Textzusammenstellung | Sechs Schritte zum geistigen Wachstum
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2.6:1
Seien Sie versichert, dass Ihr unverbrüchliches Festhalten an Bahá’u’lláhs Gesetzen und Verordnungen die einzige Kraft ist, die Sie wirksam führt, Ihnen die Prüfungen und Schwierigkeiten Ihres Lebens überwinden hilft und Sie dabei unterstützt, stetig zu wachsen und sich geistig zu entwickeln.
2.6:2
Der Hüter schätzt es besonders, dass Sie Bahá’u’lláhs Vorschriften, die Pflichtgebete täglich zu sprechen, treu befolgen und damit allen jungen Bahá’í ein leuchtendes Beispiel geben. Den täglichen Gebeten ist eine besondere Kraft verliehen; nur wer sie täglich spricht, kann das würdigen. Die Freunde sollten sich deshalb bemühen, diese Gebete täglich zu verwenden, wie auch immer die besonderen Umstände und Bedingungen ihres Lebens sein mögen.Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag, in: Über die Macht des Gebets, S. 26 f.Q
Das regelmäßige Lesen in den heiligen Schriften – zumindest jeden Morgen und Abend – mit Ehrerbietung, Aufmerksamkeit und Nachdenklichkeit7
2.7:1
Lest jeden Tag die von Gott offenbarten Verse. Selig ist der Mensch, der sie spricht und darüber nachdenkt. Wahrlich, er gehört zu denen, um die gut steht.Bahá’u’lláh, in: Den Glauben vertiefen, Nr. 5Q
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2.8:1
Sprecht die Verse Gottes jeden Morgen und jeden Abend. Wer versäumt, sie zu sprechen, ist Gottes Bund und Seinem Testament nicht treu, und wer sich an diesem Tage von den heiligen Versen abkehrt, zählt zu denen, die sich seit Ewigkeit von Gott abgekehrt haben.Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 149Q
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2.9:1
O Meine Diener! Meine heilige, Meine von Gott verordnete Offenbarung mag mit einem Meere verglichen werden, in dessen Tiefe zahllose Perlen von hohem Wert und unübertrefflichem Glanz verborgen sind. Es ist die Pflicht eines jeden Suchers, sich zu mühen und danach zu streben, die Küsten dieses Meeres zu erreichen, auf dass er entsprechend dem Eifer seines Suchens und seiner Anstrengungen an solchen Wohltaten teilhabe, wie sie in Gottes unabänderlichen, verborgenen Tafeln vorherbestimmt sind.Bahá’u’lláh, Ährenlese 153:5Q
10
2.10:1
Versenkt euch in das Meer Meiner Worte, damit ihr seine Geheimnisse ergründet und alle Perlen der Weisheit entdecket, die in seinen Tiefen verborgen liegen.Bahá’u’lláh, Ährenlese 70:2Q
11
2.11:1
Wer zurückgezogen in seiner Kammer die von Gott offenbarten Verse spricht, wird erfahren, wie die Engel des Allmächtigen den Duft der Worte, die sein Mund ausspricht, überallhin verbreiten und das Herz jedes rechtschaffenen Menschen höher schlagen lassen. Mag er sich auch zunächst dieser Wirkung nicht bewusst werden, muss doch die Kraft der ihm gewährten Gnade früher oder später ihren Einfluss auf seine Seele ausüben.Bahá’u’lláh, Ährenlese 136:2Q
12
2.12:1
So gib denn, o mein Gott, meiner Seele Dein wundersames Gedenken ein, damit ich Deinen Namen verherrliche. Zähle mich nicht zu denen, die Dein Wort lesen und doch Deine verborgene Gabe nicht finden, die nach Deinem Ratschluss darin enthalten ist, um die Seelen Deiner Geschöpfe und die Herzen Deiner Diener zu beleben.Bahá’u’lláh, Gebete und Meditationen, 56:7Q
Das Nachdenken (Meditieren) über die Lehren im Geist des Gebets, damit wir sie besser verstehen, getreuer befolgen und genauer anderen Menschen übermitteln können13
2.13:1
Ich rate euch, mit Ernst die Lehren Bahá’u’lláhs zu studieren, damit ihr mit Gottes Hilfe wirklich und wahrhaftig zu Bahá’í werdet.‘Abdu’l-Bahá, Ansprachen in Paris, S. 74Q
14
2.14:1
Als erstes musst du nach Geistigkeit dürsten; dann lebe das Leben! Lebe das Leben! Lebe das Leben! Um diesen Durst zu bekommen, denke über das Leben nach dem Tode nach. Studiere die heiligen Worte … Gebet und Meditation – nimm dir für beide viel Zeit. Dann wirst du diesen großen Durst spüren, und nur dann kannst du anfangen, das Leben zu leben!‘Abdu’l-Bahá, in: Den Glauben vertiefen, Nr. 67Q
15
2.15:1
Das Bestreben, ein besseres Verständnis für die Bedeutung der überwältigenden Offenbarung Bahá’u’lláhs zu erlangen, muss nach meiner unumstößlichen Überzeugung immer erste Pflicht und Ziel des unablässigen Bemühens eines jeden ihrer getreuen Jünger bleiben. Das genaue, sorgsame Begreifen einer so großen Ordnung, einer so erhabenen Offenbarung, eines so heiligen Glaubens liegt aus augenfälligen Gründen außerhalb des Bereiches und der Fassungskraft unseres begrenzten Geistes. Dennoch können wir, ja müssen wir versuchen, in der Arbeit für die Verbreitung Seines Glaubens neue Eingebung und vermehrten Rückhalt durch ein klareres Verständnis der von ihm verwahrten Wahrheiten und der ihm zu Grunde liegenden Prinzipien zu erlangen.Shoghi Effendi, Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 151 f.Q
16
2.16:1
Sinne nach über das, was herniedergeströmt ist vom Himmel des Willens deines Herrn, des Quells aller Gnade, damit du die gewollte Bedeutung begreifest, die in den geweihten Tiefen der heiligen Schriften verwahrt ist.Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká 9:20Q
17
2.17:1
Eine Stunde Nachdenkens ist mehr wert als siebzig Jahre frommer Andacht.Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas, S. 267Q
18
2.18:1
Wie Bahá’u’lláh erklärt, enthält jede Erscheinung ein Zeichen (von Gott). Das Zeichen des Verstandes ist Kontemplation. Das Zeichen der geistigen Versenkung ist Schweigen; denn es ist dem Menschen unmöglich, zwei Dinge zur gleichen Zeit zu tun; er kann nicht gleichzeitig sprechen und meditieren … Man kann die Bezeichnung Mensch nicht auf ein Wesen anwenden, dem die Fähigkeit des Meditierens abgeht. Ohne sie wäre es nur ein Tier, ja niedriger als die wilden Tiere.
2.18:2
Durch die Fähigkeit der Meditation erwirbt der Mensch ewiges Leben, durch sie erreicht ihn der Odem des Heiligen Geistes – die Segnung des Heiligen Geistes wird ihm durch Überlegung und Meditation gegeben …
2.18:3
Meditation ist der Schlüssel zu den Toren der Geheimnisse. In diesem Zustand löst sich der Mensch von sich selbst; er zieht sich in diesem Zustand zurück von allen Dingen der Außenwelt. In dieser subjektiven Verfassung taucht er ein in das Meer geistigen Lebens und kann die Geheimnisse der Dinge an sich enthüllen.‘Abdu’l-Bahá, in: Über die Macht des Gebets, S. 17Q
19
2.19:1
Sich in die Sache Gottes vertiefen bedeutet, die Schriften Bahá’u’lláhs und des Meisters so sorgfältig zu lesen, dass man sie anderen in ihrer reinen Form wiedergeben kann. Es gibt viele, die eine oberflächliche Vorstellung davon haben, was die Sache Gottes will. Das bringen sie dann mit allerhand eigenen Ideen vor. Da die Sache noch in ihren Anfängen steckt, müssen wir sehr vorsichtig sein, damit wir nicht diesem Irrtum erliegen und der Bewegung, die wir so sehr verehren, Schaden zufügen.
2.19:2
Das Studium der Sache Gottes ist unbegrenzt. Je mehr wir in den Schriften lesen, umso mehr Wahrheiten können wir darin finden, und umso mehr werden wir erkennen, dass unsere früheren Meinungen irrig waren.Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag, in: Den Glauben vertiefen, Nr. 93Q
20
2.20:1
Die geheiligten Seelen sollten in ihren Herzen über die Lehrmethoden nachdenken und nachsinnen. Aus den Texten dieser wundersamen, himmlischen Schriften sollten sie Sätze und Abschnitte auswendig lernen, die sich auf verschiedene Gegebenheiten beziehen, damit sie im Verlauf ihrer Ansprachen göttliche Verse wiedergeben können, so oft es die Gelegenheit erfordert, da diese heiligen Verse ja das kraftvollste Elixier, der größte, mächtigste Talisman sind. So machtvoll ist ihr Einfluss, dass dem Hörer kein Grund zum Wankelmut bleibt.Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká 13:19Q
21
2.21:1
Würde ein Mensch in seinem Herzen darüber nachdenken, was die Feder des Höchsten offenbart hat, und von der Süße dieser Offenbarung kosten, so würde er sich gewisslich seiner eigenen Wünsche ledig und befreit fühlen, völlig dem Willen des Allmächtigen ergeben. Glücklich der Mensch, der eine so hohe Stufe erreicht und sich nicht selbst einer so reichen Gnade beraubt!Bahá’u’lláh, Ährenlese 164:4Q
22
2.22:1
Um Sein Wort zu verstehen, um die Verse der Himmelstauben zu begreifen, bedarf es keiner Gelehrsamkeit, sondern nur der Reinheit des Herzens, der Keuschheit der Seele und der Freiheit des Geistes.Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Íqán 233Q
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