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20:1Für das Ḥuqúqu’lláh gibt es eine vorgeschriebene Verfahrensweise. Nach der Gründung des Hauses der Gerechtigkeit wird dessen Regelung in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes bekannt gemacht werden.2121:1Verherrlicht seiest Du, mein mitleidvoller Herr! Ich flehe Dich an, beim tosenden Weltmeer Deines heiligen Wortes, bei den mannigfachen Zeichen Deiner höchsten Souveränität, bei den zwingenden Beweisen Deiner Göttlichkeit und bei den verborgenen Geheimnissen, die in Deiner Erkenntnis verwahrt sind, verleihe mir Deine Gnade, Dir und Deinen Erwählten zu dienen, und befähige mich, pflichtgetreu Dein Ḥuqúq darzubringen, wie Du es in Deinem Buche verordnet hast.21:2Ich bin es, o mein Herr, der seine Liebe in Dein Reich der Herrlichkeit legt und sich beharrlich an den Saum Deiner Großmut klammert. O Du Herr allen Seins, Du Herrscher im Reiche der Namen! Ich flehe Dich an, versage mir nicht, was Du besitzest, noch enthalte mir vor, was Du Deinen Erwählten bestimmt hast.21:3Ich bitte Dich flehentlich, o Du Herr aller Namen und Schöpfer der Himmel, stehe mir durch Deine stärkende Gnade bei, in Deiner Sache so standhaft zu sein, dass die Eitelkeiten der Welt mich nicht wie ein Schleier von Dir ausschließen, noch dass die gewaltige Unruhe mich behindere, mit der die Übeltäter sich erhoben haben, Dein Volk in Deinen Tagen irrezuführen. Bestimme mir sodann, Du meine Herzenssehnsucht, das Gute dieser und der zukünftigen Welt. Wahrlich, Du bist machtvoll zu tun, was Du willst. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Immervergebenden, dem Großmütigsten.Auszüge aus den Schriften ‘Abdu’l-Bahás2222:1O ihr Freunde ‘Abdu’l-Bahás! Zum Zeichen Seiner grenzenlosen Großmut hat der Herr für Seine Diener gnädiglich eine genau bestimmte Geldgabe vorgesehen, das Ihm gehorsam darzubringen ist, obgleich Er, der Wahre, wie auch Seine Diener allezeit unabhängig von allem Erschaffenen sind, und Gott ist wahrlich der Allbesitzende, hoch erhaben über das Verlangen nach einer Gabe von Seinen Geschöpfen. Aber diese festgesetzte Geldgabe lässt das Volk fest und standhaft werden und mehrt das, was von Gott kommt. Es ist über den Hüter der Sache Gottes darzubringen, damit es für die Verbreitung der Düfte Gottes und die Verherrlichung Seines Wortes, für mildtätige Zwecke und für das Allgemeinwohl ausgegeben werde.5‘Abdu’l-Bahá, ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 27, Auflage 3.02-Online (2021-06-12)Q2323:1Wie vom Urquell der Schöpfung vorherbestimmt, wurde der Tempel der Welt nach dem Bild und der Form des Menschenleibs gestaltet. In der Tat spiegelt das eine das andere wider, würdet ihr es nur mit scharfsichtigem Auge betrachten. Damit ist gemeint: Wie in dieser Welt der Menschenleib zwar äußerlich aus verschiedenen Gliedern und Organen zusammengesetzt ist, aber in Wirklichkeit eine fest gefügte Wesenseinheit bildet, so gleicht die stoffliche Welt in ihrem Aufbau einem Einzelwesen, dessen Glieder und Teile untrennbar miteinander verbunden sind.23:2Wer einen Blick für die Wirklichkeiten aller Dinge hat und sie entdeckt, dem wird klar, dass die Größte Verbundenheit, welche die Welt des Seins zusammenhält, im Innersten aller erschaffenen Dinge ruht und dass Zusammenarbeit, gegenseitige Hilfe und Wechselseitigkeit Wesensmerkmale am Gesamtkörper des Seins sind, zumal alle erschaffenen Dinge eng miteinander verbunden sind und eins vom anderen beeinflusst wird und unmittelbar oder mittelbar Nutzen zieht.23:3Betrachte zum Beispiel, wie eine Gruppe erschaffener Dinge das Pflanzenreich, eine andere das Tierreich bildet. Jede dieser Gruppen nutzt bestimmte Elemente aus der Luft, von denen ihr eigenes Leben abhängt, während jede diejenigen Elemente vermehrt, die für das Leben der anderen notwendig sind. Mit anderen Worten sind Wachstum und Entwicklung der Pflanzenwelt ohne das Vorhandensein des Tierreiches unmöglich; der Fortbestand des Tierlebens ist ohne die Mitarbeit des Pflanzenreiches unvorstellbar. Von der gleichen Beschaffenheit sind die zwischen allen erschaffenen Dingen insgesamt bestehenden Beziehungen. Deshalb wurde erklärt, dass Zusammenarbeit und Wechselseitigkeit dem Gesamtkörper des Seins innewohnende Wesensmerkmale sind, ohne die sich die gesamte Schöpfung in ein Nichts auflöste.23:4Überschaust du den unermesslichen Bereich der Schöpfung, so nimmst du wahr, wie die Zeichen und Beweise für die Wahrheit, dass Zusammenarbeit und Wechselseitigkeit auf der höheren Ordnungsstufe größer sind als auf einer niedrigeren, desto deutlicher sind, je höher ein Schöpfungsreich auf dem aufsteigenden Bogen steht. Zum Beispiel sind die klaren Zeichen dieser grundlegenden Wirklichkeit im Pflanzenreich deutlicher als im Mineralreich und im Tierreich noch offensichtlicher als im Pflanzenreich.23:5Und dem entsprechend siehst du, wenn du die Menschenwelt aufmerksam betrachtest, dieses wundersame Phänomen von allen Seiten in höchster Vollkommenheit strahlen, da auf dieser Stufe Zusammenarbeit, gegenseitige Hilfe und Wechselseitigkeit nicht auf den Körper und das der materiellen Welt Zugehörige beschränkt sind, sondern für alle Zustände gelten, seien sie materiell oder geistig, wie Vernunft, Denken, Meinung, Benehmen, Sitten, Geisteshaltung, Verständnis, Gefühle oder andere menschliche Regungen. Bei alledem wirst du diese verbindenden Beziehungen fest verankert sehen. Je mehr diese gegenseitige Beziehung verstärkt und erweitert wird, desto mehr wachsen in der menschlichen Gesellschaft Fortschritt und Wohlstand. In der Tat wären ohne diese wichtigen Verbindungen wahres Glück und Erfolg für die Menschheit völlig unerreichbar.23:6Bedenke nun, wenn für die Menschen, die nur Erscheinungsformen der Welt des Daseins sind, diese bedeutsame Sache so wichtig ist, um wie viel größer muss der Geist der Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe unter denen sein, die der Wesenskern der Welt der Schöpfung sind, die den schützenden Schatten des himmlischen Baumes suchten und von den Manifestationen göttlicher Gnade begünstigt wurden; wie müssen die Beweise dieses Geistes durch ihre ernsthaften Bemühungen, ihre Kameradschaft und Eintracht in jedem Bereich ihres inneren und äußeren Lebens, im Reiche des Geistes und der göttlichen Geheimnisse sowie in allen Dingen dieser und der nächsten Welt zutage treten. Ohne Zweifel müssen sie sogar bereit sein, ihr Leben füreinander zu opfern.23:7Dies ist das Grundprinzip, auf dem die Institution des Ḥuqúqu’lláh errichtet ist, sind ihre Einnahmen doch der Förderung dieser Ziele gewidmet. Ansonsten war der eine wahre Gott seit jeher von allem außer Ihm selbst unabhängig und wird es immer sein. So wie Er allen Geschöpfen ermöglichte, an Seiner grenzenlosen Güte und Gnade teilzuhaben, ist Er auch in der Lage, Seinen Geliebten aus den Schatzkammern der Macht Reichtum zu bescheren. Jedoch liegt die Weisheit dieses Gebotes darin, dass die Tat des Gebens in Gottes Augen wohlgefällig ist. Bedenke, wie wohlgefällig diese machtvolle Tat in Seiner Bewertung sein muss, dass Er sie Seinem eigenen Selbst zugute kommen lässt. Frohlocke also, du Volk der Großmut!23:8Wir hoffen inständig, dass in diesem Größten Zyklus die wunderbaren Eigenschaften des Allbarmherzigen durch die unendliche Güte und den Segen des Königs der Herrlichkeit im Leben der Diener Gottes dergestalt sichtbar werden mögen, dass ihr Wohlgeruch seinen Duft über alle Regionen verbreitet.23:9Diese Sache bedarf weiterer Erläuterung, wir haben sie jedoch kurz behandelt.2424:1O meine himmlischen Freunde! Es ist gewiss und offenkundig, dass der Unvergleichliche immer gepriesen wird für Seinen absoluten Reichtum, berühmt ist für Sein allumfassendes Erbarmen, herausgehoben durch Seine ewige Gnade und bekannt für Seine Gaben an die ganze Welt des Daseins. Dennoch auferlegt Er in Seiner unergründlichen Weisheit und als einzigartige Prüfung, die den Freund vom Fremdling unterscheidet, Seinen Dienern das Ḥuqúq und macht es ihnen zur Pflicht.24:2Wer dieses wichtige Gebot beachtet, der empfängt himmlischen Segen; sein Angesicht strahlt hell in beiden Welten, der süße Duft des zarten Erbarmens Gottes zieht ihm in die Nase. Ein Zeichen von Gottes vollendeter Weisheit ist, dass das Zahlen des Ḥuqúq dem Geber ermöglicht, fest und standhaft zu werden, und einen großen Einfluss auf sein Herz und seine Seele ausübt. Überdies wird das Ḥuqúq für wohltätige Zwecke verwendet.2525:1Danke Gott dafür, dass Er dir gnädig beisteht, den ausdrücklichen Befehl Seines Heiligsten Buches zu befolgen, da du dich erhebst, die Ḥuqúq-Pflicht zu erfüllen, und da Gott deine edle Tat annimmt.25:2Wisse außerdem, dass, wer dem Allbarmherzigen treu dient, von Ihm aus Seiner himmlischen Schatzkammer bereichert wird und dass die Ḥuqúq-Zahlung nur eine Prüfung ist, die Er Seinen Dienern und Dienerinnen auferlegt. So wird jeder wahre und aufrichtige Gläubige das Ḥuqúq darbringen zur Unterstützung der Armen, der Behinderten, der Bedürftigen und der Waisen sowie für andere lebenswichtige Erfordernisse der Sache Gottes, so wie Christus einen Fonds für wohltätige Zwecke gegründet hat.Auszug aus einem Brief im Auftrag Shoghi Effendis2626:1Groß ist der Lohn, den Gott den treuen, ergebenen Seelen bestimmt hat, den reinen, losgelösten Wesen, die spontan einen Teil ihres irdischen Besitzes entweder zu ihren Lebzeiten oder durch ihr Testament der Sache Gottes darbringen und das ehrende Vorrecht haben, ihre Pflichten gegen das Ḥuqúqu’lláh zu erfüllen.26:2Versichern Sie den Spendern und den Hinterbliebenen derer, die zu Gott aufgestiegen sind, in meinem Auftrag, dass diese Bemühungen und Gaben ganz gewiss göttliche Bestätigungen, himmlischen Segen und unermessliche Gnaden anziehen und die vielfältigen Belange der Internationalen Bahá’í-Gemeinde fördern. Wohl ihnen, da Gott sie befähigte, das zu erfüllen, was ihre Stufe in dieser und der künftigen Welt erhöhen wird.23. Juni 1945, Shoghi Effendi an einen Gläubigen, aus dem PersischenQAuszüge aus Briefen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und in seinem Auftrag2727:1Solch ein einzigartiges Zusammentreffen bevorstehender Errungenschaften – die Veröffentlichung des Kitáb-i-Aqdas, der Fortschritt der Bauvorhaben am Berg Karmel, der Abschluss des Sechsjahresplanes, die Eröffnung des heiligen Jahres – beseelt die Erwartungen der Bahá’í-Welt, schlägt die Bühne auf für noch machtvollere Bemühungen als die bereits in Angriff genommenen und zeigt uns allen den Beginn eines neuen Abschnitts der Geschichte an. Somit scheint es angebracht, dass das heilige Gesetz, das jeden Mann und jede Frau befähigt, sein oder ihr persönliches Gefühl der Hingabe an Gott in einem zutiefst vertraulichen, das Gemeinwohl fördernden, den einzelnen Gläubigen unmittelbar mit der zentralen Institution des Glaubens verbindenden Gewissensakt auszudrücken – in einem Gewissensakt, der überdies den Gehorsamen und Aufrichtigen der unbeschreiblichen Gnade und des überreichen Segens der Vorsehung versichert –, dass dieses heilige Gesetz in diesem günstigen Augenblick von allen angenommen wird, die ihren Glauben an die höchste Manifestation Gottes bekennen. In Demut vor unserem souveränen Herrn kündigen wir an, dass ab Riḍván 1992, dem Beginn des heiligen Jahres, das Gesetz des Ḥuqúqu’lláh, des Rechtes Gottes, weltweit anwendbar wird. Alle sind in Liebe aufgefordert, es zu beachten.Riḍván 1991, Das Universale Haus der Gerechtigkeit an die Bahá’í der WeltQ2828:1Und jetzt, in ungeduldiger Erwartung der beiden großen GedenkveranstaltungenDer Hinweis bezieht sich auf das feierliche Ereignis des hundertsten Jahrestages des Hinscheidens Bahá’u’lláhs und der Hundertjahrfeier zur Einsetzung Seines mächtigen BundesA wie auch der bevorstehenden Veröffentlichung des Mutterbuches der Bahá’í-Offenbarung tritt das Gesetz des Ḥuqúqu’lláh als eine feste Lebensregel aller Mitglieder unserer ganzen Weltgemeinschaft in Kraft. Mögen die verheißenen göttlichen Gnadengaben, die mit der Inkraftsetzung dieses heiligen Gesetzes verbunden sind, auf die Geliebten des Herrn in jedem Land herniederströmen. Riḍván 1992, Das Universale Haus der Gerechtigkeit an die Bahá’í der WeltQ2929:1Das Universale Haus der Gerechtigkeit hofft inständig, dass der Geist des Heiligen Jahres und die Wirkung des Gehorsams gegenüber dem Gesetz des Ḥuqúqu’lláh das Bewusstsein der Gläubigen für die heilige Natur der Fonds des Glaubens und die wesentliche Rolle, die sie bei der Verwirklichung der Offenbarung Bahá’u’lláhs spielen, neu beleben wird.19. Juni 1992, im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Nationalen Geistigen RatQ3030:1Die Institution des Ḥuqúqu’lláh wird im Laufe dieser Sendung zur Vergeistigung der Menschheit beitragen, indem sie eine neue Haltung gegenüber dem Erwerb und der Nutzung materieller Ressourcen fördert. Sie wird die für große gemeinsame Unternehmungen benötigten materiellen Ressourcen bereitstellen, um die Lebensumstände allgemein zu verbessern, und sie wird machtvoll beim Entstehen einer Weltkultur mitwirken.12. Januar 2003, Das Universale Haus der Gerechtigkeit an die Bevollmächtigten Treuhänder und Repräsentanten der Institution des Ḥuqúqu’lláhQ3131:1Was Ihre Sorge ums Geld angeht, so ist der Erwerb von Reichtum an sich nichts Fürchterliches, sondern eine praktische Notwendigkeit. Das Problematische am Reichtum erwächst aus einer unangemessenen Haltung gegenüber dem Besitz und seinem Gebrauch. In dieser Hinsicht mag es hilfreich für Sie sein, die Verborgenen Worte (persisch) Nr. 80, 81 und 82 zu lesen. Wie in so vielen anderen Lebensfragen auch, gibt uns Bahá’u’lláh durch Seine Lehren ein Mittel an die Hand, um uns vor der Prüfung durch Reichtum zu bewahren, indem Er das Gesetz des Ḥuqúqu’lláh verordnet, zu den Bahá’í-Fonds beizutragen ermöglicht und zu menschenfreundlichen Unternehmungen zum Wohle aller ermutigt.7. Oktober 2005, im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen GläubigenQAnwendung des Gesetzes des Ḥuqúqu’lláh
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