Textzusammenstellung | Frauen
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10:1
Danke dem Herrn, dass du die erste Gläubige dieses VolkesDieses Sendschreiben war an eine Mrs. Pocohontas in Washington gerichtet. Laut Fáḍil Mázindarání war die Empfängerin des Sendschreibens eine schwarze Frau. Siehe Táríkh-i-Ẓuhúru’l-Ḥaqq, Band 8, Teil 2, S. 1209 (Ṭihrán: Bahá’í Publishing Trust, 132 B.E.). Zusätzliche Informationen aus dem Archiv des Nationalen Geistigen Rates der Vereinigten Staates weisen darauf hin, dass Louis Gregory in einer Geschichte der Bahá’í-Gemeinde in Washington, D.C., eine schwarze Bahá’í, Mrs. Pocohontas Pope, erwähnt, bei der es sich wahrscheinlich um dieselbe Person handelt. Frau Pope lernte den Bahá’í-Glauben durch Alma und Fanny Knobloch und Joseph und Pauline Hannen kennen. Zurzeit gibt es keine weiteren Informationen über Frau Pope.Q bist, die süßduftenden Brisen zu verbreiten suchst und dich aufmachst, andere zu führen. Ich hoffe, dass dein Antlitz durch die freigebige Gunst der Schönheit Abhá erleuchtet, dein Wesen angenehm und dein Duft verbreitet werden. Mögen deine Augen sehend, deine Ohren aufmerksam, deine Zunge beredt, dein Herz mit den erhabenen frohen Botschaften erfüllt und deine Seele durch die göttlichen Düfte erfrischt werden, damit du dich unter den Schwarzen erhebst, dich der Erziehung der Menschen widmest und mit Licht erfüllt werdest. Ist auch die Pupille des Auges schwarz, so ist sie doch die Quelle des Lichts. So solltest du sein. Die Wesensart sollte hell strahlen, nicht die äußere Erscheinung. Deshalb sprich voll Vertrauen und Gewissheit: »O Gott, mache mich zu einem strahlenden Licht, einer leuchtenden Lampe und einem funkelnden Stern, damit ich die Herzen mit hellem Strahl aus Deinem Königreich Abhá erleuchte …«aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
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Die Gründung einer Frauenvereinigung zur Förderung von Wissen ist sehr zu begrüßen, aber der Meinungsaustausch muss sich auf Erziehung und Bildung beschränken. Sie sollte so arbeiten, dass Meinungsverschiedenheiten nach und nach gänzlich verschwinden und sie nicht – was Gott verhüte – zu einem Streitgespräch zwischen Männern und Frauen führen. Was das Tragen des Schleiers betrifft, so sollte nichts Unweises getan werden. Jede Frau sollte heutzutage in einer Weise handeln, dass dies zur Ursache ewigen Ruhms für das ganze weibliche Geschlecht wird, damit alle Frauen erleuchtet werden. Der Weg dazu sind Versammlungen, um das Lehren zu lernen, Zusammenkünfte, bei denen sie die Schriften lesen, zum Königreich des Herrn offenbarer Zeichen flehen und für die Bildung der Mädchen sorgen. Denkt darüber nach, wie Jináb-i-Ṭáhirih lehrte. Sie war frei von jeder Besorgnis, und darum strahlte sie.
11:2
Nun sollte die Welt der Frauen eine geistige, keine politische Welt sein, damit sie strahle. Die Frauen anderer Nationen sind alle in Politik verstrickt. Welchen Nutzen hat das, welche Früchte trägt das? So gut ihr könnt, solltet ihr euch mit geistigen Themen beschäftigen, die der Verherrlichung des Wortes Gottes und der Verbreitung Seiner Düfte dienen. Euer Verhalten sollte zu allgemeiner Eintracht, zum Zusammenschluss und zum Wohlgefallen aller führen …
11:3
Ich mühe mich mit Bahá’u’lláhs Bestätigung und Hilfe, das Leben der Dienerinnen so zu verbessern, dass alle sich wundern werden. Dieser Fortschritt soll sich auf Geistigkeit, Tugenden, menschliche Vollkommenheit und göttliches Wissen beziehen. In Amerika, der Wiege der Frauenbewegung, sind die Frauen noch immer von politischen Einrichtungen ausgeschlossen, weil sie sich streiten. Es gibt nicht einmal eine Frau im Repräsentantenhaus. Sogar Bahá’u’lláh sprach: »O ihr Männer des Hauses der Gerechtigkeit.« Ihr müsst ruhig und gelassen sein, damit die Arbeit mit Weisheit voranschreitet, sonst wird solches Chaos entstehen, dass ihr alles liegenlasst und weglauft … »Dieses Neugeborene durchmisst in einer Nacht den Weg, der hundert Jahre erfordert.« Kurz, beschäftigt euch jetzt nur mit rein geistigen Themen und streitet nicht mit den Männern. ‘Abdu’l-Bahá wird taktvoll geeignete Schritte unternehmen. Seid dessen versichert! Zuletzt werdet ihr ausrufen: »Dies war wirklich höchste Weisheit!« Ich bitte euch dringend, diesen Streit zwischen Männern und Frauen zu beenden …
11:4
Niemand kann etwas allein erreichen. ‘Abdu’l-Bahá muss damit zufrieden sein und helfen.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
12
12:1
Wisse, o Dienerin, dass vor dem Antlitz Bahás die Frauen so viel gelten wie die Männer und dass Gott die ganze Menschheit nach Seinem Ebenbild erschaffen hat. Dies bedeutet, dass Männer und Frauen gleichermaßen die Verkünder Seiner Namen und Eigenschaften sind und vom geistigen Standpunkt aus keinen Unterschied zwischen ihnen besteht. Wer sich Gott nähert, ob Mann oder Frau, hat die größte Gunst erlangt. Wie viele glühend ergebene Dienerinnen haben sich im schützenden Schatten Bahás den Männern überlegen erwiesen und selbst die Berühmten der Erde überflügelt.
12:2
Das Haus der Gerechtigkeit jedoch ist gemäß dem ausdrücklichen Text des Gesetzes Gottes nur für MännerAus anderen Texten geht hervor, dass die Beschränkung der Mitgliedschaft auf Männer nur für das Universale Haus der Gerechtigkeit gilt, nicht aber für die Nationalen und Lokalen Häuser der Gerechtigkeit.Q bestimmt; dies ist eine der Weisheiten Gottes, des Herrn, die in absehbarer Zeit so klar wie die Sonne am Mittag offenbar werden wird.in: Briefe und Botschaften 38:3–4Q
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13:1
Eine Lehre Bahá’u’lláhs ist ferner die Wesensgleichheit von Frauen und Männern. Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich. Erst wenn die Frauenwelt der Männerwelt im Erwerb von Tugenden und Vollkommenheiten gleichkommt, sind Erfolg und Gedeihen so erreichbar, wie es sein soll.in: Briefe und Botschaften 227:18 Q
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14:1
In diesem Jahrhundert des Lichts wird offensichtlich, dass die Sonne der Wirklichkeit, das Wort Gottes, sich dem ganzen Menschengeschlecht offenbart hat. Eine der im Menschenreich verborgenen Anlagen war das Leistungsvermögen beziehungsweise die Fähigkeiten der Frau. Der Strahlenglanz der göttlichen Erleuchtung hat die Fähigkeiten der Frau in diesem Zeitalter soweit erweckt und in Erscheinung treten lassen, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau eine anerkannte Tatsache ist …
14:2
In der heutigen Zeit muss der Mensch die Wirklichkeit unparteiisch und vorurteilslos erforschen, um zu wahrer Erkenntnis und den richtigen Schlussfolgerungen zu gelangen. Was macht dann die Ungleichheit zwischen Mann und Frau aus? Beide sind Menschen. In ihren Fähigkeiten und Aufgaben ergänzen sie sich gegenseitig. Der Unterschied besteht allenfalls darin, dass der Frau die Möglichkeiten vorenthalten wurden, deren sich der Mann solang erfreute, insbesondere das Vorrecht der Bildung …
14:3
Die Wahrheit ist, dass in der ganzen Menschheit jeder Geschöpf und Diener des einen Gottes ist, und dass in Seinen Augen alle Menschen sind. Mensch ist ein Gattungsbegriff, der auf die ganze Menschheit zutrifft. Die biblische Aussage »Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei« bedeutet nicht, dass die Frau nicht erschaffen wurde. Die Ebenbildlichkeit Gottes gilt auch für sie. Im Persischen und Arabischen gibt es zwei verschiedene Begriffe, die im Englischen mit ›man‹ übersetzt werden: der eine bezieht sich auf Mann und Frau gleicherweise, der andere unterscheidet den Mann als männlich von der Frau als weiblich. Der erste Begriff und sein Pronomen ist ein generischer Sammelbegriff; der andere bezieht sich nur auf das Männliche. Im Hebräischen ist es genauso. Eine Unterscheidung, die Gott in der Schöpfung nicht vorgesehen hat, gelten zu lassen und an ihr festzuhalten, ist Unwissenheit und Aberglaube.…
14:4
Ich hoffe, dass überall auf den fünf Kontinenten, wo die Gleichberechtigung bis heute noch nicht vollständig anerkannt und verwirklicht ist, ihr Banner gehisst wird. Die Frau in dieser aufgeklärten westlichen Welt ist den Frauen des Orients einen gewaltigen Schritt voraus. Und es sollte noch einmal deutlich gesagt werden: Bevor Mann und Frau nicht die Gleichberechtigung anerkennen und verwirklichen, ist gesellschaftlicher und politischer Fortschritt weder hier noch irgendwo sonst möglich. Denn die Menschenwelt teilt sich in zwei Hälften: zum einen die Frauen, zum anderen die Männer. Solange diese beiden Teile nicht gleich stark sind, kann die Einheit der Menschheit nicht erreicht werden, und Glück und Wohl der Menschheit werden nicht verwirklicht. So Gott will, wird es so kommen.in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache vom 2. Mai 1912 beim Bund der Frauenvereine im Hotel La Salle, Chicago, IllinoisQ
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Heute sieht sich die Menschheit mit Fragen von größter Tragweite konfrontiert, Fragen, die charakteristisch für dieses strahlende Jahrhundert sind…
15:2
Eine dieser Fragen betrifft die Rechte der Frau und ihre Gleichstellung mit dem Mann. Früher war man der Ansicht, Frauen und Männer seien nicht gleichwertig – das heißt, die Frau galt als dem Manne unterlegen, sogar im Hinblick auf ihre Anatomie und Erschaffung. Insbesondere galt sie als weniger intelligent, und ganz allgemein herrschte die Vorstellung, es sei für sie nicht zulässig, in wichtigen Angelegenheiten mitzumischen. In manchen Ländern gingen die Männer so weit, zu glauben und zu lehren, die Frau gehöre einer dem Menschen untergeordneten Sphäre an. Aber in diesem Jahrhundert, dem Jahrhundert des Lichts und der Offenbarung von Geheimnissen, beweist Gott der Menschheit hinreichend, dass dies alles Unwissenheit und Irrtum ist; nein, vielmehr steht fest, dass Mann und Frau als Teil der gesamten Menschheit gleichrangig sind und keine Unterschiede in der Wertschätzung zulässig sind, denn alle sind Menschen. Die Missstände in vergangenen Jahrhunderten beruhten auf dem Mangel an Möglichkeiten für die Frau. Ihr wurde der Anspruch und das Recht auf Bildung versagt und sie konnte sich nicht entfalten. Selbstverständlich war so kein Fortschritt für sie möglich. Gott aber hat die ganze Menschheit erschaffen, und in den Augen Gottes gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Wessen Herz rein ist, ist vor Seinen Augen annehmbar, sei es Mann oder Frau. Gott fragt nicht: »Bist du eine Frau oder bist du ein Mann?« Er beurteilt die Taten der Menschen. Sind diese an der Schwelle des Herrlichen annehmbar, werden Mann und Frau dafür in gleicher Weise anerkannt und belohnt.in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache vom 20. Mai 1912 beim Suffragettentreffen, im Metropolitan Temple, Seventh Avenue and Fourteenth Street, New York.Q
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Die Menschheit besteht aus zwei Teilen: männlich und weiblich. Jeder ist die Ergänzung des anderen. Wenn daher ein Teil mangelhaft ist, wird der andere notwendigerweise unvollständig sein und Vollkommenheit kann nicht erreicht werden. Beim menschlichen Körper gibt es eine rechte und eine linke Hand, die funktionell gleiche Aufgaben übernehmen. Erweist sich eine von beiden als mangelhaft, so wird sich der Mangel natürlich auf die andere auswirken und die Vollständigkeit des Ganzen beeinträchtigen; denn sie können nicht normal arbeiten, solange nicht beide vollkommen sind. Wenn wir sagen, eine Hand sei unzulänglich, dann ist damit die Unfähigkeit und das Unvermögen der anderen Hand belegt; denn einhändig gibt es kein vollwertiges Ergebnis. So wie ein körperliches Unterfangen nur mit zwei Händen gelingt, so müssen auch beide Teile des Gesellschaftskörpers, Mann und Frau, vollkommen sein. Es entspricht nicht der Natur, dass ein Teil unentwickelt bleibt. Erst wenn beide vervollkommnet sind, kann die Menschheit Glück finden.in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache vom 20. Mai 1912 beim Suffragettentreffen, im Metropolitan Temple, Seventh Avenue and Fourteenth Street, New York.Q
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17:1
Früher befand sich die Frau in einer höchst beklagenswerten Lage, denn im Orient glaubte man, es sei für die Frau am besten, unwissend zu sein. Man hielt es für besser, dass sie weder lesen noch schreiben konnte, damit sie nichts von den Ereignissen in der Welt mitbekam. Man war der Meinung, dass die Frau erschaffen wurde, um Kinder zu erziehen und den Haushaltspflichten nachzukommen. An Ausbildungskursen teilzunehmen galt als unkeusch; und so wurden Frauen zu Gefangenen des Haushalts gemacht. Die Häuser hatten nicht einmal Fenster zur Straße hin. Bahá’u’lláh hat diese Vorstellungen verworfen und die Gleichwertigkeit von Mann und Frau verkündet. Er verhalf der Frau zu Ansehen durch das Gebot, dass alle Frauen Bildung erhalten sollen, dass es darin keinen Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern geben darf und Mann und Frau die gleichen Rechte zukommen. In der Wertschätzung Gottes besteht kein Unterschied des Geschlechts. Wessen Gedanken rein sind, wessen Bildung umfassender ist, wer größere wissenschaftliche Leistungen aufzuweisen hat und wer sich durch menschenfreundliche Taten hervortut, hat Anspruch auf alle Rechte und Anerkennung, sei er Mann oder Frau, weiß oder schwarz, es gibt keinen wie auch immer gearteten Unterschied.in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache vom 31. Mai 1912 im Rathaus von Fanwood, New JerseyQ
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Dass die Frau nicht vorankam und ihre Fähigkeiten nicht ausschöpfte, lag an der fehlenden Bildungs- und Chancengleichheit. Hätte man ihr diese Gleichstellung zugestanden, wäre sie zweifellos in ihren Fähigkeiten und ihrem Leistungsvermögen dem Manne ebenbürtig. Das Glück der Menschheit wird Wirklichkeit, wenn Mann und Frau gleichberechtigt zusammenwirken und voranschreiten, denn jeder ist Ergänzung und Helfer des anderen.in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache vom 9. Juni 1912 im Baptisten-Tempel Broad and Berks Street, Philadelphia, Pennsylvania.Q
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Er legt die Gleichberechtigung von Mann und Frau fest. Dies ist eine Besonderheit der Lehren Bahá’u’lláhs, denn alle anderen Religionen haben den Mann über die Frau gestellt.in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache vom 2. Dezember 1912 im Hause von Herrn und Frau Edward B. Kinney, 780 West End Avenue, New York Q
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Die Frauen sind mit den Männern auf Erden gleichberechtigt. Für die Religion und die Gesellschaft stellen sie einen sehr wichtigen Bestandteil dar. Solange den Frauen die höchsten Möglichkeiten verschlossen bleiben, werden sie außerstande sein, die Bedeutung zu erlangen, zu der sie fähig wären.in: Ansprachen in Paris, Auflage 10.03-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021, 2:2:43Q
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21:1
In der Menschenwelt … wird das weibliche Geschlecht als niedriger stehend betrachtet, und es werden ihm keine gleichen Rechte und Vorrechte gestattet. Dieser Zustand ist keine Folge der Natur, sondern der Erziehung. In der göttlichen Schöpfung gibt es keine derartige Unterscheidung. Vor dem Angesicht Gottes ist kein Geschlecht dem anderen überlegen. Warum sollte dann ein Geschlecht das andere als untergeordnet erklären und ihm wohlbegründete Rechte und Vorrechte vorenthalten, als hätte Gott seine Ermächtigung zu einem solchen Verhalten gegeben? Wenn die Frauen die gleichen Vorzüge der Erziehung genießen wie die Männer, so wird das Ergebnis zeigen, dass sich beide gleicherweise zur Bildung eignen.
21:2
In mancher Beziehung ist die Frau dem Manne überlegen. Sie ist weichherziger, empfänglicher und mit stärkerer Intuition begabt.in: Ansprachen in Paris 2:12:6–7Q
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22:1
Die göttliche Gerechtigkeit verlangt, dass die Rechte beider Geschlechter gleicherweise geachtet werden, da in den Augen des Himmels keines dem anderen überlegen ist. Die Würde vor Gott hängt nicht vom Geschlecht, sondern von der Reinheit und Leuchtkraft des Herzens ab. Menschliche Tugenden sind im gleichen Maße Eigentum aller.in: Ansprachen in Paris 2:12:11Q
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In der Offenbarung Bahá’u’lláhs schreitet die Frau Seite an Seite mit dem Mann voran. In keinem Bereich und zu keinem Zeitpunkt wird sie zurückbleiben. Sie hat die gleichen Rechte wie der Mann und wird in Zukunft in allen Bereichen der Staatsverwaltung tätig sein. Sie wird so weit aufsteigen, dass sie in jedem Unterfangen zur höchsten Stufe in der Menschenwelt gelangen wird. Seid dessen sicher! Schaut nicht auf den gegenwärtigen Zustand; in nicht allzu ferner Zukunft wird die Welt der Frauen voller Herrlichkeit erstrahlen, denn Bahá’u’lláh hat es so gewollt. Bei allen Wahlen haben die Frauen das unveräußerliche Wahlrecht, und unwiderlegbar, unstreitig haben die Frauen Zutritt zu allen Bereichen menschlichen Handelns. Kein Mensch kann dies aufhalten oder verhindern.
23:2
Aber an manchem sollte eine Frau nicht teilnehmen, da es ihrer unwürdig ist. Zum Beispiel sind die Frauen vom Militärdienst befreit, wenn der Staat nachdrückliche Verteidigungsmaßnahmen gegen feindliche Angriffe ergreift. Es mag vorkommen, dass kriegerische, wilde Stämme die Volksgemeinschaft heftig angreifen mit dem Ziel, Massenmord an seinen Bürgern zu verüben. Unter solchen Umständen ist Verteidigung notwendig, aber es ist die Aufgabe der Männer, solche Verteidigungsmaßnahmen zu organisieren und durchzuführen, nicht die der Frauen – denn sie sind sanften Herzens und können den schrecklichen Anblick eines Blutbades nicht ertragen, selbst wenn es der Verteidigung dient. Von derartigen Unterfangen sind Frauen befreit.
23:3
Was die Zusammensetzung des Hauses der Gerechtigkeit betrifft, so wendet sich Bahá’u’lláh an die Männer, wenn Er spricht: »O ihr Männer des Hauses der Gerechtigkeit!«
23:4
Aber das Recht der Frauen bei der Wahl seiner Mitglieder ist unbestritten, soweit es sich auf ihre Stimmabgabe bezieht. Wenn die Frauen den höchsten Grad des Fortschritts erreichen, werden sie nach den Anforderungen von Zeit und Ort und gemäß ihren großen Fähigkeiten außergewöhnliche Vorrechte erhalten. Seid dessen gewiss. Bahá’u’lláh hat die Sache der Frauen sehr gefördert, und zu den wichtigsten Grundlehren ‘Abdu’l-Bahás gehören die Rechte und Vorrechte der Frauen. Verlasst euch darauf! Bald wird der Tag kommen, an dem die Männer sich an die Frauen wenden und sprechen: »Gesegnet seid ihr! Gesegnet seid ihr! Ihr seid fürwahr jeder Gabe würdig. Wahrlich, ihr verdient es, eure Häupter mit der Krone immerwährender Herrlichkeit zu schmücken, denn ihr werdet in Wissenschaften und Künsten, an Tugendhaftigkeit und Vollkommenheit dem Manne ebenbürtig sein, und ihn an Herzensgüte, reicher Barmherzigkeit und Mitgefühl übertreffen.«aus einem Sendschreiben an einen Gläubigen – übersetzt aus dem Persischen, publiziert in: Paris Talks: Addresses given by ‘Abdu’l-Bahá in Paris in 1911-1912, pp. 182–184Q
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