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8:16Bedenke die Zeit, da Muḥammad erschien, und rufe sie dir vor Augen. Er sprach, und Sein Wort ist die Wahrheit: »Die Pilgerfahrt zum HauseMekka.A ist ein Dienst vor Gott.«Qur’án 3:97.
Q Und das gleiche sind das tägliche Gebet, die Fasten sowie die Gesetze, die am Horizont des Buches Gottes, des Herrn der Welt und des wahren Erziehers der Völker und Geschlechter auf Erden, erschienen. Jeder hat die Pflicht, Ihm zu gehorchen in allem, was Gott verordnet hat, und wer Ihn verleugnet, glaubt nicht an Gott, Seine Verse, Seine Sendboten und Seine Bücher. Würde Er erklären, Rechtes sei falsch oder Leugnung sei Glaube, so spräche Er die Wahrheit, wie Gott es befiehlt. Dies ist eine Stufe, auf der Sünden und Übertretungen weder bestehen noch erwähnt werden. Erwäge den seligen, den göttlich offenbarten Vers, in dem die Pilgerfahrt zu dem Hause jedermann auferlegt worden ist. Es oblag denen, die nach IhmMuḥammad.A mit Amtsgewalt bekleidet waren, alles zu befolgen, was ihnen im Buche vorgeschrieben war. Keinem ist das Recht gegeben, von den Gesetzen und Geboten Gottes abzuweichen. Wer davon abweicht, wird im Buche Gottes, des Herrn des Mächtigen Thrones, zu den Sündern gezählt.8:17O du, der du den Blick auf den Morgen der Sache Gottes richtest! Wisse mit Gewißheit, daß der Wille Gottes nicht von den Maßstäben des Volkes begrenzt wird und daß Gott nicht in ihren Wegen wandelt. Vielmehr hat jeder die Pflicht, sich fest an Gottes geraden Pfad zu halten. Würde Er verkünden, rechts sei links oder Süd sei Nord, so spräche Er die Wahrheit, und es gäbe keinen Zweifel daran. Wahrlich, Ihm gebührt Lob für Seine Beschlüsse und Gehorsam gegenüber Seinem Geheiß. Er hat keinen Gefährten in Seinem Urteil und keinen Helfer in Seiner Souveränität. Er tut, was Er will, und verordnet, was Ihm beliebt. Wisse ferner, daß alle außer Ihm durch die Kraft eines Wortes aus Seiner Gegenwart erschaffen sind, während keiner aus sich selbst heraus Bewegung oder Ruhe findet, es sei denn durch Sein Gebot und mit Seiner Erlaubnis.8:18O du, der du dich in die Höhenluft der Liebe und der Freundschaft aufschwingst und deinen Blick auf das lichte Antlitz deines Herrn, des Königs der Schöpfung, richtest! Sage Gott Dank dafür, daß Er dir entwickelt, was in Seinem Wissen verborgen und verwahrt gewesen, auf daß jedermann gewahr werde, daß Er sich im Reiche Seiner höchsten Unfehlbarkeit keinen Gefährten oder Ratgeber erkoren hat. Er ist fürwahr der Morgen göttlicher Regeln und Gebote, der Springquell der Erkenntnis und Weisheit, während alle außer Ihm nur Seine Untertanen sind und unter Seiner Herrschaft stehen. Er ist der höchste Herrscher, der Verordner, der Allwissende, der Allunterrichtete.8:19Was dich selbst anbelangt: Wann immer dich der Lebensodem der offenbarten Verse entzückt, wann immer dich die reinen, lebenspendenden Wasser, dargereicht von der großmütigen Hand deines Herrn, des unumschränkten Herrschers am Tage der Auferstehung, mit sich forttragen, erhebe du deine Stimme und sprich:8:20O mein Gott! O mein Gott! Ich danke Dir, daß Du mich hin zu Dir lenkst, daß Du mich zu Deinem Horizonte hinführst, mir Deinen Pfad zeigst, mir Dein Zeugnis enthüllst und mich befähigst, mein Angesicht auf Dich zu richten, während die meisten Gelehrten und Geistlichen unter Deinen Dienern samt allen, die ihnen nachfolgen, ohne den geringsten Beweis und ohne jedes Zeugnis von Dir sich abkehren. Preis sei Dir, o Herr der Namen, und Ruhm sei Dir, o Schöpfer der Himmel, daß Du mir durch die Macht Deines Namens, der Selbstbestehende, von Deinem versiegelten Weine zu trinken gibst, mich Dir nahe kommen läßt und mich befähigst, den Morgen Deines Wortes, die Manifestation Deiner Zeichen, den Springquell Deiner Gesetze und Gebote, den Urgrund Deiner Weisheit und Deiner Gnadengaben zu erkennen. Selig ist das Land, das Deine Fußstapfen adeln, darauf der Thron Deiner Allgewalt steht und darin der Duft Deines Gewandes sich verbreitet. Bei Deiner Herrlichkeit und Majestät, Deiner Macht und Kraft, ich wünsche mir mein Sehvermögen nur, um Deine Schönheit zu schauen, und mein Gehör allein, um Deinen Ruf und Deine Verse zu vernehmen.8:21O mein Gott! O mein Gott! Halte die Augen nicht fern von den Dingen, für die Du sie erschaffen hast, noch verwehre den Angesichtern, sich Deinem Lichthimmel zuzuwenden, an den Toren Deiner Majestät zu huldigen, vor Deinem Throne zu erscheinen oder sich vor der strahlenden Sonne Deiner Gabenfülle zu verneigen.8:22Ich bin der, o Herr, welcher mit Herz und Seele, mit allen Gliedern, mit seiner inneren wie mit seiner äußeren Zunge Deine Einheit und Deine Einzigkeit bekundet und bezeugt, daß Du Gott bist und daß es außer Dir keinen Gott gibt. Du hast die Menschheit ins Leben gerufen, damit sie Dich erkenne und Deiner Sache diene, auf daß solchermaßen ihre Stufe auf Deiner Erde erhöht werde und die Seelen der Menschen erbaut werden vermöge all dessen, was Du in Deinen Schriften, Deinen Büchern und Deinen Tafeln offenbart hast. Aber kaum hattest Du Dich offenbart und Deine Zeichen enthüllt, da wandten sie sich von Dir ab, leugneten Dich und verwarfen, was Du kraft Deiner Macht und Stärke vor ihren Augen entschleiertest. Sie erhoben sich, Dir Leid zuzufügen, Dein Licht zu löschen und die Flamme zu ersticken, die in Deinem Brennenden Busche lodert. So schlimm schwoll ihr Frevel, daß sie sich verschworen, Dein Blut zu vergießen und Deine Ehre zu verletzen. Solches tat auch erMírzá Yaḥyá.A, den Du mit der Hand Deiner Gnade großgezogen hattest, den Du vor dem Unheil der Aufrührer unter Deinen Geschöpfen und der Eigensinnigen unter Deinen Dienern beschützt hattest, er, dem Du aufgegeben hattest, Deine heiligen Verse vor Deinem Throne niederzuschreiben.8:23Wehe, wehe ob der Taten, die er in Deinen Tagen verübte, bis daß er Deinen Bund und Dein Testament brach, Deine heilige Schrift verwarf, aufrührerisch sich erhob und beging, was die Bewohner Deines Reiches zum Weinen brachte. Kaum hatte er sodann bemerkt, daß seine Hoffnungen zunichte wurden, kaum hatte er den Dunst völligen Versagens verspürt, da erhob er seine Stimme und äußerte, was Deine Erwählten, die Dir nahe sind, und alle im Festzelt der Herrlichkeit verblüffte.8:24Du siehst mich, o mein Gott, wie ich mich vor Qual im Staube winde gleich einem Fisch. Erlöse mich, hab Mitleid mit mir, o Du, dessen Hilfe von allen Menschen erfleht wird, o Du, in dessen Hand die Zügel der Macht über alle Männer und Frauen liegen. Sooft ich meiner schweren Fehler und meiner schlimmen Vergehen gedenke, packt mich Verzweiflung von allen Seiten, und sooft ich innehalte, um über das Meer Deiner Großmut, den Himmel Deiner Gnade und die Sonne Deines zarten Erbarmens nachzusinnen, atme ich den Duft der Hoffnung, der von rechts und links, von Nord und Süd her strömt, als ob alles Erschaffene mir die frohe Botschaft brächte, daß die Wolken am Himmel Deiner Barmherzigkeit ihren Regen auf mich ergießen werden. Bei Deiner Macht, o Du Stütze und Stab der Aufrichtigen, Du Sehnsucht aller, die sich nahen Zugangs zu Dir erfreuen! Deine mannigfachen Gaben und Gunstbeweise, die Offenbarungen Deiner Güte und Gnade, haben mich wahrhaft ermutigt. Wie sonst könnte das nackte Nichts den Namen Dessen erhöhen, Der durch ein Wort die Schöpfung zum Sein erweckte, wie könnte ein winziges Geschöpf Den preisen, Der zur Genüge dartut, daß keine Beschreibung Ihn je zum Ausdruck bringen, kein Wort des Lobpreises Seinen Ruhm verherrlichen kann? Er steht seit Ewigkeit unermeßlich hoch erhaben über dem Verstehen Seiner Geschöpfe und ist geheiligt von den Vorstellungen Seiner Diener.8:25O Herr! Du siehst diesen Leblosen vor Deinem Antlitz; laß es in Deiner Freigebigkeit und großzügigen Gunst nicht zu, daß er vom Kelche ewigen Lebens ausgeschlossen bleibt. Du siehst diesen Niedergeschlagenen vor Deinem Throne stehen; weise ihn nicht hinweg vom Meere Deiner Heilung. Ich flehe zu Dir, befähige mich, Deiner zu allen Zeiten und in jeder Lage zu gedenken, Deinen Namen zu erhöhen und Deiner Sache zu dienen, auch wenn ich wohl weiß, daß nichts, was von einem Diener ausgeht, die Begrenzungen seiner Seele überschreiten, nichts Deiner Herrschaft angemessen oder des Hofes Deiner Herrlichkeit und Majestät würdig sein kann.8:26Deine Macht ist mein Zeuge! Nur für Deinen Lobpreis ist mir meine Zunge von Nutzen, und nur für den Dienst vor Dir ist mir mein Dasein von Gewinn. Wofür außer für den strahlenden Anblick Deines Reiches der Herrlichkeit sollte ich mein Augenlicht schätzen? Und wozu, wenn nicht für die Freude, auf Deine süße Stimme zu lauschen, dient mir mein Gehör?8:27Wehe mir! Ich weiß nicht, o mein Gott, meine Stütze, Du Sehnsucht meines Herzens, ob Du für mich verordnet hast, was meinen Augen Trost bringt, was mir freudig die Brust bewegt und mein Herz frohlocken läßt, oder ob Dein unwiderruflicher Ratschluß, o Du König der Ewigkeit und unumschränkter Herr über alle Völker, mich hindern wird, vor Deinen Thron zu treten. Ich schwöre bei Deiner Herrlichkeit und Majestät, bei Deiner Macht und Herrschaft, das Dunkel meiner Ferne von Dir hat mich vernichtet. Was ist aus dem Licht Deiner Nähe geworden, o Du Verlangen jedes verständigen Herzens? Die Todesqual der Trennung von Dir hat mich verzehrt. Wo ist das strahlende Licht der Wiedervereinigung mit Dir, Du Heißgeliebter all derer, die Dir ganz ergeben sind?8:28Du siehst, o mein Gott, was mir auf Deinem Pfade die Hände derer zufügten, die Deine Wahrheit leugnen, Dein Bündnis brechen, Deine Zeichen schmähen, all den Segen, den Du ihnen gewährst, verwerfen, den Versen, die Du herniedersandtest, nicht glauben und sich weigern, das Zeugnis anzuerkennen, das Du erfüllt hast.8:29O Herr! Die Zunge meiner Zunge, das Herz meines Herzens, der Geist meines Geistes, mein äußeres wie mein inneres Sein, alle sind Zeugen Deiner Einheit und Einzigkeit, Deiner Macht und Allgewalt, Deiner Hoheit und Herrschaft; sie alle bezeugen Deinen Ruhm, Deine Erhabenheit und Allmacht. Ich bezeuge, daß Du Gott bist und daß es neben Dir keinen anderen Gott gibt. Seit Ewigkeit warst Du ein vor dem Anblick und dem Verstand der Menschen verborgener Schatz, und Du wirst bis in alle Ewigkeit so bleiben. Keine Macht der Erde kann Dich hindern, keine Gewalt der Völker kann Dich schrecken. Du bist Der, welcher das Tor der Erkenntnis vor dem Angesicht Deiner Diener aufgetan hat, damit sie Den anerkennen, Der der Morgenstern Deiner Offenbarung, der Aufgangsort Deiner Zeichen, der Himmel Deiner Manifestation und die Sonne Deiner göttlichen Schönheit ist. In Deinen heiligen Büchern, in Deinen Sendbriefen und Schriftrollen hast Du allen Völkern der Welt verheißen, daß Du selbst erscheinen und die Schleier der Herrlichkeit vor Deinem Antlitz hinwegziehen wirst, wie Du es in Deinen Worten an Deinen FreundMuḥammad.A ankündigtest, durch den die Sonne der Offenbarung hell am Horizont des Ḥijáz erstrahlte und das Morgenlicht göttlicher Wahrheit seinen Glanz über alle Menschen ergoß, als Du verkündetest: »Der Tag, da die Menschheit vor dem Herrn der Welten stehen wird.«Qur’án 83:6.
Q Und vor Muḥammad gabst Du diese frohe Botschaft Dem, der mit Dir Zwiesprache hielt,Moses.A und sprachest zu Ihm: »Führe dein Volk hervor aus dem Dunkel in das Licht und gemahne es an die Tage Gottes.«Qur’án 14:5.
Q Des weiteren verkündetest Du diese Wahrheit dem GeisteJesus.A und Deinen Propheten und Deinen Boten aus früher und jüngerer Zeit. Strömte alles, was Du zur Verherrlichung dieses Größten Gedenkens, dieser Größten Verkündigung herniedersandtest, aus dem Brunnquell Deiner Erhabensten Feder hervor, die Bewohner in den Städten der Erkenntnis wären starr vor Staunen, ausgenommen solche, die Du kraft Deiner Macht vom Banne löstest und zum Zeichen Deiner freigebigen Gunst und Gnade beschütztest. Ich bezeuge, daß Du fürwahr Dein Pfand eingelöst und Den offenbart hast, Dessen Kommen von Deinen Propheten, Deinen Erwählten und Deinen Dienern verheißen ward. Er ist gekommen vom Horizont der Macht und Herrlichkeit, die Banner Deiner Zeichen und die Standarten Deiner Zeugnisse in Händen. Durch die Kraft Deiner unbezwinglichen Macht und Stärke erhob Er sich vor allen Menschen und rief die ganze Menschheit zum Gipfel überragender Herrlichkeit, hin zum höchsten Horizont, solchermaßen, daß weder der Widerstand der Geistlichen noch der Angriff der Herrscher Ihn hindern konnten. Er stand auf mit unbeugsamem Entschluß, löste Seine Zunge und kündete in klingenden Tönen: »Er, der Allgütige, ist erschienen, hoch auf den Wolken reitend. Tritt herzu, o Volk der Erde, mit leuchtendem Antlitz und strahlendem Herzen!«8:30Groß ist wahrlich der Segen dessen, der Deine Gegenwart erlangt, den Wein der Wiedervereinigung aus der Hand Deiner Großmut nimmt und trinkt, der den Duft Deiner Zeichen atmet, der seine Zunge löst, Deinen Lobpreis zu feiern, hoch sich in Deine Himmel schwingt, von Deiner süßen Stimme entrückt wird, Zutritt in das erhabenste Paradies erlangt und die Stufe unverschleierter innerer Schau vor dem Throne Deiner Majestät erreicht.8:31Ich bitte Dich bei der Größten Unfehlbarkeit, die Du zum Tagesanbruch Deiner Offenbarung erwähltest, und bei Deinem erhabensten Worte, durch dessen Wirkkraft Du die Schöpfung ins Leben riefest und Deine Sache enthülltest, und bei diesem Namen, der alle anderen Namen stöhnen und den Weltweisen die Glieder erzittern ließ, ich bitte Dich, mache mich frei von allem außer Dir, solchermaßen, daß ich mich nur mit Deinem Willen und Wohlgefallen bewege, daß ich nur nach Deinem Befehl und Deiner Absicht spreche und nur die Worte Deines Lobpreises und Deiner Verherrlichung höre.8:32Ich verherrliche Deinen Namen, o mein Gott, und sage Dir Dank, o meine Sehnsucht, daß Du mich befähigt hast, Deinen geraden Pfad klar zu erkennen, daß Du Deine Große Verkündigung vor meinen Augen enthülltest und mir halfest, mein Angesicht auf den Morgen Deiner Offenbarung und auf den Springquell Deiner Sache zu richten, während Deine Diener und Dein Volk sich von Dir abkehrten. Ich flehe zu Dir, o Herr im Reiche der Ewigkeit, bei dem durchdringenden Ton der Allherrlichen Feder, bei dem Brennenden Feuer, das laut aus dem grünenden Baume ruft, und bei der Arche, die Du eigens dem Volke Bahás bereitetest, gewähre, daß ich standhaft bleibe in meiner Liebe zu Dir, zufrieden mit allem, was Du mir in Deinem Buche verordnet hast, fest in Deinem Dienst und im Dienst an Deinen Geliebten. Stehe sodann Deinen Dienern gnädig bei, o mein Gott, zu tun, was Deine Sache erhöhen hilft und was sie befähigt, alles zu befolgen, was Du in Deinem Buch offenbart hast.8:33Wahrlich, Du bist der Herr der Kraft, Du bist mächtig zu bestimmen, was Du willst, und in Deinem Griff hältst Du die Zügel alles Erschaffenen. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allmächtigen, dem Allwissenden, dem Allweisen.8:34O Jalíl! Wir enthüllten deinen Augen das Meer und seine Wogen, die Sonne und ihren Glanz, die Himmel und ihre Sterne, die Muscheln und ihre Perlen. Danke Gott für diese große Gabe, diese gnädige Gunst, die alle Welt durchdringt.8:35O du, der du deine Augen auf die Strahlen Meines Antlitzes richtest! Eitler Wahn umgibt die Erdenbewohner und hindert sie, sich dem Horizonte der Gewißheit, seiner Klarheit, seinen Offenbarungen und seinem Lichte zuzuwenden. Leerer Trug hält sie von Ihm, dem Selbstbestehenden, ab. Sie reden, was ihnen ihre Launen eingeben, und haben kein Verständnis. Unter ihnen sind jene, die sagen: »Sind die Verse offenbart worden?« Sprich: »Ja, beim Herrn der Himmel!« »Ist die StundeQur’án-Stellen, die auf die ›Stunde‹ verweisen, sind sehr häufig, etwa 30:12, 79:42; vgl. auch Mt. 24:36, 24:44, 24:50; Lk. 12:40; Joh. 5:25, 5:28; Offb. 3:3 – Anm. d. Hrsg.Q gekommen?« »Nein, sie ist sogar schon vorüber, bei Ihm, dem Offenbarer klarer Zeichen! Wahrlich, die Unvermeidlichevgl. Qur’án 69:1–3 – Anm. d. Hrsg.Q ist gekommen, und Er, der Wahre, ist mit Zeugnis und Beweis erschienen. Das LandSáhirah, vgl. Qur’án 79:14 – Anm. d. Hrsg.Q liegt offen, und die Menschheit ist in Furcht und Schrecken. Die Erde bebtvgl. Qur’án 99 (az-Zilzilah), 22:1 – Anm. d. Hrsg.Q, die Geschlechter wehklagen aus Furcht vor Gott, dem Herrn der Kraft, dem Allbezwingenden.« Sprich: »Betäubend laut erschallt die Posaune, und der Tag ist Gottes, des Einen, des Unbeschränkten.« Und sie fragen: »Ist die Katastrophevgl. Qur’án 101 (al-Qári‘ah), 79:34 – Anm. d. Hrsg.Q eingetreten?« Sprich: »Ja, bei dem Herrn der Herren!« »Ist die Auferstehung geschehen?« »Nein, mehr noch: Er, der Selbstbestehendevgl. Qur’án 20:111 – Anm. d. Hrsg.Q, ist mit dem Königreich Seiner Zeichen erschienen.« »Siehst du die Menschen niedergestürzt?«vgl. Qur’án 69:7 – Anm. d. Hrsg.Q »Ja, bei meinem Herrn, dem Höchsten, dem Herrlichsten!« »Sind die Baumstämme entwurzelt worden?«vgl. Qur’án 54:20, 69:7 – Anm. d. Hrsg.Q »Ja, mehr noch: Selbst die Berge wurden durch Ihn, den Herrn der Eigenschaften, zu Staub zermahlen!«vgl. Qur’án 20:105, 77:10 – Anm. d. Hrsg.Q Sie fragen: »Wo ist das Paradies und wo die Hölle?« Sprich: »Das eine ist die Vereinigung mit Mir, das andere dein eigenes Selbst, o du, der du Gott einen Gefährten zugesellst und zweifelst.« Sie sagen: »Wir sehen die Waage nicht.« Sprich: »Freilich, bei meinem Herrn, dem Gott des Erbarmens! Keiner kann sie sehen außer den Einsichtsvollen.« Sie fragen: »Sind die Sterne gefallen?« Sprich: »Ja, als Er, der Selbstbestehende, im Land des Geheimnisses Adrianopel.A wohnte. Habt acht, o ihr scharf Unterscheidenden!« Alle Zeichen erschienen, als Wir die Hand der Macht aus dem Busen der Majestät und Herrschaft zogen. Wahrlich, der Rufer hat gerufen, als die verheißene Zeit gekommen war, und die den Strahlenglanz des Sinai erkannten, sanken in der Wüste des Zauderns ohnmächtig hin vor der ehrfurchtgebietenden Majestät deines Herrn, des Herrn der Schöpfung. Die Posaune fragt: »Wurde das Horn geblasen?« vgl. Qur’án 6:73, 18:99, 20:102, 23:101, 27:87, 36:51, 39:68, 50:20, 69:13, 78:18 – Anm. d. Hrsg.Q Sprich: »Ja, bei dem König der Offenbarung! Es geschah, als Er den Thron Seines Namens, der Allgütige, bestieg.« Die Finsternis wurde vom Morgenlicht der Gnade deines Herrn, des Quells allen Lichtes, vertrieben. Der Odem des Allbarmherzigen weht, und die Seelen sind erquickt in den Gräbern ihrer Körper. So ist der Ratschluß erfüllt von Gott, dem Mächtigen, dem Wohltätigen. Die die Wahrheit zurückweisen, fragen: »Wann wurden die Himmel gespalten?« Sprich: »Während ihr in den Gräbern der Achtlosigkeit und des Irrtums laget.« Einer der Ungläubigen reibt sich die Augen und schaut zur Rechten und zur Linken. Sprich: »Verblendet bist du.vgl. Qur’án 27:66 – Anm. d. Hrsg.Q Keine Zuflucht bleibt dir, dahin du fliehen könntest.« Auch ist einer unter ihnen, der fragt: »Sind die Menschen versammelt worden?«vgl. Qur’án 2:203, 3:12, 3:25, 3:158, 4:87, 4:172, 5:109, 6:12, 6:22, 10:28, 10:45, 15:25, 17:97, 18:99, 19:85, 20:102, 25:17, 34:40, 37:22, 42:7, 42:29, 45:26, 64:9, 77:38 – Anm. d. Hrsg.Q Sprich: »Ja, bei Meinem Herrn! Während du in der Wiege eitlen Wahn lagst.« Und ein anderer unter ihnen fragt: »Ist das Buch durch die Macht des wahren Glaubens herniedergesandt worden?« Sprich: »Der wahre Glaube selbst ist darüber in Staunen versetzt. Fürchtet euch, o ihr Menschen mit verstehendem Herzen!« Und noch einer von ihnen fragt: »Bin ich blind mit den anderen versammelt worden?«vgl. Qur’án 20:125 – Anm. d. Hrsg.Q Sprich: »Ja, bei Ihm, Der auf den Wolken reitet!« Das Paradies ist mit mystischen Rosen geschmückt, und die Hölle lodert auf durch das Feuer der Gottlosen. Sprich: »Das Licht ist am Horizont der Offenbarung erschienen, und die ganze Erde wurde beim Kommen des Herrn am Tage des Bündnisses erleuchtet!« Die Zweifler sind zugrunde gegangen, aber gut bestellt ist es um den, der sich, vom Lichte der Überzeugung geführt, zum Morgen der Gewißheit wendet. Selig bist du, der du deinen Blick auf Mich richtest, um dieses Sendbriefes willen, der für dich herabgesandt ist – ein Sendbrief, der den Seelen der Menschen Aufschwung gibt. Präge ihn deinem Gedächtnis ein und trage ihn vor. Bei Meinem Leben! Er ist ein Tor zur Gnade deines Herrn. Wohl dem, der ihn am Abend und am Morgen liest. Wahrlich, Wir hörten, wie du diese Sache priesest, durch die der Berg des Wissens zermalmt ward und die Füße der Menschen strauchelten. Meine Herrlichkeit sei mit dir und allen, die sich dem Allmächtigen, dem Gabenreichen, zugewandt haben. Das Sendschreiben ist nun beendet, aber das Thema ist noch nicht erschöpft. Sei geduldig, denn dein Herr ist der Geduldige.Bahá’u’lláh hat den ganzen Abschnitt 8:35 mindestens dreimal offenbart, nämlich hier, dann im Brief an den Sohn des Wolfes 192 (S. 117–119), und – wie aus der nächsten Zeile hervorgeht – früher schon einmal – Anm. d. Hrsg.A8:36Dies sind Verse, die Wir früher herniedersandten. Wir übermitteln sie dir, damit du erfährst, was ihre Lügenzungen sprechen, nachdem Gott mit Macht und Herrschaft zu ihnen kam. Die Grundlagen eitlen Wahns zittern und der Himmel leeren Truges ist gespalten; dennoch sind die Menschen im Zweifel und hadern mit Ihm. Sie leugnen Gottes Zeugnis und Seinen Beweis, nachdem Er vom Himmel der Macht mit dem Königreich Seiner Zeichen kam. Sie verwerfen, was ihnen im Buche befohlen ist, und verüben, was ihnen darin verboten ward. Abgewandt haben sie sich von ihrem Gott und sind ihren Begierden gefolgt. Sie sind fürwahr vom Wege abgekommen und gehen in die Irre. Sie lesen die Verse und leugnen sie. Sie schauen die klaren Zeichen und kehren sich ab. Wahrlich, sie sind in seltsamen Zweifeln verfangen.8:37Wir ermahnen Unsere Geliebten zur Gottesfurcht, die der Urquell aller guten Taten und Sitten ist. In der Stadt Bahás ist sie Gebieterin über die Heerscharen des Rechts. Glücklich der Mensch, der in den Schatten ihres leuchtenden Banners tritt und sich fest daran hält. Er, wahrlich, zählt zu den Gefährten der Roten Arche, von der im Qayyúmu’l-Asmá’ die Rede ist.Qayyúmu’l-Asmá’, Kap. 57, Selections from the Writings of the Báb 2:27:3, (S. 58); vgl. auch Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 247 – Anm. d. Hrsg.Q8:38Sprich: O Volk Gottes! Schmückt eure Tempel mit der Zier der Vertrauenswürdigkeit und Frömmigkeit. Alsdann helft eurem Herrn mit den Heerscharen guter Taten und edler Eigenschaften. In Meinen Büchern, Abhandlungen, Schriftrollen und Sendbriefen haben Wir euch Streit und Zwist verboten, und dabei wünschten Wir nur eure Erhöhung und euren Fortschritt. Dies bezeugen die Himmel und ihre Sterne, die Sonne und ihr Glanz, die Bäume und ihre Blätter, die Meere und ihre Wogen, die Erde und ihre Schätze. Wir bitten Gott, Seinen Geliebten beizustehen und sie in dem zu stärken, was auf dieser glückseligen, dieser mächtigen, wunderbaren Stufe ihrer würdig ist. Desgleichen flehen wir zu Ihm, Er möge alle in Meiner Umgebung befähigen zu tun, was ihnen Meine Feder der Herrlichkeit geboten hat.8:39O Jalíl! Mit dir seien Meine Herrlichkeit und Meine liebevolle Vorsehung. Wahrlich, Wir haben dem Volk zu tun geboten, was angemessen und schicklich ist, und dennoch haben sie begangen, was Mein Herz und Meine Feder wehklagen ließ. Neige dein Ohr dem, was vom Himmel Meines Willens, aus dem Reiche Meines Wohlgefallens herniedergesandt ist. Ich gräme Mich nicht über Meine Gefangenschaft noch über das, was Mir die Hand Meiner Feinde zufügte. Nein, Meine Schmerzen sind von denen verursacht, die behaupten, Mir verbunden zu sein, und doch verüben, was Meine Stimme sich klagend erheben und Meine Tränen fließen läßt. In verschiedenen Sendschreiben haben Wir sie ausführlich ermahnt und zu Gott gefleht, Er möge ihnen gnädig helfen und sie befähigen, Ihm nahezukommen, und möge sie in allem bestätigen, was den Herzen Frieden, den Seelen Ruhe bringt und ihre Hände abhält von Taten, die Seinen Tagen übel anstehen.8:40Sprich: O Meine Geliebten in Meinen Landen! Höret auf den Rat Dessen, Der euch um Gottes willen ermahnt. Er hat euch wahrlich erschaffen. Er hat vor euren Augen enthüllt, was euch erhöht und eure Belange fördert. Er hat euch Seinen geraden Pfad gewiesen und euch Seine Große Verkündigung angezeigt.8:41O Jalíl! Ermahne die Menschen zur Gottesfurcht. Bei Gott! Die Gottesfurcht ist die Oberbefehlshaberin über die Streitmacht deines Herrn. Ihre Truppen sind hehre Tugenden und gute Taten. So hat sie durch alle Jahrhunderte und Zeitalter die Städte der Menschenherzen erobert und die Banner der Überlegenheit und des Sieges hoch über allen anderen Bannern gehißt.8:42Wir wollen dich nun an die Vertrauenswürdigkeit und an die Stufe erinnern, die sie vor Gott, deinem Herrn, dem Herrn des Mächtigen Thrones, einnimmt. Eines Tages begaben Wir uns auf Unsere Grüne InselGarten Na‘mayn in ‘Akká, von Bahá’u’lláh mit der Benennung Riḍván geehrt, nicht zu verwechseln mit dem Garten Riḍván in Baghdád (vgl. Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 338) – Anm. d. Hrsg.A. Als Wir sie betraten, sahen Wir fließende Bäche und Bäume in voller Pracht, zwischen deren Blättern die Sonne spielte. Unser Gesicht nach rechts wendend, sahen Wir, was die Feder nicht zu beschreiben vermag; sie kann nicht kundtun, was das Auge des Herrn der Menschheit an diesem heiligsten, hehrsten, seligsten, erhabensten Orte wahrnahm. Wir wandten Uns darauf zur Linken. Dort sahen Wir eine der Schönen des Erhabensten Paradieses auf einer Säule reinen Lichts stehen und mit lauter Stimme rufen: »O ihr Bewohner von Erde und Himmel! Schauet Meine Schönheit, Mein Leuchten, Meine Erscheinung, Meinen Glanz! Bei Gott, dem Wahren! Ich bin die Vertrauenswürdigkeit, ihre Offenbarung und ihre Schönheit. Ich will jeden belohnen, der sich an Mich hält, Meinen Rang und Meine Stufe erkennt und sich fest an den Saum Meines Gewandes klammert. Ich bin der edelste Schmuck für das Volk Bahás, der Mantel des Ruhmes für alle im Reiche der Schöpfung. Ich bin das erhabenste Werkzeug für die Wohlfahrt der Welt, der Horizont der Sicherheit für alles Leben.« Damit senden Wir dir hernieder, was die Menschen näher zum Herrn der Schöpfung ziehen wird.8:43Die Feder des Höchsten wendet sich jetzt von der beredten Sprache Arabisch.A zur glanzvollen SprachePersisch.A, damit du, o Jalíl, das zarte Erbarmen deines Herrn, des Unvergleichlichen, schätzest und zu den wahrhaft Dankbaren gehörest.8:44O du, der du den Blick auf den allherrlichen Horizont richtest! Der Ruf ist erhoben, aber der hörenden Ohren sind wenige oder gar keine. Dieser Unterdrückte sieht sich im Schlunde der Schlange; dennoch säumt Er nicht, der Geliebten Gottes zu gedenken. So schlimm waren in diesen Tagen Unsere Leiden, daß die himmlischen Heerscharen zu Tränen gerührt sind und laut klagen. Aber weder alle Not der Welt noch alles Unrecht ihrer Völker können Ihn, den König der Ewigkeit, hindern, die Menschen vorzuladen, noch können sie Seine Absicht vereiteln. Als diejenigen, die sich jahrelang hinter Schleiern verborgen hielten, sahen, wie hell der Horizont der Sache Gottes leuchtet und wie Sein Wort alles durchdrang, da stürmten sie mit Schwertern der Bosheit auf uns ein und fügten uns Leid zu, das keine Feder beschreiben und keine Zunge schildern kann.8:45Wer gerecht urteilt, der bezeugt, daß seit den frühen Tagen der Sache dieser Unterdrückte sich unverhüllt und strahlend im Angesicht von Königen und Gemeinen, von Herrschern und Geistlichen erhebt und alle Menschen in klingenden Tönen auf den geraden Pfad ruft. Er kennt keine Hilfe denn Seine Feder und keinen Beistand als sich selbst.8:46Die Sinn und Zweck der Sache Gottes nicht kennen oder nicht beachten, stehen gegen Ihn auf. Solche Menschen sind die Vorboten des Bösen, die Gott in Seinem Buch und auf Seinen Tafeln erwähnt und gegen deren Einfluß, Lärm und List Er Sein Volk gewarnt hat. Wohl denen, die, das Gedenken des Herrn der Ewigkeit vor Augen, die Völker der Welt als bloßes Nichts, als eine vergessene Sache betrachten und sich so fest an den Sicheren GriffSiehe auch: 17:7:3, 17:8:8 – Anm. d. Hrsg.Q Gottes klammern, daß weder Zweifel noch Gewisper, weder Schwerter noch Kanonen sie Seiner Gegenwart fernhalten oder berauben können. Selig sind die Standhaften; selig sind, die fest in Seinem Glauben sind.8:47Als Antwort auf deine Bitte hat die Feder der Herrlichkeit die Größte Unfehlbarkeit mit ihren Stufen und Graden gnädiglich beschrieben. Dies hatte den Zweck, alle mit Gewißheit erkennen zu lassen, daß das Siegel der ProphetenMuḥammad [Qur’án 33:40 – Anm. d. Hrsg.].Q – mögen die Seelen aller außer Ihm für Ihn geopfert werden – auf Seiner Ihm eigenen Stufe ohne Seinesgleichen, Ebenbürtigen oder Gefährten ist. Die Heiligendie Imáme.A – möge der Segen Gottes auf ihnen ruhen – sind durch die Kraft Seines Wortes erschaffen; nach Ihm waren sie die Gebildetsten und Edelsten im Volke, und sie stehen auf der höchsten Stufe der Dienstbarkeit. Das göttliche Wesen, geheiligt über jeden Vergleich und alle Ähnlichkeit, hat Seinen Sitz im Propheten, und Gottes innerste Wirklichkeit, erhaben über jeden Ebenbürtigen oder Gefährten, ist in Ihm offenbar. Dies ist die Stufe wahrer Einheit und wirklicher Einzigkeit. Die Anhänger der früheren Offenbarung haben es schmerzlich versäumt, ein angemessenes Verständnis dieser Stufe zu erwerben. Der Erste Punktder Báb.A – möge das Leben aller außer Ihm um Seinetwillen geopfert werden – spricht: »Hätte das Siegel der Propheten nicht das Wort ›Nachfolge‹ geäußert, so wäre diese Stufe nicht erschaffen.«
8:48Das Volk gesellte ehedem Gott Gefährten bei, auch wenn es sich zum Glauben an Seine Einheit bekannte. Obwohl sie die Unwissendsten unter den Menschen waren, hielten sie sich für höchst gebildet. Aber als ein Zeichen göttlicher Vergeltung für diese Achtlosen wurden heute, am Tag des Gerichts, ihre falschen Glaubenssätze und Studienziele für jeden urteilsfähigen, verständnisvollen Menschen klar und offenkundig bloßgelegt.8:49Flehe zu Gott, dem Wahren, er möge die Anhänger dieser Offenbarung gnädiglich vor dem eitlen Wahn und verderbten Trug derer beschützen, die dem früheren Glauben angehören, und sie nicht der Sonne wahrer Einheit und ihres Strahlenglanzes berauben.8:50O Jalíl! Dieser Unterdrückte der Welt verkündet nun: Das Licht der Gerechtigkeit ist getrübt und die Sonne des rechten Maßes dem Blick verschleiert. Der Räuber thront auf dem Sitze des Hüters und Beschützers, und der Stellung des Getreuen hat sich der Verräter bemächtigt. Vor einem Jahr herrschte ein Unterdrücker über diese Stadt und bewirkte jeden Augenblick neues Leid. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Er verübte, was die Herzen der Menschen in Schrecken versetzte. Aber für die Feder der Herrlichkeit war die Tyrannei auf Erden noch nie ein Hindernis und wird es niemals sein. In der Fülle Unserer Gunst und Gnade haben Wir eigens für die Herrscher und Amtsträger der Welt offenbart, was Schutz und Sicherheit, Ruhe und Frieden bewirkt; hoffentlich bleiben die Menschenkinder von den Übeln der Unterdrückung bewahrt. Er ist fürwahr der Beschützer, der Helfer, der den Sieg verleiht. Die Mitglieder von Gottes Haus der Gerechtigkeit haben die Pflicht, ihr Augenmerk bei Tag und bei Nacht auf das zu richten, was die Feder der Herrlichkeit für die Erziehung der Völker, den Aufbau der Nationen, den Schutz des Menschen und die Sicherung seiner Ehre aufleuchten ließ.Das erste Ishráq8:51Als die Sonne der Weisheit am Horizont der heiligen Sendung Gottes aufging, tat sie diese allherrliche Äußerung: Wer Wohlstand besitzt und mit Macht und Amtsgewalt belehnt ist, muß der Religion die höchste Achtung schenken. Die Religion ist wahrlich ein strahlendes Licht und eine uneinnehmbare Feste für den Schutz und die Wohlfahrt aller Völker der Welt; denn die Gottesfurcht treibt den Menschen, sich fest an alles Gute zu halten und alles Böse zu meiden. Würde die Lampe der Religion verdunkelt, so wären Chaos und Verwirrung die Folge, und die Lichter der Redlichkeit und Gerechtigkeit, der Ruhe und des Friedens würden nicht länger scheinen. Dies wird jeder wahrhaft Verständige bezeugen.Das zweite Ishráq8:52Wir haben der ganzen Menschheit befohlen, den Geringeren Frieden zu begründen – das sicherste aller Mittel für den Schutz der Menschenwelt. Die Herrscher der Welt sollten sich einmütig daran halten; denn dies ist das vortrefflichste Werkzeug, das Gewähr für Sicherheit und Wohlfahrt aller Völker und Nationen bieten kann. Sie sind wahrlich die Offenbarungen der Macht Gottes und die Morgenröten Seiner Allgewalt. Wir flehen zum Allmächtigen, Er möge ihnen gnädig helfen in dem, was dem Wohlergehen ihrer Untertanen förderlich ist. Eine vollständige Darlegung dieser Angelegenheit hat die Feder der Herrlichkeit schon früher verfaßt. Wohl denen, die danach handeln.Das dritte Ishráq
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