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32:5Die Augen der Welt wurden froh beim Anblick Deines strahlenden Antlitzes, und dennoch haben sich die Völker vereint, Dein Licht auszublasen, o Du, der die Zügel der Welt in Händen hält! Alle Atome der Erde singen Dein Lob, und alles Erschaffene funkelt im Tropfenregen aus dem Meere Deiner Liebe, und doch suchen die Menschen Dein Feuer zu ersticken. Nein – dies bezeugt mir Dein eigenes Selbst – sie sind völlig kraftlos, und Du bist wahrlich der Allmächtige; bedürftig sind sie, und Du bist in Wahrheit der Allbesitzende; sie sind unfähig, und Du bist fürwahr der Allgewaltige. Nichts kann Deinen Ratschluß vereiteln, und die Zwietracht der Welt kann Dir nicht schaden. Der Odem Deines Wortes schmückt den Himmel des Verstehens, die Ausgießungen Deiner Feder beleben jedes modernde Gebein. Gräme Dich nicht um das, was Dich befällt, und rechne ihnen nicht an, was sie in Deinen Tagen begehen. Sei langmütig mit ihnen. Du bist der Immervergebende, der Mitleidvollste.«3333:1Preis sei Dir, o mein Gott! Du bist Er, der durch ein Wort Seines Mundes die ganze Schöpfung umwälzt und durch einen Strich Seiner Feder Deine Diener voneinander scheidet. Ich bezeuge, o mein Gott, daß ein von Dir in dieser Offenbarung gesprochenes Wort alles Erschaffene zum Erlöschen brachte und ein weiteres Wort alle, für die Du es wünschtest, durch Deine Gunst und Gnade mit neuem Leben beschenkte.33:2Ich danke Dir und lobpreise Dich im Namen aller, die Dir teuer sind, daß Du sie wiedergeboren werden ließest durch die Lebenswasser, die dem Munde Deines Willens entströmen. Da Du sie durch Deine Güte belebtest, o mein Gott, bewirke in Deiner Huld, daß sie sich standhaft Deinem Willen beugen, und da Du sie in das Heiligtum Deiner Sache einließest, gewähre durch Deine Gnade, daß nichts sie von Dir fernhalte.33:3Öffne sodann, o mein Gott, ihren Herzen die Tore Deines Wissens, damit sie erkennen, daß Du hoch über dem Verständnisvermögen Deiner Geschöpfe stehst, unermeßlich erhaben über das Bestreben Deines Volkes, Dein Wesen anzudeuten, und damit sie nicht jedem lärmenden Betrüger folgen, der in Deinem Namen zu sprechen vorgibt. Mache sie weiter fähig, o mein Herr, Deiner heiligen Sache so fest anzuhangen, daß sie unberührt bleiben von den verwirrenden Einflüsterungen derer, die aus Lust und Wahn äußern, was ihnen auf Deinen Tafeln und in Deinen Schriften verboten ist.33:4Du weißt wohl, o mein Herr, daß ich die Wölfe heulen höre, die in den Kleidern Deiner Diener einhergehen. So bewahre denn Deine Geliebten vor dem Unheil und befähige sie, sich fest an alles zu halten, was Du verkündest in dieser Offenbarung, die in Deinem Wissen von keiner anderen Offenbarung übertroffen wird.33:5Bestimme ihnen, was ihnen nützt, o mein Herr. Erleuchte ihre Augen mit dem Lichte Deiner Erkenntnis, auf daß sie Dich schauen, deutlich herrschend über alle Dinge, strahlend inmitten Deiner Geschöpfe, siegreich über alle in Deinem Himmel und auf Deiner Erde. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allherrlichen, dessen Hilfe alle Menschen erflehen.33:6Gepriesen seiest Du, der Du der Herr der ganzen Schöpfung bist!3434:1Gepriesen seiest Du, o Herr mein Gott! Ich flehe Dich an bei Deiner Altehrwürdigen Schönheit, bei Deinem Größten Namen, den Du opfertest, damit alle Bewohner Deiner Erde und Deines Himmels wiedergeboren werden, und den Du ins Gefängnis warfest, damit die Menschheit zum Zeichen Deiner Großmut und Deiner souveränen Macht von den Fesseln übler Leidenschaften und verderbter Lüste befreit werde: Zähle mich zu denen, die den Duft Deiner Gnade so tief einatmen und den Lebenswassern Deiner Gunst so ungestüm zueilen, daß weder Pfeile noch Speere sie hindern, sich Dir zuzuwenden und ihr Angesicht auf den Morgen Deiner Offenbarung zu richten.34:2Wir bezeugen, o mein Herr, daß Du Gott bist und daß es keinen Gott gibt außer Dir. Seit Ewigkeit thronest Du auf den unzugänglichen Höhen Deiner Macht, und bis in alle Ewigkeit wirst Du Deine überragende, unumschränkte Herrschaft ausüben. Die Scharen der Welt sind machtlos, Deinen Willen zu durchkreuzen, und alle Bewohner von Erde und Himmel können Deinen Ratschluß nicht vereiteln. Du bist wahrlich der Allmächtige, der Erhabenste, der Größte.34:3Segne, o mein Gott, unter den Jüngern des Bayán jene, die zum Volke Bahás zählen und in Deinem Namen, der Erhabenste, der Höchste, in die Rote Arche eintreten. Deine Macht ist wahrlich allem gewachsen.3535:1Dich preise ich, o Herr mein Gott! Ich flehe Dich an bei Deinem Namen, durch den Du die Dämmerung erwachen, die Winde wehen, die Meere wogen, die Bäume Frucht tragen ließest und die Erde mit Flüssen verschöntest: Stehe allen bei, die Dir teuer sind, mit Deinen sichtbaren wie mit Deinen unsichtbaren Heerscharen. Alsdann mache sie siegreich über alle Aufrührer in Deinem Lande, die Deinen Namen entehren, Deine Zeichen leugnen, Deinen Bund brechen, Dein Gesetz verwerfen und sich so gegen Dich erheben, daß sie Deine Gefolgschaft gefangen abführten, die Manifestation Deiner selbst in den Kerker warfen und Ihn, den Tagesanbruch Deines Wesens, in der trostlosesten aller Städte einmauerten.35:2Du, o mein Herr, bist Der, dessen Gewalt unermeßlich und dessen Urteil furchtbar ist. Lege Hand an Deine Widersacher durch die Macht Deiner Souveränität und sammle Deine Geliebten im Schatten des Baumes Deiner Einheit, damit sie vor Deinem Throne stehen, dem Ton Deiner Stimme lauschen, Deine Schönheit schauen und die Kraft Deiner Macht entdecken.35:3Du bist wahrlich der Allgewaltige, der Allmächtige.3636:1Gelobt sei Dein Name, o mein Gott! Ich bin so hingerissen von dem Odem aus Deiner Gegenwart, daß ich mein Ich und all meinen Besitz vergesse. Dies ist nur ein Zeichen für die Wunder Deiner Gunst und Gnade, die Du mir verliehen hast. Ich lobpreise Dich, o mein Gott, daß Du mich unter all Deinen Geschöpfen auserwähltest und zum Morgen Deiner Stärke, zur Manifestation Deiner Macht werden ließest und daß Du mich befähigtest, Zeichen und Beweise Deiner Macht und Majestät zu offenbaren, wie sie niemand sonst im Himmel und auf Erden dartun kann.36:2Ich flehe Dich an, o mein Herr, bei Deinem strahlendsten Namen: Mache mein Volk vertraut mit dem, was Du für sie bestimmt hast. Bewahre sie alsdann in der festen Burg Deiner Obhut und im Heiligtum Deines unfehlbaren Schutzes, damit durch sie nichts aufkomme, was Deine Diener uneins werden läßt. Versammle sie, o mein Herr, an den Ufern dieses Meeres, darinnen jeder Tropfen bezeugt, daß Du Gott bist, der Allherrliche, der Allweise, neben dem es keinen Gott gibt.36:3Enthülle ihnen die Erhabenheit Deiner heiligen Sache, o mein Herr, damit sie keinen Zweifel hegen an Deiner Souveränität und an der Kraft Deiner Macht. Ich schwöre bei Deiner Herrlichkeit, o Du Geliebter aller Welten! Hätten sie um Deine Macht gewußt, sie hätten sich gewiß geweigert, das auszusprechen, was Du im Himmel Deines Willens nicht für sie bestimmt hast.36:4Erwecke in ihnen, o mein Herr, ein Gefühl für ihre Ohnmacht vor Ihm, der Manifestation Deiner selbst, und lehre sie die Armut ihres Wesens erkennen angesichts der tausendfachen Zeichen Deines Reichtums und Deiner Selbstgenügsamkeit, auf daß sie sich um Deine Sache scharen, den Saum des Gewandes Deiner Gnade festhalten und das Seil Deines Willens und Wohlgefallens ergreifen.36:5Du bist der Herr der Welten, und von allen, die Gnade zeigen, bist Du der Gnadenreichste.3737:1Ruhm sei Dir, o König der Ewigkeit, der Du die Völker schufest und jedem vergänglichen Gebein seine Form gabst. Ich bitte Dich bei Deinem Namen, durch den Du die ganze Menschheit zum Horizont Deiner Majestät und Herrlichkeit riefest und Deine Diener zum Hofe Deiner Gunst und Gnade führtest, zähle mich zu denen, die sich von allem außer Dir lösen, sich Dir nähern und sich auch durch solches Unglück, wie es von Dir bestimmt ist, nicht davon zurückhalten lassen, sich Deinen Gaben zuzuwenden.37:2Ich halte mich fest am Griff Deiner Großmut, o mein Herr, und klammere mich an den Saum des Gewandes Deiner Gunst. So sende denn aus den Wolken Deiner Freigebigkeit auf mich hernieder, was in mir die Erinnerung an alles außer Dir auslöscht und mich befähigt, mich Ihm zuzuwenden, den die ganze Menschheit anbetet, Ihm, gegen den sich die Aufrührer scharen, die Deinen Bund gebrochen haben und nicht an Deine Zeichen glauben.37:3Versage mir in Deinen Tagen nicht die süßen Düfte Deines Gewandes, o mein Herr, und beraube mich nicht des Hauches Deiner Offenbarung, wenn der Lichtglanz Deines Antlitzes sichtbar wird. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Nichts kann Deinem Willen widerstehen oder vereiteln, was Du in Deiner Macht beschlossen hast.37:4Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allmächtigen, dem Allweisen.3838:1Gelobt sei Dein Name, o Herr mein Gott! Ich bezeuge, daß Du ein verborgener Schatz warst, eingehüllt in Deinem urewigen Sein, und ein unerforschliches Geheimnis, eingeschlossen in Deinem Wesen. Du wünschtest, Dich zu offenbaren; darum schufest Du die Größeren und die Geringeren Welten, Du erwähltest den Menschen vor allen Deinen Geschöpfen und machtest Ihn zum Zeichen für beiderlei Welten, o Du, der Du unser Herr bist, der Mitleidvollste!38:2Damit Er vor allem Volk Deiner Schöpfung Deinen Thron einnehme, erhobst Du Ihn; Du machtest Ihn fähig, Deine Geheimnisse zu entschleiern, mit dem Lichte Deiner Eingebung und Offenbarung zu strahlen sowie Deine Namen und Attribute kundzutun. Durch Ihn schmücktest Du das Vorwort im Buche Deiner Schöpfung, o Du Herrscher über das Weltall, das Du geschaffen hast!38:3Ich bezeuge, daß in Seiner Person Festigkeit und Beweglichkeit vereinigt sind. Seine unerschütterliche Beständigkeit in Deiner heiligen Sache und Sein beharrliches Festhalten an allem, was Du mit dem vollen Licht Deiner Herrlichkeit in allen Sphären Deiner Offenbarung und Deiner Schöpfung enthülltest, haben Deinen Dienern die Seelen aufgewühlt in ihrer Sehnsucht nach Deinem Reich, und die Bewohner Deiner Gefilde stürmten voran, um unter Deine himmlische Herrschaft zu treten. Seine Rastlosigkeit auf Deinem Pfade stählte die Füße aller, die Dir ergeben sind, und bestärkte sie, Deine heilige Sache unter Deinen Geschöpfen zu offenbaren und Deine Souveränität überall in Deinem Reiche darzutun.38:4Wie groß ist das wunderherrliche Werk Deiner Hände, o mein Gott, und wie vollendet ist Deine Schöpfung, die jedes einsichtige Herz und Gemüt staunen läßt! Und als die festgesetzte Zeit erfüllt war, als das Vorherbestimmte geschah, da löstest Du Seine Zunge, Dich zu preisen und Deine Geheimnisse vor Deiner ganzen Schöpfung zu enthüllen, o Du Besitzer aller Namen, Du Bildner von Erde und Himmel! Er bewirkte, daß alles Erschaffene Dich verherrlicht und Dein Lob feiert, Er lenkte jede Seele hin zum Reiche Deiner Offenbarung und Deiner Souveränität.38:5Einmal erhobst Du Ihn, o mein Gott, bekleidet und geschmückt mit dem Namen Dessen, der mit Dir sprachMosesA. Durch Ihn enthülltest Du alles, was Dein Wille bestimmte und Dein unumstößlicher Ratschluß befahl. Ein andermal schmücktest Du Ihn mit dem Namen Dessen, der Dein GeistJesusA war. Du sandtest Ihn aus dem Himmel Deines Willens hernieder, damit Er Dein Volk erbaue und dadurch den Aufrichtigen unter Deinen Dienern, den Getreuen unter Deinen Geschöpfen, den Geist des Lebens in die Herzen flöße. Und wieder offenbartest Du Ihn, geziert mit dem Namen Dessen, der Dein Freund warMuḥammadA. Du ließest Ihn strahlen vom Horizonte des Ḥijáz, zum Zeichen Deiner Macht und zum Beweis Deiner Stärke. Durch Ihn sandtest Du Deinen Dienern, was sie befähigte, die Höhen Deiner Einheit zu erklimmen und nach den Wundern Deiner mannigfachen Erkenntnis und Weisheit zu schmachten.38:6Ich bezeuge, o Du Herr der ganzen Schöpfung, Du Verlangen eines jeden, der Dich sucht, daß sie inmitten Deiner Geschöpfe der Sonne gleichen, die immer eine und dieselbe Sonne ist, wie oft sie auch auf- und untergeht. Wer zwischen ihnen einen Unterschied macht, der verfehlt fürwahr den letzten Sinn und das höchste Ziel; von den Geheimnissen göttlicher Einheit, den Leuchten der Heiligkeit und Einzigkeit ist er ausgeschlossen. Ich bezeuge ferner, daß ihnen nach Deinem Ratschluß keiner auf Erden gleichen soll und daß keines Deiner Geschöpfe mit einem von ihnen vergleichbar sei, damit Deine Einzigkeit und Unvergleichlichkeit erkannt und bestätigt werde.38:7Verherrlicht, unermeßlich verherrlicht sei Dein Name, o mein Gott! Wie kann ich Dein je geziemend gedenken oder Dich gebührend preisen, daß Du Ihn durch die Kraft Deiner Macht offenbartest, Ihn am Horizonte Deines Willens erstrahlen ließest, Ihn zum Morgen Deiner Zeichen, zum Dämmerort der Offenbarung Deiner Namen und Deiner Eigenschaften machtest? Wie verwirrend geheimnisvoll, o mein Gott, ist Sein Wesen und alles, was Du durch Deine Stärke und durch die Kraft Deiner Macht in Ihn legtest! Einmal erscheint Er als das Wasser, das wahrlich Leben ist, herniedergesandt aus dem Himmel Deiner Gunst, herabgeströmt aus den Wolken Deiner Gnade, auf daß Deine Geschöpfe, mit neuem Leben bekleidet, so lange bestehen, wie Dein Reich währt. Jeder Tropfen dieses Wassers genügt, die Toten zu erwecken, ihre Blicke auf Deine Gnadengaben zu lenken und sie von jeder Bindung zu lösen außer der Deinen. Ein andermal offenbart Er sich als das Feuer, das Du im Baume Deiner Einheit entzündetest, dessen Hitze die Herzen derer schmolz, die Dich glühend lieben, als Er, die Sonne der Welt, über dem Horizonte des ‘Iráq strahlte. Ich bezeuge, o mein Gott, daß durch Ihn die Schleier menschlichen Wahns verbrannten und die Menschenherzen auf den Schauplatz Deiner strahlenden Herrlichkeit ausgerichtet wurden.38:8Ich flehe Dich an, o Du höchster Gebieter: Laß mich nicht ausgeschlossen sein von dem Windhauch, der in Deinen Tagen weht, den Tagen, da der Duft aus dem Gewande Deiner Gnade allenthalben verbreitet ist, noch halte mich fern von Deinem größten Meere, in dem jeder Tropfen ausruft und spricht: »Groß ist die Seligkeit dessen, den Gottes Hauch aus dem Schlaf erweckte, der Hauch, der vom Quell Seiner Gnade über all jene unter Seinen Geschöpfen weht, die sich Ihm zuwenden!«38:9Du siehst, o mein Herr, wie Deine Diener von ihrem Selbst und ihren Begierden gefangengehalten werden. Löse sie aus ihren Banden durch die Kraft Deiner souveränen Macht, damit sie sich Dir zuwenden, wenn Er, der Enthüller Deiner Namen und Eigenschaften, den Menschen offenbart wird.38:10Wirf den Schimmer Deines Reichtums auf dieses arme, verlassene Geschöpf, o mein Herr, und durchflute sein Herz mit den Strahlen Deiner Erkenntnis, damit es die Wahrheiten der unsichtbaren Welt begreife, die Geheimnisse Deines himmlischen Reiches entdecke, die Zeichen Deines Königtums erfasse und die mannigfachen Enthüllungen dieses Erdenlebens schaue – all dies kundgetan vor dem Antlitz Dessen, der der Offenbarer Deiner selbst ist. Richte sodann seine Augen auf den Horizont Deiner Gnade, mache sein Herz fest in seiner Bindung an Dich, löse seine Zunge zu Deinem Lobpreis und befähige ihn, das Seil Deiner Liebe festzuhalten, sich an den Saum Deiner Großmut zu klammern, Deinen Namen unter Deinen Geschöpfen zu verkünden und in allen Deinen Landen Deine Tugenden so zu preisen, daß kein Hindernis ihn abhält, sich Deinem Namen, der Allgütige, zuzuwenden, und kein Schleier ihn trennt von Dir, der Du die Herrschaft über das Reich der Rede, das Reich aller Namen und Eigenschaften, in Händen hältst!38:11Halte die Hand dieses Suchers, der sein Angesicht Dir zuwendet, o mein Herr. Ziehe ihn empor aus den Tiefen seines eitlen Wahns, damit hell das Licht der Gewißheit über dem Horizonte seines Herzens leuchte in den Tagen, da die Sonne des Wissens Deiner Geschöpfe vom Tagesgestirn Deiner Herrlichkeit verdunkelt ist, in den Tagen, da der Mond der Weltweisheit verfinstert ist durch das Erscheinen Deines verborgenen Wissens, die Offenbarung Deines wohlgehüteten Geheimnisses und die Enthüllung Deines verwahrten Mysteriums, in den Tagen, da die Sterne menschlicher Taten gefallen sind durch den Sonnenaufgang Deiner Einheit im Strahlenglanz Deiner überragenden Einzigkeit.38:12Ich bitte Dich, o mein Gott, bei Deinem erhabensten Wort, das Du allen in Deinen Landen als göttlichen Lebenstrank verordnet hast, den Lebenstrank, der durch seine Kraft das Erz des Menschenlebens in reinstes Gold wandelt, o Du, in dessen Hand die Reiche des Sichtbaren wie des Unsichtbaren ruhen: Füge Du, daß meine Wahl mit Deiner Wahl, mein Wunsch mit dem Deinen übereinstimme, damit ich völlig zufrieden sei mit dem, was Du wünschest, und gänzlich einverstanden mit dem, was Du mir durch Deine Großmut und Gunst bestimmt hast. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Du bist in aller Wahrheit der Allherrliche, der Allweise.
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