Bahá’u’lláh | Gebete und Meditationen
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29:4
Deine Macht ist wahrlich allem gewachsen.
30
30:1
Gelobt sei Dein Name, o Herr mein Gott! Du siehst mich an diesem Tage eingeschlossen in meinem Gefängnis und in den Händen Deiner Widersacher, und Du siehst meinen Sohnden Reinsten ZweigA im Staube liegen vor Deinem Antlitz. Er ist Dein Diener, o mein Herr, den Du mit Ihm, der Manifestation Deiner selbst, dem Morgen Deiner heiligen Sache, verwandt werden ließest.
30:2
Bei seiner Geburt war er betrübt ob seiner Trennung von Dir durch das, was ihm nach Deinem unumstößlichen Ratschluß verordnet war. Und als er den Kelch der Wiedervereinigung mit Dir geleert hatte, da ward er ins Gefängnis geworfen, weil er an Dich und Deine Zeichen glaubte. Er fuhr fort, Deiner Schönheit zu dienen, bis er dieses Größte Gefängnis betrat. Da brachte ich ihn, o mein Gott, als ein Opfer dar auf Deinem Pfade. Du weißt wohl, was sie, die Dich lieben, erduldet haben durch diese Prüfung, welche die Verwandten auf Erden wehklagen ließ und die himmlischen Heerscharen in Trauer versetzte.
30:3
Ich flehe Dich an, o mein Gott, bei ihm und bei seiner Verbannung und Gefangenschaft, sende hernieder auf sie, die ihn lieben, was ihren Herzen Ruhe und ihrer Arbeit Segen bringt. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allmächtigen, dem Allgewaltigen.
31
31:1
Gepriesen seiest Du, o mein Gott! Ich flehe Dich an bei denen, die den Thron Deines Willens umkreisen, die sich in die Sphären Deines Wohlgefallens aufschwingen und sich mit ganzer Liebe dem Horizonte Deiner Offenbarung, dem Morgen Deiner Erleuchtung, dem Aufgangsorte Deiner Namen zuwenden: Hilf Deinen Dienern zu befolgen, was Du ihnen in Deinen Tagen gebietest – Gebote, die die Heiligkeit Deiner Sache unter Deinen Dienern erweisen und die Geschäfte Deiner Geschöpfe und Deines Reiches in Ordnung bringen.
31:2
Ich bezeuge, o mein Gott, daß dies der Tag ist, da Dein Zeugnis erbracht, Deine klaren Zeichen kundgetan, Dein Wort entschleiert, Deine Eigenschaften aufgezeigt wurden, da der Glanz Deines Antlitzes erstrahlte, da Dein Beweis vollendet und Deine Überlegenheit erwiesen ward, der Tag, da Deine Barmherzigkeit überströmt und die Sonne Deiner Gnade so hell aufleuchtet, daß Du Ihn erscheinen ließest, den Offenbarer Deines Selbstes, die Schatzkammer Deiner Weisheit, den Sonnenaufgang Deiner Majestät und Macht. Du hast Seinen Bund gestiftet mit jedem, der in den Reichen der Erde und des Himmels, den Reichen der Offenbarung und der Schöpfung erschaffen ist. Du hast Ihn zu solchen Höhen erhoben, daß die Unterdrücker mit ihren Kränkungen Ihn nicht davon abbringen konnten, Deine Souveränität zu offenbaren, und die Widerspenstigen mit ihrer Übermacht Ihn nicht zu hindern vermochten, Deine Macht zu beweisen und Deine heilige Sache zu verherrlichen.
31:3
So hoch hast Du Ihn erhoben, daß Er den Königen offen Deine Botschaften und Befehle übermittelte und keinen Augenblick an Seinen eigenen Schutz dachte, sondern nur bestrebt war, Deine Diener vor alledem zu bewahren, was sie abhalten könnte, in das Reich Deiner Nähe aufzusteigen und ihr Angesicht dem Horizonte Deines Wohlgefallens zuzuwenden.
31:4
Du siehst, o mein Gott, wie Er die Völker zu Dir ruft, ungeachtet der Schwerter, die gegen Ihn gezückt sind, und wie Er sie auffordert, sich Deinen Gnadengaben zuzuwenden, obwohl Er selbst ein Gefangener ist. Bei jeder neuen Trübsal offenbarte Er ein größeres Maß Deiner heiligen Sache und hob Dein Wort noch höher empor.
31:5
Ich bezeuge, daß durch Ihn die Feder des Höchsten bewegt ward, daß mit Seinem Gedenken die Schriftrollen im Reiche der Namen geschmückt sind. Durch Ihn wurden Deine Düfte verbreitet, wurde der Wohlgeruch Deines Gewandes über alle Erdenmenschen und Himmelsbewohner verströmt. Du siehst und weißt wohl, o mein Gott, wie Er gezwungen ward, in der trostlosesten aller Städte zu hausen, auf daß die Herzen Deiner Diener gestärkt werden, und wie Er sich bereitwillig der schlimmsten Erniedrigung unterzieht, damit Deine Geschöpfe erhöht werden.
31:6
Ich bitte Dich, der Du die Dämmerung anbrechen lässest, bei Deinem Namen, durch den Du die Winde unterworfen und Deine Tafeln herniedergesandt hast: Laß uns dem nahekommen, was Du in Deiner Gunst und Gnade für uns bestimmtest, und uns weit von allem entfernen, was Dir zuwider sein könnte. Gib uns sodann aus den Händen Deiner Gnade an jedem Tag und zu jeder Stunde unseres Lebens von den Wassern zu trinken, die das wahre Leben sind, o Du, der Du der Barmherzigste bist! Laß uns zu denen gehören, die Dir einst beistanden, als Du solchen unter Deinen Feinden in die Hände fielest, die zu den Aufsässigen unter Deinen Geschöpfen und den Frevlern in Deinem Volke zählen. Und schreibe nieder für uns die Belohnung dessen, der in Deine Gegenwart gelangt und Deine Schönheit schaut; versieh uns mit allem Guten, das Dein Buch für solche Deiner Geschöpfe verordnet, die sich nahen Zugangs zu Dir erfreuen.
31:7
Erhelle unsere Herzen mit der Pracht Deiner Erkenntnis, o mein Herr, und erleuchte unseren Blick mit dem Lichte solcher Augen, die auf den Horizont Deiner Gnade und den Sonnenaufgang Deiner Herrlichkeit gerichtet sind. Behüte uns alsdann durch Deinen Größten Namen, der nach Deinem Geheiß jene Völker überschattet, die beanspruchen, was Du in Deinem Buche verboten. Das ist es wahrlich, was Du uns in Deinen Schriften und auf Deinen Tafeln angekündigt hast.
31:8
Mache uns so standhaft in unserer Liebe zu Dir, daß wir uns keinem außer Dir zuwenden, daß wir zu denen zählen, die Dir nahe sind und Dich als Den erkennen, der über jeden Vergleich erhöht und über jedes Ebenbild geheiligt ist, und daß wir unsere Stimmen erheben unter Deinen Geschöpfen und laut rufen: Er ist der Eine Gott, der Unvergleichliche, der Ewigwährende, der Mächtigste, der Allherrliche, der Allweise.
31:9
Stärke die Herzen der Dich Liebenden, o mein Gott, so daß sie nicht erschrecken vor der Masse der Ungläubigen, die sich von Dir abkehren, sondern Dir nachfolgen in allem, was Du offenbartest. Hilf ihnen überdies, Deiner zu gedenken, Dich zu preisen und Deine heilige Sache beredt und weise zu lehren. Du bist Er, der sich der Barmherzigste nennt. Bestimme sodann, o mein Gott, für mich und für jeden, der Dich sucht, was Deiner erhabenen Herrlichkeit und Deiner großen Majestät entspricht. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Immervergebenden, dem Mitleidvollsten.
32
32:1
Deinen Geliebten, o mein Gott, siehst Du der Willkür Deiner Feinde ausgeliefert; Du hörst Seine Stimme klagen inmitten solcher Deiner Geschöpfe, die in Deinen Augen Böses taten. Er ist es, o mein Herr, mit dessen Namen Du Deine Tafeln schmücktest, zu dessen größerer Herrlichkeit Du den Bayán herniedersandtest und über dessen Trennung von Dir Du ohne Unterlaß weintest. Schaue nun Seine Verlassenheit, o mein Gott, und sieh Ihn in den Händen derer, die Deine Zeichen bezweifeln, Dir den Rücken kehren und die Wunder Deiner Gnade vergessen.
32:2
Er ist es, o mein Gott, von dem Du gesprochen hast: »Wäre es nicht um Deinetwillen, die Schriften wären nicht offenbart und die Propheten nicht gesandt worden.« Und kaum war Er auf Dein Geheiß erschienen, kaum hatte Er zu Deinem Lobpreis gesprochen, da umstellten Ihn die Frevler unter Deinen Geschöpfen, die Schwerter des Hasses gegen Ihn gezückt, o Du Herr aller Namen! Du weißt wohl, was über Ihn gekommen ist unter den Händen derer, die Deiner Hoheit Schleier zerrissen, Deinen Bund und Dein Testament mißachteten, o Du Schöpfer der Himmel! Er ist es, dem zuliebe Duder BábA Dein Leben hingabst, für den Du Dich willig von dem mannigfachen Unglück der Welt heimsuchen ließest, damit Er sich offenbare, und in dessen Namen Du die ganze Menschheit versammeltest. Sobald Er aber vom Himmel der Majestät und Macht herniederstieg, erhoben Deine Diener die Hände der Grausamkeit und der Empörung gegen Ihn und überhäuften Ihn mit so vielen Leiden, daß alle Schriftrollen der Welt deren vollständige Aufzählung nicht fassen könnten.
32:3
So siehst Du, o Geliebter der Welt, Deinen Geliebten in den Krallen derer, die Dich leugnen. Du siehst das Verlangen Deines Herzens unter den Schwertern der Frevler. Mich dünkt, daß Er von Seiner erhabensten Stufe her zu mir spricht: »Wäre doch meine Seele, o Du Gefangener, ein Lösegeld für Deine Gefangenschaft, und mein Wesen, o Du Unterdrückter, ein Opfer für die Drangsale, die Du erlitten! Du bist Er, durch dessen Gefangenschaft die Banner Deiner Allmacht gehißt sind und die Sonne Deiner Offenbarung vom Horizonte der Leiden so herniederschien, daß alles Erschaffene sich vor der Größe Deiner Majestät verneigte.
32:4
Je mehr sie sich mühten, Dich am Gedenken Deines Gottes und am Lobpreis Seiner Tugenden zu hindern, desto leidenschaftlicher hast Du Ihn gerühmt und desto lauter hast Du Ihn angerufen. Und wann immer die Schleier der Verstockten zwischen Dich und Deine Diener traten, ließest Du vom Himmel Deiner Gnade Dein Antlitz seinen Strahlenglanz verbreiten. Du bist in aller Wahrheit der Selbstbestehende, wie es der Mund Gottes, des Allherrlichen, des Einziggeliebten, bezeugt. Du bist der Ersehnte der Welt, wie es aus der Feder Dessen strömt, der Deinen Dienern Deinen verborgenen Namen kündet und die ganze Schöpfung mit Deiner Liebe, dem kostbarsten, dem erhabensten Juwel, schmückt.
32:5
Die Augen der Welt wurden froh beim Anblick Deines strahlenden Antlitzes, und dennoch haben sich die Völker vereint, Dein Licht auszublasen, o Du, der die Zügel der Welt in Händen hält! Alle Atome der Erde singen Dein Lob, und alles Erschaffene funkelt im Tropfenregen aus dem Meere Deiner Liebe, und doch suchen die Menschen Dein Feuer zu ersticken. Nein – dies bezeugt mir Dein eigenes Selbst – sie sind völlig kraftlos, und Du bist wahrlich der Allmächtige; bedürftig sind sie, und Du bist in Wahrheit der Allbesitzende; sie sind unfähig, und Du bist fürwahr der Allgewaltige. Nichts kann Deinen Ratschluß vereiteln, und die Zwietracht der Welt kann Dir nicht schaden. Der Odem Deines Wortes schmückt den Himmel des Verstehens, die Ausgießungen Deiner Feder beleben jedes modernde Gebein. Gräme Dich nicht um das, was Dich befällt, und rechne ihnen nicht an, was sie in Deinen Tagen begehen. Sei langmütig mit ihnen. Du bist der Immervergebende, der Mitleidvollste.«
33
33:1
Preis sei Dir, o mein Gott! Du bist Er, der durch ein Wort Seines Mundes die ganze Schöpfung umwälzt und durch einen Strich Seiner Feder Deine Diener voneinander scheidet. Ich bezeuge, o mein Gott, daß ein von Dir in dieser Offenbarung gesprochenes Wort alles Erschaffene zum Erlöschen brachte und ein weiteres Wort alle, für die Du es wünschtest, durch Deine Gunst und Gnade mit neuem Leben beschenkte.
33:2
Ich danke Dir und lobpreise Dich im Namen aller, die Dir teuer sind, daß Du sie wiedergeboren werden ließest durch die Lebenswasser, die dem Munde Deines Willens entströmen. Da Du sie durch Deine Güte belebtest, o mein Gott, bewirke in Deiner Huld, daß sie sich standhaft Deinem Willen beugen, und da Du sie in das Heiligtum Deiner Sache einließest, gewähre durch Deine Gnade, daß nichts sie von Dir fernhalte.
33:3
Öffne sodann, o mein Gott, ihren Herzen die Tore Deines Wissens, damit sie erkennen, daß Du hoch über dem Verständnisvermögen Deiner Geschöpfe stehst, unermeßlich erhaben über das Bestreben Deines Volkes, Dein Wesen anzudeuten, und damit sie nicht jedem lärmenden Betrüger folgen, der in Deinem Namen zu sprechen vorgibt. Mache sie weiter fähig, o mein Herr, Deiner heiligen Sache so fest anzuhangen, daß sie unberührt bleiben von den verwirrenden Einflüsterungen derer, die aus Lust und Wahn äußern, was ihnen auf Deinen Tafeln und in Deinen Schriften verboten ist.
33:4
Du weißt wohl, o mein Herr, daß ich die Wölfe heulen höre, die in den Kleidern Deiner Diener einhergehen. So bewahre denn Deine Geliebten vor dem Unheil und befähige sie, sich fest an alles zu halten, was Du verkündest in dieser Offenbarung, die in Deinem Wissen von keiner anderen Offenbarung übertroffen wird.
33:5
Bestimme ihnen, was ihnen nützt, o mein Herr. Erleuchte ihre Augen mit dem Lichte Deiner Erkenntnis, auf daß sie Dich schauen, deutlich herrschend über alle Dinge, strahlend inmitten Deiner Geschöpfe, siegreich über alle in Deinem Himmel und auf Deiner Erde. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allherrlichen, dessen Hilfe alle Menschen erflehen.
33:6
Gepriesen seiest Du, der Du der Herr der ganzen Schöpfung bist!
34
34:1
Gepriesen seiest Du, o Herr mein Gott! Ich flehe Dich an bei Deiner Altehrwürdigen Schönheit, bei Deinem Größten Namen, den Du opfertest, damit alle Bewohner Deiner Erde und Deines Himmels wiedergeboren werden, und den Du ins Gefängnis warfest, damit die Menschheit zum Zeichen Deiner Großmut und Deiner souveränen Macht von den Fesseln übler Leidenschaften und verderbter Lüste befreit werde: Zähle mich zu denen, die den Duft Deiner Gnade so tief einatmen und den Lebenswassern Deiner Gunst so ungestüm zueilen, daß weder Pfeile noch Speere sie hindern, sich Dir zuzuwenden und ihr Angesicht auf den Morgen Deiner Offenbarung zu richten.
34:2
Wir bezeugen, o mein Herr, daß Du Gott bist und daß es keinen Gott gibt außer Dir. Seit Ewigkeit thronest Du auf den unzugänglichen Höhen Deiner Macht, und bis in alle Ewigkeit wirst Du Deine überragende, unumschränkte Herrschaft ausüben. Die Scharen der Welt sind machtlos, Deinen Willen zu durchkreuzen, und alle Bewohner von Erde und Himmel können Deinen Ratschluß nicht vereiteln. Du bist wahrlich der Allmächtige, der Erhabenste, der Größte.
34:3
Segne, o mein Gott, unter den Jüngern des Bayán jene, die zum Volke Bahás zählen und in Deinem Namen, der Erhabenste, der Höchste, in die Rote Arche eintreten. Deine Macht ist wahrlich allem gewachsen.
35
35:1
Dich preise ich, o Herr mein Gott! Ich flehe Dich an bei Deinem Namen, durch den Du die Dämmerung erwachen, die Winde wehen, die Meere wogen, die Bäume Frucht tragen ließest und die Erde mit Flüssen verschöntest: Stehe allen bei, die Dir teuer sind, mit Deinen sichtbaren wie mit Deinen unsichtbaren Heerscharen. Alsdann mache sie siegreich über alle Aufrührer in Deinem Lande, die Deinen Namen entehren, Deine Zeichen leugnen, Deinen Bund brechen, Dein Gesetz verwerfen und sich so gegen Dich erheben, daß sie Deine Gefolgschaft gefangen abführten, die Manifestation Deiner selbst in den Kerker warfen und Ihn, den Tagesanbruch Deines Wesens, in der trostlosesten aller Städte einmauerten.
35:2
Du, o mein Herr, bist Der, dessen Gewalt unermeßlich und dessen Urteil furchtbar ist. Lege Hand an Deine Widersacher durch die Macht Deiner Souveränität und sammle Deine Geliebten im Schatten des Baumes Deiner Einheit, damit sie vor Deinem Throne stehen, dem Ton Deiner Stimme lauschen, Deine Schönheit schauen und die Kraft Deiner Macht entdecken.
35:3
Du bist wahrlich der Allgewaltige, der Allmächtige.
36
36:1
Gelobt sei Dein Name, o mein Gott! Ich bin so hingerissen von dem Odem aus Deiner Gegenwart, daß ich mein Ich und all meinen Besitz vergesse. Dies ist nur ein Zeichen für die Wunder Deiner Gunst und Gnade, die Du mir verliehen hast. Ich lobpreise Dich, o mein Gott, daß Du mich unter all Deinen Geschöpfen auserwähltest und zum Morgen Deiner Stärke, zur Manifestation Deiner Macht werden ließest und daß Du mich befähigtest, Zeichen und Beweise Deiner Macht und Majestät zu offenbaren, wie sie niemand sonst im Himmel und auf Erden dartun kann.
36:2
Ich flehe Dich an, o mein Herr, bei Deinem strahlendsten Namen: Mache mein Volk vertraut mit dem, was Du für sie bestimmt hast. Bewahre sie alsdann in der festen Burg Deiner Obhut und im Heiligtum Deines unfehlbaren Schutzes, damit durch sie nichts aufkomme, was Deine Diener uneins werden läßt. Versammle sie, o mein Herr, an den Ufern dieses Meeres, darinnen jeder Tropfen bezeugt, daß Du Gott bist, der Allherrliche, der Allweise, neben dem es keinen Gott gibt.
36:3
Enthülle ihnen die Erhabenheit Deiner heiligen Sache, o mein Herr, damit sie keinen Zweifel hegen an Deiner Souveränität und an der Kraft Deiner Macht. Ich schwöre bei Deiner Herrlichkeit, o Du Geliebter aller Welten! Hätten sie um Deine Macht gewußt, sie hätten sich gewiß geweigert, das auszusprechen, was Du im Himmel Deines Willens nicht für sie bestimmt hast.
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