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Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Naw-Rúz 2020

An die Bahá’í der Welt

Innig geliebte Freunde,

1wir fühlen uns aufgrund der aktuellen Ereignisse veranlasst, Ihnen zu diesem Zeitpunkt zu schreiben und nicht bis Riḍván zu warten. Wie Ihnen nur allzu gut bewusst ist, hat sich in den letzten Wochen und Monaten eine besorgte Welt mit einer sich rasch entwickelnden Gesundheitskrise der Menschen in vielen Ländern auseinandergesetzt, deren Folgen für die Gesellschaft noch keineswegs sicher abgeschätzt werden können. Wir sind sicher, dass Sie, wie wir, große Sorge um das Wohlergehen der Menschheit empfinden, vor allem um dieje-nigen, die am meisten gefährdet sind. Selten war es so offensichtlich, dass die kollektive Stärke der Gesellschaft von der Einheit abhängt, die sie im Handeln von der internationalen Ebene bis hin zur Basis manifestieren kann, und wir wissen, dass Sie die notwendigen An-strengungen unterstützen, die in dieser Hinsicht unternommen werden, um die Gesundheit und das Wohlergehen aller zu schützen.

2Die gegenwärtige Situation wird sich unweigerlich an vielen Orten auf die Verwaltungstä-tigkeit der Sache Gottes auswirken, und in jedem Fall wird der zuständige Nationale Geisti-ge Rat darüber befinden, welche geeigneten Maßnahmen zu ergreifen sind. In einigen Län-dern wird dies auch die Absage der Nationaltagung einschließen, wobei dann Vorkehrungen getroffen werden, den Nationalen Geistigen Rat auf andere Weise zu wählen. Ähnliche Vorkehrungen müssen womöglich an bestimmten Orten auch für die Wahl von örtlichen Geistigen Räten getroffen werden. Unter Umständen, in denen sich sogar dies als undurchführbar erweist, wäre es jedoch zulässig, dass die bestehende Mitgliedschaft eines örtlichen oder Nationalen Rates in diesem Jahr bis in das nächste administrative Jahr weiter besteht. Natürlich wird jeder Nationale Rat, der über die Genehmigung eines solchen Schrittes nachdenkt, frühzeitig die Empfehlung der Berater einholen.

3Zur Zeit einer anderen Krise bot ‘Abdu’l-Bahá folgenden Ratschlag an: „An einem Tag wie diesem, an dem die Stürme der Prüfungen und Drangsale die Welt umspannen und Furcht und Zittern den Planeten aufgewühlt haben, müsst ihr euch mit erleuchtetem Angesicht und strahlender Stirn solcherart über den Horizont der Festigkeit und Standhaftigkeit erheben, dass, so Gott will, das Dunkel der Angst und Bestürzung völlig gebannt werden und das Licht der Zuversicht über dem sichtbaren Horizont aufgehen und in vollem Glanz erstrahlen möge.“ Die Welt bedarf immer mehr der Hoffnung und der Kraft des Geistes, die der Glaube vermittelt. Geliebte Freunde, Sie sind natürlich schon lange damit beschäftigt, innerhalb von Gruppen von Menschen genau die Eigenschaften zu pflegen, die in dieser Zeit erforderlich sind: Einheit und Zusammengehörigkeitsgefühl, Wissen und Verständnis, einen Geist gemeinsamer Andacht und des gemeinsamen Bemühens. Es ist uns in der Tat aufgefallen, wie die Bemühungen um die Stärkung dieser Eigenschaften die Gemeinden besonders widerstandsfähig gemacht haben, selbst wenn sie mit Bedingungen konfrontiert wurden, die ihre Aktivitäten zwangsläufig eingeschränkt haben. Obwohl sie sich an neue Umstände anpassen mussten, haben die Gläubigen kreative Mittel eingesetzt, um die Bande der Freundschaft zu stärken und um untereinander und mit den ihnen bekannten Menschen ein geistiges Bewusstsein und Eigenschaften wie Ruhe, Zuversicht und Gottvertrauen zu fördern. Die dadurch entstandenen erhabenen Gespräche, ob aus der Entfernung oder vor Ort persönlich geführt, waren für viele eine Quelle des Trostes und der Inspiration. Solche Bemühungen Ihrerseits sind ein wertvoller Dienst in dieser Stunde, in der viele Seelen ratlos und bestürzt sind, da sie sich nicht sicher sind, was passieren wird. Wie schwierig die Dinge derzeit auch sein mögen und wie nahe einige Teile der Gesellschaft auch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht werden – die Menschheit wird letztlich durch diese Feuerprobe gehen und daraus mit größerer Einsicht und mit einem tieferen Verständnis für die ihr innewohnende Einheit und gegenseitige Abhängigkeit hervortreten.

4Dies ist nicht der Moment, um im Detail die Errungenschaften der Bahá’í-Welt im vergange-nen Jahr zu beschreiben oder die außerordentlichen Fortschritte, die bei der weltweiten Ver-vielfachung der Aktivitäten zum Aufbau von Gemeinden und der Stärkung von Wachs-tumsprogrammen erzielt wurden, eine Arbeit, die ernsthaft weitergeführt wird, wo immer die Umstände es erlauben. Es genügt zu sagen, dass die unermüdlichen Unterstützer der Sache im vierten Jahr des gegenwärtigen Plans den Glauben Bahá’u’lláhs in die stärkste Position gebracht haben, in der er sich jemals in seiner Geschichte befunden hat. Alles, was Sie getan haben und jetzt tun, ist die Vorbereitung der weltweiten Bahá’í-Gemeinde auf die nächste Stufe der Entfaltung des Göttlichen Plans.

5Zurzeit konzentrieren sich unsere Gedanken und unsere Gebete auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Freunde Gottes und all jener, unter denen Sie leben. Wir beten auch ernsthaft dafür, dass der Allmächtige Ihnen Gewissheit, Durchhaltevermögen und einen unerschütterlichen Geist schenkt. Mögen Sie sich stets auf die Bedürfnisse der Gemeinden, denen Sie angehören, konzentrieren, auf die Bedingungen der Gesellschaften, in denen Sie leben, und auf das Wohlergehen der gesamten Menschheitsfamilie, der Sie alle als Brüder und Schwestern angehören. Und in Ihren stillen Momenten, in denen keine andere Möglich-keit als das Gebet möglich scheint, laden wir Sie ein, Ihre Bitten den unsrigen anzuschließen und inbrünstig für die Linderung des Leidens zu beten. Wir wenden uns den folgenden Worten ‘Abdu’l-Bahás zu, Dessen ganzes Leben ein Beispiel des selbstlosen Einsatzes für das Wohlergehen anderer war:

6Zurzeit konzentrieren sich unsere Gedanken und unsere Gebete auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Freunde Gottes und all jener, unter denen Sie leben. Wir beten auch ernsthaft dafür, dass der Allmächtige Ihnen Gewissheit, Durchhaltevermögen und einen unerschütterlichen Geist schenkt. Mögen Sie sich stets auf die Bedürfnisse der Gemeinden, denen Sie angehören, konzentrieren, auf die Bedingungen der Gesellschaften, in denen Sie leben, und auf das Wohlergehen der gesamten Menschheitsfamilie, der Sie alle als Brüder und Schwestern angehören. Und in Ihren stillen Momenten, in denen keine andere Möglich-keit als das Gebet möglich scheint, laden wir Sie ein, Ihre Bitten den unsrigen anzuschließen und inbrünstig für die Linderung des Leidens zu beten. Wir wenden uns den folgenden Worten ‘Abdu’l-Bahás zu, Dessen ganzes Leben ein Beispiel des selbstlosen Einsatzes für das Wohlergehen anderer war:

[gezeichnet: Das Universale Haus der Gerechtigkeit]

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