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1:93Ihr jedoch habt Gottes Bund gebrochen, Sein Testament vergessen und euch schließlich abgewandt von Ihm, der die Augen eines jeden tröstet, der wahrhaft an die Einheit Gottes glaubt. Entfernt die Hüllen und Schleier, die euch die Sicht verdunkeln, und beachtet die Zeugnisse der Propheten und Boten, auf daß ihr die Sache Gottes an diesem Tage erkennt, da der Verheißene, ausgestattet mit mächtiger Souveränität, erschien. Fürchtet Gott, und schließt euch nicht vom Tagesanbruch Seiner Zeichen aus. Dies ist nur zu eurem Nutzen. Denn euer Herr bedarf Seiner Geschöpfe nicht. Seit unvordenklichen Zeiten war Er allein. Nichts existierte neben Ihm. In Seinem Namen wurde die Standarte der göttlichen Einheit auf dem Sinai der sichtbaren und unsichtbaren Welt errichtet. Sie verkündet, daß kein Gott ist außer Mir, dem Einzigartigen, dem Herrlichen, dem Unvergleichlichen.1:94Sieh jedoch, wie die, die nur ein Geschöpf Seines Willens und Befehls sind, sich von Ihm abwandten und einen anderen als Gott zum Herrn und Meister erwählten. Sie sind wahrlich in die Irre gegangen. Das Gedenken des Allgnädigen war allzeit auf ihren Lippen, doch als Er sich ihnen durch die Macht der Wahrheit offenbarte, sagten sie ihm den Kampf an. Wehe denen, die den Bund ihres Herrn brachen, als das Licht der Welt über dem Horizont des Willens Gottes, des Heiligsten, des Allwissenden, des Allweisen, erschien! Gegen Gott zückten sie das Schwert der Bosheit und des Hasses – doch sie merken es nicht. Toten gleich liegen sie in den Gräbern ihrer selbstsüchtigen Begierden, obwohl die Brise Gottes über alle Lande weht. Sie sind wahrlich in einen dichten Schleier gehüllt. Wann immer ihnen die Verse Gottes vorgetragen werden, verharren sie in Hochmut und Verachtung. Es ist, als ob sie bar jeden Verstehens seien oder nie den Ruf Gottes, des Erhabensten, des Allwissenden, vernommen hätten.1:95Sprich: Wehe euch! Wie könnt ihr euch Gläubige nennen, wenn ihr die Verse Gottes, des Allmächtigen, des Allweisen, leugnet? Sprich: O Menschen! Wendet euer Angesicht eurem Herrn, dem Allbarmherzigen, zu. Habt acht, daß der Bayán euch nicht zum Schleier werde: Er wurde wahrlich zu keinem anderen Zweck offenbart als zu Meinem Gedenken, des Allmächtigen, des Höchsten, und hatte nur Meine Schönheit zum Ziel. Die ganze Welt ist erfüllt von Meinem Beweis, so ihr zu den gerecht Urteilenden gehört!1:96Wäre, wie ihr wähnt, der Erste PunktDer Báb.A ein anderer als Ich und wäre Er je in Meine Gegenwart gelangt, wahrlich, Er hätte sich niemals von Mir getrennt, nein, Wir hätten Uns aneinander erfreut in Meinen Tagen. Er weinte fürwahr bitterlich über Sein Fernsein von Mir. Er ging Mir voran, um die Menschen zu Meinem Reiche zu rufen. So wurde es in den Tafeln niedergelegt, könntet ihr es nur verstehen! O daß doch einer gefunden würde, der Seine Stimme im Bayán vernähme, wie sie klagt über das, was Mir durch diese Achtlosen widerfuhr. Er klagt über die Trennung von Mir und bekennt Seine Sehnsucht nach Vereinigung mit Mir, dem Mächtigen, dem Unvergleichlichen. Wahrlich, Er sieht zu dieser Stunde Seinen Meistgeliebten inmitten derer, die erschaffen wurden, Seinen Tag zu erleben und sich vor Ihm niederzuwerfen – die Ihn jedoch in ihrer Willkür derart erniedrigten, daß die Feder ihre Unfähigkeit bekennt, dies zu beschreiben.1:97Sprich: O Menschen! Wir riefen euch in Unserer früheren Offenbarung zur erhabensten Schau, diesem geheiligten Ort, und verkündeten euch die Tage Gottes. Doch als der größte Schleier zerriß und die Altehrwürdige Schönheit in den Wolken des göttlichen Ratschlusses zu euch kam, wieset ihr Ihn zurück, an den ihr früher geglaubt. Wehe euch, o Schar der Ungläubigen. Fürchtet Gott und versucht nicht, nach dem Maß eurer Vorstellungen die Wahrheit zu entkräften. Wenn das Licht der göttlichen Verse vom Horizont der Feder des Königs aller Namen und Eigenschaften über euch aufgeht, werft euer Angesicht nieder vor Gott, dem Herrn der Welten. Denn sich an der Schwelle Seiner Pforte in Anbetung zu verneigen, ist besser für euch als alle Anbetung in beiden Welten. Und sich Seiner Offenbarung zu unterwerfen, nützt euch mehr als alles, was in den Himmeln und auf Erden erschaffen wurde.1:98O Menschen! Nur um Gottes willen ermahne Ich euch und begehre von euch keinen Lohn. Denn Mein Lohn kommt von Gott, der Mich erschuf, durch die Macht der Wahrheit erstehen ließ und Mich zum Quell Seines Gedenkens inmitten Seiner Geschöpfe machte. Eilt, Gott zu schauen an dem Ort, wo Sein Sitz errichtet ward. Folget nicht dem Satan in euch, denn er gebietet euch, eurer Gier und euren Lüsten zu folgen, und hindert euch daran, den geraden Pfad zu beschreiten, den diese allumfassende, allbezwingende Sache euch eröffnet.1:99Sprich: Satan ist erschienen, wie es der Schöpfung Auge noch nie gesehen. Und auch die Schönheit des Allbarmherzigen wurde mit einem Glanz offenbar wie nie zuvor. Der Ruf des Allbarmherzigen erscholl, und dahinter ertönte Satans Ruf. Selig, die auf die Stimme Gottes hören und ihr Gesicht Seinem Thron zuwenden, um zu der heiligen, edlen Schau zu gelangen. Denn wer in seinem Herzen die Liebe zu anderem als Mir hegt – und sei sie nur so groß wie ein Senfkorn –, wird nicht in Mein Reich eingelassen. Dies bezeugt, was das Vorwort im Buch des Lebens schmückt, würdet ihr es nur erkennen! Sprich: Dies ist der Tag, an dem die größte Gunst Gottes offenbar wurde. Die Stimmen aller droben in den Himmeln und hienieden auf Erden verkünden Meinen Namen und stimmen Meinen Lobpreis an – würdet ihr es nur hören! 1:100O Tempel göttlicher Offenbarung! Laß die Trompeten in Meinem Namen schmettern! O Tempel göttlicher Geheimnisse! Laß die Fanfaren Deines Herrn erschallen, des Unbedingten. O Jungfrau des Paradieses! Tritt aus den Gemächern des Paradieses, und verkünde den Völkern der Welt: Bei Gott! Erschienen ist der Geliebte der Welten, das Ziel aller Erkenntnis, der Angebetete aller im Himmel und auf Erden und der, vor dem sich alle früheren und späteren Generationen niederwerfen.1:101Zögert nicht, diese strahlende Schönheit zu erkennen, sobald sie in der Fülle ihrer souveränen Macht und Majestät erscheint! Er ist die Wahrheit, und alles außer Ihm ist ein Nichts, verglichen mit einem Seiner Diener, und verblaßt vor der Offenbarung Seines Glanzes. Eilt zu den Lebenswassern Seiner Gnade und zaudert nicht! Wer zögert, und sei es auch nur für einen Augenblick, dessen Werke wird Gott zunichte machen und ihn dem Sitz des Zorns übergeben. Elend ist die Behausung der Zauderer!An Pius IX.1:102O Papst! Zerreiße die Schleier! Er, der König der Könige, ist gekommen, von Wolken überschattet, und der Ratschluß ward erfüllt durch Gott, den Allmächtigen, den Unbeschränkten. Vertreibe die Nebelschwaden durch die Macht deines Herrn, und erhebe dich zum Reich Seiner Namen und Eigenschaften. So befiehlt es dir die Feder des Höchsten auf Geheiß deines Herrn, des Allmächtigen, des Allbezwingenden. Wahrlich, Er ist abermals vom Himmel herniedergekommen, wie Er von dort beim ersten Male herniederkam. Hüte dich, mit Ihm zu streiten wie ehedem die Pharisäer ohne ein klares Zeichen und ohne Beweis. Zu Seiner Rechten strömen die Lebenswasser der Gnade und zu Seiner Linken der erlesene Wein der Gerechtigkeit, vor Ihm schreiten die Engel des Paradieses mit den Bannern Seiner Zeichen. Hab acht, daß dich nicht ein Name von Gott fernhält, dem Schöpfer von Himmel und Erde. Entsage der Welt und wende dich deinem Herrn zu, durch den die ganze Erde erleuchtet ward.1:103Wir zierten das Himmelreich mit Unserem Namen, der Allherrliche. So befahl es Gott, der Schöpfer aller Dinge. Hab acht, daß dein eitler Wahn dich nicht fernhalte, da die Sonne der Gewißheit vom Horizont der Rede deines Herrn, des Mächtigen, des Gütigen, herabscheint. Wohnst du in Palästen, indes der König der Offenbarung in elender Behausung lebt? Überlasse sie denen, die sie begehren, und wende dein Antlitz in Freude und Wonne dem Reiche Gottes zu.1:104Sprich! O Völker der Erde! Zerstört die Stätten der Nachlässigkeit mit den Händen der Macht und Gewißheit, und errichtet die Wohnsitze wahren Wissens in euren Herzen, auf daß der Allerbarmer den Glanz Seines Lichtes über sie ergieße. Dies ist besser für euch als alles, was die Sonne bescheint – solches bezeugt Er, in dessen Hand die Gewalt zur letzten Entscheidung liegt. Gottes Brise wehte über die Welt beim Erscheinen des Ersehnten in Seiner großen Herrlichkeit, und laut ruft jeder Stein und jede Krume Erde: »Der Verheißene ist erschienen! Das Reich ist Gottes, des Mächtigen, des Gnädigen, des Vergebenden.«1:105Sieh dich vor, daß Gelehrsamkeit dich nicht fernhalte von Ihm, dem höchsten Ziel allen Wissens, und laß dich durch die Welt nicht von dem abhalten, der sie erschuf und ihren Lauf bestimmte. Erhebe dich im Namen deines Herrn, des Allbarmherzigen, unter den Völkern der Erde, und ergreife den Kelch des Lebens mit den Händen der Zuversicht. Trinke du zuerst davon, und biete ihn sodann denen, die sich Ihm zuwenden aus allen Religionen. So ging der Mond der Rede auf über dem Horizont der Weisheit und des Verstehens.1:106Zerreiße die Schleier der Gelehrsamkeit, damit sie dich nicht von Meinem Namen, der Selbstbestehende, abhalten. Erinnere dich der Zeit, da der Geist Jesus.A kam. Als Er erschien, sprachen die Gelehrtesten Seiner Zeit und Seines Landes das Urteil über Ihn, indes einer, der nur ein Fischer war, an Ihn glaubte. Habt darum acht, ihr Menschen mit verstehendem Herzen! Du bist wahrlich eine der Sonnen am Himmel Seiner Namen. Sei auf der Hut, daß Finsternis nicht ihre Schleier über dich breite und vor Seinem Licht verhülle. Nun denke darüber nach, was dein Herr, der Allmächtige, der Allerbarmer, in Seinem Buch herabgesandt hat. 1:107Sprich: Legt eure Federn beiseite, o Schar der Geistlichen, denn seht, der schrille Ton der Erhabensten Feder erschallt zwischen Himmel und Erde. Laßt ab von euren Vorstellungen, und haltet euch fest an das, was Wir euch mit Macht und Autorität offenbarten. Die Stunde, die im Wissen Gottes verborgen lag, hat geschlagen, und alle Atome riefen aus: »Der Urewige ist in Seiner großen Herrlichkeit erschienen. Eilt demütigen, reuigen Herzens zu Ihm, o Völker der Erde.« Sprich: Wir gaben Unser Leben hin, damit ihr lebt; doch ach, als Wir wiederkehrten, sahen Wir, wie ihr Uns flieht. Da weinte das Auge Meiner liebenden Güte bitterlich über Mein Volk. Fürchtet Gott, o ihr, die ihr versteht.1:108Denke an jene, die sich dem SohneJesus – Anm. d. Hrsg.A widersetzten, als Er zu ihnen kam mit Macht und Souveränität. Wie viele unter den Pharisäern harrten darauf, Ihn zu schauen, und beklagten ihr Fernsein von Ihm! Doch als der Duft Seines Erscheinens über sie wehte und Seine Schönheit sich entschleierte, da wandten sie sich von Ihm ab und stritten mit Ihm. So enthüllen Wir dir, was in den Büchern und Schriften niedergelegt ist. Niemand – außer einer kleinen Schar, die keinerlei Macht unter den Menschen besaß – wandte sich Seinem Angesicht zu. Heute aber berufen sich alle, die über Macht und Herrschaft verfügen, stolz auf Seinen Namen! Und sieh, wie viele Mönche heute in Meinem Namen in der Abgeschiedenheit ihrer Klöster leben. Doch als die festgesetzte Zeit erfüllt war und Wir Unsere Schönheit enthüllten, erkannten sie Uns nicht, wiewohl sie Uns zur Abend- und zur Morgenzeit anrufen. Wir sehen, wie sie sich an Meinen Namen halten, doch verschleiert sind vor Meinem Selbst. Wie seltsam ist dies doch!1:109Sprich: Laßt euch nicht durch eure Andacht vom Ziel aller Andacht oder durch eure Gebete vom Ziel aller Anbetung abhalten! Zerreißt die Schleier eures eitlen Wahns! Dies ist euer Herr, der Allmächtige, der Allwissende; Er ist erschienen, um die Welt zum Leben zu erwecken und alle auf Erden zu vereinen. Wendet euch dem Tagesanbruch der Offenbarung zu, o Menschen, und zögert keinen Augenblick. Lest ihr das Evangelium und weigert euch dennoch, den allherrlichen Herrn anzuerkennen? Dies geziemt euch nicht, o Schar der Gelehrten.1:110Sprich: So ihr diese Offenbarung verwerft, auf welchen Beweis hin glaubt ihr dann an Gott? Führt ihn an! Also hat die Feder des Höchsten das Gebot herabgesandt auf Befehl deines Herrn, des Herrlichsten, auf dieser Tafel, von deren Horizont Sein Licht erstrahlt. Wie zahlreich sind Meine Diener, deren Taten ihnen selbst zum Schleier wurden und die dadurch gehindert wurden, sich Gott zu nähern, der die Winde wehen läßt.1:111O Schar der Mönche! Die Düfte des Allbarmherzigen wehen über die ganze Schöpfung. Selig, wer seinen Begierden entsagt und sich fest an die Führung hält. Er ist wahrlich in die Gegenwart Gottes gelangt an diesem Tage, an dem das Beben der Erde ihre Bewohner ergriffen hat und sie mit Furcht erfüllte, außer jene, die Gott, der die Nacken der Menschen beugt, hiervon ausgenommen hat.1:112Schmückt ihr denn eure Leiber, während das Gewand Gottes durch das Volk der Leugner mit dem Blut des Hasses befleckt wird? Kommt heraus aus euren Häusern, und ruft die Menschen ins Reich Gottes, des Herrn über den Tag des Jüngsten Gerichts. Das Wort, das der Sohn verhüllte, ist offenbar geworden. Es wurde an diesem Tag herabgesandt in menschlicher Gestalt. Verherrlicht sei der Herr, welcher der Vater ist! Er ist, wahrlich, in Seiner größten Herrlichkeit bei den Völkern erschienen. Wendet euer Angesicht Ihm zu, o Schar der Gerechten!1:113O ihr Gläubigen aller Religionen! Wir sehen euch umherirren in der Wildnis des Irrtums. Ihr seid die Fische dieses Meeres; warum versagt ihr euch, was euch erhält? Seht, es wogt vor eurem Angesicht. Eilt herbei von allen Seiten. Dies ist der Tag, da der Fels Petrus.A ausruft und jauchzt und den Lobpreis seines Herrn, des Allbesitzenden, des Höchsten, feiert mit den Worten: »Seht, der Vater ist gekommen, und was euch verheißen ward in Seinem Reiche, ist erfüllt!« Dies ist das Wort, das hinter den Schleiern der Erhabenheit verwahrt wurde; und als die Verheißung erfüllt ward, ergoß es vom Horizont des Göttlichen Willens seinen Strahlenglanz mit klaren Zeichen. 1:114Mein Leib hat den Kerker erduldet, um eure Seelen aus der Knechtschaft zu erlösen. Wir ließen Uns erniedrigen, auf daß ihr erhöht werdet. So folgt dem Herrn der Herrlichkeit und des himmlischen Reiches und nicht jedem frevelhaften Unterdrücker. Mein Leib sehnt sich nach dem Kreuze, und Mein Haupt erwartet den Speer auf dem Pfade des Allbarmherzigen, auf daß die Welt von ihren Sünden geläutert werde. So scheint die Sonne göttlicher Autorität vom Horizont der Offenbarung des Herrn aller Namen und Eigenschaften.1:115Das Volk des Koran hat sich gegen Uns erhoben und Uns solche Pein bereitet, daß der Heilige Geist darob wehklagte, der Donner grollte und die Wolken über Uns weinten. Einer der Ungläubigen wähnt, Leid könne Bahá’Bahá’u’lláh.A davon abhalten, den Willen Gottes, des Schöpfers aller Dinge, zu tun. Sprich: Nein, bei Ihm, der den Regen spendet! Nichts kann Ihn vom Gedenken Seines Herrn abhalten.1:116Bei Gott, der die Wahrheit ist! Sollten sie Ihn auf dem Festland verbrennen, so wird Er fürwahr Sein Haupt aus der Tiefe des Meeres erheben und verkünden: »Er ist der Herr aller im Himmel und auf Erden!« Und sollten sie Ihn in einen tiefen Brunnen werfen, so wird man Ihn auf den erhabensten Höhen sitzen sehen, wie Er laut die ganze Menschheit ruft: »Seht, der Ersehnte der Welt ist erschienen mit Seiner Majestät, Seiner Souveränität und Herrschaft!« Und würde Er tief in der Erde begraben, so erhöbe sich Sein Geist zum Zenit des Himmels und ließe den Ruf erschallen: »Seht, die Herrlichkeit ist gekommen mit dem Reich Gottes, des Heiligsten, des Gnadenreichen, des Allmächtigen!« Und sollten sie Sein Blut vergießen, so wird jeder Tropfen davon laut aufschreien zu Gott bei diesem Namen, durch den der Duft Seines Gewandes in alle Richtungen verbreitet ward.1:117Wenn auch der Feinde Schwert Uns bedroht, rufen Wir doch die ganze Menschheit zu Gott, dem Schöpfer von Himmel und Erde, und leisten Ihm Beistand – dies kann weder die Schar der Tyrannen noch der Ansturm der Frevler verhindern. Sprich: O Völker der Erde! Zerschlagt die Götzen eitlen Wahns im Namen eures Herrn, des Allherrlichen, des Allweisen, und wendet euch Ihm zu an diesem Tage, den Gott zum König der Tage gemacht hat.1:118O höchster Priester! Neige dein Ohr dem zu, was der Gestalter modernden Gebeins dir rät, wie es von Ihm, der Sein Größter Name ist, verkündet wird. Verkaufe den reich verzierten Kirchenschmuck, den du besitzest, und verwende ihn auf dem Pfade Gottes, der die Nacht auf den Tag und den Tag auf die Nacht folgen läßt. Übergib dein Reich den Königen und tritt hervor aus deinen Gemächern, dein Angesicht zum Reiche Gottes erhoben. Dann verkünde, losgelöst von der Welt, das Lob deines Herrn zwischen Erde und Himmel. So gebietet dir der Besitzer aller Namen im Auftrag deines Herrn, des Allmächtigen, des Allwissenden. Ermahne du die Könige und sprich: »Verfahrt gerecht mit den Menschen, und überschreitet nicht die im Buche festgesetzten Schranken.« Dies ist es, was dir ziemt. Greife nicht nach den Dingen der Welt und nach ihren Reichtümern. Überlasse sie denen, die sie begehren, und halte fest an dem, was dir von Ihm, dem Herrn der Schöpfung, befohlen ward. Und sollte man dir alle Schätze der Erde anbieten, so gönne ihnen nicht einmal einen Blick. Sei so, wie dein Herr gewesen. Also verkündet die Zunge der Offenbarung, was Gott zum Schmuck des Buches der Schöpfung gemacht hat.1:119Betrachte eine Perle, deren Wesen es ist, zu glänzen. Hüllt man sie in Seide, so wird ihr Glanz und ihre Schönheit verdeckt. Ebenso liegt die Würde des Menschen in der Vortrefflichkeit seines Verhaltens und im Streben nach dem, was seiner Stufe entspricht, nicht in kindischem Spiel und Zeitvertreib. Wisse: Dein wahrer Schmuck besteht in der Liebe zu Gott und in deiner Loslösung von allem außer Ihm, und nicht in Pracht und Überfluß. Überlasse dies dem, der es begehrt, und wende dich Gott zu, der die Flüsse fließen läßt.1:120Was die Zunge des Sohnes sprach, wurde in Gleichnissen offenbart, doch der, der an diesem Tage die Wahrheit verkündet, spricht nicht in Gleichnissen. Klammere dich nicht an das Seil leeren Wahns, und laß dich nicht von dem abhalten, was im Reiche Gottes, des Allmächtigen, des Allgnädigen, bestimmt wurde. Sollte dich die Trunkenheit des Weines Meiner Verse überkommen, und solltest du dich entschließen, vor den Thron deines Herrn, des Schöpfers von Himmel und Erde, zu treten, so mache Meine Liebe zu deinem Gewand, Mein Gedenken zu deinem Schild und dein Vertrauen auf Gott, den Offenbarer aller Macht, zu deiner Wegzehr.1:121O ihr, die ihr dem Sohn nachfolgt! Wir haben Johannes noch einmal zu euch herabgesandt, und Er rief in der Wüste des Bayán: O Völker der Welt! Reinigt eure Augen! Der Tag ist nahe, da ihr den Verheißenen erblicken und Ihm begegnen könnt! O Volk des Evangeliums! Bereitet den Weg! Der Tag der Erscheinung des herrlichsten Herrn ist nahe! Macht euch bereit, und tretet ein in das Reich Gottes. So wurde es von Gott verfügt, der den Tag anbrechen läßt.1:122Lausche dem Gurren der Taube der Ewigkeit auf den Zweigen des heiligen Lotosbaumes: O Völker der Erde! Wir sandten Johannes zu euch herab, der euch mit Wasser taufte, damit euer Leib für das Kommen des Messias gereinigt werde. Er wiederum reinigte euch hernach mit dem Feuer der Liebe und dem Wasser des Geistes zur Vorbereitung auf diese Tage, da der Allerbarmer euch mit dem Lebenswasser aus den Händen Seiner liebenden Vorsehung reinigen will. Er ist der Vater, den Jesaja verhieß, und der Tröster, den euch der GeistJesus – Anm. d. Hrsg.A versprach, als Er Seinen Bund mit euch schloß. Öffnet eure Augen, o Schar der Bischöfe, damit ihr den Herrn seht auf dem Thron der Macht und Herrlichkeit.1:123O Gläubige aller Religionen! Wandelt nicht auf den Pfaden derer, die den Pharisäern folgten und die sich so von dem Geist wie durch Schleier trennten. Sie sind wahrlich vom rechten Pfad abgekommen und dem Irrtum verfallen. Die Altehrwürdige Schönheit ist in Seinem größten Namen erschienen und will die ganze Menschheit in Sein hochheiliges Reich aufnehmen. Die Reinen sehen das Reich Gottes, das vor Seinem Antlitz offenbar ist. Eilt dorthin, und folgt nicht den Ungläubigen und Gottlosen. So euer Auge nicht gehorcht, reißt es heraus!vgl. Mt. 5:29; Mk. 9:47.A So hat es die Feder des Urewigen auf Befehl des Herrn der ganzen Schöpfung geboten. Wahrlich, Er ist wiedergekehrt, euch zu erlösen. O Völker der Erde! Wollt ihr den erschlagen, der euch ewiges Leben schenken will? Fürchtet Gott, o ihr, die ihr über Einsicht verfügt!1:124O Menschen! Lauscht dem, was euch der Allherrliche Herr offenbart, und wendet euer Angesicht Gott zu, dem Herrn dieser und der künftigen Welt. So befiehlt es euch der Aufgangsort der Sonne göttlicher Eingebung auf Geheiß des Schöpfers der ganzen Menschheit. Wahrlich, für das Licht haben Wir euch erschaffen und wünschen nicht, euch dem Feuer preiszugeben. O Menschen, tretet heraus aus der Dunkelheit durch die Gnade dieser Sonne, die vom Horizont göttlicher Fürsorge scheint. Wendet euch ihr zu mit geheiligtem Herzen, zuversichtlichem Geist, sehenden Augen und freudestrahlendem Angesicht. Dies rät euch der Höchste Gebieter vom Ort Seiner höchsten Herrlichkeit, auf daß Sein Ruf euch zum Königreich Seiner Namen anziehe. 1:125Selig, wer dem Bund Gottes treu bleibt, und wehe dem, der ihn bricht und nicht an Ihn glaubt, der alle Geheimnisse kennt. Sprich: Dies ist der Tag der Gnade! Eilt herbei, auf daß Ich euch zu Herrschern mache in den Gefilden Meines Reiches! Folgt ihr Mir, so werdet ihr sehen, was euch verheißen ist, und Ich werde euch auf ewig zu Meinen Gefährten im Reich Meiner Majestät und zu Vertrauten Meiner Schönheit im Himmel Meiner Macht erheben. Wenn ihr euch gegen Mich wendet, so werde Ich es nachsichtig ertragen, damit ihr vielleicht erwacht und euch erhebt vom Lager der Achtlosigkeit. So umgibt euch Meine Gnade. Fürchtet Gott, und folgt nicht den Pfaden derer, die sich von Seinem Antlitz abgewandt haben, obwohl sie Seinen Namen Tag und Nacht anrufen.1:126Wahrlich, der Tag der Ernte ist gekommen, und alle Dinge wurden voneinander geschieden. Er hat, was Ihm beliebte, in den Gefäßen der Gerechtigkeit verwahrt, und ins Feuer geworfen, was diesem verfallen ist. So wurde es von deinem Herrn, dem Mächtigen, dem Alliebenden, an diesem verheißenen Tage verfügt. Wahrlich, Er bestimmt, was Ihm beliebt. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Allmächtigen, dem Allbezwingenden. Es ist der Wunsch des göttlichen Siebers, alles Gute für Mich zu sammeln. Er hat nur gesprochen, um euch mit Seiner Sache vertraut zu machen und euch auf den Pfad dessen zu leiten, dessen Gedenken die Zier aller heiligen Schriften ist.1:127Sprich: O Schar der Christen! Wir haben Uns euch schon zuvor offenbart, und ihr habt Mich nicht erkannt. Nun gewähren Wir euch abermals Unsere Gunst. Dies ist der Tag Gottes, wendet euch Ihm zu! Wahrlich, Er kam vom Himmel herab, so wie Er das erste Mal erschienen ist, und will euch unter dem Schatten Seiner Gnade schirmen. Er ist fürwahr der Erhabene, der Mächtige, der erhabenste Helfer. Der Geliebte möchte nicht, daß euch das Feuer eurer Begierden verzehre. Solltet ihr von Ihm wie durch einen Schleier getrennt sein, so nur wegen eurer Achtlosigkeit und Unwissenheit. Ihr gedenket Meiner, und doch kennt ihr Mich nicht. Ihr ruft Mich an, und doch schenkt ihr Meiner Offenbarung keine Beachtung, obwohl Ich vom Himmel der Präexistenz in Meiner höchsten Herrlichkeit herniederkam. Zerreißt die Schleier in Meinem Namen und durch die Macht Meiner Souveränität, damit ihr den Weg zu eurem Herrn findet.1:128Der König der Herrlichkeit erhebt vom Tabernakel der Majestät und Größe Seinen Ruf: O Volk des Evangeliums! Die nicht im Reiche Gottes waren, haben es jetzt betreten, während Wir euch an diesem Tage zaudernd am Tore stehen sehen. Zerreißt die Schleier durch die Kraft eures Herrn, des Allmächtigen, des Allgütigen, und tretet in Mein Reich in Meinem Namen. So ist es euch befohlen von Ihm, der euch ewiges Leben wünscht. Er ist wahrlich mächtig über alle Dinge. Selig, wer das Licht erkennt und zu Ihm eilt. Er weilt im Reiche Gottes und speist mit Gottes Auserwählten.1:129Wir sehen euch, o Kinder des Königreiches, in Finsternis. Wahrlich, dies steht euch nicht an. Fürchtet ihr das Licht wegen eurer Taten? Wendet euch Ihm zu. Euer Herr, der Allherrliche, hat diese Lande durch Seine Schritte gesegnet. So ebnen wir euch den Weg zu dem, von dem der Geist kündete. Ich lege Zeugnis für Ihn ab, wie auch Er für Mich Zeugnis ablegte. Wahrlich, Er sagte: »Folget Mir nach, und Ich will euch zu Menschenfischern machen.«Mt. 4:19; Mk. 1:17.
Q Doch an diesem Tage sagen Wir: »Folget Mir nach, auf daß Wir euch zu Lebensspendern für die Menschheit machen.« So wurde es bestimmt und durch die Feder der Offenbarung auf dieser Tafel niedergeschrieben.1:130O Feder des Höchsten! Gedenke anderer Könige in dieser gesegneten, strahlenden Schrift, auf daß sie sich vielleicht vom Lager der Achtlosigkeit erheben und auf das hören, was die Nachtigall auf den Zweigen des göttlichen Lotosbaumes singt, und daß sie in dieser wunderbaren, erhabenen Offenbarung zu Gott eilen.An Napoleon III.Es handelt sich um das zweite Schreiben Bahá’u’lláhs an den französischen Kaiser. Das erste wurde in Adrianopel offenbart.A
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