Bahá’u’lláh | Anspruch und Verkündigung
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Sprich, o Schar der Mönche und Priester! Eßt, was Gott euch erlaubt hat, und meidet nicht das Fleisch. Zum Zeichen Seiner Gnade hat, Gott euch erlaubt, davon zu speisen, außer während einer kurzen Zeit. Er, wahrlich, ist der Mächtige, der Wohltätige. Gebt auf, was bei euch im Schwange ist, und haltet euch fest an das, was Gott euch bestimmt hat. Dies ist, was euch nützt, so ihr zu denen gehört, die verstehen. Wir bestimmten euch ein neunzehntägiges Fasten während der mildesten Zeit des Jahres. Von mehr haben wir euch in dieser strahlenden Sendung befreit. So legten wir klar und deutlich nieder, was euch auferlegt ist, damit ihr den Geboten Gottes folgt und eins seid in dem, was der Allmächtige, der Allweise, euch bestimmte. Euer Herr, der Allerbarmer, wünscht, das ganze Menschengeschlecht als eine Seele und einen Leib zu sehen. Eilt, euren Anteil an Gottes Gunst und Gnade zu erlangen an diesem Tage, desgleichen kein Auge je gesehen. Selig, wer all seine Habe aufgibt aus Sehnsucht, die Gaben Gottes zu erlangen! Ein solcher Mensch, Wir bezeugen es, gehört zu Gottes Seligen.
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O König! Bezeuge, was Gott vor der Erschaffung von Himmel und Erde vor Sich selbst bezeugte: daß kein Gott ist außer Mir, dem Einen, dem Einzigen, dem Erhabensten, dem Unvergleichlichen, dem Unerreichbaren. Widme dich mit größter Standhaftigkeit der Sache deines Herrn, des Allherrlichen! So wird dir auf dieser wundersamen Tafel geboten. Wahrlich, Wir wünschen für dich nur, was besser für dich ist als alles auf Erden. Dies bezeugen alle erschaffenen Dinge und dieses klar verständliche Buch.
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Denke nach über die Welt und den Zustand ihrer Völker! Er, um dessentwillen die Welt erschaffen wurde, liegt gefangen in der trostlosesten aller Städte‘Akká.A wegen der Machenschaften der Widerspenstigen. Vom Horizont Seines Kerkers lädt Er die Menschheit zum Anbruch des Tages Gottes, des Erhabenen, des Großen. Frohlockst du über die Schätze, die du besitzest, wo du doch weißt, daß sie vergehen werden? Jubilierst du über ein Stückchen Land, das du beherrschst, wo doch die ganze Welt nach dem Urteil des Volkes Bahás nicht mehr wert ist als das Schwarze im Auge einer toten Ameise? Überlasse sie denen, die an solchen Schätzen hängen, und wende dich Ihm zu, der Sehnsucht der Welt. Wohin sind sie entschwunden, die Stolzen und ihre Paläste? Schaue in ihre Gräber, damit du aus diesem Beispiel lernst, denn Wir machten es zur Lehre für jeden, der hinsieht. Wärest du vom Windhauch der Offenbarung berührt, so würdest du die Welt fliehen und dich dem Reiche Gottes zuwenden. Du gäbest alles hin, was du besitzest, um dieser erhabenen Schau nahezukommen.
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Wir sehen, wie die meisten Menschen Namen anbeten und sich – wie auch dir nicht entgangen ist – schrecklichen Gefahren aussetzen in der bloßen Hoffnung, den eigenen Namen zu verewigen. Dabei bezeugt jede erkennende Seele, daß der eigene Name nach dem Tode nur insoweit nützt, als er in Beziehung zu Gott, dem Allmächtigen, dem Höchstgepriesenen, steht. So werden sie beherrscht von ihrem eitlen Wahn zur Vergeltung für das, was sie getan. Denke darüber nach, wie kleingeistig die Menschen sind. Mit größtem Eifer streben sie nach dem, was ohne Nutzen ist. Würde man sie fragen: »Nützt euch, wonach ihr trachtet?«, so wären sie völlig verblüfft. Eine aufrichtige Seele würde antworten: »Nein, beim Herrn der Welten!« So sind die Menschen und ihre Vorstellungen. Überlasse sie ihrer Torheit, und richte deinen Blick auf Gott. Dies ist wahrlich, was dir ziemt. Höre auf den Rat deines Herrn, und sprich: Gepriesen seiest Du, o Gott aller im Himmel und auf Erden!
An Zar Alexander II.
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O Zar von Rußland! Neige dein Ohr der Stimme Gottes, des Königs, des Heiligen, und wende dich dem Paradiese zu, der Stätte, wo Er wohnt, der unter der Himmlischen Schar die schönsten Namen trägt und im Reiche der Schöpfung ›Gott‹ genannt wird, der Strahlende, der Glorreiche. Laß dich nicht von deinen Begierden daran hindern, dich dem Angesichte deines Herrn, des Mitleidigen, des Barmherzigsten, zuzuwenden. Wir haben wahrlich die Sache vernommen, um die du deinen Herrn in heimlicher Zwiesprache angefleht hast. Darum wehten die Winde Meiner liebevollen Güte und wogte das Meer Meiner Barmherzigkeit, und Wir antworteten dir in Wahrheit. Dein Herr ist der Allwissende, der Allweise. Als Ich gefesselt und angekettet im Kerker lag, bot Mir einer deiner Gesandten seine Hilfe an. Darum hat Gott einen Rang für dich verordnet, den niemand begreifen kann außer Ihm. Hab’ acht, daß du diesen erhabenen Rang nicht verscherzest. Dein Herr tut wahrlich, was Er will. Gott löscht aus, was Er will, und bestätigt, was Er will. Bei Ihm ruht in einer verwahrten Tafel das Wissen um alle Dinge.
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Hüte dich, daß dich deine Herrschaft nicht von dem abhält, der der höchste Herrscher ist. Wahrlich, Er ist mit Seinem Reiche gekommen, und alle Atome rufen laut: »Seht, der Herr ist in Seiner höchsten Herrlichkeit gekommen!« Der Vater ist gekommen, und der Sohn im heiligen Tale ruft aus: »Hier bin Ich, hier bin Ich, o Herr, Mein Gott!«, während der Sinai das Haus umkreist und der Brennende Busch laut ausruft: »Der Allgütige ist gekommen, auf den Wolken thronend! Selig, wer sich Ihm nähert, und wehe dem, der weit entfernt ist!«
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Mache dich auf inmitten der Menschen im Namen dieser allbezwingenden Sache, und rufe sodann die Völker zu Gott, dem Erhabenen, dem Großen. Sei nicht wie jene, die Gott bei einem Seiner Namen angerufen haben, die aber, als Er, der Gegenstand aller Namen, erschien, Ihn verleugneten, sich von Ihm abwandten und Ihn schließlich verurteilten. Denke nach über dieses Unrecht, und rufe dir die Tage ins Gedächtnis, da der Geist Gottes erschien und Herodes das Urteil über Ihn sprach. Gott aber stand Ihm bei mit den unsichtbaren Heerscharen, beschützte Ihn und sandte Ihn, wie verheißen, in ein anderes Land. Wahrlich, Er verfügt, was Ihm gefällt. Dein Herr behütet, wen Er will, sei er auch mitten im Meer oder im Bauch der Schlange oder unter dem Schwert des Tyrannen.
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Selig der König, den die Schleier des Ruhmes nicht davon abhielten, sich dem Tagesanbruch der Schönheit zuzuwenden, und der allem entsagt in seinem Verlangen nach dem, was bei Gott ist. Er wird wahrlich von Gott zu den vortrefflichsten Menschen gezählt. Die Bewohner des Paradieses und diejenigen, die des Morgens und des Abends den höchsten Thron umkreisen, preisen ihn.
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Wiederum sage Ich: Höre auf Meine Stimme, die aus Meinem Gefängnis ruft, daß sie dir künde, was Meiner Schönheit widerfuhr aus der Hand derer, die die Offenbarungen Meiner Herrlichkeit sind, und du verstehst, wie groß trotz Meiner Macht Meine Geduld ist, wie unermeßlich Meine Nachsicht, ungeachtet Meiner Stärke. Bei Meinem Leben! Könntest du nur erkennen, was durch Meine Feder herabgesandt ward, und die Schätze Meiner Sache entdecken und die Perlen Meiner Mysterien, die in den Meeren Meiner Namen und den Bechern Meiner Worte verborgen liegen – du gäbest in deiner Liebe zu Meinem Namen und in deiner Sehnsucht nach Meinem herrlichen, erhabenen Reich dein Leben hin auf Meinem Pfade. Wisse, wenn auch das Schwert Meiner Feinde über Mir hängt und Meine Glieder von unsäglichen Leiden befallen sind, so ist doch Mein Geist von einer Freude erfüllt, die keiner irdischen Freude gleicht.
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Wende dein Herz Ihm zu, der für die ganze Welt das Ziel der Anbetung ist, und sprich: »O Völker der Erde! Habt ihr Den verleugnet, auf dessen Pfad Er den Märtyrertod erlitt, der mit der Wahrheit kam und die Ankündigung eures Herrn, des Erhabenen, des Großen, überbrachte?« Sprich: Dies ist eine Verkündigung, über die die Herzen der Propheten und Sendboten frohlocken. Er ist es, dessen das Herz der Welt gedenkt und der in den Büchern Gottes, des Mächtigen, des Allweisen, verheißen ist. Die Hände der Sendboten waren im Verlangen, Mir zu begegnen, zu Gott erhoben, dem Mächtigen, dem Verherrlichten. Dies bezeugt, was in den heiligen Schriften vom Herrn der Kraft und Macht herabgesandt ward.
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Die einen wehklagten ob ihrer Trennung von Mir, andere erlitten bittere Not auf Meinem Pfade, und etliche gaben ihr Leben hin um Meiner Schönheit willen – o könntet ihr es doch erkennen! Sprich: Ich habe wahrlich nicht danach getrachtet, Mich selbst zu preisen, sondern Gott – wolltet ihr doch gerecht urteilen! Nichts kann in Mir gesehen werden außer Gott und Seine Sache – könntet ihr des doch gewahr werden! Ich bin es, den die Zunge Jesajas pries und mit dessen Namen die Thora und das Evangelium geschmückt wurden. So wurde es verfügt auf den Tafeln deines Herrn, des Barmherzigsten. Er hat wahrlich für Mich Zeugnis abgelegt, wie Ich für Ihn Zeugnis ablege. Und Gott bestätigt die Wahrheit Meiner Worte.
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Die heiligen Bücher wurden nur zu Meinem Gedenken herabgesandt. Wer für sie empfänglich ist, wird darin die süßen Düfte Meines Namens und Meines Lobpreises wahrnehmen. Und wer sein innerstes Herz geöffnet hat, wird aus jedem ihrer Worte hören: »Die Wahrheit ist erschienen! Er ist wahrlich der Geliebte aller Welten!«
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Nur um Gottes willen rät euch Meine Zunge und gedenkt eurer Meine Feder. Denn weder können Ablehnung und Hass der Erdenbewohner Mir schaden, noch kann die Anerkennung durch die ganze Schöpfung Mir nützen. Wahrlich, Wir ermahnen euch zu dem, was Uns aufgetragen wurde, und wünschen für euch nur, was euch in dieser und der künftigen Welt nützt. Sprich: Erschlagt ihr den, der euch zu ewigem Leben ruft? Fürchtet Gott, und folgt nicht jedem halsstarrigen Unterdrücker!
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O ihr Stolzen auf Erden! Wähnt ihr, in Palästen zu wohnen, während der König der Offenbarung in der elendsten Behausung lebt? Nein, bei Meinem Leben! In Gräbern haust ihr, würdet ihr es nur erkennen. Wahrlich, wer sich an diesem Tage nicht durch Gottes Windhauch bewegen läßt, wird in den Augen des Herrn aller Namen und Eigenschaften zu den Toten gezählt. So erhebt euch aus den Gräbern der Begierde, und wendet euch dem Reiche Gottes zu, des Herrn des Thrones im Himmel und auf Erden, auf daß ihr schaut, was euch durch den Herrn, den Allwissenden, früher verheißen wurde.
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Glaubt ihr, euer Besitz sei euch von Nutzen? Bald wird er anderen gehören, und ihr werdet zu Staub, ohne daß euch jemand zu Hilfe käme. Welcher Nutzen liegt in einem Leben, das doch der Tod ereilt, in einem Dasein, das erlöschen wird, oder in Wohlstand, der vergeht? Gebt auf, was ihr besitzt, und richtet euer Angesicht auf die göttlichen Gnadengaben, die in diesem wunderbaren Namen herabgesandt wurden.
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So singt dir die Feder des Höchsten mit Erlaubnis deines Herrn, des Allherrlichen, ihre Melodien. Wenn du sie gehört hast, sprich: »Preis sei Dir, o Herr aller Welten, denn Du hast meiner gedacht durch die Zunge der Manifestation Deiner selbst zu der Zeit, da Er im Größten Gefängnis eingekerkert war, damit die ganze Welt wahre Freiheit erlange.«
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Selig der König, dessen Herrschaft ihn nicht von seinem höchsten Souverän abhält und der sich mit seinem Herzen Gott zuwendet. Er hat wahrlich erreicht, was Gott, der Mächtige, der Allweise, wünscht. Ein solcher König wird sich in den Reihen der Herrscher über die Gefilde des Gottesreiches wiederfinden. Dein Herr ist aller Dinge mächtig. Er gibt, was Er will, wem immer Er will, und versagt, was Ihm beliebt, wem immer Er will. Er, wahrlich, ist der Allgewaltige, der Allmächtige!
An Königin Viktoria
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O Königin in London! Neige dein Ohr der Stimme deines Herrn, des Herrn des ganzen Menschengeschlechts, die vom göttlichen Lotosbaum ruft: Wahrlich, es ist kein Gott außer Mir, dem Allmächtigen, dem Allweisen! Gib auf, was auf Erden ist, und schmücke das Haupt deines Reiches mit der Krone des Gedenkens deines Herrn, des Herrlichsten. Er, wahrlich, ist in Seiner größten Herrlichkeit in die Welt gekommen, und alles, was im Evangelium verkündet ist, hat sich erfüllt. Das Land Syrien ward geehrt durch die Fußspuren seines Herrn, des Herrn aller Menschen, und Nord und Süd sind trunken vom Wein Seiner Gegenwart. Selig, wer den Duft des Allerbarmers einatmet und sich dem Aufgangsort Seiner Schönheit zuwendet an diesem strahlenden Morgen. Die Moschee von Aqṣá erbebt im Windhauch ihres Herrn, des Allherrlichen, während BaṭḥáMekka.A vor der Stimme Gottes, des Erhabenen, des Höchsten, erzittert. Und so feiert jeder ihrer Steine den Lobpreis des Herrn durch diesen Großen Namen.
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Sieh ab von deinen Wünschen, und wende dein Herz deinem Herrn, dem Urewigen, zu. Wir ermahnen dich um Gottes willen und wünschen, daß dein Name erhöht werde durch dein Gedenken an Gott, den Schöpfer von Erde und Himmel. Er, wahrlich, ist Zeuge dessen, was Ich sage. Wir haben vernommen, daß du den Handel mit Sklaven, Männern wie Frauen, verboten hast. Wahrlich, dies ist, was Gott in dieser wundersamen Offenbarung geboten hat. Dafür hat Er dir eine Belohnung bestimmt. Er wird dem, der Gutes tut, seinen gerechten Lohn nicht versagen – o daß du doch dem folgest, was dir zugesandt ward durch Ihn, den Allwissenden, den Allunterrichteten. Wer sich jedoch abwendet und sich vor Stolz bläht, nachdem klare Beweise zu ihm gekommen sind vom Offenbarer der Zeichen, dessen Werke wird Gott zunichte machen. Er, wahrlich, hat Gewalt über alle Dinge. Des Menschen Taten werden nur angenommen, wenn er Ihn anerkannt hat. Wer sich von der Wahrheit abwendet, ist fürwahr tiefer verschleiert als alle übrigen Geschöpfe. So ist es durch Ihn, den Allmächtigen, den Gewaltigsten, bestimmt.
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Wir haben erfahren, daß du die Zügel der Beratung in die Hände der Volksvertreter gelegt hast. Du hast fürwahr gut daran getan, denn so werden das Fundament deiner Staatsgeschäfte gestärkt und die Herzen aller, die unter deinem Schutze stehen, seien sie hoch oder niedrig, zur Ruhe kommen. Den Abgeordneten steht es jedoch an, vertrauenswürdig zu sein und sich als die Vertreter aller, die auf Erden wohnen, zu betrachten. Dies ist es, was der Herrscher, der Allweise, ihnen auf dieser Tafel rät. Und wer sich von ihnen zur Ratsversammlung begibt, der richte seine Augen auf den Höchsten Horizont und spreche: »O mein Gott! Ich bitte Dich bei Deinem herrlichsten Namen, hilf mir zu tun, was die Belange Deiner Diener fördert und Deine Städte erblühen läßt. Du hast wahrlich Macht über alle Dinge!« Gesegnet ist, wer in eine solche Versammlung um Gottes willen geht und mit makelloser Gerechtigkeit zwischen den Menschen entscheidet. Er gehört fürwahr zu den Glückseligen.
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O ihr gewählten Vertreter des Volkes in allen Ländern! Beratet miteinander über das, was der Menschheit nützt und ihre Lage bessert – so ihr zu denen gehört, die achtsam prüfen! Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Leib, der bei seiner Erschaffung gesund und vollkommen war, jedoch aus vielerlei Ursachen von schweren Störungen und Krankheiten befallen wurde. Nicht einen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, seine Krankheit verschlimmerte sich noch, weil er in die Hände unfähiger Ärzte fiel, die sich nur von ihren persönlichen Wünschen leiten ließen und sich schmählich irrten. Und wurde einmal ein Organ von einem fähigen Arzt geheilt, so blieb doch der Rest so krank wie zuvor. So unterrichtet euch der Allwissende, der Allweise.
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Wir sehen sie an diesem Tage der Willkür von Herrschern ausgeliefert, die von Hochmut so trunken sind, daß sie ihren eigenen Vorteil nicht zu erkennen vermögen, geschweige denn eine so herausfordernde und bestürzende Offenbarung wie diese. Und versuchte einer von ihnen, den Zustand der Welt zu bessern, so war sein Beweggrund, eingestanden oder nicht, der eigene Nutzen. Dieses unlautere Motiv hat seine Heilkraft gemindert.
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Die wirksamste Arznei, das mächtigste Mittel, das der Herr für die Heilung der Welt verfügt hat, ist die Vereinigung aller Völker in einer allumfassenden Sache, in einem gemeinsamen Glauben. Nur ein allmächtiger, erleuchteter Arzt hat die Fähigkeit, diese Einheit zu stiften. Bei Meinem Leben, dies ist die Wahrheit, und alles andere nichts als Irrtum. Wann immer dieses Mächtigste Werkzeug erschien und das Licht am Aufgangsort der Ewigkeit erstrahlte, wurde Er von Quacksalbern gehindert, die sich, den Wolken gleich, zwischen Ihn und die Welt schoben. Darum konnte die Welt nicht genesen. So dauert ihre Krankheit an bis zum heutigen Tag. Sie waren außerstande, die Welt zu bewahren und zu heilen, während Er, die Offenbarung der Macht unter den Menschen, durch die Machenschaften dieser Toren gehindert wurde, Sein Vorhaben zu verwirklichen.
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Seht die Tage, da die Altehrwürdige Schönheit unter dem Größten Namen erschienen ist, die Welt neu zu beleben und ihre Völker zu vereinen. Sie jedoch haben sich mit scharfen Schwertern gegen Ihn erhoben und verübten, was den Geist der Treue klagen ließ, bis sie Ihn schließlich in der trostlosesten aller Städte gefangensetzten und den Gläubigen die Hand vom Saum Seines Gewandes fortrissen. Sagte jemand zu ihnen: »Der Welterneuerer ist gekommen«, so antworteten sie: »Fürwahr, es ist bewiesen, daß Er nur Zwietracht stiftet!« Dabei hatten sie nie mit Ihm verkehrt und wußten, daß Er sich selbst keinen Augenblick lang zu schützen suchte. Zu jeder Stunde war Er der Willkür der Frevler ausgeliefert. Einmal warfen sie Ihn ins Gefängnis, ein andermal verbannten sie Ihn, und schließlich trieben sie Ihn von Land zu Land. So haben sie den Stab über Uns gebrochen, und Gott, wahrlich, weiß, was Ich sage. Solche Menschen zählen vor Gott zu den größten Toren. Sich selbst hacken sie die Glieder ab und merken es nicht; sie berauben sich dessen, was das Beste für sie ist, und wissen es nicht. Wie kleine Kinder können sie nicht unterscheiden, wer Unheil stiftet und wer Frieden, noch was gut ist und was böse. Wir sehen sie an diesem Tag in dichte Schleier gehüllt.
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O ihr Herrscher auf Erden! Warum habt ihr, den Wolken gleich, die Sonne und ihren Glanz verdunkelt und sie am Scheinen gehindert? Hört auf den Rat, den euch die Feder des Höchsten gibt, damit ihr und die Armen Ruhe und Frieden finden. Wir flehen zu Gott, daß Er den Königen beistehe, Frieden auf Erden zu schaffen. Er, wahrlich, tut, was Er will.
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O ihr Könige auf Erden! Wir sehen euch Jahr um Jahr eure Ausgaben vermehren und diese Lasten euren Untertanen aufbürden. Das ist, wahrlich, ein großes Unrecht. Fürchtet die Seufzer und Tränen dessen, dem Unrecht geschah, und belastet eure Völker nicht über Gebühr. Richtet sie nicht zugrunde, um euch Paläste zu bauen! Nein, wählt vielmehr für sie, was ihr für euch selbst wählt. So enthüllen Wir vor euren Augen, was euch nützt – würdet ihr es doch begreifen! Eure Völker sind eure Schätze. Hütet euch, daß eure Herrschaft die Gebote Gottes nicht verletze und ihr eure Schutzbefohlenen nicht den Räubern ausliefert. Durch sie herrscht ihr, von ihren Mitteln lebt ihr, mit ihrer Hilfe siegt ihr, doch wie verächtlich seht ihr auf sie herab! Wie seltsam, wie höchst seltsam!
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Nun, da ihr den Größten Frieden zurückgewiesen habt, haltet euch fest an den Geringeren Frieden, damit ihr eure eigene Lage und die eurer Untertanen einigermaßen bessert.
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Ihr Herrscher auf Erden! Versöhnt euch miteinander, so daß ihr nicht mehr an Rüstung benötigt, als der Schutz eurer Herrschaftsgebiete erfordert. Hütet euch, den Rat des Allwissenden, des Getreuen, zu mißachten!
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Seid einig, o Könige auf Erden, denn nur so wird der Sturm der Zwietracht gestillt, und nur so werden eure Völker Ruhe finden – o daß ihr es verstündet! Wenn einer von euch gegen einen anderen zu den Waffen greift, so geht vereint gegen ihn vor, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit. Also ermahnten Wir euch auf einer Tafel, die Wir zuvor herniedersandtendie Súratu’l-Mulúk.A – und wiederum ermahnen Wir euch: Folget dem, was Er, der Allmächtige, der Allweise, euch offenbart hat. Sollte jemand bei euch Zuflucht suchen, so gewährt sie ihm, und verratet ihn nicht. Dies rät euch die Feder des Allhöchsten auf Geheiß des Allwissenden, des Allunterrichteten.
1:183
Hütet Euch davor, wie der Herrscher des Islamder Sultan des Osmanischen Reiches.A zu handeln, als Wir auf sein Geheiß vor ihn traten. Seine Minister sprachen ein so ungerechtes Urteil über Uns, daß die ganze Schöpfung wehklagte und die Herzen der Gottnahen verzehrt wurden. Sie sind wie Blätter im Wind des Selbstes und der Leidenschaften, und Wir fanden keine Beständigkeit in ihnen. Sie gehören wahrlich zu denen, die weit abgeirrt sind.
1:184
Halte ein, o Feder des Urewigen, und überlasse sie sich selbst, denn sie sind versunken in leerem Wahn. Gedenke der Königin, auf daß sie sich reinen Herzens der höchsten Schau zuwende und ihre Augen nicht von ihrem Herrn, dem Herrn über das Schicksal, abhalte. Möge sie vertraut werden mit dem, was in den Büchern und Tafeln des Schöpfers der Menschheit offenbart wurde. Er hat die Sonne verdunkelt und den Mond verfinstert und Seinen Ruf zwischen Himmel und Erde erhoben.
1:185
Wende dich Gott zu und sprich: O mein höchster Herr! Ich bin nur Dein Vasall, und Du bist in Wahrheit der König der Könige. Ich habe meine flehenden Hände zum Himmel Deiner Gnade und Deiner Gaben erhoben. So sende denn aus den Wolken Deiner Großmut auf mich herab, was mich von allem außer Dir befreien wird und mich näher zu Dir zieht. Ich flehe Dich an, o mein Herr, bei Deinem Namen, den Du zum König der Namen gemacht hast und zu Deiner Offenbarung für alle im Himmel und auf Erden, zerreiße die Schleier, die zwischen mich und die Anerkennung des Aufgangsortes Deiner Zeichen und des Tagesanbruchs Deiner Offenbarung getreten sind. Du bist wahrlich der Mächtigste, der Gewaltigste, der Gütigste. O Herr, beraube mich nicht der Düfte aus dem Gewand Deiner Barmherzigkeit in Deinen Tagen, und schreibe nieder für mich, was Du für Deine Dienerinnen niedergeschrieben hast, die an Dich und Deine Zeichen glauben und Dich anerkennen und ihre Herzen dem Horizonte Deiner Sache zugewandt haben. Du bist wahrlich der Herr der Welten und der Barmherzigste der Barmherzigen. So stehe mir denn bei, o mein Gott, Deiner inmitten Deiner Dienerinnen zu gedenken und Deiner Sache in Deinen Landen zu helfen. Vergib, was ich versäumte, als das Licht Deines Antlitzes aufstrahlte. Du hast fürwahr die Macht über alle Dinge. Ruhm sei Dir, o Du, in dessen Hand das Reich der Himmel und der Erde ruht.
An Náṣiri’d-Dín Sháh
1:186
O König der Erde! Lausche dem Ruf dieses Untertanen: Wahrlich, Ich bin ein Diener, der an Gott und Seine Zeichen glaubt, und habe Mich auf Seinem Pfad geopfert. Dies bezeugen Meine Leiden, die Mich von allen Seiten bedrängen und dergleichen noch niemand ertragen hat. Mein Herr, der Allwissende, bestätigt die Wahrheit Meiner Worte. Ich habe die Menschen nur zu Gott gerufen, deinem Herrn und dem Herrn der Welten. Um der Liebe Gottes willen habe Ich Heimsuchungen erduldet, wie sie das Auge der Schöpfung noch nie gesehen. Dies bezeugen alle, die sich nicht durch den Schleier menschlichen Eigensinns davon abhalten ließen, sich der erhabensten Schau zuzuwenden. Dies bezeugt auch Er, bei dem das Wissen aller Dinge auf einer verwahrten Tafel ruht.
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Wann immer aus den Wolken der Trübsal die Pfeile der Heimsuchungen auf dem Pfade Gottes, des Herrn aller Namen, herabregneten, eilte Ich ihnen entgegen, wie es jede gerecht urteilende und erkennende Seele bestätigen wird. Wie viele Nächte lang ruhten die Tiere des Feldes in ihrem Lager und schliefen die Vögel der Lüfte in ihren Nestern, während dieser Jüngling in Ketten schmachtete. Und niemand kam Ihm zu Hilfe.
1:188
Erinnere Dich an die Gnade, die Gott Dir verlieh. Du befandest Dich mit einigen anderen in Gefangenschaft, und Er befreite Dich durch die Heerscharen des Sichtbaren und des Unsichtbaren, bis der König Dich in den Irak schickte, nachdem Wir ihm enthüllt hatten, daß Du kein Aufwiegler bist. Wer seinen verderbten Neigungen folgt und Gott nicht fürchtet, befindet sich in schwerem Irrtum. Was die anbelangt, die Unordnung im Land stiften, Blut vergießen und sich unrechtmäßig fremde Güter aneignen – wahrlich, Wir haben nichts mit ihnen zu schaffen und flehen Gott an, Uns weder in dieser noch in der nächsten Welt mit ihnen zusammenzubringen, es sei denn, sie bekunden Ihm ihre Reue. Er ist wahrlich der Barmherzigste der Barmherzigen.
1:189
Wer sich Gott zuwendet, muß sich durch all sein Handeln von anderen unterscheiden und dem folgen, was ihm im Buch zur Pflicht gemacht ist. So wurde es auf einer deutlichen Tafel bestimmt. Doch wer Gottes Gebote mißachtet und seinen eigenen Gelüsten folgt, befindet sich wahrlich in schwerem Irrtum.
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Ich beschwöre dich, o König, bei dem Herrn, dem Allerbarmer, betrachte deine Diener mit Wohlwollen, und lasse ihnen Gerechtigkeit widerfahren, auf daß Gott mit dir gnädig verfahre. Mächtig ist dein Herr zu tun, wie es Ihm gefällt. Die Welt, ihr Elend und ihr Ruhm, wird vergehen, das Reich Gottes, des Erhabensten, des Allwissenden, aber wird ewig währen.
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