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244Wohin dieser Unterdrückte sich auch begab, Mírzá Yaḥyá folgte Ihm. Du selbst bist dessen Zeuge und weißt es wohl, dass alles die Wahrheit ist, was hier gesagt wurde. Der Siyyid von Iṣfahán jedoch täuschte ihn im Geheimen. Zusammen begingen sie, was die größte Bestürzung hervorrief. Frage doch bei den Beamten der Regierung über das Benehmen Mírzá Yaḥyás in jenem Land an! Außerdem beschwöre Ich dich bei Gott, dem Einen, dem Unvergleichlichen, dem Herrn der Kraft, dem Mächtigsten, sorgfältig die Mitteilungen zu prüfen, die in seinem [Mírzá Yaḥyás] Namen an den Ersten Punkt gerichtet wurden, damit du klare Beweise von Ihm, der die Wahrheit ist, schaust. Auch aus den Worten des Punktes des Bayán – mögen alle Seelen außer Ihm um Seinetwillen geopfert werden – ging hervor, was kein Schleier verdunkeln und verbergen kann, weder die Schleier der Herrlichkeit noch die, welche die Irregegangenen zugezogen haben. Wahrlich, die Schleier sind zerrissen durch den Finger des Willens deines Herrn, des Starken, des Allunterwerfenden, des Allmächtigen. Ja, verzweifelt ist die Lage derer, die Mich verleumdet und beneidet haben. Vor kurzem wurde behauptet, du hättest die Urheberschaft am Kitáb-i-Íqán und gewissen Tablets anderen Leuten zugeschrieben. Ich schwöre bei Gott! Dies ist ein großes Unrecht. Andere sind nicht in der Lage, die Bedeutung dieser Bücher zu begreifen, geschweige denn, diese zu offenbaren!245Ḥasan-i-Mázindarání war der Überbringer von siebzig Tablets. Bei seinem Tode wurden diese Briefe nicht denen ausgehändigt, für die sie bestimmt waren, sondern einer Meiner Schwestern anvertraut, die sich ohne jeden Grund von Mir abgewandt hatte. Gott weiß, was mit seinen Tablets geschah. Diese Schwester hat nie bei Uns gelebt. Ich schwöre bei der Sonne der Wahrheit, dass sie Mírzá Yaḥyá nie mehr sah, nachdem sich dies zutrug, und von Unserer Sendung nichts wusste; denn bereits früher war sie Uns entfremdet worden. Sie lebte in einem Stadtteil und dieser Unterdrückte in einem anderen. Zum Zeichen Unserer Güte, Zuneigung und Barmherzigkeit jedoch besuchten Wir sie und ihre Mutter etliche Tage vor Unserer Abreise, damit sie von den Lebenswassern des Glaubens tränken und zu dem gelangten, was sie an diesem Tag Gott näher bringt. Gott weiß wohl und bezeugt Mir, und sie selbst bestätigt es, dass Ich keinen anderen Gedanken hatte als diesen. Schließlich kam sie – gepriesen sei Gott – durch Seine Gnade zu diesem Ziel und wurde mit der Zier der Liebe geschmückt. Nachdem Wir jedoch weiter verbannt worden und vom ‘Iráq nach Konstantinopel abgereist waren, erreichten Uns keinerlei Nachrichten mehr von ihr. Nach Unserer Trennung im Lande Ṭá (Ṭihrán) kamen Wir nie mehr mit Mírzá Riḍá-Qulí, Unserem Bruder, zusammen und erhielten keine besonderen Mitteilungen über sie. In früheren Tagen hatten wir alle zusammen in einem Haus gelebt, das später durch Versteigerung gegen eine geringfügige Summe verkauft wurde. Die beiden Brüder Farmán-Farmá und Ḥisámu’s-Salṭanih kauften es und teilten es unter sich. Danach trennten Wir Uns von Unserem Bruder. Er nahm Wohnung in der Nähe des Eingangs zur Masjid-i-Sháh, während Wir beim Shimírán-Tor wohnten. Seither trug diese Schwester ohne allen Grund eine feindselige Haltung gegen Uns zur Schau. Dieser Unterdrückte wahrte unter allen Umständen Frieden. Aber Meine Schwester nahm die dem Größten Ast (‘Abdu’l-Bahá) anverlobte Tochter Unseres verstorbenen Bruders Mírzá Muḥammad-Ḥasan aus Núr – mit ihm seien die Herrlichkeit Gottes, Sein Friede und Seine Barmherzigkeit – zu sich in ihr Haus und schickte sie dann an einen anderen Ort. Einige Unserer Gefährten und Freunde an verschiedenen Plätzen beklagten sich darüber, denn es war eine kränkende Übeltat, die von allen Geliebten Gottes missbilligt wurde. Wie seltsam, dass Unsere Schwester jene in ihr Haus nahm, um dann dafür zu sorgen, dass sie anderswohin verbracht wird! Trotz alledem blieb dieser Unterdrückte still und ruhig und bleibt es noch. Ein Wort aber fiel, um Unsere Geliebten zu beunruhigen. Gott bezeugt und bestätigt Mir, dass das Gesagte die Wahrheit und aufrichtig gemeint war. Keiner Unserer Geliebten, ob in dieser Gegend hier oder in jenem Land, hätte Unsere Schwester einer Handlung für fähig halten können, die dem Anstand, der Zuneigung und der Freundschaft derart zuwiderläuft. Nachdem es jedoch geschehen war und sie erkannten, dass der Weg versperrt war, verfuhren sie in einer Weise, die dir und anderen wohlbekannt ist. Es muss daher offenkundig sein, wie tief der Schmerz war, den jene Tat diesem Unterdrückten zufügte. Später tat sie sich mit Mírzá Yaḥyá zusammen. Widersprüchliche Berichte über sie kommen zu Uns, und es ist nicht klar, was sie sagt oder tut. Wir flehen zu Gott – gelobt und verherrlicht sei Er –, Er möge sie zu sich zurückführen und ihr helfen, Reue vor dem Tore Seiner Gnade zu üben. Er ist wahrlich der Mächtige, der Vergebende, und Er ist in Wahrheit der Allmachtvolle, der Verzeihende.246In einem anderen Zusammenhang sagt Er: »Würde Er in diesem Augenblick erscheinen, Ich wäre der erste, Ihn anzubeten und Mich vor Ihm zu verneigen.«
Sei redlich, o Volk! Die Absicht des Erhabensten (des Báb) war, sicherzustellen, dass die unmittelbare Nähe dieser Offenbarung die Menschen nicht von dem ewigen göttlichen Gesetz abhalte, wie die Gefährten Johannis (des Täufers) verhindert waren, Ihn, den Geist (Jesus), anzuerkennen. Immer wieder sagte Er: »Lasst es nicht zu, dass euch der Bayán und alles, was darin geoffenbart wurde, von jenem Wesen des Seins, jenem Herrn des Sichtbaren wie des Unsichtbaren fernhält.«
Wenn sich jemand angesichts dieses bindenden Gebotes an den Bayán klammert, hat er wahrlich den Schatten des gesegneten und erhabenen Baumes verlassen. Sei redlich, o Volk, und gehöre nicht zu den Achtlosen.247Desgleichen sagt Er: »Lasst euch nicht durch Namen wie durch einen Schleier trennen von Ihm, dem Herrn aller Namen, nicht einmal durch den Namen Prophet, denn auch dieser ist nur ein Geschöpf Seines Wortes.«
Und ferner spricht Er im siebten Kapitel des zweiten Váḥid: »O Volk des Bayán! Handle nicht, wie das Volk des Qur’án gehandelt hat; denn wenn du so handelst, werden die Früchte deiner Nacht zunichte werden.«Báb, Bayán-i-Fársí, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 5:1:2 Fn1 – Anm. d. Hrsg.
Weiter sagt Er – verherrlicht sei Seine Erwähnung: »Wenn du zu Seiner Offenbarung findest und Ihm gehorchst, hast du die Frucht des Bayán hervorgebracht; wo nicht, bist du unwürdig, vor Gott erwähnt zu werden. Habe Mitleid mit dir selbst. Wenn du Ihm, der Offenbarung der Herrschaft Gottes, nicht hilfst, sei wenigstens keine Ursache des Kummers für Ihn.«
Ein andermal sagt Er – verherrlicht sei Seine Stufe: »Wenn du nicht in die Gegenwart Gottes gelangst, betrübe wenigstens nicht das Zeichen Gottes. Auf den Vorteil, den Ihm die Gläubigen des Bayán bringen könnten, verzichtet Er, wenn ihr auf das verzichtet, was Ihm schaden kann. Ich weiß jedoch, dass ihr euch weigern werdet, so zu tun.«
248O Hádí! Mir scheint, du hast dich gerade wegen dieser unzweifelhaften Worte entschlossen, den Bayán auszutilgen. Höre auf die Stimme dieses Unterdrückten und lass ab von der Verfolgung, die die Säulen des Bayán erzittern ließ. Ich bin weder in Chihríq noch in Máh-Kú gewesen. Gegenwärtig gehen unter deinen Anhängern die gleichen Behauptungen um wie bei den Shí‘iten, welche sagen, der Qur’án sei unvollendet. Diese Leute behaupten auch, dieser Bayán sei nicht der ursprüngliche. Die Fassung in der Handschrift des Siyyid Ḥusayn ist noch vorhanden, desgleichen diejenige von der Hand Mírzá Aḥmads.249Siehst du den als einen Unterdrückten an, der in dieser Welt nie einen einzigen Streich empfing und ständig von fünf Mägden Gottes umgeben war? Und legst du dem Einen Wahren, der von frühester Jugend bis auf den heutigen Tag in den Händen Seiner Feinde war und das schlimmste Leid der Welt erduldete, Vorwürfe zur Last, wie sie nicht einmal die Juden Christus nachsagten? Höre auf die Stimme dieses Unterdrückten und zähle nicht zu denen, die alles verlieren.250Und weiterhin sagt Er: »Wieviele der Feuer, die Gott durch Ihn, den Er offenbaren wird, in Licht wandelt, und wie zahlreich die Lichter, die durch Ihn zu Feuer werden! Ich schaue Seine Erscheinung wie die Sonne hoch am Himmel und das Verschwinden aller wie das der nächtlichen Sterne am Tage.«
Hast du Ohren, o Welt, auf die Stimme des Einen Wahren zu hören und redlich über diese Offenbarung zu urteilen, bei deren Erscheinen Sinai rief: »Er, der auf mir Zwiesprache hielt, ist mit deutlichen Zeichen und leuchtenden Beweisen gekommen, trotz dem Achtlosen, der fernab in der Irre schweift, und trotz jedem lügenreichen Verleumder, der das Licht Gottes mit seinen üblen Reden ersticken will und die Zeichen Gottes mit seiner Bosheit austilgen möchte. Sie beide gehören wahrlich zu denen, die im Buche Gottes, des Herrn der Welten, Unrecht tun.«251Desgleichen sagt Er: »Der Bayán ist vom Anfang bis zum Ende der Aufbewahrungsort aller Seiner Eigenschaften und die Schatzkammer Seines Feuers wie auch Seines Lichtes.«Báb, Bayán-i-Fársí, in: Eine Auswahl aus Seinen Schriften 3:29:1 – Anm. d. Hrsg.
Großer Gott! Die Seele wird hingerissen vom Duft dieser Worte, denn mit grenzenloser Traurigkeit erklärt Er hier, was Er wahrnimmt. Er sagt weiter zu dem Buchstaben des Lebendigen, Mullá Báqir – mit ihm seien die Herrlichkeit Gottes und Seine Güte –: »Vielleicht kannst du in acht Jahren, am Tage Seiner Offenbarung, in Seine Gegenwart gelangen.«
252Wisse dies, o Hádí, und sei unter denen, die hören. Urteile gerecht. Die Gefährten Gottes und die Zeugen Dessen, der die Wahrheit ist, haben zum größten Teil das Märtyrertum erlitten. Du jedoch bist noch am Leben. Wie kommt es, dass du verschont bliebst? Ich schwöre bei Gott! Es geschah, weil du [den Glauben] verleugnet hast, während jene gesegneten Seelen den Märtyrertod starben, weil sie bekannten. Jeder gerechte und redlich gesinnte Mensch wird dies bezeugen; denn Antrieb und Beweggrund beider sind klar und deutlich wie die Sonne.253Und weiter wendet Er sich an Dayyán, der Unrecht litt und das Märtyrertum erduldete, und spricht: »Du wirst deinen Wert erkennen durch die Worte Dessen, den Gott offenbaren wird.«
Er hat Dayyán auch mit den folgenden Worten verkündet, er sei der dritte Buchstabe im Glauben an Ihn, den Gott offenbaren werde: »O du, der du der dritte Buchstabe bist, welcher an Ihn glaubt, den Gott offenbaren wird!«
Ferner sagt Er: »So aber Gott es will, wird Er dich berühmt machen durch die Worte Dessen, den Gott offenbaren wird.«
Dayyán, der nach Seinen, des Punktes, Worten – mögen die Seelen aller außer Ihm um Seinetwillen geopfert werden – der Aufbewahrungsort des Glaubens an den einen wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – und die Schatzkammer der Perlen Seiner Erkenntnis ist, musste ein so grausames Märtyrertum von ihnen erleiden, dass die Scharen der Höhe weinten und klagten. Ihn lehrte Er (der Báb) die verborgene und bewahrte Erkenntnis, indem Er sie ihm mit den Worten anvertraute: »O du, der du Dayyán genannt wirst! Dies ist ein verborgenes und bewahrtes Wissen. Wir haben es dir anvertraut und als Zeichen der Ehre von Gott gebracht, weil das Auge deines Herzens rein ist. Du wirst seinen Wert zu schätzen wissen und wirst es in seiner Erhabenheit hegen und pflegen. Gott hat es wahrlich gefallen, dem Punkt des Bayán ein verborgenes und bewahrtes Wissen zu schenken, desgleichen Gott noch niemals vor dieser Offenbarung herniedergesandt hat. Kostbarer ist es in der Wertschätzung Gottes – verherrlicht sei Er – als irgendein anderes Wissen. Er hat es wahrlich zu Seinem Zeugnis gemacht, wie Er auch die Verse zu Seinem Zeugnis machte.«
Dieser unterdrückte Dayyán, der die Schatzkammer der Erkenntnis Gottes war, erlitt zusammen mit Mírzá ‘Alí-Akbar, einem der Verwandten des Ersten Punktes – die Herrlichkeit Gottes und Seine Barmherzigkeit seien mit Ihm –, Abu’l-Qásim-i-Káshí und mehreren anderen den Märtyrertod auf Anstiften Mírzá Yaḥyás.254O Hádí! Sein Buch, dem er den Titel Mustayqiẓ gab, ist in deinem Besitz. Lies es. Auch wenn du das Buch schon gesehen hast, lies es noch einmal, damit du dir vielleicht einen erhabenen Sitz unter dem Baldachin der Wahrheit verschaffst.255Über Siyyid Ibráhím strömten aus der Feder des Ersten Punktes – verherrlicht sei Seine Äußerung – folgende Worte: »O du, der du in Meinen Schriften Mein Freund und in Meinen Büchern, nächst Meinen Schriften, Mein Gedenken und im Bayán Mein Name genannt bist!«
Dieser Siyyid Ibráhím wurde von ihm (Mírzá Yaḥyá), ebenso wie Dayyán, mit den Schimpfnamen ›Vater der Schlechtigkeit‹ und ›Vater des Unheils‹ belegt. Urteile redlich, wie schlimm die Lage dieser Unterdrückten gewesen ist, und dies, obwohl der eine von ihnen damit befasst war, jenem zu dienen, während der andere sein Gast war. Kurz, Ich schwöre bei Gott: Die Taten, die jener beging, waren dergestalt, dass Unsere Feder sich schämt, sie aufzuzählen.256Denke eine Weile nach über die Schande, die dem Ersten Punkt bereitet wurde. Überlege, was geschah. Als dieser Unterdrückte, nachdem Er sich zwei Jahre zurückgezogen hatte und durch Wüsten und Berge gewandert war, auf Betreiben einiger Gläubiger, die Ihn lange in der Wildnis gesucht hatten, nach Baghdád zurückkehrte, suchte Ihn ein gewisser Mírzá Muḥammad-‘Alí aus Rasht auf und berichtete vor einer großen Versammlung, was zum Schaden der Ehre des Báb verübt worden war und in Wahrheit alle Lande von Schmerz überwältigte. Großer Gott! Wie konnte man diesen schlimmen Verrat hingehen lassen? Kurz, Wir flehen zu Gott, diesem Frevler zu helfen, dass er bereut und zu Ihm zurückkehrt. Er, wahrlich, ist der Helfer, der Allweise.257Was Dayyán angeht – mit ihm seien die Herrlichkeit Gottes und Seine Barmherzigkeit –, so gelangte er in Unsere Gegenwart, wie es vom Ersten Punkt geoffenbart worden war. Wir beten zu Gott, Er möge den Achtlosen beistehen, sich Ihm zuzuwenden, und möge denen helfen, die sich abgewandt haben, zu Ihm zurückzukehren, und jenen, die Ihn leugnen, Seine Sache anzuerkennen, bei deren Erscheinen alles Erschaffene verkündete: »Er, der in der Schatzkammer des Wissens verborgen war, der von der Feder des Höchsten in Seinen Büchern, Seinen Schriften, Seinen Briefen und Seinen Tablets verzeichnet ist – Er ist gekommen!«258In diesem Zusammenhang wurde es für nötig erachtet, Überlieferungen zu erwähnen, die über die gesegnete und geehrte Stadt ‘Akká aufgezeichnet sind, auf dass du, o Hádí, eine Straße zur Wahrheit und einen Pfad zu Gott suchen mögest.259Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen!260Folgendes ist über die Vortrefflichkeit ‘Akkás, über das Meer und über ‘Aynu’l-Baqár (den Brunnen der Kuh), der in ‘Akká liegt, berichtet:261‘Abdu’l-‘Azíz, der Sohn des ‘Abdu’s-Salám, hat uns erzählt, dass der Prophet – mögen der Segen Gottes und Sein Gruß mit Ihm sein – gesagt hat: »‘Akká ist eine Stadt in Syrien, der Gott Seine besondere Barmherzigkeit erwiesen hat.«
262Ibn-i-Mas‘úd – möge Gott Wohlgefallen an ihm haben – erklärte: »Der Prophet – mögen der Segen Gottes und Sein Gruß mit Ihm sein – sagte: ›Aller Küsten beste ist die von Askalon, und ‘Akká ist wahrlich besser als Askalon, und die Vortrefflichkeit ‘Akkás ist über die von Askalon und alle anderen Küsten erhaben, wie die Vortrefflichkeit Muḥammads über die aller anderen Propheten erhaben ist. Ich bringe euch Kunde von einer Stadt zwischen zwei Bergen in Syrien, mitten in einer Aue, ‘Akká mit Namen. Wahrlich, wer sie voll Sehnsucht betritt und voll des Eifers, sie zu besuchen, dem wird Gott seine Sünden vergeben, die vergangenen wie die künftigen. Und wer sie verlässt, dessen Abreise wird Gott nicht segnen, er sei denn ein Pilger. In ihr liegt ein Brunnen, genannt der Brunnen der Kuh. Wer einen Schluck davon trinkt, dem wird Gott das Herz mit Licht füllen und wird ihn beschützen vor dem größten Schrecken am Tage der Auferstehung.‹
«Vergl. Ḥadíth Qudsí in: Faḍá’il ‘Akká wa ‘Asqalán – Anm. d. Hrsg.
263Anas, der Sohn des Málik – möge Gott Wohlgefallen an ihm haben – berichtete: »Der Gesandte Gottes – mögen der Segen Gottes und Sein Gruß mit Ihm sein – sagte: ›An der Küste des Meeres ist eine Stadt, hangend unter dem Throne, mit Namen ‘Akká. Wer darin wohnt, standhaft und in Erwartung einer Belohnung von Gott – gepriesen sei Er –, für den wird Gott bis zum Tage der Auferstehung den Lohn derer verzeichnen, die geduldig waren, die aufstanden und sich hinknieten und sich vor Ihm zu Boden warfen.‹
Vergl. Ḥadíth Qudsí in: Faḍá’il ‘Akká wa ‘Asqalán – Anm. d. Hrsg.
264Und Er selbst – der Segen Gottes und Sein Gruß seien mit Ihm – sagte: »Ich künde euch von einer weißen Stadt am Ufer des Meeres, deren Weiße Gott – gepriesen sei Er – wohlgefällt. Sie heißt ‘Akká. Wer von einem ihrer Flöhe gebissen wird, wird von Gott mehr geschätzt als einer, der auf dem Pfad Gottes einen schweren Schlag erleidet. Und wer darin den Ruf zum Gebet erhebt, dessen Stimme wird bis ins Paradies emporgetragen. Und wer darin sieben Tage verweilt im Angesicht des Feindes, den wird Gott mit Khiḍr – Friede sei mit Ihm – zusammenbringen und wird ihn am Tage der Auferstehung vor dem größten Schrecken bewahren.«Vergl. Ḥadíth Qudsí in: Faḍá’il ‘Akká wa ‘Asqalán – Anm. d. Hrsg.
Und weiter sagte Er – mögen der Segen Gottes, gepriesen sei Er, und Sein Gruß mit Ihm sein –: »Es gibt Könige und Fürsten im Paradiese. Die Armen von ‘Akká sind die Könige des Paradieses und seine Fürsten. Ein Monat in ‘Akká ist besser als tausend Jahre anderswo.«Vergl. Ḥadíth Qudsí in: Faḍá’il ‘Akká wa ‘Asqalán – Anm. d. Hrsg.
265Der Gesandte Gottes – mögen Gottes Segen und Sein Gruß mit Ihm sein – soll ferner gesagt haben: »Gesegnet ist der Mensch, der ‘Akká besucht hat, und gesegnet der, der den Besucher von ‘Akká besucht hat. Gesegnet ist, wer aus dem Brunnen der Kuh trinkt und sich mit seinen Wassern wäscht; denn die schwarzäugigen Jungfrauen des Paradieses trinken den Kampfer, der aus dem Brunnen der Kuh, der Quelle von Salván (Siloam) und dem Brunnen Zamzam kommt. Wohl steht es um den, der von diesen Brunnen getrunken und sich in ihren Wassern gewaschen hat; denn Gott hat dem Feuer der Hölle verboten, ihn und seinen Körper am Tage der Auferstehung zu berühren.«
266Der Prophet – mögen der Segen Gottes und Sein Gruß mit Ihm sein – soll weiterhin gesagt haben: »In ‘Akká gibt es Werke, die über Gebühr angerechnet werden, und Taten, die Wohltaten sind; sie gewährt Gott eigens demjenigen, der Ihm gefällt. Und wer in ‘Akká spricht: ›Verherrlicht sei Gott, und gepriesen sei Gott, und es gibt keinen anderen Gott außer Gott, und überaus groß ist Gott, und es gibt keine Macht oder Kraft außer in Gott, dem Erhabenen, dem Mächtigen‹, für den wird Gott tausend gute Taten aufschreiben und wird tausend Übeltaten von ihm tilgen, und Er wird ihn im Paradies um tausend Stufen erhöhen, und Er wird ihm seine Vergehen vergeben. Und wer in ‘Akká spricht: ›Ich erbitte von Gott Vergebung‹, dem wird Gott alle seine Fehltritte verzeihen. Und wer in ‘Akká des Morgens und des Abends, des Nachts und in der Dämmerung Gottes gedenkt, ist in den Augen Gottes besser, als wer auf dem Pfade Gottes – verherrlicht sei Er – Schwerter, Speere und Waffen trägt.«
267Der Gesandte Gottes – mögen Gottes Segen und Sein Gruß mit Ihm sein – hat ferner gesagt: »Wer auf das Meer zur Abendzeit und bei Sonnenuntergang hinausschaut und spricht: ›Gott ist der Größte!‹, dem wird Gott seine Sünden vergeben, auch wenn sie sich türmen wie Dünen von Sand. Und wer vierzig Wogen zählt und dabei immer wieder spricht: ›Gott ist der Größte!‹ – verherrlicht sei Er –, dem wird Gott seine Sünden vergeben, die vergangenen wie die künftigen.«
268Der Gesandte Gottes – mögen Gottes Segen und Sein Gruß mit Ihm sein – sprach weiterhin: »Wer eine ganze Nacht auf das Meer hinausschaut, ist besser, als wer zwei volle Monate zwischen Rukn und Maqám hin und her wandelt. Und wer an den Ufern des Meeres aufgewachsen ist, ist besser daran, als wer anderswo großgezogen wurde. Und wenn jemand am Meeresufer liegt, ist es, wie wenn er anderswo steht.«
269Wahrlich, der Gesandte Gottes – mögen Gottes Segen, gepriesen sei Er, und Sein Gruß mit Ihm sein – hat die Wahrheit gesprochen.
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