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Gemeinschaft mit Gott 1515:1Sprecht die Verse Gottes jeden Morgen und jeden Abend. Wer versäumt, sie zu sprechen, ist Gottes Bund und Seinem Testament nicht treu, und wer sich an diesem Tage von den heiligen Versen abkehrt, zählt zu denen, die sich seit Ewigkeit von Gott abgekehrt haben. Fürchtet Gott, o Meine Diener! Rühmt euch nicht der langen Schriftlektüre und vieler frommer Handlungen bei Tag und Nacht. So jemand einen einzigen Vers in Freude und Heiterkeit liest, ist es besser für ihn, als wenn er ermüdet alle Bücher Gottes liest, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden. Lest Gottes Verse in solchem Maße, dass nicht Schwäche und Verzagtheit euch überkommen. Bürdet euren Seelen nicht auf, was sie ermattet und niederdrückt, sondern gebt ihnen, was sie erleichtert und emporhebt, so dass sie sich auf den Flügeln der Verse Gottes aufschwingen zum Dämmerort Seiner offenbaren Zeichen. Dies wird euch Gott näherbringen, wenn ihr es nur begriffet.Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 149Q1616:1Reinige meine Ohren, o mein Herr, auf dass ich den Versen lausche, die zu Dir herabgesandt sind, erleuchte mein Herz mit dem Lichte Deiner Erkenntnis und löse meine Zunge, damit sie Dein gedenke und Dein Lob singe. Bei Deiner Macht, o mein Gott! Nur Dir ist meine Seele hingegeben, nur Dich sucht mein Herz.Bahá’u’lláh, in: Gebete und Meditationen 84:3Q1717:1Befasse dich früh am Morgen damit, der Schönheit Dessen zu gedenken, der der Unumschränkte ist, und suche Gemeinschaft mit Ihm zur Stunde der Dämmerung. O ‘Alí! Meiner zu gedenken, ist Balsam für die Seelen und ein Licht für die Herzen der Menschen.Bahá’u’lláh, in: Über die Macht des Gebets, S. 9Q1818:1O Du, der Du Dein Feuer in meiner Seele entfachtest und Deine Lichtstrahlen mir ins Herz warfest! Ich danke Dir, dass Du Deine Diener lehrst, wie sie Dich anrufen sollen, und dass Du ihnen offenbarst, wie sie zu Dir flehen sollen mit Deiner heiligsten, erhabensten Zunge, Deiner erlauchtesten, hehrsten Sprache. Wer könnte ohne Deine Erlaubnis wagen, Deine Macht und Deine Größe in Worte zu kleiden, und wer könnte ohne Deine Anleitung die Pfade Deines Wohlgefallens im Reiche Deiner Schöpfung entdecken?Bahá’u’lláh, in: Gebete und Meditationen 176:39Q1919:1Mache mein Gebet zu einem Born lebenspendenden Wassers, o mein Herr, womit ich lebe, solange Deine Herrschaft währt, und in jeder Deiner Welten von Dir künde.Bahá’u’lláh, in: Gebete und Meditationen 183:8Q2020:1O Sohn des Lichtes! Vergiss alles außer Mir und werde vertraut mit Meinem Geiste. Dies gehört zum Wesen Meiner Gebote, darum halte dich daran.Bahá’u’lláh, Verborgene Worte, arab. 16Q2121:1O Sohn der Herrlichkeit! Eile voran auf dem Pfade der Heiligkeit und tritt ein in den Himmel der Gemeinschaft mit Mir. Läutere dein Herz mit der Flamme des Geistes und eile zum Hofe des Allhöchsten.Bahá’u’lláh, Verborgene Worte, pers. 8Q2222:1Ruhm sei Dir! Erhaben bist Du über jede Beschreibung außer der Deinen, denn menschliches Begreifen kann Deine Tugenden nicht angemessen preisen noch den Kern Deines Wesens verstehen. Fern sei Deiner Herrlichkeit, dass Deine Geschöpfe Dich beschreiben oder dass ein anderer als Du selbst Dich kennen sollte! Ich erkenne Dich, o mein Gott, weil Du Dich mir bekannt gemacht; denn hättest Du Dich mir nicht offenbart, so hätte ich Dich nicht erkannt. Ich bete Dich an, weil Du mich vor Dich geladen; denn hättest Du mich nicht gerufen, so betete ich Dich nicht an.Der Báb, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 7:32:3 Q2323:1Das Gedenken Gottes ist wie der Regen und der Tau, die den Hyazinthen und den anderen Blumen frische Anmut schenken, sie wiederbeleben und Duft, Wohlgeruch und neuen Zauber gewinnen lassen. »Und du hast die Erde trocken und öde gesehen, aber wenn Wir den Regen herniedersenden, erwacht sie und quillt und bringt vielerlei üppiges Gras hervor.«Qur’án 22:5
Q Deshalb bemühe dich, Gott Tag und Nacht zu preisen und zu verherrlichen, damit du unendliche Frische und Schönheit erlangest. ‘Abdu’l-Bahá, in: Über die Macht des Gebets, S. 15Q2424:1Es geziemt dem Diener, zu Gott zu beten, Seinen Beistand zu suchen, demütig zu bitten und Seine Hilfe zu erflehen. Das entspricht der Stufe des Dienens. Der Herr wird in Seiner vollkommenen Weisheit verordnen, was immer Er wünscht.‘Abdu’l-Bahá, in: Über die Macht des Gebets, S. 15Q2525:1Gelobt sei Gott! Dein Herz ist mit dem Gedenken Gottes befasst, deine Seele ist erfreut durch die frohen Botschaften Gottes, und du bist im Gebet versunken. Die Gebetshaltung ist der beste Zustand, denn da hat der Mensch Verbindung mit Gott. Wahrlich, das Gebet verleiht Leben, besonders wenn man es allein und zurückgezogen darbringt, zu Zeiten wie um Mitternacht, wenn man der täglichen Pflichten ledig ist. ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 172Q2626:1Wir müssen danach streben, diesen Zustand dadurch zu erlangen, dass wir uns von allen Dingen und von den Menschen frei machen und uns zu Gott allein wenden. Es wird von Seiten des Menschen etwas Anstrengung erfordern, diesen Zustand zu erlangen, denn er muss sich darum bemühen und danach streben. Wir können zu diesem Zustand gelangen, indem wir weniger nach materiellen Dingen trachten und weniger auf sie bedacht sind als auf das Geistige. Je weiter wir uns von dem einen entfernen, desto näher sind wir dem andern. Die Wahl steht bei uns. Unser geistiges Wahrnehmungsvermögen, unser inneres Gesicht muss geöffnet werden, so dass wir die Zeichen und Spuren des Gottesgeistes in allem schauen können. Alles kann uns das Licht des Geistes widerspiegeln.Worte ‘Abdu’l-Bahás, berichtet von Miss Ethel Rosenberg, in: Bahá’u’lláh und das Neue Zeitalter, S. 110Q2727:1Wahrlich, es geziemt dem Schwachen, den Starken anzuflehen, und demjenigen, der Gaben sucht, geziemt es, den Herrlichen, den Freigiebigen darum zu ersuchen. Wer zu seinem Herrn fleht, an Ihn sich wendet und Gnade aus Seinem Meere sucht, der bringt Licht in sein Herz, Erleuchtung in sein Schauen, Leben in seine Seele und sein Wesen wird erhaben.Bericht über die Worte ‘Abdu’l-Bahás, in: Über die Macht des Gebets, S. 19Q2828:1Im höchsten Gebet beten die Menschen nur um der Liebe Gottes willen, nicht weil sie Ihn oder die Hölle fürchten oder weil sie auf Seine himmlischen Gaben hoffen… Wer sich in einen Menschen verliebt, dem ist es unmöglich, den Namen des Geliebten nicht zu nennen. Wie viel schwieriger ist es für einen Menschen, sich der Erwähnung des Namens Gottes zu enthalten, wenn er dazu gelangt ist, Gott zu lieben! … Der geistige Mensch findet an nichts Freude außer am Gedenken Gottes. Bericht über die Worte ‘Abdu’l-Bahás, in: Über die Macht des Gebets, S. 20Q2929:1Wenn wir uns mit ganzem Herzen Gott zuwenden und Seinen Namen anrufen, entsteht eine geistige Verbindung, die uns zu einem Kanal für den göttlichen Einfluss werden lässt.Shoghi Effendi, aus einem Brief vom 19. Oktober 1925, geschrieben in seinem Auftrag an einen einzelnen GläubigenQWesen und Form des Gebets 3030:1Das annehmbarste Gebet ist das, welches in höchster, strahlender Geistigkeit dargebracht wird. Es lange hinzuziehen, war und ist nicht im Sinne Gottes. Je hingebungsvoller und reiner das Gebet ist, umso annehmbarer ist es in Gottes Gegenwart.Der Báb, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 3:2:4Q3131:1Für die Zeiten des Gebets wurde dir Zurückgezogenheit auferlegt, damit du deine Aufmerksamkeit ungeteilt dem Gedenken Gottes zuwendest und dein Herz zu allen Zeiten von Seinem Geist beseelt, nicht aber wie durch einen Schleier von deinem Meistgeliebten getrennt sei. Wenn du Gott preisest, lass deine Zunge nicht bloßen Lippendienst tun, während dein Herz nicht dem höchsten Gipfel der Herrlichkeit, dem Brennpunkt der Verbundenheit zugewandt ist. Dann wird, so du am Tage der Auferstehung lebst, der Spiegel deines Herzens auf Ihn, die Sonne der Wahrheit, gerichtet sein, und kaum ist Sein Licht erstrahlt, wird sein Glanz auch schon in deinem Herzen widergespiegelt. Denn Er ist die Quelle alles Guten, und alles kehrt zu Ihm zurück. Erscheint Er aber, während du dich in dich selbst zur Andacht zurückgezogen hast, so nützt dir das nichts, es sei denn, du erwähnst Seinen Namen mit Worten, die Er offenbarte. Denn in der kommenden Offenbarung ist Er das Gedenken Gottes. Die Gebete, die du jetzt darbringst, wurden hingegen vom Punkt des Bayán verordnet. Er aber, der am Tage der Auferstehung strahlend erscheinen wird, ist die Offenbarung der inneren im Punkt des Bayán verwahrten Wirklichkeit, eine Offenbarung, mächtiger, unermesslich mächtiger als die, welche ihr voranging.Der Báb, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 3:21Q3232:1Mit Ausnahme der Pflichtgebete gilt für Gebete: wenn sie gemeinsam und mit einer schönen und berührenden Melodie gesungen werden, dann ist dies höchst annehmbar.‘Abdu’l-Bahá, aus einem Sendschreiben in persischer SpracheQ3333:1Die Schlichtheit, mit der Bahá’í-Gebete dargebracht werden, ist zu wahren, ob es sich nun um Pflichtgebete oder andere Gebete handelt. Starre Rituale sollten grundsätzlich vermieden werden.Shoghi Effendi, in Handschrift hinzugefügt zu einem Brief vom 30. Oktober 1925, geschrieben in seinem Auftrag an einen einzelnen GläubigenQ
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