weiter nach oben ...
1:141Nach Unserer Ankunft in diesem Gefängnis nahmen Wir Uns vor, den Königen die Botschaft ihres Herrn, des Mächtigen, des Allgepriesenen, zu übermitteln. Wenngleich Wir ihnen in verschiedenen Sendschreiben mitgeteilt haben, was Uns aufgetragen war, tun Wir es nun abermals als ein Zeichen der Gnade Gottes. Vielleicht erkennen sie ihren Herrn, der mit offenbarer Souveränität auf den Wolken herabkam.1:142Mit Meinen Leiden wuchs auch Meine Liebe zu Gott und zu Seiner Sache. Nichts, was Mich von der Schar der Verstockten überkam, konnte Mich von Meinem Ziel abbringen. Sollten sie Mich gleich in den Tiefen der Erde einschließen, sie würden doch sehen, wie Ich hoch auf den Wolken reite, und zu Gott, dem Herrn der Kraft und der Macht, rufe. Ich habe Mich auf dem Pfade Gottes geopfert, und in Meiner Liebe zu Ihm und zu Seinem Wohlgefallen sehne Ich Mich nach Drangsal. Dafür zeugt die Pein, die Mich jetzt heimsucht, desgleichen noch kein Mensch zu ertragen hatte. Jedes Haar auf Meinem Haupte ruft, was der Brennende Busch auf dem Berge Sinai sprach, und jede Ader Meines Leibes fleht zu Gott und spricht: »O würde Ich doch auf Deinem Pfade durchtrennt, damit die Welt neu belebt und alle Völker vereinigt werden!« So wurde es von Ihm, dem Allwissenden, dem Allkennenden, verfügt.1:143Sei dir bewußt, daß eure Untertanen das Lehen Gottes sind. Beschützt sie darum wie euch selbst. Seht euch vor, daß ihr nicht Wölfe zu Hirten der Herde macht oder daß Stolz und Hochmut euch hindern, euch der Armen und Verlassenen anzunehmen. Wolltest du vom mystischen Wein ewigen Lebens aus dem Kelch der Worte deines Herrn, des Allerbarmers, trinken, so würdest du allem Besitz entsagen und der Menschheit Meinen Namen verkünden. So reinige deine Seele mit den Wassern der Loslösung. Wahrlich, dieses GedenkenDhikr – Anm. d. Übers.A scheint vom Horizont der Schöpfung herab und reinigt die Seelen vom Schmutz der Welt. Überlasse deine Paläste den Toten in ihren Gräbern und dein Reich dem, der es begehrt, und wende dich dann dem Reiche Gottes zu. Dies, wahrlich, ist es, was Gott für dich erwählt hat – gehörtest du doch zu denen, die sich Ihm zuwenden! Wer versäumt, sich dem Antlitz Gottes in dieser Offenbarung zuzuwenden, ist wahrlich wie tot. Er ist nur ein Spielball seiner selbstischen Begierden und wird fürwahr zu den Toten gezählt. Solltest du wünschen, die Last der Herrschaft zu tragen, so trage sie, um der Sache deines Herrn beizustehen. Gepriesen sei diese Stufe, auf der jeder, der sie erreicht, zu allem Heil gelangt ist, das von Ihm, dem Allwissenden, dem Allweisen, ausgeht.1:144Erhebe dich in Meinem Namen am Horizont der Entsagung, und richte sodann dein Angesicht auf das Reich Gottes, wie es dein Herr, der Herr der Stärke und Macht, dir befiehlt. Tritt durch die Macht Meiner Souveränität vor die Bewohner der Welt und sprich: »O Menschen! Der Tag Gottes ist gekommen, und Seine Düfte wehen über die ganze Schöpfung. Wer sich von Seinem Antlitz abwendet, wird zum Opfer seiner verderbten Neigungen. Er ist wahrlich in die Irre gegangen.«1:145Kleide den Körper deines Reiches in das Gewand Meines Namens; alsdann mache dich auf, Meine Sache zu lehren. Dies ist besser für dich als alles, was du besitzest. Gott wird so deinen Namen unter allen Königen erhöhen. Er ist aller Dinge mächtig. Wandle unter den Menschen im Namen Gottes und in der Kraft Seiner Macht, damit du Seine Zeichen unter den Völkern auf Erden offenbarst. Sei entflammt durch das Feuer, das der Allherrliche im Mittelpunkt der Schöpfung entzündet hat, auf daß durch dich die Glut Seiner Liebe in den Herzen der Gottnahen entfacht werde. Folge Mir nach, und setze die Herzen der Menschen in Verzückung durch Mein Gedenken, des Allmächtigen, des Erhabensten.1:146Sprich: Wer an diesem Tag nicht die süßen Düfte des Gedenkens Seines Herrn, des Allerbarmers, verbreitet, ist fürwahr der Stufe des Menschen unwürdig. Er folgt seinen Begierden und wird bald bitteren Verlust erleiden. Sprich: O Menschen! Steht es euch an, euch auf Ihn, den Gott der Barmherzigkeit, zu berufen, und doch Dinge zu tun, wie Satan sie tut? Nein, bei der Schönheit des Allherrlichen! Könntet ihr es doch begreifen! Reinigt euer Herz von der Liebe zur Welt, eure Zunge von Verleumdung, eure Glieder von allem, was euch abhält, in die Nähe Gottes, des Mächtigen, des Allgepriesenen, zu gelangen. Sprich: Mit ›Welt‹ ist gemeint, was euch vom Morgen der Offenbarung abhält und euch dem geneigt macht, was euch nichts nützt. Fürwahr, alles, was euch an diesem Tag von Gott fernhält, ist in Wahrheit die ›Welt‹. Flieht sie, und nähert euch der Erhabensten Schau, diesem leuchtenden und strahlenden Thron. Selig, wer nicht zuläßt, daß etwas zwischen ihn und seinen Herrn tritt. Er wird gewiß keinen Schaden leiden, wenn er nach Recht und Gesetz an den Gaben der Welt teilhat. Denn alles haben wir für jene Unserer Diener erschaffen, die wahrhaft an Gott glauben.1:147O Menschen, wenn eure Worte nicht mit euren Taten übereinstimmen, was unterscheidet euch dann von denen, die ihren Glauben an Gott, ihren Herrn, bekennen, Ihn jedoch zurückwiesen, als Er in den Wolken herabkam, und die sich stolz vor Gott, dem Unvergleichlichen, dem Allwissenden, blähten? Vergießt kein Blut, o Volk, und urteilt über niemanden ungerecht. Dies befiehlt euch der Wissende, der über alles unterrichtet ist. Wer Unordnung schafft im Lande, nachdem es wohl geordnet ist,vgl. Qur’án 7:56, 7:85; auch 2:11 – Anm. d. Hrsg.Q überschreitet wahrlich die Grenzen, die im Buche gezogen sind. Elend ist fürwahr die Wohnstatt der Übertreter!1:148Gott hat jedem geboten, Seine Sache zu lehren. Wer sich aufmacht, dieses Gebot zu erfüllen, muß, ehe er Seine Botschaft verkündet, den Schmuck eines aufrechten, rühmlichen Charakters anlegen, damit seine Worte die Herzen derer anziehen, die für seinen Ruf empfänglich sind. Anders kann er niemals hoffen, seine Hörer zu beeinflussen. So hat Gott dich unterwiesen. Er, wahrlich, ist der Immervergebende, der Mitleidvollste.1:149Wer andere zur Gerechtigkeit mahnt, doch selbst frevelt, wird darob der Lüge geziehen von den Bewohnern des Reiches Gottes und von denen, die den Thron ihres Herrn umkreisen, des Allmächtigen, des Gütigen. Begeht nicht, o Menschen, was euren Namen und die Sache Gottes unter den Menschen entehrt. Naht euch nicht Dingen, die eure Vernunft verabscheut. Fürchtet Gott, und folgt nicht den Achtlosen. Veruntreut nicht eures Nächsten Gut. Seid auf Erden vertrauenswürdig, und verweigert den Armen nicht, was Gott euch in Seiner Gnade gegeben. Er wird euch wahrlich das Doppelte dessen schenken, was ihr besitzt. Wahrlich, Er ist der Gütigste, der Freigebigste.1:150Sprich: Wir haben befohlen, daß Unsere Sache durch die Macht der Rede gelehrt werde. Hütet euch vor Wortstreit! Wer es unternimmt, um seines Herrn willen Seine Sache zu lehren, den wird der Heilige Geist stärken und ihm eingeben, was das Herz der Welt erleuchtet, um wieviel mehr noch die Herzen derer, die Ihn suchen. O Volk Bahás!Anhänger Bahá’u’lláhs.A Bezwingt die Zitadellen der Menschenherzen mit dem Schwert der Klugheit und der Rede. Wer Wortstreit führt, wie es ihm seine Begierden eingeben, ist fürwahr in einen deutlichen Schleier gehüllt. Sprich: Das Schwert der Klugheit ist heißer als des Sommers Hitze und schärfer als Klingen von Stahl – könntet ihr es doch verstehen! Zieht es in Meinem Namen und in der Kraft Meiner Macht, alsdann erobert damit die Städte der Herzen derer, welche sich in der Feste ihrer verderbten Lüste verschanzt halten. Dies befiehlt euch euer Herr, der Allherrliche, während die Schwerter der Verstockten über Ihm drohen.1:151Gewahrt ihr eines anderen Sünde, so verbergt sie, damit Gott eure eigenen Sünden verberge. Wahrlich, Er ist der Verberger, der Herr überströmender Gnade. O ihr Reichen auf Erden! So ihr einem Armen begegnet, behandelt ihn nicht geringschätzig. Denkt daran, woraus ihr erschaffen wurdet. Aus einem winzigen Samen wurde jeder von euch erschaffen.vgl. Qur’án 77:20, 32:8.Q Wahrhaftig sollt ihr sein, denn so wird euer Tempel geschmückt, euer Name und eure Stufe unter den Menschen erhöht und von Gott wird euch großer Lohn zuteil.1:152O Völker der Erde! Hört, was die Feder des Herrn aller Völker euch befiehlt. Seid dessen gewiß, daß die Sendungen der Vergangenheit ihre Erfüllung finden in dem Gesetz, das aus diesem größten Meer hervorging. Zu ihm eilt auf Unser Geheiß! Wir verfügen fürwahr, was Uns gefällt. Die Welt gleicht einem menschlichen Leib, der von vielerlei Leiden befallen ist und dessen Genesung davon abhängt, daß alle seine Elemente wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Versammelt euch um das, was Wir für euch verordneten, und wandelt nicht auf den Wegen derer, die Zwietracht stiften.1:153Alle Feste finden ihre Vollendung in den zwei größten Festen und in zwei weiteren, die auf die Zwillingstage fallen. Das erste dieser größten Feste sind die Tage, da Gott die strahlende Herrlichkeit Seines erhabensten Namens auf alle im Himmel und auf Erden ergoß. Das zweite bezeichnet den Tag, da Er denjenigen erscheinen ließ, der den Menschen die frohe Botschaft dieser Großen Verkündigung überbrachte.Die beiden Größten Feste sind die Riḍván-Zeit, als Bahá’u’lláh Seine Sendung kundtat, und der Tag, da der Báb Seine Sendung erstmals bekanntmachte. Die ›Zwillingstage‹ beziehen sich auf die Geburtstage des Báb und Bahá’u’lláhs, vgl. Kitáb-i-Aqdas 110.A So wurde es von dem Mächtigen, dem Starken, in Seinem Buch verfügt. In der Zeit außerhalb dieser vier Tage der Erfüllung geht euren täglichen Pflichten nach, und verzichtet nicht auf Handel und Gewerbe. So wurde der Befehl durch deinen Herrn, den Allwissenden, den Allweisen, erteilt und das Gesetz verkündet.1:154Sprich, o Schar der Mönche und Priester! Eßt, was Gott euch erlaubt hat, und meidet nicht das Fleisch. Zum Zeichen Seiner Gnade hat, Gott euch erlaubt, davon zu speisen, außer während einer kurzen Zeit. Er, wahrlich, ist der Mächtige, der Wohltätige. Gebt auf, was bei euch im Schwange ist, und haltet euch fest an das, was Gott euch bestimmt hat. Dies ist, was euch nützt, so ihr zu denen gehört, die verstehen. Wir bestimmten euch ein neunzehntägiges Fasten während der mildesten Zeit des Jahres. Von mehr haben wir euch in dieser strahlenden Sendung befreit. So legten wir klar und deutlich nieder, was euch auferlegt ist, damit ihr den Geboten Gottes folgt und eins seid in dem, was der Allmächtige, der Allweise, euch bestimmte. Euer Herr, der Allerbarmer, wünscht, das ganze Menschengeschlecht als eine Seele und einen Leib zu sehen. Eilt, euren Anteil an Gottes Gunst und Gnade zu erlangen an diesem Tage, desgleichen kein Auge je gesehen. Selig, wer all seine Habe aufgibt aus Sehnsucht, die Gaben Gottes zu erlangen! Ein solcher Mensch, Wir bezeugen es, gehört zu Gottes Seligen.1:155O König! Bezeuge, was Gott vor der Erschaffung von Himmel und Erde vor Sich selbst bezeugte: daß kein Gott ist außer Mir, dem Einen, dem Einzigen, dem Erhabensten, dem Unvergleichlichen, dem Unerreichbaren. Widme dich mit größter Standhaftigkeit der Sache deines Herrn, des Allherrlichen! So wird dir auf dieser wundersamen Tafel geboten. Wahrlich, Wir wünschen für dich nur, was besser für dich ist als alles auf Erden. Dies bezeugen alle erschaffenen Dinge und dieses klar verständliche Buch.1:156Denke nach über die Welt und den Zustand ihrer Völker! Er, um dessentwillen die Welt erschaffen wurde, liegt gefangen in der trostlosesten aller Städte‘Akká.A wegen der Machenschaften der Widerspenstigen. Vom Horizont Seines Kerkers lädt Er die Menschheit zum Anbruch des Tages Gottes, des Erhabenen, des Großen. Frohlockst du über die Schätze, die du besitzest, wo du doch weißt, daß sie vergehen werden? Jubilierst du über ein Stückchen Land, das du beherrschst, wo doch die ganze Welt nach dem Urteil des Volkes Bahás nicht mehr wert ist als das Schwarze im Auge einer toten Ameise? Überlasse sie denen, die an solchen Schätzen hängen, und wende dich Ihm zu, der Sehnsucht der Welt. Wohin sind sie entschwunden, die Stolzen und ihre Paläste? Schaue in ihre Gräber, damit du aus diesem Beispiel lernst, denn Wir machten es zur Lehre für jeden, der hinsieht. Wärest du vom Windhauch der Offenbarung berührt, so würdest du die Welt fliehen und dich dem Reiche Gottes zuwenden. Du gäbest alles hin, was du besitzest, um dieser erhabenen Schau nahezukommen.1:157Wir sehen, wie die meisten Menschen Namen anbeten und sich – wie auch dir nicht entgangen ist – schrecklichen Gefahren aussetzen in der bloßen Hoffnung, den eigenen Namen zu verewigen. Dabei bezeugt jede erkennende Seele, daß der eigene Name nach dem Tode nur insoweit nützt, als er in Beziehung zu Gott, dem Allmächtigen, dem Höchstgepriesenen, steht. So werden sie beherrscht von ihrem eitlen Wahn zur Vergeltung für das, was sie getan. Denke darüber nach, wie kleingeistig die Menschen sind. Mit größtem Eifer streben sie nach dem, was ohne Nutzen ist. Würde man sie fragen: »Nützt euch, wonach ihr trachtet?«, so wären sie völlig verblüfft. Eine aufrichtige Seele würde antworten: »Nein, beim Herrn der Welten!« So sind die Menschen und ihre Vorstellungen. Überlasse sie ihrer Torheit, und richte deinen Blick auf Gott. Dies ist wahrlich, was dir ziemt. Höre auf den Rat deines Herrn, und sprich: Gepriesen seiest Du, o Gott aller im Himmel und auf Erden!An Zar Alexander II.1:158O Zar von Rußland! Neige dein Ohr der Stimme Gottes, des Königs, des Heiligen, und wende dich dem Paradiese zu, der Stätte, wo Er wohnt, der unter der Himmlischen Schar die schönsten Namen trägt und im Reiche der Schöpfung ›Gott‹ genannt wird, der Strahlende, der Glorreiche. Laß dich nicht von deinen Begierden daran hindern, dich dem Angesichte deines Herrn, des Mitleidigen, des Barmherzigsten, zuzuwenden. Wir haben wahrlich die Sache vernommen, um die du deinen Herrn in heimlicher Zwiesprache angefleht hast. Darum wehten die Winde Meiner liebevollen Güte und wogte das Meer Meiner Barmherzigkeit, und Wir antworteten dir in Wahrheit. Dein Herr ist der Allwissende, der Allweise. Als Ich gefesselt und angekettet im Kerker lag, bot Mir einer deiner Gesandten seine Hilfe an. Darum hat Gott einen Rang für dich verordnet, den niemand begreifen kann außer Ihm. Hab’ acht, daß du diesen erhabenen Rang nicht verscherzest. Dein Herr tut wahrlich, was Er will. Gott löscht aus, was Er will, und bestätigt, was Er will. Bei Ihm ruht in einer verwahrten Tafel das Wissen um alle Dinge.1:159Hüte dich, daß dich deine Herrschaft nicht von dem abhält, der der höchste Herrscher ist. Wahrlich, Er ist mit Seinem Reiche gekommen, und alle Atome rufen laut: »Seht, der Herr ist in Seiner höchsten Herrlichkeit gekommen!« Der Vater ist gekommen, und der Sohn im heiligen Tale ruft aus: »Hier bin Ich, hier bin Ich, o Herr, Mein Gott!«, während der Sinai das Haus umkreist und der Brennende Busch laut ausruft: »Der Allgütige ist gekommen, auf den Wolken thronend! Selig, wer sich Ihm nähert, und wehe dem, der weit entfernt ist!«1:160Mache dich auf inmitten der Menschen im Namen dieser allbezwingenden Sache, und rufe sodann die Völker zu Gott, dem Erhabenen, dem Großen. Sei nicht wie jene, die Gott bei einem Seiner Namen angerufen haben, die aber, als Er, der Gegenstand aller Namen, erschien, Ihn verleugneten, sich von Ihm abwandten und Ihn schließlich verurteilten. Denke nach über dieses Unrecht, und rufe dir die Tage ins Gedächtnis, da der Geist Gottes erschien und Herodes das Urteil über Ihn sprach. Gott aber stand Ihm bei mit den unsichtbaren Heerscharen, beschützte Ihn und sandte Ihn, wie verheißen, in ein anderes Land. Wahrlich, Er verfügt, was Ihm gefällt. Dein Herr behütet, wen Er will, sei er auch mitten im Meer oder im Bauch der Schlange oder unter dem Schwert des Tyrannen.1:161Selig der König, den die Schleier des Ruhmes nicht davon abhielten, sich dem Tagesanbruch der Schönheit zuzuwenden, und der allem entsagt in seinem Verlangen nach dem, was bei Gott ist. Er wird wahrlich von Gott zu den vortrefflichsten Menschen gezählt. Die Bewohner des Paradieses und diejenigen, die des Morgens und des Abends den höchsten Thron umkreisen, preisen ihn.1:162Wiederum sage Ich: Höre auf Meine Stimme, die aus Meinem Gefängnis ruft, daß sie dir künde, was Meiner Schönheit widerfuhr aus der Hand derer, die die Offenbarungen Meiner Herrlichkeit sind, und du verstehst, wie groß trotz Meiner Macht Meine Geduld ist, wie unermeßlich Meine Nachsicht, ungeachtet Meiner Stärke. Bei Meinem Leben! Könntest du nur erkennen, was durch Meine Feder herabgesandt ward, und die Schätze Meiner Sache entdecken und die Perlen Meiner Mysterien, die in den Meeren Meiner Namen und den Bechern Meiner Worte verborgen liegen – du gäbest in deiner Liebe zu Meinem Namen und in deiner Sehnsucht nach Meinem herrlichen, erhabenen Reich dein Leben hin auf Meinem Pfade. Wisse, wenn auch das Schwert Meiner Feinde über Mir hängt und Meine Glieder von unsäglichen Leiden befallen sind, so ist doch Mein Geist von einer Freude erfüllt, die keiner irdischen Freude gleicht.1:163Wende dein Herz Ihm zu, der für die ganze Welt das Ziel der Anbetung ist, und sprich: »O Völker der Erde! Habt ihr Den verleugnet, auf dessen Pfad Er den Märtyrertod erlitt, der mit der Wahrheit kam und die Ankündigung eures Herrn, des Erhabenen, des Großen, überbrachte?« Sprich: Dies ist eine Verkündigung, über die die Herzen der Propheten und Sendboten frohlocken. Er ist es, dessen das Herz der Welt gedenkt und der in den Büchern Gottes, des Mächtigen, des Allweisen, verheißen ist. Die Hände der Sendboten waren im Verlangen, Mir zu begegnen, zu Gott erhoben, dem Mächtigen, dem Verherrlichten. Dies bezeugt, was in den heiligen Schriften vom Herrn der Kraft und Macht herabgesandt ward.1:164Die einen wehklagten ob ihrer Trennung von Mir, andere erlitten bittere Not auf Meinem Pfade, und etliche gaben ihr Leben hin um Meiner Schönheit willen – o könntet ihr es doch erkennen! Sprich: Ich habe wahrlich nicht danach getrachtet, Mich selbst zu preisen, sondern Gott – wolltet ihr doch gerecht urteilen! Nichts kann in Mir gesehen werden außer Gott und Seine Sache – könntet ihr des doch gewahr werden! Ich bin es, den die Zunge Jesajas pries und mit dessen Namen die Thora und das Evangelium geschmückt wurden. So wurde es verfügt auf den Tafeln deines Herrn, des Barmherzigsten. Er hat wahrlich für Mich Zeugnis abgelegt, wie Ich für Ihn Zeugnis ablege. Und Gott bestätigt die Wahrheit Meiner Worte.1:165Die heiligen Bücher wurden nur zu Meinem Gedenken herabgesandt. Wer für sie empfänglich ist, wird darin die süßen Düfte Meines Namens und Meines Lobpreises wahrnehmen. Und wer sein innerstes Herz geöffnet hat, wird aus jedem ihrer Worte hören: »Die Wahrheit ist erschienen! Er ist wahrlich der Geliebte aller Welten!«1:166Nur um Gottes willen rät euch Meine Zunge und gedenkt eurer Meine Feder. Denn weder können Ablehnung und Hass der Erdenbewohner Mir schaden, noch kann die Anerkennung durch die ganze Schöpfung Mir nützen. Wahrlich, Wir ermahnen euch zu dem, was Uns aufgetragen wurde, und wünschen für euch nur, was euch in dieser und der künftigen Welt nützt. Sprich: Erschlagt ihr den, der euch zu ewigem Leben ruft? Fürchtet Gott, und folgt nicht jedem halsstarrigen Unterdrücker!1:167O ihr Stolzen auf Erden! Wähnt ihr, in Palästen zu wohnen, während der König der Offenbarung in der elendsten Behausung lebt? Nein, bei Meinem Leben! In Gräbern haust ihr, würdet ihr es nur erkennen. Wahrlich, wer sich an diesem Tage nicht durch Gottes Windhauch bewegen läßt, wird in den Augen des Herrn aller Namen und Eigenschaften zu den Toten gezählt. So erhebt euch aus den Gräbern der Begierde, und wendet euch dem Reiche Gottes zu, des Herrn des Thrones im Himmel und auf Erden, auf daß ihr schaut, was euch durch den Herrn, den Allwissenden, früher verheißen wurde.1:168Glaubt ihr, euer Besitz sei euch von Nutzen? Bald wird er anderen gehören, und ihr werdet zu Staub, ohne daß euch jemand zu Hilfe käme. Welcher Nutzen liegt in einem Leben, das doch der Tod ereilt, in einem Dasein, das erlöschen wird, oder in Wohlstand, der vergeht? Gebt auf, was ihr besitzt, und richtet euer Angesicht auf die göttlichen Gnadengaben, die in diesem wunderbaren Namen herabgesandt wurden.1:169So singt dir die Feder des Höchsten mit Erlaubnis deines Herrn, des Allherrlichen, ihre Melodien. Wenn du sie gehört hast, sprich: »Preis sei Dir, o Herr aller Welten, denn Du hast meiner gedacht durch die Zunge der Manifestation Deiner selbst zu der Zeit, da Er im Größten Gefängnis eingekerkert war, damit die ganze Welt wahre Freiheit erlange.«1:170Selig der König, dessen Herrschaft ihn nicht von seinem höchsten Souverän abhält und der sich mit seinem Herzen Gott zuwendet. Er hat wahrlich erreicht, was Gott, der Mächtige, der Allweise, wünscht. Ein solcher König wird sich in den Reihen der Herrscher über die Gefilde des Gottesreiches wiederfinden. Dein Herr ist aller Dinge mächtig. Er gibt, was Er will, wem immer Er will, und versagt, was Ihm beliebt, wem immer Er will. Er, wahrlich, ist der Allgewaltige, der Allmächtige!An Königin Viktoria1:171O Königin in London! Neige dein Ohr der Stimme deines Herrn, des Herrn des ganzen Menschengeschlechts, die vom göttlichen Lotosbaum ruft: Wahrlich, es ist kein Gott außer Mir, dem Allmächtigen, dem Allweisen! Gib auf, was auf Erden ist, und schmücke das Haupt deines Reiches mit der Krone des Gedenkens deines Herrn, des Herrlichsten. Er, wahrlich, ist in Seiner größten Herrlichkeit in die Welt gekommen, und alles, was im Evangelium verkündet ist, hat sich erfüllt. Das Land Syrien ward geehrt durch die Fußspuren seines Herrn, des Herrn aller Menschen, und Nord und Süd sind trunken vom Wein Seiner Gegenwart. Selig, wer den Duft des Allerbarmers einatmet und sich dem Aufgangsort Seiner Schönheit zuwendet an diesem strahlenden Morgen. Die Moschee von Aqṣá erbebt im Windhauch ihres Herrn, des Allherrlichen, während BaṭḥáMekka.A vor der Stimme Gottes, des Erhabenen, des Höchsten, erzittert. Und so feiert jeder ihrer Steine den Lobpreis des Herrn durch diesen Großen Namen.1:172Sieh ab von deinen Wünschen, und wende dein Herz deinem Herrn, dem Urewigen, zu. Wir ermahnen dich um Gottes willen und wünschen, daß dein Name erhöht werde durch dein Gedenken an Gott, den Schöpfer von Erde und Himmel. Er, wahrlich, ist Zeuge dessen, was Ich sage. Wir haben vernommen, daß du den Handel mit Sklaven, Männern wie Frauen, verboten hast. Wahrlich, dies ist, was Gott in dieser wundersamen Offenbarung geboten hat. Dafür hat Er dir eine Belohnung bestimmt. Er wird dem, der Gutes tut, seinen gerechten Lohn nicht versagen – o daß du doch dem folgest, was dir zugesandt ward durch Ihn, den Allwissenden, den Allunterrichteten. Wer sich jedoch abwendet und sich vor Stolz bläht, nachdem klare Beweise zu ihm gekommen sind vom Offenbarer der Zeichen, dessen Werke wird Gott zunichte machen. Er, wahrlich, hat Gewalt über alle Dinge. Des Menschen Taten werden nur angenommen, wenn er Ihn anerkannt hat. Wer sich von der Wahrheit abwendet, ist fürwahr tiefer verschleiert als alle übrigen Geschöpfe. So ist es durch Ihn, den Allmächtigen, den Gewaltigsten, bestimmt. 1:173Wir haben erfahren, daß du die Zügel der Beratung in die Hände der Volksvertreter gelegt hast. Du hast fürwahr gut daran getan, denn so werden das Fundament deiner Staatsgeschäfte gestärkt und die Herzen aller, die unter deinem Schutze stehen, seien sie hoch oder niedrig, zur Ruhe kommen. Den Abgeordneten steht es jedoch an, vertrauenswürdig zu sein und sich als die Vertreter aller, die auf Erden wohnen, zu betrachten. Dies ist es, was der Herrscher, der Allweise, ihnen auf dieser Tafel rät. Und wer sich von ihnen zur Ratsversammlung begibt, der richte seine Augen auf den Höchsten Horizont und spreche: »O mein Gott! Ich bitte Dich bei Deinem herrlichsten Namen, hilf mir zu tun, was die Belange Deiner Diener fördert und Deine Städte erblühen läßt. Du hast wahrlich Macht über alle Dinge!« Gesegnet ist, wer in eine solche Versammlung um Gottes willen geht und mit makelloser Gerechtigkeit zwischen den Menschen entscheidet. Er gehört fürwahr zu den Glückseligen.1:174O ihr gewählten Vertreter des Volkes in allen Ländern! Beratet miteinander über das, was der Menschheit nützt und ihre Lage bessert – so ihr zu denen gehört, die achtsam prüfen! Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Leib, der bei seiner Erschaffung gesund und vollkommen war, jedoch aus vielerlei Ursachen von schweren Störungen und Krankheiten befallen wurde. Nicht einen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, seine Krankheit verschlimmerte sich noch, weil er in die Hände unfähiger Ärzte fiel, die sich nur von ihren persönlichen Wünschen leiten ließen und sich schmählich irrten. Und wurde einmal ein Organ von einem fähigen Arzt geheilt, so blieb doch der Rest so krank wie zuvor. So unterrichtet euch der Allwissende, der Allweise.1:175Wir sehen sie an diesem Tage der Willkür von Herrschern ausgeliefert, die von Hochmut so trunken sind, daß sie ihren eigenen Vorteil nicht zu erkennen vermögen, geschweige denn eine so herausfordernde und bestürzende Offenbarung wie diese. Und versuchte einer von ihnen, den Zustand der Welt zu bessern, so war sein Beweggrund, eingestanden oder nicht, der eigene Nutzen. Dieses unlautere Motiv hat seine Heilkraft gemindert.1:176Die wirksamste Arznei, das mächtigste Mittel, das der Herr für die Heilung der Welt verfügt hat, ist die Vereinigung aller Völker in einer allumfassenden Sache, in einem gemeinsamen Glauben. Nur ein allmächtiger, erleuchteter Arzt hat die Fähigkeit, diese Einheit zu stiften. Bei Meinem Leben, dies ist die Wahrheit, und alles andere nichts als Irrtum. Wann immer dieses Mächtigste Werkzeug erschien und das Licht am Aufgangsort der Ewigkeit erstrahlte, wurde Er von Quacksalbern gehindert, die sich, den Wolken gleich, zwischen Ihn und die Welt schoben. Darum konnte die Welt nicht genesen. So dauert ihre Krankheit an bis zum heutigen Tag. Sie waren außerstande, die Welt zu bewahren und zu heilen, während Er, die Offenbarung der Macht unter den Menschen, durch die Machenschaften dieser Toren gehindert wurde, Sein Vorhaben zu verwirklichen. 1:177Seht die Tage, da die Altehrwürdige Schönheit unter dem Größten Namen erschienen ist, die Welt neu zu beleben und ihre Völker zu vereinen. Sie jedoch haben sich mit scharfen Schwertern gegen Ihn erhoben und verübten, was den Geist der Treue klagen ließ, bis sie Ihn schließlich in der trostlosesten aller Städte gefangensetzten und den Gläubigen die Hand vom Saum Seines Gewandes fortrissen. Sagte jemand zu ihnen: »Der Welterneuerer ist gekommen«, so antworteten sie: »Fürwahr, es ist bewiesen, daß Er nur Zwietracht stiftet!« Dabei hatten sie nie mit Ihm verkehrt und wußten, daß Er sich selbst keinen Augenblick lang zu schützen suchte. Zu jeder Stunde war Er der Willkür der Frevler ausgeliefert. Einmal warfen sie Ihn ins Gefängnis, ein andermal verbannten sie Ihn, und schließlich trieben sie Ihn von Land zu Land. So haben sie den Stab über Uns gebrochen, und Gott, wahrlich, weiß, was Ich sage. Solche Menschen zählen vor Gott zu den größten Toren. Sich selbst hacken sie die Glieder ab und merken es nicht; sie berauben sich dessen, was das Beste für sie ist, und wissen es nicht. Wie kleine Kinder können sie nicht unterscheiden, wer Unheil stiftet und wer Frieden, noch was gut ist und was böse. Wir sehen sie an diesem Tag in dichte Schleier gehüllt.1:178O ihr Herrscher auf Erden! Warum habt ihr, den Wolken gleich, die Sonne und ihren Glanz verdunkelt und sie am Scheinen gehindert? Hört auf den Rat, den euch die Feder des Höchsten gibt, damit ihr und die Armen Ruhe und Frieden finden. Wir flehen zu Gott, daß Er den Königen beistehe, Frieden auf Erden zu schaffen. Er, wahrlich, tut, was Er will.
weiter nach unten ...