Textzusammenstellung | Frauen
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34:1
Sie stellen mit Recht fest, dass Männer und Frauen grundlegende und spezielle Eigenschaften besitzen. Die in den Lehren Bahá’u’lláhs vorgesehene Lösung besteht nicht darin, wie Sie richtig sehen, dass Männer zu Frauen und Frauen zu Männern werden sollten. ‘Abdu’l-Bahá gab uns den Schlüssel zur Lösung des Problems, indem Er lehrte, dass sich die Eigenschaften und Aufgaben von Mann und Frau gegenseitig ergänzen. Er erläuterte diese Frage weiter, indem Er sagte, dass das »neue Zeitalter ein Zeitalter« sein wird, »in dem die männlichen und weiblichen Kulturelemente ausgewogener sein werden«.22. April 1981, An einen GläubigenQ
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35:1
Es mag nützlich sein zu betonen, …dass das Bahá’í-Prinzip der Gleichberechtigung von Mann und Frau in den Lehren fest verankert ist; die Tatsache, dass sie in bestimmten Bereichen unterschiedliche Aufgaben haben, hebt dieses Prinzip nicht auf.23. August 1984, An zwei Gläubige Q
Die Rolle der Erziehung für die Entwicklung der Frauen Aus den Schriften Bahá’u’lláhs36
36:1
Es ist die unabdingbare Pflicht der Eltern, ihre Kinder zur Festigkeit im Glauben zu erziehen … Denn jede lobenswerte Tat wird geboren aus dem Lichte der Religion, und fehlt diese höchste Gabe, wird das Kind sich weder von Bösem abwenden noch dem Guten zuwenden.zitiert in: Ziele der Kindererziehung 1:12:1Q
Aus Schriften und Ansprachen ‘Abdu’l-Bahás37
37:1
Gelobt sei Gott, die Frauen unter den Gläubigen haben Treffen veranstaltet, um zu lernen, wie man den Glauben lehrt, die süßen Düfte der Lehren verströmt und Pläne für die Ausbildung der Kinder aufstellt.
37:2
…Und weiterhin sollten sich die Anwesenden mit allen Bildungsmöglichkeiten für Mädchen beschäftigen, sie sollten sie in den verschiedenen Wissensgebieten unterrichten, sowie in gutem Benehmen und ordentlicher Lebensführung, Charakterbildung, Keuschheit und Treue, Standhaftigkeit, Kraft, Entschlossenheit, festem Vorsatz, ferner in Haushaltsführung, Kindererziehung und was Mädchen sonst noch besonders brauchen. So werden diese Mädchen, die in der Hochburg jeglicher Vollkommenheit aufgezogen und mit dem Schutze eines edlen Charakters versehen sind, wenn sie dann selbst Mütter werden, ihre eigenen Kinder von frühester Jugend an zu einem edlen Charakter und zu rechtem Verhalten erziehen.
37:3
Sie sollten auch lernen, was der Gesundheit des Leibes und dem körperlichen Wohlbefinden dient und wie sie ihre Kinder vor Krankheit schützen können.in: Briefe und Botschaften 95:1–2Q
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38:1
Arbeitet für die Führung der Frauen in jenem Lande, lehrt die jungen Mädchen und Kinder, damit die Mütter ihre Kleinen von frühester Kindheit an sorgfältig erziehen, sie zu einem guten Charakter und hoher Sittlichkeit anleiten, sie zu allen Tugenden der Menschheit führen, die Entwicklung tadelnswerten Betragens verhindern und sie im Schoße der Bahá’í-Erziehung fördern. So sollen diese zarten Kinder am Busen der Erkenntnis und Liebe Gottes genährt werden. So sollen sie wachsen und gedeihen, erzogen in Rechtschaffenheit, menschlicher Würde, Entschlossenheit und im Willen zu Strebsamkeit und Ausdauer. So sollen sie Beständigkeit in allen Dingen lernen, den Willen, voranzukommen, Hochherzigkeit und edle Entschlossenheit, Keuschheit und Reinheit des Lebens. So sollen sie fähig werden, was immer sie unternehmen, zu einem erfolgreichen Ende zu führen.
38:2
Die Mütter sollten daran denken, dass alles, was Kindererziehung berührt, den Vorrang hat. Sie sollten in dieser Hinsicht jede Anstrengung unternehmen, denn wenn der Zweig grün und zart ist, wird er in jede vorgegebene Richtung wachsen. Darum ist es die Pflicht der Mütter, ihre Kleinen so heranzuziehen, wie ein Gärtner seine jungen Pflanzen pflegt. Tag und Nacht sollen sie sich bemühen, in ihren Kindern Glauben und Gewissheit, Gottesfurcht, Liebe zu dem Geliebten der Welten sowie alle guten Eigenschaften und Charakterzüge zu verankern. Wann immer eine Mutter sieht, dass ihr Kind etwas gut gemacht hat, soll sie es loben, ihre Anerkennung äußern und sein Herz erfreuen. Und wenn sich der kleinste unerwünschte Zug zeigt, soll sie dem Kind raten, die Mittel der Vernunft gebrauchen und erforderlichenfalls das Kind auch durch sanften mündlichen Tadel strafen. Es ist jedoch nicht erlaubt, ein Kind zu schlagen oder es verächtlich zu machen, denn der Charakter des Kindes wird durch Prügel oder Beschimpfung völlig verdorben.in: Briefe und Botschaften 95:1–2Q
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Es ist Pflicht des Vaters und der Mutter, ihre Kinder sowohl zu rechtem Verhalten als auch zum Studium der Bücher zu erziehen. Studium bedeutet im erforderlichen Umfang, so dass kein Kind, ob Mädchen oder Junge, Analphabet bleibt.in: Briefe und Botschaften 101Q
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‘Abdu’l-Bahá sieht mit größter Freude, dass einige Blätter unter den Dienerinnen der Gesegneten Schönheit erzogen wurden, das Wesen der Loslösung zu verkörpern, und über die Geheimnisse der Welt des Seins gut unterrichtet sind. Er hört, dass sie ihren Ruf zur Verherrlichung und zum Lobpreis des Größten Namens erschallen lassen und somit die Bewohner der Tempel des Königreichs anziehen und überglücklich machen. Er hört sie Gebete sprechen in Poesie und Prosa und die göttlichen Verse in klingenden Melodien singen. Ich hege die Hoffnung, dass du zu ihnen gehören wirst, Perlen ausstreust, fortwährend Seinen Lobpreis singst und himmlische Weisen zur Verherrlichung anstimmst.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
41
41:1
Du hast über die Mädchenschule berichtet. Was früher geschrieben wurde, gilt noch immer. Es kann keinen Fortschritt geben, wenn die Mädchen nicht in Schulen oder Ausbildungsstätten erzogen, in Naturwissenschaften und anderen Wissensgebieten unterwiesen werden, wenn sie nicht, wie nötig, vielfältige Künste erlernen und göttlich erzogen werden. Denn eines Tages werden diese Mädchen Mütter sein. Mütter sind die ersten Erzieher der Kinder, die dem Kind Tugenden ins Herz pflanzen. Sie spornen das Kind zu Vervollkommnung und gutem Benehmen an, warnen es vor unschicklichen Eigenschaften, ermutigen es dazu, Entschlossenheit, Festigkeit und Standhaftigkeit in Schwierigkeiten zu zeigen und voranzuschreiten auf dem Weg des Fortschritts. Daher ist es notwendig, der Erziehung der Mädchen gebührende Beachtung zu schenken. Dies ist eine sehr wichtige Aufgabe, und sie sollte unter der Leitung des Geistigen Rates stehen und von ihm geregelt werden.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
42
42:1
…Mädchen haben in diesem herrlichen Zeitalter die Pflicht, in den verschiedenen Wissensgebieten, den Wissenschaften, den Künsten und all den Wundern dieser herausragenden Zeit bestens bewandert zu sein, damit sie später ihre Kinder erziehen können und sie von ihren frühesten Tagen an auf den Wegen der Vollkommenheit geleiten.aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem PersischenQ
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43:1
Die Bildung der Frau ist zudem notwendiger und wichtiger als die des Mannes, denn die Frau ist die Erzieherin des Kindes von Geburt an. Ist sie selbst unvollkommen und voller Mängel, wird unausweichlich auch das Kind mit Fehlern behaftet sein; die Unvollkommenheit der Frau führt zur Unvollkommenheit der ganzen Menschheit, denn die Mutter erzieht, versorgt und betreut das Kind während es aufwächst. Das ist nicht Aufgabe des Vaters. Ist der Erzieher unfähig, so wird der Heranwachsende entsprechende Mängel haben. Das ist offensichtlich und unbestreitbar. Kann der Schüler hervorragend gebildet sein, wenn der Lehrer ungelehrt und unwissend ist? Die Mütter sind die ersten Erzieherinnen der Menschheit; sind sie unvollkommen, dann ist es schlimm um die Menschheit und ihre Zukunft bestellt…
43:2
Einige haben eingewandt, die Frau sei weniger befähigt als der Mann und sei von Natur aus mit Mängeln behaftet. Das ist reine Einbildung. Die unterschiedliche Befähigung bei Mann und Frau beruht allein auf unterschiedlichen Chancen und Bildungsvoraussetzungen. Bisher blieb der Frau das Recht und der Vorzug einer gleichberechtigten Entwicklung versagt. Hätte sie die gleichen Chancen, wäre sie dem Manne zweifellos ebenbürtig. Das wird durch die Geschichte belegt. In der Vergangenheit haben sich namhafte Frauen für Staatsangelegenheiten eingesetzt und die Männer in ihren Leistungen übertroffen…
43:3
Kurz, dies soll deutlich machen, dass die Frau, wenn sie umfassend gebildet ist und all ihre Rechte erhält, die Fähigkeit zu wunderbaren Leistungen entwickelt und sich dem Mann als ebenbürtig erweist. Sie ist Partnerin des Mannes, seine Ergänzung und seine Gefährtin. Beide sind Menschen; beide sind mit Verstandeskraft ausgestattet und verkörpern die Tugenden der Menschheit. In allem menschlichen Vermögen und Wirken sind sie ebenbürtige Partner. Gegenwärtig kann die Frau in den menschlichen Tätigkeitsbereichen ihre angeborenen Vorzüge nicht zum Ausdruck bringen, da es ihr an Bildung und Möglichkeiten mangelt. Ohne Zweifel wird Erziehung und Bildung zur Gleichberechtigung von Mann und Frau führen.in: The Promulgation of Universal Peace, pp. 133–137Q
44
44:1
Mit der Verkündigung der Einheit der Menschheit lehrte Er, dass Männer und Frauen vor Gott gleichwertig sind und kein Unterschied zwischen ihnen gemacht werden darf. Der einzige Unterschied zwischen ihnen ist, dass es derzeit an Erziehung und Bildung mangelt. Wenn der Frau die gleichen Bildungschancen eingeräumt werden, werden alle Unterschiede verschwinden und die Frau wird nicht mehr als unterlegen angesehen werden…
44:2
Er forderte den gleichen Bildungsweg für Mann und Frau. Töchter und Söhne müssen denselben Lehrplan durchlaufen und dadurch die Einheit der Geschlechter fördern. Wenn alle Menschen die gleichen Bildungschancen haben und die Gleichberechtigung von Mann und Frau verwirklicht ist, ist dem Krieg der Boden entzogen.in: The Promulgation of Universal Peace, pp. 174–175Q
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Warum sollte die Frau in ihrer geistigen Entwicklung zurückbleiben? Wissenschaft ist lobenswert – ob die Forschung nun durch den Verstand eines Mannes oder den einer Frau erfolgt. So machte die Frau nach und nach Fortschritte und bewies zunehmend, dass sie die gleichen Fähigkeiten wie der Mann besitzt – sei es in der wissenschaftlichen Forschung, in der Politik oder in irgendeinem anderen Bereich menschlichen Wirkens. Die Schlussfolgerung ist offensichtlich: Die Frau wurde abgehängt, weil Bildung und intellektuelle Anreize fehlten. Hätte sie die gleichen Bildungschancen und den gleichen Bildungsweg, würde sie die gleichen Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln.in: The Promulgation of Universal Peace, p. 281Q
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Bahá’u’lláh hat verkündet, dass alle Menschen Ausbildung und Anleitung bekommen müssen, da Unwissenheit und der Mangel an Erziehung und Bildung wie trennende Schranken zwischen den Menschen stehen. Durch diese Vorkehrung wird der Mangel an gegenseitigem Verständnis behoben, wird die Einheit der Menschheit gefördert und vorangebracht. Universelle Erziehung ist ein allgemeingültiges Gesetz. So ist jeder Vater verpflichtet, seine Kinder nach seinen Möglichkeiten zu unterrichten und zu unterweisen. Wenn er nicht in der Lage ist, sie zu unterrichten, müssen staatliche Stellen, Vertreter des Volkes Mittel und Wege für ihre Ausbildung bereitstellen…
46:2
Die Unterschiede in Abhängigkeit vom Geschlecht der Menschen ist auf die fehlende Bildung der Frauen zurückzuführen, die nicht die gleichen Chancen für ihre Entwicklung und ihren Fortschritt bekommen. Die Gleichstellung der Geschlechter wird entsprechend den wachsenden Möglichkeiten der Frau in diesem Zeitalter verwirklicht werden, denn Mann und Frau empfangen gleichermaßen die Kräfte und Gaben Gottes, des Schöpfers. Einen Unterschied zwischen ihnen hat Gott in Seinem vollendeten Ratschluss nicht vorgesehen.in: The Promulgation of Universal Peace, p. 300Q
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Die Erziehung und Bildung eines jeden Kindes ist zwingend erforderlich … Ergänzend zu dieser allgemeinen Bildung muss jedes Kind in einem Beruf, einem Kunsthandwerk oder einem Gewerbe geschult werden, damit jedes Mitglied der Gemeinschaft seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Arbeit, im Geiste des Dienstes zu leisten, ist die höchste Form von Gottesdienst.in: ‘Abdu’l-Bahá on Divine Philosophy, p. 78 Q
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Schenkt der Schule für Mädchen besondere Aufmerksamkeit, denn die Größe dieses wunderbaren Zeitalters wird sich darin zeigen, welcher Fortschritt in der Welt der Frauen erzielt wird. Aus diesem Grund könnt ihr beobachten, dass in jedem Lande die Welt der Frauen voranschreitet. Dies liegt im Einfluss der größten Offenbarung und in der Macht der göttlichen Lehren begründet.zitiert in: Ziele der Kindererziehung 2:41:4Q
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