Textzusammenstellung | Frauen
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Frauen
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Eine Zusammenstellung der Forschungsabteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
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Das Bahá’í-Konzept der GleichberechtigungAus den Schriften Bahá’u’lláhs1
1:1
O Menschenkinder!
1:2
Wisst ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen Staub erschufen? Damit sich keiner über den anderen erhebe. Bedenket allzeit in eurem Herzen, wie ihr erschaffen seid. Da Wir euch alle aus dem gleichen Stoff erschufen, ziemt es euch, wie eine Seele zu sein, auf selbem Fuße zu wandeln, in gleicher Weise zu essen und im selben Lande zu wohnen, auf dass aus eurem innersten Wesen durch eure Werke die Zeichen der Einheit und das Wesen der Loslösung offenbar werden. Solches rate Ich euch, o Scharen des Lichts. Achtet wohl auf diesen Rat, damit ihr die heiligen Früchte vom Baume wundersamer Herrlichkeit erlanget.Die Verborgenen Worte, arab. 68Q
2
2:1
Erhaben, unermesslich erhaben ist Er, der Unterschiede beseitigt und Eintracht begründet. Verherrlicht, unendlich verherrlicht ist Er, Der Zwietracht enden ließ und Gemeinschaft und Einheit verordnete. Gelobt sei Gott! Die Feder des Allhöchsten hob Unterschiede zwischen Seinen Dienern und Dienerinnen auf und verlieh allen durch Seine vollendete Gunst und allumfassende Barmherzigkeit Rang und Stand auf gleicher Stufe. Er zerschlug die eitlen Vorstellungen mit des Wortes Schwert und tilgte die Gefahren leerer Einbildungen durch die allgegenwärtige Kraft Seiner Macht.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
3
3:1
Dieser Unterdrückte hat deine Stimme gehört und vernommen, was deine innere und äußere Zunge zum Lobe deines Herrn sprach. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Aller Besitz der Menschen, alle Schätze der Erde und alle Güter der Herrscher und Könige sind an diesem Tage geringer denn Sein Lobgesang. Der Herr des Königreichs bezeugt dies in diesem herrlichen Augenblick. Wir haben dein Seufzen und Klagen vernommen und antworten mit einem Sendschreiben, das laut kündet zwischen Himmel und Erde und deiner mit Worten gedenkt, die unsterblich machen, was du in Liebe zu Ihm, in Seinem Dienst, zu Seinem Gedenken und Preis vollbrachtest Und Er ließ, was deinem Munde entströmte, zum Treueband werden zwischen Ihm und dir. Er ist wahrlich der Gnadenreichste, der Freigebigste. Wenn du wahrhaft auf das hörst, was Meine erhabenste Feder dir in diesem Augenblick offenbarte, so wirst du dich auf den Schwingen des Eifers in den Himmel der Liebe zum Herrn des Tages des Bundes erheben und alle Tage deines Lebens sprechen: Dank sei Dir, o Du Sehnsucht der Welt, gelobt seiest Du, o Du Geliebter der Einsichtigen. Möge alles Dasein ein Opfer sein für Deine Gunst und alles, was war und je sein wird, ein Lösegeld für Dein Wort, o Du Unterdrückter inmitten eines Volkes von Feinden, o Du, Dessen Hand die Zügel hält von allen im Himmel und auf Erden …
3:2
An diesem Tag hat die Hand göttlicher Gnade alle Unterschiede getilgt. Gottes Diener und Seine Dienerinnen stehen auf derselben Stufe. Gesegnet der Diener, der erlangt, was Gott verordnete, und das Blatt, das sich im Windhauch Seines Willens bewegt. Groß ist diese Gunst, erhaben diese Stufe. Seine reichen Gaben sind allzeit gegenwärtig und offenbar. Wer könnte Ihm angemessen Dank sagen für den steten Strom Seiner Gunst und Gaben?aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen und ArabischenQ
4
4:1
Bei Meinem Leben! Die Namen der Gott ergebenen Dienerinnen hat die Feder des Allhöchsten im Hochroten Buch aufgezeichnet. In den Augen Gottes übertreffen sie die Männer. Wie viele Helden und Ritter auf dem Schlachtfeld sind des Einen Wahren beraubt und haben keinen Anteil an Seiner Erkenntnis, du aber hast Erfüllung gefunden.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
5
5:1
Wahrlich, die Feder des Allhöchsten hat bezeugt, dass du Ihn erkanntest, Ihn liebtest und dich dem Altehrwürdigen Antlitz zuwandtest zu einer Zeit, da die Welt Ihn zurückwies, bis auf jene, die Gott, der Allhöchste, bestimmte …
5:2
Wohl steht es um dich, da du dich mit der Zier der Liebe Gottes schmücktest und Ihn zu erwähnen und zu lobpreisen vermochtest. Alle göttliche Gnade liegt in Gottes mächtigem Griff, gepriesen sei Er. Er verleiht sie, wem Er will. Schon mancher Mann hielt sich für einen berühmten Geistlichen, für einen Hort himmlischer Geheimnisse; wenn ihn jedoch die geringste Prüfung heimsuchte, empörte er sich voll Widerspruch und Auflehnung, so dass die Himmlischen Heerscharen darüber klagten und trauerten. Du aber gelangtest durch des Herrn Gaben und reiche Gunst zu dem verborgenen Geheimnis und dem wohlbehüteten Schatz. Bewahre nun im Namen Gottes diese erhabene Stufe und verbirg sie vor den Augen der Verräter. Der Ruhm vom Horizonte Meines Königreichs scheine auf dich und jede Dienerin, die zur Herrlichkeit Meines erhabenen Thrones gelangte.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen und ArabischenQ
6
6:1
Wir flehen zu Gott, dass Er allen Blättern beistehe, zur Erkenntnis des Baumes zu gelangen, und dass Er sie nicht des Meeres Seiner Freigebigkeit beraube. An diesem Tag wird Vornehmheit oder Niedrigkeit, Armut oder Reichtum, Adel und Herkunft, Schwäche oder Macht keine Beachtung geschenkt. Wer den unvergleichlichen Geliebten erkennt, besitzt wahren Reichtum und bekleidet göttlichen Rang. Am Hofe des Wahren sind heute die Königin der Welt und ihresgleichen nicht ein Senfkorn wert, denn wenn sie auch im Namen Gottes spricht, im Tempel ihres Körpers den Herrn der Schöpfung jeden Tag anruft und große Summen irdischen Reichtums für die Entwicklung ihres Volkes ausgibt, ist sie doch der Erkenntnis der Sonne Seiner Manifestation beraubt und ausgeschlossen von dem Wahren, Dessen sie gedenkt.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen und ArabischenQ
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7:1
Jahrhunderte und Zeitalter hindurch hat mancher Mann die Offenbarung Gottes ersehnt, doch als das Licht am Horizont der Welt erstrahlte, wandten alle bis auf wenige ihr Antlitz ab. Wer von den Dienerinnen den Herrn aller Namen erkannt hat, wird von der Feder des Allhöchsten im Buche als einer dieser Männer aufgezeichnet. Preise den Geliebten der Welt, dass Er dir geholfen hat, den Tagesanbruch Seiner Zeichen und den Offenbarer der Beweise Seiner Herrlichkeit zu erkennen. Dies ist eine große Gabe, eine überreiche Gnade. Bewahre sie im Namen des Wahren …aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen und ArabischenQ
Aus Schriften und Ansprachen ‘Abdu’l-Bahás8
8:1
Vom Anfang des Daseins bis zum verheißenen Tag bewahrten die Männer in jeder Hinsicht ihre Überlegenheit gegenüber den Frauen. Im Qur’án wurde offenbart: »Männer sind den Frauen überlegen.« Aber in dieser wundersamen Sendung bewirkte die erhabenste Ausgießung des Herrn der Herrlichkeit eindeutige Errungenschaften der Frauen. Einige Dienerinnen erhoben sich und übertrafen die Männer auf dem Feld des Wissens. Sie traten mit solcher Liebe und Geistigkeit hervor, dass dadurch die Gnadengaben des Höchsten Herrn über die Menschheit regneten, und sie durch ihre Heiligkeit, Reinheit und geistigen Eigenschaften viele Menschen ans Ufer der Einheit geleiteten. Sie wurden zur Fackel der Führung für die Wanderer in der Öde des Irrtums, sie entflammten die Verzagten in der niederen Welt mit dem Feuer der Liebe des Herrn. Dies ist eine Wohltat dieses wundersamen Zeitalters, die dem schwächeren Geschlecht Kraft verleiht und den Frauen mannhafte Stärke gewährt …aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
9
9:1
O Dienerin Gottes! In dieser wundersamen Sendung, in der die Altehrwürdige Schönheit, das offenbare Licht – möge meine Seele ein Opfer für Seine Geliebten sein – am Horizont urewiger Hoffnungen erstrahlte, haben Frauen männliche Eigenschaften angenommen, indem sie Standhaftigkeit in der Sache Gottes bewiesen und Heldentum und Stärke furchtloser Männer bekundeten. Sie betraten die Stätte mystischer Erkenntnis und hissten das Banner auf den Höhen der Gewissheit. Auch du musst dich sehr anstrengen und großen Mut beweisen. Mühe dich und koste die Süße himmlischen Tranks, denn der süße Geschmack der Liebe Gottes wird bis ans Ende, das kein Ende hat, verbleiben.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
10
10:1
Danke dem Herrn, dass du die erste Gläubige dieses VolkesDieses Sendschreiben war an eine Mrs. Pocohontas in Washington gerichtet. Laut Fáḍil Mázindarání war die Empfängerin des Sendschreibens eine schwarze Frau. Siehe Táríkh-i-Ẓuhúru’l-Ḥaqq, Band 8, Teil 2, S. 1209 (Ṭihrán: Bahá’í Publishing Trust, 132 B.E.). Zusätzliche Informationen aus dem Archiv des Nationalen Geistigen Rates der Vereinigten Staates weisen darauf hin, dass Louis Gregory in einer Geschichte der Bahá’í-Gemeinde in Washington, D.C., eine schwarze Bahá’í, Mrs. Pocohontas Pope, erwähnt, bei der es sich wahrscheinlich um dieselbe Person handelt. Frau Pope lernte den Bahá’í-Glauben durch Alma und Fanny Knobloch und Joseph und Pauline Hannen kennen. Zurzeit gibt es keine weiteren Informationen über Frau Pope.Q bist, die süßduftenden Brisen zu verbreiten suchst und dich aufmachst, andere zu führen. Ich hoffe, dass dein Antlitz durch die freigebige Gunst der Schönheit Abhá erleuchtet, dein Wesen angenehm und dein Duft verbreitet werden. Mögen deine Augen sehend, deine Ohren aufmerksam, deine Zunge beredt, dein Herz mit den erhabenen frohen Botschaften erfüllt und deine Seele durch die göttlichen Düfte erfrischt werden, damit du dich unter den Schwarzen erhebst, dich der Erziehung der Menschen widmest und mit Licht erfüllt werdest. Ist auch die Pupille des Auges schwarz, so ist sie doch die Quelle des Lichts. So solltest du sein. Die Wesensart sollte hell strahlen, nicht die äußere Erscheinung. Deshalb sprich voll Vertrauen und Gewissheit: »O Gott, mache mich zu einem strahlenden Licht, einer leuchtenden Lampe und einem funkelnden Stern, damit ich die Herzen mit hellem Strahl aus Deinem Königreich Abhá erleuchte …«aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
11
11:1
Die Gründung einer Frauenvereinigung zur Förderung von Wissen ist sehr zu begrüßen, aber der Meinungsaustausch muss sich auf Erziehung und Bildung beschränken. Sie sollte so arbeiten, dass Meinungsverschiedenheiten nach und nach gänzlich verschwinden und sie nicht – was Gott verhüte – zu einem Streitgespräch zwischen Männern und Frauen führen. Was das Tragen des Schleiers betrifft, so sollte nichts Unweises getan werden. Jede Frau sollte heutzutage in einer Weise handeln, dass dies zur Ursache ewigen Ruhms für das ganze weibliche Geschlecht wird, damit alle Frauen erleuchtet werden. Der Weg dazu sind Versammlungen, um das Lehren zu lernen, Zusammenkünfte, bei denen sie die Schriften lesen, zum Königreich des Herrn offenbarer Zeichen flehen und für die Bildung der Mädchen sorgen. Denkt darüber nach, wie Jináb-i-Ṭáhirih lehrte. Sie war frei von jeder Besorgnis, und darum strahlte sie.
11:2
Nun sollte die Welt der Frauen eine geistige, keine politische Welt sein, damit sie strahle. Die Frauen anderer Nationen sind alle in Politik verstrickt. Welchen Nutzen hat das, welche Früchte trägt das? So gut ihr könnt, solltet ihr euch mit geistigen Themen beschäftigen, die der Verherrlichung des Wortes Gottes und der Verbreitung Seiner Düfte dienen. Euer Verhalten sollte zu allgemeiner Eintracht, zum Zusammenschluss und zum Wohlgefallen aller führen …
11:3
Ich mühe mich mit Bahá’u’lláhs Bestätigung und Hilfe, das Leben der Dienerinnen so zu verbessern, dass alle sich wundern werden. Dieser Fortschritt soll sich auf Geistigkeit, Tugenden, menschliche Vollkommenheit und göttliches Wissen beziehen. In Amerika, der Wiege der Frauenbewegung, sind die Frauen noch immer von politischen Einrichtungen ausgeschlossen, weil sie sich streiten. Es gibt nicht einmal eine Frau im Repräsentantenhaus. Sogar Bahá’u’lláh sprach: »O ihr Männer des Hauses der Gerechtigkeit.« Ihr müsst ruhig und gelassen sein, damit die Arbeit mit Weisheit voranschreitet, sonst wird solches Chaos entstehen, dass ihr alles liegenlasst und weglauft … »Dieses Neugeborene durchmisst in einer Nacht den Weg, der hundert Jahre erfordert.« Kurz, beschäftigt euch jetzt nur mit rein geistigen Themen und streitet nicht mit den Männern. ‘Abdu’l-Bahá wird taktvoll geeignete Schritte unternehmen. Seid dessen versichert! Zuletzt werdet ihr ausrufen: »Dies war wirklich höchste Weisheit!« Ich bitte euch dringend, diesen Streit zwischen Männern und Frauen zu beenden …
11:4
Niemand kann etwas allein erreichen. ‘Abdu’l-Bahá muss damit zufrieden sein und helfen.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
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12:1
Wisse, o Dienerin, dass vor dem Antlitz Bahás die Frauen so viel gelten wie die Männer und dass Gott die ganze Menschheit nach Seinem Ebenbild erschaffen hat. Dies bedeutet, dass Männer und Frauen gleichermaßen die Verkünder Seiner Namen und Eigenschaften sind und vom geistigen Standpunkt aus keinen Unterschied zwischen ihnen besteht. Wer sich Gott nähert, ob Mann oder Frau, hat die größte Gunst erlangt. Wie viele glühend ergebene Dienerinnen haben sich im schützenden Schatten Bahás den Männern überlegen erwiesen und selbst die Berühmten der Erde überflügelt.
12:2
Das Haus der Gerechtigkeit jedoch ist gemäß dem ausdrücklichen Text des Gesetzes Gottes nur für MännerAus anderen Texten geht hervor, dass die Beschränkung der Mitgliedschaft auf Männer nur für das Universale Haus der Gerechtigkeit gilt, nicht aber für die Nationalen und Lokalen Häuser der Gerechtigkeit.Q bestimmt; dies ist eine der Weisheiten Gottes, des Herrn, die in absehbarer Zeit so klar wie die Sonne am Mittag offenbar werden wird.in: Briefe und Botschaften 38:3–4Q
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13:1
Eine Lehre Bahá’u’lláhs ist ferner die Wesensgleichheit von Frauen und Männern. Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich. Erst wenn die Frauenwelt der Männerwelt im Erwerb von Tugenden und Vollkommenheiten gleichkommt, sind Erfolg und Gedeihen so erreichbar, wie es sein soll.in: Briefe und Botschaften 227:18 Q
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