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2.2.6:6»Diese Gabe ist die lobenswerteste Kraft des Menschen, denn durch ihren Einsatz und ihre Anwendung wird das Menschengeschlecht veredelt, menschliche Tugenden werden entwickelt, und Gottes Geist und Seine Geheimnisse werden offenbar…«‘Abdu’l-Bahá, in: Promulgation of Universal Peace, p. 31
Q2.2.6:7Ausdrücklich hebt Er den allgemeingültigen Grundsatz hervor, dass2.2.6:8»… jedes Mittel, selbst das Werkzeug des höchsten Wohls der Menschheit, missbraucht werden kann. Sein richtiger Gebrauch oder der Missbrauch hängt ab von den unterschiedlichen Stufen der Aufklärung, der Fähigkeit, des Glaubens, der Redlichkeit, der Hingabe und des Edelmuts bei den Trägern der öffentlichen Meinung.«‘Abdu’l-Bahá, in: Das Geheimnis göttlicher Kultur, S. 25
Q3. Umweltschutz3:1Die Bahá’í-Schriften sprechen die Thematik des Umweltschutzes in vielfältiger Weise an. Einige Beispiele sind weiter unten aufgeführt.3.1. Wahrung der Ressourcen3.1:1Shoghi Effendi sieht die Bewahrung und Gewinnung der Ressourcen der Erde im Zusammenhang mit der Aufgabe, »die materielle Welt zu schützen und das Erbe zukünftiger Generationen zu wahren«Shoghi Effendi, in einem Telegramm vom 23. Mai 1951 an die New Earth Luncheon, London, U.K.
Q. Er versichert, dass die Tätigkeit solcher Gruppen wie The Men of the Trees und The World Forestry Charter »wesenhaft humanitär«Shoghi Effendi, in einem Telegramm vom 21. Mai 1956 an die World Forestry Charter Luncheon, London, U.K.
Q ist, und er lobt ihr »edles Vorhaben«Shoghi Effendi, in einem Telegramm vom 21. Mai 1956 an die World Forestry Charter Luncheon, London, U.K.
Q, »die öden Gebiete Afrikas«Shoghi Effendi, in einem Telegramm vom 22. Mai 1957 an die World Forestry Charter Luncheon, London, U.K.
Q wieder fruchtbar zu machen.3.1:2Interessant ist festzustellen, dass »Förderung und Veredlung der Welt« und »die Entwicklung der Länder«
zu den »Vollmachten und Aufgaben«Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Die Verfassung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, p. 5
Q des Universalen Hauses der Gerechtigkeit zählen.3.2. Kontrolle der natürlichen Ressourcen3.2:1Die Bahá’í-Schriften sehen vor, dass zu einem späteren Zeitpunkt der Schutz, die Erforschung und Nutzung der »unvorstellbar großen Ressourcen«Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 299
Q der Erde unausweichlich unter die Zuständigkeit eines »Weltbundessystems«Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 299
Q fallen werden. Ein solches System, das auf der Anerkennung der »Einheit des Menschengeschlechts«Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 296
Q begründet ist, wird nicht nur »unanfechtbare Amtsgewalt«Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 299
Q über die Ressourcen der Erde ausüben, sondern auch für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit sorgen. Shoghi Effendi schreibt:3.2:2»Die Einheit des Menschengeschlechts, wie sie Bahá’u’lláh vorausschaut, umschließt die Begründung eines Weltgemeinwesens, in welchem alle Nationen, Rassen, Glaubensbekenntnisse und Klassen eng und dauerhaft vereint, die Autonomie seiner nationalstaatlichen Glieder sowie die persönliche Freiheit und Selbständigkeit der einzelnen Menschen, aus denen es gebildet ist, ausdrücklich und völlig gesichert sind… In dieser Weltgesellschaft werden Wissenschaft und Religion, die beiden gewaltigen Kräfte im menschlichen Leben, in Einklang gebracht sein; sie werden zusammenwirken und sich harmonisch entwickeln… Die wirtschaftlichen Hilfsmittel der Welt werden organisiert, ihre Rohstoffquellen erschlossen und restlos nutzbar gemacht, ihre Märkte aufeinander abgestimmt und entwickelt, die Verteilung ihrer Erzeugnisse unparteiisch geregelt.
3.2:3Nationale Rivalität, Hass und Intrigen werden aufhören, Feindseligkeiten, Rassenvorurteile durch Freundschaft, Verständigung und Zusammenarbeit ersetzt werden. Die Ursachen religiöser Zwistigkeiten werden für immer aus dem Wege geräumt; wirtschaftliche Schranken und Hindernisse werden völlig beseitigt, der maßlose Klassenunterschied getilgt. Mangel auf der einen Seite und unmäßige Anhäufung von Eigentumsrechten auf der anderen Seite werden verschwinden. Die ungeheuren Kräfte, die für die wirtschaftliche oder politische Kriegführung verzettelt und vergeudet werden, fließen Zwecken zu, welche die Grenzen menschlicher Schöpferkraft erweitern, die technische Entwicklung fördern, die Produktivität der Menschheit steigern, Krankheiten ausrotten, wissenschaftliche Forschungen ausweiten, den Gesundheitszustand heben, den menschlichen Verstand schärfen und verfeinern, die ungenutzten, ungeahnten Ressourcen dieser Erde nutzen, das menschliche Dasein verlängern und jedwedes andere Mittel fördern, welches das verstandliche, sittliche und geistige Leben des ganzen Menschengeschlechts anzuregen vermag.
3.2:4Ein Weltbundsystem, das die ganze Erde regiert und unanfechtbare Amtsgewalt über ihre unvorstellbar großen Ressourcen hat, das die Ideale des Ostens wie des Westens verkörpert und in Einklang bringt, vom Fluch und Elend des Krieges befreit und auf die Nutzung aller verfügbaren Kraftquellen des Erdballs bedacht ist, ein System, in dem die Gewalt zur Dienerin der Gerechtigkeit gemacht ist, dessen Leben von der allumfassenden Anerkennung eines Gottes und vom Gehorsam gegen eine gemeinsame Offenbarung getragen ist – dies ist das Ziel, dem die Menschheit, durch die vereinenden Lebenskräfte angetrieben, zustrebt.«Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 296f
Q3.3. Vorgehensweisen und Umweltschutz3.3:1Bewahrung und Schutz der Umwelt müssen sowohl vom einzelnen als auch von der Gesellschaft getragen werden. Shoghi Effendi bemerkt in einem Brief, der in seinem Auftrag geschrieben wurde:3.3:2»Wir können unser Herz nicht von unserer Umwelt trennen, die uns umgibt, und behaupten, dass alles sich zum Bessern verändert, wenn erst einmal eins von diesen beiden neu gestaltet ist. Der Mensch ist organisch mit der Welt verbunden. Sein inneres Leben gestaltet die Umwelt und wird zutiefst von ihr beeinflusst. Eins wirkt auf das andere, und jede bleibende Veränderung im Leben des Menschen ist das Ergebnis dieser Wechselwirkungen.
3.3:3Außer den Lehren Bahá’u’lláhs schenkt keine Bewegung in der Welt diesen beiden Aspekten im menschlichen Leben die gebührende Aufmerksamkeit, noch besitzt sie die notwendigen Maßregeln zu ihrer Verbesserung. Darin besteht ihr Wesensmerkmal. Wenn wir also das Wohl der Welt wünschen, müssen wir uns bemühen, diese Lehren zu verbreiten und sie in unserem Leben zu verwirklichen. Durch sie wird das menschliche Herz verwandelt, durch sie wird unsere gesellschaftliche Umwelt die Atmosphäre bieten, in der wir geistig wachsen und das volle Licht der Offenbarung Bahá’u’lláhs widerspiegeln können.«Sekretär Shoghi Effendis, An einen Gläubigen, Brief vom 17. Februar 1933
Q3.3:4Zur Lösung der Weltprobleme schreibt Shoghi Effendi:3.3:5»Wir bedürfen einer Umwandlung der Herzen, einer Neugestaltung all unserer Auffassungen und einer Neuorientierung unserer Tätigkeiten. Das Innenleben des Menschen wie auch die äußere Umwelt müssen umgebildet werden, soll die Rettung der Menschheit sichergestellt sein.«Sekretär Shoghi Effendis, An einen Gläubigen, Brief vom 27. Mai 1927
Q3.3:6Auf der staatlichen Ebene fordert das Universale Haus der Gerechtigkeit die »globale Zusammenarbeit der Völkerfamilie zur Ausarbeitung und Durchsetzung von Maßnahmen zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts, mit dem der Schöpfer diese Erde ausgestattet hat.«Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Sekretariatsabteilung, An einen Gläubigen, Brief vom 18. Oktober 1981
Q Das Haus der Gerechtigkeit erklärt:3.3:7»Bahá’u’lláh hat die Nationen der Welt ermahnt, aus ganzem Herzen zusammenzuarbeiten, um dem Wohl der ganzen Menschheit zu dienen, und sich zu vereinigen auf der Suche nach Mitteln und Wegen, den vielfältigen Umweltproblemen auf unserem Planeten zu begegnen. Solange die Nationen der Welt diese Ermahnungen weder verstehen noch befolgen, werden nach Ansicht des Hauses der Gerechtigkeit bei der Lösung der Umweltprobleme kaum Fortschritte zu verzeichnen sein …«Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Sekretariatsabteilung, An einen Gläubigen, Brief vom 18. Oktober 1981
Q3.3:8Die Aufgabe des einzelnen Bahá’í und der Bahá’í-Gemeinden beim Schutz »der wilden Tiere und des Naturzustandes der Welt«Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Sekretariatsabteilung, An einen Gläubigen, Brief vom 14. Juni 1984
Q umreißt das Universale Haus der Gerechtigkeit wie folgt:3.3:9»… am besten können Sie mithelfen, die Tiere in der Natur zu schützen und den natürlichen Zustand der Welt zu erhalten, indem Sie keine Mühe scheuen, Ihre Mitmenschen von der Botschaft Bahá’u’lláhs zu unterrichten und sie für Seine Sache zu gewinnen.
3.3:10Indem sich die Herzen der Menschen ändern und sie im Lichte der Lehren Bahá’u’lláhs in Einheit zu arbeiten anfangen, werden sie viele praktische Maßnahmen durchführen können, die zur Verbesserung des Zustands der Welt beitragen. Dies zeichnet sich bereits in den Bemühungen um soziale und wirtschaftliche Entwicklung in den Gebieten ab, wo große Bahá’í-Gemeinden entstanden sind. Natürlich dürfen Sie auch Menschen unterstützen, mit denen Sie in Kontakt kommen und die an der Verbesserung der Welt interessiert sind, aber die grundlegende Problemlösung ist die von Bahá’u’lláh überbrachte.«Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Sekretariatsabteilung, An einen Gläubigen, Brief vom 14. Juni 1984
Q3.3:11Zusätzlich zur Beschäftigung mit diesen Fragen auf einer grundlegenden geistigen Ebene werden die Bahá’í zur Zusammenarbeit mit Personen und Gruppen, die an der Verbesserung der Umwelt interessiert sind, ermutigt. Die Bahá’í-Gemeinden sind gehalten, »die Unterstützung von Bemühungen, die Umwelt durch Verfahren im Einklang mit dem Lebensrhythmus unserer Gemeinschaft zu bewahren«Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 1989
Q, zum Wesensbestandteil ihrer laufenden Tätigkeiten zu machen.4. Das Bild der Zukunft4:1»Der Herr der ganzen Menschheit hat das Menschenreich zum Garten Eden, zum irdischen Paradies gestaltet. Findet das Menschenreich den Weg, den es finden muss, zu Eintracht und Frieden, zu Liebe und allseitigem Vertrauen, so wird es ein wahres Gefilde der Seligkeit, eine Stätte vielfältigen Segens und unendlicher Wonne. Dann wird die Menschheit ihre Vortrefflichkeit offenbaren, dann wird die Sonne der Wahrheit ihre Strahlen auf alle Lande werfen.«‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 220:1
QBibliografieb.1:1Bahá’u’lláhb.1:2Ährenlese, Bahá’í Verlag 2017b.1:3Botschaften aus ‘Akká“, Bahá’í Verlag 1982b.1:4Brief an den Sohn des Wolfes, Bahá’í Verlag 1988b.1:5Kitáb-i-Aqdas, Bahá’í Verlag 2016b.1:6Gebete und Meditationen, Bahá’í Verlag 2008b.1:7Die verborgenen Worte, Bahá’í Verlag 2017b.1:8 ‘Abdu’l-Baháb.1:9Briefe und Botschaften, Bahá’í Verlag 1998b.1:10Beantwortete Fragen, Bahá’í Verlag 2016b.1:11Ansprachen in Paris, Bahá’í Verlag 2014b.1:12Das Geheimnis göttlicher Kultur, Bahá’í Verlag 2018
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