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Das Universale Haus der Gerechtigkeit

8. November 2019

An die Bahá’í der Welt

Innig geliebte Freunde,

1das Maß dessen, was Sie erreicht haben – nicht nur in den letzten Wochen, sondern während einer zweijährigen Phase bemerkenswerter Fortschritte, die nun zu einem überwältigenden Höhepunkt geführt wurde – drängt uns Sie anzusprechen, die Sie die sichtbaren Scharen einer Bewegung sind, die sich als unaufhaltsam erwiesen hat. Die Zweihundertjahrfeier der Geburt des Báb war bei Weitem nicht nur ein denkwürdiges Ereignis, sondern das Ergebnis von acht Zyklen intensiver Bemühungen, die in Einheit und mit unbeirrbarer Initiative durchgeführt wurden. Wir sahen mit Begeisterung, wie bestärkt die Freunde dem Ruf zum Dienst entsprochen haben. Örtliche Gemeinden, Nachbarschaften und Dörfer wurden zu Schauplätzen für intensivierte Aktivitäten jeglicher Art, da das Wissen um das, was die Gemeinde erreichen könnte – wie bei der letzten Zweihundertjahrfeier erlebt –, enorme Energie und Tatkraft freisetzte – unterstützt durch einen soliden Vorbereitungs- und Reflexionsprozess. Es gibt so viele anerkennenswerte Glanzlichter. Feste innerhalb der Familie und unter den Familien standen im Vordergrund; von Jugendlichen für ihre Altersgenossen organisierte Treffen waren ebenfalls eine Stärke. Gelegenheiten für lebendige Erzählungen über das Leben des Báb und Seiner frühen Jünger wurden eifrig genutzt. Gespräche über die Nöte der Gesellschaft, oft begonnen von den Eltern kleiner Kinder, verliehen Feierlichkeiten zusätzliche Tiefe. Die Zweihundertjahrfeier brachte künstlerische Werke voll Schönheit und Gefühl hervor, kreative Ausdrucksformen der Hingabe, die zu zahlreich und vielfältig sind, um sie zu beschreiben. Und die Art und Weise, wie jeder Aktivitätspfad ganz natürlich zu einer Einladung führte, im Institut mitzuarbeiten, war besonders augenfällig. Die gezeigte Fähigkeit, mit weit geöffneten Armen ein breitest mögliches Spektrum an Menschen an die Aktivitäten der Gemeinde heranzuführen, hat uns sehr ermutigt. Sicherlich veranschaulicht dies, wie Momenten, die in der Menschheitsgeschichte heilig sind und derer an Heiligen Tagen gedacht wird, eine immense Kraft innewohnt, einzelne Seelen zu erheben und eine Bevölkerung durch gemeinsames Erleben zusammenzuschweißen. Welch große Verheißung für Fortschritte auf kultureller Ebene birgt das weltweite Begehen solcher Festtage in den kommenden Jahren Ort für Ort!

2Die Tatsache, dass es in der ganzen Welt reiche Empfänglichkeit gibt, steht außer Frage. Fortschritt hängt von der Entwicklung der Fähigkeit ab, den Gemeindebildungsprozess noch mehr auszuweiten. Und so richten sich alle Augen auf die kommenden Monate. Die Hingabe an die göttlichen Zwillingsgestirne und an das Wohlergehen der Menschheit, die bisher Ihre edlen Anstrengungen inspiriert hat, muss Ihnen in den kommenden sechs Zyklen weiterhin Kraft geben. Alle, die daran gearbeitet haben, diesen Erfolg zustande zu bringen, fordern wir auf, sich nun zu eilen und aufs Neue zu Reflexion und Beratung zusammenzukommen und zu entscheiden, wie man am besten – in jedem einzigartigen Umfeld – all das anwenden kann, was Ihre Erfahrungen Sie gelehrt haben: wie ein sich erweiternder Kern von Freunden ein wachsendes Muster an Aktivitäten kultivieren kann, wie Kinder in die nächste Klasse und Juniorjugendliche zu den nächsten Texten voranschreiten und ihre moralischen und geistigen Eigenschaften weiterentwickeln können, wie Institutskurse dringend benötigte Fertigkeiten und Fähigkeiten hervorbringen können, wie der Pfad des Dienstes für die Aufnahme in großer Zahl sich weiten kann, wie echte Hoffnung auf die Besserung der Gesellschaft im praktischen Handeln aufgezeigt werden kann, und wie alle Völker Gottes befähigt werden können, aus Seiner neuen Offenbarung Inspiration zu beziehen, und empfängliche Seelen eingeladen werden können, sich mit der Sache der Schönheit Abhás zu identifizieren. In dieser andauernden Zeitspanne besonderer Wirkkraft, zu einer Stunde, da die Welt angesichts überwältigender Gefahren machtlos zu sein scheint und die Seelen von Bestürzung und Verzweiflung überwältigt sind, hat Bahá’u’lláh uns einen weiteren flüchtigen Blick auf das gewährt, was die Gemeinde, die Seinen Namen trägt, durch Mut – ja Heldentum – in der Erfüllung ihrer gottgegebenen Mission erreichen kann. Wir werden in den Heiligen Schreinen inständig dafür beten, dass Seine unfehlbaren Bestätigungen jedes Kind und jeden Jugendlichen, jede Frau und jeden Mann, jede Familie und jede Gemeinde umgeben, die Seine Liebe im Herzen hegen.

[gezeichnet: Das Universale Haus der Gerechtigkeit]

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