Gebete | Bahá’í-Gebete
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Bahá’í-Gebete
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Offenbart von Báb, Bahá’u’lláh und ʿAbdu’l-Bahá
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Singe die Verse Gottes, o Mein Diener, die du empfangen hast, wie jene sie singen, die Ihm nahe sind, damit die Süße deiner Weise deine Seele entflamme und die Herzen aller Menschen anziehe. Wer zurückgezogen in seiner Kammer die von Gott offenbarten Verse spricht, wird erfahren, wie die Engel des Allmächtigen den Duft der Worte, die sein Mund ausspricht, überallhin verbreiten und das Herz jedes Gerechten höherschlagen lassen. Mag er sich auch zunächst dieser Wirkung nicht bewusst sein, so wird doch die Kraft der ihm gewährten Gnade früher oder später Einfluss auf seine Seele haben. So sind die Geheimnisse der Offenbarung Gottes durch den Willen Dessen, der Urquell aller Macht und Weisheit ist, verfügt worden. Ährenlese 136:2 Q
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Bahá’u’lláh
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Selig ist der Ort und das Haus und der Platz und die Stadt und das Herz und der Berg und das Obdach und die Höhle und das Tal und das Land und das Meer und die Insel und die Au, wo Gottes gedacht und Sein Lob gepriesen wird. Bahá’u’lláh, zitiert in: Die Institution des Mashriqu’l-Adhkár, Auflage 4.01-P, Bahá’í Verlag 2020 Q
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Bahá’u’lláh
Pflichtgebete
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»Es gibt drei tägliche Pflichtgebete … Der Gläubige hat die Freiheit, eines dieser drei Gebete zu wählen, aber die Pflicht, eines davon zu sprechen. Die besonderen Anweisungen bei den Gebeten sind zu beachten.«Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag, zitiert in: Bahá’í News, September 1951, S. 1Q
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»Zur Begriffsbestimmung für ›Morgen‹, ›Mittag‹ und ›Abend‹: Antwort: Dies sind Sonnenaufgang, Mittag und Sonnenuntergang. Die zulässigen Zeiträume für die Pflichtgebete sind vom Morgen bis zum Mittag, vom Mittag bis zum Sonnenuntergang und vom Sonnenuntergang bis zwei Stunden danach.«Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas, 6.83:1–2Q
Das kurze Pflichtgebet
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Einmal in 24 Stunden, mittags, zu sprechen
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Ich bezeuge, o mein Gott, dass Du mich erschaffen hast, Dich zu erkennen und anzubeten. Ich bezeuge in diesem Augenblick meine Ohnmacht und Deine Macht, meine Armut und Deinen Reichtum. Es ist kein Gott außer Dir, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden.
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Bahá’u’lláh
Das mittlere Pflichtgebet
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Täglich morgens, mittags und abends zu sprechen
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Wer zu beten wünscht, wasche seine Hände und spreche beim Waschen:
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Stärke meine Hand, o mein Gott, und lass sie Dein Buch mit solcher Standhaftigkeit ergreifen, dass die Scharen der Welt keine Macht über sie haben. Schütze sie sodann, damit sie sich nicht mit Dingen befasst, die ihr nicht zustehen. Du bist wahrlich der Allmächtige, der Allgewaltige.
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Und beim Waschen des Gesichtes spreche er:
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Dir wende ich mein Angesicht zu, o mein Herr! Erleuchte es mit dem Licht Deines Antlitzes. Bewahre es sodann, damit es sich niemandem außer Dir zuwende.
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Dann erhebe er sich und spreche der QiblihGebetsrichtung nach Bahjí, ‘AkkáA zugewandt:
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Gott bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Ihm. Sein sind die Reiche der Offenbarung und der Schöpfung. Er hat wahrlich Ihn enthüllt, Der der Morgen der Offenbarung ist, Der auf dem Sinai redete, durch Den der Höchste Horizont erstrahlte und der Lotosbaum sprach, über Den hinaus keiner gehen kann, und durch Den der Ruf verkündet ward an alle, die im Himmel und auf Erden sind: »Sehet, der Allbesitzende ist gekommen! Erde und Himmel, Ruhm und Herrschaft sind Gottes, des Herrn aller Menschen, des Besitzers des Thrones in der Höhe und auf der Erde hienieden!«
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Dann beuge er sich nieder, lasse die Hände auf den Knien ruhen und spreche:
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Erhaben bist Du über meinen Lobpreis und den Lobpreis jedes anderen und über die Beschreibung aller, die im Himmel und auf Erden sind!
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Dann spreche er stehend mit geöffneten Händen, die Handflächen aufwärts gerichtet und dem Gesicht zugewendet:
2:5
Enttäusche nicht den, o mein Gott, der sich mit flehenden Fingern an den Saum Deiner Barmherzigkeit und Gnade klammert, o Du, der Du von den Barmherzigen der Allbarmherzige bist!
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Dann setze er sich und spreche:
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Ich bezeuge Deine Einheit und Deine Einzigkeit, dass Du Gott bist und es keinen Gott gibt außer Dir. Du hast wahrlich Deine Sache offenbart, Deinen Bund erfüllt und weit das Tor Deiner Gnade aufgetan vor allen, die im Himmel und auf Erden wohnen. Segen und Friede, Gruß und Herrlichkeit ruhen auf Deinen Geliebten, die Wandel und Wechsel der Welt nicht davon abhalten, sich Dir zuzuwenden, und die alles hingeben in der Hoffnung, das zu erlangen, was bei Dir ist. Du bist in Wahrheit der Immervergebende, der Allgütige.
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(So jemand statt des langen Verses lieber die Worte sprechen möchte: »Gott bezeugt, dass kein Gott ist außer Ihm, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden«, so wird dies genügen. Und ebenso wird es genügen, wenn er vorzieht, sitzend die Worte zu sprechen: »Ich bezeuge Deine Einheit und Deine Einzigkeit und dass Du Gott bist und dass kein Gott ist außer Dir.«)
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Bahá’u’lláh
Das lange Pflichtgebet
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Einmal in 24 Stunden zu sprechen
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Wer dieses Gebet zu sprechen wünscht, stehe auf und wende sich Gott zu. Auf seinem Platz stehend schaue er zur Rechten und zur Linken, als erwarte er das Erbarmen seines Herrn, des Allbarmherzigen, des Mitleidvollen. Dann spreche er:
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O Du, der Du der Herr aller Namen und der Schöpfer der Himmel bist! Ich flehe Dich an bei den Sonnen Deines unsichtbaren Wesens, des Höchsterhabenen, des Allherrlichen: Mache mein Gebet zu einem Feuer, das die Schleier verbrenne, die mich hindern, Deine Schönheit zu schauen, und zu einem Licht, das mich zum Meere Deiner Gegenwart geleite.
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