Shoghi Effendi | Das Licht göttlicher Führung (Band 1)
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INFORMIERE DEUTSCHEN RAT WEGEN GEGENWÄRTIGER WECHSELKURSVERLUSTE TEHERAN ANGEWIESEN FÜNFHUNDERT PFUND WEITERZULEITEN.
30. März 1949
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ÜBERMITTLE FOLGENDES DEUTSCHEM RAT TIEF BETRÜBT GEISTIGE LAGE DEUTSCHEN BAHAI-GEMEINDE IMMER WEITER VERSCHLECHTERT. NATIONALER RAT MUSS SICH TREU ERHEBEN GLAUBEN WACHSAM ENERGISCH SCHÜTZEN UND GLÄUBIGE IM BUND BAHAULLAHS ABDULBAHAS BESTÄRKEN. ENKELIN SUBHIAZALS MUSS VOLLSTÄNDIG GEMIEDEN WERDEN. UMTRIEBE HISTORY SOCIETY VOLLSTÄNDIG GETRENNT VOM GLAUBEN. ALLEN ORIENTALISCHEN UNHEILSTIFTERN MUSS ENTGEGENGEWIRKT WERDEN. SYMPATHISANTEN VON MRS WHITE ODER SOHRAB ODER UNTREUE MITGLIEDER FAMILIE ABDULBAHAS EINSCHLIESSLICH MEINES BRUDERS HUSSEYN DER DEUTSCHLAND DIESEN SOMMER VIELLEICHT BESUCHT MÜSSEN BEOBACHTET UND GEWARNT UND WENN NÖTIG AUSGESCHLOSSEN WERDEN. KOMPROMISS UNENTSCHLOSSENHEIT VERSCHLEPPUNG WIRD KRISE VERURSACHEN SO ERNST WIE HERRIGELS. BLEIBT APPELL UNBEACHTET WERDEN GROSSES LEID UND VERLUSTE GEMEINDE FOLGEN GLAUBE WIRD GLEICHWOHL SCHLIESSLICH TRIUMPHIEREN.
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SHOGHI RABBANI
20 April 1949
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INFORMIERE DEUTSCHEN RAT ABHALTUNG TAGUNG ABSOLUT UNVERZICHTBAR EBENSO WAHL NATIONALEN RATES. BETE EINHEIT WOHLERGEHEN LIEBEN DEUTSCHEN GLÄUBIGEN.
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SHOGHI
27. Mai 1949
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ÜBERMITTLE DEUTSCHEM RAT NÄCHSTE WAHL NATIONALEN RATES DARF NICHT VERZÖGERT WERDEN BETE HARMONIE EINHEIT GEMEINDE.
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SHOGHI
30. Juni 1949
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ÜBERMITTLE DEUTSCHEM RAT GROSSE WERTSCHÄTZUNG ANTWORT BETE INSTÄNDIG VOLLSTÄNDIGE WIEDERHERSTELLUNG VÖLLIGER HARMONIE TATKRÄFTIGE ZUSAMMENARBEIT RÄTE UND EINZELNEN MIT GEWÄHLTEN NATIONALEN VERTRETERN.
30. Juni 1949
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Liebe Bahá’í-Freunde:
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Ihre Briefe an unseren geliebten Hüter vom 17. und 22. Oktober, zwei vom 19. Dezember, vom 21. und 23. November 1948 vom 9. und 23. Januar, vom 28. Februar und vom 4. und 15. Mai 1949 sowie ihre zahlreichen Anlagen sind alle eingetroffen und ich wurde angewiesen, darauf in seinem Namen zu antworten. Er bedauert die lange Verzögerung bei der Beantwortung, aber er ist sehr beschäftigt und er wollte auch ein möglichst vollständiges Bild von der Lage haben, um Sie besser in der kürzlich entstandenen schwierigen Situation zu beraten.
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Bevor ich zu dieser Angelegenheit komme, soll ich Ihnen versichern, dass er von dem 5-Jahres-Plan, den Ihr Rat entworfen hat, begeistert war und ihm große Bedeutung beimisst.
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Ebenso freute er sich sehr, dass die Jahrestagung in Frankfurt stattfand, wenn auch leider nicht unter sehr glücklichen Umständen.
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Er war ebenfalls sehr glücklich, als er erfuhr, dass der NGR bezüglich der Arbeit am Nationalen Ḥaẓíra in Frankfurt voll mit … übereinstimmt, und dass die Übertragung der Mittel aus Ṭihrán über die Schweiz an Ihren Rat sich auf äußerst günstige Weise für Sie ergeben hat.
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Auch die gute Nachricht, dass die dringend benötigten Bücher von Esslemont jetzt in Deutschland sind und die Verborgenen Worte dort gedruckt werden, wurde sehr begrüßt. Er schickte Ihnen ein Telegramm als Antwort auf Ihren Brief über die Verborgenen Worte. Doch möchte er ganz deutlich machen, dass die ›Anmerkungen‹ nicht korrekt sind. Die Verbeugungen und das Waschen der Hände und des Gesichts (wie eindeutig in Bahá’u’lláhs Gebete und Meditationen niedergelegt, das er selbst übersetzt hat), die zu den beiden längeren täglichen Gebeten (Pflichtgebeten) gehören, sind Gesetze Bahá’u’lláhs, die für alle Bahá’í gelten, ob mit muslimischem, christlichem oder anderem Hintergrund. Es ist Gotteslästerung, anderes zu behaupten. Allerdings hat Bahá’u’lláh es den Bahá’í frei gestellt, eines der drei Pflichtgebete zu wählen und diejenigen, die diese Handlungen lieber nicht ausführen möchten, können das ganz kurze sprechen. Er möchte jedoch hinzufügen, dass er sehr die Arbeit würdigt, die … und andere Freunde mit dieser Übersetzung geleistet haben und er freut sich über die Veröffentlichung.
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Er schätzt sehr die Zusicherung der unverbrüchlichen Treue Ihres Rates gegenüber ihm und dem Testament des Meisters. Sie können sich sicher vorstellen, dass diese Entfremdung der Familie des Meisters ein sehr trauriger und schwerer Schlag für ihn war; und obwohl er sie viele Jahre mit seinem Schweigen gedeckt hatte, war er am Ende gezwungen, offen zu sprechen, um den Glauben zu schützen. Seit hundert Jahren leidet unsere geliebte Sache unter solchen inneren Drangsalen, und die Art, wie die Gläubigen von Generation zu Generation diesen Prüfungen mit unerschütterlichem Glauben, Treue und Hingabe bestanden haben, ist eines der Anzeichen dafür, dass dies die Sache Gottes ist, göttlich geschützt durch den Bund Bahá’u’lláhs und den des Meisters.
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Bezüglich der Krise, die unter den Gläubigen entstanden ist, wegen der von … und anderen erhobenen Vorwürfe, dem Rundschreiben Ihrer Körperschaft, etc., etc.
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Der Hüter denkt, dass es zwar zweifellos zu einer sehr ernsten Situation geführt hat, die die Stabilität und die Einheit der ganzen Gemeinde bedroht, dass das aber erfolgreich überwunden werden und zu einer neuen Stufe der Einheit und des Fortschritts des Glaubens in Deutschland führen kann. Mit der Hilfe Bahá’u’lláhs, Der immer bereit ist uns zu stärken und zu unterstützen, können wir Bahá’í stets unsere Stolpersteine in Trittstufen verwandeln und die oft ungestümen Kräfte, die durch aufrichtige, aber vielleicht fehlgeleitete Freunde freigesetzt werden, wie einen positiven Strom der Macht nutzen, indem wir sie in produktive Kanäle leiten, anstatt sie auf destruktive Weise zu verwenden.
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Er denkt, dass die Ursache dieser gegenwärtigen Krise im Grunde der Tatsache geschuldet ist, dass die deutsche Gemeinde – die so lange unterdrückt, unorganisiert, der Literatur beraubt und ohne die Besuche von Freunden aus Ländern war, in denen die Gläubigen seit jeher die Freiheit hatten, Bahá’í zu sein und die folglich die Verwaltung der Glaubensbelange zu einer höheren Effizienz entfaltet haben – keine Gelegenheit hatte, die Verwaltung ihrer Bahá’í-Angelegenheiten zu entwickeln und auch keine Möglichkeit hatte, als Bahá’í innerhalb einer reibungslos arbeitenden Gemeindeordnung zu reifen. Somit könnte man sagen, dass die derzeitigen Probleme weitgehend durch Unreife in ihrem Verständnis der Gemeindeordnung verursacht werden.
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Damit verbunden ist die in seinem Telegramm erwähnte Tatsache, dass das Wissen und das Verständnis der Bahá’í vom Testament ‘Abdu’l-Bahás vertieft werden muss. Sie sollten dies und die Sendung Bahá’u’lláhs studieren, denn es ist offenkundig, dass sie sich – zum größten Teil – nicht die Größe, die Herrlichkeit, die Kraft und den Schutz vorstellen können, die diesem Glauben durch die Institutionen verliehenen wurde, die der letzte Wille des Meisters vorsieht.
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Während er den Schriftverkehr und die Dokumente, die Ihr Rat weiterleitete, durchging (ihren Erhalt schätzte er sehr, weil sie ihm ein klareres Bild von der gesamten Situation vermittelten) stach ihm ins Auge, dass die Handlungen und Aussagen sowohl von Einzelpersonen als auch von Räten eine völlige Unkenntnis der Anwendung von Verwaltungsmaßnahmen zeigen. Wenn die Freunde sich anstrengen und aufrichtig nach Einheit und Fortschritt streben, kann sich die ganze Angelegenheit diesbezüglich als günstige Fügung erweisen. In diesem Zusammenhang war er beeindruckt von der Weisheit und Toleranz der Äußerungen von Herrn Oskar Schmitt in seinem Brief an Ihren Rat und er hofft, dass alle Gläubigen diese freundliche und tolerante Sichtweise annehmen, da die Freunde in ihrem Wunsch, das Richtige zu tun und zweifellos aus echter Hingabe für die Sache in ihren Reaktionen anscheinend alle Extreme ausgelotet haben. Damit haben sie paradoxerweise sowohl ihre Hingabe an die Sache als auch ihren völligen Mangel an tieferem Verständnis der Gemeindeordnung bewiesen.
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Offen gesagt, denkt der Hüter, dass das Rundschreiben Ihres Rates sich unerfreulich entwickelt hat. Sie waren als Nationale Körperschaft völlig dazu berechtigt, einen solchen Brief herauszugeben und die heftigen Reaktionen von Sekretären verschiedener Räte und von einigen der Räte selbst, sowie von vielen einzelnen Gläubigen zeigte ein völliges Fehlen des Verständnisses für Verwaltungsverfahren. Die Freunde sollten erkennen, dass die Nationale Körperschaft in Verwaltungsangelegenheiten Weisungsbefugnis über die örtlichen Räte und über die Gläubigen hat. Einer der Grundsätze unserer Gemeindeordnung, die – daran sollten wir denken – das Muster für unsere Weltordnung sein wird, ist, dass selbst wenn ein Rat eine unkluge Entscheidung trifft, diese unterstützt werden muss, um die Einheit der Gemeinde zu wahren. Gegen eine Entscheidung des örtlichen Rates kann beim Nationalen Rat Berufung eingelegt werden und gegen eine Entscheidung des Nationalen Rates beim Hüter. Aber der Grundsatz der Amtsgewalt unserer gewählten Gremien muss aufrecht erhalten bleiben. Das ist etwas, was nicht ohne Wachstumsschmerzen erlernt werden kann. Die Bahá’í in anderen Ländern haben oft ihre Schwierigkeiten zu lernen, als Gläubige in einer geordneten Gemeinde zu leben, in der die vom Meister festgelegten Verwaltungsgrundsätze herrschen. Aber da sie in Freiheit lebten, konnten sie mehrheitlich ein reiferes Verständnis erlangen als ihre deutschen Brüder und Schwestern, die dies bisher nicht vermochten. Er hofft, dass dieser ganze Vorfall die deutschen Räte und die Gläubigen dazu veranlassen wird, wirklich die Bahá’í-Gemeindeordnung zu studieren.
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Er schrieb dem Rat … und bestand auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit dem Nationalen Rat. Er wies sie auch darauf hin, dass die Haltung ›alle für einen und einer für alle‹ ganz und gar falsch war. Ein Rat ist im Bereich seiner Jurisdiktion Treuhänder des Glaubens. Seine Mitglieder müssen zu jeder Zeit die Interessen des Glaubens über Persönlichkeiten stellen und unparteiisch allen Angelegenheiten, die an sie heran getragen werden, auf den Grund gehen. Theoretisch ist es immer möglich, dass ein Mitglied eines Rates unwürdig oder unaufrichtig ist. Die Haltung, jede Anschuldigung oder jeden Vorwurf gegen ein Ratsmitglied als einen Vorwurf gegen diese Körperschaft selbst zu verstehen, ist völlig falsch. Ein Rat muss den Glauben schützen und darf weder eines seiner Mitglieder blind beschuldigen, noch es blind verteidigen. Der Rat in … hat die Haltung eingenommen, dass die Bemerkungen, die sich auf … bezogen, eine Beleidigung für den ganzen Rat darstellten; gleichzeitig beschuldigt er die Nationale Körperschaft, von einem Einzelnen dominiert zu werden, ein Vorwurf, der bei seiner eigenen Haltung genauso gut an ihn selbst gerichtet werden könnte! Der Hüter hat das Gefühl, dass dies alles nur ein Beleg für die Unreife der Freunde in Bezug auf ihre Gemeindeordnung ist.
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Die Bahá’í müssen lernen, Persönlichkeiten zu vergessen und den Wunsch zu überwinden – so natürlich er für Menschen ist – Partei zu ergreifen und dafür zu kämpfen. Sie müssen auch lernen, das große Prinzip der Beratung wirklich zu nutzen. Es gibt während der Neunzehntagefeste eine dafür bestimmte Zeit, in der die Gemeinde eigene Ansichten äußern und ihrem Rat Vorschläge machen kann; der Rat und die Gläubigen sollten sich auf diese Zeit der unbeschwerten Diskussion freuen und sie weder fürchten noch sie unterdrücken. Ebenso sollten die Ratsmitglieder in aller Gründlichkeit beraten und in ihren Entscheidungen die Interessen der Sache und nicht Persönlichkeiten an die erste Stelle setzen und stets sollte die Mehrheit entscheiden.
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Dem Hüter fiel bei der Durchsicht der Korrespondenz, die er von Ihrem Rat erhielt, immer wieder auf, dass die Freunde ohne jede Verwaltungsgrundlage handeln. Anstatt ihre Beschuldigungen, ihre Probleme und ihr Unbehagen mit ihrem örtlichen Rat oder mit dem Nationalen Rat zu besprechen, wandten sie sich an einzelne Personen oder einzelne Mitglieder des Rates, oder sie weigerten sich, mit dem Rat zusammenzutreffen. Das erste, was ein Gläubiger tun sollte, ist sich an einen Rat zu wenden – dafür haben wir ja die Räte! Er denkt, dieser Ärger wäre niemals entstanden, hätten die Bahá’í ihre Räte so in Anspruch genommen, wie sie es tun sollten. Eines der Heilmittel, das Bahá’u’lláh einer kranken Welt gegeben hat, ist der Rat (der in Zukunft das Haus der Gerechtigkeit sein wird); seinen Mitgliedern obliegt eine sehr heilige und schwere Verantwortung und ebenso ist seine Macht, die Gemeinde zu lenken, seine Mitglieder zu schützen und zu unterstützen sehr groß.
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Frau …, eine sehr treue und ergebene Gläubige, versicherte dem Hüter, sie werde den NGR voll unterstützen und mit ihm zusammen arbeiten. Er hofft, Sie gewähren ihr jede Unterstützung in diesem Entschluss und ermutigen sie, die Gläubigen anzuspornen, die Verwaltungseinrichtungen zu unterstützen und ihnen beizubringen, sich an diese zu wenden und sie besser zu nutzen.
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In diesem Zusammenhang möchte er darauf hinweisen, dass jeder Bahá’í ihm direkt schreiben kann. Jeder Einzelne hat dieses Vorrecht.
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Er hat das Gefühl, dass …, eine sehr treue und ergebene Dienerin der Sache, mit … kommuniziert hat, in ihrem inständigen und sehr weisen Wunsch, eine engere Verbindung unter den deutschen Freunden zu fördern. Er denkt, dass ihr Rat darüber hinwegsehen sollte, weil das Motiv zweifellos sehr edel war.
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Er war sehr froh über den Brief von Herrn … und ist zuversichtlich, dass dieser alles in seiner Macht Stehende tun wird, um den Eindruck zu zerstreuen, den seine Haltung gegenüber dem Bund bei einigen der Freunde hinterlassen hatte ….
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Liebe und geschätzte Mitarbeiter:
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Angesichts der herausragenden Stellung der deutschen Bahá’í-Gemeinde, die sie unmittelbar nach der schwersten Krise in ihrer Geschichte durch die gemeinsamen Leistungen ihrer Mitglieder erlangen konnte, hat mich der Verlauf der jüngsten Entwicklungen sehr beunruhigt und mit großer Sorge erfüllt.
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Die geistige Vitalität, die durch das Leben ihrer einzelnen Mitglieder so reichlich unter Beweis gestellt wurde, die Widerstandsfähigkeit, die sie als organisierte Körperschaft nachweislich zeigen konnte, die robuste Grundlage, auf der ihr Gemeinschaftsleben in den Jahren vor der großen Feuerprobe, die sie überlebte, aufgebaut wurde, die bemerkenswerte Schnelligkeit, mit der sie ihre Geschicke nach Ende der Feindseligkeiten wieder in die Hand nahm, haben in jedem Bahá’í-Herzen Gefühle von tiefer Zuneigung und Bewunderung sowohl für die Vertreter dieser Gemeinde als auch für die Masse der Gläubigen, die die Gemeinschaft der Getreuen in diesem Land bilden, wachgerufen.
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Die so geweckten Hoffnungen dürfen niemals von denen, die am Leben einer so starken Gemeinde aktiv teilnehmen, enttäuscht werden. Die Struktur, die jetzt so mühsam auf einer so festen Grundlage errichtet wird, darf unter keinen Umständen gefährdet werden, weder durch Vernachlässigung oder Zwietracht noch durch Abweichung von festgelegten Prinzipien, ob geistiger Art oder die Verwaltung betreffend. Der Prozess, der nach einer so langen Zeit des erzwungenen Stillstands in Bewegung gesetzt wurde und der den Institutionen des Glaubens so einen starken Anstoß zur Vermehrung und Festigung verleiht, darf auf keinen Fall durch irgendein Missverständnis, Ungehorsam oder Zwietracht zwischen den stimmberechtigten Mitgliedern der Gemeinde und ihren gewählten Vertretern, ob örtlich oder national, gestoppt oder auch nur verzögert werden.
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Ein strenges und unbeirrbares Festhalten an den geistigen Gesetzen und Verwaltungsprinzipien, die das Fundament des Glaubens bilden; ein ständig waches und vollständiges Bewusstsein für den Charakter, die Heiligkeit und entscheidende Bedeutung der aufeinander folgenden, von Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá errichteten Bunde; eine sofortige Einstellung aller Streitereien, die das Leben dieser Gemeinde in der gegenwärtigen kritischen Phase ihrer Entwicklung aufwühlen; eine enge Zusammenarbeit, völlige Harmonie und anhaltendes Verständnis unter den verschiedenen Beteiligten, seien es Räte oder Gemeinden, die Teil ihrer Entwicklung sind; Konzentration auf die unmittelbar erforderlichen Maßnahmen für den vollen Erfolg des neu eingeführten Fünf-Jahres-Plans von Seiten all ihrer Mitglieder und ihrer gewählten Vertreter; ständige Wachsamkeit jedes einzelnen Anhängers des Glaubens, jede Handlung, jedes Wort oder jede Verbindung zu meiden, die seine Integrität verletzen, seine Gesetze brechen, seine Gemeindeordnung unterlaufen oder ihren Fortschritt und ihre Festigung verzögern könnten – diese ragen als die dringlichsten, die heiligen und unausweichlichen Pflichten und Verantwortlichkeiten heraus, denen sich ihre Unterstützer in dieser schicksalsschweren Stunde ihrer Geschichte gegenüber sehen.
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Die unmittelbare Vergangenheit mit all ihren verworrenen Problemen und unangenehmen Erinnerungen muss ganz vergessen werden, wenn die vor uns liegende Aufgabe wirksam verfolgt werden soll. Persönliche Animositäten, Verdächtigungen, Anschuldigungen, verletzter Stolz, strittige Fragen müssen alle beiseitegelegt werden. Die Mitglieder von Räten, von nationalen wie von örtlichen, müssen die Ersten sein, die ein würdiges Vorbild für ihre Glaubensgefährten abgeben. Im Zentrum aller Gedanken und Diskussionen müssen künftig die Maßnahmen stehen, die erforderlich sind, um das Wachstum des Glaubens zu fördern, das geistige Leben seiner Mitglieder zu vertiefen und zu bereichern, um sie mit dem Charakter und der Arbeitsweise der Gemeindeordnung inniger vertraut zu machen und es ihnen zu ermöglichen, sich aktiver an der Ausführung des Plans, dem sie sich geweiht haben, zu beteiligen.
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Von ganzem Herzen rufe ich alle auf, zusammenzuhalten, ihre Herzen zu reinigen, zu einer umfassenderen Sicht zu gelangen, ihre Entschlossenheit zu erneuern, sich von Neuem ihrer herrlichen Aufgabe zu weihen, entschlossen dem Weg zu folgen, den ‘Abdu’l-Bahá ihnen vorausgegangen ist, jedes Hindernis auf ihrem Wege niederzureißen und zuversichtlich, geeint und entschieden vorwärts zu drängen, bis ihr Ziel erreicht ist und die erste Stufe in der Entwicklung ihrer gemeinsamen Aufgabe zu einem siegreichen Ende gebracht wurde.
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