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1:53Sprich: Gottes Wort gleicht nicht dem Wort Seiner Geschöpfe. Es ist wahrlich der König der Worte, so wie Er der souveräne Herr über alle ist, und Sein Befehl steht hoch über allem, was war und was ist. Tritt ein, o Volk, in die Stadt der Gewißheit, in der der Thron deines Herrn, des Allbarmherzigen, errichtet ward. Dies gebietet euch die Feder des Allherrlichen als Zeichen Seiner Gnade, auf daß ihr nicht uneins seid in Seiner Sache.1:54Unter den Ungläubigen sind etliche, die Sein Selbst zurückgewiesen, sich gegen Seine Sache erhoben und behauptet haben, diese göttlichen Verse seien frei erfunden. Dies waren auch die Einwände der Leugner von einst, die nun um Erlösung aus dem Feuer flehen. Sprecht: Wehe euch für das, was eure Münder sprechen! Wenn diese Verse frei erfunden sind, auf welchen Beweis hin glaubt ihr dann an Gott? Legt ihn vor, wenn ihr zu den Verständigen gehört! Wann immer Wir solchen Menschen Unsere klaren Verse offenbarten, wiesen sie sie zurück; und wenn sie sahen, was die ganze Welt nicht zu vollbringen vermag, so nannten sie es Hexerei.1:55Was ist mit diesem Volk, daß sie von dem sprechen, was sie nicht verstehen? Sie erheben dieselben Einwände wie die Anhänger des Koran, als ihr Herr mit Seiner Sache zu ihnen kam. Sie sind wahrlich ein verworfenes Volk. Sie hinderten andere daran, vor Ihm, der Altehrwürdigen Schönheit, zu erscheinen und das Brot mit Seinen Geliebten zu teilen. »Nähert euch ihnen nicht«, so konnte man hören, »denn sie verhexen das Volk und führen es in die Irre, weg vom Pfade Gottes, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden.« Bei dem einen, wahren Gott! Er, den Unsere Gegenwart verstummen läßt, hat gesagt, was in früheren Generationen niemand zu sagen wagte, und Taten verübt, wie sie von den Ungläubigen vergangener Zeiten nie begangen wurden.1:56Die Worte und Taten dieser Menschen legen Zeugnis für die Wahrheit Meiner Worte ab – würdet ihr doch gerecht urteilen! Wer glaubt, die Verse Gottes seien Hexerei, der hat an keinen Seiner Boten geglaubt, hat sich in diesem Leben umsonst gemüht und zählt zu denen, die sprechen, wovon sie nichts verstehen. Sprich: O Diener! Fürchte Gott, deinen Schöpfer und Gestalter, und versündige dich nicht gegen Ihn, sondern urteile und handle gerecht. Wem Gott Wissen verliehen hat, der wird gerade in den Einwänden der Ungläubigen schlüssige Beweise finden, mit denen er deren Thesen entkräften und die Wahrheit dieses offenbaren Lichtes verteidigen kann. Sprich: Sprecht ihr denn nach, was die Ungläubigen sprachen, als eine Botschaft von ihrem Herrn auf sie herabkam? Wehe euch, o Schar der Toren! Schlimm ist, was ihr euch eingehandelt habt. 1:57O Altehrwürdige Schönheit! Wende Dich ab von den Ungläubigen und ihren Vorstellungen, und verbreite über alle Dinge die süßen Düfte des Gedenkens an Deinen Geliebten, den Erhabenen, den Großen. Dieses Gedenken belebt die Welt des Seins und erneuert die Tempel aller Geschöpfe. Sprich: Er hat sich wahrlich auf dem Thron der Macht und Herrlichkeit niedergelassen. Wer wünscht, Seine Schönheit zu schauen – siehe, Er steht vor dir! Verherrlicht sei Er, der sich in dieser hellstrahlenden Schönheit offenbart. Wer wünscht, Seinen Melodien zu lauschen – sie ertönen fürwahr von diesem strahlenden, wundersamen Mund! Und wer sich danach sehnt, von Seinem Licht erleuchtet zu werden, zu dem sprich: »Tritt vor Seinen Thron!«, denn Gott hat euch dies als Zeichen Seiner Gnade für die ganze Menschheit erlaubt.1:58Sprich: O Volk! Wir werden euch in aller Offenheit eine Frage stellen und Gott zum Zeugen anrufen zwischen euch und Uns. Er ist, wahrlich, der Schutzherr der Gerechten. Tretet nun vor diesen Thron der Herrlichkeit, antwortet aufrichtig und urteilt gerecht: Hat Gott Macht über Seine Sache, oder ihr? Ist Er frei in Seinem Handeln, wie ihr ja selbst sagt, wenn ihr sprecht: »Er tut, was Ihm gefällt, und soll nicht befragt werden über Sein Tun«vgl. Qur’án 2:253, 14:27, 22:14, 22:18, 21:23 – Anm. d. Hrsg.
Q – oder sprecht ihr dies nur in blinder Nachahmung, so wie eure Vorfahren zur Zeit der Propheten, und maßt euch doch in Wahrheit selbst die Entscheidungsgewalt an? 1:59Wenn Er frei in Seinem Handeln ist, dann seht, wie Er die Manifestation Seiner Sache herabgesandt hat mit Versen, denen nichts in den Himmeln oder auf Erden widerstehen kann! Er offenbarte sich auf eine Weise, die in der Welt des Seins nicht ihresgleichen findet, wie ihr selbst saht und hörtet, als einst der Morgenstern der Welt über dem Horizont des Irak mit offenkundiger Herrschaft aufging. Aller Dinge Vollendung liegt in den göttlichen Versen, und sie sind wahrlich die Verse Gottes, des Königs, des Helfers in Gefahr, des Allherrlichen, des Allmächtigen. Darüber hinaus wurde Er zum Träger einer Sache gemacht, deren souveräne Macht von allem Erschaffenen anerkannt wird. Dies kann niemand leugnen außer den Sündern und den Gottlosen.1:60Sprich: O Volk! Wollt ihr die Schönheit der Sonne hinter den Schleiern eurer selbstischen Begierden verbergen oder den Geist daran hindern, seine Melodien in dieser geheiligten, strahlenden Brust anzustimmen? Fürchtet Gott, und streitet nicht wider den, der Ihn vertritt. Disputiert nicht mit Ihm, auf dessen Geheiß der Buchstabe ›Káf‹ erschaffen und mit seiner mächtigen Grundlage verbunden wurde.Die beiden Konsonanten Káf (ک) und Nún (ﻥ) bilden zusammen das Wort Kun, arab. ›sei!‹.A Glaubt an die Boten Gottes und an Seine souveräne Macht, an das Selbst Gottes und Seine Majestät. Folgt nicht denen, die zurückweisen, woran sie früher glaubten, und die sich willkürlich eine Stufe anmaßen. Sie gehören wahrlich zu den Gottlosen. Bezeugt, was Gott selbst bezeugt hat, damit die Gottnahen durch die Worte aus eurem Munde erstrahlen. Sprecht: Wahrlich, wir glauben an das, was einst den Gottesboten offenbart, sodann was ‘Alíder Báb. Sein bürgerlicher Name war ‘Alí-Muḥammad.A durch die Macht der Wahrheit herabgesandt ward, und an das, was nun von Seinem Thron der Herrlichkeit offenbart wird. So lehrt euch Gott als Zeichen Seiner Gunst und Gnade. Wahrlich, Seine Gnade umfaßt die ganze Welt.1:61O ihr Füße dieses Tempels! Wahrlich, Wir haben euch aus Erz geformt. Steht so unerschütterlich fest in der Sache eures Herrn, daß alle Losgelösten sicher schreiten auf dem Pfade Gottes, des Allmächtigen, des Allweisen. Habt acht, daß ihr nicht strauchelt ob der Stürme des Hasses und des Ansturms der Frevler. Seid standhaft in Seiner Sache und wankt nicht. Wahrlich, Wir haben euch für alle im Himmel und auf Erden erschaffen durch Unseren schönsten Namen, der der Quell aller Standhaftigkeit ist. Wir werden durch euch andere Füße erschaffen, die standhaft, ohne zu wanken auf Unserem Pfad wandeln, selbst wenn sie durch Feinde, so stark wie die vereinten Kräfte früherer und späterer Generationen, angegriffen werden. Wir halten alle Gnadengaben in Unserer Hand und gewähren sie den Uns Nahen unter Unseren Dienern, wie es Uns gefällt. Ein ums andere Mal haben Wir euch Unsere Gunst erwiesen, auf daß ihr eurem Herrn so danket, daß allen Geschöpfen die Zunge gelöst werde, Mich zu preisen, den Allgnädigen, den Mitleidvollsten. 1:62O Lebendiger Tempel! Erhebe Dich, dieser Sache mit der Kraft und Stärke zu dienen, die aus Uns geboren ist. Enthülle sodann den Dienern Gottes alles, was der Geist Gottes, des souveränen Herrn, des Unvergleichlichen, des Allherrlichen, des Allweisen, Dir verkündete. Sprich: O Menschen! Wendet ihr euch von Ihm ab, der Ewigen Wahrheit, und wählt statt dessen ihn, den Wir nur aus einer Handvoll Lehm erschufen? So schadet ihr euch selbst – wolltet ihr doch über die Verse eures Herrn nachdenken! Sprich: O Menschen! Reinigt eure Herzen und Augen, auf daß ihr euren Schöpfer in diesem heiligen und strahlenden Gewand erkennt. Sprich: Dieser himmlische Jüngling hat den Thron der Herrlichkeit bestiegen und Seine unabhängige Souveränität offenbart; nun erhebt er mit den süßesten, wunderbarsten Melodien diesen Ruf zwischen Himmel und Erde: »O Völker der Erde! Warum habt ihr nicht an euren Herrn, den Allgnädigen, geglaubt und euch von der Schönheit des Allherrlichen abgewandt? Bei Gott! Dies ist das verborgene Geheimnis, das vom Tagesanbruch der Schöpfung erschien; und dies ist die geliebte Schönheit, die vom Horizont dieser erhabenen Stufe scheint, ausgestattet mit der Souveränität Gottes, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden, des Allherrlichen, des Allbezwingenden, des Allmächtigen!«1:63O Tempel der Heiligkeit! Wahrlich, Wir haben Deine Brust von den Andeutungen der Menschen gereinigt und sie von irdischen Vorstellungen geheiligt, auf daß das Licht Meiner Schönheit darin erscheine und in den Spiegeln aller Welten erstrahle. So haben Wir Dich auserlesen vor allem, was in den Himmeln und auf Erden erschaffen ist, und vor allem, was in den Reichen der Offenbarung und der Schöpfung verfügt ward, und Dich zu Unserem Selbst auserwählt. Dies ist eine Gnade, die Gott Dir erwies, eine Gnade, die andauert bis zu dem Tag, der in dieser bedingten Welt kein Ende hat. Er wird so lange währen, wie Gott, der Höchste König, der Helfer in Gefahr, der Mächtige, der Weise, besteht. Denn der Tag Gottes ist nichts anderes als Sein eigenes Selbst, das mit der Macht der Wahrheit erschien. Ihm wird keine Nacht folgen, und kein Lobpreis kann ihm gerecht werden, verstündet ihr es doch!1:64O Brust dieses Tempels! Wahrlich, Wir haben alle Dinge zum Spiegel deiner selbst gemacht und dich zum Spiegel Unseres Selbstes. Ergieße daher den Glanz des Lichtes deines Herrn über die Brust aller Geschöpfe, damit sie gereinigt werden von allen irdischen Beschränkungen. So scheint der Morgenstern der Weisheit über dem Horizont der Feder des Ewigen Königs. Selig die Wachsamen! Durch dich erschaffen Wir andere geheiligte Herzen, und zu dir werden Wir sie zurückkehren lassen als Zeichen Unserer Gnade für dich und Unsere Diener, die Uns nahe sind. Wir werden durch dich Menschen erschaffen mit geheiligter und strahlender Brust, die nur von Meiner Schönheit künden und das Licht Meines Antlitzes widerstrahlen. Sie werden wahrlich die Spiegel Meiner Namen unter allen Geschöpfen sein. 1:65O Tempel der Heiligkeit! Wahrlich, Wir haben Dein innerstes Herz zur Schatzkammer allen Wissens der Vergangenheit und Zukunft und zum Aufgangsort Unseres eigenen Wissens gemacht. Dieses bestimmten Wir für die Bewohner von Erde und Himmel, auf daß die ganze Schöpfung an dem Strom Deiner Gnade teilhabe und durch die Wunder Deines Wissens Gott, den Erhabenen, den Mächtigen, den Großen, erkenne. Wahrlich, das Wissen aber, das zu Meinem Wesen gehört, hat noch keiner jemals erlangt, und niemand wird es je erfassen; sein Gewicht kann kein Herz tragen. Wollten Wir nur ein einziges Wort davon enthüllen, so würden alle mit Bestürzung erfüllt, die Pfeiler der Schöpfung einstürzen und selbst die Füße der Weisesten straucheln.1:66In der Schatzkammer Unserer Weisheit liegt ein Wissen verborgen, von dem ein einziges Wort, beliebten Wir es der Menschheit zu enthüllen, jeden Menschen dazu brächte, Gottes Offenbarung zu erkennen und Seine Allwissenheit anzuerkennen. Jeden würde es befähigen, die Geheimnisse aller Wissenschaften zu entdecken und eine Stufe zu erreichen, die ihn völlig unabhängig machte von aller bisherigen und künftigen Gelehrtheit. Noch über anderes Wissen verfügen Wir, von dem Wir nicht einen Buchstaben enthüllen können, noch finden Wir die Menschheit fähig, auch nur die leiseste Andeutung seiner Bedeutung zu vernehmen. Also haben Wir euch über das Wissen Gottes, des Allwissenden, des Allweisen, unterrichtet. Fänden Wir würdige Gefäße, Wir wollten die Schätze verborgener Bedeutung in sie legen und ihnen ein Wissen verleihen, davon ein einziger Buchstabe alles Erschaffene umfaßt.1:67O Innerstes Herz dieses Tempels! Wir machten dich zum Aufgangsort Unseres Wissens und zum Tagesanbruch Unserer Weisheit für alle im Himmel und auf Erden. Aus dir ließen Wir alles Wissen erscheinen und zu dir lassen Wir es wieder zurückkehren. Und von dir lassen Wir es ein zweites Mal erscheinen. Dies ist fürwahr Unser Versprechen, und Wir werden es erfüllen. Durch dich werden Wir Menschen erwecken, die neuartige, wundersame Wissenschaften und machtvolle Fertigkeiten hervorbringen, durch die enthüllt wird, was sich bislang niemand unter Deinen Dienern vorzustellen vermochte. So befähigen Wir, wen Wir wollen, mit dem, was Uns beliebt. Und so entziehen Wir, wem Wir wollen, was Wir ihm früher verliehen. Wir verfügen durch Unseren Befehl, was Uns beliebt.1:68Sprich: Wenn Wir zu einer Stunde entscheiden, den Glanz Unserer liebenden Vorsehung auf die Spiegel der Schöpfung auszugießen, und zu einer anderen Stunde, ihnen Unser Licht vorzuenthalten, so steht dies wahrlich in Unserer Macht, und niemand hat das Recht zu fragen, ›warum?‹ oder ›weshalb?‹. Denn Wir tun, was Uns beliebt, und schulden niemandem Rechenschaft. Niemand kann dies bestreiten außer denen, die Gott Gefährten zugesellen und Seine Wahrheit bezweifeln. Sprich: Niemand kann Unserer Macht widerstehen oder das Wirken Unseres Befehls aufhalten. Wir erheben, wen Wir wollen, in das Reich himmlischer Macht und Herrlichkeit, und lassen ihn sodann, wenn Wir es wünschen, in den tiefsten Abgrund der Erniedrigung sinken.1:69O Bewohner der Erde! Wolltet ihr behaupten, daß eine Seele nicht länger Unserer Souveränität und Herrschaft unterstünde, wenn Wir sie zum Sidratu’l-Muntaháarab. ›Der Baum, über den hinaus keiner gehen kann‹; ein Verweis auf die Stufe der Manifestation Gottes.A erheben? Nein, bei Meinem Selbst! Wäre es Unser Wunsch, Wir könnten sie in weniger als einem Augenblick wieder in den Staub werfen. Betrachtet einen Baum: Wir pflanzen ihn in einen Garten und pflegen ihn mit den Wassern Unserer liebenden Fürsorge. Wenn er groß und voll entwickelt ist, grüne Blätter und gute Früchte hervorbringt, senden Wir die Stürme Unseres Befehls herab, ihn an der Wurzel zu packen, herauszureißen und ihn auf der Erde Gesicht zu stürzen. So verfahren Wir mit allen Dingen, heute wie ehedem. So ist Unser wundersames Handeln, unabänderlich in der Vergangenheit wie in der Zukunft, so ihr zu denen gehört, die sehen. Doch niemand kennt die Weisheit darin außer Gott, dem Allmächtigen, dem Allweisen.1:70Verleugnet ihr, o Menschen, was eure Augen sehen? Wehe euch, o Schar von Leugnern! Nur Er selbst, der Allgnädige, der Mitleidvolle, bleibt von Wandel unberührt, wolltet ihr doch mit einsichtsvollen Augen schauen. Doch alles außer Ihm wird durch einen Akt Seines Willens verändert. Er ist wahrlich der Allmächtige, der Allweise. 1:71O Menschen! Disputiert nicht über Meine Sache, denn ihr werdet nie die Weisheit eures Herrn ergründen noch Sein mächtiges, allumfassendes Wissen beurteilen können. Wer behauptet, Sein Wesen zu kennen, gehört zweifellos zu den größten Toren. Ein jedes Atom würde einen solchen Menschen der Lüge zeihen. Dies bezeugt Meine Zunge, die nichts als die Wahrheit spricht. Verherrlicht Meine Sache, verkündet sie und das, was euch von Uns geboten ward. Denn nichts anderes ziemt euch, und kein anderer Weg führt zu Ihm. So hört auf Unseren Rat!1:72O Lebendiger Tempel! Wir machten Dich zum Tagesanbruch Unserer schönsten Namenal-asmá’ al-ḥusná; vgl. Qur’án 7:180, 17:110, 59:24 – Anm. d. Übers.A, zur Manifestation Unserer erhabensten Eigenschaften und zum Urquell Unseres mannigfachen Lobpreises für die Bewohner der Erde und des Himmels. Danach erhoben Wir Dich zu Unserem Ebenbild zwischen den Himmeln und der Erde und bestimmten Dich zum Zeichen Unserer Herrlichkeit für alle in den Reichen der Offenbarung und der Schöpfung, auf daß Meine Diener durch Dich geführt werden und zu den Rechtgeleiteten gehören. Wir machten Dich zum Baum der Gnade für die Bewohner von Erde und Himmel. Wohl denen, die den Schutz Deines Schattens aufsuchen und sich Dir nähern, dem allmächtigen Beschützer der Welten.1:73Sprich: Wir haben jeden Unserer Namen zu einem Quell gemacht, von dem sich die Ströme göttlicher Weisheit und Erkenntnis ergießen und in den Garten Unserer Sache fließen. Niemand kennt ihre Zahl außer Deinem Herrn, dem Heiligen, dem Allmächtigen, dem Allwissenden, dem Allweisen. Sprich: Wir haben alle Buchstaben aus dem Punkt erschaffen und ließen sie zu Ihm zurückkehren. Sodann sandten Wir Ihn wieder herab in der Gestalt eines menschlichen Tempels. Verherrlicht sei der Schöpfer dieses unvergleichlichen, wunderbaren Werks! Und wieder werden Wir es in Unserem Namen ›der Allherrliche‹ entfalten. Dies ist ein Zeichen Meiner Gnade, und Ich bin wahrlich der Gabenreiche, der Urewige.1:74Alle Lichter brachten Wir hervor aus der Sonne Unseres Namens, der Wahre, und ließen sie dorthin wieder zurückkehren. Dann offenbarten Wir sie wieder in der Gestalt eines Menschen. Verherrlicht sei der Herr der Stärke, der Kraft und Macht! Niemand kann dem Wirken Meines Willens und Meiner Macht widerstehen. Ich erschuf alle Dinge durch Mein Wort, und Ich bin fürwahr mächtig zu tun, was Ich will.1:75Sprich: Wollten Wir die Seelen aller erschaffenen Dinge in einem Augenblick zu Uns nehmen und sie im nächsten wieder zum Leben erwecken, so wären Wir dazu imstande. Nur Gott allein, der Allwissende, der Allunterrichtete, verfügt über dieses Wissen. Es steht in Unserer Macht, sofern Wir es wollten, aus einem Atom in weniger als einem Augenblick Sonnen von unendlicher, unvorstellbarer Herrlichkeit zu erzeugen, einen Tropfen zu weiten, zahllosen Meeren anschwellen zu lassen und aus jedem Buchstaben das Wissen vergangener und kommender Zeitalter zu enthüllen. Dies ist fürwahr leicht zu vollbringen. Vom Anfang, der keinen Anfang hat, bis zum Ende, das kein Ende hat, habe Ich dazu die Macht. Meine Geschöpfe haben sie jedoch verkannt, haben Meine Souveränität bestritten und mit Mir, dem Allwissenden, dem Allweisen, gestritten.1:76Sprich: Nichts zwischen Himmel und Erde regt sich, außer mit Meiner Erlaubnis, und niemand geht ein ins Himmelreich, es sei denn auf Mein Geheiß. Doch Meine Geschöpfe sind wie durch einen Schleier von Meiner Macht und Souveränität getrennt und zählen zu den Achtlosen. Sprich: Nichts ist in Meiner Offenbarung zu sehen als die Offenbarung Gottes und in Meiner Macht nichts als Seine Macht, wüßtet ihr es doch. Sprich: Meine Geschöpfe sind wie die Blätter eines Baumes. Von ihm sprießen sie und von ihm leben sie. Doch sie haben ihre Wurzeln und ihren Ursprung vergessen. Wir ziehen solche Vergleiche um Unserer einsichtsvollen Diener willen, auf daß sie die Stufe vegetativen Daseins überwinden und wahre Reife in dieser festgefügten Sache erlangen. Sprich: Meine Geschöpfe sind wie die Fische in der Tiefe. Ihr Leben hängt ab vom Wasser. Durch die Gnade eines allwissenden, allmächtigen Herrn erhält es ihr Leben, doch sie sind sich dessen nicht bewußt. Sie sind in der Tat so achtlos, daß ihre völlige Unwissenheit offenbar würde, wollte man sie nach dem Wasser und dessen Eigenschaften fragen. So sprechen Wir in Gleichnissen, damit sich die Menschen Ihm zuwenden, der das Ziel der AnbetungQibla – Anm. d. Hrsg.A für die ganze Schöpfung ist.1:77O Menschen! Fürchtet Gott und leugnet Ihn nicht, dessen Gnade alles umschließt und die bedingte Welt durchdringt. Die souveräne Macht Seines Befehls umfaßt euer inneres und äußeres Sein, euren Anfang und euer Ende. Fürchtet den Herrn und handelt rechtschaffen. Gehört nicht zu denen, die die Verse ihres Herrn hören und nicht achten. Wahrlich, sie gehören zu den Achtlosen.1:78Sprich: Betet ihr den an, der »weder hört noch sieht«Qur’án 19:42 – Anm. d. Hrsg.
Q und wahrlich zu den verworfensten und erbärmlichsten Geschöpfen Gottes gehört? Warum habt ihr versäumt, Ihm zu folgen, der von der Quelle des göttlichen Befehls zu euch herabkam, um euch Kunde von Gott, dem Erhabensten, dem Größten, zu bringen? O Menschen! Seid nicht wie jene, die vor Unseren Thron traten und doch nicht sahen und verstanden – sie sind fürwahr ein nichtswürdiges Volk. Wir sangen ihnen Verse, die die Bewohner des Himmelreichsmalakút – Anm. d. Übers.A und des erhabenen Königreichsjabarút – Anm. d. Übers.A hinreißen würden, aber sie gingen verschleiert von dannen und horchten lieber auf die Stimme dessen, der nur ein Diener Gottes und ein Geschöpf Seines Willens ist. So enthüllen Wir euch, was euch auf den Pfad der Gottnahen führt. 1:79Wie viele betraten die Stätte des Paradieses, den Ort, an dem der Thron Gottes errichtet ist, und standen vor ihrem Herrn, dem Erhabensten, dem Größten, nur um sich nach den Vier Toren oder nach einem der Imame zu erkundigen!Dies sind Beispiele für die Art der Fragen, die dem Báb gestellt wurden. Den Lehren des Shí‘ih Islám zufolge ging nach dem Hinscheiden des Propheten Muḥammad die Führerschaft der islámischen Gemeinde rechtmäßig auf eine Reihe von zwölf Nachfolgern über, Nachkommen seiner Tochter Fáṭimih, die als ›Imáme‹ bezeichnet wurden. Diese Reihe wurde schließlich durch die ›Verborgenheit‹ des letzten Imám unterbrochen, wobei der Kontakt mit ihm eine Zeit lang durch vier als ›Tore‹ bezeichnete Vermittler aufrechterhalten wurde.A Dies zeigt den Zustand dieser Seelen, so ihr zu den Verständigen gehört. Es ist genau so, wie man es auch heute sehen kann: Jene, die nicht an Gott glauben und Ihm Gefährten zugesellen, klammern sich an einen einzigen Unserer Namen. So bleibt ihnen versagt, Ihn, den Schöpfer aller Namen, zu erkennen. Wir bezeugen, daß solche Menschen wahrlich zu den Insassen des Höllenfeuers gehören. Sie fordern die Sonne auf, die Worte des Schattens zu erläutern, und den Inbegriff der Wahrheit, die Äußerungen Seiner Geschöpfe zu erklären, würdet ihr es nur begreifen! Sprich: O Menschen! Die Sonne verbreitet nur ihr eigenes Licht und das, was daraus hervorgeht, während alles andere Erleuchtung durch ihre Strahlen sucht. Fürchtet Gott und gehört nicht zu den Unwissenden! Manche unter ihnen erkundigten sich bei der Dunkelheit nach dem Licht. Sprich: Öffnet eure Augen, damit ihr den Glanz seht, der die Erde umhüllt! Dies ist wahrlich ein Licht, das vom Horizont des Tagesanbruchs göttlichen Wissens mit offenbarem Glanze scheint. Fragt ihr etwa die Juden, ob Jesus in Wahrheit von Gott kam oder die Götzen, ob Muḥammad ein Bote war? Oder fragt ihr das Volk des Koran nach Ihm, dem ›Gedenken Gottes‹Dhikru’lláh, ein Titel des Báb – Anm. d. Übers.A, dem Erhabenen, dem Großen? 1:80Sprich: O Menschen! Gebt auf, was bei euch im Schwange ist, angesichts der Größe dieser Offenbarung, und haltet euch an das, was euch Gott zu befolgen befahl. Dies ist Sein Befehl an euch, und Er ist der beste Befehlshaber. Bei Meiner Schönheit! Mit der Offenbarung dieser Worte wünsche Ich, alle Menschen zu Gott zu führen, dem Allherrlichen, dem Allgepriesenen. Hütet euch, Mich so zu behandeln wie Meinen Herold! Widersprecht nicht, wenn die Verse Gottes vom Hof Meiner Gunst herabgesandt werden, indem ihr sagt: »Dies stammt nicht aus angeborenem Wissen«, denn das angeborene Wissen selbst wurde durch Mein Wort erschaffen und umkreist Mich – gehörtet ihr doch zu denen, die begreifen. Atmet aus den Worten eures Herrn, des Allgnädigen, den süßen Duft des Gewandes innerer Bedeutung. Er weht durch die gesamte Schöpfung und breitet seinen Wohlgeruch über alles Erschaffene. Selig sind, die ihn wahrnehmen und sich strahlenden Herzens Gott zuwenden.1:81O Lebendiger Tempel! Wahrlich, Wir haben Dich zum Spiegelbild für das Reich der Namen gemacht, auf daß Du ein Zeichen Meiner Souveränität unter den Menschen, ein Herold Meiner Gegenwart, ein Bote Meiner Schönheit und ein Führer auf Meinem klaren, geraden Pfad seiest. Wir haben Deinen Namen unter Unseren Dienern erhöht als Gnadengabe aus Unserer Gegenwart. Ich bin wahrlich der Allbarmherzige, der Urewige. Wir haben Dich zudem mit dem Schmuck Unseres Selbstes geschmückt und Dir Unser Wort eingegeben, damit Du in dieser Welt verfügst, was Dir beliebt, und vollbringst, was Dir gefällt. Wir bestimmten für Dich alles Gute von Himmel und Erde und verordneten, daß niemand daran Anteil habe, es sei denn, er tritt unter Deinen Schatten, wie es Dein Herr befahl, der Allwissende, der Allunterrichtete. Wir verliehen Dir den Stab der Autorität und das Buch der Entscheidung über Wahrheit und Irrtum, damit Du die Weisheit jedes Gebotes prüfst. Wir ließen die Meere der inneren Bedeutungen aus Deinem Herzen wogen im Gedenken an Deinen Herrn, den Gott der Gnade, damit Du Ihm dankest und Ihn preist und zu den wahrhaft Dankbaren gehörst. Wir haben Dich aus all Unseren Geschöpfen auserwählt und Dich zur Manifestation Unserer selbst für alle in den Himmeln und auf Erden gemacht.1:82So rufe mit Unserer Erlaubnis glänzende Spiegel und erhabene Buchstaben ins Dasein, die Deine Souveränität und Herrschaft, Deine Macht und Herrlichkeit bezeugen und die Manifestationen Deiner Namen für die Menschheit sind. Wir ließen Dich zum Ursprung und Schöpfer aller Spiegel werden, so wie Wir sie bereits in der Vergangenheit durch Dich hervorbrachten. Und Wir werden Dich zu Meinem Selbst zurückkehren lassen, wie Wir Dich zu Beginn daraus hervorriefen. Dein Herr ist wahrlich der Unbeschränkte, der Allmächtige, der Allbezwingende. Warne alsdann diese Spiegel, wenn sie sich offenbaren, daß sie sich nicht voll Stolz vor ihrem Schöpfer aufblähen, wenn Er unter ihnen erscheint, oder sich vom Glanz der Führerschaft täuschen lassen, statt sich vor Gott, dem Allmächtigen, dem Schönsten, in Demut zu beugen.1:83Sprich: O Schar der Spiegel! Ihr seid nur Geschöpfe Meines Willens und wurdet auf Meinen Befehl hin ins Dasein gerufen. Weist die Verse Meines Herrn nicht zurück und gehört nicht zu denen, die Unrecht begehen und zu den Verlorenen zählen. Klammert euch nicht an das, was ihr besitzt und seid nicht stolz auf Ansehen und Ruhm. Löst euch von allem in den Himmeln und auf Erden! So wurde es von Ihm, dem Allmächtigen, dem Allgewaltigen, verfügt.1:84O Tempel Meiner Sache! Sprich: Wollte Ich in einem Augenblick alle Dinge in Spiegel Meiner Namen verwandeln, so stünde dies fürwahr in Meiner Macht, wie viel mehr noch in der Meines Herrn, der Mich durch Seinen allbezwingenden, unabänderlichen Befehl ins Dasein rief. Und wollte Ich innerhalb eines Augenblicks die ganze Schöpfung von Grund auf umgestalten, so wäre Ich dazu imstande, wieviel mehr noch das souveräne Wirken, das im Willen Gottes, Meines Herrn und des Herrn aller Welten, verwahrt ist.1:85O ihr Verkörperungen Meiner Namen! Selbst wenn ihr all euer Gut, ja sogar euer Leben auf dem Pfade Gottes opfert, Ihn so oft anruft, wie es Sandkörner, Regentropfen und Meereswellen gibt, euch aber der Manifestation Seiner Sache bei Ihrem Erscheinen widersetzt, so werden eure Werke vor Gott zunichte. Doch solltet ihr versäumen, rechtschaffene Werke zu vollbringen, so wird Gott euch vielleicht dennoch eure Sünden nachsehen, so ihr an diesem Tage an Ihn glaubt. Er ist wahrlich der Allherrliche, der Gnädigste. So lehrt euch Gott, wonach ihr streben sollt, auf daß ihr euch nicht erhebt über Den, der erfüllte, was seit urewigen Zeiten offenbart ward. Glücklich, wer sich dieser erhabensten Schau nähert und wehe denen, die sich abwenden!1:86Wie zahlreich sind die, die all ihren Reichtum auf dem Pfade Gottes ausgeben, die Wir aber zur Stunde Seiner Offenbarung unter den Eigensinnigen finden! Wie viele halten das Fasten, nur um gegen Den aufzubegehren, durch dessen Befehl das Gesetz des Fastens erlassen wurde! Solche Menschen gehören wahrlich zu den Toren. Und wie viele fristen ihr Dasein bei trocken Brot, sitzen auf dem nackten Boden und erdulden allerlei Härten, nur um in den Augen der Menschen ihre Führerschaft zu sichern! So enthüllen Wir ihre Taten als Warnung für andere. Sie kasteien sich vor den Augen der Menschen in der Hoffnung, ihre Namen unsterblich zu machen. In Wirklichkeit aber überleben ihre Namen nur in den Flüchen und Verwünschungen der Bewohner von Erde und Himmel.1:87Sprich: Selbst wenn eure Namen, wie ihr törichterweise wähnt, überdauerten, würde es euch im geringsten nützen? Nein, beim Herrn aller Welten! Wurde der Götze ‘UzzáEine von drei altarabischen Göttinnen, deren Kult vom Propheten Muḥammad abgeschafft wurde.A größer, weil ihr Name unter denen weiterlebte, die Namen anbeten? Nein, bei dem Selbst Gottes, des Allherrlichen, des Allbezwingenden! Wenn euer Name in der Erinnerung aller Sterblichen verblaßt, Gott aber mit euch zufrieden ist, werdet ihr zu den Schätzen Seines Namens, der Verborgene, gezählt. So sandten Wir Unsere Verse herab, auf daß sie euch zur Quelle allen Lichts hinziehen und mit dem Willen eures Herrn, des Allwissenden, des Allweisen, vertraut machen. Enthaltet euch dessen, was euch im Buch verboten wurde, und eßt von den rechtmäßigen Dingen, die Gott euch zur Nahrung bestimmte. Beraubt euch nicht Seiner guten Gaben, denn Er ist wahrlich der Freigebigste, der Herr überreicher Gnade. Kasteit euch nicht, folgt dem Weg, den Wir euch durch Unsere strahlenden Verse und klaren Beweise ebneten, und seid nicht nachlässig.1:88O Schar der Geistlichen! Brüstet euch nicht damit, daß ihr keinen Wein trinkt und keine ähnlichen Sünden begeht, die euch im Buch verboten sind. Denn solltet ihr solch Verbotenes tun, so wäre die Würde eurer Stufe in den Augen der Menschen befleckt, all euer Sinnen und Trachten würde scheitern und euer Name entehrt. Nein, euer wahrer Ruhm liegt in der Unterwerfung unter das Wort Gottes und in eurer inneren und äußeren Loslösung von allem außer Ihm, dem Allbezwingenden, dem Allmächtigen. Selig der Geistliche, der sein Wissen nicht zum Schleier werden ließ zwischen sich und dem, der das Ziel aller Erkenntnis ist; und der, als der Selbstbestehende erschien, sich Ihm mit strahlendem Antlitz zuwandte. Er zählt fürwahr zu den Gelehrten. Die Bewohner des Paradieses suchen die Segnung seines Odems, und seine Leuchte ergießt ihren Glanz über alle, im Himmel wie auf Erden. Wahrlich, er wird zu den Erben der Propheten gezählt. Wer auf ihn schaut, hat die Wahrheit geschaut, und wer sich ihm zukehrt, hat sich wahrlich Gott zugewandt, dem Allmächtigen, dem Allweisen.1:89O ihr Dämmerorte der Erkenntnis! Habt acht, daß ihr nicht verderbt werdet, denn wenn ihr euch ändert, werden sich auch die meisten Menschen ändern. Wahrlich, dies ist ein Unrecht gegenüber euch selbst und gegenüber den anderen. Dies bezeugt ein jeder, der über Unterscheidungsvermögen und Einsicht verfügt. Ihr gleicht einer Quelle. Wenn sie sich verändert, werden sich auch die Wasser verändern, die ihr entspringen. Fürchtet Gott und gesellt euch zu den Gottesfürchtigen! Ebenso verhält es sich mit dem Menschen: Wenn sein Herz verdirbt, verderben auch seine Glieder, und wenn die Wurzel eines Baumes verfault, verdorren seine Äste und Triebe, seine Blätter und Früchte. So haben Wir Gleichnisse verwendet, euch zur Unterweisung, auf daß euch eure Vorstellungen nicht von dem abhalten, was euch der Allherrliche, der Gnädigste, bestimmt hat.1:90Es liegt fürwahr in Unserer Macht, eine Handvoll Staub mit dem Gewand Unserer Namen zu schmücken. Doch dies wäre nur ein Zeichen Unserer Gunst und nicht eines Vorzugs, den er von Natur aus besitzt. So wurde es durch Ihn, den Allwissenden, herabgesandt. Betrachte den Schwarzen Steinein Stein in der unteren östlichen Ecke der Kaaba.A, den Gott zum Ort der Anbetung für alle Menschen machte. Wurde ihm diese Gnade aufgrund seiner selbst erwiesen? Nein, bei Meinem Selbst! Oder beruht solch eine Auszeichnung auf seinem inneren Wert? Nein, bei Meinem Wesen, das niemand in der Welt zu erkennen vermag.1:91Betrachte auch die Aqṣá-MoscheeDie Moschee auf dem Tempelberg im heutigen Jerusalem.A und die anderen Orte, die Wir für die Menschen in allen Landen zu Heiligtümern machten. Die Ehre und Auszeichnung, derer sie sich erfreuen, liegen nicht in ihnen selbst, sondern in der Verbindung zu Unseren Manifestationen, die Wir zum Tagesanbruch Unserer Offenbarung für die Menschheit machten – o daß ihr doch verstündet! In all dem liegt eine Weisheit, unerforschlich für alle außer Gott. Fragt Ihn, auf daß Er euch kundtue, was Er wünscht. Sein Wissen umfaßt wahrlich alle Dinge. O Menschen, löst euch von der Welt und ihrem eitlen Tand und achtet nicht derer, die nicht an Gott glauben und Ihm Gefährten beigesellen. Erhebt euch über den Horizont der Rede, und preist euren Herrn, den Allbarmherzigen. Dies will Gott für euch. Selig, die erkennen.1:92Sprich: O Menschen! Wir befahlen euch auf Unseren Tafeln, eure Seelen am Tage der verheißenen Offenbarung von allen Namen zu heiligen und sie von allem Erschaffenen in den Himmeln und auf Erden zu reinigen, auf daß darin der Glanz der Sonne der Wahrheit erscheine, die über dem Horizont des Willens eures Herrn, des Allmächtigen, des Großen, erstrahlt. Auch befahlen Wir euch, euer Herz von der Menschen Liebe oder Haß zu reinigen, damit nichts euch von eurem Weg abbringt oder euch in eine andere Richtung treibt. Dies gehört zu den gewichtigsten Ratschlägen, die Wir euch in diesem deutlichen Buch erteilen. Denn wer sich daran klammert, ist nicht imstande, ein angemessenes Verständnis Unserer Sache zu gewinnen. Dies bezeugt jede gerechte, urteilsfähige Seele.
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