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2:3Du bist es, der seit Urbeginn durch die Kraft Seiner Macht über alle Dinge erhöht war und durch das Wirken Seines Willens alles befehlen konnte. Nichts in Deinem Himmel und auf Deiner Erde kann Deinen Ratschluß vereiteln. So erbarme Dich meiner, o mein Herr, durch Deine gnädige Vorsehung und Großmut, und lasse meine Ohren den süßen Weisen lauschen, welche die Vögel auf den Zweigen des Baumes Deiner Einheit Dir zum Lobe singen.2:4Du bist der große Geber, der Immervergebende, der Mitleidvollste.33:1Verherrlicht bist Du, o Herr mein Gott! Ich flehe Dich an bei Ihm, der Dein Größter Name ist, der tief betrübt wird von solchen Deiner Geschöpfe, die Deine Wahrheit verwerfen, der von Leiden umzingelt ist, die keine Zunge beschreiben kann, laß mich Deiner gedenken und Dein Lob feiern in diesen Tagen, da alle sich von Deiner Schönheit abwenden, mit Dir hadern und sich vom Offenbarer Deiner Sache verächtlich abkehren. Niemand, o mein Herr, steht Dir bei außer Deinem eigenen Selbst, und keine Macht kommt Dir zu Hilfe denn Deine eigene.3:2Ich bitte Dich, gib mir die Kraft, standhaft an Deiner Liebe und Deinem Gedenken festzuhalten. Dies steht wahrlich in meiner Macht, und Du allein weißt alles, was in mir ist. Du bist wahrhaftig wissend, von allem wohlunterrichtet. Beraube mich nicht, o mein Herr, des Strahlenglanzes Deines Angesichtes, dessen Helle die ganze Welt erleuchtet. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Gewaltigsten, dem Allherrlichen, dem Immervergebenden.44:1Gerühmt sei Dein Name, o Herr mein Gott! Du bist es, den alle Dinge anbeten und der selbst niemanden anbetet, der Herr über alle Dinge und niemandem untertan ist, der alle Dinge kennt und von niemandem erkannt wird. Du wünschtest, Dich den Menschen bekannt zu machen, darum hast Du durch ein Wort Deines Mundes die Schöpfung werden lassen und das Weltall geformt. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Bildner, dem Schöpfer, dem Allmächtigen, dem Allgewaltigen.4:2Ich flehe Dich an bei eben diesem Wort, das vom Horizonte Deines Willens hervorleuchtet, mache mich fähig, in tiefen Zügen von den Lebenswassern zu trinken, mit denen Du die Herzen Deiner Auserwählten belebst und die Seelen derer erquickest, die Dich lieben, damit ich mein Angesicht allezeit, in jeder Lage, völlig Dir zuwende.4:3Du bist der Gott der Macht, der Herrlichkeit und Gnadenfülle. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem höchsten Herrscher, dem Allherrlichen, dem Allwissenden.55:1Gelobt sei Dein Name, o mein Gott! Du siehst mich in den Krallen meiner Unterdrücker. Wende ich mich zur Rechten, so höre ich die Klagen Deiner Geliebten, eingekerkert von den Ungläubigen, weil sie an Dich und Deine Zeichen glauben und ihre Blicke dem Horizonte Deiner Gunst und Gnade zuwenden. Und wende ich mich zur Linken, so höre ich die Boshaften lärmen, die nicht an Dich und Deine Zeichen glauben, sondern sich beharrlich mühen, Deiner Lampe Licht zu löschen, das den Glanz Deines Selbstes verbreitet über alle, die in Deinem Himmel und auf Deiner Erde sind.5:2Die Herzen Deiner Auserwählten sind dahingeschmolzen ob ihrer Trennung von Dir, o mein Herr, und die Seelen Deiner Geliebten sind verzehrt vom Feuer ihrer Sehnsucht nach Dir in Deinen Tagen. Ich flehe Dich an, o Du Schöpfer der Himmel, Du Herr aller Namen, bei Deinem strahlendsten Selbste und bei Deinem erhabensten, allherrlichen Gedenken, sende auf Deine Geliebten hernieder, was sie Dir näherbringt, und befähige sie, Deiner Rede zu lauschen.5:3Zerreiße mit der Hand Deiner überragenden Macht den Schleier eitlen Wahns, o mein Herr, damit die Dir ganz Ergebenen Dich erblicken, sitzend auf dem Throne Deiner Majestät, und damit die Augen derer, die Deine Einheit anbeten, sich am herrlichen Glanz Deines Antlitzes freuen. Verschlossen sind die Tore der Hoffnung vor den Herzen derer, die nach Dir sich sehnen, o mein Herr! Die Schlüssel sind in Deiner Hand; so öffne diese Tore durch die Kraft Deiner Macht und Souveränität. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Du bist wahrlich der Allmächtige, der Mildtätige.66:1Preis sei Dir, o Herr mein Gott! Ich schwöre bei Deiner Macht! Eine Trübsal nach der anderen hat die Feder des Höchsten abgehalten, das offenzulegen, was vor den Augen Deiner Geschöpfe verborgen ist, und unaufhörliche Prüfungen haben die Zunge des Göttlichen Gesetzgebers gehindert, die Wunder Deiner Verherrlichung und Deines Lobpreises zu künden. Mit stammelnder Zunge rufe ich deshalb zu Dir, o mein Gott, und mit dieser meiner gepeinigten Feder mühe ich mich, Deines Namens zu gedenken.6:2Gibt es einen Einsichtigen, o mein Gott, der Dich mit Deinen eigenen Augen schauen kann, und wo ist der Dürstende, der sein Angesicht den Lebenswassern Deiner Liebe zuzuwenden vermag? In meinem Herzen, o mein Gott, habe ich die Erinnerung an alles außer Dir getilgt und ihm die Geheimnisse Deiner Liebe eingeprägt. Deine Macht ist mein Zeuge! Gäbe es keine Leiden, wie wären dann die Gefestigten von den Zweiflern unter Deinen Dienern zu unterscheiden? Wer trunken ist vom Weine Deiner Erkenntnis, eilt wahrlich jeder Widrigkeit entgegen in seiner Sehnsucht, Deine Gegenwart zu erreichen. Ich flehe Dich an, o Du Geliebter meines Herzens, Du Angebeteter meiner Seele, schütze alle, die mich lieben, vor der blassesten Spur übler, verderbter Wünsche. Sodann versorge sie mit dem Guten dieser Welt und der künftigen.6:3Du bist es wahrlich, dessen Gunst sie rechtleitet und der sich als den Allbarmherzigen verkündet. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allherrlichen, dem Höchsten Helfer.77:1Preis sei Dir, o Herr mein Gott! Ich flehe Dich an bei dieser Offenbarung, durch die Finsternis in Licht verwandelt, der Vielbesuchte Tempel errichtet, die Beschriebene Tafel offenbart und die Entfaltete Schriftrolle enthüllt wurde, sende hernieder auf mich und alle, die mit mir sind, was uns befähigt, in die Himmel Deiner höchsten Herrlichkeit aufzusteigen, und was uns rein macht vom Makel solcher Zweifel, wie sie die Mißtrauischen abhalten, das Zelt Deiner Einheit zu betreten.7:2O mein Herr! Ich habe das Seil Deiner Güte ergriffen und halte mich fest am Saume Deiner Gnade und Gunst. Bestimme Du für mich und meine Lieben das Gute dieser und der zukünftigen Welt. Beschenke sie dann mit der Verborgenen Gabe, die Du für die Auserwählten unter Deinen Geschöpfen bestimmt hast.7:3Dies sind die Tage, o mein Herr, da Du Deinen Dienern das Fasten gebotest. Selig ist, wer das Fasten einhält ganz um Deinetwillen und in völliger Loslösung von allem außer Dir. Hilf mir und hilf ihnen, o mein Herr, Dir zu gehorchen und Deine Gebote zu halten. Du hast wahrlich die Macht zu tun, was Du willst.7:4Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allwissenden, dem Allweisen. Aller Preis sei Gott, dem Herrn aller Welten.88:1Verherrlicht sei Dein Name, o Herr mein Gott! Du siehst meine Wohnstatt und den Kerker, darin ich schmachte, und die Leiden, die ich erdulde. Bei Deiner Macht! Keine Feder kann sie beschreiben, und keine Zunge kann sie aufzählen. Ich weiß nicht, o mein Gott, weshalb Du mich Deinen Widersachern überlassen hast. Deine Herrlichkeit ist mein Zeuge! Ich gräme mich nicht um die Plagen, die ich aus Liebe zu Dir ertrage, und die Trübsale, die mich auf Deinem Pfade überkommen, verwirren mich nicht. Eher grämt es mich, daß Du zögerst zu erfüllen, was Du auf den Tafeln Deiner Offenbarung bestimmt und in den Büchern Deines Geheißes und Deines Urteils geboten.8:2Mein Blut spricht allezeit zu mir mit den Worten: »O Du, der Du das Abbild des Barmherzigsten bist! Wie lange noch wird es dauern, bis Du mich aus der Kerkerhaft dieser Welt befreist und mich lösest von den Fesseln dieses Lebens? Hast Du mir nicht versprochen, daß Du die Erde mit mir färben und in Deinem Paradies die Angesichter seiner Bewohner mit mir netzen werdest?« Darauf erwidere ich: »Sei du geduldig und beruhige dich! Was du dir wünschest, kann nur eine Stunde währen. Was aber mich betrifft, so trinke ich auf Gottes Pfad ohn Unterlaß vom Kelche Seines Geheißes, und ich wünsche nicht, daß Seines Willens Herrschaft zu wirken aufhöre oder die Leiden enden, die ich für meinen Herrn erdulde, den Erhabensten, den Allherrlichen. Folge du nur meinem Wunsche und entsage dem deinen! Dein Dienst ist nicht, mich zu schützen, sondern mich zu befähigen, fortgesetzte Drangsale zu ertragen und mich auf die Prüfungen vorzubereiten, wie sie mich unabweislich immer wieder heimsuchen müssen. Wehe dem Liebenden, der in der Liebe zu seinem Geliebten einen Unterschied macht zwischen dem Süßen und dem Giftigen! Sei du zufrieden mit dem, was Gott dir bestimmt hat! Wahrlich, Er herrscht über dich, wie Er will und wie es Ihm gefällt. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Unerreichbaren, dem Höchsten.«99:1Verherrlicht sei Dein Name, o Herr mein Gott! Ich weiß nicht, welcher Art das Wasser ist, daraus Du mich erschaffen, noch das Feuer, das Du in mir entfacht, noch der Lehm, aus dem Du mich geformt. Eines jeden Meeres Unruhe legt sich, nicht aber die Ruhelosigkeit des Weltmeers in mir, das da wogt, wie es die Winde Deines Willens gebieten. Eines jeden Feuers Flamme verlischt, nicht aber die Flamme, welche die Hände Deiner Allmacht entfacht haben und deren Licht Du durch Deines Namens Macht über alle ergießest, die in Deinem Himmel und auf Deiner Erde wohnen. Je schwerer die Heimsuchungen werden, desto heißer wird sie.9:2Sieh doch, o mein Gott, wie Dein Licht von den anstürmenden Winden Deines Ratschlusses erfaßt wird, wie die Stürme, die von allen Seiten blasen und toben, seinen Glanz nur noch heller erstrahlen lassen. Für all dies seiest Du gelobt.9:3Bei Deinem Größten Namen und Deiner urewigen Herrschaft flehe ich Dich an, schaue auf Deine Geliebten, deren Herzen heftig erbeben ob der Leiden, die über die Manifestation Deiner selbst gekommen sind. Mächtig bist Du zu tun, was Dir gefällt. Du bist wahrlich der Allwissende, der Allweise.1010:1O Du, dessen Antlitz alle anbeten, die nach Dir sich sehnen, dessen Gegenwart alle erhoffen, die Deinem Willen ganz ergeben sind, dessen Nähe alle wünschen, die zu Deinem Hofe streben, dessen Angesicht all jene geleitet, die Deine Wahrheit erkennen, dessen Name die Seelen derer bewegt, die sich nach dem Anblick Deines Antlitzes sehnen, dessen Stimme das wahre Leben ist für die, so Dich lieben, und dessen Worte das Lebenswasser sind für alle im Himmel und auf Erden!10:2Ich flehe Dich an, bei dem Unrecht, das Du erlitten, und bei dem Bösen, das die Scharen der Übeltäter Dir zufügten, sende aus den Wolken Deiner Gnade auf mich hernieder, was mich rein macht von allem, was Dir nicht zugehört, auf daß ich würdig werde, Dich zu preisen, und fähig, Dich zu lieben.10:3Versage mir nicht, o mein Herr, was Du für solche Deiner Dienerinnen verordnet hast, die Dich umkreisen, auf die allzeit die Sonne Deiner Schönheit ihre Herrlichkeit und der Glanz Deines Antlitzes seine Lichtesfülle verströmen. Du hilfst seit Urbeginn jedem, der Dich sucht, und bestätigst freigebig jeden, der Dich bittet.10:4Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Mächtigen, dem Ewigwährenden, dem Allgütigen, dem Großmütigsten.1111:1Gelobt sei Dein Name, o Herr mein Gott! Finsternis hat sich auf alle Länder gesenkt, die Kräfte des Unheils umfangen alle Völker. Und doch erkenne ich darin Deiner Weisheit Glanz und Deiner Vorsehung strahlendes Licht.11:2Die wie durch einen Schleier von Dir getrennt sind, wähnen, sie hätten die Macht, Dein Licht zu löschen, Dein Feuer zu ersticken und die Winde Deiner Gnade zum Schweigen zu bringen. Nein, Deine Macht bezeugt es mir! Wäre nicht jede Drangsal zum Träger Deiner Weisheit, jede Feuerprobe zum Werkzeug Deiner Vorsehung gemacht, niemand wagte es, sich uns zu widersetzen, selbst wenn die Mächte der Erde und des Himmels sich wider uns verbündeten. Wollte ich die wundersamen Geheimnisse Deiner Weisheit enthüllen, die offen vor mir liegen, die Zügel Deiner Feinde würden zerreißen.11:3Verherrlicht seiest Du darum, o mein Gott! Ich flehe Dich an bei Deinem Größten Namen, versammle alle, die Dich lieben, um das Gesetz, das aus dem Wohlgefallen Deines Willens strömt, und sende auf sie hernieder, was ihre Herzen bestärkt.11:4Mächtig bist Du zu tun, was Dir gefällt. Du bist wahrlich der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende.12
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