Shoghi Effendi | Gott geht vorüber
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Über die bereits in die Knie gezwungene Gemeinde war in der Folgezeit mit beispielloser Wucht ein Sturm hereingebrochen, der dieser Gemeinde noch ihre größte Heldin, die unvergleichliche Ṭáhirih, auf dem Höhepunkt ihrer Erfolge raubte, der das Schicksal von Siyyid Ḥusayn, dem vertrauten Sekretär des Báb und erwählten Treuhänder Seines letzten Willens, besiegelte, der Mullá ‘Abdu’l-Karím-i-Qazvíní, anerkanntermaßen einer der ganz wenigen, die wirklich umfassende Kenntnisse über den Ursprung des Glaubens besaßen, niederstreckte und der Bahá’u’lláh, den einzigen Überlebenden unter den überragenden Gestalten der neuen Sendung, in den Kerker brachte. Der Báb – der Urquell, dem die lebensspendende Energie einer neugeborenen Offenbarung entsprang – hatte sich noch vor dem Ausbruch des Sturms unter schrecklichen Begleitumständen den Feuersalven eines Erschießungskommandos gestellt und hinterließ der fast völlig zerbrochenen Gemeinschaft als nominelles Oberhaupt eine bloße Galionsfigur, die zwar gutmütig, aber äußerst leicht zu beeinflussen war, bar aller herausragenden Qualitäten. Ohne die führende Hand Bahá’u’lláhs, des wirklichen Oberhaupts, suchte er verkleidet als Derwisch in den Bergen seines Geburtslandes Mázindarán Schutz vor den drohenden Anschlägen eines todbringenden Feindes. Die umfangreichen Schriften des Glaubensstifters – handschriftlich verfasst, ungeordnet, nicht klassifiziert, schlampig abgeschrieben und schlecht erhalten – wurden im fieberhaften Tumult der damaligen Zeit zum Teil entweder absichtlich vernichtet, beschlagnahmt oder aus dem Land, in dem sie offenbart worden waren, eilig in Sicherheit gebracht. Mächtige Gegner, darunter insbesondere der außergewöhnlich ehrgeizige und scheinheilige Ḥájí Mírzá Karím Khán, der im besonderen Auftrag des Sháhs den neuen Glauben und seine Lehren in einer Abhandlung bösartig angegriffen hatte, erhoben sich nun und – bestärkt durch die Rückschläge, die der Glaube hinnehmen musste – überschütteten sie ihn mit Schmähungen und Verleumdungen. Überdies wurden einige Bábí unter unerträglichem Druck dazu gebracht, sich von ihrem Glauben loszusagen, während andere soweit gingen, abtrünnig zu werden und zum Feind überzulaufen. Und zu diesen schrecklichen Schicksalsschlägen kam nun eine ungeheuerliche Verleumdung, ausgelöst von der Freveltat einer Handvoll unverantwortlicher Schwärmer, die den heiligen, unschuldigen Glauben durch eine Schandtat brandmarkten, die untilgbar schien und ihm die Grundlagen zu entziehen drohte.
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Trotz dieser Flut an Drangsalen war das Feuer, das die Hand des Allmächtigen entzündet hatte, nicht gänzlich erstickt. Die Flamme, die neun Jahre hindurch so strahlend hell brannte, war zwar für den Augenblick erloschen, aber die große Feuersbrunst hatte eine schwelende Glut hinterlassen, die dazu bestimmt war, in nicht allzu ferner Zeit vom belebenden Wind einer weitaus größeren Offenbarung neu angefacht zu werden und ein Licht auszusenden, das nicht nur die Dunkelheit der näheren Umgebung erhellen, sondern mit seinem Strahlenglanz bis in die fernsten Fernen der östlichen wie der westlichen Welt vordringen sollte. Wie die erzwungene Isolationshaft dem Báb einerseits ermöglichte, Seine Lehre niederzuschreiben, den vollen Gehalt Seiner Offenbarung darzulegen, Seine Stufe explizit und öffentlich zu verkünden und Seinen Bund zu errichten, und andererseits der Verkündigung der Gesetze Seiner Offenbarung durch die Stimmen der in Badasht versammelten Gläubigen diente, so erwies sich die Krise beispiellosen Ausmaßes, die in der Hinrichtung des Báb und der Inhaftierung Bahá’u’lláhs gipfelte, als Auftakt einer Wiederbelebung, die durch die beflügelnde Kraft einer weit mächtigeren Offenbarung die ursprüngliche Botschaft des Propheten von Shíráz verewigen und auf eine noch dauerhaftere, weit über die Grenzen Seines Geburtslandes hinausreichende Grundlage stellen sollte.
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Zu der Zeit, als die Sache des Báb vor seiner endgültigen Auslöschung zu stehen schien, als alle Hoffnungen und Bestrebungen, die sie beseelten, nach menschlichem Ermessen vereitelt und die gewaltigen Opfer der zahlreichen Gläubigen allem Anschein nach vergeblich waren, da sollte die göttliche Verheißung, die sie barg, plötzlich erfüllt und ihre letzte Vollendung auf geheimnisvolle Weise offenbar werden. Nicht vorzeitig, sondern zur festgesetzten Zeit kam die Bábí-Sendung zu ihrem Abschluss, zeigte ihre vorherbestimmte Frucht und offenbarte ihr höchstes Ziel: die Geburt der Sendung Bahá’u’lláhs. In dieser dunkelsten, schrecklichsten Stunde dämmerte ein neues, herrliches Licht an Persiens düsterem Horizont. Als Ergebnis eines Entwicklungs- und Reifeprozesses brach nun die bedeutendste und vielleicht eindrucksvollste Phase des Heroischen Zeitalters des Glaubens an.
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Wie vom Báb vorhergesagt, hatte sich im Verlauf von neun Jahren der Keim des von Ihm erschaffenen Glaubens geheimnisvoll, rasch und unwiderstehlich entwickelt, bis zur festgesetzten Stunde schließlich die Frucht der verheißenen Sache Gottes inmitten der Finsternis und Höllenqual des Síyáh-Chál von Ṭihrán erschien. Als Bahá’u’lláh Jahre später die Behauptungen derer widerlegte, die die Gültigkeit Seiner Sendung bestritten, die so rasch auf die des Báb folgte, schrieb Er: »Siehe, wie sogleich mit der Vollendung des neunten Jahres dieser wundersamen, dieser heiligsten und gnadenvollsten Sendung die notwendige Zahl reiner, gänzlich geweihter und geheiligter Seelen sich insgeheim erfüllte.«Bahá’u’lláh, zitiert in: Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:55, S. 183 – Anm. d. Hrsg.Q Ferner versichert Er: »Dass eine so kurze Zeitspanne diese mächtigste, wundersame Offenbarung von Meiner vorausgegangenen Manifestation trennt, ist ein Geheimnis, das niemand enträtseln, ein Mysterium, das kein Verstand erfassen kann. Ihre Dauer war vorherbestimmt.«Bahá’u’lláh, zitiert in: Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:55, S. 183 – Anm. d. Hrsg.Q
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Der heilige Johannes, Autor der Offenbarung des Johannes, hat hinsichtlich dieser beiden aufeinanderfolgenden Offenbarungen deutlich vorausgesagt: »Das zweite Wehe ist dahin; siehe, das dritte Wehe kommt schnell.«Offb. 11:14 – Anm. d. Hrsg.Q ‘Abdu’l-Bahá erklärt diesen Vers folgendermaßen: »Dieses dritte Wehe ist der Tag der Offenbarung Bahá’u’lláhs, der Tag Gottes, und es ist nahe dem Tag des Erscheinens des Báb‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen 11:34 (Aufl. 11), S. 65 (Aufl. 3–10) – Anm. d. Hrsg.Q. Ferner: »Alle Völker der Welt erwarten zwei Manifestationen, die Zeitgenossen sind. Das wurde ihnen allen verheißen.« Und wiederum: »Damit soll lediglich zum Ausdruck gebracht werden, dass allen Menschen zwei aufeinanderfolgende Manifestationen verheißen wurden.«‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen 10:8 (Aufl. 11), S. 50–51 (Aufl. 3–10) – Anm. d. Hrsg.Q Shaykh Aḥmad-i-Aḥsá’í, dieser leuchtende Stern göttlicher Führung, der vor dem Jahr sechzig so klar die herannahende Herrlichkeit Bahá’u’lláhs erkannt und ausdrücklich auf die »beiden Offenbarungen …, die rasch aufeinander folgen«Shaykh Aḥmad, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 2:24, Bd. 1, S. 74 – Anm. d. Hrsg.Q hingewiesen hatte, machte in einem eigenhändig verfassten Brief an Siyyid Káẓim folgende wichtige Aussage über die nahende Stunde dieser höchsten Offenbarung: »Das Mysterium dieser Sache muss offenkundig werden, und das Geheimnis dieser Botschaft wird enthüllt werden. Mehr kann ich nicht sagen. Ich kann keine Zeit angeben. Seine Sache wird bekannt werden nach ḤínDie Zahl 68.AShaykh Aḥmad, zitiert in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 1:19, Bd. 1, S. 51–52 – Anm. d. Hrsg.Q
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Die Umstände, unter denen der Träger dieser neugeborenen Offenbarung, die so rasch der des Báb folgte, die ersten Hinweise auf Seine erhabene Sendung empfing, wiederholen, ja übertreffen in ihrer seelenerschütternden Eindringlichkeit das, was Mose erlebte, als Er sich in der Wildnis des Sinai dem brennenden Busch gegenübersah, was Zarathustra erlebte, als Er durch eine Folge von sieben Visionen zu Seiner Sendung erwachte, was Jesus erlebte, als Er, aus dem Wasser des Jordan steigend, den Himmel geöffnet und den Heiligen Geist gleich einer Taube herabkommen und über sich leuchten sah, was Muḥammad erlebte, als Ihn in der Höhle von Ḥirá’, vor der heiligen Stadt Mekka, die Stimme Gabriels aufforderte: »Rufe im Namen Deines Herrn!«Qur’án 96:1 – Anm. d. Hrsg.Q, und schließlich was der Báb erlebte, als Er sich im Traum dem blutenden Haupt des Imám Ḥusayn näherte, das von der durchschnittenen Kehle rinnende Blut in großen Zügen trank und dann im Erwachen Sich selbst als den erwählten Empfänger des Gnadenstroms des Allmächtigen erkannte.
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An dieser Stelle können wir uns wohl fragen: Welcher Art ist die Natur und die Tragweite der Offenbarung, die so bald nach der Verkündigung des Báb erschien und mit einem Schlag sowohl die Lehre aufhob, die dieser Glaube erst vor kurzem verkündet hatte, als auch die göttliche Autorität ihres Stifters mit solch eindringlicher Kraft bestätigte? Welchen Anspruch, so können wir wohl überlegen, erhob Er, selbst ein Jünger des Báb, der sich so früh schon für befugt hielt, das von Seinem geliebten Herrn stammende Gesetz aufzuheben? Welche Beziehungen, können wir weiter nachdenken, könnte es zwischen den bisher bestehenden religiösen Systemen und Seiner eigenen Offenbarung geben – einer Offenbarung, die in äußerst gefahrvoller Zeit Seiner kreißenden Seele entströmte, die das Dunkel jenes verpesteten Loches durchdrang und dessen Mauern sprengte, die sich über die ganze Welt erstreckt, die dem Körper der gesamten Menschheit seine grenzenlosen Möglichkeiten einflößte und die nun direkt vor unseren Augen die Geschicke der menschlichen Gesellschaft formt?
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Der unter derart dramatischen Umständen die überwältigende Macht einer so herrlichen Sendung zu tragen hatte, war niemand anders als der Eine, dem die Nachwelt einmal zujubeln wird, den aber unzählige Gläubige schon jetzt anerkennen als den Richter, Gesetzgeber und Erlöser der ganzen Menschheit, den Organisator des ganzen Planeten, den Einiger der Menschenkinder, den Erbauer des lang erwarteten tausendjährigen Reichs, den Urheber eines neuen »Universalen Zyklus«‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen 41:4–5 (Aufl. 11), S. 159–160 (Aufl. 3–10) – Anm. d. Hrsg.Q, den Begründer des Größten Friedens, den Quell der Größten Gerechtigkeit, den Verkünder des künftigen Zeitalters der Einheit des Menschengeschlechts, den Schöpfer einer neuen Weltordnung, den Stifter und beseelenden Geist einer Weltkultur und -zivilisation.
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Dem Volk Israel war Er nicht mehr und nicht weniger als die Verkörperung des »ewigen Vaters«Jes. 9:6 – Anm. d. Hrsg.Q, des »Herrn der Heerscharen«, herabgestiegen mit »zehntausend Heiligen«Dtn. 33:2 – Anm. d. Hrsg.Q; den Christen war Er der wieder auferstandene Christus, wiedergekommen »in der Herrlichkeit des Vaters«Mt. 16:27 – Anm. d. Hrsg.Q; den Shí‘iten war Er die Wiederkehr des Imám Ḥusayn, den Sunníten die Herabkunft des »Geistes Gottes«vgl. Qur’án 4:171 – Anm. d. Hrsg.QJesu Christi.A; den Zoroastriern war Er der verheißene Sháh Bahrám, den Hindus die Reinkarnation Krischnas, den Buddhisten der fünfte Buddha.
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Im Namen, den Er trug, vereinigte Er den des Imám Ḥusayn, des berühmtesten Nachfolgers des Gesandten Gottes – des hellsten »Sterns«, der laut der Offenbarung des Johannes in der dort erwähnten »Krone«Offb. 12:1 – Anm. d. Hrsg.Q leuchtet – und den des Imám ‘Alí, des Gebieters der Gläubigen, des zweiten der im genannten Buch erwähnten beiden »Zeugen«Offb. 11:3 – Anm. d. Hrsg.Q. Formell wurde Er mit Bahá’u’lláh angesprochen, ein Name, der besonders im Persischen Bayán genannt wird und der zugleich die Herrlichkeit, das Licht und den Glanz Gottes bedeutet. Er wurde bezeichnet als »Herr der Herren«vgl. Bahá’u’lláh, Lawḥ-i-Páp, in: Anspruch und Verkündigung 1:102, Ährenlese 115:7, 1 Tim. 6:15 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Größter Name«vgl. Bahá’u’lláh, Lawḥ-i-Páp, in: Anspruch und Verkündigung 1:118, 1:131, Kitáb-i-Aqdas 5:137 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Altehrwürdige Schönheit«vgl. Bahá’u’lláh, Lawḥ-i-Páp, in: Anspruch und Verkündigung 1:123 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Feder des Höchsten«vgl. Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 1:175, 2:2:20, 5:24, Lawḥ-i-Páp, in: Anspruch und Verkündigung 1:102 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Verborgener Name«vgl. Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akka 17:9:4, 17:9:5 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Verwahrter Schatz«, »Der, den Gott offenbaren wird«vgl. Báb, Kitáb-i-Asmá’ 18:3, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 5:7:1, Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 1:137 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Größtes Licht«vgl. Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Íqán 107, Ṭarázát, in: Botschaften aus ‘Akka 4:30 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Allhöchster Horizont«Hier ›All-Highest Horizon‹, anscheinend von Shoghi Effendi auch als ›Supreme Horizon‹ übersetzt (Brief an den Sohn des Wolfes 54, 134 u. a.) – Anm. d. Hrsg.Q, »Größtes Meer«vgl. Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akka 17:10:1, Brief an den Sohn des Wolfes 166, 217 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Erhabener Himmel«vgl. Bahá’u’lláh, Lawḥ-i-Haft Pursish, in: Tabernakel der Einheit 3:10 – Anm. d. Hrsg.Q, »Urewige Wurzel«, »der Selbstbestehende«vgl. Bahá’u’lláh, Súriy-i-Haykal, in: Anspruch und Verkündigung 1:34 – Anm. d. Hrsg.Q, »Tagesgestirn des Universums«vgl. ‘Abdu’l-Bahá, in Briefe und Botschaften 166:1 – Anm. d. Hrsg.Q, »Große Verkündigung«vgl. Bahá’u’lláh, Days of Remembrance 25:6, Botschaften aus ‘Akka 7:3, 9:9 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, »Sprecher vom Sinai«vgl. Bahá’u’lláh, Ṭarázát, Tajallíyát, Ishráqát, in: Botschaften aus ‘Akka 4:9, 5:9, 5:14, 8:14 – Anm. d. Hrsg.Q, »der, der Gut von Schlecht scheidet«, »der Unterdrückte der Welt«vgl. Bahá’u’lláh, Qad-Iḥtaraqa’l-Mukhliṣún, in: Bahá’í Gebete 238:37 – Anm. d. Hrsg.Q, »die Sehnsucht der Völker«Bahá’u’lláh, in: Gebete und Meditationen 176:33 – Anm. d. Hrsg.Q, »der Herr des Bundes«‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 37, in: Dokumente des Bundes 2:2:8, S. 52 – Anm. d. Hrsg.Q, der »Baum, über den niemand hinausgehen kann«vgl. Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Íqán 26, Kitáb-i-Aqdas 1:100, Brief an den Sohn des Wolfes 188 u. a. Siehe auch: ›Sadratu’l-Muntahá‹ – Anm. d. Hrsg.Q. Seine Abstammung reicht einerseits auf Abraham, den Stammvater der Gläubigen, und seine Frau Ketura zurück und andererseits auf Zarathustra sowie auf Yazdigird, den letzten König der Sassanidendynastie. Überdies war Er ein Nachfahre Jesses und gehörte durch Seinen Vater Mírzá ‘Abbás, besser bekannt als Mírzá Buzurg – ein Edelmann aus dem engeren Regierungskreis am Hofe Fatḥ-‘Alí Sháhs – zu einer der ältesten und angesehensten Familien von Mázindarán.
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Auf Ihn hatte Jesaja, der größte jüdische Prophet, hingewiesen, wenn er von der »Herrlichkeit des Herrn«vgl. Jes. 35:2, 40:5 u. a., siehe auch Hab. 2:14 – Anm. d. Hrsg.Q sprach, dem »Ewigen Vater«, dem »Friedensfürst«, dem »Wunderbaren«, dem »Rat«Jes. 9:6 – Anm. d. Hrsg.Q, dem »Reis aus dem Stamm Jesse« und dem »Zweig aus Seinen Wurzeln«Jes. 11:1 – Anm. d. Hrsg.Q, der »auf den Thron Davids gesetzt werden soll«vgl. Jes. 9:7, auch zitiert in: Der Verheißene Tag ist gekommen 191 – Anm. d. Hrsg.Q, der »kommen wird mit starker Hand«Jes. 40:10, auch zitiert in: Brief an den Sohn des Wolfes 209 – Anm. d. Hrsg.Q, der »die Nationen richten wird«Jes. 2:4; vgl. auch 51:4f – Anm. d. Hrsg.Q, der »die Erde schlagen wird mit der Rute Seines Mundes, und mit dem Odem Seiner Lippen erschlagen wird die Gottlosen«Jes. 11:4 – Anm. d. Hrsg.Q, und der »die Verjagten Israels sammeln und die Zerstreuten Judas einsammeln wird aus allen vier Enden der Erde«Jes. 11:12; vgl. auch 43:5 – Anm. d. Hrsg.Q. Von Ihm sang David in seinen Psalmen und rief Ihn an als »Herr der Heerscharen«Ps. 24:10 u. a., auch zitiert in: Botschaften aus Akká 17:7:5, Ährenlese 126:4 – Anm. d. Hrsg.Q und »König der Herrlichkeit«Ps. 24:7–10, auch zitiert in: Lawḥ-i-Páp, in: Anspruch und Verkündigung 1:128 – Anm. d. Hrsg.Q. Auf Ihn wies Haggai hin als das »Verlangen aller Nationen«Hag. 2:7, auch zitiert in Kitáb-i-Aqdas 1:82, Ährenlese 16:1 – Anm. d. Hrsg.Q und Sacharja als den »Spross«, der »sprossen wird aus Seinem Ort« und der »den Tempel des Herrn bauen wird«Sach. 6:12 – Anm. d. Hrsg.Q. Sacharja pries Ihn als den »Herrn«, der »König sein wird über alle Welt«Sach. 14:9 – Anm. d. Hrsg.Q, während Joel und Zephanja von Seinem Tag sprachen als dem »Tag des Herrn«vgl. »Day of the Lord« Joel. 1:15, 2:1, u. a. Zdf. 1:14 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, wobei Letzterer ihn beschrieb als einen »Tag des Grimms, ein Tag der Trübsal und der Angst, ein Tag der Verwüstung und der Trostlosigkeit, ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag der Wolken und des Nebels, ein Tag der Posaune und des Kriegsgeschreis gegen die festen Städte und die hohen Zinnen«Zdf. 1:15–16 – Anm. d. Hrsg.Q. Auch Hesekiel und Daniel sprachen von Seinem Tag als dem »Tag des Herrn«vgl. Hes. 13:5; 30:3 – innerhalb Dan. ließ sich keine derartige Stelle eindeutig identifizieren – Anm. d. Hrsg.Q und Maleachi beschrieb ihn als »den großen und schrecklichen Tag des Herrn«Mal. 4:5, auch zitiert in: Lawḥ-i-Náqús, in: Days of Remembrance 26:3 – Anm. d. Hrsg.Q, an dem »die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen« wird »mit Heil an ihren Flügeln«Mal. 4:2 – Anm. d. Hrsg.Q, während Daniel verhieß, dass Seine Ankunft das Ende der »Gräuel der Verwüstung«Dan. 12:11 – Anm. d. Hrsg.Q ankündigen werde.
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Von Seiner Sendung heißt es in den heiligen Büchern der Zoroastrier, dass die Sonne während dieser Sendung einen vollen Monat lang stillzustehen hätte. Ihn muss Zarathustra gemeint haben, wenn Er laut Überlieferung vorhersagte, dass dreitausend Jahre des Streites und Kampfes vergehen müssen, bevor der Welterlöser Sháh-Bahrám kommt, der über Ahríman triumphieren und ein Zeitalter des Segens und des Friedens einleiten werde.
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Nur Er ist gemeint in der Gautama Buddha zugeschriebenen Prophezeiung, dass sich in der Fülle der Zeit »ein Buddha namens Maitreya, der Buddha universaler Gemeinschaft« erheben und »Seine grenzenlose Herrlichkeit« offenbaren werde. Auf Ihn weist die Bhagavadgita der Hindus hin, als den »Größten Geist«, den »Zehnten Avatar«, die »Makellose Manifestation Krischnas«.
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Von Ihm spricht Jesus Christus als dem »Fürst dieser Welt«vgl. Joh. 12:31, 14:30, 16:11, siehe auch: ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften, 145:3 – Anm. d. Hrsg.Q, dem »Tröster«Joh. 14:16; 14:26; 15:26; 16:7, auch zitiert in: Javáhiru’l-Asrár 11 – Anm. d. Hrsg.Q, der »die Welt der Sünde ermahnen wird, Recht und Gerechtigkeit zu üben«Joh. 16:8 – Anm. d. Hrsg.Q, dem »Geist der Wahrheit«Joh. 14:17; 15:26; 16:13, auch zitiert in: Javáhiru’l-Asrár 11, Súriy-i-Mulúk, in: Anspruch und Verkündigung 5:15.Q, der »euch in alle Wahrheit einführen wird«, der »nicht aus sich selbst reden wird, sondern was Er hören wird, das wird Er reden«Joh. 16:13, auch zitiert in: Javáhiru’l-Asrár 11, Súriy-i-Mulúk, in: Anspruch und Verkündigung 5:15 – Anm. d. Hrsg.Q, dem »Herrn des Weinbergs«vgl. Mt. 20:8, 21:33–46; Mk. 12:1–12; Lk. 20:9–19 – Anm. d. Hrsg.Q und dem »Menschensohn«, der »in der Herrlichkeit Seines Vaters kommen wird«Mt. 16:27 – Anm. d. Hrsg.Q »in den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit«Mt. 24:29, auch zitiert in: Kitáb-i-Íqán 24, Javáhiru’l-Asrár 8 – Anm. d. Hrsg.Q mit »allen heiligen Engeln«Mt. 25:31 – Anm. d. Hrsg.Q, und »alle Völker«Mt. 25:32 – Anm. d. Hrsg.Q werden vor Seinem Thron versammelt sein. Auf Ihn spielt der Verfasser der Apokalypse an als die »Herrlichkeit Gottes«vgl. Offb. 15:8, 21:11; 21:23, auch zitiert in: Brief an den Sohn des Wolfes 8, Súriy-i-Dhikr, in: Days of Remembrance 38:3 – Anm. d. Hrsg.Q, das »Alpha und Omega«vgl.Offb. 1:8, 1:11; 21:6; 22:13 – Anm. d. Hrsg.Q, »den Anfang und das Ende«vgl.Offb. 21:6; 22:13, auch zitiert in: Ährenlese 85:3 – Anm. d. Hrsg.Q, »den Ersten und den Letzten«vgl.Offb. 1:11; 1:17; 2:8; 22:13, auch zitiert in: Kitáb-i-Íqán 196 – Anm. d. Hrsg.Q. Seine Offenbarung setzt er mit dem »dritten Wehe«Offb. 11:14 – Anm. d. Hrsg.Q gleich und Sein Gesetz schildert er als »einen neuen Himmel und eine neue Erde«vgl. Jes. 65:17, 66:22, Offb. 21:1 – Anm. d. Hrsg.Q, das »Allerheiligste Gottes«Offb. 21:3 – Anm. d. Hrsg.Q, die »Heilige Stadt«Dan. 9:24, Offb. 21:2, u. a – Anm. d. Hrsg.Q, das »Neue Jerusalem, herabgekommen von Gott aus dem Himmel, bereitet als eine geschmückte Braut für ihren Mann«Offb. 21:2 – Anm. d. Hrsg.Q. Von Seinem Tag sprach Jesus Christus als der »Erneuerung, wenn des Menschen Sohn sitzen wird auf dem Thron Seiner Herrlichkeit«Mt. 19:28 – Anm. d. Hrsg.Q. Auf die Stunde Seiner Ankunft spielte Paulus an als die Stunde der »letzten Posaune«1 Kor. 15:52 – Anm. d. Hrsg.Q, der »Posaune Gottes«1 Thess. 4:16 – Anm. d. Hrsg.Q, während Petrus von ihr als dem »Tag Gottes« sprach, »an dem die Himmel im Feuer vergehen und die Elemente vor Hitze schmelzen werden«2 Petr. 3:12 – Anm. d. Hrsg.Q. Seinen Tag beschrieb er ferner als »die Zeiten der Erquickung«Apg. 3:19 – Anm. d. Hrsg.Q, »die Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott sprach durch den Mund aller Seiner heiligen Propheten seit Anbeginn der Welt«Apg. 3:21 – Anm. d. Hrsg.Q.
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Von Ihm spricht Muḥammad, der Gesandte Gottes, in Seinem Buch als der »Großen Verkündigung«vgl. Qur’án 78:2[kommt so übersetzt bei Rodwell nicht vor – der Verweis beruht also auf einer Annahme.] – Anm. d. Hrsg.Q und spricht von Seinem Tag als dem Tag, an dem »Gott herabkommen« wird, »von Wolken überschattet«Qur’án 2:210 – Anm. d. Hrsg.Q, dem Tag, an dem »dein Herr kommen wird und die Engel Reihe um Reihe«Qur’án 89:22 – Anm. d. Hrsg.Q, an dem »der Geist sich erheben wird und die Engel in Reihen geordnet sind«Qur’án 78:38 – Anm. d. Hrsg.Q. In einer Súrah dieses Buches, von der es heißt, Er habe sie als »das Herz des Qur’án«Muḥammad, Ḥadíth – es scheint sich um Súrah 36 zu handeln – Anm. d. Hrsg.Q bezeichnet, deutet Er Seine Ankunft an und vergleicht sie mit derjenigen des »dritten« Boten, der herabgesandt wird, um die beiden Ihm vorangegangenen »zu stärken«Qur’án 36:14 – Anm. d. Hrsg.Q. Seinem Tag zollt Er auf den Seiten dieses Buches einen enthusiastischen Tribut, indem er Ihn verherrlicht als den »Großen Tag«, den »Letzten Tag«, den »Tag Gottes«, den »Tag des Gerichts«vgl. Qur’án 51:12, 83:11 – Anm. d. Hrsg.Q, den »Tag der Abrechnung«, den »Tag der gegenseitigen Täuschung«Qur’án 64:9 – Anm. d. Hrsg.Q, den »Tag der Scheidung«vgl. Qur’án 44:40, 77:13–14, 77:38 – Anm. d. Hrsg.Q, den »Tag des Seufzens«, den »Tag der Sammlung«Qur’án 40:15 – Anm. d. Hrsg.Q, den Tag, an dem »der Ratschluss erfüllt wird«Qur’án 19:39 – Anm. d. Hrsg.Q, den Tag, an dem die zweite »Posaune erschallen wird«Qur’án 79:6–7 – Anm. d. Hrsg.Q, den Tag, »da die Menschheit vor dem Herrn der Welt stehen wird«Qur’án 83:6 – Anm. d. Hrsg.Q und »alle in Demut zu Ihm kommen werden«Qur’án 27:87 – Anm. d. Hrsg.Q, den Tag, an dem »die Berge, die du für so fest erachtest, vergehen werden, wie eine Wolke vergeht«Qur’án 27:88 – Anm. d. Hrsg.Q, den Tag, an dem »Abrechnung gehalten wird«Qur’án 14:41 – Anm. d. Hrsg.Q, »den nahenden Tag, an dem der Menschen Herzen sich erheben und ihnen der Atem in der Brust stockt«Qur’án 40:18 – Anm. d. Hrsg.Q, den Tag, an dem »alle, die in den Himmeln und auf Erden wohnen, in Schrecken versetzt werden, nur der nicht, den Gott zur Errettung auserwählt«Qur’án 27:87 – Anm. d. Hrsg.Q, den Tag, an dem »jede stillende Frau ihren Säugling verlässt und jede Frau, die eine Last in ihrem Schoß trägt, ihre Last abwirft«Qur’án 22:2 – Anm. d. Hrsg.Q, den Tag, da »die Erde leuchten wird im Licht ihres Herrn, da das Buch aufgeschlagen wird, die Propheten und die Zeugen aufgerufen werden; und sie werden gerichtet nach Billigkeit, und niemand wird Unrecht leiden«Qur’án 39:69 – Anm. d. Hrsg.Q.
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Die Fülle Seiner Herrlichkeit verglich der Gesandte Gottes ferner, wie Bahá’u’lláh selbst bezeugt, mit dem »Vollmond in der vierzehnten Nacht«vgl. Muḥammad, Ḥadíth überliefert durch Jarír bin ‘Abdu’lláh, aufgezeichnet in: Bukhárí 6:60:374, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 70 – Anm. d. Hrsg.Q. Seine Stufe identifizierte der Imám ‘Alí, der Gebieter der Gläubigen, entsprechend demselben Zeugnis als gleichbedeutend mit der Stufe dessen, »der am Sinai aus dem Brennenden Busch mit Mose sprach«Imám ‘Alí, Ḥadíth aufgezeichnet in: Khuṭbiy-i-Ṭutunjíyyih, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 70 – Anm. d. Hrsg.Q. Vom überragenden Charakter Seiner Sendung legte ebenfalls Bahá’u’lláh zufolge Imám Ḥusayn Zeugnis ab als einer »Offenbarung, deren Offenbarer Derjenige« ist, der selbst den Gesandten Gottes »offenbaren wird«Imám Ḥusayn, Ḥadíth, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 70 – Anm. d. Hrsg.Q.
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Über Ihn schrieb Shaykh Aḥmad-i-Aḥsá’í, der Herold der Bábí-Sendung, der »die seltsamen Ereignisse zwischen den Jahren sechzig und siebenundsechzig«vgl. Aḥmad-i-Aḥsá’í, berichtet von ‘Abdu’l-Kháliq, erwähnt vom Báb in: Dalá’il-i-Sab‘ih, zitiert von Shoghi Effendi in: Nabíls Bericht 1:19 Fn2, Bd. 1, S. 51, Fn 17 – Anm. d. Hrsg.Q vorausgeahnt und unmissverständlich auf das sichere Kommen Seiner Offenbarung hingewiesen hatte, Folgendes: »Das Mysterium dieser Sache muss offenkundig werden und das Geheimnis dieser Botschaft wird enthüllt werden. Mehr kann ich nicht sagen. Ich kann keine Zeit angeben. Seine Sache wird bekannt werden nach ḤínDie Zahl 68, wörtlich ›nach einer Weile‹.A«Aḥmad-i-Aḥsá’í, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 1:19, Bd. 1, S. 51–52 – Anm. d. Hrsg.Q.
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Siyyid Káẓim-i-Rash, Shaykh Aḥmads Schüler und Nachfolger, schrieb in gleicher Weise: »Der Qá’im wird zwangsläufig zu Tode kommen. Nachdem Er getötet worden ist, wird die Welt das Alter von achtzehn erreichen.«Káẓim-i-Rash, vgl. die Übersetzung von A. L. M. Nicolas, in: Essai sur le Shaykhisme, Bd. II, S. 60–61, zitiert von Shoghi Effendi in: Nabíls Bericht 2:21 Fn, Bd. 1, S. 72, Fn 40 – Anm. d. Hrsg.Q In seinem Buch Sharḥ-i-Qaṣídiy-i-Lámíyyih wies er sogar auf den Namen »Bahá«Káẓim-i-Rash, Sharḥ-i-Qaṣídiy-i-Lámíyyih.Q hin. Ferner verkündete er gegen Ende seines Lebens seinen Schülern sehr deutlich: »Wahrlich, ich sage, nach dem Qá’im wird der Qayyúm offenbart werden. Denn wenn der Stern des Ersten untergegangen ist, wird die Sonne der Schönheit Ḥusayns aufgehen und die ganze Welt erleuchten. Dann wird das ›Mysterium‹ und das ›Geheimnis‹Aḥmad-i-Aḥsá’í: »Das Mysterium dieser Sache wird zwangsläufig offenbar werden, und das Geheimnis dieser Botschaft wird enthüllt.«, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 2:24, Bd. 1, S. 74 – Anm. d. Hrsg.A, von dem Shaykh Aḥmad gesprochen hat, in all seiner Herrlichkeit enthüllt. … Diesen Tag der Tage zu erleben, bedeutet, zum Gipfel der Herrlichkeit vergangener Geschlechter zu gelangen, und eine in dieser Zeit vollbrachte gute Tat ist gleichbedeutend mit der frommen Andacht zahlloser Jahrhunderte.«Káẓim-i-Rash, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 2:24, Bd. 1, S. 74 – Anm. d. Hrsg.Q
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Der Báb pries Ihn ebenso deutlich als den »Inbegriff des Seins«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 246 – Anm. d. Hrsg.Q, »Den von Gott Bewahrten«Báb, Qayyúmu’l-Asmá’, Kap. 9, Kap. 29, Kap. 58, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 2:9:1, 2:20:2, 2:29:1 – Anm. d. Hrsg.Q, den »allmächtigen Meister«Báb, Qayyúmu’l-Asmá’, Kap. 58, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 2:28:6 – Anm. d. Hrsg.Q, das »karminrote, alles umfassende Licht«Báb, Qayyúmu’l-Asmá’, Kap. 28, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 2:18:2 – Anm. d. Hrsg.Q, den »Herrn des Sichtbaren und des Unsichtbaren«Báb, Qayyúmu’l-Asmá’, Kap. 57, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 2:27:3 – Anm. d. Hrsg.Q, den »einzigen Zweck aller früheren Offenbarungen, einschließlich der des Qá’im«Báb,.Q. Er bezeichnete Ihn offiziell als »Den, den Gott offenbaren wird«Báb, Bayán-i-Fársí 9:3, 2:8, Kitáb-i-Asmá’ 16:17, 17:4, 17:4, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 3:37:2, 3:39:1, 5:2:2, 5:13:3, 5:15:3 u. a – Anm. d. Hrsg.Q, sprach von Ihm als dem »Abhá-Horizont«Báb,.Q, unter dem Er selbst lebe und wohne, zählte namentlich Seine Titel auf und pries Seine »Ordnung«Báb,.Q in Seinem bekanntesten Werk, dem Persischen Bayán. Er enthüllte Seinen Namen durch den Hinweis auf den »Sohn ‘Alís, den wahren und unzweifelhaften Führer der Menschen«Báb,.Q, legte wiederholt mündlich und schriftlich unmissverständlich den Zeitpunkt Seiner Offenbarung fest und ermahnte die Gläubigen, sich nicht durch »den Bayán und alles, was darin offenbart worden ist«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 246 – Anm. d. Hrsg.Q, »von Ihm wie durch einen Schleier trennen«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 222 – Anm. d. Hrsg.Q zu lassen. Er verkündete überdies, Er sei »der erste Diener, der an Ihn glaubt«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 204, 205 – Anm. d. Hrsg.Q, Er sei Ihm schon ergeben gewesen, »ehe alle Dinge erschaffen wurden«Báb, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 6:16:3, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 224 – Anm. d. Hrsg.Q. »Kein Hinweis« auf Ihn »könne Ihn andeuten«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 204 – Anm. d. Hrsg.Q. »Der einjährige Keim, der alle Möglichkeiten der bevorstehenden Offenbarung in sich trägt«, sei »mit einer Kraft ausgestattet, die alle Kräfte des ganzen Bayán übersteigt«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 221 – Anm. d. Hrsg.. Ferner bekräftigte Er klar, dass Er in Bezug auf Ihn, den Gott offenbaren wird, »einen Bund mit allen erschaffenen Dingen geschlossen«Báb, Qayyúmu’l-Asmá’, Kap. 68, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 2:37:2 – Anm. d. Hrsg.Q habe, noch ehe der Bund in Seiner eigenen Sendung errichtet war. Unumwunden bestätigte Er, nur »ein Buchstabe« in diesem »Mächtigsten Buch« zu sein, »ein Tautropfen« aus dem »Grenzenlosen Meer«Báb, zitiert in: Sir Francis Younghusband, The Gleam, pp. 210–11, zitiert von Shoghi Effendi in: Nabíls Bericht ep:10 Fn1, Bd. 3, p. 661, Fn 225 – Anm. d. Hrsg.Q, dass Seine Offenbarung »nur ein Blatt unter den Blättern Seines Paradieses«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 221, 230 – Anm. d. Hrsg.Q sei, »alles, was im Bayán erhöht ward«, nur »ein Ring« an Seiner eigenen Hand und Er selbst »ein Ring an der Hand Dessen, den Gott offenbaren wird«, der »ihn dreht, wie Er will, wozu Er will und wodurch Er will«Báb, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 6:16:3 – Anm. d. Hrsg.Q. Unmissverständlich erklärte Er, dass Er sich »ganz« für Ihn »geopfert«, »willig« um Seinetwillen »Flüche auf sich genommen« habe und »nichts ersehne als den Märtyrertod«Báb, Qayyúmu’l-Asmá’, Kap. 58, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 2:29:1 – Anm. d. Hrsg.Q auf dem Pfad Seiner Liebe. Und schließlich prophezeite Er eindeutig: »… heute befindet sich der Bayán im Stadium des Keimes; seine höchste Vollendung erlangt er zu Beginn der Manifestation Dessen, den Gott offenbaren wird.«Báb, Bayán-i-Fársí 2:7, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften, 3:35:2 – Anm. d. Hrsg.Q »Ehe nicht neun [Jahre] vom Beginn dieser Sache an vergangen sind, wird das Wesen alles Erschaffenen nicht geoffenbart werden. Alles, was du bis jetzt gesehen hast, ist das Wachstum des feuchten Samens bis zu der Zeit, da Wir ihn mit Fleisch umkleideten. Habe Geduld, bis du eine neue Schöpfung schaust. Sprich: ›Gesegnet sei darum Gott, der Erhabenste der Schöpfer!‹Qur’án 23:14 – Anm. d. Hrsg.Q«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 222, S. 133 – Anm. d. Hrsg.Q
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»Er, um den der Punkt des Bayánder Báb.A kreist, ist gekommen«Bahá’u’lláh,., bekräftigt Bahá’u’lláh die unvorstellbare Größe und den überragenden Charakter Seiner eigenen Offenbarung. »Sollten alle im Himmel und auf Erden«, versichert Er ferner, »an diesem Tag mit den Kräften und Eigenschaften ausgestattet sein, die den Buchstaben des Bayán bestimmt sind, deren Stufe zehntausendmal herrlicher ist als die der Buchstaben der qur’ánischen Sendung, und wenn sie alle auch nur für einen Augenblick zögerten, Meine Offenbarung anzuerkennen, so zählten sie in den Augen Gottes zu denen, die irregehen, und gälten als ›Buchstaben der Verneinung.‹«vgl. Bahá’u’lláh, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Weltordnung Bahá’u’lláhs 4:33, 6:26 – Anm. d. Hrsg.Q »Er, der König göttlicher Kraft«, versichert Er im Kitáb-i-Íqán in Anspielung auf sich selbst, »ist wahrlich imstande, mit einem Buchstaben Seiner wundersamen Worte den Lebensodem des ganzen Bayán und seines Volkes auszutilgen und mit einem Buchstaben ihnen ein neues, unsterbliches Leben zu verleihen, sodass sie sich erheben und hervoreilen aus den Gräbern ihrer eitlen, selbstischen Wünsche.«Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Íqán, 101, S. 78 – Anm. d. Hrsg.Q »Dies ist der König der Tage«Bahá’u’lláh, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:22, 7:15 – Anm. d. Hrsg.Q, verkündet Er weiterhin, »Gottes eigener Tag«Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 17:8:5, Ährenlese 10:2 – Anm. d. Hrsg.Q, der »Tag, dem keine Nacht folgt«vgl. Bahá’u’lláh, Súriy-i-Haykal, in: Anspruch und Verkündigung 1:63 – Anm. d. Hrsg.Q, der »Frühling, dem kein Herbst etwas anhaben kann«Bahá’u’lláh,., »das Auge in vergangene Zeitalter und Jahrhunderte«Bahá’u’lláh, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit 110 – Anm. d. Hrsg.Q, nach dem »die Seele jedes Propheten Gottes und jedes göttlichen Boten gedürstet hat«, nach dem sich »alle Geschlechter der Erde sehnten«Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, 7:2 – Anm. d. Hrsg.Q, durch den »Gott die Herzen der gesamten Schar Seiner Boten und Propheten und darüber hinaus diejenigen geprüft hat, die Sein geweihtes und unverletzliches Heiligtum bewachen, die das Himmelszelt bewohnen und im Hort der Herrlichkeit verweilen«Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, 8:1 – Anm. d. Hrsg.Q. »In dieser mächtigsten Offenbarung«, verkündet Er ferner, »finden alle Sendungen der Vergangenheit ihre höchste, ihre endgültige Erfüllung.«Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, 115:10, 161:4 – Anm. d. Hrsg.Q Und wiederum: »Keine unter den Manifestationen der Vergangenheit hat je über ein bestimmtes Maß hinaus das Wesen dieser Offenbarung völlig erfasst.«Bahá’u’lláh, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit 110 – Anm. d. Hrsg.Q Bezüglich Seiner eigenen Stufe erklärt Er: »Nur um Seinetwillen wurden alle Gottesgesandten mit dem Mantel des Prophetentums geschmückt, nur für Ihn ist jede der heiligen Schriften offenbart worden.«Bahá’u’lláh, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:18, S. 157 – Anm. d. Hrsg.Q
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Schließlich ist noch ‘Abdu’l-Bahás eigene Anerkennung des überragenden Charakters der Offenbarung Seines Vaters zu erwähnen: »Jahrhunderte, nein, ganze Zeitalter müssen vergehen, ehe das Tagesgestirn der Wahrheit wieder in seinem Mittagsglanze leuchtet oder zum weiteren Mal in prangendem Frühlingsschimmer aufgeht.«‘Abdu’l-Bahá, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:31, 7:16 – Anm. d. Hrsg.Q »Das bloße Nachdenken über die Sendung, die von der Gesegneten Schönheit ausging«, versichert Er ferner, »hätte ausgereicht, die Heiligen verflossener Zeitalter zu überwältigen, die sich danach sehnten, für einen Augenblick an ihrer großen Herrlichkeit teilzuhaben.«‘Abdu’l-Bahá, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:31, 7:16 – Anm. d. Hrsg.Q »Was die Manifestationen anbelangt, die zukünftig ›in den Schatten der Wolken‹vgl. Qur’án 2:210, Bahá’u’lláh, Lawḥ-i-Páp, Lawḥ-i-Napulyún II, in: Anspruch und Verkündigung 1:102, 1:147 – Anm. d. Hrsg.Q herabkommen werden, so wisse wahrlich«, sagt Er bezeichnenderweise, »dass sie, was die Quelle ihrer Inspiration betrifft, unter dem Schatten der Altehrwürdigen Schönheit stehen. Aber in Seiner Beziehung zu dem Zeitalter, in dem Er jeweils erscheint, ›tut‹ jeder Einzelne von ihnen, ›was Er will.‹vgl. Qur’án 2:254, 3:41, 14:28, 22:15, 22:19 – Anm. d. Hrsg.Q«‘Abdu’l-Bahá, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:34, 7:16, S. 169, S. 239–240 – Anm. d. Hrsg.Q Und am Ende heißt es in Seiner erhellenden Erklärung der wahren Beziehung zwischen der Offenbarung Bahá’u’lláhs und der des Báb: »Die Offenbarung des Báb kann mit der Sonne bei ihrem Stand im ersten Tierkreiszeichen, dem Widder, verglichen werden, in das sie mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche eintritt. Die Stufe der Offenbarung Bahá’u’lláhs aber wird vom Zeichen des Löwen dargestellt, der höchsten Stellung der Sonne im Hochsommer. Das heißt, diese heilige Sendung leuchtet hell mit dem Licht der Sonne der Wahrheit von ihrem erhabensten Stand in der Fülle ihres Glanzes, ihrer Wärme und Herrlichkeit.«‘Abdu’l-Bahá, auch zitiert in: Shoghi Effendi, Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:65, S. 188 – Anm. d. Hrsg.Q
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Einen vollständigen Überblick über die prophetischen Hinweise auf die Offenbarung Bahá’u’lláhs zu geben, ist unmöglich. Das bezeugt die Feder Bahá’u’lláhs: »In allen göttlichen Büchern und Schriften wurde den Menschen das Kommen der Größten Offenbarung vorhergesagt und angekündigt. Niemand kann die Verse der Bücher vergangener Zeiten vollständig aufzählen, die diese höchste Gnade, diese mächtigste Gabe voraussagen.«Bahá’u’lláh,.
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Abschließend zu diesem Thema, so meine ich, sollte noch gesagt werden, dass die Offenbarung Bahá’u’lláhs alle ihr vorausgegangenen Sendungen uneingeschränkt aufhebt, aber die darin enthaltenen ewigen Wahrheiten und den göttlichen Ursprung ihrer Stifter in vollem Umfang bestätigt, die Heiligkeit ihrer authentischen Schriften unangetastet wahrt und jede Absicht von sich weist, die Stufe ihrer Stifter oder die von ihnen geprägten geistigen Ideale herabzusetzen; sie erklärt ihre Aufgaben und setzt sie in Beziehung zueinander, bekräftigt von neuem ihren gemeinsamen, unwandelbaren und grundlegenden Zweck, bringt ihre scheinbar voneinander abweichenden Behauptungen und Lehrsätze miteinander in Einklang, anerkennt bereitwillig und dankbar ihre jeweiligen Beiträge zur fortschreitenden Entfaltung der einen göttlichen Offenbarung und erklärt ohne Zögern, selbst nur ein Glied in der Kette der ständig fortschreitenden Offenbarungen zu sein; sie ergänzt ihre Lehren durch solche Gesetze und Bestimmungen, wie sie die Bedürfnisse der Zeit erfordern und wie es die wachsende Aufnahmefähigkeit einer sich rasch entwickelnden und ständig sich wandelnden Gesellschaft verlangt; sie verkündet ihre Bereitschaft und Fähigkeit, die einander bekämpfenden Sekten und Splittergruppen, in die die früheren Religionen zerfallen sind, zusammenzuführen und in eine universale Gemeinschaft einzugliedern, die im Rahmen einer von Gott empfangenen weltvereinigenden, welterlösenden Ordnung und in Übereinstimmung mit deren Satzungen wirkt.
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Eine Offenbarung, begrüßt als Verheißung und als krönende Herrlichkeit der vergangenen Zeitalter und Jahrhunderte, als Vollendung aller Sendungen innerhalb des adamischen Zyklus, als Eröffnung eines Zeitalters von mindestens tausend Jahren und eines Zyklus von nicht weniger als fünftausend Jahrhunderten, als das Ende des prophetischen Zeitalters und als Beginn des Zeitalters der Erfüllung, das unübertroffen ist in der Dauer der Amtszeit ihres Stifters sowie in der Fruchtbarkeit und dem Glanz Seiner Sendung – eine solche Offenbarung wurde, wie beschrieben, in der Finsternis eines unterirdischen Verlieses in Ṭihrán geboren, in einem abscheulichen Loch, das früher als Wasserreservoir für die öffentlichen Bäder der Stadt gedient hatte. Umgeben von undurchdringlichem Dunkel, gezwungen die verpestete Luft zu atmen, betäubt von der feuchten, eisigen Umgebung, die Füße im Stock, den Nacken gebeugt von einer schweren Kette, umgeben von Verbrechern und Schurken schlimmster Art, bedrückt vom Bewusstsein des schrecklichen Makels, der den guten Ruf Seines geliebten Glaubens befleckt hatte, des schrecklichen Unglücks, das dessen Verfechter ereilt hatte, und der ernsten Gefahren, die den überlebenden Gläubigen drohten, schmerzlich bewusst – in dieser schweren Zeit und unter solch schrecklichen Umständen stieg auf Ihn der von Ihm so bezeichnete »Größte Geist«vgl. Bahá’u’lláh, in: Days of Remembrance 10:11[bin mir nicht sicher, ob dies tatsächlich die zitierte Quelle ist] – Anm. d. Hrsg.Q herab, der in der zoroastrischen, der mosaischen und der christlichen, der islámischen Sendung jeweils symbolisiert wird durch das Heilige Feuer, den Brennenden Busch, die Taube und den Engel Gabriel, und er offenbarte sich der gemarterten Seele Bahá’u’lláhs in der Gestalt einer »Jungfrau«Bahá’u’lláh, Súriy-i-Haykal, in: Anspruch und Verkündigung 1:6 – Anm. d. Hrsg.Q.
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»Eines Nachts im Traum waren von allen Seiten diese erhabenen Worte zu hören: ›Wahrlich, Wir werden Dich durch Dich selbst und durch Deine Feder siegreich machen. Sei nicht traurig über das, was Dir widerfahren ist, und fürchte Dich nicht, denn Du bist in Sicherheit. Binnen kurzem wird Gott die Schätze der Erde offenkundig machen – Menschen, die Dir beistehen werden durch Dich selbst und durch Deinen Namen, durch welchen Gott die Herzen derer belebt, die Ihn erkannt haben‹«Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 34, S. 34 – Anm. d. Hrsg.Q, schrieb Er, als Er sich an Seinem Lebensabend die ersten Regungen der Gottesoffenbarung in Seiner Seele ins Gedächtnis rief. An anderer Stelle beschreibt Er kurz und anschaulich, welche Wirkung die auf Ihn hereinstürzende Kraft des göttlichen Rufs auf Sein ganzes Wesen ausübte – eine Erfahrung, die lebhaft an die Gottesvision erinnert, die Mose in Ohnmacht fallen ließ, und an die Stimme Gabriels, die Muḥammad in eine solche Bestürzung versetzte, dass Er in den Schutz Seines Hauses eilte und Seine Frau Khadíjih bat, Ihn mit Seinem Mantel zu verhüllen. »In den Tagen, da Ich im Kerker in Ṭihrán lag«, so Seine unvergesslichen Worte, »vergönnten Mir die schweren Ketten, die Mich wundrieben, und die üble Luft nur wenig Schlaf; dennoch hatte Ich in den seltenen Augenblicken des Schlummers ein Gefühl, wie wenn etwas vom Scheitel Meines Hauptes über Meine Brust strömte, einem mächtigen Sturzbach gleich, der sich vom Gipfel eines hohen Berges zu Tal ergießt. Alle Glieder Meines Leibes wurden so in Flammen gesetzt, und Meine Zunge sprach in solchen Augenblicken Worte, die zu hören kein Mensch hätte ertragen können.«Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 36, S. 35 – Anm. d. Hrsg.Q
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In Seiner Súratu’l-HaykalSúrah des Tempels.A beschreibt Er die atemberaubenden Augenblicke, als die den »Größten Geist«vgl. Bahá’u’lláh, in: Days of Remembrance 10:11 – Anm. d. Hrsg.Q symbolisierende Jungfrau Seine Sendung der ganzen Schöpfung verkündete: »Umgeben von Drangsal, hörte Ich über Meinem Haupt eine höchst wundersame, süße Stimme. Mein Antlitz wendend, gewahrte Ich eine Jungfrau – das leibhaftige Gedenken des Namens Meines Herrn – vor Mir in den Lüften schwebend. So verzückt war sie, dass ihr Gesicht im Schmuck des göttlichen Wohlgefallens leuchtete und ihre Wangen im Glanz des Allbarmherzigen erglühten. Ihr Ruf erschallte zwischen Himmel und Erde und bezauberte der Menschen Herz und Geist. Meinem inneren und Meinem äußeren Sein enthüllte sie Botschaften, die Meine Seele und die Seelen der ehrbaren Diener Gottes frohlocken ließen. Sie deutete mit ihrem Finger auf Mein Haupt, wandte sich an alle im Himmel und auf Erden und sprach: ›Bei Gott! Dies ist der Geliebte der Welten – und doch versteht ihr es nicht. Dies ist Gottes Schönheit und Souveränität unter euch – o dass ihr es doch verstündet! Dies ist Gottes Geheimnis und Sein Schatz, der Befehl Gottes und Seine Herrlichkeit für alle, die in den Reichen der Offenbarung und der Schöpfung wohnen – wolltet ihr doch begreifen!‹«Bahá’u’lláh, Súriy-i-Haykal, in: Anspruch und Verkündigung 1:6–7 – Anm. d. Hrsg.Q
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In Seinem Sendbrief an Seinen königlichen Widersacher Náṣiri’d-Dín Sháh, offenbart auf dem Gipfel der Verkündigung Seiner Botschaft, finden sich folgende Sätze, die den göttlichen Ursprung Seiner Sendung erhellen: »O König! Ich war nur ein Mensch wie andere und schlief auf Meinem Lager – siehe, da wehten die Winde des Allherrlichen über Mich und gaben Mir Kenntnis von allem, was war. Diese Sache ist nicht von Mir, sondern von Dem, der allmächtig und allwissend ist. Und Er gebot Mir, Meine Stimme zu erheben zwischen Erde und Himmel, und darum überkam Mich, was jedem verständigen Menschen die Tränen in die Augen treibt. … Dies ist nur ein Blatt, das die Winde des Willens deines Herrn, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, bewegen. … Sein allbezwingender Ruf hat Mich erreicht und ließ Mich Seinen Lobpreis unter allem Volke anstimmen. Fürwahr, Ich glich einem Toten, als Sein Befehl erscholl. Da verwandelte Mich die Hand des Willens deines Herrn, des Mitleidigen, des Barmherzigen.«Bahá’u’lláh, Lawḥ-i-Sulṭán, in: Anspruch und Verkündigung 1:192 – Anm. d. Hrsg.Q »Bei Meinem Leben!«, versichert Er in einem anderen Sendschreiben, »Nicht aus eigenem Antrieb habe Ich von Mir gekündet, sondern Gott hat Mich nach Seinem ureigenen Ratschluss geoffenbart.«Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 11, S. 26 – Anm. d. Hrsg.Q Und wieder: »Wann immer Ich schweigen und still sein wollte, siehe, da rüttelte die Stimme des Heiligen Geistes, zu Meiner Rechten stehend, Mich auf und der Erhabenste Geist erschien vor Meinem Angesicht, und Gabriel überschattete Mich, der Geist der Herrlichkeit regte sich in Meiner Brust und gebot Mir, Mich zu erheben und Mein Schweigen zu brechen.«Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 50:1 – Anm. d. Hrsg.Q
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Das waren die Umstände, unter denen die Sonne der Wahrheit in der Stadt Ṭihrán aufging, einer Stadt, die wegen des außergewöhnlichen Vorrechts, das sie genoss, vom Báb verherrlicht wurde als »Heiliges Land«Báb,. und von Bahá’u’lláh die »Mutter der Welt«Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 63:1 – Anm. d. Hrsg.Q genannt wurde, der »Morgen des Lichts«Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 216 – Anm. d. Hrsg.Q, der »Dämmerort der Zeichen des Herrn«Bahá’u’lláh,.Q, der »Freudenquell für alle Menschen«Bahá’u’lláh, in: Kitáb-i-Aqdas 1:91 – Anm. d. Hrsg.Q. Die Morgendämmerung dieses unvergleichlich glanzvollen Lichtes war, wie schon beschrieben, in der Stadt Shíráz angebrochen. Der erste Lichtstrahl dieser Sonne zeigte sich jetzt über dem Horizont des Síyáh-Chál von Ṭihrán. Zehn Jahre später brachen ihre Strahlen in Baghdád hervor und durchdrangen die Wolken, die unmittelbar nach ihrem Aufgang in dieser finsteren Umgebung ihren Glanz verdunkelt hatten. In der fernen Stadt Adrianopel war ihr bestimmt, den Zenit zu erreichen, um in der Nähe der Festungsstadt ‘Akká wieder unterzugehen.
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Diese schillernde Offenbarung konnte ihren Glanz vor den Augen der Menschen natürlich nur langsam und stufenweise entfalten. Als ihr Träger die ersten Anzeichen empfing, wurde ihr Charakter weder Seinen Gefährten noch Seinen Angehörigen sogleich oder unmittelbar danach enthüllt. Ein Zeitraum von nicht weniger als zehn Jahren musste verstreichen, ehe ihre weitreichenden Folgerungen selbst im Kreis Seiner engsten Gefährten offen enthüllt werden konnten, eine Zeit heftiger geistiger Gärung, in der der Empfänger einer so gewichtigen Botschaft erwartungsvoll der Stunde harrte, da Er Seine schwer beladene Seele, erfüllt von den mächtigen Kräften, die freigesetzt wurden von der aufkeimenden Gottesoffenbarung, von ihrer Last befreien konnte. Während dieser vorbestimmten Zwischenzeit wies Er in Briefen, Kommentaren, Gebeten und Abhandlungen, die zu offenbaren Er sich bewogen fühlte, in verschleierter und sinnbildlicher Sprache darauf hin, dass die Verheißung des Báb bereits erfüllt sei und Er selbst Derjenige sei, der erwählt war, sie zu erfüllen. Einige Mitgläubige, die sich durch besonderen Scharfsinn, persönliche Verbundenheit und Hingabe auszeichneten, spürten die Ausstrahlung der bislang noch nicht offenbarten Herrlichkeit, die Seine Seele durchflutete, und hätten Sein Geheimnis sicher enthüllt und es überall verkündet, wenn Er sie nicht zurückgehalten hätte.
Kapitel 7Bahá’u’lláhs Exil im ‘Iráq – Erster Teil
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Der Anschlag auf das Leben von Náṣiri’d-Dín Sháh fiel, wie früher erwähnt, auf den 28. Shavvál des Jahres 1268 d. H., das ist der 15. August 1852. Unmittelbar darauf wurde Bahá’u’lláh in Níyávarán verhaftet, unter schmachvollsten Umständen nach Ṭihrán geführt und dort im Síyáh-Chál eingekerkert. Seine Gefangenschaft dauerte volle vier Monate und in der Mitte dieses Zeitabschnitts begann das »Jahr neun«Báb, zitiert in: Bahá’u’lláh, Epistle to the Son of the Wolf 204 – Anm. d. Hrsg.Q1269 n. H. [15. Oktober 1852 – 3. Oktober 1853].A, auf das der Báb in glühenden Worten hingewiesen hatte, und von dem Shaykh Aḥmad-i-Aḥsá’í als dem Jahr »nach Ḥín«Aḥmad-i-Aḥsá’í, zitiert in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 1:19, Bd. 1, S. 51–52, vgl. Báb, Brief an Muḥammad Sháh, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 1:5:5 – Anm. d. Hrsg.Q gesprochen hatte – ein Jahr, das der ganzen Welt ungeahnte Möglichkeiten schenkte. Zwei Monate nach dem Beginn dieses Jahres wurde Bahá’u’lláh entlassen – Seine Kerkerhaft hatte ihren Zweck erfüllt – und einen Monat später brach Er nach Baghdád auf, der ersten Station Seines denkwürdigen, lebenslangen Exils, das Ihn im Lauf der Jahre bis nach Adrianopel in der europäischen Türkei führen und mit einer vierundzwanzigjährigen Gefangenschaft in ‘Akká enden sollte.
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Jetzt, da Er in Folge dieses kraftvollen Traumes mit der Macht und souveränen Amtsgewalt ausgestattet war, die Seine göttliche Sendung mit sich brachte, hatte die Haft ihren Zweck erfüllt und Seine Freilassung war unvermeidlich, ja dringend notwendig, denn jede Verzögerung hätte Ihm die Erfüllung Seiner neuen Aufgaben unmöglich gemacht. Auch fehlten nicht Mittel und Wege, Ihn von den hinderlichen Fesseln zu befreien: die beharrliche und entschiedene Vermittlung des russischen Gesandten, Fürst Dolgorouki, der nichts unversucht ließ, um die Unschuld Bahá’u’lláhs zu beweisen; das öffentliche Schuldbekenntnis des Mullá Shaykh ‘Alíy-i-Turshízí, genannt ‘Aẓím, der Ihn im Síyáh-Chál in Gegenwart von Ḥájibu’d-Dawlih sowie dem Dolmetscher des russischen Gesandten und einem Vertreter des Gouverneurs nachdrücklich entlastete; die unanfechtbaren Zeugnisse maßgeblicher Gerichte; die unermüdlichen Anstrengungen Seiner Brüder, Schwestern und sonstigen Angehörigen: All dies wirkte zusammen, Ihn schließlich aus den Händen Seiner beutegierigen Feinde zu befreien. Ein weiterer wichtiger, wenn auch weniger augenfälliger Beitrag zu Seiner Befreiung waren die vielen aufopferungsvollen Gläubigen, die mit Ihm im selben Gefängnis schmachteten und ihr Schicksal mit Geduld ertrugen. Denn »das in diesem schicksalhaften Jahr zu Ṭihrán vergossene Blut der heroischen Schar, die mit Bahá’u’lláh im Gefängnis lag, war das Lösegeld für Seine Befreiung aus der Hand des Feindes, der danach trachtete, Ihn daran zu hindern, Sein von Gott gesetztes Ziel zu erreichen«Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 26:48, Bd. 3, S. 640 – Anm. d. Hrsg.Q, wie Nabíl zutreffend bemerkt.
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Diese beeindruckenden Zeugnisse ließen nicht den geringsten Zweifel an Bahá’u’lláhs Unschuld. Nachdem der Großwesir bei seinem Herrscher die – widerwillig erteilte – Zustimmung zur Freilassung seines Gefangenen eingeholt hatte, sandte er seinen bevollmächtigten Stellvertreter Ḥájí ‘Alí zum Síyáh-Chál mit der Weisung, Bahá’u’lláh den Entlassungsbefehl zu überbringen. Der Anblick, der sich dem Gesandten dort bot, rief in ihm solche Empörung wach, dass er seinen Herrn verfluchte für die beschämende Behandlung eines Mannes von solchem Rang und makellosem Ruf. Er nahm seinen Mantel von der Schulter, bot ihn Bahá’u’lláh an und bat Ihn inständig, ihn zu tragen, wenn Er vor dem Minister und seinen Räten stünde; doch Bahá’u’lláh lehnte dies entschieden ab und zog es vor, in Gefangenenkleidung vor die Mitglieder der kaiserlichen Regierung zu treten.
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Als Er sich dort zeigte, sprach Ihn der Großwesir an und sagte: »Hättest du auf meinen Rat gehört und dich vom Glauben des Siyyid-i-Báb distanziert, so wären dir die Schmerzen und Demütigungen erspart geblieben, mit denen man dich überhäuft hat.«Áqá Khán-i-Núrí, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 26:76, Bd. 3, S. 653 – Anm. d. Hrsg.Q Bahá’u’lláh erwiderte: »Hättet Ihr Eurerseits meinen Rat beherzigt, so wäre die Regierung jetzt nicht in eine so kritische Lage geraten.«Bahá’u’lláh, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 26:76, Bd. 3, S. 653 – Anm. d. Hrsg.Q Diese Worte erinnerten Mírzá Áqá Khán an ein Gespräch, das er einmal mit Ihm über des Martyrium des Báb geführt hatte und das die Warnung enthielt: »Die jetzt entfachte Flamme wird heftiger denn je auflodern.«Bahá’u’lláh, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 23:31, Bd. 3, S. 538 – Anm. d. Hrsg.Q »Was rätst du mir jetzt zu tun?«Áqá Khán-i-Núrí, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 26:77, Bd. 3, S. 654 – Anm. d. Hrsg.Q, wollte er von Bahá’u’lláh wissen. Die Antwort kam prompt: »Befehlt den Gouverneuren des Reiches, nicht länger das Blut der Unschuldigen zu vergießen, nicht länger ihr Hab und Gut zu plündern, nicht länger ihre Frauen zu schänden und ihre Kinder zu quälen!«Bahá’u’lláh, berichtet in: Muḥammad-i-Zarandí, Nabíls Bericht 26:77, Bd. 3, S. 654 – Anm. d. Hrsg.Q Noch am selben Tag entsprach der Großwesir diesem Rat. Aber wie der weitere Verlauf der Ereignisse zeigte, war die Wirkung gering und nur von kurzer Dauer.
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Die verhältnismäßig ruhige und friedliche Zeit, die Bahá’u’lláh nach Seiner unmenschlich schweren Haft vergönnt war, war nach dem Ratschluss einer unfehlbaren Weisheit nur von ganz kurzer Dauer. Kaum war Er mit Seiner Familie und Seinen Angehörigen vereint, als ihm die Anordnung Náṣiri’d-Dín Sháhs übermittelt wurde, Er habe Persien innerhalb eines Monats zu verlassen, wobei Ihm das Recht zugebilligt wurde, das Land Seines Exils selbst zu wählen.
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Als der russische Gesandte von dieser kaiserlichen Verfügung hörte, äußerte er den Wunsch, Bahá’u’lláh unter den Schutz seiner Regierung zu stellen, und sagte Ihm für Seine Übersiedlung nach Russland jede Unterstützung zu. Doch Bahá’u’lláh folgte Seiner untrüglichen inneren Führung, nahm diese unerwartete Einladung nicht an und zog es vor, Sich auf türkischem Territorium in der Stadt Baghdád niederzulassen. »Als Ich gefesselt und angekettet im Kerker lag«, schrieb Er Jahre später in Seinem Schreiben an Zar Alexander II. Nikolajewitsch von Russland, »bot Mir einer deiner Gesandten seine Hilfe an. Darum hat Gott einen Rang für dich verordnet, den niemand begreifen kann außer Ihm. Hab’ acht, dass du diesen erhabenen Rang nicht verscherzest.«Bahá’u’lláh, Lawḥ-i-Malik-i-Rús, in: Anspruch und Verkündigung 1:158 – Anm. d. Hrsg. »In den Tagen«, so lautet ein anderes Zeugnis aus Seiner Feder, »da dieser Unterdrückte hart gepeinigt im Kerker lag, gab sich der Gesandte der hochgeachteten Regierungvon Russland.A – Gott, verherrlicht und gepriesen sei Er, stehe ihm bei! – die größte Mühe, Meine Freilassung zu erreichen. Einige Male wurde auch die Erlaubnis zu Meiner Entlassung erteilt. Aber einige ‘Ulamá der Stadt vereitelten sie. Schließlich erlangte Ich die Freiheit dank dem unablässigen Bemühen Seiner Exzellenz des Gesandten. … Seine kaiserliche Majestät, der größte Kaiser – Gott, verherrlicht und gepriesen, stehe ihm bei! – gewährte Mir um Gottes willen seinen Schutz, einen Schutz, der Neid und Feindschaft bei den Törichten auf Erden erregt.«Bahá’u’lláh,.
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Der Erlass des Sháhs, der einer unverzüglichen Ausweisung Bahá’u’lláhs aus Persien gleichkam, eröffnet ein neues, ruhmvolles Kapitel in der Geschichte des ersten Bahá’í-Jahrhunderts. Genau genommen kann man ihn als den Auftakt zu einem der ereignisreichsten und wichtigsten Abschnitte der gesamten Religionsgeschichte verstehen. Er fällt zusammen mit dem Beginn einer fast vierzigjährigen Amtszeit, die durch ihre schöpferische Macht, ihre reinigende Kraft, ihren heilenden Einfluss und durch die unaufhaltsame Wirkung der von ihr freigesetzten welt-lenkenden, welt-gestaltenden Kräfte in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Der Erlass steht am Beginn einer Abfolge von Verbannungen, die sich über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten erstrecken und erst mit dem Tod Dessen enden, der Gegenstand dieses grausamen Erlasses war. Der Prozess, der nun in Gang kam und sich zunehmend entfaltete, begann mit der Einführung Seiner göttlichen Sache zunächst inmitten der eifersüchtig behüteten Feste des shí‘itischen Islám und einem persönlichen Treffen mit dessen höchsten und berühmtesten Vertretern; später, am Sitz des Kalifats, konfrontierte er Ihn mit den bürgerlichen und geistlichen Würdenträgern des Reichs und den Repräsentanten des türkischen Sulṭáns, des mächtigsten Herrschers der islámischen Welt; und schließlich führte er Ihn an die Küste des Heiligen Landes, wodurch sich die im Alten und im Neuen Testament niedergeschriebenen Prophezeiungen erfüllten und die Verheißung aus mehreren Überlieferungen, die dem Gesandten Gottes und den Ihm folgenden Imámen zugeschrieben werden, Wirklichkeit wurde und die lang erwartete Rückführung Israels zur einstigen Wiege seines Glaubens eingeleitet wurde. Und damit begann der letzte und fruchtbarste von vier Lebensabschnitten: Der erste bot siebenundzwanzig Jahre lang den sorglosen Genuss all der Vorteile, die Reichtum und eine hohe Abstammung gewähren, und zeichnete sich aus durch unermüdliche Fürsorge zum Wohl der Armen, Kranken und Unterdrückten; anschließend folgten neun Jahre aktiver, vorbildlicher Jüngerschaft im Dienste des Báb; und schließlich kam eine viermonatige Gefangenschaft, überschattet von ständiger Lebensgefahr und durchsetzt von bitter quälenden Sorgen, die, als sie sich dem Ende näherte, durch den plötzlichen Ausbruch der Kräfte, freigesetzt von einer überwältigenden, seelenverwandelnden Offenbarung, unvergesslich wurde.
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Die erzwungene hastige Abreise Bahá’u’lláhs aus Seinem Geburtsland in Begleitung einiger Verwandter erinnert in mancher Hinsicht an die überstürzte Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten, an die plötzliche Flucht Muḥammads von Mekka nach Medina bald nach der Übernahme Seines Prophetenamtes, an den Auszug Mose, Seines Bruders und Seines Volkes aus dem Land ihrer Geburt als Antwort auf den göttlichen Ruf, vor allem aber an die Verbannung Abrahams aus Ur in Chaldäa in das verheißene Land. Denn diese Verbannung mit ihren unzähligen positiven Auswirkungen für so viele verschiedene Völker, Religionen und Nationen kommt in ihrer historischen Dimension den zahllosen Segnungen am nächsten, die heute und in künftigen Zeitaltern der ganzen Menschheit geschenkt werden sollen – als unmittelbare Folge des Exils, das Der erlitt, dessen göttliche Sache die Blüte und Frucht aller vorausgegangenen Offenbarungen darstellt.
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‘Abdu’l-Bahá zählt in Seinen Beantworteten Fragen die weitreichenden Auswirkungen der Verbannung Abrahams auf und bekräftigt: »Wir sollten einmal über Folgendes nachdenken: Wenn die Auswanderung Abrahams von Ur nach Aleppo in Syrien zu solchen Ergebnissen geführt hat, wie wird sich die Verbannung Bahá’u’lláhs von Ṭihrán nach Baghdád und von dort nach Konstantinopel, nach Rumelien und ins Heilige Land auswirken!«‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen 4:5 – Anm. d. Hrsg.Q
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