Universales Haus der Gerechtigkeit | Botschaft vom 2008-06-03 Drei Wochen nach der Verhaftung der Yárán
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Das Universale Haus der Gerechtigkeit
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3. Juni 2008
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An die Gläubigen in der Wiege des Glaubens
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Liebe Bahá’í-Freunde,
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fast drei Wochen sind seit der jüngsten Verhaftung der Mitglieder der „Freunde in Iran“ genannten herausragenden Körperschaft vergangen. Über ihre Lage und ihren Aufenthaltsort gibt es keine zuverlässigen Informationen. Dieser Mangel an Nachrichten und die Tatsache, dass diesen Lieben der Kontakt mit ihren Familien und Zugang zu juristischem Beistand zur Wahrung ihrer Rechte vorenthalten wird, sind für die Bahá’í weltweit und für alle, die nach Gerechtigkeit und Billigkeit streben, Anlass zu großer Sorge.
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Eine Quelle des Trostes für unsere von Kummer beladenen Herzen sind der Mut und die Standhaftigkeit, die Sie angesichts dieser Krise zeigen. Sie kommen ihren geistigen Pflichten weiter einträchtig nach und halten entschlossen an den göttlichen Lehren fest. Im Vertrauen auf die Gnade Gottes mühen Sie sich, die Interessen des Glaubens zu schützen und sicher zu wahren. Die Unterstützung, die die unterdrückten Gläubigen in Iran seitens der Presse und anderer Massenmedien erfahren haben, ihre Verteidigung durch gesellschaftliche Aktivisten und die Sympathie, die iranische Intellektuelle zum Ausdruck gebracht haben, erfüllen uns mit Hoffnung und großer Dankbarkeit.
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Beobachten Sie aufmerksam, wie immer mehr Iraner, indem sie ihren alten Traditionen Ehre erweisen, die Menschenrechte achten, daran glauben dass die Zeit für engstirnige Vorurteile, die zu Spaltung und Diskriminierung im Volk führen, nun vorbei ist, und erkennen, dass wahre Würde für die iranische Nation durch Einheit in der Vielfalt zu erreichen ist. Seien Sie versichert, dass das iranische Volk sich anstrengen wird, um eine solche Vision zu erfüllen. Wie bedauerlich, dass eine kleine Gruppe von ihnen, deren Herzen von den Wolken des Vorurteils verdunkelt sind, sich Hass und Feindseligkeit anheim gegeben haben, nicht in der Lage sind die Wahrheit zu begreifen, dass die Bahá’í keine andere Absicht hegen als der Menschenwelt zu dienen und beim Aufbau einer geistigen Kultur mitzuwirken, Ihnen grundlos Verschwörungen vorwerfen, Sie wegen Ihrer Religion und Religionsausübung verfolgen und danach trachten, Ihnen Leid zuzufügen. Doch Sie werden sich der Ratschläge Bahá’u’lláhs erinnern, Der versichert: „Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt.“
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Streben Sie also danach, die folgenden Worte ‘Abdu’l-Bahás zu verkörpern: „Es ziemt den Geliebten des Herrn, Zeichen und Beweise Seiner allumfassenden Barmherzigkeit zu sein, Verkörperungen Seiner alles überragenden Gnade. Wie die Sonne sollen sie ihre Strahlen auf Gärten wie Schutthalden werfen, wie die Frühlingswolken ihren Regenschauer vergießen auf Blumen und Dornen.“ Schenken Sie trotz der gegenwärtigen Krise den Verfolgungen und Grausamkeiten keine Beachtung und handeln Sie, von den göttlichen Lehren beseelt, in entgegen gesetzter Weise. Konzentrieren Sie ihre Gedanken darauf, eine Quelle des Guten für Ihr Umfeld zu sein. Geben Sie sich alle Mühe, Ihren Mitbürgern – den Erben einer reichen und menschenfreundlichen Kultur –, die selbst unter vielen Ungerechtigkeiten leiden, zu dienen. Meiden Sie alle Zwietracht und jeden Streit, begegnen Sie allen freundlich und offen, und pflegen Sie mit ihren Landsleuten Meinungs- und Gedankenaustausch über Angelegenheiten, mit denen sie sorgenvoll befasst sind. Entzünden Sie in ihren Herzen die Flamme der Hoffnung, des Glaubens und der Zuversicht auf eine ruhmreiche Zukunft Irans und die strahlende Bestimmung der Menschheit, die, wie Sie wohl wissen, mit Gewissheit eintreten wird.
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Wir flehen in den heiligen Schreinen um den Schutz der Gläubigen in der Wiege des Glaubens.
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[gezeichnet: Das Universale Haus der Gerechtigkeit]
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