Textzusammenstellung | Ziele der Kindererziehung
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Ziele der Kindererziehung
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Textzusammenstellung aus den Schriften Bahá’u’lláhs, ʿAbdu’l-Bahás und Shoghi Effendis
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»Das neugeborene Kind jenes Tages übertrifft die weisesten und geachtetsten Männer dieser Zeit, und der Niedrigste und Ungelehrteste jener Zeit wird an Verständnis die gelehrtesten und vollendetsten Geistlichen dieses Zeitalters übertreffen.«Báb, zitiert in: Nabíls Bericht – Aus den frühen Tagen der Bahá’í-Offenbarung.Q
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Báb
Aus den Schriften Bahá’u’lláhs1
1.1:1
Die Propheten und Boten Gottes wurden zu dem einzigen Zweck herabgesandt, die Menschheit auf den geraden Weg der Wahrheit zu führen. Ihre Offenbarung hatte den Zweck, alle Menschen zu erziehen, damit sie zur Todesstunde in größter Reinheit und Heiligkeit und in völliger Loslösung zum Throne des Höchsten aufsteigen mögen.Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, Kap. 81.Q
2
1.2:1
Wir haben verordnet, o Volk, dass der höchste und letzte Zweck aller Gelehrsamkeit die Anerkennung Dessen sei, der das höchste Ziel aller Erkenntnis ist.Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, Kap. 98.Q
3
1.3:1
Denke zum Beispiel an die Offenbarung des Lichtes des Namens Gottes, der Erzieher! Siehe, wie die Beweise einer solchen Offenbarung in allen Dingen zutage treten, wie die Besserung aller Wesen von ihm abhängt. Diese Erziehung ist zweifacher Art. Die eine ist allumfassend, ihr Einfluss durchdringt und erhält alle Dinge. Aus diesem Grund hat Gott die Benennung ›Herr aller Welten‹ angenommen. Die andere ist auf jene beschränkt, die unter den Schatten dieses Namens gekommen sind und den Schutz dieser mächtigsten Offenbarung gesucht haben. Wer es aber versäumt, diesen Schutz zu suchen, hat sich selbst dieses Vorrechts beraubt und ist außerstande, aus der geistigen Nahrung Nutzen zu ziehen, die durch die himmlische Gnade dieses Größten Namens herniedergesandt worden ist. Welch tiefe Kluft trennt die eine Art von der anderen!Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, Kap. 93.Q
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1.4:1
Der Mensch ist der höchste Talisman. Das Fehlen einer geeigneten Erziehung hat ihn jedoch dessen beraubt, was er von Natur aus besitzt. Durch ein Wort, das aus dem Munde Gottes hervorging, wurde er ins Dasein gerufen. Durch ein weiteres Wort ward er geführt, die Quelle seiner Erziehung zu erkennen. Durch wieder ein anderes Wort wurden seine Stufe und seine Bestimmung sichergestellt. Das Höchste Wesen spricht: Betrachte den Menschen als eine Fundgrube, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass sie ihre Schätze enthüllt und die Menschheit fähig wird, Nutzen daraus zu ziehen.Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, Kap. 122.Q
5
1.5:1
Richtet euren Verstand und euren Willen auf die Erziehung der Völker und Geschlechter der Erde, damit die Zwietracht, die sie zerreißt, durch die Macht des Größten Namens von ihrem Angesicht getilgt und alle Menschen zu den Erhaltern einer Ordnung und zu Bewohnern einer Stadt werden.Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, Kap. 156.Q
6
1.6:1
Wir verordnen für alle Menschen das, was zur Erhöhung des Wortes Gottes unter Seinen Dienern führt und gleicherweise zum Fortschritt der Welt des Seins und zur Erhebung der Seelen. Der beste Weg zu diesem Ziel ist die Erziehung des Kindes. Hieran müssen alle und jeder festhalten. Wahrlich, Wir haben euch dieses Gebot in vielen Sendbriefen und auch in Meinem Heiligsten Buche gegeben. Wohl dem, der sich ihm unterwirft.
1.6:2
Wir bitten Gott, dass Er jedem einzelnen beistehe, diesem unausweichlichen Befehl zu gehorchen, der durch die Feder des Altehrwürdigen der Tage erschienen und herabgekommen ist.aus einem bisher nicht übersetzten persischen Sendschreiben.Q
7
1.7:1
Jedem Vater ist die Unterweisung seines Sohnes und seiner Tochter in der Kunst des Lesens und Schreibens und in allem, was im Heiligen Tablet niedergeschrieben wurde, zur Pflicht gemacht. Von dem, der diesem Befehl nicht nachkommt, müssen die Treuhänder dann das, was für die Unterweisung der Kinder benötigt wird, nehmen, wenn er wohlhabend ist, wenn nicht, fällt diese Aufgabe dem Haus der Gerechtigkeit zu. Wahrlich, Wir machten es zu einem Schutz der Armen und Bedürftigen. Wer seinen Sohn oder den Sohn eines anderen aufzieht, handelt so, als zöge er einen Meiner Söhne auf. Auf ihn komme Mein Ruhm, Meine Güte, Meine Gnade, die die ganze Welt umfasst.Inhaltsübersicht und systematische Darstellung des Kitáb-i-Aqdas, S. 31, Abs. 8.Q
8
1.8:1
Jeder, Mann oder Frau, muss einer Vertrauensperson ein Teil seines Ertrages aus Gewerbe, Landwirtschaft oder anderweitiger Beschäftigung für die Ausbildung und Erziehung der Kinder übergeben, damit es für diesen Zweck mit Kenntnis der Vertrauensleute des Hauses der Gerechtigkeit verwendet wird.Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 7:22.Q
9
1.9:1
Tut euer Äußerstes, um sowohl innere wie äußere Vollkommenheit zu erlangen, denn die Frucht des menschlichen Baumes war und wird immer Vollkommenheit im Inneren und Äußeren sein. Es ist nicht wünschenswert, dass ein Mensch ohne Kenntnisse oder Fertigkeiten gelassen wird, weil er dann nichts als ein unfruchtbarer Baum ist. Darum müsst ihr notwendigerweise, soweit es Möglichkeiten und Fähigkeiten erlauben, den Baum des Seins mit Früchten wie Wissen, Weisheit, geistige Erkenntnis und Redegewandtheit schmücken.aus einem bisher nicht übersetzten persischen Sendschreiben.Q
10
1.10:1
Der Mensch gleicht dem Stahl, dessen Wesenskern verborgen ist: Durch Ermahnung und Erklärung, durch guten Rat und Erziehung wird dieser Wesenskern ans Licht gebracht werden. Wenn er jedoch seinem ursprünglichen Zustand überlassen bleibt, wird die Zersetzung durch Leidenschaften und Begierden ihn gänzlich zerstören.aus einem bisher nicht übersetzten persischen Sendschreiben.Q
11
1.11:1
Es gibt vieles, das, wenn es vernachlässigt wird, nutzlos bleibt und zu nichts führt. Wie oft sehen wir in dieser Welt ein Kind, das seine Eltern verloren hat und keine Frucht tragen kann, wenn seiner Erziehung und Ausbildung keine Aufmerksamkeit gewidmet wird. Und wer keine Frucht trägt, wäre besser tot als lebendig.aus einem bisher nicht übersetzten persischen Sendschreiben.Q
12
1.12:1
Es ist die unabdingbare Pflicht der Eltern, ihre Kinder zur Festigkeit im Glauben zu erziehen, weil ein Kind, das sich von der Religion Gottes entfernt, nicht so handeln wird, dass es das Wohlgefallen seiner Eltern und seines Herrn gewinnt. Denn jede lobenswerte Tat wird geboren aus dem Lichte der Religion, und fehlt diese höchste Gabe, wird das Kind sich weder von Bösem abwenden noch dem Guten zuwenden.aus einem bisher nicht übersetzten persischen Sendschreiben.Q
13
1.13:1
Die Gottesfurcht war stets das Wichtigste in der Erziehung Seiner Geschöpfe. Wohl denen, die sie erlangt haben.Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes, S. 39.Q
14
1.14:1
Die Kinder die Einheit Gottes und Seine Gebote zu lehren, ist von größter Wichtigkeit und muss vor allem Vorrang haben. Denn fehlt es daran, kann sich ihnen die Ehrfurcht vor Gott nicht einprägen, und fehlt die Ehrfurcht vor Gott, werden unzählige abscheuliche und hässliche Taten vollbracht und Gesinnungen geäußert werden, die alle Grenzen überschreiten ...
1.14:2
Die Eltern müssen alle Anstrengungen machen, ihren Nachwuchs religiös zu erziehen. Denn wenn die Kinder diesen größten Schmuck nicht erlangen, werden sie ihren Eltern nicht gehorchen, was in gewissem Sinne gleichbedeutend mit Ungehorsam gegen Gott ist. Wahrlich, solche Kinder werden keine Rücksicht auf irgendjemanden nehmen und nur das tun, was ihnen gefällt.aus einem bisher nicht übersetzten persischen Sendschreiben.Q
15
1.15:1
Schulen müssen die Kinder zuerst in den Grundsätzen der Religion erziehen, so dass Verheißung und Drohung, wie sie in den Büchern Gottes geschrieben stehen, die Kinder von Verbotenem abhalten und mit dem Mantel der Gebote schmücken; aber dies muss in solchem Maß geschehen, dass es die Kinder nicht durch Abgleiten in eifernde, bigotte Unwissenheit schädigt.Bahá’u’lláh in: Botschaften aus ‘Akká, 6:28.Q
16
1.16:1
Künste, Gewerbe und Wissenschaften erhöhen die Welt des Seins und tragen zu ihrer Vervollkommnung bei. Wissen gleicht den Flügeln im Leben des Menschen, es ist wie eine Leiter für seinen Aufstieg; es ist jedermanns Pflicht, sich Wissen zu erwerben. Jedoch sollten solche Wissenschaften studiert werden, die den Völkern auf Erden nützen, nicht solche, die mit Worten beginnen und mit Worten enden ...
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