfangen« vgl. Qur’án 7:156 – Anm. d. Hrsg. A jene leuchtenden Edelsteine der Heiligkeit aus dem Reiche des Geistes in der edlen Gestalt des menschlichen Tempels erscheinen und allen Menschen offenbar werden lassen, auf dass sie der Welt die Mysterien des unveränderlichen Seins schenken und ihr von Seinem reinen, unsterblichen Wesen künden. Diese geheiligten Spiegel, diese Aufgangsorte altehrwürdiger Herrlichkeit sind allesamt auf Erden die Vertreter Dessen, der die Sonne der Welt, ihr Wesen und ihr letztes Ziel ist. Von Ihm geht ihre Erkenntnis und Macht aus, von Ihm leitet sich ihre Souveränität ab. Die Schönheit ihres Antlitzes ist nur eine Widerspiegelung Seines Bildes, ihre Offenbarung ein Zeichen Seiner unsterblichen Herrlichkeit. Sie sind die Schatzkammern göttlicher Erkenntnis, die Verwahrungsorte himmlischer Weisheit. Durch sie wird eine Gnade vermittelt, die unendlich ist, und durch sie wird das Licht enthüllt, das nimmer verlöschen kann. So hat Er gesprochen: »Kein Unterschied ist zwischen Dir und ihnen, außer, dass sie Deine Diener und von Dir erschaffen sind.« aus dem ›Gebet des Monats Rajab‹ des Ḥujjatu’lláh, des 12. Imáms, übermittelt durch das Tor Muḥammad Ibn-i-‘Uthmán – Anm. d. Hrsg. A Dies ist die Bedeutung der Überlieferung: »Ich bin Er, Er selbst, und Er ist Ich, Ich selbst.«
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Die Traditionen und Sprüche, die sich auf Unseren Gegenstand beziehen, sind verschieden und mannigfach. Wir haben es Uns um der Kürze willen versagt, sie alle anzuführen. Nein fürwahr, alles in den Himmeln und auf Erden ist ein unmittelbarer Beweis dafür, dass sich darin Gottes Attribute und Namen offenbaren, da jedes Atom die Zeichen verwahrt, welche für die Offenbarung des größten Lichtes beredtes Zeugnis ablegen. Mich dünkt, ohne die Wirkkraft dieser Offenbarung könnte kein Wesen je bestehen. Wie hell strahlen die Sonnen der Erkenntnis in einem Atom, wie weit hin wogen die Meere der Weisheit in einem Tropfen! In höchstem Grade gilt dies für den Menschen, der von allem Erschaffenen mit dem Gewande solcher Gaben bekleidet und für die Herrlichkeit einer solchen Auszeichnung auserkoren wurde! Denn in ihm sind alle Namen und Attribute Gottes potentiell in einem Maße offenbart, das von keinem erschaffenen Wesen übertroffen wird. Alle diese Namen und Eigenschaften treffen auf ihn zu. So hat Er gesagt: »Der Mensch ist Mein Geheimnis, und Ich bin sein Geheimnis.«Ḥadíth-i-Qudsí, ›heilige Tradition‹, – Anm. d. Hrsg.Q Mannigfaltig sind die Verse, die in allen himmlischen Büchern und heiligen Schriften wiederholt zu diesem schwierigsten, erhabensten Thema offenbart worden sind. So hat Er offenbart: »Wir werden ihnen sicherlich Unsere Zeichen zeigen in der Welt und in ihnen selbst.«Qur’án 41:53.Q Weiter spricht Er: »Und auch in euch selbst, wollt ihr da nicht die Zeichen Gottes schauen?«Qur’án 51:21.Q Und wiederum offenbart Er: »Und seid nicht wie jene, die Gott vergessen und die Er darum ihr eigenes Selbst vergessen ließ.«Qur’án 59:19.Q In diesem Zusammenhang hat Er, der ewige König – mögen die Seelen aller, die im mystischen Tabernakel wohnen, ein Opfer für Ihn sein – gesprochen: »Wer sich selbst erkannt hat, hat Gott erkannt.«Ḥadíth des Imám ‘Alí – Anm. d. Hrsg.Q
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Ich schwöre bei Gott, o du geschätzter und geehrter Freund! Solltest du diese Worte in deinem Herzen erwägen, du würdest sicherlich die Tore göttlicher Weisheit und unendlicher Erkenntnis vor deinem Antlitz weit geöffnet finden.
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Aus dem Gesagten wird deutlich, dass alle Dinge in ihrem innersten Wesenskern die Offenbarung der Namen und Attribute Gottes bezeugen. Jedes ist, je nach seiner Fähigkeit, ein Zeichen und Ausdruck der Erkenntnis Gottes. So mächtig und umfassend ist diese Offenbarung, dass sie alles Sichtbare und Unsichtbare umfängt. So hat er offenbart: »Hat irgendetwas außer Dir eine Kraft der Offenbarung, die Dir fehlt, so dass es Dich hätte sichtbar machen können? Blind ist das Auge, das Dich nicht wahrnimmt.«Gebet für den Tag ‘Arafah, offenbart von Imám Ḥusayn – Anm. d. Hrsg.Q Ebenso hat der ewige König gesprochen: »Kein Ding habe ich geschaut, ich hätte denn Gott in ihm, Gott vor ihm oder Gott hinter ihm geschaut.«Ḥadíth des Imám ‘Alí – Anm. d. Hrsg.Q Auch heißt es in der Traditionensammlung des KumaylKumayl Ibn Zíyád an-Nakhá’í, einer der engsten Vertrauten des Imám ‘Alí – Anm. d. Hrsg.A: »Siehe, ein Licht strahlt auf aus dem Morgen der Ewigkeit, und siehe, seine Wellen sind in die innerste Wirklichkeit aller Menschen eingedrungen.« Der Mensch, das edelste und vollkommenste aller erschaffenen Wesen, übertrifft sie alle an Stärke dieser Offenbarung und ist ein umfassender Ausdruck ihrer Herrlichkeit. Von allen Menschen sind die vollendetsten, die ausgezeichnetsten und vollkommensten die Manifestationen der Sonne der Wahrheit. Ja, alle außer ihnen leben durch das Wirken ihres Willens; sie bewegen sich und verdanken ihr Sein ihrem Gnadenstrom. »Wenn nicht für Dich, hätte Ich die Sphären nicht erschaffen.«Ḥadíth-i-Qudsí, ›heilige Tradition‹ – Anm. in: Call of the Divine Beloved.Q Nein, alle schwinden in ihrer heiligen Gegenwart zu äußerstem Nichts, zu einem vergessenen Wesen dahin. Die menschliche Zunge kann niemals angemessen ihren Lobpreis singen, menschliche Rede nie ihr Mysterium enthüllen. Diese Brennpunkte der Heiligkeit, diese Ersten Spiegel, die das Licht unvergänglicher Herrlichkeit widerstrahlen, sind nur ein Ausdruck von Ihm, dem Unsichtbaren der Unsichtbaren. Durch die Offenbarung dieser Edelsteine göttlicher Tugend sind alle Namen und Attribute Gottes wie Erkenntnis und Kraft, Souveränität und Herrschaft, Barmherzigkeit und Weisheit, Herrlichkeit, Freigebigkeit und Gnade enthüllt.
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Diese Attribute Gottes waren niemals bestimmten Propheten verliehen und anderen vorenthalten. Nein, alle Propheten Gottes, Seine wohlbegnadeten, Seine heiligen und erwählten Boten sind ohne Ausnahme die Träger Seiner Namen und die Verkörperungen Seiner Attribute. Sie unterscheiden sich nur in der Stärke ihrer Offenbarung und in der Wirkkraft ihres Lichtes. So hat Er offenbart: »Einige Sendboten haben Wir die anderen überragen lassen.«Qur’án 2:253.Q Es leuchtet daher ein, dass sich in den Gestalten dieser Propheten und Erwählten Gottes das Licht Seiner unendlichen Namen und erhabenen Attribute spiegelt, auch wenn das Licht einiger dieser Attribute durch diese leuchtenden Tempel den Augen der Menschen äußerlich nicht enthüllt wurde. Dass eine bestimmte Eigenschaft Gottes durch diese Wesen der Loslösung nach außen hin nicht offenbart wurde, besagt keineswegs, dass sie, die Morgenröten der Attribute Gottes und Schatzkammern Seiner heiligen Namen, diese nicht wirklich besessen hätten. Darum sind diese erleuchteten Seelen, diese schönen Antlitze, allesamt mit allen Attributen Gottes wie Souveränität, Herrschaft und dergleichen ausgestattet, mögen sie auch dem äußeren Anschein nach aller irdischen Majestät beraubt sein. Dies ist jedem einsichtigen Auge offenbar und bedarf keines Beweises.
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Fürwahr, die Völker der Welt sind nun ermattet und niedergeschlagen; sie schmachten vor Durst im Tale eitlen Wahns und des Eigensinns, weil sie versäumten, bei den leuchtenden, kristallklaren Quellen göttlicher Erkenntnis die innere Bedeutung der heiligen Gottesworte zu suchen. Sie sind weit abgeirrt von den frischen, durststillenden Wassern und versammeln sich um einen Salztümpel, der bitter schmeckt. Von ihnen sprach die Taube der Ewigkeit: »Und wenn sie den Pfad der Rechtschaffenheit sehen, so wollen sie ihn nicht als ihren Pfad annehmen; sehen sie aber den Pfad des Irrtums, so nehmen sie ihn als ihren Weg. Dies, weil sie Unsere Zeichen als Lüge behandelten und ihrer nicht achteten.«Qur’án 7:146.Q
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Dies legt davon Zeugnis ab, was in dieser wunderbaren, erhabenen Sendung geschehen ist. Myriaden heiliger Verse sind aus dem Himmel der Macht und der Gnade herabgekommen, doch niemand hat sich ihnen zugewandt; alle haben sich an die Worte von Menschen gehalten, die keinen Buchstaben verstehen von dem, was sie reden. Aus diesem Grunde hat das Volk unbestreitbare Wahrheiten wie diese bezweifelt und ist so des Riḍváns göttlicher Erkenntnis und der ewigen Auen himmlischer Weisheit verlustig gegangen.
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Und nun, um in Unserer Beweisführung fortzufahren: Warum trat die Souveränität des Qá’im, die durch die Texte der überlieferten Traditionen bestätigt und durch die leuchtenden Sterne der islámischen Sendung der Nachwelt vermittelt wurde, nicht im geringsten zutage? Sogar das Gegenteil ist geschehen: Wurden Seine Gefährten und Jünger nicht von den Menschen gepeinigt, sind sie nicht immer noch Opfer des grimmigen Widerstandes ihrer Feinde? Führen sie nicht heute noch das Leben erniedrigter, hilfloser Sterblicher? Wahrlich, die dem Qá’im zugeschriebene Souveränität, von der in den Schriften die Rede ist, ist eine Realität, deren Wahrheit niemand bezweifeln kann. Diese Souveränität ist jedoch nicht die Herrschaft, die sich die Menschen fälschlicherweise vorstellen. Überdies haben die alten Propheten allesamt, wenn sie dem Volke ihrer Zeit die nächste Offenbarung ankündigten, stets nachdrücklich auf die Souveränität hingewiesen, mit der die verheißene Manifestation gewisslich bekleidet sein müsse. Dies bezeugen die Berichte in den Schriften der Vergangenheit. Souveränität wird nicht allein dem Qá’im beigemessen, dieses Attribut und alle anderen Namen und Attribute Gottes sind allen Manifestationen Gottes vor und nach Ihm verliehen, denn sie sind, wie schon ausgeführt, die Verkörperungen der Attribute Gottes, des Unsichtbaren, und die Offenbarer der göttlichen Mysterien.
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