weiter nach oben ...
7:36Gnädiger Gott! Kürzlich geschah etwas, das große Verwunderung hervorrief. Wie berichtet wurde, begab sich eine gewisse PersonJamáli’d-Dín-i-Afghání. Vgl. Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 551.A vor den kaiserlichen Thron Persiens, und es gelang ihr, durch ihre Schmeicheleien die Gunst verschiedener Adliger zu erlangen. Wie erbärmlich fürwahr, wie beklagenswert! Man ist erstaunt, wie Menschen, die Sinnbilder der höchsten Herrlichkeit waren, sich nun zu grenzenloser Schande erniedrigen. Was ist aus ihren hohen Vorsätzen geworden? Wohin sind ihre Würde und ihr Ehrgefühl entschwunden? Einst strahlte die Sonne der Herrlichkeit und Weisheit unaufhörlich am Himmel Persiens, aber heutzutage ist sie so tief gesunken, daß sich gewisse Würdenträger von Narren wie Spielzeug behandeln lassen. Die besagte Person hat über dieses Volk in der ägyptischen Presse und in der Beiruter Enzyklopädie Dinge geschrieben, daß die Wohlunterrichteten und Gebildeten bestürzt waren. Sodann begab er sich nach Paris, wo er eine Zeitung mit dem Namen ‘Urvatu’l-Vuthqá›Die sichere Handhabe‹.A herausgab und sie in alle Teile der Welt sandte. Er sandte auch eine Ausgabe in das Gefängnis von ‘Akká; damit wollte er Zuneigung bekunden und seine früheren Taten wieder gutmachen. Kurz, dieser Unterdrückte hat über ihn geschwiegen. Wir flehen zu dem einen wahren Gott, Er möge ihn schützen und das Licht des gerechten Augenmaßes auf ihn ergießen. Ihm geziemt zu sprechen:7:37O Gott, mein Gott! Du siehst mich, wie ich vor der Tür Deiner Güte und Vergebung stehe, wie ich meinen Blick auf den Himmelssaum Deiner großmütigen Gunst und Deines mannigfachen Segens richte. Ich bitte dich bei Deiner süßen Stimme und bei dem schrillen Laut Deiner Feder, o Du Herr der ganzen Menschheit, hilf gnädig Deinen Dienern, wie es Deinen Tagen entspricht und der Herrlichkeit Deiner Manifestation und Deiner Majestät ansteht. Wahrlich, Du bist mächtig zu tun, was Du willst. Alle Bewohner der Himmel und der Erde bezeugen Deine Kraft und Deine Macht, Deine Herrlichkeit und Deine Freigebigkeit. Preis sei Dir, Du Herr der Welten, Du Einziggeliebter für das Herz jedes Einsichtsvollen!7:38Du siehst, o mein Gott, wie das Wesen der Armut das Meer Deines Reichtums sucht, wie sich der Inbegriff der Bosheit nach den Wassern Deiner Vergebung und Deiner sanften Gnade sehnt. Gewähre, o mein Gott, was Deiner großen Herrlichkeit entspricht und der Erhabenheit Deiner grenzenlosen Gnade entspringt. Du bist in Wahrheit der alles Gewährende, der Herr überströmender Gnade, der Gesetzgeber, der Allweise. Kein Gott ist außer Dir, dem Mächtigsten, dem Allbezwingenden, dem Allmachtvollen.7:39O Volk Gottes! Heute sollte jeder die Augen auf den Horizont der folgenden gesegneten Worte richten: »Allein und ohne Hilfe tut Er, was Ihm gefällt.« Wer diese Stufe erreicht, hat wahrlich das Licht der Wesenseinheit Gottes erlangt und wird davon erleuchtet, während alle anderen im Buche Gottes zum Anhang eitlen Wahns und leeren Trugs gerechnet werden. Neigt euer Ohr der Stimme dieses Unterdrückten und sichert euch eure wahre Stufe. Es ist eine zwingende Notwendigkeit und ein Befehl, daß jeder dies beachte.7:40Unverhüllt und offen hat dieser Unterdrückte allzeit vor dem Angesicht aller Völker der Welt verkündet, was als Schlüssel zu den Toren der Wissenschaften, der Künste, der geistigen Erkenntnis, des Wohlbefindens, der Wohlfahrt und des Wohlstandes dienen wird. Weder konnte das Unrecht der Unterdrücker den durchdringenden Ton der Erhabenen Feder zum Schweigen bringen, noch vermochten Ihn die Eigensinnigen und die Aufrührer mit ihren Zweifeln daran zu hindern, das Höchste Wort zu offenbaren. Von ganzem Herzen flehe Ich zu Gott, Er möge das Volk Bahás schützen und reinigen von dem eitlen Trug und verderbten Wahn, der die Anhänger des früheren Glaubens beherrscht.7:41O Volk Gottes! Rechtschaffene, gebildete Menschen, die sich der Führung anderer widmen, die von einer niederen, begehrlichen Wesensart befreit sind und dagegen geschützt bleiben, sind in den Augen Dessen, Der die Sehnsucht der Welt ist, Sterne am Himmel wahrer Erkenntnis. Es ist wichtig, ihnen mit Hochachtung zu begegnen. Sie sind fürwahr Springquellen sanftströmenden Wassers, hell strahlende Sterne, Früchte des seligen Baumes, Träger himmlischer Macht, Meere voll himmlischer Weisheit. Glücklich ist, wer ihnen folgt. Wahrlich, eine solche Seele wird im Buche Gottes, des Herrn des mächtigen Thrones, zu denen gezählt, um die es gut stehen soll.7:42Die Herrlichkeit, welche aus Gott kommt, dem Herrn des Thrones der Höhe und auf Erden hienieden, sei mit euch, dem Volke Bahás, den Gefährten der Roten Arche, und mit allen, die eurer sanften Stimme ihr Ohr neigen und befolgen, was ihnen in diesem machtvollen, diesem wundersamen Sendbrief geboten ist.Ishráqát (Die Pracht)8:0_22Dies ist der Sendbrief Gottes, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden.8:0_23Er ist Gott, erhaben ist Er, der Herr der Weisheit und der Rede.8:1Preis sei Gott, der einzigartig ist in Seiner Majestät, Kraft und Schönheit, unvergleichlich in Seiner Herrlichkeit, Macht und Hoheit. Zu hoch ist Er, als daß menschliche Vorstellungskraft Ihn begreifen oder Ihm irgend jemanden Seinesgleichen als Gefährten beigesellen könnte. Klar hat Er Seinen geraden Pfad in Worten und Äußerungen von höchster Beredsamkeit aufgezeigt. Wahrlich, Er ist der Allbesitzende, der Erhabenste. Als Er beschloß, die neue Schöpfung ins Sein zu rufen, da sandte Er den offenbaren, leuchtenden Punkt vom Horizonte Seines Willens aus; er ging durch alle Zeichen und offenbarte sich in jeder Form, bis er schließlich den Zenit erreichte, wie es Gott, der Herr aller Menschen, gebot.8:2Dieser Punkt ist der Brennpunkt im Kreise der Namen, der Gipfelpunkt für die Offenbarungen von Buchstaben in der Welt der Schöpfung. Durch ihn erschienen Hinweise auf das undurchdringliche Geheimnis, das reichgeschmückte Sinnbild, Ihn, der im Größten Namen enthüllt ward; einem Namen, der auf der leuchtenden Tafel niedergelegt und in der heiligen, der gesegneten, der schneeweißen Schriftrolle verzeichnet ist. Und als der Punkt vereint wurde mit dem zweiten Buchstabender Buchstabe ›B‹, der zweite im Alphabet.A, der zu Beginn der MatháníMathání = ›doppelt‹, die Eröffnungssure des Qur’án, die mit dem Buchstaben ›B‹ beginnt: Bismi’lláhu’r-Raḥmánu’r-Raḥím (Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Gnädigen). Diese Súrah wurde zweimal, in Mekka und in Medina, offenbart.A erscheint, da durchmaß er die Himmel der Rede und der Auslegung. Dann verströmte das ewige Licht Gottes seinen Strahlenglanz; es flammte auf im Herzen des Firmaments des Zeugnisses Gottes, und es brachte zwei Lichtkörper hervor. Verherrlicht sei der Barmherzige, den kein Ausdruck umschreiben, keine Aussage enthüllen, kein Zeichen bezeugen kann. Er ist fürwahr der Verordner, der Allgütige, im Anfang wie im Ende. Und Er schaffte ihnen Beschützer und Verteidiger aus den Heerscharen der Kraft und Macht. Wahrlich, Er ist der Helfer in Gefahr, der Mächtige, der Unbezwungene.8:3Die Vorrede zu diesem Sendbrief wird wie einst die MatháníMathání = ›doppelt‹, die Eröffnungssure des Qur’án, die mit dem Buchstaben ›B‹ beginnt: Bismi’lláhu’r-Raḥmánu’r-Raḥím (Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Gnädigen). Diese Súrah wurde zweimal, in Mekka und in Medina, offenbart.A zweimal offenbart.8:4Preis sei Gott, der den Punkt offenbarte und aus ihm die Kenntnis aller Dinge, der vergangenen wie der künftigen, entfaltete – einen Punkt, den Er zum Herold Seines Namens erkor und zum Vorboten Seiner Großen Offenbarung, welche der ganzen Menschheit die Glieder erbeben und Sein Licht in vollem Glanz über dem Horizont der Welt erstrahlen ließ. Wahrlich, dies ist der Punkt, den Gott zu einem Lichtmeer für die Aufrichtigen unter Seinen Dienern bestimmte und zugleich zu einer Feuerflamme für die Eigensinnigen unter Seinen Geschöpfen sowie die Gottlosen in Seinem Volke, sie, welche die Gabe Gottes gegen den Unglauben verschacherten, das himmlische Mahl gegen Heuchelei, und ihren Anhang zu einer elenden Wohnstatt führten. Sie sind die Leute, welche in der ganzen Welt Aufruhr entfachen und Sein Bündnis brechen an dem Tage, da das Unsterbliche Wesen Seinen Thron bestieg und der Rufer mit lauter Stimme rief in der Freistatt der Sicherheit und des Friedens, tief im heiligen Tale.8:5O ihr Anhänger des Bayán! Fürchtet den Allbarmherzigen. Dies ist Der, welchen Muḥammad, der Gesandte Gottes, verherrlicht hat, und vor Ihm der GeistJesus.A, und vor Diesem Der, welcher mit Gott Zwiesprache hielt.Moses.A Dies ist der Punkt des Bayán, der laut vor dem Throne ausruft: »Bei der Gerechtigkeit Gottes, ihr seid erschaffen, um diese Größte Verkündigung, diesen Vollkommenen Pfad zu verherrlichen. Er lag verborgen in den Seelen der Propheten; er war wie ein Schatz verwahrt in den Herzen der Erwählten Gottes und wurde niedergeschrieben von der ruhmreichen Feder eures Herrn, des Besitzers der Namen.«8:6Sprich: Sterbt in eurem Zorn, o ihr Böswilligen! Wahrlich, Er, Dessen Wissen nichts entgeht, ist gekommen. Er, Der das Antlitz der göttlichen Erkenntnis vor Freude strahlen ließ, ist da. Durch Ihn ist das Reich der Rede geschmückt, jede empfängliche Seele richtet ihr Angesicht auf den Herrn der Offenbarungen, jeder Kniefällige erhebt sich, und jeder Träge eilt, zum Sinai der Gewißheit zu gelangen. Dies ist der Tag, den Gott zu einem Segen für die Rechtschaffenen bestimmte, zu einem Strafgericht über die Gottlosen, zur Wohltat für die Glaubenden und zum Ausbruch Seines Zornes für die Ungläubigen und Eigensinnigen. Wahrlich, Er ist offenbart worden, von Gott bekleidet mit unüberwindlicher Souveränität. Er hat verkündet, was weder auf Erden noch in den Himmeln seinesgleichen hat.8:7Fürchtet den Allbarmherzigen, o Volk des Bayán, und begehet nicht, was die Anhänger des Qur’án begingen – sie, die Tag und Nacht ihren Glauben an die Religion Gottes bekundeten; als aber der Herr aller Menschen erschien, wandten sie sich von Ihm ab und sprachen ein so grausames Urteil gegen Ihn, daß am Tage der Wiederkehr das Mutterbuch in tiefem Schmerz Sein Geschick beklagte. Erinnert euch ihrer Taten und ihrer Worte und denket darüber nach, auch über ihren Rang und ihren Wert sowie alles, was sie verübten, als Er, der am Sinai Zwiesprache gehalten hatte, Seine Zunge löste, als die Posaune erscholl und alle im Himmel und auf Erden in Ohnmacht fielen, ausgenommen jene, die zu den Buchstaben der Bestätigung gerechnet sind.8:8O Volk des Bayán! Laßt euren eitlen Wahn und leeren Trug, alsdann schauet mit rechtem Augenmaß auf den Morgen Seiner Verkündigung und betrachtet, was Er offenbart, die Worte, die Er von Gott verkündet, und die Leiden, die Ihm die Hände Seiner Feinde angetan. Er ist Der, welcher jedwede Heimsuchung willig auf sich nahm, um Seine Sache zu verkünden und Sein Wort zu verherrlichen. Einmal duldete Er Kerkerhaft im Lande ṬáṬihrán.A, ein andermal im Lande MímMázindarán.A, dann noch einmal im erstgenannten Land – alles für die Sache Gottes, des Schöpfers der Himmel. Für Seine Liebe zur Sache Gottes, des Allmächtigen, des Allbarmherzigen, wurde Er dort in Ketten und Bande gelegt.8:9O Volk des Bayán! Habt ihr die Ermahnungen vergessen, die Meine Feder offenbarte und Meine Zunge sprach? Habt ihr Meine Gewißheit verschachert gegen euren eitlen Wahn und Meinen Pfad gegen eure selbstischen Begierden? Habt ihr die Gebote Gottes und Sein Gedenken weggeworfen, Seine Gesetze und Vorschriften aufgegeben? Fürchtet Gott, überlaßt den leeren Trug seinen Erzeugern, den Aberglauben seinen Erfindern und die Zweifel denen, die sie ausbrüten. Mit strahlendem Angesicht und mit makellosem Herzen schreitet sodann voran zu dem Himmelssaum, über dem hell die Sonne der Gewißheit scheint auf Geheiß Gottes, des Herrn der Offenbarungen.8:10Preis sei Gott, der die Größte Unfehlbarkeit zum Panzer für den Tempel Seiner Sache im Reiche der Schöpfung machte und keinem einen Anteil an dieser hehren, erhabenen Stufe zuwies. Diese Stufe ist ein Gewand, das die Finger allüberragender Macht für Sein erlauchtes Selbst gewoben haben. Es kleidet keinen außer Demjenigen, Der auf dem mächtigen Throne des »Er tut, was Ihm gefällt«vgl. Qur’án 3:40, 14:27, 22:14, 22:18 – Anm. d. Hrsg.
Q sitzt. Wer anerkennt und bekennt, was die Feder der Herrlichkeit in diesem Augenblick niederschreibt, wird wahrlich im Buche Gottes, des Herrn des Anfangs und des Endes, zu den Trägern göttlicher Einheit gezählt, zu denen, die den Begriff der Einheit Gottes stützen.8:11Als der Fluß der Worte diesen Stand erreichte, verströmten weit und breit die süßen Düfte wahrer Erkenntnis, und die Sonne göttlicher Einheit erstrahlte am Horizont Seiner heiligen Rede. Selig ist, wen Sein Ruf zum Gipfel der Herrlichkeit hinzieht, wer dem letzten Ziele nahekommt und im durchdringenden Ton Meiner Feder der Herrlichkeit erkennt, was der Herr dieser und der kommenden Welt will. Wer indessen versäumt, den erlesenen Wein zu trinken, den Wir durch die Kraft Unseres Namens, der Allbezwingende, entsiegelt haben, der wird außerstande sein, das Licht göttlicher Einheit an seinen Strahlen zu erkennen oder den Sinn und Zweck zu begreifen, der den Schriften Gottes, des Herrn von Himmel und Erde, des Alleinherrschers in dieser und der kommenden Welt, zugrundeliegt. Ein solcher Mensch wird im Buche Gottes, des Allwissenden, des Allunterrichteten, zu den Ungläubigen gerechnet.8:12O du verehrter Frager!Das Sendschreiben war gerichtet an Jalíl-i-Khu’í, einen der frühen Gläubigen in Ádhirbáyján. Nach dem Hinscheiden Bahá’u’lláhs brach er Dessen Bündnis.A Wir bezeugen, daß du treu die gebotene Geduld übtest in den Tagen, da die Feder an ihrer Bewegung gehindert war und die Zunge zögerte, eine Erläuterung des wundersamen Zeichens, der Größten Unfehlbarkeit, darzutun. Du hast diesen Unterdrückten gebeten, ihre Schleier für dich zu entfernen, dir ihr Geheimnis und ihr Wesen, ihren Rang, ihre Stufe, ihre Vortrefflichkeit, Hoheit und Erhabenheit zu erhellen. Beim Leben Gottes! Würden Wir die Zeugnisse enthüllen, die wie Perlen in den Muscheln des Meeres der Erkenntnis und der Sicherheit verborgen ruhen, oder wollten Wir die Schönheiten des göttlichen Geheimnisses, die in den Gemächern der Rede im Paradiese wahren Verstehens behütet wohnen, aus ihrer Wohnstatt hervortreten lassen, dann würde unter den Religionsführern allerorts heftiger Aufruhr entstehen, und du würdest das Volk Gottes in den Klauen und Zähnen solcher Wölfe sehen, die Gott am Anfang und am Ende verleugnet haben. So zügelten Wir die Feder aus göttlicher Weisheit geraume Zeit, um die Gläubigen vor denen zu schützen, die himmlischen Segen gegen Zweifel verschachern und für ihr Volk die Stätte der Verdammnis wählen.vgl. Qur’án 14:28.Q8:13O du Gottsucher, begabt mit klarer Einsicht! Ich schwöre bei Dem, Der die Scharen der Höhe durch die Kraft des erhabensten Wortes anzog! Wahrlich, die Vögel in den Gefilden Meines Reiches und die Tauben im Rosengarten Meiner Weisheit singen und gurren Lieder, die unergründlich sind für alle außer Gott, dem Herrn der Reiche im Himmel und auf Erden, und würden diese Lieder um weniger als ein Nadelöhr enthüllt, so würde das Volk der Tyrannei Verleumdungen äußern, wie sie keines der früheren Geschlechter je geäußert hat, und würde Taten begehen, wie sie noch keiner in früheren Zeiten verübt hat. Sie verwerfen die Gaben Gottes und Seine Beweise, sie leugnen das Zeugnis Gottes und Seine Zeichen. Sie gehen in die Irre, führen das Volk in die Irre und merken es dennoch nicht. Leeren Wahn beten sie an und wissen es nicht. Eitlen Trug wählen sie sich zum Herrn, Gottes vergessend, und doch verstehen sie es nicht. Das größte Meer lassen sie hinter sich und hasten einem Tümpel zu, aber sie begreifen es nicht. Sie folgen ihrem eigenen eitlen Trug und kehren sich ab von Gott, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden.8:14Sprich: Bei der Gerechtigkeit Gottes! Der Allerbarmer ist gekommen, bekleidet mit Macht und Souveränität. Durch Seine Macht erzittern die Grundmauern der Religionen, und die Nachtigall des Wortes schlägt auf dem höchsten Zweige wahren Verstehens. Er, der im Wissen Gottes verborgen und in den Heiligen Schriften erwähnt war, ist wahrlich gekommen. Sprich: Heute ist der Tag, da der Sprecher am Sinai den Thron der Offenbarung einnimmt und das Volk vor dem Herrn der Welten steht.vgl. Qur’án 83:6 – Anm. d. Hrsg.Q Heute ist der Tag, da die Erde ihre Botschaft verkündetvgl. Qur’án 99:4 – Anm. d. Hrsg.Q und ihre Schätze offenlegt, da die Meere ihre Perlen ans Licht bringen und der göttliche Lotosbaum seine Früchte zeitigt, da die Sonne ihren Strahlenglanz verströmt und die Monde ihr Licht verstreuen, da die Himmel ihre Sterne, die Stunde ihre Zeichen und die Auferstehung ihre furchtbare Majestät offenbaren, da die Federn ihre Kunde von sich geben und alle Geister ihre Geheimnisse offenlegen. Selig der Mensch, der Ihn anerkennt und in Seine Gegenwart gelangt, und wehe denen, die Ihn verleugnen und sich von Ihm wenden! Ich flehe zu Gott, Er möge Seinen Dienern helfen, zu Ihm zurückzukehren. Wahrlich, Er ist der Vergebende, der Nachsichtige, der Barmherzige.8:15O du, der du dein Angesicht auf das Reich der Höhe richtest und aus der Hand der Gabenfülle Meinen versiegelten Wein nimmst und trinkst! Wisse, daß der Begriff ›Unfehlbarkeit‹ zahlreiche Bedeutungen und verschiedene Rangstufen hat. Zunächst ist dieser Begriff auf Den anwendbar, Den Gott gegen Irrtum gefeit hat. Desgleichen wird er auf jede Seele bezogen, die Gott vor Sünde, Übertretung, Empörung, Mangel an Ehrfurcht, Unglauben und dergleichen bewahrt. Die Größte Unfehlbarkeit jedoch ist auf Denjenigen beschränkt, Dessen Stufe unermeßlich erhaben ist über Gebote oder Verbote, geheiligt über Irrtümer und Versäumnisse. Er ist fürwahr ein Licht, auf welches kein Dunkel folgt, eine Wahrheit, die kein Irrtum ereilt. Würde Er erklären, Wasser sei Wein, Himmel sei Erde oder Licht sei Feuer, so spräche Er die Wahrheit, und es gäbe keinen Zweifel daran; keiner hätte das Recht, Seine Vollmacht anzuzweifeln oder warum und wofür zu fragen. Wer Einwände erhebt, wird im Buche Gottes, des Herrn der Welten, zu den Eigensinnigen gezählt. »Wahrlich, Er wird um Sein Tun nicht befragt, sie aber werden um ihr Tun befragt.«vgl. Qur’án 21:23.
Q Er ist aus dem unsichtbaren Himmel gekommen, das Banner »Er tut, was Er will«vgl. Qur’án 2:253, 22:14, 22:18 – Anm. d. Hrsg.
Q in den Händen, begleitet von den Heerscharen der Macht und Herrschaft, während alle außer Ihm die Pflicht haben, die Gesetze und Gebote genau zu befolgen, die ihnen auferlegt sind. Wenn jemand auch nur um Haaresbreite davon abwiche, würden seine Werke zunichte.8:16Bedenke die Zeit, da Muḥammad erschien, und rufe sie dir vor Augen. Er sprach, und Sein Wort ist die Wahrheit: »Die Pilgerfahrt zum HauseMekka.A ist ein Dienst vor Gott.«Qur’án 3:97.
Q Und das gleiche sind das tägliche Gebet, die Fasten sowie die Gesetze, die am Horizont des Buches Gottes, des Herrn der Welt und des wahren Erziehers der Völker und Geschlechter auf Erden, erschienen. Jeder hat die Pflicht, Ihm zu gehorchen in allem, was Gott verordnet hat, und wer Ihn verleugnet, glaubt nicht an Gott, Seine Verse, Seine Sendboten und Seine Bücher. Würde Er erklären, Rechtes sei falsch oder Leugnung sei Glaube, so spräche Er die Wahrheit, wie Gott es befiehlt. Dies ist eine Stufe, auf der Sünden und Übertretungen weder bestehen noch erwähnt werden. Erwäge den seligen, den göttlich offenbarten Vers, in dem die Pilgerfahrt zu dem Hause jedermann auferlegt worden ist. Es oblag denen, die nach IhmMuḥammad.A mit Amtsgewalt bekleidet waren, alles zu befolgen, was ihnen im Buche vorgeschrieben war. Keinem ist das Recht gegeben, von den Gesetzen und Geboten Gottes abzuweichen. Wer davon abweicht, wird im Buche Gottes, des Herrn des Mächtigen Thrones, zu den Sündern gezählt.8:17O du, der du den Blick auf den Morgen der Sache Gottes richtest! Wisse mit Gewißheit, daß der Wille Gottes nicht von den Maßstäben des Volkes begrenzt wird und daß Gott nicht in ihren Wegen wandelt. Vielmehr hat jeder die Pflicht, sich fest an Gottes geraden Pfad zu halten. Würde Er verkünden, rechts sei links oder Süd sei Nord, so spräche Er die Wahrheit, und es gäbe keinen Zweifel daran. Wahrlich, Ihm gebührt Lob für Seine Beschlüsse und Gehorsam gegenüber Seinem Geheiß. Er hat keinen Gefährten in Seinem Urteil und keinen Helfer in Seiner Souveränität. Er tut, was Er will, und verordnet, was Ihm beliebt. Wisse ferner, daß alle außer Ihm durch die Kraft eines Wortes aus Seiner Gegenwart erschaffen sind, während keiner aus sich selbst heraus Bewegung oder Ruhe findet, es sei denn durch Sein Gebot und mit Seiner Erlaubnis.8:18O du, der du dich in die Höhenluft der Liebe und der Freundschaft aufschwingst und deinen Blick auf das lichte Antlitz deines Herrn, des Königs der Schöpfung, richtest! Sage Gott Dank dafür, daß Er dir entwickelt, was in Seinem Wissen verborgen und verwahrt gewesen, auf daß jedermann gewahr werde, daß Er sich im Reiche Seiner höchsten Unfehlbarkeit keinen Gefährten oder Ratgeber erkoren hat. Er ist fürwahr der Morgen göttlicher Regeln und Gebote, der Springquell der Erkenntnis und Weisheit, während alle außer Ihm nur Seine Untertanen sind und unter Seiner Herrschaft stehen. Er ist der höchste Herrscher, der Verordner, der Allwissende, der Allunterrichtete.8:19Was dich selbst anbelangt: Wann immer dich der Lebensodem der offenbarten Verse entzückt, wann immer dich die reinen, lebenspendenden Wasser, dargereicht von der großmütigen Hand deines Herrn, des unumschränkten Herrschers am Tage der Auferstehung, mit sich forttragen, erhebe du deine Stimme und sprich:8:20O mein Gott! O mein Gott! Ich danke Dir, daß Du mich hin zu Dir lenkst, daß Du mich zu Deinem Horizonte hinführst, mir Deinen Pfad zeigst, mir Dein Zeugnis enthüllst und mich befähigst, mein Angesicht auf Dich zu richten, während die meisten Gelehrten und Geistlichen unter Deinen Dienern samt allen, die ihnen nachfolgen, ohne den geringsten Beweis und ohne jedes Zeugnis von Dir sich abkehren. Preis sei Dir, o Herr der Namen, und Ruhm sei Dir, o Schöpfer der Himmel, daß Du mir durch die Macht Deines Namens, der Selbstbestehende, von Deinem versiegelten Weine zu trinken gibst, mich Dir nahe kommen läßt und mich befähigst, den Morgen Deines Wortes, die Manifestation Deiner Zeichen, den Springquell Deiner Gesetze und Gebote, den Urgrund Deiner Weisheit und Deiner Gnadengaben zu erkennen. Selig ist das Land, das Deine Fußstapfen adeln, darauf der Thron Deiner Allgewalt steht und darin der Duft Deines Gewandes sich verbreitet. Bei Deiner Herrlichkeit und Majestät, Deiner Macht und Kraft, ich wünsche mir mein Sehvermögen nur, um Deine Schönheit zu schauen, und mein Gehör allein, um Deinen Ruf und Deine Verse zu vernehmen.8:21O mein Gott! O mein Gott! Halte die Augen nicht fern von den Dingen, für die Du sie erschaffen hast, noch verwehre den Angesichtern, sich Deinem Lichthimmel zuzuwenden, an den Toren Deiner Majestät zu huldigen, vor Deinem Throne zu erscheinen oder sich vor der strahlenden Sonne Deiner Gabenfülle zu verneigen.8:22Ich bin der, o Herr, welcher mit Herz und Seele, mit allen Gliedern, mit seiner inneren wie mit seiner äußeren Zunge Deine Einheit und Deine Einzigkeit bekundet und bezeugt, daß Du Gott bist und daß es außer Dir keinen Gott gibt. Du hast die Menschheit ins Leben gerufen, damit sie Dich erkenne und Deiner Sache diene, auf daß solchermaßen ihre Stufe auf Deiner Erde erhöht werde und die Seelen der Menschen erbaut werden vermöge all dessen, was Du in Deinen Schriften, Deinen Büchern und Deinen Tafeln offenbart hast. Aber kaum hattest Du Dich offenbart und Deine Zeichen enthüllt, da wandten sie sich von Dir ab, leugneten Dich und verwarfen, was Du kraft Deiner Macht und Stärke vor ihren Augen entschleiertest. Sie erhoben sich, Dir Leid zuzufügen, Dein Licht zu löschen und die Flamme zu ersticken, die in Deinem Brennenden Busche lodert. So schlimm schwoll ihr Frevel, daß sie sich verschworen, Dein Blut zu vergießen und Deine Ehre zu verletzen. Solches tat auch erMírzá Yaḥyá.A, den Du mit der Hand Deiner Gnade großgezogen hattest, den Du vor dem Unheil der Aufrührer unter Deinen Geschöpfen und der Eigensinnigen unter Deinen Dienern beschützt hattest, er, dem Du aufgegeben hattest, Deine heiligen Verse vor Deinem Throne niederzuschreiben.8:23Wehe, wehe ob der Taten, die er in Deinen Tagen verübte, bis daß er Deinen Bund und Dein Testament brach, Deine heilige Schrift verwarf, aufrührerisch sich erhob und beging, was die Bewohner Deines Reiches zum Weinen brachte. Kaum hatte er sodann bemerkt, daß seine Hoffnungen zunichte wurden, kaum hatte er den Dunst völligen Versagens verspürt, da erhob er seine Stimme und äußerte, was Deine Erwählten, die Dir nahe sind, und alle im Festzelt der Herrlichkeit verblüffte.8:24Du siehst mich, o mein Gott, wie ich mich vor Qual im Staube winde gleich einem Fisch. Erlöse mich, hab Mitleid mit mir, o Du, dessen Hilfe von allen Menschen erfleht wird, o Du, in dessen Hand die Zügel der Macht über alle Männer und Frauen liegen. Sooft ich meiner schweren Fehler und meiner schlimmen Vergehen gedenke, packt mich Verzweiflung von allen Seiten, und sooft ich innehalte, um über das Meer Deiner Großmut, den Himmel Deiner Gnade und die Sonne Deines zarten Erbarmens nachzusinnen, atme ich den Duft der Hoffnung, der von rechts und links, von Nord und Süd her strömt, als ob alles Erschaffene mir die frohe Botschaft brächte, daß die Wolken am Himmel Deiner Barmherzigkeit ihren Regen auf mich ergießen werden. Bei Deiner Macht, o Du Stütze und Stab der Aufrichtigen, Du Sehnsucht aller, die sich nahen Zugangs zu Dir erfreuen! Deine mannigfachen Gaben und Gunstbeweise, die Offenbarungen Deiner Güte und Gnade, haben mich wahrhaft ermutigt. Wie sonst könnte das nackte Nichts den Namen Dessen erhöhen, Der durch ein Wort die Schöpfung zum Sein erweckte, wie könnte ein winziges Geschöpf Den preisen, Der zur Genüge dartut, daß keine Beschreibung Ihn je zum Ausdruck bringen, kein Wort des Lobpreises Seinen Ruhm verherrlichen kann? Er steht seit Ewigkeit unermeßlich hoch erhaben über dem Verstehen Seiner Geschöpfe und ist geheiligt von den Vorstellungen Seiner Diener.8:25O Herr! Du siehst diesen Leblosen vor Deinem Antlitz; laß es in Deiner Freigebigkeit und großzügigen Gunst nicht zu, daß er vom Kelche ewigen Lebens ausgeschlossen bleibt. Du siehst diesen Niedergeschlagenen vor Deinem Throne stehen; weise ihn nicht hinweg vom Meere Deiner Heilung. Ich flehe zu Dir, befähige mich, Deiner zu allen Zeiten und in jeder Lage zu gedenken, Deinen Namen zu erhöhen und Deiner Sache zu dienen, auch wenn ich wohl weiß, daß nichts, was von einem Diener ausgeht, die Begrenzungen seiner Seele überschreiten, nichts Deiner Herrschaft angemessen oder des Hofes Deiner Herrlichkeit und Majestät würdig sein kann.8:26Deine Macht ist mein Zeuge! Nur für Deinen Lobpreis ist mir meine Zunge von Nutzen, und nur für den Dienst vor Dir ist mir mein Dasein von Gewinn. Wofür außer für den strahlenden Anblick Deines Reiches der Herrlichkeit sollte ich mein Augenlicht schätzen? Und wozu, wenn nicht für die Freude, auf Deine süße Stimme zu lauschen, dient mir mein Gehör?8:27Wehe mir! Ich weiß nicht, o mein Gott, meine Stütze, Du Sehnsucht meines Herzens, ob Du für mich verordnet hast, was meinen Augen Trost bringt, was mir freudig die Brust bewegt und mein Herz frohlocken läßt, oder ob Dein unwiderruflicher Ratschluß, o Du König der Ewigkeit und unumschränkter Herr über alle Völker, mich hindern wird, vor Deinen Thron zu treten. Ich schwöre bei Deiner Herrlichkeit und Majestät, bei Deiner Macht und Herrschaft, das Dunkel meiner Ferne von Dir hat mich vernichtet. Was ist aus dem Licht Deiner Nähe geworden, o Du Verlangen jedes verständigen Herzens? Die Todesqual der Trennung von Dir hat mich verzehrt. Wo ist das strahlende Licht der Wiedervereinigung mit Dir, Du Heißgeliebter all derer, die Dir ganz ergeben sind?8:28Du siehst, o mein Gott, was mir auf Deinem Pfade die Hände derer zufügten, die Deine Wahrheit leugnen, Dein Bündnis brechen, Deine Zeichen schmähen, all den Segen, den Du ihnen gewährst, verwerfen, den Versen, die Du herniedersandtest, nicht glauben und sich weigern, das Zeugnis anzuerkennen, das Du erfüllt hast.8:29O Herr! Die Zunge meiner Zunge, das Herz meines Herzens, der Geist meines Geistes, mein äußeres wie mein inneres Sein, alle sind Zeugen Deiner Einheit und Einzigkeit, Deiner Macht und Allgewalt, Deiner Hoheit und Herrschaft; sie alle bezeugen Deinen Ruhm, Deine Erhabenheit und Allmacht. Ich bezeuge, daß Du Gott bist und daß es neben Dir keinen anderen Gott gibt. Seit Ewigkeit warst Du ein vor dem Anblick und dem Verstand der Menschen verborgener Schatz, und Du wirst bis in alle Ewigkeit so bleiben. Keine Macht der Erde kann Dich hindern, keine Gewalt der Völker kann Dich schrecken. Du bist Der, welcher das Tor der Erkenntnis vor dem Angesicht Deiner Diener aufgetan hat, damit sie Den anerkennen, Der der Morgenstern Deiner Offenbarung, der Aufgangsort Deiner Zeichen, der Himmel Deiner Manifestation und die Sonne Deiner göttlichen Schönheit ist. In Deinen heiligen Büchern, in Deinen Sendbriefen und Schriftrollen hast Du allen Völkern der Welt verheißen, daß Du selbst erscheinen und die Schleier der Herrlichkeit vor Deinem Antlitz hinwegziehen wirst, wie Du es in Deinen Worten an Deinen FreundMuḥammad.A ankündigtest, durch den die Sonne der Offenbarung hell am Horizont des Ḥijáz erstrahlte und das Morgenlicht göttlicher Wahrheit seinen Glanz über alle Menschen ergoß, als Du verkündetest: »Der Tag, da die Menschheit vor dem Herrn der Welten stehen wird.«Qur’án 83:6.
Q Und vor Muḥammad gabst Du diese frohe Botschaft Dem, der mit Dir Zwiesprache hielt,Moses.A und sprachest zu Ihm: »Führe dein Volk hervor aus dem Dunkel in das Licht und gemahne es an die Tage Gottes.«Qur’án 14:5.
Q Des weiteren verkündetest Du diese Wahrheit dem GeisteJesus.A und Deinen Propheten und Deinen Boten aus früher und jüngerer Zeit. Strömte alles, was Du zur Verherrlichung dieses Größten Gedenkens, dieser Größten Verkündigung herniedersandtest, aus dem Brunnquell Deiner Erhabensten Feder hervor, die Bewohner in den Städten der Erkenntnis wären starr vor Staunen, ausgenommen solche, die Du kraft Deiner Macht vom Banne löstest und zum Zeichen Deiner freigebigen Gunst und Gnade beschütztest. Ich bezeuge, daß Du fürwahr Dein Pfand eingelöst und Den offenbart hast, Dessen Kommen von Deinen Propheten, Deinen Erwählten und Deinen Dienern verheißen ward. Er ist gekommen vom Horizont der Macht und Herrlichkeit, die Banner Deiner Zeichen und die Standarten Deiner Zeugnisse in Händen. Durch die Kraft Deiner unbezwinglichen Macht und Stärke erhob Er sich vor allen Menschen und rief die ganze Menschheit zum Gipfel überragender Herrlichkeit, hin zum höchsten Horizont, solchermaßen, daß weder der Widerstand der Geistlichen noch der Angriff der Herrscher Ihn hindern konnten. Er stand auf mit unbeugsamem Entschluß, löste Seine Zunge und kündete in klingenden Tönen: »Er, der Allgütige, ist erschienen, hoch auf den Wolken reitend. Tritt herzu, o Volk der Erde, mit leuchtendem Antlitz und strahlendem Herzen!«8:30Groß ist wahrlich der Segen dessen, der Deine Gegenwart erlangt, den Wein der Wiedervereinigung aus der Hand Deiner Großmut nimmt und trinkt, der den Duft Deiner Zeichen atmet, der seine Zunge löst, Deinen Lobpreis zu feiern, hoch sich in Deine Himmel schwingt, von Deiner süßen Stimme entrückt wird, Zutritt in das erhabenste Paradies erlangt und die Stufe unverschleierter innerer Schau vor dem Throne Deiner Majestät erreicht.
weiter nach unten ...