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4:36O Hádí! Losgelöst von jeder Bindung an die Welt, bemüht sich dieser Unterdrückte, das Feuer der Feindseligkeit und des Hasses, das den Völkern der Erde flammend im Herzen lodert, zu löschen. Jedem gerecht und redlich gesinnten Menschen obliegt es, Gott – verherrlicht sei Sein Ruhm – Dank zu sagen und sich aufzumachen, diese überlegene Sache zu fördern, damit sich Feuer in Licht verwandle und Haß der Liebe und Freundschaft weiche. Ich schwöre bei der Gerechtigkeit Gottes! Das ist dieses Unterdrückten einziges Ziel. Für die Verkündigung dieser bedeutungsschweren Sache und für die Darstellung ihrer Wahrheit haben Wir in der Tat mannigfache Leiden, Härten und Trübsale erduldet. Du selbst würdest Zeugnis ablegen für das, was Wir ausführten, könntest du nur unvoreingenommen reden. Wahrlich, Gott spricht die Wahrheit und führt den Weg. Er ist der Kraftvolle, der Mächtige, der Gnädige.4:37Unsere Herrlichkeit ruhe auf dem Volk Bahás, das weder die Tyrannei des Unterdrückers noch die Überlegenheit des Angreifers von Gott, dem Herrn der Welten, abhalten können.Tajallíyát (Der Strahlenglanz)5:0_7Dies ist der Sendbrief Gottes, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden.5:0_8Er ist es, der aus Seinem Reiche der Herrlichkeit hört.5:1Gott bezeugt, daß es keinen Gott außer Ihm gibt und daß Er, der erschienen ist, das Verborgene Geheimnis, das Verwahrte Sinnbild, das Größte Buch für alle Völker und der Himmel der Großmut für die ganze Welt ist. Er ist das Mächtigste Zeichen unter den Menschen, das Morgenlicht der erhabensten Eigenschaften im Reiche der Schöpfung. Durch Ihn ist erschienen, was seit unvordenklicher Zeit verborgen und vor den Augen der Menschen verhüllt war. Er ist es, dessen Manifestation die himmlischen Schriften in alter und jüngerer Zeit ankündigten. Wer den Glauben an Ihn, Seine Zeichen und Seine Zeugnisse bekennt, anerkennt wahrlich, was die Zunge der Größe vor der Schöpfung von Erde und Himmel und vor der Offenbarung des Reiches der Namen sprach. Durch Ihn wogte das Meer der Erkenntnis inmitten der Menschheit, und der Strom göttlicher Weisheit quoll hervor auf das Geheiß Gottes, des Herrn aller Tage.5:2Wohl dem Scharfsichtigen, der die Wahrheit erkennt und wahrnimmt, und dem Feinhörigen, der auf Seine süße Stimme lauscht, und der Hand, die Sein Buch entgegennimmt mit einer Entschlossenheit, die aus Gott, dem Herrn dieser und der nächsten Welt, geboren ist, und dem unermüdlichen Wanderer, der zu Seinem herrlichen Horizont eilt, und dem Starken, den weder die Übermacht der Herrscher noch das Geschrei der Glaubensführer erschüttern können. Und wehe dem, der die Gnade und Großmut Gottes zurückweist, der Sein zartes Erbarmen und Seine Vollmacht leugnet. Solch ein Mensch wird fürwahr zu denen gerechnet, die seit aller Ewigkeit das Zeugnis Gottes und Seinen Beweis verwarfen.5:3Groß ist der Segen dessen, der an diesem Tage von sich wirft, was unter den Menschen im Schwange ist, und sich an das hält, was Gott verordnet hat, der Herr der Namen und Gestalter alles Erschaffenen, Er, der durch die Macht des Größten Namens vom Himmel der Ewigkeit gekommen ist, umgürtet mit so unbesiegbarer Allgewalt, daß keine Macht der Erde Ihm widerstehen kann. Dies bezeugt das Mutterbuch, das von der Höchsten Stufe her ruft.5:4O ‘Alí-Akbar!Ustád ‘Alí-Akbar, einer der treuen Gläubigen in Yazd. Er entwarf den Mashriqu’l-Adhkár von ‘Ishqábád; ‘Abdu’l-Bahá hieß seinen Entwurf gut. Ustád ‘Alí-Akbar gab 1903 in Yazd sein Leben als Märtyrer hin.A Wiederholt haben Wir deine Stimme gehört und dir geantwortet mit dem, was die ganze Menschheit mit all ihrem Lob nie erreichen kann, was die Aufrichtigen den süßen Duft der Worte des Allerbarmers atmen, Seine wahren Liebenden den Hauch himmlischer Wiedervereinigung spüren und die Verschmachtenden das Murmeln der Lebenswasser hören läßt. Selig, wer dahin gelangt und erkennt, was zu dieser Stunde die Feder Gottes, des Helfers in Gefahr, des Allmächtigen, des Allschenkenden, verbreitet.5:5Wir bezeugen, daß du dein Angesicht auf Gott gerichtet hast und weit gereist bist, bis du Seine Gegenwart erreichtest und der Stimme dieses Unterdrückten lauschtest, den die Missetaten der Zweifler an Gottes Zeichen und Zeugnis und der Leugner dieser himmlischen, alle Welt erleuchtenden Gnade in den Kerker brachten. Selig ist dein Angesicht, denn es hat sich Ihm zugewandt, selig dein Ohr, denn es hat Seine Stimme vernommen, und deine Zunge, denn sie hat Gott, den Herrn der Herren, gepriesen und verherrlicht. Wir bitten Gott, dir gnädig beizustehen, ein Banner für die Förderung Seiner Sache zu werden, und dich zu befähigen, Ihm allezeit und in jeder Lage nahe zu kommen.5:6Wir gedenken der Erwählten und Geliebten Gottes dortzulande und künden ihnen als frohe Botschaft, was ihnen zu Ehren vom Reiche des Wortes ihres Herrn, des Alleinherrschers am Tage der Abrechnung, herniedergesandt worden ist. Grüße sie von Mir und erleuchte sie mit der strahlenden Herrlichkeit Meiner Worte. Wahrlich, dein Herr ist der Gnädige, reich an Gaben.5:7O du, der du Meinen Lobpreis verkündest! Höre, was das Volk der Tyrannei Mir in Meinen Tagen nachsagt. Manche von ihnen sagen: »Er beansprucht Göttlichkeit«, andere: »Er ersinnt eine Lüge gegen Gott«, wieder andere: »Er ist gekommen, Aufruhr zu entfachen.« Scheitern und verderben sollen sie! Siehe, sie sind fürwahr an eitlen Wahn gekettet.5:8Wir wollen jetzt nicht länger die beredte Sprachearabisch.A gebrauchen. Wahrlich, dein Herr ist der Machtvolle, der Ungezwungene. Gern sprechen Wir in persischer Zunge, damit das Volk Persiens samt und sonders der Worte des barmherzigen Herrn bewußt werde und hervortrete, die Wahrheit zu entdecken.Das erste Tajallí,5:9das im Morgenlicht der Sonne der Wahrheit erstrahlt, ist die Erkenntnis Gottes – erhaben sei Seine Herrlichkeit. Und die Erkenntnis des Königs urewiger Tage kann nur erlangt werden durch die Anerkennung Dessen, der Träger des Größten Namens ist. Er ist wahrlich der Sprecher vom Sinai, heute hoch auf dem Thron der Offenbarung sitzend. Er ist das Verborgene Geheimnis, das Verwahrte Sinnbild. Alle frühen und neueren Bücher Gottes sind mit Seinem Lobpreis geschmückt und verherrlichen Seinen Ruhm. Durch Ihn ist das Banner der Erkenntnis in der Welt aufgepflanzt und die Fahne der Einheit Gottes inmitten aller Völker entfaltet. Die Göttliche Gegenwart kann nur erlangen, wer Seine Gegenwart erreicht. Seine Macht enthüllt nunmehr alles, was seit unvordenklichen Zeiten verschleiert und verborgen war. Er ist offenbar in der Macht der Wahrheit und hat ein Wort gesprochen, durch das alle in den Himmeln und auf Erden vom Donner gerührt sind, ausgenommen die, welche der Allmächtige zu verschonen beliebte. Der wahre Glaube an Gott und Seine Anerkennung sind unvollständig ohne Annahme dessen, was Er offenbart, und ohne Befolgung dessen, was Er verordnet und was die Feder der Herrlichkeit im Buche niedergelegt hat.5:10Wer sich in das Meer Seiner Äußerungen versenkt, sollte allzeit den Geboten und Verboten, die Gott offenbart hat, volle Beachtung schenken. Fürwahr, Seine Gebote stellen die festeste Burg für den Schutz der Welt und die Sicherheit ihrer Völker dar – ein Licht für die, welche die Wahrheit erkennen und anerkennen, ein Feuer für jene, die sich abkehren und leugnen.Das zweite Tajallí5:11ist, standhaft in der Sache Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – und unwandelbar in Seiner Liebe zu bleiben. Dies kann nur durch Seine volle Anerkennung erlangt werden; und volle Anerkennung ist nur möglich durch den Glauben an die Gesegneten Worte: »Er tut, was Er will.«vgl. Qur’án 2:253; 14:27; 22:14; 22:18 – Anm. d. Hrsg.
Q Wer sich treu an dieses erhabene Wort hält und tief trinkt vom Lebenswasser der Äußerung, das darinnen ruht, der wird mit solcher Standhaftigkeit erfüllt, daß alle Bücher der Welt außerstande sind, ihn vom Mutterbuche abzulenken. O, wie ruhmreich ist diese hehre Stufe, dieser erhabene Rang, dieses letzte Ziel!5:12O ‘Alí-Akbar! Schau, wie elend der Zustand der Zweifler ist. Alle führen sie die Worte an: »Wahrlich, Er ist zu preisen für Seine Taten, und Ihm ist zu gehorchen in Seinem Geheiß.«Worte des Báb in Bezug auf »Den, den Gott offenbaren wird« – Anm. d. Hrsg.
Q Wenn Wir aber etwas offenbaren, das auch nur um die Breite eines Nadelöhrs an ihren selbstsüchtigen Begierden vorbeiläuft, weisen sie es hochmütig zurück. Sprich: Keiner kann die mannigfachen Entscheidungsgrundlagen von Gottes vollendeter Weisheit ausloten. Fürwahr, sollte Er für die Erde bestimmen, was für den Himmel gilt, so hätte keiner das Recht, Seine Vollmacht anzuzweifeln. Dies hat der Punkt des Bayán in all dem bezeugt, was in Wahrheit auf Ihn herniederkam auf Geheiß Gottes, der das Morgenlicht anbrechen ließ.Das dritte Tajallí5:13betrifft Künste, Gewerbe und Wissenschaften. Wissen gleicht den Flügeln für des Menschen Leben, einer Leiter für seinen Aufstieg. Es ist jedermanns Pflicht, sich Wissen zu erwerben. Jedoch sollten solche Wissenschaften studiert werden, die den Völkern auf Erden nützen, nicht solche, die mit Worten beginnen und mit Worten enden. Viel verdanken fürwahr die Völker der Welt den Wissenschaftlern und den Handwerkern. Dies bezeugt das Mutterbuch am Tage Seiner Wiederkehr. Glücklich ist, wer hörende Ohren besitzt. In der Tat, Wissen ist ein wahrer Schatz für den Menschen, eine Quelle des Ruhmes, der Großmut, der Freude, der Erhabenheit, des Frohsinns und der Heiterkeit. Also spricht die Zunge der Größe in diesem Größten Gefängnis.Das vierte Tajallí5:14bezieht sich auf Gottheit, Göttlichkeit und dergleichen. Wollte ein Mensch von Einsicht seinen Blick auf den gesegneten, offenbaren Lotosbaum und seine Früchte lenken, so würde er dadurch so bereichert, daß er von allem anderen unabhängig wäre und seinen Glauben an alles bekennte, was der Sprecher des Sinai auf dem Thron der Offenbarung geäußert hat.5:15O ‘Alí-Akbar! Mache das Volk mit den heiligen Versen deines Herrn vertraut und gib ihnen Seinen geraden Pfad, Seine mächtige Verkündigung bekannt.5:16Sprich: O Volk, wenn ihr redlich und gerecht urteilt, werdet ihr die Wahrheit all dessen bezeugen, was aus der Erhabensten Feder geströmt ist. So ihr zum Volk des Bayán gehört, wird euch der Persische Bayán rechtleiten und sich euch als genügendes Zeugnis erweisen, und so ihr vom Volke des Qur’án seid, denket nach über die Offenbarung vom Sinai und über die Stimme aus dem Busch, die zum Sohne ‘ImránsMoses.A kam.5:17Gütiger Gott! Es war beabsichtigt, daß zur Zeit der Offenbarung des einen wahren Gottes die Fähigkeit, Ihn zu erkennen, entwickelt und gereift sei, ja, daß sie ihren Höhepunkt erreiche. Nunmehr ist jedoch klar erwiesen, daß bei den Zweiflern diese Fähigkeit unentwickelt blieb und fürwahr verkümmert ist.5:18O ‘Alí! Was sie vom Busch annahmen, das weigern sie sich jetzt, von Ihm anzunehmen, der der Weltenbaum des Daseins ist. Sprich: O Volk des Bayán, redet nicht, was euch Leidenschaft und selbstische Begierde zu reden eingeben. Die meisten Völker der Welt bezeugen die Wahrheit des gesegneten Wortes, das aus dem Busch gekommen ist.5:19Bei der Gerechtigkeit Gottes! Wäre es nicht um der Hymne des Lobpreises willen, die der Herold göttlicher Offenbarung angestimmt hat, dieser Unterdrückte hätte nie ein Wort geäußert, das den Unwissenden Schrecken ins Herz jagt und sie verderben läßt. Am Anfang des BayánBayán-i-Fársí 1:1 – Anm. d. Hrsg.A verweilt der Báb ausführlich bei der Verherrlichung Dessen, den Gott offenbaren wird – erhaben ist Seine Manifestation – und spricht: »Er ist Der, welcher in jeder Lage verkünden wird: ›Wahrlich, wahrlich, Ich bin Gott, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Herrn über alles Erschaffene. Alle anderen außer Mir sind fürwahr Meine Geschöpfe. O Meine Geschöpfe! Mich allein betet ihr an.‹«
Desgleichen preist Er bei anderer Gelegenheit den Namen Dessen, der offenbart werden wird, und sagt: »Ich wäre der erste, der Ihn anbetet.«
Nun sollte man über die Bedeutung des ›Anbetenden‹ und des ›Angebeteten‹ nachsinnen, damit das Volk der Erde eines Tautropfens aus dem Meere göttlichen Wissens teilhaftig und befähigt werde, die Größe dieser Offenbarung wahrzunehmen. Wahrlich, Er ist erschienen und hat Seine Zunge gelöst, die Wahrheit zu verkünden. Wohl dem, der die Wahrheit erkennt und anerkennt, und wehe dem, der eigensinnig trotzt.5:20O ihr Geschlechter der Erde! Neigt euer Ohr der Stimme aus dem göttlichen Lotosbaum, der die Welt überschattet, und zählt nicht zum Volk der Tyrannei auf Erden, zu den Menschen, welche die Manifestation Gottes und Seine unüberwindliche Allgewalt verwerfen und Seine Gunstbeweise von sich weisen. Sie rechnen fürwahr zu den Verworfenen im Buche Gottes, des Herrn der ganzen Menschheit.5:21Die Herrlichkeit, welche am Horizont Meiner Gunst und Gnade angebrochen ist, sei mit dir und allen, die bei dir sind und deinen Worten über die Sache Gottes, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, Gehör schenken.Kalimát-i-Firdawsíyyih (Worte des Paradieses)6:0_9Er ist es, der durch die Macht der Wahrheit im Reiche der Äußerung spricht.6:1O ihr Verkörperungen der Gerechtigkeit und Unparteilichkeit, ihr Offenbarungen der Aufrichtigkeit und der himmlischen Gaben! Unter Tränen klagend, ruft dieser Unterdrückte laut und spricht: O Gott, mein Gott! Schmücke die Häupter Deiner Geliebten mit der Krone der Loslösung und kleide ihre Tempel mit dem Gewande der Rechtschaffenheit.6:2Es geziemt dem Volke Bahás, durch die Macht seiner Rede dem Herrn zum Siege zu verhelfen und die Menschen durch edle Taten und guten Charakter zu ermahnen, zumal Taten größeren Einfluß üben als Worte.6:3O Ḥaydar-‘Alí!Ḥájí Mírzá Ḥaydar-‘Alí war ein hervorragender persischer Bahá’í-Lehrer und -Schriftsteller. Er verbrachte neun Jahre in Khárṭúm als Gefangener und Verbannter, machte ausgedehnte Reisen durch den Írán und starb 1920 im Heiligen Land. Abendländische Pilger kennen ihn als den Engel vom Berg Karmel. [Seine Autobiographie (Bihjatu’ṣ-Ṣudúr, Bombay 1913) wurde von A. Q. Faizi gekürzt in englischer Sprache herausgegeben unter dem Titel: Stories from the Delight of Hearts, Los Angeles 1980. Die deutsche Übersetzung trägt den Titel Die Freude der Herzen, Hofheim, 2015. – Anm. d. Hrsg.].A Mit dir seien der Lobpreis Gottes und Seine Herrlichkeit. Sprich: Ehrlichkeit, Tugend, Weisheit und ein heiliger Charakter gereichen dem Menschen zur Ehre, während ihn Unredlichkeit, Schwindel, Unwissenheit und Heuchelei in Erniedrigung stürzen. Bei Meinem Leben! Nicht im Schmuck und Reichtum liegt des Menschen Adel, sondern in tugendsamem Verhalten und wahrem Verständnis. Das Volk Persiens ist zumeist in Trug und leeren Wahn verstrickt. Wie unermeßlich ist der Unterschied zwischen dem Zustand dieser Menschen und der Stufe jener tapferen Seelen, die das Meer der Namen überquert und ihre Zelte an den Seegestaden der Loslösung aufgeschlagen haben. Fürwahr, nur wenige Zeitgenossen haben den Vorzug erworben, auf das Gurren der Tauben des allhöchsten Paradieses zu lauschen. »Nur wenige Meiner Diener sind wahrhaft dankbar.«Qur’án 34:13.
Q Die meisten Menschen finden Gefallen an ihrem Aberglauben. Einen einzigen Tropfen aus der See des Wahns halten sie für köstlicher als ein Meer an Gewißheit. Sie halten sich krampfhaft an Namen und berauben sich dadurch der inneren Wirklichkeit; sie klammern sich an leeren Trug und bleiben so dem Morgenlicht himmlischer Zeichen fern. Gebe Gott, daß dir in jeder Lage gnädiglich geholfen werde, die Götzen des Aberglaubens zu zerschlagen und die Schleier menschlichen Wahns zu zerreißen. Alle Gewalt liegt in der Hand Gottes, des Urquells der Offenbarung und Eingebung, des Herrn am Tage der Auferstehung.6:4Wir hörten, was die fragliche Person über gewisse Glaubenslehrer äußerte. In der Tat hat sie wahr gesprochen. Manche achtlosen Seelen ziehen im Namen Gottes durch die Lande, emsig bemüht, Seine Sache zugrunde zu richten, und nennen das Förderung und Lehre des Wortes Gottes, obwohl die Erfordernisse für die Lehrer des Glaubens strahlend wie Sterne von den Himmeln der göttlichen Sendschreiben herniederscheinen. Jeder Redlichgesinnte bezeugt und jeder Einsichtige weiß, daß der eine wahre Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – ohne Unterlaß das darlegt und entwickelt, was die Menschenkinder in ihrem Rang erhöht und in ihrer Stufe hebt.6:5Das Volk Bahás brennt hell wie eine Kerze inmitten der Versammlungen und hält sich an das, was Gott zum Ziel gesetzt hat. Hoch erhebt sich diese Stufe über alle anderen Stufen. Wohl dem, der von sich wirft, was die Weltmenschen besitzen, aus Sehnsucht nach dem, was Gottes ist, des einzigen Herrn der Ewigkeit.6:6Sprich: O Gott, mein Gott! Du siehst, wie ich Deinen Willen umkreise, die Augen auf den Morgenhimmel Deiner Großmut gerichtet, im heftigen Verlangen nach dem Strahlenglanz der Sonne Deiner Gunst und Gnade. Ich bitte Dich, o Du Geliebter jedes verstehenden Herzens, Du Sehnsucht derer, die nahen Zugang zu Dir haben, gewähre, daß sich Deine Geliebten völlig loslösen von ihren eigenen Neigungen und sich fest an das halten, was Dir wohlgefällt. Kleide sie, o Herr, in das Gewand der Rechtschaffenheit und erleuchte sie mit dem strahlenden Lichte der Loslösung. Rufe sodann die Heerscharen weiser Rede zu ihrer Hilfe, auf daß sie Dein Wort unter Deinen Geschöpfen erhöhen und Deine Sache vor Deinen Dienern verkünden. Wahrlich, Du bist mächtig zu tun, was Du willst, und in Deinem Griff liegen die Zügel allen Geschehens. Kein Gott ist außer Dir, dem Mächtigen, dem Ewigvergebenden.6:7O du, der du den Blick auf Mein Antlitz richtest! In diesen Tagen ist eingetreten, was Mich in tiefen Gram gestürzt hat. Missetäter, die der Sache Gottes Treue bekunden, haben begangen, was der Aufrichtigkeit, der Ehrlichkeit, der Gerechtigkeit und der Billigkeit die Glieder zittern ließ. Eine bekannte Person, der höchste Freundlichkeit und Gunst bezeigt worden war, hat Taten verübt, die selbst Gott Tränen in die Augen trieben. Ehedem äußerten Wir Worte der Warnung und der Vorahnung; dann hielten Wir die Sache eine Reihe von Jahren geheim, damit er sich in acht nehme und bereue. Aber alles war vergeblich. Schließlich sammelte er seine ganze Kraft, um die Sache Gottes vor den Augen aller Menschen herabzusetzen. Er zerriß die Schleier der Redlichkeit und empfand Mitleid weder mit sich selbst noch mit dem Glauben Gottes. Jetzt aber haben die Taten gewisser Menschen weit schwereres Leid gebracht, als die Taten dieses einen je bewirkt hatten. Flehe du zu Gott, dem Wahren, Er möge die Achtlosen gnädiglich zum Widerruf und zur Reue befähigen. Wahrlich, Er ist der Vergebende, der Gabenreiche, der Großmütige.6:8Heutzutage hat jeder die Pflicht, beharrlich Einheit und Eintracht zu wahren und fleißig für die Förderung der Sache Gottes zu wirken, damit die eigensinnigen Seelen erreichen, was ihnen dauerhafte Wohlfahrt bringt.
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