Bahá’u’lláh | Gebete und Meditationen
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81:3
Wer ungeduldig ist, o mein Herr, in den Heimsuchungen, die ihn auf Deinem Pfade befallen, hat nicht aus dem Becher Deiner Liebe getrunken und nicht die Süße Deines Gedenkens gekostet. Ich flehe Dich an bei Ihm, dem Könige aller Namen und deren Souverän, dem Offenbarer aller Eigenschaften und deren Schöpfer, und bei denen, die hoch aufgeflogen und Dir nahe sind, die ihren Flug in die Sphären Deiner Gegenwart nehmen, die sich Dir zuliebe von Ketten wundreiben lassen: Gib, daß Deinem ganzen Volke geholfen werde, Ihn, die Manifestation Deiner selbst, zu erkennen, Ihn, der verbannt und eingekerkert ist, weil Er die Menschheit vor Dich lud.
81:4
Die Milde Deiner Gnade, o mein Herr, überragt die Wut Deines Zornes; Deine Güte übertrifft Dein jähes Mißfallen, und Deine Gnade ist größer als Deine Gerechtigkeit. Nimm Du in Deiner wundersamen Gunst und Barmherzigkeit Deine Geschöpfe bei der Hand und lasse sie nicht von der Gnade ausgeschlossen sein, durch die sie Dich nach Deinem Willen erkennen sollen. Der Glanz Deiner Macht ist mein Zeuge! Sollte solches geschehen, so würde jede Seele heftig erschüttert, jeder Einsichtige verwirrt und jeder Wissende sprachlos, ausgenommen jene, denen durch die Hände Deiner Sache Hilfe zuteil ward, jene, die Du die Offenbarungen Deiner Gnade und die Zeichen Deiner Gunst empfangen ließest.
81:5
Ich schwöre bei Deiner Macht, o mein Gott! Wolltest Du Deine Diener nach ihrem Verdienst in Deinen Tagen betrachten, so verdienten sie gewiß nur Deine Strafe und Züchtigung. Du bist indes der große Wohltäter, dessen Gnade unermeßlich ist. Schaue sie nicht an, o mein Gott, mit dem Blick Deiner Gerechtigkeit, sondern mit dem Auge Deines zärtlichen Mitleids und Deines Erbarmens. Verfahre alsdann mit ihnen, wie es Deiner Freigebigkeit und Deiner großmütigen Gunst entspricht. Mächtig bist Du zu tun, was immer Dir gefällt. Unvergleichlich bist Du. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Herrn des Thrones droben und auf Erden hienieden, dem Herrscher dieser und der zukünftigen Welt. Du bist der Gott der Großmut, der Immervergebende, der Große Geber, der Freigebigste.
81:6
Segne Ihn, o Herr mein Gott, durch den die Geheimnisse Deiner Allmacht enthüllt, die Offenbarungen Deiner Göttlichkeit verherrlicht, die wundersamen Perlen Deiner Erkenntnis und Weisheit aufgedeckt, Deine Zeichen und Beweise überall verbreitet, Dein Wort deutlich dargetan, das Licht Deines Antlitzes ausgestrahlt und die Macht Deiner Souveränität begründet sind. Segne auch alle, die sich Dir ganz um Deinetwillen zuwenden. Sende alsdann auf Ihn und auf sie Deine wundersamen Gnadengaben hernieder, wie sie Deiner Hoheit entsprechen. Du bist wahrlich der Allmächtige, der Helfer in Gefahr, der Allherrliche, der Selbstbestehende.
82
82:1
Sei gelobt, o Herr mein Gott! Du bist es, der alle Dinge durch ein auf Deinen Befehl geäußertes Wort erschaffen und die ganze Schöpfung durch die Gewalt Deiner Macht und Souveränität gestaltet hat. Die Mächtigsten der Menschen sind erniedrigt vor den Offenbarungen Deiner Herrlichkeit, die Starken erzittern vor den Kundgebungen Deiner Macht. Jeder Einsichtsvolle ist geblendet vom herrlichen Strahlenglanz Deines Antlitzes; der Reiche ist arm und verlassen, wenn er die Fülle Deines Reichtums schaut.
82:2
Ich flehe Dich an bei Deinem Allherrlichen Namen, mit dem Du alle Bewohner des Reiches Deiner Offenbarung und die Insassen des Himmels Deines Willens schmücktest: Laß meine Seele von der süßen Weise des Himmelsvogels angelockt sein, der in den Zweigen des Baumes Deines Ratschlusses singt, daß Du Gott bist und daß es keinen Gott neben Dir gibt.
82:3
Reinige mich mit den Wassern Deiner Gnade, o mein Herr, mache mich Dir völlig eigen, laß mich dem Königszelt Deiner Sache und dem Heiligtum Deiner Gegenwart nahen. Verordne mir sodann all das, was Du für die Auserwählten unter Deinen Mägden verordnet hast, und laß auf mich herniederregnen, was mein Angesicht erleuchtet und mein Herz erhellt.
82:4
Du hast die Macht zu tun, was Du willst, und Du verordnest, was Dir gefällt.
83
83:1
Sei gelobt, o Herr mein Gott! Du siehst meine Armut und mein Elend, meine Sorgen und Nöte, meine völlige Hilflosigkeit, meine tiefste Niedrigkeit, mein Jammern und bitteres Wehklagen, die Angst meiner Seele und die Leiden, die mich bestürmen. Die Kraft Deiner Macht ist mein Zeuge! So tief ist meine Erniedrigung, daß Deine Knechte, weit von Deinem Pfade abgeirrt, mich verhöhnen. Du weißt, daß ich als der Träger Deines Namens unter Deinen Geschöpfen anerkannt bin. Du weißt, daß meine Stufe nur ein Widerschein Deiner Stufe ist, daß meine Tugenden Deine Tugenden künden, daß in meinem innersten Sein nur die Offenbarungen Deiner Zeichen zu finden sind, daß mein Wesenskern nur die Beweise Deiner Einheit widerspiegelt.
83:2
All dies machst Du unter Deinen Geschöpfen derart bekannt, daß mich nur erkennen kann, wer Deinen Namen trägt. Ich schwöre bei Deiner Herrlichkeit! Mein Wehklagen gilt nicht dem, was mich auf Deinem Pfade befiel, sondern meiner Einsicht, daß meine Erniedrigung die Herzen der Dich Liebenden erschüttert und die Seelen Deiner Gegner so mit Schadenfreude erfüllt, daß sie über jene triumphieren, die sich von allem außer Dir lösen und dem Strome Deines Gedenkens und Lobpreises entgegeneilen. So weit sind sie abgeirrt, daß sie, Deinen Geliebten begegnend, den Kopf schütteln zum Spott über Deine heilige Sache und fragen: »Wo ist denn euer Herr, den ihr Tag und Nacht anrufet? Wo ist Er denn zu finden, den ihr euren Souverän nennt, zu dem ihr alle Menschen vorladet?« Ihr Stolz und Hochmut wuchs immer mehr, bis sie die Gewalt Deiner Macht leugneten und Deine Herrschaft und Souveränität zurückwiesen.
83:3
Deine Herrlichkeit ist mein Zeuge! Mit Freuden ertrage ich mein Leid und das Leid der mich Liebenden auf Deinem Pfade. Aber weder ich noch sie können den Schimpf und die Schmach ertragen, die Deine Feinde gegen Dich, den Unbeschränkten, äußern. Wie lange noch, o mein Gott, willst Du auf dem Throne Deiner Geduld und Langmut verharren? Sprich Du Dein Wort des Zornes, o Du, den kein Auge sehen kann! Vielgeliebt ist Deine Barmherzigkeit für die Aufrichtigen unter Deinen Dienern, wohlangemessen ist Deine Züchtigung für die Ungläubigen unter Deinen Feinden. Sende darum auf sie nieder, o mein Herr, was ihnen unmißverständlich das Ungestüm Deines Zornes und die Überlegenheit Deiner Macht enthüllt und sie befähigt, Deine Gewalt in ihrem ganzen Gewicht und Deine Kraft in all ihrem Umfang zu erkennen. Wenn Du es ablehnst, o mein Gott, denen beizustehen, die Dich lieben, so hilf denn Dir selbst und Ihm, der Dein Gedenken ist.
83:4
Ich flehe Dich an bei Deinem Namen, der das Meer Deines Zornes wogen läßt: Züchtige jene, die Deine Wahrheit zurückweisen und Dein Wort leugnen. Demütige sie durch Deine Macht und Kraft und erhöhe die, welche ganz um Deinetwillen Dir ihr Angesicht zukehren, damit durch sie die Banner Deiner Verherrlichung unter allen Nationen entfaltet und Deine Zeichen unter allen Völkern verbreitet werden, bis alle bezeugen, daß Du Gott bist und daß es keinen Gott gibt außer Dir, dem Gott der Macht, der Majestät und der Herrlichkeit.
84
84:1
Verherrlicht bist Du, o Herr mein Gott! Ich bitte Dich bei Deinem Namen, den Du über alle anderen Namen erhöht hast, durch den des Himmels Vorhang zerrissen ward und Deiner Schönheit Sonne sich am Horizont erhob im Strahlenglanz Deines Namens, der Erhabene, der Höchste, stehe mir bei mit Deiner wundersamen Hilfe und behüte mich unter dem Obdach Deiner Fürsorge und Deines Schutzes.
84:2
Ich bin eine Deiner Mägde, o mein Herr! Zu Dir wende ich mich, in Dich setze ich mein Vertrauen. Gib, daß ich in meiner Liebe zu Dir und beim Vollbringen all dessen, was Dir wohlgefällt, so bestätigt werde, daß weder der Treubruch der Ungläubigen unter Deinem Volke noch das Geschrei der Heuchler unter Deinen Geschöpfen mich von Dir zurückhalten können.
84:3
Reinige meine Ohren, o mein Herr, auf daß ich den Versen lausche, die zu Dir herabgesandt sind, erleuchte mein Herz mit dem Lichte Deiner Erkenntnis und löse meine Zunge, damit sie Dein gedenke und Dein Lob singe. Bei Deiner Macht, o mein Gott! Nur Dir ist meine Seele hingegeben, nur Dich sucht mein Herz.
84:4
Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allherrlichen, dem Großen Geber, dem Verzeihenden, dem Mitleidvollen.
85
85:1
Dies sind die Tage, o mein Gott, da Du Deinen Dienern das Fasten gebotest. Mit ihm ziertest Du das Vorwort zum Buche Deiner Gesetze, das Du Deinen Geschöpfen offenbartest, mit ihm schmücktest Du die Schatztruhen Deiner Gebote vor den Augen aller, die in Deinem Himmel und auf Deiner Erde sind. Jede Stunde dieser Tage hast Du mit einer besonderen Wirkkraft ausgestattet, unerforschlich allen außer Dir, dessen Wissen alles Erschaffene umfaßt. Auch hast Du jede Seele an dieser Wirkkraft teilhaben lassen gemäß der Tafel Deines Ratschlusses und den Schriften Deines unwiderruflichen Urteils. Jedes Blatt dieser Bücher und Schriften hast Du zudem einem jeden Volk und Stamm der Erde zugewiesen.
85:2
Für Deine glühenden Verehrer hältst Du nach Deinem Gebot an jedem Morgen den Kelch Deines Gedenkens bereit, o Du, der Du der Herrscher aller Herrscher bist! So trunken sind sie vom Weine Deiner überreichen Weisheit, daß sie auf ihr Lager verzichten in ihrem Verlangen, Dein Lob zu preisen und Deine Tugenden zu rühmen, und den Schlaf fliehen in ihrem Eifer, sich Deiner Gegenwart zu nahen und Deiner Wohltaten teilhaftig zu werden. Allezeit sind ihre Augen auf den Sonnenaufgang Deiner Güte gerichtet, ihre Angesichter dem Urquell Deiner Eingebung zugewandt. So laß denn aus den Wolken Deines Erbarmens auf uns und auf sie herabregnen, was dem Himmel Deiner freigebigen Gnade entspricht.
85:3
Gelobt sei Dein Name, o mein Gott! Dies ist die Stunde, da Du die Pforten Deiner Großmut vor den Augen Deiner Geschöpfe öffnest und die Tore Deines zarten Erbarmens allen Bewohnern Deiner Erde weit auftust. Ich flehe Dich an bei allen, deren Blut auf Deinem Pfade vergossen ward, bei allen, die in ihrer Sehnsucht nach Dir sich lösten von jeder Bindung an Deine Geschöpfe, die von den süßen Düften Deiner Eingebung so hingerissen waren, daß ein jedes Glied ihres Leibes Dein Lob anstimmte und zu Deinem Gedächtnis in Schwingung geriet: Verwehre uns nicht, was Du in dieser Offenbarung unwiderruflich bestimmt hast – einer Offenbarung, deren Wirkkraft jeden Baum ausrufen läßt, was ehedem der Brennende Busch Mose verkündete, als Er mit Dir sprach, einer Offenbarung, die den kleinsten Kiesel Dein Lob widerhallen läßt, wie die Steine Dich in den Tagen Muḥammads, Deines Freundes, verherrlichten.
85:4
Hier sind die, o mein Gott, denen Du gnädiglich erlaubst, Gemeinschaft mit Dir zu haben und mit Ihm, dem Offenbarer Deiner selbst, zu verkehren. Die Stürme Deines Willens haben sie weithin zerstreut, bis Du sie unter Deinem Schutze versammeltest und sie eintreten ließest in den Bereich Deines Hofes. Nun, da Du sie unter dem schattigen Baldachin Deiner Gnade weilen lässest, stehe ihnen bei, daß sie erreichen, was einem so hohen Range entspricht. Lasse sie nicht zu denen gehören, o mein Herr, die Dein Antlitz nicht erkennen können, wiewohl sie sich Deiner Nähe erfreuen, und die Deiner Gegenwart beraubt bleiben, obgleich sie Dir begegnen.
85:5
Hier sind Deine Diener, o mein Herr, die mit Dir in dieses Größte Gefängnis eingetreten sind, die in seinen Mauern die Fasten halten, wie Du es ihnen auf der Tafel Deines Ratschlusses und in den Büchern Deines Befehls geboten. So sende denn hernieder auf sie, was sie völlig reinigen wird von allem, was Du verabscheust, damit sie Dir gänzlich ergeben werden und sich völlig loslösen von allem außer Dir.
85:6
Lasse sodann auf uns herabregnen, o mein Gott, was Deiner Gnade entspricht und Deiner Großmut ansteht. Mache uns fähig, o mein Gott, im Gedenken an Dich zu leben und in der Liebe zu Dir zu sterben, und versorge uns mit der Gabe Deiner Gegenwart in Deinen jenseitigen Welten, unerforschlich allen außer Dir. Du bist unser Herr und der Herr aller Welten. Du bist der Gott aller im Himmel und auf Erden.
85:7
Du siehst, o mein Gott, was Deinen Geliebten in Deinen Tagen widerfuhr. Deine Herrlichkeit ist mein Zeuge! Lautes Wehklagen Deiner Auserwählten erhebt sich und erfüllt Dein Reich. Etliche wurden von den Ungläubigen in Deinem Lande verführt und daran gehindert, Dir zu nahen und an Deiner Herrlichkeit Hof zu gelangen. Einige vermochten Dir zu nahen, wurden jedoch davon abgehalten, Dein Antlitz zu schauen. Anderen ward in ihrem Eifer, Dich zu sehen, erlaubt, in die Umfriedung Deines Hofes einzutreten, doch ließen sie die trügerischen Schleier Deiner Geschöpfe und die Missetaten der Unterdrücker in Deinem Volke zwischen sich und Dich treten.
85:8
Dies ist die Stunde, o mein Herr, die Du über jede andere Stunde erhoben und mit den edelsten Deiner Geschöpfe verbunden hast. Ich flehe Dich an, o mein Gott, bei Dir und bei ihnen: Verordne im Verlaufe dieses Jahres, was Deine Geliebten erhöhen wird. Bestimme überdies, daß innerhalb dieses Jahres die Sonne Deiner Macht glänzend über dem Horizont Deiner Herrlichkeit erstrahle und durch Deine höchste Macht die ganze Welt erleuchte.
85:9
Mache Deine Sache siegreich, o mein Herr, und demütige Deine Feinde. Alsdann schreibe nieder für uns das Gute in diesem und im zukünftigen Leben. Du bist die Wahrheit, Du kennst alle geheimen Dinge. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Immervergebenden, dem Allgütigen.
86
86:1
Verherrlicht bist Du, o Herr mein Gott! Dir sage ich Dank, daß Du mich zur Zielscheibe für vielerlei Leiden gemacht und mit mannigfachen Prüfungen gezeichnet hast, um damit Deinen Dienern neues Leben zu verleihen und alle Deine Geschöpfe zu erwecken.
86:2
Ich schwöre bei Deiner Herrlichkeit, o Du Meistgeliebter der Welten, Du Sehnsucht aller, die Dich erkennen: Der einzige Grund, warum ich zu leben wünsche, ist die Offenbarung Deiner heiligen Sache, und weiterleben will ich nur, um Not auf Deinem Pfade zu erfahren.
86:3
Ich flehe Dich an, o Du, bei dessen Ruf die Herzen aller, die Dir nahe waren, emporflogen in die Sphären Deiner Gegenwart: Sende auf Deine Geliebten hernieder, was sie befähigt, allem zu entsagen außer Dir. Alsdann verleihe ihnen solche Beständigkeit, daß sie sich aufmachen, Deine Sache zu verkünden, und vor allen in Deinem Himmel und auf Deiner Erde so Deinen Namen anrufen, daß die Tyrannen unter Deinen Knechten mit all ihrer pharaonischen Grausamkeit außerstande sind, sie von Dir zurückzuhalten.
86:4
Du bist wahrlich der Gott der Macht, der Gott der Herrlichkeit, der Gott der Kraft und der Weisheit.
87
87:1
Verherrlicht sei Dein Name, o Herr mein Gott! Siehe, mein Auge harrt, die Wunder Deines Erbarmens zu schauen, mein Ohr verlangt es, Deinen süßen Weisen zu lauschen, mein Herz sehnt sich nach den Lebenswassern Deiner Erkenntnis. Du siehst Deine Magd vor der Wohnstatt Deines Erbarmens stehen, o mein Gott, und Dich bei Deinem Namen rufen, den Du vor allen anderen Namen erwählt und über alle im Himmel und auf Erden erhöht hast. Sende auf sie den Odem Deines Erbarmens herab, so daß sie ihrem Selbst gänzlich entrückt werde, völlig hingezogen zu dem Sitz, der in der Herrlichkeit Deines Antlitzes strahlt, der den Glanz Deiner Souveränität nah und fern verbreitet und als Dein Thron errichtet ist. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allherrlichen, dem Großmütigsten.
87:2
Ich bitte Dich flehentlich, o mein Herr, vertreibe die nicht, die Dich suchen, weise jene nicht ab, die ihre Schritte Dir zuwenden, und entziehe Deine Gnade nicht all denen, die Dich lieben. Du bist Er, der sich Gott des Erbarmens nennt, der Mitleidigste. So erbarme Dich denn Deiner Magd, die bei Dir Zuflucht sucht und Dir ihr Angesicht zuwendet.
87:3
Du bist wahrlich der Immervergebende, der Allbarmherzige.
88
88:1
Gelobt sei Dein Name, o mein Gott! Ich bezeuge, daß kein Gedanke an Dich, sei er noch so wundersam, jemals zum Himmel Deiner Erkenntnis aufzusteigen vermag und daß kein noch so erhabener Lobpreis sich in die Sphären Deiner Weisheit aufschwingen kann. Seit aller Ewigkeit bist Du jenseits der Fassungskraft und der Erkenntnis Deiner Diener, unermeßlich erhaben über die Versuche Deiner Knechte, Dein Mysterium in Worte zu fassen. Welcher Macht kann das schattengleiche Geschöpf sich rühmen im Angesicht Dessen, der der Unerschaffene ist?
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