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4:15… je mehr sie in ihren Zwanzigern fortschreiten, desto weiter wird ihr Horizont. Andere Dimensionen eines kohärenten Lebens, die genauso herausfordernd und äußerst verdienstvoll sind, beginnen ihre Aufmerksamkeit stärker zu beanspruchen. Für viele wird ihre weitergehende akademische oder berufliche Ausbildung im Rahmen der sich ihnen bietenden Möglichkeiten unmittelbare Priorität haben, und neue Räume der Interaktion mit der Gesellschaft öffnen sich. Darüber hinaus werden sich die jungen Frauen und Männer des Aufrufs der Feder des Höchsten sehr bewusst: »Tretet in den Stand der Ehe, o Menschen, auf dass aus euch ein Nachkomme erstehe, der Meiner unter Meinen Dienern gedenkt«
und »jeder [soll sich] einem Gewerbe oder einem Beruf widmen.«
Nachdem sie einen Beruf ergriffen haben, versuchen die jungen Menschen natürlich, auf ihrem Gebiet einen Beitrag zu leisten oder es sogar im Licht der Einsichten voranzubringen, die sie aus ihrem fortgesetzten Studium der Offenbarung gewonnen haben, und sie bemühen sich, Vorbilder an Integrität und Vortrefflichkeit zu sein. Bahá’u’lláh preist jene, »die sich den Unterhalt durch ihren Beruf verdienen und ihn für sich und ihre Angehörigen verwenden, in der Liebe zu Gott, dem Herrn aller Welten.«
Diese Generation von Jugendlichen wird Familien gründen, die die Grundlagen für blühende Gemeinden sicherstellen. Durch ihre wachsende Liebe zu Bahá’u’lláh und ihre persönliche Verpflichtung gegenüber dem Maßstab, zu dem Er sie aufruft, werden ihre Kinder die Liebe zu Gott »mit der Muttermilch« in sich aufnehmen und werden immer den Schutz Seines göttlichen Gesetzes suchen.Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Konferenz der Kontinentalen Beraterämter, 29. Dezember 2015, Abs. 34–39Q4:15_14***4:16… wenn ich die Möglichkeiten betrachte, die ein so gewaltiger Feldzug dem eifrigen und wagemutigen Geist zu bieten hat, der die Jugendlichen im Dienste der Sache Bahá’u’lláhs so mächtig belebt, … Eine solche Beteiligung kann die Kritiker und Feinde des Glaubens, die in unterschiedlichen Graden des Misstrauens und der Entrüstung den Entwicklungsprozess der Sache Gottes und ihrer Institutionen beobachten, am besten von der unzweifelhaften Wahrheit überzeugen, dass dieser Glaube ungemein lebendig, bis in den innersten Kern gesund und sein Schicksal in sicherer Hut ist.Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Konferenz der Kontinentalen Beraterämter, 29. Dezember 2015, Abs. 34–39Q4:16_15***4:17Die Aktivitäten, Hoffnungen und Ideale der Bahá’í-Jugend in Amerika, wie auch in allen anderen Erdteilen, liegen mir sehr am Herzen. Auf ihr liegt künftig die entscheidende und herausfordernde Verantwortung, die Interessen der Sache Gottes zu fördern, ihre weltweiten Aktivitäten zu koordinieren, ihren Wirkungskreis auszudehnen, ihre Reinheit zu sichern, ihre Werte zu erhöhen, ihre Absicht darzustellen und ihre Ideale und Ziele in denkwürdige und bleibende Errungenschaften umzusetzen. Sie hat eine sehr große Aufgabe, heilig, gewaltig und fesselnd zugleich. Möge der Geist Bahá’u’lláhs sie beschützen, begeistern und ihr Kraft geben bei der Erfüllung ihrer göttlich auferlegten Pflicht!Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Nachschrift zu einem Brief vom 26. Okt, 1932, zitiert in: Bahá’í YouthQ4:17_16***4:18Wenn die jüngere Bahá’í-Generation, auf die Shoghi Effendi große Hoffnung setzt, sich die Mühe macht, die Sache Gottes gründlich und sorgfältig zu studieren, wenn sie deren Geschichte liest, die Hauptgrundsätze erkennt und gleichzeitig gut unterrichtet und tatkräftig wird, dann kann sie sicherlich viel erreichen. Auf ihre Schultern hat der Meister die gewaltige Aufgabe der Lehrarbeit gelegt, Sie sind es, die den Ruf des Königreiches erschallen lassen und die Menschen aus dem Schlaf erwecken müssen, Versagen sie, so ist die Sache Gottes zum Stillstand verurteilt.Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 26. April 1923, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 47Q4:18_17***4:19Der Hüter meint, dass die Rolle der Bahá’í-Jugend in diesen Tagen immer mehr an Bedeutung gewinnt und dass sowohl euer Ausschuss als auch alle örtlichen Ausschüsse alles in ihrer Kraft stehende unternehmen sollten, die jungen Bahá’í zu mehr Aktivität und größerem Verantwortungsbewusstsein zu ermutigen. Sie müssen auf dem Gebiet des Lehrens, als Pioniere und Umsiedler und in der Verwaltung der Sache zunehmend aktiv werden. Gerade auf diese Jugendlichen werden die zahlreichen und verantwortungsvollen Aufgaben der Zukunft zukommen, wenn die Zeit reif ist, ihren Mitmenschen die Vollkommenheit der Gesetze und der Weltordnung Bahá’u’lláhs so beweisen müssen, dass die verwirrte Menschheit in ihnen ihre einzige Zuflucht findet.Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 19. Juni 1941, zitiert in: Dawn of a New Day, S. 181Q4:19_18***4:20Es ist die Jugend, auf die der Hüter heute erwartungsvoll blickt, und es sind ihre Schultern, auf die er die ganze Verantwortung für das Vorankommen des Glaubens legt. Gerade sie hat die Gelegenheit, sich zu erheben und dieser großen Sache Gottes bis zum Äußersten zu dienen.Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Jugend in Indien, Brief in seinem Auftrag vom 6. Juli 1933, zitiert in: Dawn of a New Day, S. 196Q4:20_19***4:21Die Verantwortung der jungen Gläubigen ist sehr groß, denn sie müssen nicht nur sich selbst vorbereiten, die Arbeit der älteren Bahá’í übernehmen und die Angelegenheiten des Glaubens im Allgemeinen vorantragen; vielmehr wird die Welt, die vor ihnen liegt, nach den Verheißungen Bahá’u’lláhs eine von Leiden gezüchtigte Welt sein, die endlich bereit sein wird, auf Seine göttliche Botschaft zu hören. Von den Vertretern dieser Religion wird demnach ein besonders edler Charakter erwartet werden. Euer Wissen zu vertiefen, sich nach den Bahá’í-Maßstäben der Tugend und des aufrichtigen Verhaltens zu vervollkommnen, sollte die vorrangige Aufgabe jedes jungen Bahá’í sein.Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Jugend in Bombay, Indien, Brief vom 6. Juni 1941, zitiert in: Geistiger Adel, S. 26Q4:21_20***4:22De Hüter war erfreut, von eurer Jugendgruppe zu hören. Die Kinder, die in den weltumfassenden Lehren Bahá’u’lláhs erzogen werden, werden unzweifelhaft zu einem wahrhaft neuen Menschengeschlecht heranwachsen. Er hofft, dass sich diese jungen Menschen auf die große Aufgabe vorbereiten, die sie in Zukunft erwartet, die Aufgabe beim Neuaufbau der Welt unter dem Beistand und der Erleuchtung der Bahá’í-Lehren mitzuhelfen.Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Gruppe in Hobarth, Australien, Brief vom 25. Dez. 1941, zitiert in: Ziele der Kindererziehung, 127:1QAndacht und Dienst5:1Befasst euch nicht rastlos mit euren eigenen Belangen! Lasst eure Gedanken fest auf das gerichtet sein, was das Glück der Menschheit wiederherstellen und der Menschen Herzen und Seelen heiligen wird.Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, 43:4Q5:1_21***5:2… die sterblichen Menschen [gelangten] aus dem völligen Nichtsein zu dem Zweck ins Reich des Seins, für die Besserung der Welt zu wirken und miteinander in Einklang und Harmonie zu leben.Bahá’u’lláh, zitiert in: Vertrauenswürdigkeit, Abs. 21Q5:2_22***5:3Es gibt nichts Lieblicheres in der Welt des Seins als das Gebet! Die Menschen müssen in einem Gebetszustand leben. Der gesegnetste Zustand ist der des Betens und Flehens. Gebet ist Zwiesprache mit Gott. Die größte Fähigkeit oder der lieblichste Zustand ist kein anderer als die Zwiesprache mit Gott. Sie schafft Geistigkeit, Bewusstheit und himmlische Gefühle, sie erzeugt neue Anziehungen vom Königreich und erweckt die Empfänglichkeit der geistigen Natur.‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 8, no. 4 (17. Mai 1917), p. 41Q5:3_23***5:4Es geziemt dem Diener, zu Gott zu beten, Seinen Beistand zu suchen, demütig zu bitten und Seine Hilfe zu erflehen. Das entspricht der Stufe des Dienens. Der Herr wird in Seiner vollkommenen Weisheit verordnen, was immer Er wünscht.‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 24:1Q5:4_24***5:5Versammelt euch in größter Freude und Verbundenheit und sprecht die Verse, die der barmherzige Herr offenbart hat. Indem ihr dies tut, werden eurem inneren Wesen die Tore wahren Verstehens geöffnet und ihr werdet spüren, wie eure Seele mit Standhaftigkeit belehnt wird und euer Herz mit strahlender Freude erfüllt wird.Bahá’u’lláh, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 68:1Q5:5_25***5:6An diesen Andachten kann jede Seele teilnehmen und hat die Möglichkeit, die himmlischen Düfte zu atmen, die Süße des Gebets zu erleben, über das schöpferische Wort zu meditieren, sich auf den Schwingen des Geistes zu bewegen und Zwiesprache mit dem Einen Geliebten zu halten.Das Universale Haus der Gerechtigkeit, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 76:1Q5:6_26***5:7Mein Gott, mein Vielgeliebter! Wenn einmal Deine Gesetze herabgesandt sind, gibt es keinen Ort, dahin man fliehen kann, und nach der Verkündigung Deiner Gebote gibt es für keine Seele eine Zuflucht. Du hast der Feder die Geheimnisse Deiner Ewigkeit eingeflößt und ihr geboten, den Menschen zu lehren, was er nicht weiß, und Du hast ihn aus dem Kelch deiner Offenbarung und deiner Eingebung von den lebendigen Wassern der Wahrheit trinken lassen.Bahá’u’lláh, in: Gebete und Meditationen, 116:1Q5:7_27***5:8Ein Menschengeschlecht, unvergleichlich in seiner Wesensart, soll erweckt werden, das mit den Füßen der Loslösung unter alle, die im Himmel und auf Erden sind, treten und den Mantel der Heiligkeit über alles werfen wird, was aus Wasser und Erde geschaffen wurde.Bahá’u’lláh, zitiert in: Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit, S. 52Q5:8_28***5:9Würde einer von ihnen auch nur für eine Sekunde seine Er folge seinen eigenen Fähigkeiten zuschreiben, so wäre sein Werk am Ende und sein Abstieg würde beginnen. Dies ist tat sächlich der Grund, warum so viele befähigte Seelen sich nach wundervollen Diensten plötzlich unfähig gefühlt haben und vielleicht vom Geist der Sache als unnütze Werkzeuge beiseite geworfen wurden. Der Maßstab ist das Ausmaß, in dem wir bereit sind, den Willen Gottes durch uns wirksam werden zu lassen.Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 31. März 1932, zitiert in: Über das Lehren, S. 56Q5:9_29***5:10Tatsächlich ist der Hauptgrund für die Übelstände, die derzeit in der Gesellschaft Überhand nehmen, der Mangel an Geistigkeit. Die materialistische Zivilisation unserer Zeit beansprucht die Energie und das Interesse der Menschen so sehr, dass die Leute allgemein nicht mehr die Notwendigkeit sehen, sich über die Mächte und Bedingungen ihres alltäglichen, materiellen Daseins zu erheben. Es gibt keine ausreichende Nach frage nach Dingen, die wir geistig nennen sollten, um sie von den Bedürfnissen und Erfordernissen unserer leiblichen Existenz zu unterscheiden. 5:11Die weltumspannende Krise, unter der die Menschheit leidet, ist daher in ihren Ursachen rein geistig. Der Geist dieser Zeit, als Ganzes gesehen, ist irreligiös. Die Lebensauffassung des Menschen ist zu roh und materialistisch, als dass es ihm ermöglichte, sich in die höheren Reiche des Geistes zu erheben. 5:12Diesen Zustand einer todkranken Gesellschaft sucht die Religion zu verbessern und zu wandeln, denn der Kern religiösen Glaubens ist ein mystisches Empfinden, das den Menschen mit Gott vereint. Diese Haltung der geistigen Verbindung lässt sich erreichen und bewahren durch Meditation und Gebet. Und das ist der Grund, warum Bahá’u’lláh die Andacht in ihrer Bedeutung so sehr betont. Für einen Gläubigen ist es nicht genug, nur die Lehren anzunehmen und zu befolgen. Er muss darüber hin aus den Sinn für Geistigkeit entwickeln, den er hauptsächlich durch das Gebet erwerben kann. Wie alle anderen göttlichen Religionen ist also der Bahá’í-Glaube im Grunde mystisch angelegt. Sein Hauptziel ist die Entwicklung des Einzelnen und der Gesellschaft durch den Erwerb geistiger Tugenden und Kräfte. Es ist die Seele des Menschen, die zuerst genährt werden muss; und das Gebet versorgt am besten mit dieser Nahrung. Die Gesetze und Institutionen, die Bahá’u’lláh vorsieht, können ihre Wirkung nur dann voll entfalten, wenn unser inneres geistiges Leben vervollkommnet und umgestaltet ist. Sonst wird Religion zur bloßen Organisation entarten, zu einer toten Hülle. 5:13Die Gläubigen, insbesondere die jungen, müssen daher die Notwendigkeit des Betens voll und ganz erkennen. Das Gebet ist absolut unerlässlich für ihre innere, geistige Entwicklung, und diese ist, wie schon gesagt, Grundlage und Zweck der Religion Gottes.Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 8. Dez. 1935, zitiert in: Über die Macht des Gebets, S. 23fQ5:13_30***5:14Die in Amerika und Europa vorherrschende Not sollte der Jugend die Sinnlosigkeit zu Bewusstsein bringen, ihr ganzes Leben auf rein materialistische Ziele zu beschränken. Sie sollte daraus lernen, dass die geistige Ausrichtung unser Leben maßgeblich bestimmen und unser Hauptziel die Veredelung unseres sittlichen Verhaltens und die Suche nach dem Ewigen und Beständigen sein sollte.Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 2. November 1931, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3fQ
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